Autor: Redaktion

  • „Kultur braucht Freiräume und Experimentierflächen“SPD Mönchengladbach steht hinter dem Köntges

    „Kultur braucht Freiräume und Experimentierflächen“
    SPD Mönchengladbach steht hinter dem Köntges

    Die SPD Mönchengladbach kritisiert das Verhalten der CDU Mönchengladbach in der Bezirksvertretung Nord.

    Die CDU wirft der Altstadt-Initiative politisch tendenziöse Veranstaltungen vor und will die Bewilligung weiterer Fördermittel an neue Bedingungen knüpfen. Laut den CDU-Plänen sollen die Betreiber*innen des Köntges mit einer Selbstverpflichtung zusichern, künftig keine Veranstaltungen mehr mit politischem Inhalt stattfinden zu lassen. Die SPD stellt sich entschieden gegen Bedingungen für eine Förderung und die Einmischung von Politik und Verwaltung in die Kulturszene. Die SPD-Ratsfraktion wird am Dienstag im Sozialausschuss der weiteren finanziellen Förderung des Köntges ohne Vorbehalte zustimmen.

    Dazu erklärt Josephine Gauselmann, Juso-Vorsitzende und stellvertretende SPD-Parteivorsitzende: „Politik darf nicht bestimmen, was Kultur ist. Kultur braucht Freiräume und Experimentierflächen, keine Kontrolle durch Politik und Verwaltung. Mit dem Köntges wurde ein nicht-kommerzieller Freiraum geschaffen, der vielen unterschiedlichen Gruppen Raum zur Entfaltung bietet. Es kann nicht sein, dass CDU und FDP die Genehmigung weiterer Fördermittel an neue Bedingungen knüpfen wollen, um politische Veranstaltungen zu verhindern. Das ist Erpressung und gleicht staatlicher Zensur.“

    Veranstaltungen von Vereinen wie F*akt, die sexuelle und feministische Aufklärungsarbeit leisten, wurden von der Bezirksfraktion der CDU-Nord als politisch tendenziös bezeichnet. Eine nähere Begründung, warum sexuelle Aufklärungsarbeit politisch tendenziös ist, gab es seitens der CDU-Fraktion jedoch nicht. „Politische Aufklärung und Bildung findet in unserer Gesellschaft nicht nur durch Parteien statt. Kulturschaffende, die politische Diskurse organisieren, sind wesentlich für unsere Demokratie. Dass sie nun einfach unter Generalverdacht gestellt und als ‚staatszersetzend‘ diffamiert werden, macht fassungslos“, bekräftigt Janann Safi, Vorsitzender der SPD Mönchengladbach-Nord. Der SPD-Fraktionssprecher in der Bezirksvertretung Nord, Sebastian Laumen, ergänzt: „Politische Diskurse sind Teil unserer Kultur. Entsprechend ist auch die rechtliche Wirksamkeit einer Klausel, die politische Diskurse durch die Stadt unterbinden will, mehr als zweifelhaft.“

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  • Die FAU Sektion Mönchengladbach zur Causa Köntges

    Die FAU Sektion Mönchengladbach zur Causa Köntges

    Die Bezirksvertretung Nord hat am 13.05.2020 eine Beratungsvorlage der Stadtverwaltung diskutiert, nach der das Projekt „Köntges – Raum für unser Viertel“ einen Zuwendungsbetrag von 17.050 € für Personalkosten erhalten soll, damit u.a. das dortige Programm ermöglicht werden kann.

    Die CDU-Nord stellt hierbei nicht hinnehmbare Bedingungen für die Gewährung der Zuschüsse.
    Laut diesen darf das Köntges ausschließlich für Veranstaltungen mit klarem Kultur- und Quartiersbezug genutzt werden, während so bezeichneten, „politisch tendenziösen Veranstaltungen“, kein Raum überlassen werden soll.

    Eine dieser als solche bezeichneten war unsere Veranstaltung „Eine andere Gewerkschaft in MG ist möglich!“, die dort im Mai 2019 vor knapp 30 Besucherinnen stattfand. Sie war der Ausgangspunkt der Initiative für eine solidarische Basisgewerkschaft in der Stadt, aus der unsere heutige Sektion der Freien Arbeiterinnen Union entstanden ist.

    Wir verstehen das Handeln der CDU einerseits als einen Versuch, die basisgewerkschaftliche Selbstorganisation von Lohnabhängigen in MG, sei es z.B. von Angestellten, Arbeiterinnen, Studierenden oder Erwerbslosen, zu erschweren und in letzter Konsequenz zu unterbinden. Es ist damit ein Angriff auf unsere Arbeit, von der wir uns aber nicht werden abbringen lassen. Denn es gibt weiterhin unzählige unzumutbare Arbeits- und Lebensbedingungen für Menschen in dieser Stadt, in der unter kapitalistischen Vorzeichen allein Profit und eben nicht unsere Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.

    Andererseits offenbart die CDU hier ihr Verständnis davon, was sie unter Kultur- und Quartiersarbeit versteht und wie sie ihre diesbezüglichen Interessen durchsetzen will. Denn es könnte ja die Frage gestellt werden, wie die CDU darauf kommt, dass politische Debatten, die in Zusammenhang mit diesen sogenannten „tendenziösen“ Veranstaltungen stattfinden, keine Kultur- und keine Quartiersarbeit seien? Auseinandersetzung mit und Antwort auf diese Frage dürften aber für sie keine Relevanz haben, denn mithilfe ihrer Machtposition durch die finanzielle Abhängigkeit des Köntges versucht sie, ihre eigene Kulturdefinition von oben einfach durchzusetzen. Dass dieser dann verschiedene emanzipatorische, feministische und eben basisgewerkschaftliche Organisationen und Projekte zum Opfer fallen, ist dabei ihr eigentliches Ziel und somit nur folgerichtig.

    Aber wer sollte überhaupt bestimmen, was Kultur- und Quartiersarbeit bedeuten und wie diese auszusehen haben? Unserer Meinung nach können das nur die Menschen vor Ort, die dort ihre Kultur erschaffen und leben sowie das Quartier gestalten. Genauso kann damit die Frage, welche Themen im Köntges und auch an anderen Orten der Stadt behandelt werden, einzig und allein von den Menschen beantwortet werden, die diese Kultur mitgestalten und leben.

    Wir freuen uns in Mönchengladbach weiterhin auf vielfältige Veranstaltungen und Aktivitäten jeder Art, die Menschen dazu ermutigen möchten, herrschende Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und dazu anregen, gemeinsam nach Lösungen für bessere Lebensbedingungen zu suchen und gemeinsam für diese zu streiten.

    Kämpfen wir zusammen dafür, unsere Kultur und Nachbarinnenschaften sowie alle anderen Arbeits- und Lebensbereiche selbst und nach unseren Bedürfnissen zu gestalten! Für eine Stadt von unten! Selbstbestimmt mit politischer Teilhabe auf allen Ebenen!

