Autor: Redaktion

  • ver.di fordert Anerkennungstarifvertrag bei Zalando in Mönchengladbach

    ver.di fordert Anerkennungstarifvertrag bei Zalando in Mönchengladbach

    Der mehrtägige Streik beginnt am Montagmorgen um 5:00 Uhr und läuft über alle Schichten bis Mittwochmorgen um 5:30 Uhr.

    Nachdem dort bereits am 1. Juli 2024 gestreikt wurde, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) die Beschäftigten des Zalando-Logistikzentrums in Mönchengladbach am Montag (9. September) sowie am Dienstag (10. September) erneut zum Streik auf.

    ver.di fordert den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages mit dem Versandhändler. Damit sollen die Regelungen der Flächentarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen auch für die Beschäftigten bei Zalando gelten. Das Unternehmen hatte die Aufforderung der Gewerkschaft zu Verhandlungen abgelehnt.

    Dazu erklärt Guido Meinberger, der zuständige Gewerkschaftssekretär für das Zalando-Lager in Mönchengladbach: „Die Arbeitgeberseite ist nach wie vor nicht bereit, den Beschäftigten und deren Leistungen für das Unternehmen mit dem entsprechenden Respekt zu begegnen und mit einer Unterschrift unter dem geforderten Tarifvertrag für rechtssicher verbesserte Arbeitsbedingungen zu sorgen.“

    Im Gegensatz zum Tarifvertrag, der 37,5 Stunden vorsieht, müssten die Beschäftigte am Lagerstandort mindestens 40 Stunden pro Woche arbeiten. Darüber hinaus hätten die Beschäftigten nur einen Anspruch von 26 statt 30 Urlaubstagen. „Die Kolleginnen und Kollegen fordern gleiche Arbeitsbedingungen und Rechtssicherheit durch Flächentarifverträge. Dafür sind sie bereit zu kämpfen und legen heute und morgen ein weiteres Mal ihre Arbeit nieder.“

    ver.di ruft Zalando dazu auf, umgehend in Verhandlungen einzutreten. Die Gewerkschaft behält sich vor, die Beschäftigte weiterhin zum Streik aufzurufen, bis das Unternehmen zu Verhandlungen bereit ist und die Leistungen der Beschäftigten angemessen anerkennt.

    Informationen:                                                                                                   
    Der mehrtägige Streik beginnt am Montagmorgen um 5:00 Uhr und läuft über alle Schichten bis Mittwochmorgen um 5:30 Uhr.
    Die Streikenden halten sich unmittelbar vor dem Eingang, Regioparkring 25 in 41199 Mönchengladbach, auf.
    Die meisten Streikenden werden jeweils zu Schichtbeginn vor Ort sein. Eine zentrale Aktion ist nicht geplant.

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  • “Sie haben hier ein Leuchtturmprojekt in der Stadt“

    “Sie haben hier ein Leuchtturmprojekt in der Stadt“

    Es ist 13.15 Uhr am Mittwoch, 4. September 2024, als NRW-Gesundheitsminister Karl-
    Josef Laumann feierlich das Band in der Hausfarbe des Simulationszentrums, lila, vor
    dem Eingang der SAM gGmbH durchtrennt und damit einweiht.

    Es ist das erste Simulationszentrum in Mönchengladbach, und es ist Teil des Elisabeth-Krankenhauses
    “Es braucht mehr von diesen Zentren und von den Leuten, die hier arbeiten“, sagte er zuvor bei seiner Führung durch das SAM.
    Mit dem NRW-Gesundheitsminister freuen sich über den großen Moment Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Bernd Meisterling-Riecks, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Städtischen Kliniken Mönchengladbach, Thorsten Celary, SK-MG- und SAM-Geschäftsführer, Petra Coenen, SAM-Geschäftsführerin sowie Julia Scholz, Geschäftsführende Bereichsleitung SAM.

