Autor: Redaktion

  • Die Grünen Alten: Kontaktsperre und Selbstbestimmung

    Die Grünen Alten: Kontaktsperre und Selbstbestimmung

    Sie haben sich in einer Videokonferenz mit aktuellen Aspekten der derzeitigen Corona-Lage und möglichen zukünftige Maßnahmen auseinandergesetzt.

    Uns ist bewusst, dass der Krankheitsverlauf gerade bei Älteren mit Vorerkrankung im Durchschnitt wesentlich gravierendere Folgen hat als bei Jüngeren. Dies hat dazu geführt, gerade bei Älteren rigorosere Maßnahmen der Kontaktbeschränkung zu ergreifen, als bei Jüngeren. Damit einher geht das Risiko, dass alles eingeschränkt wird, was alten Menschen hilft lange aktiv, beweglich und in förderlichen Sozialkontakten zu leben. Hieraus entstehen nicht umkehrbare Gesundheitsgefährdungen gerade für ältere Menschen, wenn ihnen die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe faktisch verwehrt wird.

    Die Beispiele aus Alten- und Pflegeeinrichtungen in Wolfsburg, Würzburg, Bochum und bei uns in Wickrath werden von Verantwortlichen zur Rechtfertigung einer kollektiven Beschränkung von Grund- und Freiheitsrechten herangezogen.

    Dabei wird von vielen eine wesentliche Ursache der Misere ausgeklammert: der eklatante Mangel an Schutzkleidung und Schutzmasken in der stationären und ambulanten Pflege und fehlenden Testkapazitäten für diesen Bereich.

    So verständlich die Konzentration der Anstrengung auf Intensivbetten angesichts der katastrophalen Überlastung des Gesundheitssystems in anderen Ländern war, ist es nicht gerechtfertigt, nur den Endpunkt eines schweren Infektionsgeschehens und nicht dessen Anfang ins Visier zu nehmen.

    Mitarbeiter*innen in der ambulanten Pflege gehen von Haus zu Haus in direktem Kontakt zu den Risikogruppen für schwerste Erkrankung. Und dies zum Teil mangelhaft geschützt. Das gleiche gilt für Alten- und Pflegeheime. Im Vordergrund muss für das zukünftige Handeln die Reduktion des Infektionsrisikos im Einklang mit möglichst wenig eingeschränkter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stehen. Dafür zwingend notwendig ist die Bereitstellung von ausreichenden Schutzmaterialien in der notwendigen Qualität, um soziale Kontakte nicht unangemessen rigoros beschränken zu müssen.

    Mit großer Sorge nehmen wir wahr, dass Entscheidungsträger, wie zum Beispiel die Gesundheitssenatorin in Berlin Maßnahmen für eine Quarantäne für alle Bürgerinnen und Bürger über 70 vorschlagen, anstatt die Schutzmöglichkeiten in den Vordergrund zu rücken. Ältere Menschen werden hier, wie in anderen öffentlichen Debatten, als Risiko erachtet. Wenn man auf das Infektionsgeschehen blickt, gibt es weitaus mehr Covid-19 Infizierte pro Einwohner in den Altersgruppen 15-34 Jahre und 35-59 Jahre als in der Altersgruppe 60-79 oder 80+. Wenn man Infektionen vermeiden will, ohne zusätzliche Gesundheitsrisiken durch Isolation, aus Angst abgesagter ambulante Pflege oder nicht in Anspruch genommene stationäre Behandlung bei „normalen“ Erkrankungen in Kliniken in Kauf zu nehmen, geht kein Weg an ausreichenden Schutzmaterialien vorbei.

    Dies legen auch Untersuchungen des Deutschen Zentrums für Altersfragen nahe, die von erheblichen gesundheitlichen Einbußen ausgehen, wenn Maßnahmen zur sozialen Distanzierung über eine lange Zeit auf die Ältern angewendet werden. Wir wünschen uns, dass Entscheidungsträger sich mit Älteren abstimmen. In den vielen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden mit funktionierendem Seniorenrat kann dieser ein Ansprechpartner sein. In Städten wie Mönchengladbach fehlt der Seniorenrat. Hier fordern wir die Einrichtung eines entsprechenden Seniorenrates. Teilhabe der alten Menschen ist eine Grundlage für eine generationsübergreifend solidarische Gesellschaft.

    1 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Lockerungen für Reiterhöfe wohl ab Montag, 4. Mai

    Lockerungen für Reiterhöfe wohl ab Montag, 4. Mai

    Die Corona-Pandemie hat NRW zwar weiter fest im Griff, dennoch konnten sich die Menschen über erste Lockerungen freuen: Seit Beginn der Woche dürfen hierzulande Autohäuser, Fahrradgeschäfte, Bücherläden und Babyfachmärkte öffnen, selbst wenn sie mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche besitzen. Auch die ersten Schüler gehen zur Vorbereitung auf ihre Prüfungen und Abschlüsse wieder in die Schulen. Weiter geschlossen bleiben dagegen nicht nur Restaurants, sondern u.a. auch Zoos, Tierheime, Reiter- und Gnadenhöfe. Diese Einrichtungen leiden derzeit besonders unter der Corona-Pandemie, denn die Spenden für Futterkosten sind weggebrochen, Vermittlungen von Tieren gibt es wegen der Besuchsverbote kaum noch. Ohne das Publikum gibt es auch keine Spenden. Die Lage ist schwierig.

    In Mönchengladbach hatten sich jetzt Pferdefreunde an die Grünen gewandt zur Klärung der Frage, ob Reitställe – wenn auch unter Auflagen – eventuell mit einer Sondergenehmigung geöffnet werden könnten.

