Autor: Redaktion

  • Second Hand zugunsten von Menschen mit Behinderung

    Second Hand zugunsten von Menschen mit Behinderung

    Der diesjährige Verkauf von hochwertiger Second-Hand-Kleidung durch den Zonta Club MG 1 zugunsten des Christkindlmarktes startet in diesem Jahr am Samstag, 02. November und endet am Donnerstag, 28. November.

    In dieser Zeit stehen die Türen des Menge-Hauses (Eingang Fliethstr.) jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 10 bis 12 Uhr sowie jeden Donnerstag von 18 – 20 Uhr allen Shopping-Interessierten offen.

    Mit dem Erlös unterstützt Zonta 1 im Rahmen des Christkindlmarkts zahlreiche Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Mönchengladbach. Zum Verkauf steht alles von Hosen, Oberteilen und Tüchern über Kostüme und Hosenanzüge bis hin zu eleganter Abendgarderobe. Handtaschen und Schuhe gehören ebenfalls zum Angebot. Auch Designerstücke finden sich nicht wenige im Fundus des Service-Clubs. Eine kleine Herrenmodenabteilung gibt es ebenfalls: Sportliche Hosen, Shirts, Pullover, Anzüge und Krawatten warten in bestem Zustand auf einen neuen Träger.

    Erstmalig findet der Verkauf nicht in den Kellerräumen des Menge-Hauses, sondern in einem großen Ladenlokal im Erdgeschoss statt, in dem lange Zeit ein Küchenstudio untergebracht war. „Wir sind sehr dankbar, dass wir in diesem Jahr die Gelegenheit bekommen, unsere Ware auf einer großzügigen Fläche bei Tageslicht präsentieren zu können und hoffen, dass so noch mehr Kundinnen und Kunden zu uns finden“, so die Zontiens. Zonta MG 1 ist ein Service-Club berufstätiger Frauen aus Mönchengladbach und Umgebung. Einen Stand mit einer Auswahl des Second-Hand-Bestandes wird es auch auf dem Christkindlmarkt selber geben, der für Samstag, 30. November, auf dem Geroplatz geplant ist.

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  • Kuhhandel: Zukunft der politischen Ampel in Mönchengladbach gefährdet

    Kuhhandel: Zukunft der politischen Ampel in Mönchengladbach gefährdet

    Mit den Wahlen des neuen Sozialdezernenten Sebastian Dreyer (SPD) und des allgemeinen Vertreters des Oberbürgermeisters, Kämmerer Michael Heck, haben die Mönchengladbacher Sozialdemokraten die politische Ampel in eine Krise geführt.

    Das stellten jetzt die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und FDP einmütig fest.

    Im Vorfeld der Wahl des neuen Sozialdezernenten hatten die Ampelpartner sich auf Vorschlag der SPD auf den Bewerber Sebastian Dreyer verständigt.
    Ohne Abstimmung mit den Partnern hat die SPD aus Sorge, in ihrer Fraktion könnten für die Mehrheit notwendige Stimmen fehlen, mit der CDU den Deal geschlossen, dass diese bei der Wahl des Sozialdezernenten den SPD- und Ampelvorschlag Sebastian Dreyer unterstützt und die SPD dafür mit der CDU den seinerzeit von der GroKo gewählten CDU-nahen Kämmerer Michael Heck zum Stadtdirektor bestellt.  

    Grüne und FDP hatten sich dagegen jeweils für die Wahl einer der Beigeordneten (Christiane Schüßler, Claudia Schwan-Schmitz oder Silke Wehmhörner) ausgesprochen und die Wahl von Heck klar abgelehnt.

    Die FDP hatte wegen des Dissens der Ampelpartner gemäß dem Koalitionsvertrag die Verschiebung der Entscheidung gefordert und dazu dann im Rat einen Geschäftsordnungsantrag gestellt, die Wahl im Dezember durchzuführen. Das lehnten CDU und SPD einmütig ab. Die Grünen hatten dann Beigeordnete Christiane Schüßler als Gegenkandidatin vorgeschlagen.
    Auf Vorschlag der CDU wurde Michael Heck mit den Stimmen von CDU und SPD zum Stadtdirektor gewählt. Bündnis 90/Die Grünen und FDP hatten sich enthalten bzw. teilweise auch mit Nein gestimmt. 

    „Durch die Wahl des CDU-Kandidaten Michael Heck hat die SPD die Vereinbarungen zur Zusammenarbeit der politischen Ampel-Fraktionen im Rat gebrochen“, stellt FDP-Fraktionschef Achim Wyen fest.
    „An den Partnern vorbei mit einer anderen Fraktion in einer zentralen Personalfrage einen Deal zu schließen, ist ein schwerer Vertrauensbruch“, ergänzt Boris Wolkowski, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen.
    Zudem würden durch das Vorgehen die Beigeordneten der Stadt beschädigt: So hatte die CDU mit Verweis auf seine längere Dienstzeit im Rat behauptet, allein Michael Heck sei für die Position der OB-Vertretung geeignet. Dass dieses Argument nicht überzeugt und nur die parteipolitischen Absichten des Deals der SPD verdecken soll, wird schon daran deutlich, dass diese innerhalb der Ampel ursprünglich den Kandidaten Dreyer ins Gespräch gebracht hatte, der erst in dieser Ratssitzung gewählt worden ist und bisher noch gar keine Erfahrung in einer Verwaltung und als Beigeordneter hat.

    „Wir sehen vor diesem Hintergrund dringenden Gesprächsbedarf über die Zukunft der politischen Ampel“, betont Boris Wolkowski. Zunächst soll es ein Gespräch zwischen Grünen und FDP geben. Ob die „Ampel“ in Mönchengladbach weiter Bestand oder ausgedient hat, würden dann die nächsten Tage zeigen, so Wyen und Wolkowski unisono.

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  • „Föhrenwald, das vergessene Schtetl“

    „Föhrenwald, das vergessene Schtetl“

    Die letzte jüdische Siedlung in Europa.

    Von 1945 bis 1957 lebten im bayerischen Wolfratshau-sen im Ortsteil Föhrenwald (40 km südlich von München) zeitweise mehr als 5000 Juden, Überlebende des Holocaust – mit Synagogen, Religionsschulen und einer eigenen Universität für Rabbiner.
    Föhrenwald hatte eine jüdische Selbstverwaltung, eine jiddische Zeitung und eine jüdische Polizei.
    1957 wurde Föhrenwald aufgelöst, die Bewohner auf deutsche Großstädte verteilt. Föhrenwald wurde umbenannt und aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Der Ort steht exemplarisch für einen weitgehend unbekannten Teil der deutschen Geschichte.
    Der Autor ist dort aufgewachsen, er hat das Schweigen erlebt. Er verwebt die Spurensuche in seiner Heimat mit den Geschichten der Überlebenden – denen, die nach Israel gingen, und denen, die aus dem Land der Täter nicht wegkonnten.
    „Ich habe meine gesamte Jugend in einer Art Theaterkulisse verbracht, einer sehr schönen, fast kitschigen Theaterkulisse mit verschneiten Bergen am Horizont, glasklaren Seen, mit malerischen Bauerndörfern und barocken Kirchen. Natürlich war das alles real, aber die Bilder im Kopf bekamen zerschlissene Ränder und fadenscheinige Stellen, als ich herausfand, dass mitten in dieser friedlichen Landschaft ein blinder Fleck war, eine sehr große undurchsichtige Leerstelle, über die nie geredet worden war.“

    EINLADUNG zu Buchlesung Donnerstag 17. Oktober 19:00 h Haus der Regionen
    Bettrather Str. 22, Mönchengladbach (Parkplätze vorhanden)

    Der Eintritt ist frei (Wir sind dankbar für eine Spende)
    Ihre Anmeldung wird unsere Organisierung und Vorbereitung erleichtern.
    Bitte per E-Mail an: gcjz-mg@t-online.de

    Veranstalterin:

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  • Hubertusmesse 2024

    Hubertusmesse 2024

    Zu Ehren des heiligen Hubertus finden in diesem Jahr zwei Messen statt:

    03.11. 11 Uhr St. Gereon Giesenkirchen; Borrengasse 11, 41238 Mönchengladbach

    03.11. 17 Uhr St. Maria Empfängnis Venn; Mürrigerstraße 6, 41068 Mönchengladbach

    Mit musikalischer Gestaltung der Jagdhornbläsercorps Mönchengladbach und Rheydt.
    Die freiwillige Spendensammlung geht zugunsten der Initiative „Cantina Nest“ (ehrenamtlich betriebenes Kinderrestaurant).