    NRW-Gesundheitsminister Karl-
    Josef Laumann

    Was das SAM als einziges solcher Zentren in NRW ab sofort bietet, darüber informierte sich die Gruppe gemeinsam mit Vertretern des Gesundheitsministeriums, der Politik, darunter Dr. Günter Krings, des Universitätsklinikums Düsseldorf und mit Kooperationspartnern des SAM zuvor bei einer Führung durch das Simulationszentrum: SAM ist auf multidisziplinäre Notfalltrainings spezialisiert und hält Übungsformate bereit, die mittels modernster Technik einen realitätsnahen Praxisbezug abbilden. Simuliert werden vordefinierte medizinische Situationen wie zum Beispiel Geburtskomplikationen, die Notfallversorgung eines Kindes oder eines verunfallten Patienten.

    Dazu trainieren die Teams in Räumen, in denen moderne Simulatoren oder Virtual-Reality-Technik zum Einsatz kommen. Die Anwendung von vertrauten medizinischen Geräten, mit denen die Fachkräfte auch in der Praxis arbeiten, in Verbindung mit Highfidelity-Simulatoren – wie ein über ein Tablet gesteuertes Neugeborenes oder eine schwangere Puppe – ermöglichen ein sehr realitätsnahes Szenario.
    Acht solcher Simulatoren aller Altersgruppen gibt es im SAM. Auch ein echter Rettungswagen ist im SAM fest installiert. Darin können der sichere Transport von Unfallopfern und die Notfallübernahme zwischen Fahrzeug und Klinik geübt werden.
    Im SAM sind 15 Mitarbeiter:innen beschäftigt, darunter Ärzte und Ärztinnen, Hebammen, Instruktoren und eine Sprachtrainerin (Deutsch als Fremdsprache).

    SAM_Monsters of Media_04092024-06: (rechts) Michael Tümen (Notfall- und Intensivmediziner), erklärt der Gruppe die Notfallsimulation im multidisziplinären Team.


    „Das SAM ist innovativ und bietet beste Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden, um die bestmögliche Patientenversorgung zu garantieren“, begrüßt Thorsten Celary die rund 100 geladenen Gäste, die sich nach der Eröffnung des SAM im Mitarbeitenden-Bistro Villa Leisse zusammengefunden haben. „Vier Jahre Entwicklungszeit sind in die Realisation des SAM geflossen“, stellt der Geschäftsführer des Eli das Simulationszentrum vor. Und im Anschluss an Celarys Rede zeigt ein Film über das SAM dem Publikum die Möglichkeiten auf, die das Simulationszentrum bereithält. Petra Coenen und Julia Scholz betonen: „Dass das SAM für die Zukunft, für die Fachkräftesicherung und zum Vorantreiben der Fachkräftezuwanderung steht“.
    Auch Karl-Josef Laumann und Oberbürgermeister Felix Heinrichs zeigen sich in ihren folgenden Grußworten beeindruckt: „Wichtiger als die Technik und die Räume sind die Motivation, die Freude und die Fachkompetenz der Mitarbeitenden im SAM“, sagt der NRW-Gesundheitsminister.

    Felix Heinrichs ergänzt: „Wir erleben heute mit der Eröffnung des SAM die Kraft, Leidenschaft und Inspiration, die im Haus herrscht. Frau Coenen, Frau Scholz, Sie haben groß gedacht“. In einigen Kurzvorträgen von Alumni der Städtischen Kliniken hob die Hebamme Wieem Kahlfi aus Tunesien die Wichtigkeit des SAM für die Ausbildung auch von zugewanderten angehenden Fachkräften hervor, Ali Kömeagac aus der Türkei, der in den Städtischen Kliniken eine Ausbildung zur Pflegekraft macht, lobte das Eli-Integrationsmanagement, die Zwillinge Azra und Ajla Klapic aus Bosnien-Herzegovina bedankten sich für das Engagement des Teams im Schulungszentrum und Hebamme Anna Vasilewskaya aus Russland beschrieb das gesamte SAM-Team als ihre Familie, ohne die sie heute beruflich nicht dort stünde, wo sie steht. Nach Netzwerkgesprächen und einem gemeinsamen Essen, konnten Interessierte an Gruppenführungen durch das SAM teilnehmen – ein Angebot, das viele sehr gerne annahmen.