    Dazu hatte die Stadtverwaltung Mönchengladbach zunächst klargestellt, dass Reitställe allein hinsichtlich des Sportbetriebs zunächst geschlossen bleiben müssen. Erlaubt sei, die Pferde zu bewegen und zu pflegen. Es müsse, so die Verwaltung, „fachlich geprüft werden, ob und in welchem Umfang die kontrollierte Bewegung durch Personen reduziert werden kann und inwieweit z.B. der alleinige Weidegang, die Bewegungsanlage oder der Gang auf das Paddock ausreichend ist.“ Eine weitere Betätigung in Reitställen und sei – zumindest bis Montag, 3. Mai – nicht zulässig, Ausnahmegenehmigungen gebe es nicht.

    „Tatsächlich ist es so, dass Reiterhöfe als Sport- und Freizeitstätten unter die Corona-Verordnung fallen“, stellt der grüne OB-Kandidat und gelernte Jurist Dr. Boris Wolkowski fest. Demnach sei es eigentlich vollständig untersagt, die Reiterhöfe zu betreten. „Natürlich müssen sich die Pferdefreunde aber um ihre Tiere kümmern, sie füttern und regelmäßig bewegen. Um hier eine Regelung zu finden, gilt seit Mitte März eine Ausnahme, nämlich der Betrieb anhand eines Leitfadens des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen“, so Wolkowski. Der Leitfaden sei allerdings ziemlich eng ausgelegt und sehe u.a. eine Begrenzung der Anwesenheit auf maximal zwei Stunden vor, ebenso beispielsweise das Führen von Listen der Anwesenden.

    Boris Wolkowski hält im Hinblick auf die Pandemie das Infektionsrisiko auf einem Reiterhof für sehr gering. „Es findet ja eigentlich alles an der frischen Luft statt oder in gut belüfteten Räumen. Wenn man die bekannten Hygienevorschriften beachtet, also Abstand zu halten, die Reiterstübchen zu schließen und die Hände zu waschen, sollte einem Betrieb normalerweise nichts im Wege stehen“, meint er. Auf Nachfrage bei seinem grünen Parteikollegen Norwich Rüße, Sprecher für Landwirtschaft, Natur-, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz im Landtag NRW, erfuhr Wolkowski, dass bereits weitere Ausnahmen von den bestehenden Regelungen geplant seien. „Die Grünen im Landtag unterstützen die Forderung, dass die Reiterhöfe bald wieder öffnen dürfen, ausdrücklich“, so Boris Wolkowski.

    Wie aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zu hören war, könnte bereits ab Montag, 4. Mai das Reiten in kleinen Gruppen – d.h., maximal vier Pferde plus Reiter – möglich gemacht werden. Größere Reitgruppen könnten dann in einem nächsten Schritt folgen. Eine Terminierung dafür steht bislang aber noch aus.

    „Jetzt geht es eigentlich nur noch darum, den geregelten Betrieb stückweise wieder aufzunehmen, so dass auch die Reiterhöfe wieder Einkommen generieren können“, sagt Boris Wolkowski. Berechtigte Hoffnung auf Lockerungen also auch für die Pferdefreunde in Mönchengladbach.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Sozial-Holding ermöglicht Besuchskontakte zwischen Altenheimbewohner*innen und Angehörigen

    Sozial-Holding ermöglicht Besuchskontakte zwischen Altenheimbewohner*innen und Angehörigen

    De Vertellbud: „He könne mer oss sien!“ – Sieben Besuchscontainer aufgestellt.

    Zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen hat die Landesregierung mit Erlass vom 22. März Besuche in Pflegeeinrichtungen grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus rechtlichen Gründen erforderlich sind.

    Auch wenn das Besuchsverbot für Altenheime immer noch aus guten Gründen gültig ist, hat die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach jetzt eine rechtlich zulässige und absolut sichere Möglichkeit zur Begegnung zwischen Altenheimbewohnern und Angehörigen geschaffen.

    Dazu hat die städtische Tochtergesellschaft an den sieben städtischen Altenheimen mit mehr als 600 Bewohnerinnen und Bewohnern Besuchscontainer aufgestellt.

    © Sozial-Holding
    © Sozial-Holding

    In der „Vertellbud“ mit separaten Eingängen für Bewohner*innen und Besucher sowie zwei durch eine Plexiglasscheibe getrennten Räumen können sich Bewohner*innen, Angehörige und Freunde seit Montag (27. April) sehen und miteinander sprechen.
    Begleitet werden die 20-minütigen Besuche, die täglich von 9 bis 18 Uhr möglich sind, von jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Nach jedem Besuch wird in der „Vertellbud“ eine gründliche Flächendesinfektion durchgeführt. Außerdem sind die Besucher aufgefordert, auf dem Gelände Mundnasen-Bedeckung zu tragen, bis sie im Container sind und sobald sie den Container wieder verlassen.

    „Mit den Besuchscontainern haben wir für die Zeit des Betretungsverbots in unseren Einrichtungen eine gute Behelfslösung gefunden. Nach wie vor ist es aber unser Ziel, so schnell wie irgend möglich normale und vertraute Besuchskontakte zu ermöglichen, sobald dies rechtlich zulässig und aus Sicht des Schutzes der Bewohner*innen vertretbar ist“, erläutert Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding.

    Spontanbesuche sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Angehörige, die einen Besuchstermin vereinbaren möchten, werden gebeten, sich über die ihnen bekannte Corona-Hotline der jeweiligen Einrichtung zu melden.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Der Weg von der Präsenz- zur Onlinelehre

    Der Weg von der Präsenz- zur Onlinelehre

    Das Sommersemester der Hochschule Niederrhein findet vorläufig nur digital statt.