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  • CDU-Fraktion lehnt Förderung der Rollbrett Union ab

    CDU-Fraktion lehnt Förderung der Rollbrett Union ab

    In der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses (4.10.24) wurde die finanzielle Ausstattung der Rollbrettunion diskutiert.

    Konkret ist über den Zuschuss für den Betrieb in Rheydt sowie am Platz der Republik beraten worden.
    Der Verein soll jährlich rund 87.000€ erhalten, um das Angebot für Kinder und Jugendliche bis 2026 zu sichern. Dabei stößt die mangelnde Bereitschaft der Opposition zur Finanzierung der Rollbrettunion bei den Vorsitzenden der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP auf Unverständnis.

    „Gerade im Rheydter Zentrum sind Angebote für Kinder und Jugendliche wichtig. Dabei ist die Rollbrettunion ein wichtiger Baustein und eine etablierte Anlaufstelle. Das Angebot kann ohne die Förderung nicht weiter erhalten bleiben. Eine ersatzlose Streichung der Mittel zerstört ein wichtiges Angebot für Kinder und Jugendliche.“, erklären die Fraktionsvorsitzenden gemeinsam. 

    Die Mehrheitsfraktionen bekräftigen die Sicherung des Angebots für die nächsten zwei Jahre.
    Die erfolgreiche Entwicklung der Rollbrettunion soll aus Sicht der Ampel-Partner weiter fortgesetzt werden. Dazu werden Sie die Finanzmittel im Rat am 10. Oktober entsprechend bereitstellen. 

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  • Die Laubzeit beginnt – auch Pflichten der Bürger

    Die Laubzeit beginnt – auch Pflichten der Bürger

    Die Mannschaft der mags-Grünunterhaltung ist verstärkt in den Grünanlagen der Stadt unterwegs und die Mannschaft der GEM ist ab sofort mit Besen, Laubbläsern und Kehrmaschinen im Dauereinsatz, um das Laub schnell von Fahrbahnen zu entfernen.

    Die Marschroute gibt dabei der Straßenreinigungskalender für die Stadt Mönchengladbach vor.
    Die Arbeiten erfolgen immer in Zweierteams: Einer fährt die Kehrmaschine, der andere geht mit dem Besen oder Laubsauger voraus und kehrt bzw. pustet die Blätter aus Ecken heraus. „Wir bitten deshalb Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen um Verständnis und besondere Rücksicht, wenn vermehrt Kehrmaschinen im Straßenverkehr unterwegs sind“, sagt GEM-Betriebsleiter Roberto Debill. Das oberste Gebot ist die Verkehrssicherungspflicht!

    Und hier ist wie jedes Jahr auch der Einsatz der Bürger*innen gefragt.
    Denn Anlieger*innen sind verpflichtet, den Gehweg in der Regel einmal wöchentlich zu säubern.
    Dazu zählen auch gemeinsame Geh- und Radwege. Das legt ebenfalls die Straßenreinigungssatzung der Stadt fest. Dazu gehört nicht nur, den Gehweg von Schmutz zu befreien, sondern auch Gefahrenstellen für Verkehrsteilnehmer*innen zu beseitigen. Dazu zählt beispielsweise nasses Laub, weil es schnell zur Rutschbahn werden kann. Daher gilt: Jeder kehrt vor seiner eigenen Tür.

    Anlieger*innen können auch für die Reinigung bis zur Fahrbahnmitte zuständig sein. Hierzu zählen Radwege, Sicherheitsstreifen und Haltestellenbuchten. Im Straßenverzeichnis zur Straßenreinigungssatzung steht, wer auf welcher Straße welche Aufgaben übernimmt. Online finden Interessierte alle Informationen:  https://mags.de/strassenreinigung-winterdienst/

    Wo und wie kann das Laub entsorgt werden?

    Die Blätter können bequem über die Biotonne entsorgt werden. Wer einen Komposthaufen hat, kann das Laub auch dort abladen. Wer keine Biotonne besitzt, kann für die Entsorgung seines Laubes die GEM-Wertstoffhöfe nutzen. Die Abgabe von Grünabfällen verursacht keine zusätzlichen Kosten.
    Am 16. November (Bezirke 1 bis 5) und 23. November (Bezirke 6 bis 10) bietet die GEM zudem Sondertermine zur Grünabfuhr an. An diesen Tagen können die Mönchengladbacher*innen Laub und Grünschnitt zur Abholung bereitstellen.

    Zu welchem Bezirk gehört meine Straße? Einfach online unter https://mags.de/online-abfuhrkalender die entsprechende Straße eingeben und schon werden nicht nur die Abfuhrtermine, sondern auch der Abfuhrbezirk angezeigt.

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  • „Schwarz-grüne Klimaanpassungspläne sind eine 110 Punke lange Mogelpackung“

    „Schwarz-grüne Klimaanpassungspläne sind eine 110 Punke lange Mogelpackung“

    René Schneider, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW erklärt:

    „Die Liste der heute vorgelegten Maßnahmen entpuppt sich als ziemlich ambitionslose Nummer. Aus der Lose-Zettel-Sammlung der schwarz-grünen Landesregierung hat Minister Krischer eine Liste voller Buzzwords gemacht. Das liest sich gut, ist aber durch keinen konkreten Plan für die Umsetzung hinterlegt. Finanziell wird in der Liste vollmundig angekündigt, was zeitgleich im Haushalt 2025 bereits still und leise weggekürzt wird. Für den Hochwasserschutz etwa gibt es keinen Cent mehr, obwohl Experten eine Milliarde Euro im Jahr fordern – aktuell sind es gerade mal etwa 84 Millionen Euro. Wer genau hinschaut, findet nicht einmal Projekte wie die Landesstelle für Katastrophenschutz wieder, die vor zwei Jahren von Ministerpräsident Hendrik Wüst angekündigt und bis heute nicht umgesetzt wurde.

    Deutlich wird die Ambitionslosigkeit der Landesregierung auch beim Flächenziel, das gar keine Rolle mehr spielt: So geht die Versiegelung des Landes ungebremst weiter. Zudem widerspricht das tatsächliche Agieren der Landesregierung den jetzt vorgestellten Absichtserklärungen. Der Minister verspricht in seinem Plan die „Förderung des Flächenrecyclings für Kommunen durch zusätzliche Mittel für den Verband für Flächenrecycling und Altlastsanierung (AAV)“. Tatsächlich schraubt das Land im Haushaltsplan 2025 die zusätzlichen Zuwendungen für den AAV von zwei Millionen Euro in 2024 auf 1,5 Millionen Euro zurück. Auch bei der direkten Unterstützung für Städte und Gemeinden sieht die Finanzplanung nicht mehr Geld als zuletzt vor. So macht das tatsächliche Agieren der Regierung Teile von Krischers Maßnahmen schon jetzt zur Makulatur.