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  • “Mobile Videobeobachtung” in Mönchengladbach – Stellungnahme von Polizeipräsident Mathis Wiesselmann

    “Mobile Videobeobachtung” in Mönchengladbach – Stellungnahme von Polizeipräsident Mathis Wiesselmann

    Nach einer Sitzung der Bezirksvertretung Süd haben Medien erneut die Frage einer Videobeobachtung in Mönchengladbach-Rheydt thematisiert.

    Polizeipräsident Mathis Wiesselmann stellt klar:

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen die Zulässigkeitsvoraussetzungen für die Einrichtung einer stationären Videobeobachtung in der Innenstadt von Mönchengladbach-Rheydt nach wie vor nicht vor. Einsatztaktisch würde eine dauerhafte Beobachtung an diesem Ort zurzeit kein Gewinn sein, weil nur mit einer Verdrängung von Kriminalität in Nebenstraßen gerechnet werden müsste. Mit den Überlegungen für den Einsatz mobiler Technik stehen wir noch ganz am Anfang.

    Wir prüfen deren Machbarkeit. Dazu gehört eine abschließende rechtliche Bewertung zur Zulässigkeit einer mobilen Überwachung, das Ergebnis ist noch offen. Auch ist noch nicht entschieden, ob wir einen einsatztaktischen Mehrwert erkennen können. Sollte ein Einsatz einer mobilen Videobeobachtungsanlage Realität werde, stünden der Platz der Republik, der Europaplatz und die Rheydter Innenstadt im Fokus. Am Mönchengladbacher Hauptbahnhof ist das Kriminalitätsgeschehen weiterhin höher als in der Rheydter Innenstadt. Eine mobile Videobeobachtungsanlage würde nach Einzelfallprüfung ortsbezogen und temporär nur sehr begrenzt einzusetzen sein. Ob die Prüfung dieser Möglichkeit zu einer Beschaffung einer mobilen Videobeobachtungsanlage führen wird, ist noch völlig offen.
    (wr)

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  • Diebe haben es auch verstärkt auf Zweiräder abgesehen

    Diebe haben es auch verstärkt auf Zweiräder abgesehen

    Auf Zweiräder – mit und ohne Motor – hatten es in den vergangenen Tagen Diebe im Mönchengladbacher Stadtgebiet abgesehen.

    Zwei neuwertige Pedelecs verschwanden aus einer Garage im Stadtteil Schmölderpark an der Ahornstraße. Der Diebstahl wurde im Zeitraum zwischen Samstag, 16. Mai, 20 Uhr, und Sonntag, 17. Mai, 9 Uhr, begangen.

    Ein Mountainbike entwendete ein unbekannter Täter zwischen dem 7. und dem 17. Mai aus einem Kellerraum in einem Mehrfamilienhaus in Eicken an der Neuhofstraße.

    Ebenfalls aus einem Kellerraum in einem Mehrfamilienhaus haben unbekannte Täter in Schrievers an der Mathildenstraße irgendwann zwischen Freitag, 15. Mai, 16 Uhr, und Samstag, 16. Mai, 12.30 Uhr, ein E-Bike und ein Damenfahrrad sowie verschiedene Werkzeuge gestohlen. Aus einem anderen Kellerraum ließen sie Kleidungsstücke mitgehen.

    Ein E-Bike, das in Rheydt an der Dorfbroicher Straße abgestellt und auch gesichert worden war, haben unbekannte Täter am Samstag, 16. Mai, gegen 18.30 Uhr entwendet. Ein Zeuge hatte dem Geschädigten berichtet, er habe beobachtet, wie zwei männliche Personen das Fahrrad weggetragen hätten. Der Hinterreifen sei aufgrund eines Sicherheitsschlosses nicht rollfähig gewesen. Der Zeuge habe sich jedoch nichts dabei gedacht und auch keine Personenbeschreibung liefern können.

    Ein nach Angaben des Geschädigten gleich durch zwei Schlösser gesicherter Motorroller ist im Zeitraum zwischen Mittwoch, 13. Mai, 12 Uhr, und Donnerstag, 14. Mai, 6 Uhr, in Schrievers an der Straße Morr gestohlen worden.

    Zu allen Fällen gilt: Zeugenhinweise erbittet die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161-290. (ds)

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  • Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. bezieht Stellung

    Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. bezieht Stellung

    Bevor am Dienstag der Sozialausschuss über den Förderantrag für das Quartierstreff KÖNTGES entscheidet, will die Altstadtinitiative Stellung beziehen zu den Bedingungen, die die CDU-Fraktion in der BV Nord daran geknüpft hat, mit Unterstützung der FDP.

    Dabei hofft sie sehr, dass die Mitglieder des Sozialausschusses sich ihrer demokratischen Verantwortung bewusst sind und ihrer Entscheidung ein differenzierteres Bild vom KÖNTGES zugrunde legen.

    Nachfolgend der offene Brief:

    Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete aller Fraktionen des Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren der Stadt Mönchengladbach,

    mit diesem Schreiben möchte die Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. als Träger des Quartierstreff KÖNTGES den Dialog mit Ihnen suchen und Stellung nehmen zu unserem vieldiskutierten Antrag, Förderung aus dem Quartiersbudget durch die Sozialplanung der Stadt Mönchengladbach zu erhalten.

    Das KÖNTGES ist ein Quartierstreff. Unser Vereinszweck sieht u.a. Heimatpflege, die Aufwertung des Quartiers sowie die Förderung von Kunst und Kultur in der Nachbarschaft vor. Unser Ziel ist daher gemäß dem Satzungszweck die Belebung und Aufwertung der Altstadt durch unterschiedlichste gemeinschaftliche Aktionen. Vor allem ist das KÖNTGES – wie im Nutzungsvertrag festgelegt – ein offener Ort, der Begegnung fördern soll. Bei uns kommen Menschen – aller Altersklassen und aus den unterschiedlichsten sozialen Situierungen – zusammen, um sich im privaten Dialog oder auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen auszutauschen und Gemeinsinn zu erleben. Das impliziert auch die Bereitstellung der Räume für andere Initiativen.

    Wir alle wissen: wo Menschen zusammenkommen, geht es oftmals auch um politische Themen. Sei es abends beim Stammtisch in der Kneipe oder auf dem Familienfest. Diese Zusammenkünfte in unserem Quartier zwischen Menschen unterschiedlicher Couleur möglich zu machen, ist uns ein Herzensanliegen. Somit liegt in der Natur der Sache, dass auch politische Themen – sei es im privaten Gespräch bei einem Glas Wein oder durch eine kulturelle Veranstaltung angestoßen – bei uns beheimatet sind, wie überall wo sich Menschen treffen und austauschen. Wichtig ist uns dabei, uns mit keiner Partei oder Gesinnung gemein zu machen, sondern diesem freien, demokratischen Austausch eine Örtlichkeit zu geben. Offener Diskurs ist eine Grundlage der Demokratie. Deshalb haben wir parteipolitische Veranstaltungen stets ausgeschlossen und werden das weiterhin so halten, denn nur so können wir glaubhaft vermitteln, dass bei uns jeder Bürgerin willkommen ist.
    Oberstes Gebot dabei ist und bleibt, dass wir uneingeschränkt zum deutschen Grundgesetz und der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und Ideologien, die diesem entgegenwirken, keinen Raum bieten möchten.