    Das bedeutet: Didaktische Konzepte für die neuen Lehrformate müssen her. An der Hochschule in Krefeld und Mönchengladbach stehen den Lehrenden nicht erst seit Coronazeiten ausgebildete Mediendidaktikerinnen und Mediendidaktiker zur Seite.

    Das Projekt digitaLe – Raum für digitale Lehre wurde 2018 initiiert, um die Digitalisierung in Studium und Lehre zu gestalten. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Lehrenden ein didaktisch sinnvolles Lehren und Lernen mit digitalen Medien zu ermöglichen“, sagt Alexandra Eßer, Mediendidaktikerin im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.
    Zwar ist das Projekt zentral im Ressort für Studium und Lehre der Hochschule angesiedelt, eine Besonderheit ist jedoch, dass in fast jedem Fachbereich eine Mediendidaktikerin arbeitet. „Durch dieses dezentrale Konzept sind wir viel näher an den individuellen Bedarfen der Fachbereiche dran“, sagt sie.

    Durch die Umstellung auf reine Onlinelehre erreichen die Teams digitaLe und eLearning eine sehr hohe Anzahl an Anfragen. „Der Bedarf an Unterstützung ist derzeit viel höher als sonst“, sagt die Mediendidaktikerin. Didaktische Empfehlungen, die gemeinsam mit eLearning und Hochschuldidaktik entwickelt wurden, gingen daher schnell an die Lehrenden. Die Präsenzlehre könne nicht einfach eins zu eins übertragen werden, sondern benötige ein eigenes Konzept. Normalerweise unterstützt das Team digitaLe bei Lehrkonzepten, die Online- und Präsenzlehre
    optimal verbinden, die Anwesenheit jedoch nicht vollständig ersetzen.
    Videos, interaktive Präsentationen, Onlinetests oder Foren: Es gibt viele Möglichkeiten den Stoff zu vermitteln. Direkt zu Beginn des Semesters haben die Teams eLearning und digitaLe einen gemeinsamen Moodle-Raum für Lehrende initiiert, in dem sich Empfehlungen zu Tools, Anleitungen und die Möglichkeit zur kollegialen Beratung finden. Darin tauschen sich Professorinnen und Professoren fachbereichsübergreifend aus.

    „Viele Lehrende sind hier sehr vertraut mit digitalen Methoden und neuen Lehrformen gegenüber sehr aufgeschlossen“, sagt Prof. Nicolas Beucker, Studiendekan am Fachbereich Design. Aber an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften ist auch das praktische Arbeiten von großer Bedeutung. „Einige Kurse können komplett digital stattfinden. Jedoch ist bei uns das Arbeiten in den Werkstätten essentiell. Wir versuchen, so viel Vorarbeit wie möglich online abzudecken und entwickeln nun Lösungen für die Präsenzphasen“, sagt der Professor für Public und Social Design.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Maibaumverkauf wegen Corona abgesagt

    Maibaumverkauf wegen Corona abgesagt

    Der traditionelle Maibaumverkauf am 30. April auf dem Forstbetriebshof im Hardter Wald kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht angeboten werden.

    „Da der Andrang erfahrungsgemäß sehr groß ist, können wir die geltenden Maßnahmen zum Schutz vor Corona vor Ort nicht gewährleisten“, sagt mags-Revierförster Werner Stops.

    Gleichzeitig appelliert er an die Mönchengladbacher nicht selbst mit der Axt in den Wald zu ziehen. Denn wer unerlaubt junge Birken fällt, schadet nicht nur der Umwelt, sondern macht sich sogar strafbar.

    „Das ungenehmigte Schlagen von jungen Birken zum 1. Mai ist verboten. In diesen Fällen wird Anzeige wegen Diebstahls erstattet“, betont Stops.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • MKV: Es wird für die neue Session 2020/2021 keine neuen Prinzenpaare geben.

    MKV: Es wird für die neue Session 2020/2021 keine neuen Prinzenpaare geben.

    In der aktuellen Mitteilung des MKV heißt es: Wir werden gerade daran erinnert, dass es Dinge gibt, die wichtiger sind als der Karneval.

    Wir haben in den kommenden Monaten eine große Verantwortung für unsere eigene Gesundheit, aber auch für die unserer Mitmenschen.
    Auch für den Mönchengladbacher Karnevalsverband steht die Gesundheit der Mitbürger an erster Stelle und wir haben uns daher entschieden,
    zunächst bis zum 31.12.2020, alle unsere Saalveranstaltungen abzusagen.

    Aus heutiger Sicht ist es schwer vorstellbar, dass es eine „normale“ Session 2020/2021 geben wird. Zu sehr werden die Auswirkungen der Pandemie noch in den Köpfen der im Karneval engagierten, aber auch der anderen Mitmenschen nachwirken.
    Dies würde neuen Prinzenpaaren aber nicht gerecht werden.

    Aus diesem Grunde wird es für die neue Session 2020/2021 keine neuen Prinzenpaare geben.

    ABER – wir freuen uns, dass Prinz Axel I. und Prinz Niersius Thorsten, sowie auch das Kinderprinzenpaar Prinz Louis I. und Prinzessin Theresa I., ihre Amtszeit um eine weitere Session verlängern.
    Wir möchten den Karnevalisten unser Stadt somit eine positive und motivierende Perspektive geben.

    Heute schon eine Aussage zu treffen, wie die neue Session konkret aussehen wird, wäre verfrüht.
    Der MKV wird die Lage immer wieder neu bewerten und mit allen verantwortlichen Personen abstimmen.  Vielleicht klappt es ja und das Hoppedizerwachen, unter freiem Himmel, darf und kann stattfinden.
    Wir drücken uns allen die Daumen!

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Mahnung: Klimawandel nicht vergessen!