    Wir werden in den kommenden Wochen diese 110 Punkte-Mogelpackung als das entlarven, was sie ist. Denn Klima-Kulissen aus Pappmaché werden dem Klimawandel nicht standhalten.“

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  • NRW wappnet sich mit neuer Strategie gegen Folgen des Klimawandels

    NRW wappnet sich mit neuer Strategie gegen Folgen des Klimawandels

    Umweltminister Oliver Krischer: Extremwetter werden in Zukunft häufiger auftreten – Strategie umfasst 110 Maßnahmen.
    Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr teilt mit:

    Um das Land zukunftssicher für die Folgen der Klimakrise aufzustellen, hat die Landesregierung eine umfassende Klimaanpassungsstrategie beschlossen. Sie erfüllt die Vorgaben des Bundesgesetzes zur Klimaan-passung und des Klimaanpassungsgesetzes Nordrhein-Westfalen und unterstützt Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger dabei, sich vor den Folgen des Klimawandels zu wappnen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

    „Die Klimakrise ist auch bei uns längst angekommen und hat schon jetzt gravierende Folgen für Mensch, Umwelt und Infrastruktur. Wir brauchen einen ambitionierten Klimaschutz und eine ambitionierte Vorsorgepolitik, um uns gegen die Gefährdung unserer Lebensgrundlagen zu wappnen. Diese setzen wir mit der neuen Klimaanpassungsstrategie für Nordrhein-Westfalen um“, erklärte der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Oliver Krischer.
    Die Klimaanpassungsstrategie zielt darauf ab, auf die zunehmenden klimatischen Herausforderungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zu reagieren. Sie beinhaltet 110 konkrete Maßnahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit, der Umwelt und der Infrastruktur sowie zur Erhöhung der Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger, die bis 2029 umgesetzt werden sollen. Von der Wasserwirtschaft über die Landwirtschaft und den Katastrophenschutz bis hin zur städtischen Entwicklung berücksichtigt die Strategie in 16 Handlungsfeldern die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen. In Form eines konkreten Maßnahmenkatalogs aus den verschiedensten Zuständigkeiten der Ministerien gibt die Landesregierung Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels. „Die Klimakrise ist eine der größten ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, die vereinbarten Anpassungsmaßnahmen in die Tat umzusetzen“, so Minister Krischer.
    Beispielsweise stellt die Landesregierung eine Vielzahl an Aktivitäten zum Schutz vor Starkregen und Hochwasser bereit. Dabei sind große Maßnahmenbündel wie die Umsetzung des 10-Punkte-Arbeitsplans „Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ oder der Ausbau des Risikomanagements für urbane Sturzfluten genauso enthalten wie wei-tere Maßnahmen zur Entwässerung von Straßen und Quartieren.
    Mit Blick auf die extrem heißen Sommer der letzten Jahre ist das Thema Hitzeschutz ebenfalls stark vertreten. Dabei sind Arbeitshilfen zur kom-munalen Hitzeaktionsplanung ebenso wichtig wie die Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Krankenhäusern. Doch auch Maßnah-men zur Begrünung von Städten, die Förderung einer klimaangepassten Landwirtschaft, zusätzliche Mittel für das Flächenrecycling, die Entwicklung klimaanpassungsfähiger Mischwälder und Wiederbewaldung von Schadflächen, den Erhalt und die Vermehrung von Waldflächen sowie die Wiederherstellung von historischen und potenziellen Moorflächen im Dialog mit den Stakeholdern sollen durch die Strategie vorangebracht werden. Zudem soll die Finanzierung öffentlicher Trinkwasserbrunnen verbessert werden.
    Auch konkrete Anpassungsmaßnahmen bei Baumaßnahmen sind vorgesehen, etwa der Schutz der Verkehrsinfrastruktur vor Hochwasser und Schwemmmaterial sowie durch den Einsatz aufgehellter Straßendeckenschichten aus Asphalt.
    Im Bereich Wohnungsbau ist die Förderung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung im geförderten Wohnungsneubau vorgesehen.
    Um die Bevölkerung sowohl über die Folgen des Klimawandels als auch über Anpassungsmöglichkeiten aufzuklären, hält die Klimaanpassungs-strategie eine Vielzahl von Maßnahmen im Bereich Information und Bildung vor: Die Erweiterung des Klimaatlas Nordrhein-Westfalen des LANUV soll als zentrale Datenplattform um einen Wasserhaushalts- und Dürremonitor erweitert werden und zudem Informationen über versiegelte Flächen und Brachflächen in NRW bereitstellen. Die Verbraucher-zentrale bietet mit Unterstützung des Landes eine persönliche Orientie-rungsberatung für Bürgerinnen und Bürger an. Die Entwicklung von spezifischen Bildungsmodulen für Kitas und Schulen ist ebenfalls geplant.
    Mit der Verstetigung der „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung Nordrhein-Westfalen“ beim LANUV, die bei Datenbelangen, Förderfragen oder auch Vernetzungswünschen unterstützt, wird Kommunen sei-tens des Landes eine kompetente Begleitung auf ihrem Weg zu mehr Klimaresilienz angeboten.
    Auch der Katastrophenschutz soll sowohl in seiner Bedarfsplanung als auch in Form von konkreten Übungen stärker auf Extremwetter eingestellt werden. Dabei sollen grenzüberschreitende Netzwerke mit Nachbarstaaten ausgebaut werden.

    Extremwetter werden häufiger auftreten
    Welche weitreichenden Folgen die globale Klimaerwärmung für Nordrhein-Westfalen haben wird, zeigt eine aktuelle Publikation des Landes-amtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Der Fachbe-richt „Klimaentwicklung und Klimaprojektionen in Nordrhein-Westfalen“ beschreibt die mögliche zukünftige Entwicklung von Klimaparametern in Bezug auf Lufttemperatur, hitzebedingte Kenntage, Niederschläge und Starkregen.
    „Wir beobachten und erleben immer mehr Wetterextreme, die eine Folge des Klimawandels sind. Dazu gehören zum Beispiel mehr Starkregenereignisse auf der einen und Hitze- oder Dürreperioden auf der anderen Seite. Wenn keine weiteren Anstrengungen unternommen werden, erwarten wir nach jetzigem Stand einen Anstieg auf etwa 3 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber vorindustriel-ler Zeit“, erläuterte LANUV-Präsidentin Elke Reichert.
    Bereits heute lassen sich klimatische Veränderungen beobachten. Der Vergleich von Mittelwerten der aktuellen Klimanormalperiode (KNP) 1991-2020 mit früheren KNP zeigt das deutlich. Seit der ersten Periode 1881-1910 ist die mittlere Jahreslufttemperatur um durchschnittlich 1,6 Grad Celsius gestiegen. Die heißen Tage haben sich seit 1891-1920 bis zur KNP 1991-2020 auf acht Tage verdoppelt. Die Zahl von Frost- und Eistagen hingegen hat sich verringert: auf zwölf und fünf Tage. Am Kahlen Asten sind die Schneetage seit 1955-1984 sogar um 25 Tage gesunken.
    Neben den seit Aufzeichnungsbeginn gestiegenen Lufttemperaturen und den Änderungen der Niederschlagsmuster haben die heißen und trockenen Sommer, die Starkregenereignisse sowie die gemessenen Hitzerekorde seit 2014 den Klimawandel stärker ins öffentliche Bewusst-sein gebracht. Bereits heute sind in den dicht besiedelten Gebieten Nordrhein-Westfalens 6,9 Millionen Menschen von Hitzebelastung be-troffen, in Zukunft (2050) dürften es laut den Prognosen des LANUV bis zu elf Millionen Menschen werden. 2023 war außerdem das nasseste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Nordrhein-Westfalen.
    „Die Klimakrise wird immer mehr zur Belastung für unsere Umwelt, für die Gesundheit unserer Mitmenschen, für die Infrastruktur und die Le-bensmittelproduktion. Ihre Auswirkungen haben wir alle in den vergan-genen Jahren im Alltag deutlich gespürt – mit unterschiedlichen Extremen. Von 2018 bis 2020 und 2022 erlebte Nordrhein-Westfalen vier Dürresommer mit Ernteausfällen, dramatischen Waldschäden und historischen Tiefständen der Gewässer, 2021 ein katastrophales Hochwasser. Wir müssen uns darauf einstellen, dass das Extreme das neue Normal wird“, sagte Minister Krischer.
    Auswirkungen des Klimawandels regional unterschiedlich
    Dabei sind die Auswirkungen in den verschiedenen Regionen des Lan-des durchaus unterschiedlich. Für die am dichtesten besiedelten Berei-che NRWs entlang von Rhein und Ruhr, die bereits heute zu den wärmsten Regionen Deutschlands zählen, wird sowohl der Anstieg der Durchschnittstemperaturen als auch der heißen Tage und Tropennächte eine besondere Relevanz haben. Für die Mittelgebirgsregionen spielt das Auftreten von Starkregenereignissen eine wesentliche Rolle. Hier wird die Gefahr von Sturzfluten sowie Bodenerosionen bis hin zu abrut-schenden Hängen steigen. Dagegen besteht bei längeren Trockenperio-den vor allem im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe die Gefahr, dass es durch Nutzungskonkurrenzen Einschränkungen bei der Was-serversorgung geben könnte, wie die jüngere Vergangenheit bereits gezeigt hat.