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  • Zu gut für die Tonne! – Kühlschrank macht auf dem Rheydter Markt Station

    Zu gut für die Tonne! – Kühlschrank macht auf dem Rheydter Markt Station

    Gehört Milch in die Kühlschranktür? Und wo bleibt Brot am längsten frisch?

    Lebensmittel richtig lagern ist nicht immer einfach. Mit einem Kühlschrank im XXL-Format gibt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Lagerung von Lebensmitteln.
    Vom 14. August bis 17.Oktober geht der gut vier Meter hohe Zu gut für die Tonne!-Kühlschrank auf Deutschlandtour.
    Vom 04.09 bis zum 07.09 macht er Halt auf dem Rheydter Marktplatz in Mönchengladbach.

    Tipps & Tricks zur richtigen Lagerung
    Lebensmittel passend lagern ist keine Wissenschaft. Jedes Lebensmittel hat seinen eigenen Lieblingsplatz zum Lagern. Doch was gehört in den Kühlschrank?
    Der XXL-Kühlschrank von Zu gut für die Tonne! vermittelt Verbraucher:innen auf unterhaltsame Weise hilfreiche Tipps. Organisiert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), macht der Kühlschrank in insgesamt zehn Städten Station und wird in Mönchengladbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen betreut. 

    Ein Kühlschrank für Augen und Ohren
    Brot, das sich selbst eintütet, oder Käse, der sein Fach sauber wischt – der XXL-Kühlschrank hält visuell gestaltete Szenen bereit und bietet auch Geschichten zum Hören, die Groß und Klein über die passende Lagerung verschiedenster Lebensmittel informieren. Denn: Schon mit ein paar einfachen Tipps und Tricks bleiben Obst, Gemüse & Co. länger haltbar. Der XXL-Kühlschrank bringt das Thema Lebensmittelwertschätzung direkt zu den Verbraucher:innen und sorgt für Aha-Erlebnisse.

    Der XXL-Kühlschrank auf Tour
    Noch bis zum 17. Oktober ist der Zu gut für die Tonne!-Kühlschrank in insgesamt zehn Städten unterwegs und lädt ein, sich über Lebensmittelverschwendung zu informieren. Der Auftakt fand am 14.08. in Berlin statt. Mönchengladbach ist die vierte Station der Deutschlandtour. Alle Stationen.

    Hintergrund
    Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette circa elf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, sechseinhalb Millionen Tonnen davon allein in Privathaushalten.
    Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz und Knochen.
    Wie Verbraucher:innen die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012. 
    Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung rückt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung stärker in den Fokus.
    Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelabfälle in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette zu halbieren und Lebensmittelverluste zu reduzieren. Dazu ist das BMEL mit den Wirtschaftsbeteiligten im stetigen Austausch.
    Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits abgeschlossen.
    Parallel prüft das BMEL gesetzliche Maßnahmen für die Erleichterung von Lebensmittelspenden.
    Die Aktivitäten zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sind ein wichtiger Beitrag zur Ernährungsstrategie der Bundesregierung.

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  • Bedroht und faszinierend – die Welt der Insekten

    Bedroht und faszinierend – die Welt der Insekten

    LVR-Freilichtmuseum Lindlar eröffnet neues Bienenhaus und stellt Insekten-Projekte vor.

    Seit vielen Jahren wird über das Insektensterben berichtet. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht, was mit hoher Wahrscheinlichkeit katastrophale Folgen für unsere Ökosysteme haben wird. Doch Insekten sind unentbehrlich: ob für den Nährstoffkreislauf, als Nahrungsquelle, bei der Bestäubung von Pflanzen oder in der biologischen Schädlingsbekämpfung.
    Das LVR-Freilichtmuseum Lindlar widmet den Insekten deshalb ein umfangreiches Projekt.