    Das KÖNTGES wird bisher von einem rein ehrenamtlichen Team mit viel Herzblut betrieben. Das Programm wächst dabei organisch und weitestgehend selbstverwaltet mit den Akteur*innen, die sich dem Projekt anschließen. Wir wachsen selbst mit der Aufgabe und lernen jeden Tag aufs Neue.
    Wo wir an Grenzen stoßen, werden diese gemeinschaftlich diskutiert. Dazu zählt auch, dass wir die Regeln und Grenzen in Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung kontinuierlich bei Bedarf überdenken und schärfen. Dieser Dialog ist offen und nimmt gern jede interessierte Stimme auf. Deshalb nehmen wir konstruktive Kritik gern entgegen und stehen für klärende Gespräche jederzeit bereit.

    Wie wir gesehen haben, lassen sich Kultur und Politik nicht klar voneinander trennen. Sei es die aktuelle Ausstellung von Andrea Bowers im Museum Abteiberg oder die Dreigroschenoper von Berthold Brecht, die im Mönchengladbacher Stadttheater auf dem Programm steht. Würden wir also kulturelle Veranstaltungen nur dann dulden, wenn keinerlei politische Botschaft vermittelt würde, wäre doch auch das eine politische Botschaft und jedwede Veranstaltung würde ad absurdum geführt. Diesen Eingriff in das hohe Gut der Meinungsfreiheit möchte niemand.

    Um folglich unserem Auftrag, der da unter anderem auch die eingangs beschriebene Kunst- und Kulturförderung in unserem Quartier beinhaltet, gerecht zu werden, müssen und wollen wir auch unterschiedlichen politischen Botschaften bei uns einen Raum geben. Wir sollen nun dazu verpflichtet werden, Gelder zurückzuzahlen, wenn Veranstaltungen als politisch angesehen werden.
    Es ist jedoch unmöglich eine verlässliche Grenze zwischen Kultur und Politik zu ziehen. Davon abgesehen würde sowohl die Ablehnung unseres Antrags als auch die geforderte Einschränkung nicht nur unsere freie Arbeit erheblich beeinträchtigen, sondern auch das Ende des Quartierstreffs KÖNTGES bedeuten, was der Belebung der Nachbarschaft einen schweren Dämpfer verpassen würde. Dies wäre wohl für alle Beteiligten die denkbar schlechteste Lösung.

    Damit würde nämlich zukünftig nicht nur manche kulturelle Veranstaltung mit politischer Botschaft verschwinden, sondern auch Workshops zu einem weiten Themenspektrum, Spieleabende für die Nachbarschaft, Filmabende, Kreativangebote, Konzerte, Ausstellungen und ein Ort, der die Waldhausener Straße auf angenehme, offene und kultivierte Art und Weise für jedermann und jederfrau belebt.

    Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden unsere Richtlinien auch in Zukunft kontinuierlich weiterentwicklen und ggf. verschärfen in einem offenen Dialog.

    Wir bitten Sie daher unseren Förderantrag positiv zu bescheiden, ohne uns an Auflagen zu binden, denen keine Institution nachkommen kann. Das KÖNTGES soll nämlich ein noch besserer Ort werden – für unser Quartier und ganz Mönchengladbach.

    Für Gespräche stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und freuen uns gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V

    Stellungnahme der Initiative Altstadt
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  • Rettungsdienstmitarbeiter bedroht, RTW beschädigt

    Rettungsdienstmitarbeiter bedroht, RTW beschädigt

    In der Nacht zum Samstag (16.05.) gegen 1:30 Uhr rückte ein Rettungswagen der Stadt Mönchengladbach aus, um einer alkoholisierten und kaum ansprechbaren jungen Frau zu helfen.

    Die alarmierten Einsatzkräfte fanden die Frau auf einem Feldweg in der Nähe von Rasseln und leisteten sofort notfallmedizinische Hilfe. Drei junge männliche Begleitpersonen im offensichtlich stark alkoholisiertem Zustand waren ebenfalls vor Ort. Einer der Begleitpersonen trat im Laufe des Einsatzes verbal aggressiv auf.

    Trotz mehrmaliger Deeskalationsversuche seitens der städtischen Mitarbeiter und der beiden anderen Begleiter war der Mann nicht zu beruhigen. Mit Mühe konnten sich die zwei Helfer mit der Patientin im Inneren des Rettungswagen in Sicherheit bringen und die Polizei nachfordern. Beim Versuch, in den RTW zu kommen, beschädigte der Randalierer das Fahrzeug schwer und zerstörte unter anderem eine Seitenscheibe.

    Die zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräfte der Polizei stellten den Mann und ermöglichten so die Weiterbehandlung und den Transport der Patientin zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Die Rettungsdienstmitarbeiter wurden glücklicherweise nicht verletzt, das beschädigte Rettungsmittel musste außer Dienst gestellt werden.

    Die Feuerwehr Mönchengladbach bedankt sich für die schnelle und qualifizierte Hilfe durch die Polizei, ohne die diese brenzlige Situation auch einen schlimmeren Ausgang hätte nehmen können.

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  • CDU stört sich an sexueller Aufklärung – f*akt fassungslos!

    CDU stört sich an sexueller Aufklärung – f*akt fassungslos!

    Aufgrund des absurden Vorganges in der BV-Nord nimmt ein weiterer Verein Stellung in nachstehender Pressemeldung.

    Der eingetragene Verein Altstadtinitiative Mönchengladbach mit seinem Ladenlokal, dem Köntges, bereichert seit mehreren Jahren nicht nur das Quartier von der Waldhausener Straße aus, sondern auch die Gladbacher Kunst- und Kulturszene. Menschen verschiedenster Hintergründe und Weltanschauungen sind im Köntges zu Gast oder nehmen an Veranstaltungen der Altstadtinitiative teil.

    Vielleicht sind auch Sie bereits in den Genuss der hervorragenden Arbeit des Vereins gekommen?

    Um das Programm des Vereins zu ermöglichen und andere Kosten tragen zu können, beantragte der Verein in der Vergangenheit regelmäßig kommunale Förderungen. Diese wurden auch genehmigt. Bis letzten Mittwoch, den 13.5.: die Genehmigung weiterer Fördermittel wird durch CDU und FDP an neue Bedingungen geknüpft. Während der Bezirkssitzung Nord an jenem Mittwoch, in der der Antrag auf der Tagesordnung stand, monierte vor allem die CDU, dass das Köntges auch politische Gruppen beherberge.