    Klimaanpassung als langfristiger Prozess
    Nicht zuletzt aufgrund der guten Datenlage des LANUV ist sich die Landesregierung der kritischen Lage bewusst und ist bereit für ein zielgerichtetes Handeln auf allen Ebenen. Dabei versteht die Landesregierung die Klimaanpassung nicht nur als ad hoc Reaktion auf Extremwetterer-eignisse. Vielmehr ist die Landesstrategie als langfristige Aufgabe und langfristiger Prozess angelegt, der für die Zukunft vorsorgen soll. Sie soll im Zusammenspiel mit Akteuren in ganz NRW, von der Kommune über die Unternehmen bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet werden. Sie macht Angebote zur Information, Beratung, Förderung und Vernetzung für unterschiedliche Zielgruppen in allen relevanten Hand-lungsfeldern.
    Die Strategie wurde von allen zwölf Landesministerien gemeinsam erarbeitet, um den komplexen, sektorenübergreifenden Herausforderungen und ihrer Bedeutung für die Daseinsvorsorge gerecht zu werden. Damit wird von allen Landesministerien weiterhin die Verantwortung für die Klimaanpassung übernommen, die konstruktive Zusammenarbeit fortge-setzt, um Synergien zwischen verschiedenen Handlungsfeldern zu ma-ximieren und mögliche Zielkonflikte zu mindern. In einem Beteiligungs-prozess wurden der Beirat Klimaanpassung und junge Erwachsene in die Entwicklung der Ziele und Maßnahmen eingebunden. Bis 2029 wird die Strategie für die Landesregierung handlungsleitend sein. Ihre Um-setzung wird laufend überprüft, bevor sie in einem nächsten Strate-giezyklus aktualisiert wird.

    Weitere Informationen

    • Übersicht über den Maßnahmenkatalog https://www.umwelt.nrw.de/system/files/me-dia/document/file/klans-nrw_ubersicht-der-massnahmenkata-log.pdf
    • Entwicklung Jahresdurchschnittstemperatur in NRW
      https://www.umwelt.nrw.de/system/files/media/images/2024-10/nrw-umweltindikator_warming-stripes_300dpi.jpg
    • Klimafolgen-Indikatoren für NRW:
      https://www.klimaatlas.nrw.de/klima-nrw-monitoring
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  • Gülistan Yüksel meint: „Bürokratieabbau ist gut für unsere Wirtschaft“

    Gülistan Yüksel meint: „Bürokratieabbau ist gut für unsere Wirtschaft“

    „Bürokratie – zu viel, zu kompliziert und auch noch praxisfern. Das höre ich immer wieder, wenn ich mit Unternehmerinnen und Unternehmern in meinem Wahlkreis rede. Daher begrüße ich es sehr, dass wir im Bundestag diese Woche das Bürokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV) verabschiedet haben“, berichtet die Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.

    Das Gesetz beinhaltet etwa den Abbau von Melde- und Informationspflichten, wie der Wegfall des Hotelmeldescheins für deutsche Staatsangehörige. „Erleichterungen schaffen wir aber auch bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung sowie durch die Digitalisierung von Steuerbescheiden in der Steuerverwaltung. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Effizienz und Digitalisierung und macht den Alltag für alle Beteiligten einfacher. Künftig können beispielsweise Belege der Nebenkostenabrechnung auch per E-Mail verschickt und ein Widerspruch gegen eine Kündigung auch per SMS erklärt werden. Gleichzeitig haben wir sichergestellt, dass Arbeitnehmende sowie Mieterinnen und Mieter im digitalen Raum geschützt bleiben“, betont Yüksel.
    Das Bürokratieentlastungsgesetz IV wird insbesondere in Nordrhein-Westfalen, dem wirtschaftsstärksten Bundesland, zu spürbaren Entlastungen führen. Die SPD-geführte Bundesregierung setzt mit der konsequenten Digitalisierung vieler Prozesse und dem Abbau unnötiger Bürokratie ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte Verwaltung. „Die Vereinfachung der Dokumentation und der elektronischen Nachweise stärkt nicht nur die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, sondern kommt vor allem den Menschen zugute, die tagtäglich mit diesen Prozessen konfrontiert sind,“ erklärt Yüksel.
    „Mit dem BEG IV setzen wir den Bürokratieabbau konsequent fort und schaffen zugleich eine moderne und effiziente Verwaltung. Das hilft der Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland ohne Schutzstandards zu senken“, so Yüksel abschließend.

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  • Mönchengladbacher Ampel sieht CDU-Vorschlag einer Urwahl kritisch

    Mönchengladbacher Ampel sieht CDU-Vorschlag einer Urwahl kritisch

    Die Politik musste sich im Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen unter anderem mit dem CDU-Antrag „Änderung des § 4 der Satzung des Seniorenrats“ beschäftigen.

    Mit ihrem Antrag wollen die Christdemokraten einen Ratsbeschluss herbeiführen, wonach die Wahl des Seniorenrates 2025 als „Urwahl“ stattfindet. Dafür müsste der Rat formal Paragraph 4 der Satzung des Seniorenrates dahingehend abändern. Die Urwahl sollte nach den Vorstellungen der CDU zusammen mit der nächsten Kommunalwahl am 14. September 2025 erfolgen. Die Verbindung der Urwahl des Seniorenrates mit der Kommunalwahl würde laut CDU erhebliche Kosten einsparen.

    Die Mehrheitsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sehen dieses Ansinnen jedoch kritisch und plädieren an dieser Stelle für eine sorgfältige Abwägung aller Optionen unter Berücksichtigung der finanziellen Machbarkeit und der praktischen Umsetzbarkeit.

    „Dem finanziell unzureichenden Vorschlag der CDU kann man so nicht folgen“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi für die Ampel-Fraktionen fest.
    Zunächst handele es sich formell nicht um eine Urwahl, sondern eine Direktwahl. Wenn man sich für dieses Wahlverfahren ausspreche, so der SPD-Fraktionschef weiter, müsse zunächst einmal ihre Finanzierung im Haushalt abgesichert sein. Die Änderung der Wahlordnung sei nur dann möglich, wenn die Kosten auch abgedeckt sind.

    „Dazu müssen wir natürlich erst einmal klären, wie viel Geld wir für eine Direktwahl beim Seniorenrat zur Verfügung stellen müssten“, sagt Achim Wyen, Fraktionsvorsitzender der FDP. Er hält es für angezeigt, dass Oberbürgermeister Felix Heinrichs aussagekräftige Zahlen liefert als Grundlage für alle weiteren Überlegungen.

    „Wir begrüßen die Idee der Direktwahl zum Seniorenrat sehr. Im Rahmen der Haushaltsberatungen im November werden wir daran arbeiten, dass es eine Finanzierung für die Direktwahl geben wird“, sagt der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Marcel Klotz. Der Grünen-Politiker und OB-Kandidat schlägt daher vor, dass „wir uns alle zusammensetzen und einen Weg finden, die Direktwahl mit der Kommunalwahl unter annehmbaren Gesamtkosten hinzubekommen.“

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  • Neubesetzung der Dezernatsleitung für Soziales, Jugend und Gesundheit

    Neubesetzung der Dezernatsleitung für Soziales, Jugend und Gesundheit

    In seiner Sitzung am 10. Oktober 2024 wird der Rat der Stadt Mönchengladbach entscheiden, wer die Leitung im Dezernat V und damit die Nachfolge von Dörte Schall übernimmt, die im Juli nach 9 Jahren in Mönchengladbach als Ministerin in das neue Kabinett von Alexander Schweitzer in Mainz gewechselt ist.