    Mahnung: Klimawandel nicht vergessen!

    Nach zwei Rekordsommern mit wochenlanger Trockenheit und Temperaturen über 40°C, dem bereits zahlreiche Bäume im Stadtgebiet zum Opfer fielen, setzen sich die traurigen Rekorde auch 2020 fort.

    Schon jetzt steht fest: Der April, ausgerechnet, wird wohl der trockenste, seit es Wetteraufzeichnungen gibt: ganze zwei l/qm im ganzen Monat im sonst so feuchten Rheinland.

    60-jährige Buche im Hardter Wald 2020
    zum Laubaustrieb: Wipfeldürre,
    abgestorbene Äste.
    Ein Todeskandidat.
    Nicht der einzige!

    Das sind etwa 3% des langjährigen Mittelwertes, wie der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) mitteilt.
    Was das bedeutet, zeigt sich z.B. im Hardter Wald. Die alte Abgrabung in der Nähe der Jugendherberge hatte sich im Laufe der Jahrzehnte zum wichtigsten Laichplatz für Erdkröten (über 1000), Grasfrösche und drei Molcharten in dem größten Waldgebiet der Stadt entwickelt.
    Jetzt, im April, sollte die Laichsaison ihren Höhepunkt erreicht haben. Sie fällt dieses Jahr aus, das Gewässer ist trocken. Da die durchschnittliche Lebenserwartung der Lurche in der Natur bei nur 2 – 4 Jahren liegt, bedeutet das: zwei oder drei solcher trockenen Frühjahre hintereinander,
    und der Hardter Wald ist nahezu frei von Amphibien. In anderen amphibienreichen Kleingewässern der Stadt, etwa den Naturschutzgebieten Viehstraße und Bistheide, sieht es nicht viel besser aus.

    Fichten im Hardter Wald 2020: Totalausfall

    Was das in diesem Jahr für das städtische Grün (Stichwort Baumfällungen) bedeutet, kann man nur ahnen.
    Heinz Rütten vom BUND: „Ich kenne das Gewässer seit 35 Jahren. An diese Trockenheit kann ich mich nicht erinnern. Ich habe meinen Garten auch noch nie im April bewässern müssen. Das ist neu.“
    Bei aller berechtigten Sorge um unsere Gesundheit sollten wir die Folgen des Klimawandels vor unserer Haustüre nicht ganz aus dem Bewusstsein verlieren, meint der BUND.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Ab Morgen, 27. April: Notbetreuung für Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden

    Ab Morgen, 27. April: Notbetreuung für Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden

    Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden können ab dem kommenden Montag (27. April) die Notbetreuung in Kitas und Schulen in Anspruch nehmen.

    Die vom Land NRW angekündigte Überarbeitung der Corona-Betreuungsverordnung ist den Kommunen am Wochenende übermittelt worden.
    Darin wird die Notbetreuung um Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden sowie um Kinder von Alleinerziehenden, die sich in einer Abschlussprüfung befinden, mit Wirkung zum 27. April erweitert.

    Trotz der sehr knappen Zeit, die seit der Veröffentlichung der geänderten Rechtslage am späten Freitagabend blieb, haben der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, die Träger der Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegestellen die notwendigen Vorbereitungen getroffen, um dieses Betreuungsangebot unmittelbar zur Verfügung zu stellen.

    “Es ist zudem in vielen Einzelfällen gelungen die betroffenen Alleinerziehenden auch am Wochenende persönlich über die Neuregelungen zu informieren”, berichtet Klaus Röttgen, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie.
    Die Stadt empfiehlt den betroffenen Elternteilen, die noch nicht erreicht werden konnten, dass diese sich am Montagmorgen mit ihrer Einrichtung unmittelbar telefonisch oder per Mail in Verbindung setzen. Wenn dies nicht gelingt, vermittelt die Hotline-Kindertagesbetreuung der Stadt Mönchengladbach gerne unter (02161) 25 3408 sehr gerne den Kontakt.

    Diese Neuregelung betrifft mehr als 380 Kinder in den Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen. Sie gilt auch für Schulen.
    Berufstätige Alleinerziehende, deren Kinder eine Schule besuchen und eine Notbetreuung wünschen, sollten sich mit ihrer Schule in Verbindung setzen.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Covid-19: Statusbericht vom 25. April 2020 (Stand: 9 Uhr)

    Covid-19: Statusbericht vom 25. April 2020 (Stand: 9 Uhr)

    Aktuell sind 126 (Vortag 131) Personen in Mönchengladbach mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

    Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach verzeichnet am Samstag, 25. April (Stand: 9 Uhr), vier neue positive Nachweise.
    Insgesamt ist die Zahl der seit dem 3. März nachgewiesenen Fälle auf 459 (Vortag: 455) gestiegen.

    Die Zahl der beim Gesundheitsamt bekannten negativen Nachweise liegt bei 3069 (Vortag: 2999).
    26 Laborergebnisse stehen derzeit aus.
    Aktuell befinden sich 448 Personen (Vortag: 447) in Quarantäne.
    Die Zahl der genesenen Patienten ist auf insgesamt 305 (Vortag: 296) gestiegen.

    Die Zahlen im Überblick:
    Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Personen inkl. genesene Personen): 459
    davon aktuell infizierte Personen: 126
    davon genesene Personen: 305
    davon verstorbene Personen: 28
    (an Covid-19 verstorben: 25,
    mit Covid-19 verstorben: 3)

    Gesamtzahl in Quarantäne: 448
    davon in häuslicher angeordneter Quarantäne: 419
    davon im Krankenhaus: 25
    davon in freiwilliger Quarantäne: 4

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Bundesliga: Ball flach halten

    Bundesliga: Ball flach halten

    Zu den aktuellen Planungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison erklärt Bernd Meisterling-Riecks, sportpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion:

    „Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an das Lied der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und die WM 1974 in Deutschland. Heute würde man singen: Fußball ist unser Leben, der König Fußball wird regiert vom Geld!