    Den Auftakt bildet ab dem 3. September eine neue Ausstellung zum Insektensterben im neu eröffnenden Bienenhaus an der Schule Hermesdorf. Dort gibt es vieles über die Ursachen und Folgen des Insektensterbens, aber auch über mögliche Lösungen zu erfahren.
    Darüber hinaus vermitteln Familienrundgänge durch das Museum spielerisch, wie unterschiedliche Insekten- und vor allem Wildbienenarten leben, sich entwickeln und Blüten wahrnehmen. Im Oktober beleuchtet eine weitere Ausstellung in der Baugruppe Hof zum Eigen das Thema Biologische Vielfalt. Besucherinnen und Besucher erfahren Faszinierendes zu solitär lebenden Wildbienen- und Wespenarten. Bei den Insektentagen im Rahmen des Herbstferienprogramms bietet das Museum außerdem viele spannende Erlebnisrundgänge an – unter anderem gibt es die Möglichkeit, Insektenbrot zu backen.

    Aktuell dient das Freilichtmuseum als Versuchsfeld eines wissenschaftlichen Insektenmonitorings. Die Untersuchung in Kooperation mit dem Entomologischen Verein Krefeld e. V. und der LVR-Kulturlandschaftspflege wird im Frühjahr 2025 ausgewertet.
    Die Ergebnisse werden für Besuchende und Interessierte veröffentlicht.

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  • Selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Informationsveranstaltung am Mittwoch, 4. September, von 17 bis 19 Uhr in der Zentralbibliothek

    Der Verein Alternsgerechtes Mönchengladbach e.V. lädt in Kooperation mit dem Seniorenrat der Stadt Mönchengladbach zu einer Informationsveranstaltung über “Selbstbestimmtes Wohnen im Alter” ein. Sie findet am Mittwoch, 4. September, von 17 bis 19 Uhr im Wandelsaal der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus, Blücherstraße 6, 41061 Mönchengladbach, statt. Der Eintritt ist frei.

    In einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, dass ältere Menschen selbstbestimmt und in Würde leben können. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden verschiedene Aspekte des Wohnens und der Pflege im Alter beleuchtet.

    Arthur Drewniok vom Fachbereich Altenhilfe der Stadt Mönchengladbach stellt die Pflege- und Wohnberatung in unserer Stadt vor. Ann Kathrin Lindemann vom Kreis Steinfurt präsentiert ein innovatives Konzept der ambulanten Versorgung. Sie stellt innovative Konzepte vor, die in Steinfurt bereits umgesetzt werden. Schließlich berichtet Barbara Lenders vom Haus Helene, der ersten selbstorganisierten Senioren-WG in Mönchengladbach, über Möglichkeiten und Vorteile von Wohngemeinschaften für ältere Menschen.

    Im Anschluss an die Präsentationen sind alle Teilnehmenden zur offenen Diskussion eingeladen. Informationen zum Verein Alternsgerechtes Mönchengladbach e.V. und einen Flyer zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite www.ag-mg.de

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  • Grüne Mönchengladbach wählen die Direktkandidatin für die Bundestagswahl, den Ob-Kandidaten für die Kommunalwahl und ein neues Vorstandsmitglied

    Grüne Mönchengladbach wählen die Direktkandidatin für die Bundestagswahl, den Ob-Kandidaten für die Kommunalwahl und ein neues Vorstandsmitglied

    Am Donnerstag, den 29.08.2024 lud der Kreisverband Bündnis 90 / Die Grünen in Mönchengladbach zur Mitgliederversammlung beim Paritätischen ein. Die Mitglieder trafen sich, um ihre Kandidat*innen für die Bundestags- und Kommunalwahl 2025 zu wählen. Weiterhin gab es die Position einer Beisitzerin im Vorstand zu besetzen und es wurden Delegierte für die Landesdelegiertenkonferenz gewählt.