    Sebastian Dreyer;
    Foto: SPD-Fraktion MG

    Auf die Stelle haben sich bei der Stadt nun 26 Personen beworben.
    Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP verdeutlicht nun ihre Präferenz für die Wahl am 10. Oktober:

    „Wir sind sicher, dass wir mit Sebastian Dreyer eine gute Wahl getroffen haben.“, betont der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Janann Safi. „Es geht bei dieser Wahl um Themen, die den Alltag der Menschen ganz konkret betreffen. Er kennt die Stadt und weiß um die Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen werden.“

    Der 44-jährige Dreyer ist kein Unbekannter in der Stadt.
    Der Sozialdemokrat und gebürtige Mönchgengladbacher leitete von 2016 bis 2021 die Verbraucherzentrale in der Vitus-Stadt. Zuvor war er zwischen 2011 und 2016 in der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der freien Wohlfahrtsverbände bereits mit sozialen Themen in der Stadt befasst. Aktuell ist der Volljurist Leiter der Verbraucherzentrale in Düsseldorf.

    „Die Aufgaben im Dezernat V sind von großer Bedeutung für unsere Stadt, so etwa die Kinderbetreuung, die Pflege von Angehörigen oder die Themen finanzielle Unterstützungsleistungen, Inklusion und Wohnungslosigkeit. Wir sind uns sicher, dass wir eine gute Entscheidung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger getroffen haben.“, so die Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen Dr. Boris Wolkowski und Ulla Schmitz (Bündnis 90/Die Grünen).

    „Nach seiner Vorstellung in unserer Fraktion werden wir dem Vorschlag der SPD-Fraktion folgen und Herrn Dreyer mitwählen.“, ergänzt Achim Wyen, Vorsitzender der FDP-Fraktion. „Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

    Dazu erklärt Sebastian Dreyer: „Das mir entgegengebrachte Vertrauen bestärkt mich in meiner Bewerbung und ich bin gespannt auf die kommenden Gespräche und Herausforderungen. Es freut mich sehr, dass ich mich in meiner Heimatstadt engagieren darf und ich verspreche, dass ich mich mit aller Kraft für das Wohl der Menschen in Mönchengladbach einsetzen werde.“ Auch den weiteren demokratischen Fraktionen wird sich Dreyer zeitnah vorstellen. So soll sich eine breite Mehrheit einen Eindruck verschaffen können, um den designierten Beigeordneten kennenzulernen.

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  • Musiktheater für Blinde und Sehbehinderte

    Musiktheater für Blinde und Sehbehinderte

    Das Theater Krefeld und Mönchengladbach bietet auch in dieser Saison wieder Vorstellungen mit Audiodeskription an. Start ist im Oktober.

    Fotos: Matthias Stutte.

    Das Gemeinschaftstheater arbeitet seit vielen Jahren an barrierefreien Angeboten, damit auch Menschen mit Behinderungen Theater genießen können. So ist auch die Audiodeskription inzwischen zu einem festen Bestandteil des Spielplans geworden.
    Bei ausgewählten Vorstellungen des Musiktheaters werden für blinde und sehbehinderte Zuschauerinnen und Zuschauer die Bühnenhandlung, das Bühnenbild und die Kostüme von Musiktheaterdramaturgin Ulrike Aistleitner live beschrieben. Dafür benötigt man ein Smartphone, Kopfhörer und die kostenlose App MobileConnect der Firma Sennheiser, die schon vor dem Theaterbesuch installiert werden sollte.

    Den Auftakt machen in dieser Spielzeit „Eugen Onegin“ von Peter Tschaikowsky am 10. Oktober im Theater Mönchengladbach und „Ball im Savoy“ von Paul Abraham am 13. Oktober im Theater Krefeld.

    Der Theaterbesuch beginnt für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher bereits 120 Minuten vor der Vorstellung mit einer Einführung zum Stück, einer Bühnenbegehung und einer Tastführung, bei der Kostüme und Requisiten erfühlt werden können.
    Eine vorherige Anmeldung zur Audiodeskription ist unbedingt erforderlich.

    Kontakt:
    Silke Wirtz
    E-Mail: silke.wirtz@theater-kr-mg.de
    Telefon: 02166/6151-165

    In der Spielzeit 2024/25 stehen folgende Vorstellungen mit Audiodeskription auf dem Programm des Gemeinschaftstheaters:
    Theater Krefeld:
    „Ball im Savoy“, Operette von Paul Abraham, 13.10.2024
    „Die Zauberflöte“, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, 09.03.2025
    „Elias“, Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy, 17.05.2025

    Theater Mönchengladbach:
    „Eugen Onegin“, Oper von Peter Tschaikowsky, 10.10.2024
    „La traviata“, Oper von Giuseppe Verdi, 19.01.2025
    „Sweeney Todd“, Musical-Thriller von Stephen Sondheim, 21.06.2025

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  • Forderungskatalog ÖPNV – Arbeitskreis Verkehr der Grünen Mönchengladbach stellen Vision für Nahverkehr auf.

    Forderungskatalog ÖPNV – Arbeitskreis Verkehr der Grünen Mönchengladbach stellen Vision für Nahverkehr auf.

    Hohes Verbesserungspotential und Chancen für moderne Stadtentwicklung

    Am 21.9.2024 wird auf dem Platz der Republik in Mönchengladbach der Tag der Mobilität gefeiert, die Stadt Mönchengladbach möchte im Zuge der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität in den Fokus setzen.
    Passend dazu präsentieren der Arbeitskreis Verkehr, ein Gremium des Kreisverbands der Grünen in Mönchengladbach ihre Forderungen zum Nahverkehr vor Ort.
    „In unserem umfassenden Forderungskatalog geht es um eine zeitgemäße ÖPNV-Anbindung und die Frage, wie der Nahverkehr in unserer Stadt verbessert und für die Bürgerinnen und Bürger attraktiver gestaltet werden kann. Hintergrund ist der Nahverkehrsplan, der im Jahr 2025 erneuert werden muss. Hier können und müssen zentrale Weichen für die Stadt gestellt werden. Der ÖPNV muss einen höheren Stellenwert in der Stadtplanung erhalten, wir brauchen Alternativen zu den Bussen und ein Streckennetz, dass diese Stadt ruhiger, lebenswerter und sicherer macht“, so Thomas Diehl, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr des Grünen Kreisverbandes.
    Zentrale Forderungen in Mönchengladbach sind:

    Busverkehr:
    •      klare Gliederung des Bus-Netzes (Kreislinie, die die großen Ortszentren verbindet) und je zwei Nord- Süd-Linien und Ost-West-Linien. Das Netz muss übersichtlich und intuitiv werden.
    •      verständliche und einfache Fahrpläne für eine höhere Akzeptanz und Nutzung.
    •      Fahrpläne bis Ladenschluss müssen aktualisiert werden (bis 20 Uhr und nicht 18:30 Uhr).
    •      Fahrpläne müssen an Pendler- und Schulverkehr angepasst werden, nicht nur durch Sonderfahrten, hier ist der Regelfahrplan anzupassen.
    •      Verspätungen dürfen nicht mit Geschwindigkeitsbegrenzungen begründet werden, Fahrpläne müssen den aktuellen Geschwindigkeitsbegrenzungen Rechnung tragen.
    •      Bessere Anbindung von Freizeiteinrichtungen, Naherholungsgebieten, Friedhöfen und religiösen Zentren auch an Sonn- und Feiertagen.
    •       Längerer Betrieb der Nachtlinien (vor allem vor Feiertagen und am Wochenende).
    •       Schnellbuslinien müssen wichtige Knotenpunkte schnell bedienen und so gelenkt werden, dass sie schnellere Verbindungen ermöglichen.
    •      Zusätzliche Anbindung ins Umland nach Wanlo, Anbindung des ländlichen Raums durch gemeinsame Haltestelle der 006 und EK1 zwischen Wanlo und der Stadtgrenze.

    S-Bahn: 
    •      Die S-Bahn Linie 28 wird verlängert, so entsteht ein neuer Haltepunkt in Neersen. Aktuell wird dieser durch die Linie 036 angefahren. In Zukunft muss es hier eine schnelle Verbindung mit dem Hauptbahnhof eingerichtet werden.