    Zu den genannten politischen Gruppen gehören auch wir, f*akt, feministische Aktion Mönchengladbach. Sie kennen uns von der #notheidisgirl-Kampagne (die RP berichtete), zwei Festivals, dem feministischen Stammtisch, dem Weltfrauentag und von anderen Bildungsveranstaltungen. Unser Ansatz ist dabei stets, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, sie miteinander in den Austausch zu bringen und zu stärken. So finden wir zum Beispiel, dass das gesetzlich geschützte Recht auf sexuelle Selbstbestimmung unbedingt mit dem Wissen über den menschlichen Körper einhergehen muss. Dies findet anscheinend keinen Widerhall bei der CDU, kritisiert sie doch insbesondere einen von uns organisierten Vortrag mit dem Thema “Vulva”, welcher unseres ersten Festivals war. Mitfinanziert wurde dieses über Mittel des Kulturbüros bzw. über den Kulturausschuss. Einstimmig. Inklusive der Stimmen der CDU. Die Freiheit der Kunst wurde seitens der Stadt anerkannt. Die Aktualität und Wichtigkeit der – leider immer noch tabuisierten – Thematik ist dort also angekommen. Umso bestürzter nehmen wir wahr, dass Teile der CDU wohl doch noch in den 50er Jahren verweilen, was die weibliche Emanzipation betrifft.

    Wie kann ein aufklärender Vortrag zum weiblichen Geschlecht demokratische Werte gefährden? Wie kann geforderte Gleichberechtigung aller Geschlechter, wie sie im Grundgesetz verankert ist, in 2020 immer noch ein Schreckensgespenst sein und politische Gegnerschaft hervorbringen?

    Wenn sich die Bewilligung von Fördermitteln nach Parteibelieben richtet und die Definition von Kultur in politischen Gremien verkümmert – wie soll sich da eine lebendige und vielfältige Kulturszene etablieren? Im Übrigen arbeitet der überwiegende Großteil wohlgemerkt ehrenamtlich, um unsere Stadt bunter und lebenswerter zu machen. f*akt möchte weiterhin seinen Teil dazu beitragen und richtet sich daher eindringlich an alle verantwortlichen Akteur*innen: Lasst uns Kultur gemeinsam voranbringen und Scheuklappen beseitigen!

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  • Mit Abstand gegen Rechts!

    Mit Abstand gegen Rechts!

    Am kommenden Sonntag wollen Nazis in Mönchengladbach aufmarschieren.

    Aus dem Umfeld des rechtsextremen Dominik Roeseler wurde eine Versammlung auf dem Rheydter Marktplatz angemeldet. Landesweit wird aus dem gesamten rechten Spektrum mobilisiert. Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, Reichsbürger und Neonazis wollen gemeinsam – getarnt als Protest gegen die Corona-Einschränkungen – ihre menschenfeindlichen und kruden Theorien verbreiten.

    Wir überlassen den Nazis auch in Corona-Zeiten nicht die Stadt und wollen gemeinsam laut gegen rechts sein. Wir lassen nicht zu, dass sie die Sorgen und Nöte der Bevölkerung für ihre faschistische Ideologie missbrauchen. Wir stehen zusammen, denn auf den Zusammenhalt kommt in dieser Krise an!

    Bei unserer Gegendemo am Sonntag heißt es: Mit Abstand gegen rechts! Wir nehmen Rücksicht auf Risikogruppen und ältere Menschen und werden deshalb darauf achten, dass die geltenden Abstandsregelungen bei unserer Kundgebung eingehalten werden. Und trotzdem werden wir den Nazis klar und deutlich zeigen, dass in unserer Stadt kein Platz für sie und ihr Gedankengut ist. Keine eineinhalb Meter, kein Fußbreit, kein Millimeter den Nazis!

    Treffpunkt ist Sonntag, 17.05.2020, 14:00 Uhr auf dem Rheydter Markt. Wir stehen auf der nördlichen Seite des Platzes in Richtung Hauptstraße in Höhe der Schlossapotheke. Eine Anreise ist deshalb über die Brucknerallee zu empfehlen. 

    Wir stellen 50 Schutzmasken und Desinfektionsmittel zur Verfügung.

    Mit antifaschistischen Grüßen 

    Mönchengladbach stellt sich quer (MSSQ)

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  • Die Falken: CDU erpresst Altstadtinitiative

    Die Falken: CDU erpresst Altstadtinitiative

    Das derzeit alles beherrschende Thema in der Öffentlichkeit ist die Corona-Pandemie.

    Doch auch abseits von Corona stehen im aktuellen Ratszug wichtige Entscheidungen an.
    In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord am 13.05.2020 wurde unter anderem eine Beratungsvorlage der Stadtverwaltung diskutiert, nach der das Projekt „Köntges – Raum für unser Viertel“ einen Zuwendungsbetrag von 17.050,00 EUR für Personalkosten erhalten soll.

    Diese Beratungsvorlage war Anlass genug für Ratsherrn Christoph Dohmen (CDU), sich mit dem im Köntges stattfindenden Programm zu beschäftigen. Dabei pickt er sich für seine Kritik am Köntges – nach eigener Aussage „wahllos“ – vier dezidiert linke Veranstaltungen im Köntges raus, eine davon mitorganisiert von der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken Ortsverband Mönchengladbach.

    Die Bildungsveranstaltung der Falken zu Polizeigewalt sei nicht das, was Herr Dohmen und die CDU sich unter Kultur- und Quartiersarbeit vorstellen.
    Die Botschaft an die Altstadtinitiave ist klar: Spielt nicht mit den Schmuddelkindern, sonst blockiert die CDU finanzielle Förderung für euer Projekt auf der politischen Ebene. Dabei hätte Ratsherr Dohmen sicherlich gut daran getan, nicht nur den Begriff „Anarchosyndikalismus“ in der Wikipedia nachzuschlagen. Im Eintrag zum Schlagwort „Kultur“ heißt es dort nämlich: „Kultur bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbstgestaltend hervorbringt – im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur.“1
    Es ist denkenden Le-ser*innen selbst überlassen, ob sie Politik eher als Kultur oder Natur betrachten…

    Dass die CDU in der Bezirksvertretung Nord die Gewährung von Personalmitteln daran knüpft, dass in Zukunft keine politischen Veranstaltungen mehr im Köntges stattfinden, ist für uns als nach § 75 SGB VIII anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der in Mönchengladbach über keine eigenen Räumlichkeiten verfügt, eine massive Einschränkung unserer Arbeit.

    „Dass die CDU über das Gewähren oder Nicht-gewähren finanzieller Zuwendungen beeinflussen möchte, was im Köntges geht und was nicht, ist nichts anderes als Erpressung. Unsere Bildungsreihe, das Café Clément, wird in der Regel von 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht, die dort ihre politische Bildung selbst in die Hand nehmen und organisieren. Dieser offensichtliche Versuch, unbequeme Jugendliche aus der Altstadt zu verdrängen, steht der Idee, mit dem Köntges einen Begegnungsort, an dem sich auch widerstreitende Weltanschauungen begegnen können, entgegen“, so Patrick Küppenbender, Ortsverbandsvorsitzender der Falken.

    Der Kreisvorsitzende der Falken, Martin Adrians, ergänzt: „Wir fordern den Sozialausschuss auf, in der am Dienstag anstehenden Sitzung des Sozialausschusses gegen die Auflage einer Selbstverpflichtung für die Altstadtinitiative zu stimmen und dem Köntges weiterhin Freiheiten in der Gestaltung des Programms zu lassen.