    Bundesligafußball ist neben einem tollen sportlichen Ereignis, das die Massen zu Recht begeistert, ein Riesengeschäft. Wird die laufende Saison vorzeitig beendet, kostet das die Vereine dem Vernehmen nach bis zu 700 Mio. € zum Beispiel für Einnahmeausfälle aus Übertragungsrechten. Um „Corona-gerecht“ die Saison ohne Zuschauer zu Ende spielen zu können, sollen nun die Profis ohne Publikum auflaufen und regelmäßig auf Corona getestet werden.

    Die Berufsgruppe der Fußballprofis regelmäßig vorrangig zu testen und zu wenig Testkapazitäten für Krankenschwestern, Ärzte,  Kassiererinnen oder Bewohner/ innen von Altenheimen verfügbar zu haben, ist unverantwortlich und beschämend zugleich.

    Die begrenzt verfügbaren Testkapazitäten müssen primär bei medizinische Erfordernissen und systemrelevanten Berufsgruppen eingesetzt werden. Bei allem Verständnis für die wirtschaftliche Lage der Vereine ist ein Routine-Screening für Fußballprofis in der derzeitigen Situation mit Nichts zu rechtfertigen und  wenig sensibel. In Altenheimen sterben Menschen, auch weil auf Grund fehlender Testkapazitäten nicht präventiv getestet werden kann – und wir verjubeln die knappen Testressourcen für Freizeitaktivitäten aus rein wirtschaftlichen Interessen. Das ist unfassbar.

    Daneben wird es kaum gelingen, Fanmassen, wie beim letzten Geisterspiel der Borussia gegen den 1. FC Köln, vom Besuch der Stadien im Außenbereich  abzuhalten; damit würden weitere Ansteckungsgefahren unnötigerweise geschaffen.

    Es sollte in der jetzigen Situation auch im Profisport in erster Linie um Gesundheitsschutz und nicht um Profitgier gehen. Sowohl für Spieler als auch für Fans.
    Die Bundesliga sollte mal den Ball flach halten!!!“

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Tag des Baumes: Jede Neupflanzung ist ein Zeichen für die Zukunft

    Tag des Baumes: Jede Neupflanzung ist ein Zeichen für die Zukunft

    Bäume sind unentbehrlich für die Menschen: Sie produzieren Sauerstoff, geben Schatten und Kühlung, sie verbessern die Luftqualität, und ihr Erscheinungsbild belebt triste Straßenräume.

    Schlimm genug, dass durch Abholzung und Brandrodung auf der Erde jede Minute eine Waldfläche verschwindet, die so groß ist wie 35 Fußballfelder. Umso bedeutsamer ist der „Tag des Baumes“, der rund um den Globus immer am 25. April gefeiert wird.

    In Deutschland warf dies erstmals am 25. April 1952 der Fall; der Tag soll die Bedeutung des Waldes für Mensch und Wirtschaft im Bewusstsein halten.

    „Der Tag des Baumes ist umso wichtiger, als es in den letzten Jahren bedingt durch klimatische Veränderungen immer trockener wurde, wodurch die Pflanzenwelt hierzulande sehr gelitten hat“, sagt Dr. Boris Wolkowski, OB-Kandidat der Grünen in Mönchengladbach.

    Da auch jetzt in diesem warmen April schon wieder die Niederschläge ausbleiben, wird es möglicherweise so trocken werden wie letztes Jahr, befürchtet er. „Die Wälder, aber auch die Alleen werden extrem leiden, Bäume werden absterben. Um dem zu begegnen, müssen Neupflanzungen immer öfter eher stattfinden“, meint der Grünen-Politiker.

    Zusammen mit seinem Parteikollegen Hajo Siemes hatte sich Boris Wolkowski vor diesem Hintergrund mit Werner Stops, Revierförster und mags-Bereichsleiter für Forst und Baum, in Verbindung gesetzt. Ziel: die Neupflanzung dreier Bäume. „Wir wollten die Bäume eigentlich an der Dahler Landwehr pflanzen, wo ja sehr viele Fällungen vorgenommen wurden“, sagt Hajo Siemes. Da die mags dort aber in diesem Herbst nach einem genau abgestimmten Plan aufforsten will, verständigte man sich stattdessen auf den Bereich Volksgarten.

    Dort, etwa in Höhe der Peter-Krall-Straße 18, pflanzten Wolkowski und Siemes zusammen mit Werner Stops und dem Mönchengladbacher Baumexperten Klaus Barthels zwei Wildkirschen und eine Eberesche. Wegen der zu warmen Witterung muss dort nun natürlich immer mal wieder gegossen werden.
    Boris Wolkowski tut das gern: „Mit jedem Baum, der gepflanzt wird, wird immer auch ein Zeichen für die Zukunft gesetzt“, sagt er.

    1 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Gedenkminute für verunglückte Arbeitnehmer in Mönchengladbach

    Gedenkminute für verunglückte Arbeitnehmer in Mönchengladbach

    Workers’ Memorial Day am 28. April | 18.000 Bau-Unfälle in Nordrhein-Westfalen

    Sturz von der Leiter, Ausrutscher mit der Motorsäge, Hantieren mit Asbest: Wer in Mönchengladbach auf dem Bau oder in der Landwirtschaft arbeitet, hat ein besonders hohes Risiko, im Job einen Unfall zu haben oder krank zu werden. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zum Internationalen Workers’ Memorial Day am 28. April hin – und ruft Beschäftigte in der Stadt zu einer Gedenkminute auf. „Ob im Home-Office oder auf der Baustelle: Um 12 Uhr sollte am Dienstag jeder kurz die Arbeit beiseitelegen und an die Menschen denken, die im Job tödlich verunglückt oder berufsunfähig geworden sind“, so IG BAU-Bezirksvize Uwe Orlob.