    Stadtbahn:
    •      Das so gut wie nicht genutzte Eisenbahngleis zwischen Hbf und Bahnhof Geneicken kann für eine Stadtbahn (nach Karlsruher Modell) genutzt werden. So würde die Hochschule besser erreichbar und könnten die beiden Standorte Mönchengladbach und Krefeld besser verknüpft werden.

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  • Aus für #MehrAlsQueer – Landesregierung streicht alle Gelder für Fachstelle mit intersektionalem Schwerpunkt

    Aus für #MehrAlsQueer – Landesregierung streicht alle Gelder für Fachstelle mit intersektionalem Schwerpunkt

    Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sieht vor, die Finanzierung der Fachstelle #MehrAlsQueer ab dem 01.01.2025 vollständig einzustellen.

    Die 2019 gegründete Fachstelle #MehrAlsQueer sensibilisiert seit fünf Jahren mit nachweisbarem Erfolg zu den Themen Rassismus und Queerfeindlichkeit in ihrer Intersektion und bietet Fachberatung an. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auch auf der Vernetzung und dem Empowerment von queeren schwarzen Menschen, queeren indigenen Menschen und queeren People of Color sowie Schaffung von Safer Spaces. In fünf Jahren hat die Fachstelle 443 Beratungen sowie 99 Veranstaltungen durchgeführt. Allein mit den Empowerment-Workshops hat #MehrAlsQueer insgesamt 861 Teilnehmende erreicht. Damit ist #MAQ längst Ankerzentrum für queere Menschen mit Rassismuserfahrung sowie eine wichtige Anlaufstelle für Fachberatung und Sensibilisierung.

    Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, zeigt sich bestürzt über die geplante Streichung der Fachstelle:

    „#MehrAlsQueer ist unverzichtbar – für die Zielgruppen, für Queere Schwarze Menschen, Queere indigene Menschen und Queere People of Color, für Regelstrukturen der sogenannten Integrationsarbeit und für queere Strukturen, für queere Communities, für die Politik, letztlich für ganz NRW.

    Die Fachstelle ist die einzige Fachstelle in NRW, die explizit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Migrationsgesellschaft arbeitet.
    Ihre Erfolgsgeschichte zu beenden ist absurd, verantwortungslos und sendet ein fatales Signal gerade in Zeiten, in denen Hass und Hetze gegen queere Menschen, Schwarze und People of Color zunehmen.“

    Das Queere Netzwerk NRW und die Fachstelle #MehrAlsQueer werden in den kommenden Tagen und Wochen mit verschiedenen Interventionen und Kampagnen auf die Entscheidung der Landesregierung reagieren.

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  • Alte Heimat – Neue Heimat – Suha Hussrieh im Gespräch mit drei Frauen aus Syrien und dem Nordirak

    Alte Heimat – Neue Heimat – Suha Hussrieh im Gespräch mit drei Frauen aus Syrien und dem Nordirak

    Das Mönchengladbacher Erzählcafé lädt im Rahmen der interkulturellen Woche am Samstag, 28.09.2024, 13.00 Uhr bis 14.30 Uhr  in die Stadtbibliothek Rheydt ein, am Neumarkt 8.

    An diesem Erzählcafénachmittag spricht Suha Hussrieh von der Frauengruppe AllRheydt Women zum Thema “Alte Heimat – Neue Heimat” mit drei Frauen aus Syrien und dem Nordirak. Wir hören sehr persönliche Geschichten der Menschen, die aus fernen Ländern zu uns gekommen sind, um in unserer Mitte zu leben.

    Die Bibliothek ist barrierfrei, ein Aufzug ist vorhanden und es gibt eine Kinderbetreuung. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Rheydt e.V., der Stadtbibliothek Rheydt und dem Mönchengladbacher Erzählcafé e.V. Der SKM bietet unter dem Motto “Schutz bieten – Kraft geben – Mensch sein” vielfältige soziale Projekte an. Zu den Angeboten des Fachbereichs für Integration und Migration gehören z. B. die Frauengruppe AllRheydt Women und das Café Welcome.
    Die Stadtbibliothek besitzt eine umfangreiche interkulturelle Bibliothek, die sie auf der Veranstaltung vorstellen wird.

    Das Mönchengladbacher Erzählcafé e.V. hat bereits mehrer Erzählcafés zum Thema Migration gemeinsam mit dem SKM initiiert. Das Erzählcafé wird gefördert durch das Kompetenzzentrum Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung (REAL) der Hochschule  Niederrhein.

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  • Persönliche Erklärung von Ministerpräsident Hendrik Wüst

    Persönliche Erklärung von Ministerpräsident Hendrik Wüst

    Der Spätsommer 2024 ist eine doppelte Zäsur für unser Land.
    Der Terrorakt von Solingen muss ein Wendepunkt in der Migrations- und Sicherheitspolitik sein.
    Wir alle müssen bereit sein, gemeinsam an Konsequenzen aus diesem Angriff auf unser aller
    Freiheit zu arbeiten.
    Die Wahlen in Thüringen und in Sachsen waren ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der zweiten deutschen Demokratie.
    In Thüringen ist zum ersten Mal eine rechtsextreme Partei stärkste Kraft in einem Landtag geworden.
    Das ist beunruhigend und beschämend zugleich.
    Es steht nicht gut um Deutschland im Spätsommer 2024.
    Deutschland erlebt eine Krise, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in unsere Demokratie gefährdet.
    Es gibt Vieles, was in Deutschland nicht oder nicht mehr gut funktioniert.
    Nicht nur der Wirtschaftsstandort steht unter großem Druck.
    Auch sachliche Kritik an den staatlichen Institutionen ist berechtigt.
    In den letzten Jahren wurde offenbar, dass die Fundamente der drei zentralen Versprechen, auf denen
    der Erfolg der zweiten deutschen Demokratie beruht, beschädigt sind.

    Erstens das Sicherheitsversprechen, nach innen wie nach außen,
    Zweitens das Wohlstandsversprechen der sozialen Marktwirtschaft,
    Drittens das Versprechen vom Aufstieg durch Bildung.
    In den Augen vieler Menschen haben diese zentralen Versprechen an Gültigkeit verloren.
    Wir müssen diese Fundamente wieder instand setzen, um unsere Demokratie zu sichern.
    Wir brauchen einen Geist von Kooperation und gemeinsamen Zielen, um den Feinden unserer Demokratie Einhalt zu gebieten.
    Aber leider ist es auch um unsere politische Kultur schlecht bestellt.
    Unsere gesellschaftlichen Debatten zeichnet eine Unversöhnlichkeit aus, die politische Gräben vertieft –anstatt sie zu überwinden.
    Der Austausch zwischen den gesellschaftlichen Gruppen verstummt.
    Das ist keine gute Entwicklung.
    Es grenzt an Tragik, dass ausgerechnet in dieser Zeit historischer Herausforderungen in Deutschland die
    schlechteste Bundesregierung der Geschichte regiert.
    Die Enttäuschung über die Politik der Ampel hat sich zuletzt bei den Wahlen in Sachsen und Thüringen
    manifestiert.
    Der Rückhalt für die Bundesregierung ist dort nicht nur einfach zurückgegangen.
    Er hat sich förmlich aufgelöst.

    Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
    Wo es politischer Klarheit bedarf, werden Nebelkerzen gezündet.
    Wo ein gemeinsamer Wille nötig wäre, überzieht man sich in der Ampel gegenseitig mit Häme.
    Anstatt zu handeln wird nur gestritten.
    Der erste Schritt auf dem Weg Deutschlands aus der Krise ist die Ablösung dieser Bundesregierung. Dafür braucht es Christdemokratinnen und Christdemokraten, die Verantwortung übernehmen, und eine ebenso starke wie geschlossene Union.
    Ich war und bin immer bereit, mich der politischen Verantwortung zu stellen.
    Dabei bin ich an erster Stelle den Bürgerinnen und Bürgern von Nordrhein-Westfalen verpflichtet.
    Es ist mir Pflicht und Ehre, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zu sein.
    Dem Wohl der Menschen hier gilt mein ganzer Einsatz.
    Unsere Landesregierung hat nach dem Terror-Anschlag von Solingen gezeigt, wie politische Handlungsfähigkeit aussieht.
    Wie es aussieht, wenn Politik Verantwortung übernimmt und handelt.
    Wir haben in der letzten Woche ein Sicherheits- und Migrationspaket beschlossen, das sich durch
    Konsequenz und Besonnenheit auszeichnet.