    Übrigens: in der aktuellen Spielzeit des Theaters Mönchengladbach-Krefeld wird das politische Tendenzstück „Die Dreigroschenoper“ des Kommunisten Bertolt Brecht aufgeführt – nicht, dass Herr Dohmen demnächst die Förderung des Stadttheaters streichen möchte…“

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  • Schillers „Wilhelm Tell“ wird heute gestreamt

    Schillers „Wilhelm Tell“ wird heute gestreamt

    Eigentlich hätten seit Wochen die Proben für das Schauspiel „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller laufen müssen.

    Die Premiere würde am 16. Mai im Theater Krefeld gefeiert, inszeniert von Schauspieldirektor Matthias Gehrt. Eigentlich – dieses Wort begleitet die Theaterschaffenden seit vielen Wochen, wenn sie in ihre Spielpläne schauen, die schon feststanden, bevor die Corona-Krise alles auf den Kopf gestellt hat.

    Doch das Theater Krefeld und Mönchengladbach ist digital präsent – Künstlerinnen und Künstler schicken eigene Videoclips aus ihrem „Homeoffice“ oder sendeten, wie bei dem erfolgreichen Mehrteiler „BackenohneMehl“ mit Jannike Schubert, sogar live aus der eigenen Küche.

    Ein größeres Live-Projekt entsteht jetzt mit der szenischen Lesung von „Wilhelm Tell“: Am ursprünglichen Premierenabend, dem 16. Mai, wird um 19.30 Uhr direkt von der Krefelder Bühne gestreamt. Nach wie vor sind keine Zuschauer im Theater zugelassen, die Schauspieler konnten die Lesung aber unter den vorgeschriebenen Corona-Regelungen proben – mit dem nötigen Abstand, den sie auch während der Live-Übertragung am Samstagabend einhalten werden.
    Und weil nicht gespielt, sondern gelesen wird, braucht es hier und da Erläuterungen, damit die Zuschauer am Bildschirm die Handlung leichter nachvollziehen können. Deshalb hat Regisseur Matthias Gehrt einen Erzähler eingeführt, der die Regieanweisungen liest.
    „Insgesamt filmen fünf Kameras die Schauspieler aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass Wechsel zwischen Totale, Halbtotale und Nahaufnahme möglich sind“, erklärt Dramaturg Thomas Blockhaus.

    Das aufwändige Projekt wird in Zusammenarbeit mit KRähennest-TV
    realisiert. Regisseur Matthias Gehrt empfiehlt, die Lesung mit Kopfhörern zu genießen: „Dadurch kommt vor allem der Sound, den Jörg Ostermayer kreiert hat, gut rüber“.
    Der Live-Stream der szenischen Lesung ist am 16. Mai direkt auf der Startseite der Theater-Website www.theater-kr-mg.de abrufbar.

    Als Bühnenfassung soll „Wilhelm Tell“ in der Spielzeit 2020/21 nachgeholt werden, wenn ein regulärer Vorstellungsbetrieb wieder möglich ist.

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  • Seniorenrat für Mönchengladbach stellt sich vor

    Seniorenrat für Mönchengladbach stellt sich vor

    In der Corona-Krise wird noch einmal deutlich: Die Interessen von Senioren*Innen müssen auf der kommunalen Ebene eingebracht und gehört werden.

    Seit November 2019 befasst sich die Initiativgruppe Seniorenrat, ein Kreis aus Mönchengladbacher Bürger*Innen ab 60 Jahren, mit der Gründung eines Seniorenrates vor Ort. Diese Personen erklärten sich dazu bereit auf einer vorausgegangenen, sehr gut besuchten Informationsveranstaltung.

    Das Tätigkeitsgebiet eines Seniorenrates lässt kaum ein Gebiet der Stadtgesellschaft außen vor. Er sammelt die Interessen älterer Bürger*Innen und bringt sie in die entsprechenden Gremien von Rat und Verwaltung zur Entscheidung ein. Daneben berät der Seniorenrat ältere Menschen und leistet Hilfestellungen, unter anderem bei der digitalen Vernetzung und

    bindet sie aktiv in Fragen der Mobilität (Öffentlicher Nahverkehr, Straßenverkehr usw.) ein. Auch plant der Seniorenrat, bei weiteren kommunalen Gruppierungen aktiv an Quartiersentwicklungen und Nahversorgung mitzuwirken. Alle diese Aktivitäten werden von Vortragsveranstaltungen und einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit begleitet, beispielsweise durch Infobriefe und einem aktuellen Internetauftritt.

    Die derzeitige Arbeitsgruppe vertritt die Auffassung, dass der Seniorenrat von älteren Mönchengladbachern*Innen frei gewählt werden sowie politisch und religiös neutral sein muss. In vielen Diskussionsrunden wurden etwa 20 Grundlagen für Satzungen und Geschäftsordnungen von mittlerweile über 190 der in NRW-Kommunen erfolgreich agierenden Seniorenvertretungen analysiert. Daraus wurden eigene Vorstellungen auf Grund der aktuellen Rechtslage entwickelt.

    Die Initiativgruppe Seniorenrat fordert auch für Mönchengladbach eine verwaltungs- und parteiunabhängige Vertretung aller Bürger*Innen ab 60 Jahre in allen sie betreffenden Belangen. Der Flyer mit ersten Informationen zu einem zukünftigen Mönchengladbacher Seniorenrat wurde bereits eingestellt in der neuen Facebook-Seite „Initiative Seniorenrat“.

    Ansprechpartnerin ist Frau Daniela Schürgers, Fliethstraße 86–88, 41061 Mönchengladbach, Telefon 02161 25-6724, oder E-Mail: seniorenrat@moenchengladbach.de.

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  • Hochschule Niederrhein erhält als Spende 6000 Alltagsmasken von van Laack GmbH

    Hochschule Niederrhein erhält als Spende 6000 Alltagsmasken von van Laack GmbH

    Textilexperten der Hochschule Niederrhein haben das Mönchengladbacher Unternehmen van Laack GmbH dabei unterstützt, Infektionsschutzkittel und FFP2-Schutzmasken zu entwickeln.

    Von diesen zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigen Schutzartikeln wurden dem Land Nordrhein-Westfalen inzwischen zehn Millionen Stück zur Verfügung gestellt. Als Dankeschön für die schnelle und fachgerechte Hilfe spendete van Laack 6000 waschbare Alltagsmasken an die Hochschule Niederrhein.

    „Mit dieser Geste möchten wir uns bei der Hochschule Niederrhein für die prompte fachliche Unterstützung bei der Entwicklung von Infektionsschutzkitteln und FFP2-Schutzmasken mit Mehrwegkonzept bedanken“, sagte Christian von Daniels, Geschäftsführer des Hemdenherstellers van Laack gestern bei der Übergabe der Spende.