    Die Gewerkschaft fordert zugleich stärkere Anstrengungen beim Arbeitsschutz. „Jeder Unfall ist einer zu viel. Die Arbeitssicherheit ist keine lästige Pflicht, sondern ein Muss. Daran darf der Chef keinen Cent sparen“, sagt Orlob. In Zeiten von Corona sei dies wichtiger denn je. In der Gebäudereinigung müssten Beschäftigte besonders vor Ansteckungen geschützt werden. Hier seien ausreichend Desinfektionsmittel und Zeit für das gründliche Reinigen nötig.

    „Auf dem Bau haben Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern – besser gleich eine ganze Zollstocklänge von zwei Metern – ist entscheidend“, betont Orlob. Außerdem müsse es genug Masken und Schutzhandschuhe geben, ebenso wie Toiletten mit Wasseranschluss zum Händewaschen.

    Allerdings gehe auf vielen Baustellen Schnelligkeit allzu oft vor Sicherheit. Nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) kam es in der Branche im vergangenen Jahr zu rund 18.000 Arbeitsunfällen in Nordrhein-Westfalen – 13 davon mit tödlichem Ende.

    Schwerpunkt des Workers’ Memorial Day ist in diesem Jahr Asbest. „Ob in der alten Fassade, im Nachtspeicherofen oder im Schuppendach – Asbest ist oft versteckt. Gerade bei Sanierungen alter Gebäude kommt der giftige Stoff dann zum Vorschein. Das ist eine unsichtbare Gefahr für Handwerker“, so Orlob.

    Wie bei Corona sei auch beim Thema Asbest das Tragen einer Atemschutzmaske unabdingbar. Wer den Stoff heute einatme, könne viele Jahre später Lungenkrebs bekommen, warnt der Gewerkschafter.

    1.101 Neuerkrankungen im Zusammenhang mit Asbest gab es in NRW allein im Jahr 2018. Das geht aus Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hervor. Innerhalb von zehn Jahren erkrankten im Bundesland rund 12.100 Menschen durch den Gefahrstoff.

    Der Workers’ Memorial Day fand erstmals 1984 in Kanada statt: Die Gewerkschaft für Angestellte im öffentlichen Dienst rief damals dazu auf, der im Arbeitsleben verstorbenen Mitarbeiter zu gedenken. Seit 1989 wird der Gedenktag weltweit begangen.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland führen Maskenpflicht ein

    Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland führen Maskenpflicht ein

    Mund-Nasen-Bedeckung ab 27. April im ÖPNV und im Einzelhandel – Laschet: Wir müssen alles tun, was dabei hilft, umsichtig den Weg zurück zu einem Leben in Normalität zu finden

    Armin Laschet während des Landtags-
    Wahlkampfes in Mönchengladbach

    Ministerpräsident Armin Laschet erklärt: „Nordrhein-Westfalen bleibt seiner Linie treu: Die Rückkehr in eine verantwortungsvolle Normalität bleibt eng verbunden mit einem konsequent verfolgten Schutz der Gesundheit. Wir brauchen möglichst ähnliche Regelungen in allen deutschen Ländern. Das Wichtigste bleibt: Abstand halten und die konsequente Einhaltung von Hygieneregeln. Nach Experten-Auffassung kann auch das Tragen von Alltagsmasken dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu reduzieren. Wir müssen alles tun, was dabei hilft, umsichtig den Weg zurück zu einem Leben in Normalität zu finden. Die Maskenpflicht in einigen Bereichen des öffentlichen Lebens kann dabei sinnvoll unterstützen.

    Nordrhein-Westfalen wird seine Regelungen im Einzelhandel mit seinen Nachbarländern Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz und der großen Mehrheit der anderen Länder dahingehend anpassen, dass es ab Montag auch möglich sein wird, unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen diejenigen Geschäfte öffnen zu können, die ihre Verkaufsfläche auf höchstens 800 Quadratmeter Verkaufsfläche reduzieren können. Diese Entscheidung im Geleitzug mit nahezu allen Ländern folgt auch unserer Kultur der Abwägung, die dem Schutz von Gesundheit und Leben Vorrang einräumt und gleichzeitig die Lage von Unternehmen und Arbeitsplätzen in den Blick nimmt.“

    Nach Auffassung der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist unter Beachtung regionaler Besonderheiten ein möglichst geschlossenes Vorgehen der staatlichen Ebenen im Umgang mit der Corona-Virus-Pandemie von zentraler Bedeutung für die Akzeptanz politischer Entscheidungen.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Wochenmärkte vor dem Maifeiertag

    Wochenmärkte vor dem Maifeiertag

    Wegen des Maifeiertages (Freitag, 1. Mai) werden drei Wochenmärkt auf Donnerstag, den 30. April verlegt:
    Der Markt in Odenkirchen ist von 8 bis 13 Uhr,
    die Märkte in Rheindahlen und Venn von 13 bis 18 Uhr.
    Die übrigen Wochenmärkte finden planmäßig statt.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Nach Unfallflucht wird Mercedes-Fahrer gesucht

    Nach Unfallflucht wird Mercedes-Fahrer gesucht

    Nach einem Verkehrsunfall am Samstag, 11. April, gegen 18.30 Uhr in Odenkirchen-West sucht die Polizei den geflüchteten Unfallverursacher.