    Wir stellen unter Beweis, dass man auch politische Lager übergreifend zu guten Lösungen kommen kann – wenn es den gemeinsamen Willen und Entschlossenheit dazu gibt.
    Wir haben uns in Stil, Substanz und vor allem im Ergebnis klar unterschieden von dem Agieren in Berlin.
    Die beeindruckende bundesweit positive Resonanz auf unser Handeln bestärkt uns, unseren erfolgreichen Weg weiterzugehen.
    Ich setze darauf, dass unser Weg einer Allianz der Mitte weitere Mitstreiter findet – in anderen Ländern, und hoffentlich endlich auch im Bund.
    Die Resultate unseres Wegs hier in Nordrhein-Westfalen zeigen sich auch in anderen Bereichen.
    Keine Landesregierung vor uns hat der Betreuung und Bildung unserer Kinder einen so klaren politischen Vorrang eingeräumt wie wir.
    Ich werde es immer als meine politische Lebensaufgabe betrachten, dafür zu sorgen, dass alle Kinder eine verlässliche, fördernde Betreuung und eine gute Bildung erfahren.
    Bitte erlauben Sie mir auch einige persönliche Gedanken offen zu teilen.
    Natürlich habe ich in den vergangenen Monaten wahrgenommen, dass Menschen sich wünschen, dass
    ich persönlich auch über Nordrhein-Westfalen hinaus Verantwortung übernehme.
    Dass es viele Menschen gibt, die sich wünschen, dass ich nicht nur über die Ministerpräsidentenkonferenz oder den Bundesrat Einfluss auf die Bundespolitik nehme.

    Es lässt mich nicht unberührt, wenn viele Mitstreiter und Mitglieder aus verschiedenen Landesverbänden unserer Partei mich ermutigen, noch stärker in der Bundespolitik mit zu gestalten.
    Es lässt einen auch nicht unbeeindruckt, wenn Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft auf einen zugehen und sagen: meine Unterstützung haben sie – übrigens oft junge Menschen.
    Und es freut mich natürlich sehr, wenn Umfragen eine hohe Zustimmung zu meiner Person und meinem Politikstil ausweisen – nicht nur unter CDU-Mitgliedern, sondern auch in der breiten Bevölkerung.
    Natürlich gilt: Ein Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ist immer ein möglicher Kanzlerkandidat.
    Wer das große Land Nordrhein-Westfalen regiert, muss auch bereit sein, für unsere ganze Nation Verantwortung zu übernehmen.
    Das gilt auch für mich. Anders gesagt: Man sollte niemals „nie, nie“ sagen.
    Diesen ganzen Zuspruch empfinde ich als etwas sehr, sehr Ermutigendes.
    Denn ich werte ihn als Zustimmung zur Arbeit unserer Landesregierung, der Koalition mit der starken CDU Fraktion und natürlich auch als Wertschätzung meiner Arbeit als Ministerpräsident und Landesvorsitzender.
    Dieses Zutrauen in meine Person hat mich auch dazu veranlasst, in mich zu gehen und die Dinge abzuwägen.

    Abzuwägen zwischen meiner Verantwortung für die CDU, meiner Verantwortung für Nordrhein-Westfalen – aber auch meiner Verantwortung für Deutschland.
    In dieser Abwägung war für mich eine Frage letztlich entscheidend:
    Wie kann ich am besten dazu beitragen, dass diese Bundesregierung, die hauptverantwortlich ist für die
    derzeit katastrophale politische Lage, von einer handlungsfähigen Regierung abgelöst wird, die Deutschland zu neuer Stärke führt.
    Dabei habe ich mich auch an das Jahr 2021 erinnert.
    Ich stimme mit Friedrich Merz und Markus Söder darin überein, dass sich so etwas in der Union niemals wiederholen darf.
    Darüber waren und sind wir uns auch im Landesvorstand einig.
    Die Lehre aus 2021 ist, dass es für den gemeinsamen Wahlerfolg eine Grundvoraussetzung gibt: die Geschlossenheit der CDU und der Union insgesamt.
    Wir haben uns heute im Landesvorstand daran erinnert, wie es damals war als ich zunächst die Führung der CDU übernommen habe und zum ersten Mal zum Ministerpräsidenten gewählt wurde.
    Wir lagen in den Umfragen 13 Prozentpunkte hinter der SPD, bei der Wahl ein gutes halbes Jahr später haben wir einen großartigen Sieg eingefahren – 9 Prozentpunkte vor der SPD.
    Ein entscheidender Grund für diesen Erfolg war die Geschlossenheit der CDU in Nordrhein-Westfalen.

    Nur einer starken und einigen Union im Bund wird auch die Ablösung der Ampel-Regierung gelingen.
    Als Vorsitzender des größten Landesverbandes der CDU ist es meine Pflicht, diese Geschlossenheit zu
    fördern und zu sichern.
    Deswegen habe ich heute dem Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen mitgeteilt, dass ich aktuell und unter den gegebenen Umständen für die Kanzlerkandidatur der Union bei der Bundestagswahl 2025 nicht zur Verfügung stehe.
    Meine Aufgaben liegen in Nordrhein-Westfalen.
    Gleichzeitig habe ich den Landesvorstand darum gebeten, unseren Bundesvorsitzenden Friedrich Merz
    als Kanzlerkandidaten zu unterstützen.
    Dafür gab es großen Zuspruch.
    Ein klares Signal für die Geschlossenheit der deutschen Christdemokratie geht heute aus von der CDU Nordrhein-Westfalen.
    Friedrich Merz ist für die Christdemokraten in Nordrhein-Westfalen nicht nur unser Bundesvorsitzender.
    Friedrich Merz ist einer von uns, tief verwurzelt im Sauerland.
    Friedrich Merz hat politische Verantwortung übernommen.
    Er war bereit, in einer für die deutsche Christdemokratie sehr schwierigen Zeit die Führung und damit das Ruder zu übernehmen.
    Er hat unsere Partei wieder geeint und in ruhiges Fahrwasser gebracht.

    Er hat nicht nur die Parteiorganisation neu aufgebaut, sondern auch unsere Bundestagsfraktion oppositionsfähig gemacht.
    Es ist Friedrich Merz zu verdanken, dass das Verhältnis zwischen CDU und CSU heute so gut ist wie lange nicht mehr.
    Mit dem neuen Grundsatzprogramm hat er einen Prozess christdemokratischer Selbstvergewisserung
    angestoßen und vollendet, der uns heute das programmatische Rüstzeug für eine Regierungsübernahme gibt.
    Friedrich Merz kann sich auf die Unterstützung seines Heimatverbandes verlassen.
    Persönlich danke ich Friedrich Merz für den sehr vertrauensvollen Austausch in den vergangenen Wochen und Monaten.
    In unseren Gesprächen über die richtige Aufstellung der CDU habe ich immer großes gegenseitiges Verständnis gespürt.
    Wir sind uns einig, dass für den gemeinsamen Erfolg der Union persönliche Interessen keine Rolle spielen dürfen.
    Das ist für uns handlungsleitend und wird es auch bleiben.
    In meinen Gesprächen mit Friedrich Merz und Markus Söder in den letzten Monaten gab es das gemeinsame Verständnis, dass sich die Unionsschwestern bei der Aufstellung für die Bundestagswahl auf Augenhöhe begegnen müssen.
    Wir sind uns in der Union einig, dass der CSU bei gemeinsamen Entscheidungen eine besondere Rolle zukommt.