    Julian Wossack, Absolvent der Hochschule Niederrhein und Leiter Einkauf und Produktmanagement bei van Laack, hatte zu Beginn der Krise mit der Entwicklung von Alltagsmasken begonnen. Christian von Daniels: „Das hat uns aber nicht zufrieden gestellt, es musste doch in einem Konfektionsunternehmen mehr möglich sein. Dabei war uns der Aspekt der Wiederverwendung der Produkte sehr wichtig, damit der Schutz der Menschen auch mit einem Schutz der Umwelt einhergeht.“

    Auf seine Bitte hin wandte sich Julian Wossack an seine ehemalige Professorin Dr. Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstituts für Textil- und Bekleidung der Hochschule Niederrhein. Diese stellte ein Expertenteam zusammen, das sich Gedanken über Materialzusammensetzung, Vliesstoffqualitäten, chemische Ausrüstungen, Filterwirkung, Schnittgestaltung und Schweißverfahren für virendichte Nähte machte. Mit an Bord waren die Professoren Dr. Lutz Vossebein, Dekan des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik und Leiter der Öffentlichen Prüfstelle für das Textilwesen, Dr. Robert Groten, Experte für Technische Textilien und Vliesstoffe, Dr. Kerstin Zöll, Expertin für Konfektionstechnologie sowie Stephanie Thoma, Mitarbeiterin im konfektionstechnischen Labor.

    „Wir alle waren froh, unser Fachwissen in dieser Krise zur Problemlösung einzusetzen. Anwendungstechnik und Transfer schreiben wir uns ja sowieso auf die Fahnen“, sagte Maike Rabe. Lutz Vossebein ergänzt: „Die Zusammenarbeit hat auch uns beflügelt, sie zeigt wie wichtig der Austausch zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft ist. Die Masken werden nun für den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie im Bedarfsfall der Studierenden eingesetzt.“

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  • Mädchen mit Fahrzeug touchiert: Polizei bittet um Hinweise

    Mädchen mit Fahrzeug touchiert: Polizei bittet um Hinweise

    Nach einem Vorfall in Beckrath im Bereich der Straßen Am Tömp / Im Buscher Feld bittet die Polizei Mönchengladbach um Hinweise aus der Bevölkerung.

    Ein 61-jähriger Autofahrer hatte sich am Montag, 11. Mai, telefonisch bei der Polizei gemeldet: Gegen 17.30 Uhr habe er an diesem Tag mit seinem Fahrzeug vom Typ Peugeot Expert die Straße Am Tömp in Fahrtrichtung Im Buscher Feld befahren.

    Dort sollen unvermittelt zwei Mädchen, etwa drei bis vier Jahre alt, mit Tretrollern auf die Fahrbahn gefahren sein. Er sei ausgewichen, habe jedoch erkennen können, dass er eines der Mädchen mit dem Heck seines Wagens touchiert habe, berichtete der Autofahrer. Beide Mädchen sollen sich anschließend umgehend von dieser Örtlichkeit entfernt haben, sodass eine persönliche Kontaktaufnahme nicht habe erfolgen können.

    Zur Klärung des Sachverhaltes bittet die Polizei Mönchengladbach um Hinweise unter der Rufnummer 02161-290.
    Es geht einerseits um Hinweise auf die beiden Mädchen, andererseits um Aussagen möglicher Zeugen. (ds)

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  • Mehrere Diebstähle und Einbrüche im Stadtgebiet

    Mehrere Diebstähle und Einbrüche im Stadtgebiet

    Ein Kiosk, eine Tankstelle, ein Büro und ein Vereinsheim waren am vergangenen Wochenende das Ziel von Einbrechern, die aber nur in einem Fall Beute machten.

    An der Straße Morr in Schrievers wurden in der Nacht zum Samstag, 9. Mai, gegen 4.30 Uhr zwei Unbekannte in der Nähe eines Kiosks beobachtet.
    Die Täter hatten die Scheibe der Eingangstür eingeschlagen. Eine der beiden Personen – circa 1,85 Meter groß, bekleidet mit einer weißen Jacke mit Kapuze – kam mit Tüten aus dem Gebäude. Auf dem Parkplatz verlor dieser Täter eine Tüte mit Tabak.

    Am Landwehrweg in Schrievers wurde ein versuchter Einbruch in ein Vereinsheim verzeichnet. An Türen wurden Hebelspuren entdeckt, aus dem Vereinsheim wurde aber nichts entwendet. Die Tat muss irgendwann im Zeitraum zwischen Samstag, 9. Mai, 21 Uhr, und Sonntag, 10. Mai, 14 Uhr, begangen worden sein.

    An der Speicker Straße in Gladbach wurde in der Nacht zum Samstag, 9.Mai, gegen4 Uhr eine offenstehende Tür am Hintereingang bemerkt. Eine Tür zum zweiten Obergeschoss war aufgehebelt. Bei der Tatortbegehung ergaben sich aber keinerlei Hinweise auf durchsuchte Räume oder fehlende Gegenstände.

    An der Kölner Straße in Odenkirchen haben unbekannte Täter zwischen Freitag, 8. Mai, 22 Uhr, und Samstag, 9. Mai, 6.10 Uhr, versucht, mit einem Gullydeckel die Glasscheibe der Eingangstür einzuwerfen. Die Scheibe war zwar gesprungen, jedoch nicht komplett zerstört. So konnten sich die Täter keinen Zutritt verschaffen.

    In einem Neubaugebiet in Rheindahlen an der Thomas-Merkelbach-Straße haben unbekannte Täter an mindestens drei Objekten Diebstähle begangen, vermutlich im Zeitraum zwischen Freitag, 8. Mai, 22 Uhr, und Samstag, 9. Mai, 6.30 Uhr.

    Die Täter drangen in Rohbauten ein oder brachen Container auf. Zur Beute gehörten Werkzeugmaschinen, Kabel und einige Schokoriegel.

    Ein Diebstahl aus einer Wohnung ist der Polizei Mönchengladbach am Sonntag, 10. Mai, angezeigt worden. Tatort war ein Einfamilienhaus in Lürrip an der Neusser Straße.
    Vermutlich gelangte der unbekannte Täter oder die unbekannte Täterin bereits am Samstag, 9. Mai, zwischen 15 und 16 Uhr durch ein unverschlossenes Gartentor auf das Grundstück und anschließend durch eine offene Terrassentür in die Wohnung.
    Der Täter entwendete ein Portemonnaie mit Ausweispapieren und Geldkarten sowie ein Mobiltelefon.
    Der Diebstahl wurde erst am Sonntag gegen 8 Uhr bemerkt. Bereits am Samstag nach 16 Uhr wurde die erste von mehreren Abbuchungen von einem Konto der Betroffenen vorgenommen, ehe die Karten am Sonntagmorgen gesperrt wurden.

    Möglicherweise wurde der Tatort ausbaldowert: Dem Bewohner des Hauses war am vergangenen Donnerstag, 7. Mai, gegen 17 Uhr eine verdächtige Person vor dem in zweiter Reihe liegenden Haus aufgefallen. Die Frau habe gesagt, sie gehe nur spazieren, dies sei ihm aber komisch vorgekommen. Die Beschreibung der Frau: vom Alter her Ende 50 / Anfang 60, osteuropäisches Erscheinungsbild, ausländischer Akzent, anthrazit gekleidet, unter anderem mit einem “platt gedrückten”

    Hinweise, die auf die Spur der Täter führen könnten, sollten an die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161-290 erfolgen. (ds)

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  • Caritas: Kritik an Informationsverhalten des Ministeriums

    Caritas: Kritik an Informationsverhalten des Ministeriums

    Zum Internationalen Tag der Pflege (12. Mai) dankt Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa allen Mitarbeitenden in Pflege und Betreuung und kritisiert NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Gleichzeitig erinnert Polixa an den versprochenen „Pflegebonus“.