    Eine 27-jährige Pkw-Fahrerin aus Mönchengladbach hatte nach eigenen Angaben mit einem grauen Toyota Europe die Marie-Juchacz-Straße in Richtung L 39 befahren.

    An der Kreuzung Marie-Juchacz-Straße / L 39 habe sie warten müssen, weil die Lichtzeichenanlage Rotlicht gezeigt habe. Plötzlich habe es einen Knall gegeben:

    Ein anderer Pkw sei auf ihren Pkw aufgefahren. Sie sei sofort ausgestiegen, um nachzuschauen, ob es ihrer nur wenige Monate alten Tochter gut gehe. Diese sei aber auch unverletzt geblieben.

    Die Insassen aus dem Pkw des Unfallverursachers seien ebenfalls aus dem Wagen gestiegen. Es habe sich um zwei Männer und eine Frau gehandelt, alle hätten einen alkoholisierten Eindruck gemacht. Bei dem Fahrer des Mercedes habe es sich um einen etwa 30 Jahre alten Mann mit schulterlangen, braunen, lockigen Haaren gehandelt. Er habe einen Drei-Tage-Bart gehabt und ein T-Shirt getragen. Er habe noch gesagt, dass die Polizei den Unfall aufnehmen solle und dass er seinen Pkw lediglich kurz umsetzen wolle. Die Personen seien dann wieder in das Fahrzeug gestiegen und von der Marie-Juchacz-Straße nach rechts auf die L 39 in Richtung Auf dem Damm abgebogen. Sie hätten jedoch nicht mehr gehalten, sondern sich stattdessen von der Unfallörtlichkeit entfernt.

    Die Frau hatte noch ein Foto von der Front des später geflüchteten Pkw machen können. Das Kennzeichen mit der Städtekennung SDT erwies sich jedoch als Komplettfälschung und war zuletzt 1997 für ein Krad im Landkreis Uckermark vergeben. Die Polizei geht davon aus, dass sich das Fahrzeug – ein vermutlich grauer Mercedes W 124 aus den Baujahren 1989 bis 1993 – im Raum Mönchengladbach befindet.

    Hinweise werden erbeten an die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161-290.
    (ds)

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Corona-Pandemie – Öffentlichkeitsarbeit und Schutzmaßnahmen präsentieren sich als föderaler Flickenteppich!

    Corona-Pandemie – Öffentlichkeitsarbeit und Schutzmaßnahmen präsentieren sich als föderaler Flickenteppich!

    Sachgerechte Informationen der zuständigen Ministerien und Behörden zur Corona-Pandamie sind grundsätzlich zu begrüßen.

    Was aber seit einigen Wochen aufgrund der föderalen Strukturen in Deutschland abgeht, ist kaum noch nachzuvollziehen.
    Es hat sich ein föderaler Corona-Flickenteppich gebildet: Wenig dauerhafte Abstimmungen zwischen Bund und Ländern und zum Teil verwirrende Erklärungen der zuständigen Bundes- und Landespolitiker.
    Dies alles verstärkt durch die “Hahnenkämpfe” einzelner Politiker, die offensichtlich ihre Führungsstärke zeigen und Positionen für anstehende Wahlen stärken wollen. Und diese präsentieren sich dann noch mit falsch platziertem Mund-Nasen-Schutz oder fahren in überfüllten Aufzügen ohne die Abstandsregeln zu beachten. Vorbildfunktion misslungen!
    Für alle hier angesprochenen Politiker gilt: “Weniger ist oft mehr”.

    Völlig unerklärlich ist auch, weshalb die Medien ständig die Corona-Infektions- und Todesfallzahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität bemühen, die bei näherer Betrachtung von deutschen Zahlen deutlich abweichen.
    Sind wir in Deutschland mit unserem öffentlichen Gesundheitsdienst nicht in der Lage, kurzfristig zuverlässiges Zahlenmaterial zusammen zu stellen? Es wäre im Übrigen hilfreich, wenn zu den vielfältigen Fragen um die Corona-Pandemie EINE autorisierte Stelle bundesweit informieren könnte. Dann wären auch die zum Teil unterschiedlichen Statements einiger Virologen entbehrlich.
    Für die örtlichen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen könnten dann die Gesundheitsämter ergänzend Ansprechpartner sein.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Krankenhäuser steigen schrittweise wieder in Normalbetrieb ein

    Krankenhäuser steigen schrittweise wieder in Normalbetrieb ein

    Die vier Mönchengladbacher Krankenhäuser werden ihren medizinischen Betrieb wieder schrittweise normalisieren und entsprechend hochfahren.

    Darauf einigten sich heute die Vertreter der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte in ihrem turnusmäßigen Treffen, zu dem Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners ins Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr eingeladen hatte.

    In den Häusern stehen ausreichend Intensiv- und Beatmungsplätze für mit dem Coronavirus infizierte Patienten zur Verfügung.
    Die Krankenhäuser hatten sich frühzeitig auf eine starke Auslastung der Intensivbereiche vorbereitet und zusätzliche Kapazitäten geschaffen, die aber bislang nicht genutzt werden mussten und weiterhin für Covid-Patienten zur Verfügung stehen.
    Deshalb sind jetzt auch zusätzliche Behandlungen von Menschen möglich, die an anderen schweren Erkrankungen leiden oder dringend operiert werden müssen.

    “In der aktuellen Situation ist es sicher zu früh, Entwarnung zu geben, aber der Normalbetrieb und die Zahl der planbaren Operationen kann wieder hochgefahren werden, weil die befürchtete Welle ausgeblieben ist”, so die Krankenhausvertreter.
    Für Patienten bestehe in den Kliniken kein höheres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Im Gegenteil: Der Schutz der Patienten habe aufgrund der extrem hohen Sicherheitsmaßnahmen, zu denen neben der strikten Einhaltung der Hygieneregeln auch Schutzkleidung sowie Mund- und Nasenschutz gehören, höchste Priorität. Dazu zählt auch die weiterhin starke Einschränkung der Besuchsmöglichkeiten.