    Die Klärung der Kandidatenfrage gehört natürlich dazu.
    Wir sind uns immer einig gewesen und sind es weiter, dass es in der CDU Konsens braucht und schließlich eine Verständigung auf Augenhöhe mit der CSU.
    Friedrich Merz und Markus Söder werden das wie vereinbart angehen.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn auch die CSU Friedrich Merz als gemeinsamen und starken Kandidaten unterstützt.
    Ich bin mir sicher, dass diese Geschlossenheit zwischen den Unionsschwestern unsere gemeinsamen Wahlchancen enorm erhöhen würde.
    Die Politik der Ampel und auch deren Umfrage-Werte sind desaströs.
    Angesichts des Niedergangs der Ampel-Parteien muss es der Union bundesweit gelingen, noch mehr Menschen zu erreichen.
    Ich bin ganz bei Friedrich Merz, wenn er von einem Potenzial der Union von 35 Prozent und mehr spricht.
    Dabei geht es auch darum, politischen Führungs- und Gestaltungsanspruch zu erfüllen und der Stabilitätsanker der deutschen Parteienlandschaft zu bleiben.
    Nur eine starke Union kann das Land wieder zur neuen Stärke zurückführen.
    Dafür braucht es nicht nur die richtige personelle, sondern auch eine überzeugende programmatische Aufstellung der CDU.
    Darüber habe ich mich mit Friedrich Merz intensiv in unseren Gesprächen ausgetauscht.

    Es ist unsere gemeinsame Überzeugung, dass die CDU als Volkspartei breit aufgestellt sein muss.
    Für mich ist klar: Unser Herz schlägt in der Mitte.
    Auf dem Weg in die Regierungsverantwortung sollten wir uns auch an dem orientieren, was Helmut Kohl und Angela Merkel einst vorgemacht haben.
    Sie sicherten durch eine Politik von Modernität und Ausgleich über Jahrzehnte hinweg unsere Mehrheitsfähigkeit.
    Bleiben wir bei unserem Erfolgsgeheimnis: die Kernkompetenzen stärken, unseren Grundwerten
    treu bleiben, uns dabei dem Wandel nicht verschließen.
    Unser Ziel ist, dass die CDU als große Volkspartei der Mitte das Bollwerk gegen den sich ausbreitenden
    Extremismus ist.
    Dafür müssen wir auch unseren Charakter als solidarischer Partei für die Arbeiterschaft neu beleben.
    Dass in Thüringen fast 50 Prozent der Arbeiter die Rechtsextremisten gewählt haben, ist uns Mahnung und Auftrag zugleich.
    Wir müssen auch das soziale Gewissen im Parteiengefüge der Bundesrepublik sein.
    Bei der nächsten Bundestagswahl stellen wir die Weichen für die Zukunft Deutschlands.
    Es steht viel auf dem Spiel. Diese Wahl wird wichtiger sein als viele Wahlen in der Vergangenheit.

    Die gescheiterte Politik der Ampel muss beendet w erden.
    Deutschland ist ein starkes Land!
    Wir haben die Kraft, die Versprechen unseres Landes zu erneuern:

    • Die Sicherheit in Freiheit unseres Zusammenlebens
      nach innen und außen zu schützen,
    • Wohlstand für alle durch die Soziale Marktwirtschaft
      zu schaffen,
    • und Aufstieg durch Bildung für alle Kinder zu
      ermöglichen.

    So schaffen wir neues Vertrauen in die politische Mitte, damit Extremisten nur noch eine Randerscheinung sind.
    Wir haben alle Chancen, die CDU, die gesamte Union zur alten Stärke zurückzuführen.
    Deutschland brauch einen Neustart.
    Wir sind bereit.

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  • Vorsicht bei QR-Codes: Quishing ist die neue Betrugsmasche

    Vorsicht bei QR-Codes: Quishing ist die neue Betrugsmasche

    Schnell mal einen QR-Code scannen, um eine Speisekarte zu lesen oder mit der Bank zu kommunizieren.

    Das ist für viele Menschen normal. Doch Vorsicht: QR-Codes können gefälscht sein. Fachleute sprechen von „Quishing“ – eine Zusammensetzung von QR-Code und Phishing, dem Fischen nach Passworten.

    Besonders perfide: Kriminelle kombinieren hier digitale Betrugsmaschen mit klassischen Informationswegen. Sie locken mit QR-Codes auf gefälschte Internetseiten, verschicken falsche Bankriefe, überkleben Codes auf E-Ladesäulen und verteilen sogar gefälschte Strafzettel.
    Ralf Scherfling, Phishing-Experte der Verbraucherzentrale NRW, warnt: „Wir beobachten, dass die Zahl der Betrugsversuche mit QR-Codes zunimmt. Daher sollte man sie nicht unbedacht scannen, sondern mit gesundem Misstrauen vorher immer erst prüfen, wohin sie führen.”

     QR-Codes nur mit Sicherheits-Check scannen
    Häufig ist es so: Scannt man einen QR-Code mit dem Handy, öffnet sich die dahinterliegende Internetseite sofort. Das ist praktisch, aber auch gefährlich. Zum Schutz vor betrügerischen Internetseiten sollte man einen QR-Code nur dann scannen, wenn klar ist, wohin er führt. Das Smartphone sollte also nicht so eingestellt sein, dass ein im QR-Code verborgener Link direkt aufgerufen wird.
    Am besten installiert man eine App, die den Link erst anzeigt und fragt, ob man dieser Seite vertraut.

    Öffnen sollte man die Seite nur, wenn klar ist, dass sie dem echten Anbieter gehört.
    Auch bei Briefen mit QR-Code misstrauisch sein. Briefe von der Bank oder Sparkasse wirken seriös, können allerdings gefälscht sein. Wer einen Brief mit einem QR-Code bekommt, abgeschickt vermeintlich vom zuständigen Geldinstitut, sollte die Post genau in Augenschein nehmen. Wenn nicht eindeutig bejaht werden kann, dass der Brief echt ist, sollten Betroffene Kontakt zur wirklichen Bank oder Sparkasse aufnehmen, bei der sie ein Konto haben, und dafür die Rufnummer oder Adresse einer seriösen Internetseite entnehmen.
    Hilfreich ist auch ein Blick ins elektronische Postfach, ob dort die gleiche Nachricht eingegangen ist. Auf jeden Fall sollte man erst bei absoluter Sicherheit den QR-Code scannen, denn bei einem solchen Quishing-Versuch werden sonst persönliche Bank-Zugangsdaten ergaunert und Konten womöglich leergeräumt.

     Vorsicht bei Codes an E-Ladesäulen
    Auch Autofahrer:innen haben öfter mit QR-Codes zu tun, beispielsweise beim Laden des E-Autos an einer Ladesäule oder bei einem Strafzettel.
    Auch hier tummeln sich Cyberkriminelle. Sie überkleben QR-Codes des echten Anbieters durch einen eigenen, damit die Zahlung direkt an sie geleistet wird. Oder sie geben echten Falschparkern einen falschen Strafzettel, um auf diesem Weg abzukassieren. An Ladesäulen sollte man also erst prüfen, ob ein QR-Code überklebt ist. Falls ja, sollte man diesen keinesfalls zur Zahlung nutzen. Wer bei Strafzetteln nicht sicher ist, ob sie wirklich echt sind, sollte direkt bei der Polizei nachfragen.

    Was Betrugsopfer schnellstmöglich tun sollten
    Wer Opfer von Quishing oder anderen Varianten der Cyberkriminalität geworden ist, sollte sich umgehend an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Wenn Geld abgeflossen ist, sollten Betroffene ebenso rasch ihre Bank informieren oder den Sperr-Notruf 116116 anrufen.
    Auch wenn die Betrugsmaschen immer ausgefeilter und echter wirken, sind folgende Anzeichen ein Zeichen für Betrugsversuche: Es fehlt die persönliche Anrede, es wird versucht, emotionalen und zeitlichen Druck auszuüben durch Stichworte wie Kündigung, Rechnung, Mahnung, Warnung oder ähnliches, und ein Link soll geöffnet werden.

    Weiterführende Infos und Links:

    • Mehr zu konkreten Quishing-Fällen und anderen Betrugsmaschen unter
      www.verbraucherzentrale.nrw/node/98612

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