    Foto: Caritasverband

    „Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Altenheimen gerade in den vergangenen Tagen zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit gestemmt haben, ist außerordentlich und verdient allerhöchsten Respekt“, sagt Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach. Die äußerst kurzfristige Ankündigung des NRW-Gesundheitsministers, dass die Bewohnerinnen und Bewohner in den Altenheimen bereits zum Muttertags-Wochenende unter strengen Auflagen wieder Besuch empfangen durften, habe die Mitarbeitenden erneut stark belastet.

    „So wichtig es ist, dass die Senioren wieder besucht werden dürfen, und so sehr wir alle das im Grundsatz begrüßen: Was wir vor dem vergangenen Wochenende seitens des Ministeriums erlebt haben, kann man nur als chaotisch bezeichnen“, kritisiert Polixa. Fast im Stundentakt seien Mails mit neuen Informationen und Regeln eingegangen. „Es war schon schwierig genug, dies alles in der Kürze der Zeit zu lesen und zu verstehen – geschweige denn rechtzeitig umzusetzen.“

    Der Caritas-Geschäftsführer dankt nicht nur den Mitarbeitenden in Pflege und Betreuung, die am Wochenende zum Teil Extra-Schichten geschoben hätten, sondern auch den Bewohnern und Angehörigen für das durchweg gezeigte Verständnis. „Ich äußere mich bewusst erst nach dem Wochenende, weil wir uns vorher darauf konzentriert haben, den neuen Regeln zu entsprechen. Wie hier mit uns umgegangen worden ist, war nicht in Ordnung“, erklärt Polixa.

    Sowohl in den Altenheimen als auch in den ambulanten Pflegediensten machten sich die Mitarbeitenden um die Pflege und Betreuung von hilfebedürftigen Menschen verdient – natürlich nicht erst seit Corona, so der Caritas-Geschäftsführer. Ihnen sei schon vor Wochen der „Pflegebonus“ von bis zu 1.500 Euro als Zusatzleistung versprochen worden. Leider sei die Finanzierung in NRW weiter nicht klar.

    Nach der Einigung auf Bundesebene sieht es so aus, dass die Pflegekassen zwei Drittel der Kosten für die Pflege-Prämien übernehmen. Die Länder sollen die Finanzierung des fehlenden Drittels klären. Dazu habe die Landesregierung noch keinen Vorschlag gemacht. „Ich kann verstehen, dass Mitarbeitende enttäuscht sind. Umso wichtiger wäre es, dass der Pflegebonus zeitnah ausgezahlt wird“, erklärt Polixa. Der Caritasverband Region Mönchengladbach hat seinerseits bereits den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Altenheimen, die im ständigen direkten Kontakt mit Bewohnern stehen, eine Bonuszahlung gewährt. „Als Dankeschön und Anerkennung für ihre besondere Leistung in dieser schwierigen Zeit erhalten sie für April und Mai für jede geleistete Arbeitsstunde einen sogenannten Corona-Euro zusätzlich“, berichtet Frank Polixa. „Wir freuen uns, wenn sich Mitarbeitende damit einen kleinen Wunsch erfüllen und etwas Gutes tun können“, erklärt der Caritas-Geschäftsführer.

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  • Einbrüche im Stadtgebiet

    Einbrüche im Stadtgebiet

    Auch bei statistisch sinkenden Einbruchszahlen bereiten die aktuellen Vorkommnisse doch große Verunsicherung bei den Menschen.

    1. Am Freitag, 08.05.2020, und am Samstag, 09.05.2020, wurden zwei Einbrüche in eine Grundschule auf der Lochnerallee festgestellt. In beiden Fällen kletterten die Täter über den Zaun und weiter auf ein Vordach, von wo sie ein auf Kipp stehendes Fenster erreichten. Dieses wurde gewaltsam geöffnet. Im Gebäudeinneren wurde die Glasfüllung einer Tür eingetreten. So gelangten die Täter in das Hausmeisterbüro, wo sie verschiedene Schlüssel vorfanden. Mit diesen öffneten sie dann weitere Räume, aus denen u.a. Computer entwendet wurden. Im zweiten Fall wurde eine Kabeltrommel aus dem Hausmeisterbüro gestohlen.

    2. Am Samstagvormittag führten Ermittlungen nach einem Einbruch in eine Laube auf der Marienburger Straße, bei dem u.a. ein Laptop entwendet wurde, die Beamten der Schutzpolizei in ein benachbartes, leer stehendes Haus. Dort wurden zwei 14 und 16 Jahre alte Brüder angetroffen und vorläufig festgenommen. Beide waren im Besitz verschiedener Laptops, Geldkassetten usw., die u.a. den Einbrüchen in die Schule auf der Lochnerallee und der genannten Laube stammen.

    Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen, insbesondere die Zuordnung der sichergestellten Gegenstände zu weiteren, bekannt gewordenen Straftaten, übernommen.

    3. Unbekannte versuchten in der Nacht zu Freitag vergeblich, eine Terrassentür zu einer Erdgeschoßwohnung in einem Mehrfamilienhaus am Römerbrunnen aufzuhebeln, nachdem sie vorher die Jalousie hoch geschoben hatten.

    4. Auch in Bettrath scheiterten unbekannte Täter an einer gut gesicherten Eingangstür zu einem Einfamilienhaus am Hauweg und gaben dann die weitere Tatausführung auf. Die Tat wurde am Donnerstag, 07.05.2020, entdeckt.

    5. Am Freitag, 08.05.2020, gegen 20.30 Uhr, staunten Bewohner eines Hauses auf der Bylandtstraße nicht schlecht, als zwei Unbekannte mit Koffern voller Diebesgut aus ihrem Keller kamen. Diese hatten sich vorher Zugang zum Haus verschafft, Keller aufgebrochen und u.a. Lebensmittel und Werkzeug in vorgefundene Koffer gepackt. Die beiden ebenfalls in Rheydt wohnenden Tatverdächtigen, wurden bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten, dann festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt.

    6. Am Samstagabend gegen 22.30 Uhr bemerkten die Bewohner eines Hauses auf der Hoemenstraße in Odenkirchen einen Einbruch. Nach ersten Feststellungen wurde Bargeld entwendet.

    Zeugen, die ermittlungsrelevante Feststellungen zu den geschilderten Einbrüchen gemacht haben, werden gebeten, die Polizei Mönchengladbach unter der Tel. 02161/290 zu informieren.
    (so)

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  • Covid-19: Statusbericht vom 10. Mai 2020 (Stand: 10 Uhr)die Zahl der positiv Getesteten steigt wieder

    Covid-19: Statusbericht vom 10. Mai 2020 (Stand: 10 Uhr)
    die Zahl der positiv Getesteten steigt wieder

    Aktuell sind 111 (Vortag: 111) Personen in Mönchengladbach mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert.

    Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach verzeichnet am Sonntag, 10. Mai (Stand: 10 Uhr), sieben neue positive Nachweise.
    Insgesamt ist die Zahl der seit März nachgewiesenen Fälle auf 535 (Vortag: 528) gestiegen.
    Die Zahl der beim Gesundheitsamt bekannten negativen Nachweise hat sich auf 3864 (Vortag: 3845) erhöht.
    24 Laborergebnisse stehen derzeit aus.

    Aktuell befinden sich 367 Personen (Vortag: 359) in Quarantäne,
    davon werden 17 im Krankenhaus behandelt.
    Die Zahl der genesenen Patienten ist auf 387 (Vortag: 380) gestiegen.

    Die Zahlen im Überblick:
    Neuinfektionen der letzten 7 Tage/100.000 EW: 13,8* (*Quelle RKI, auf Basis einer angenommenen EWZ von 261.454)

    Bestätigte Fälle insgesamt: 535
    – aktuell infizierte Personen: 111
    – davon genesene Personen: 387
    – davon verstorbene Personen: 37
    (an Covid-19 verstorben: 34, mit Covid-19 verstorben: 3)

    Aktuell in Quarantäne: 367
    – davon in häuslicher angeordneter Quarantäne: 350
    – davon im Krankenhaus: 17

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  • Erklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments und der Fraktionsvorsitzenden zum Jahrestag der Schuman-Erklärung (9. Mai).

    Erklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments und der Fraktionsvorsitzenden zum Jahrestag der Schuman-Erklärung (9. Mai).

    Die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Schuman-Erklärung finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem Europa vor seiner schwierigsten Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs steht: einer gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Krise, die durch den Ausbruch von COVID‑19 ausgelöst wurde.

    Mit der Schuman-Erklärung, die den Grundstein unserer Europäischen Union legte, wurde ein einzigartiges und authentisches politisches Projekt in Angriff genommen, mit dem Frieden und Wohlstand gesichert und die Lebensbedingungen aller Bürger Europas verbessert werden sollten. Bereits vor 70 Jahren kam in der Schuman-Erklärung der Gedanke zum Ausdruck, dass sich „Europa […] nicht mit einem Schlage herstellen [lässt] und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“ Dieser schrittweise Ansatz führte zur Europäischen Union, wie wir sie heute kennen.

    Von Anfang an ging es bei dem europäischen Aufbauwerk darum, eine politische und wirtschaftliche Gemeinschaft aufzubauen, die auf den Werten beruht, die sich aus unserer gemeinsamen europäischen Geschichte ergeben: Dazu gehören Solidarität, Offenheit, Freiheit, Toleranz, Gleichheit in der Vielfalt und Achtung der Rechtsstaatlichkeit.

    Jean Monnet, der Urheber der Schuman-Erklärung, sagte, dass die Menschen den Wandel nur akzeptieren, wenn sie vor der Notwendigkeit stehen, und die Notwendigkeit nur anerkennen, wenn sie sich in einer Krise befinden. Jede Krise bietet auch die Möglichkeit, einen Schritt nach vorne zu machen. Und die derzeitige Krise verschärft die Dringlichkeit, dass die Europäische Union darauf hinarbeitet, effektiver, demokratischer und bürgernäher zu werden.

    Im Laufe der vergangenen 70 Jahre hat sich die Welt dramatisch verändert, und die Europäische Union spielt eine entscheidendere Rolle denn je. In einer sich herausbildenden neuen geopolitischen Ordnung und im Kontext eines ökologischen Notstands stehen wir in der Verantwortung, eine globale Kraft zu werden, die für Stabilität und Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit und Multilateralismus eintritt.

    Diese Krise hat auf äußerst schmerzliche Weise Folgendes gezeigt: Das europäische Aufbauwerk ist noch nicht vollendet, und die Debatten über das Unvermögen, Solidarität zu organisieren oder den anhaltenden Angriffen auf Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit entgegenzutreten, sind keinesfalls nur theoretischer Natur.

    Wir stehen auf den Schultern von Riesen. Daher sollte die Fähigkeit der europäischen Organe und aller Mitgliedstaaten, auf die aktuellen gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, sicherheitspolitischen und institutionellen Herausforderungen zu reagieren, zumindest dem in der Schuman-Erklärung zum Ausdruck gebrachten politischen Ehrgeiz gerecht werden. Wir müssen die demokratische Legitimität der Europäischen Union stärken und vertiefen und dabei sicherstellen, dass ihre Politik und ihre Führungsrolle Ausdruck des Willens der Bürger Europas sind und einer vollwertigen europäischen parlamentarischen Demokratie entspringen.

    Wir sind überzeugt, dass es an der Zeit ist, gemeinsam mit den Unionsbürgern und allen Akteuren eine ehrgeizige Debatte über die Zukunft Europas zu führen, damit wir gemeinsam die Union gestalten, in der wir leben wollen, und unter den Unionsbürgern einen Konsens darüber finden, was die politischen Grundlagen sein sollen, auf die sich der Aufschwung auf dem europäischen Kontinent stützen kann. Solidarität ist zur wichtigsten Bedingung für unseren zukünftigen gemeinsamen Erfolg geworden.

    In diesem Zusammenhang sind wir nach wie vor der Auffassung, dass das geplante europaweite Projekt der „Konferenz über die Zukunft Europas“ das geeignete Forum ist, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Konferenz muss so bald wie möglich einberufen werden. Und sie muss im Zuge einer unmittelbaren und sinnvollen Zusammenarbeit mit den Bürgern zu klaren Vorschlägen führen, mit denen eine tiefgreifende Reform der Union herbeigeführt und sie vor allem in die Lage versetzt wird, Entscheidungen im gemeinsamen europäischen Interesse zu treffen, was die EU effizienter, geeinter, demokratischer, souveräner und widerstandsfähiger machen wird.

    Wir bekräftigen die Haltung des Parlaments und nehmen den Standpunkt der Kommission zur Kenntnis, wonach der Ablauf der Konferenz, ihr Konzept, ihre Struktur, ihr Zeitplan und ihr Umfang von den drei Organen gemeinsam vereinbart werden sollten. Daher fordern wir den Rat auf, einen ehrgeizigen Standpunkt zur Konferenz vorzulegen.

    Neben der Begeisterung und Dankbarkeit dafür, dass wir seit 75 Jahren friedlich vereint sind, dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass die Solidarität nicht an unseren Grenzen endet. Die derzeit grassierende Pandemie ruft uns die Bedeutung des Multilateralismus ins Gedächtnis, wenn es gilt, gemeinsame Herausforderungen und Krisen auch gemeinsam zu bewältigen. Statt in nationalen Egoismus zurückzufallen, sollte es vielmehr eine gestärkte und stärker integrierte Europäische Union sein, die in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Geiste gegenseitiger Fairness und Verständigung den Weg in die Zukunft weist.

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