    Die Angst vor einer Behandlung im Krankenhaus oder auch bei den niedergelassenen Ärzten sei daher unbegründet.
    In den vier Krankenhäusern und auch in einem Großteil der Arztpraxen ist die Zahl der Patienten spürbar zurückgegangen, so dass die Bettenkapazitäten der Krankenhäuser teilweise nur zu 40 Prozent ausgenutzt werden und viele Arztpraxen leer bleiben, obwohl es die Notwendigkeit für Behandlungen gebe. Deshalb müsse nun die Balance zwischen den Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie getroffen werden müssen, und dem “Normalbetrieb” neu justiert werden.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Haushaltsausgleich der Stadt durch Corona-Entwicklung erkennbar unwahrscheinlich

    Haushaltsausgleich der Stadt durch Corona-Entwicklung erkennbar unwahrscheinlich

    Mönchengladbachs Kämmerer Michael Heck informiert Stadtrat über finanzielle Auswirkungen der Pandemie.

    Im Rahmen seiner haushaltsrechtlichen Unterrichtungspflicht hat Mönchengladbachs Kämmerer Michael Heck heute (Montag, 20. April) den Stadtrat schriftlich über die Auswirkungen der Corana-Pandemie auf den städtischen Haushalt informiert und einen Ausblick auf erwartete Ertragsrückgänge und Mehraufwendungen gegeben.

    Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen stehen angesichts der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie vor immensen Herausforderungen. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die durch die Pandemie ausgelösten Folgen für den Haushalt bei zahlreichen am Stärkungspakt beteiligten Kommunen, so auch in Mönchengladbach, einen Haushaltsausgleich in der Jahresrechnung 2020 nahezu unmöglich erscheinen lässt.

    Kämmerer Michael Heck

    “Die Höhe des entstehenden Fehlbetrags kann”, so Kämmerer Michael Heck, “vor dem Hintergrund der Dimension des bevorstehenden wirtschaftlichen Einbruchs aktuell nicht realistisch abgeschätzt werden.”

    Er rechnet mit erheblichen Ertragsrückgängen bei gleichzeitig steigenden Aufwendungen. Orientiert man sich an den bisher verschiedenen veröffentlichten Gutachten, wird schnell deutlich, dass es für solch ein Ereignis keine tatsächlichen Referenzgrößen gibt und sich die Spannweite der Prognosen, etwa bei den Einbußen der Steuererträge und -umlagen, zwischen 10 bis 40 Prozent bewegt. Heck geht derzeit in seiner Einschätzung zur Gewerbesteuer in einem mittleren Szenario von einem Rückgang von rund 36 Millionen Euro (ca.minus-20 Prozent) bis rund 54 Millionen Euro (ca. minus 30 Prozent) für Mönchengladbach aus.

    Basierend auf der Prämisse eines zehnprozentigen Ertragsrückgangs analog der gemachten Annahmen, die im Nachtragshaushalt des Bundes gewählt worden sind, würde sich im städtischen Haushalt zudem ein finanzieller Einbruch beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer von rund 11,9 Millionen Euro und beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer von rund 3 Millionen Euro ergeben. Auch erwartet die Verwaltung bei der Vergnügungssteuer, bedingt durch die behördlich angeordnete Schließung von Vergnügungsstätten, eine Verschlechterung von derzeit bis zu 20 Prozent – dies entspricht 1 Million Euro.

    Neben den Steuerausfällen gibt es weitere Belastungen durch Mindererträge, etwa bei Kita- und OGATA-Beiträgen, Sondernutzungsgebühren, Kulturellen Einrichtungen, oder bei der Verkehrsüberwachung. Gleichzeitig muss mit steigenden Aufwendungen durch Corona-Schutzmaßnahmen und erheblich steigenden Sozialtransferaufwendungen gerechnet werden.

    Durch die dargestellten Sachverhalte ergeben sich steigende Kreditbedarfe. Aktuell ist die Versorgung der Stadt mit Liquidität jedoch nicht gefährdet.

    Aus eigener Anstrengung wird Mönchengladbach bei einem geplanten Jahresergebnis 2020 von plus 8,7 Millionen Euro den vorgeschriebenen Haushaltsausgleich nach derzeitiger Prognose pandemiebedingt nicht schaffen.

    Die NRW-Kommunen, so auch Mönchengladbach, stehen hierzu im engen Austausch mit der Kommunalaufsicht bei der jeweiligen Bezirksregierung und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

    “Als Kämmerer setze ich mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit dem Städtetag NRW dafür ein, dass mit diesem Instrument die negativen Folgen der Pandemie auf die kommunalen Haushalte aufgefangen werden.”
    Daneben seien unter anderem die Sicherstellung der in den Kommunen benötigten Liquidität und die Schaffung neuer beziehungsweise die Erweiterung bestehender Förderprogramme zwei Hauptanliegen. Erfreulicherweise habe es erste positive Signale der Landesregierung in diese Richtung gegeben, deren weitere Entwicklung abzuwarten sei.

    “Angekündigt ist den Kommunen die zeitnahe Anpassung von haushaltsrechtlichen Vorgaben zur weiteren Bewirtschaftung der kommunalen Haushalte”, teilt der Kämmerer weiter mit. “Neben dem Schutzschirm des Landes für die heimische Wirtschaft benötigen die Kommunen und ihre kommunalen Unternehmen ein Kommunalschutz-Paket, um damit die kommunalen Strukturen für die Zukunft abzusichern”.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!