    Ilka Bresges

    „Wir freuen uns über die Unterstützung durch Ilka Bresges als neues Vorstandsmitglied. Mit einem gut aufgestellten Vorstand starten wir gestärkt in den Kommunalwahlkampf“ so Beate Wyen, Vorstandssprecherin des Kreisverbandes. Ilka Bresges, 52, ist Buchhändlerin, Ordnungscoach und Lernberaterin und setzt sich dafür ein, besonders junge Menschen in politische Entscheidungen einzubinden. Auf kommunaler Ebene möchte sie jetzt dazu beitragen, grüne Themen voranzubringen und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

    Marcel Klotz

    Mit 91 % der Stimmen wurde Marcel Klotz zum Oberbürgermeisterkandidaten der Grünen gewählt.

    „Mit Freude nehme ich diese Wahl an und werde mich für ein lebenswertes Mönchengladbach stark machen, für eine Stadtgesellschaft mit Lösungskompetenz. Wir haben drängende Themen, die angegangen werden müssen: Wohnungsbau, Sicherheit, Klimaresilienz, das sind nur einige Stichworte. Gemeinsam werden wir unsere Lösungen einbringen und für mehr aktive Beteiligung in Mönchengladbach werben“, so Marcel Klotz, Ratsmitglied seit 2020.

    Kathrin Henneberger

    Kathrin Henneberger, seit 2020 Mitglied des Deutschen Bundestages wurde von den Mitgliedern mit 78% der Stimmen zur Direktkandidatin für den 19. Deutschen Bundestag gewählt. Kathrin Henneberger freut sich über das Vertrauen aus der Mitgliedschaft und darauf, sich eine weitere Legislaturperiode für die Grünen für ihre Kernthemen Klimaschutz, Energiepolitik und eine sozial verträgliche und zukunftsorientierte Politik für Mönchengladbach im Bund einzusetzen.

    Weitere Informationen zu den Kandidat*innen finden sich unter
    www.gruene-mg.net/wahlen

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  • Rat hat gestern “geheilten” Bebauungsplan zur Seestadt mit nur einer Gegenstimme beschlossen

    Rat hat gestern “geheilten” Bebauungsplan zur Seestadt mit nur einer Gegenstimme beschlossen

    Ist das Verfahren damit abgeschlossen und die Grundlage für weitere Baufortschritte auf dem Areal geschaffen?

    Die Stadt Mönchengladbach hat nach eigenen Worten den Weg für die weitere Entwicklung der Seestadt freigemacht.
    Am Mittwoch, 28. August, hat der Rat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 793/O gefasst – die planungsrechtliche Grundlage für die Bebauung des “Seestadt” genannten Wohnquartiers.
    Dieses soll östlich der Breitenbachstraße entstehen und von einem künstlichen Gewässer durchzogen werden. Den Anfang dafür hat Seestadt-Investor Catella mit rund 250 Wohneinheiten im “Südviertel” der Fläche bereits gemacht.

    Ende 2023 allerdings hatte das Oberveraltungsgericht Münster in einem sogenannten Normenkontrollverfahren einzelne Aspekte des B-Plans beanstandet und diesen für unwirksam erklärt.

    Die Stadt hat seitdem daran gearbeitet, den Bebauungsplan in Abstimmung mit dem Investor Catella in einem sogenannten ergänzenden Verfahren zu “heilen”.
    Dazu wurden zum Beispiel die Lärmschutzfestsetzung und eine Vorgabe zur Mindestgeschossigkeit angepasst.
    Im Mai und Juni fand die förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Das Interesse daran war sehr mäßig. Mit dem Satzungsbeschluss durch den Rat konnte das Verfahren nun erfolgreich abgeschlossen werden.

    Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen, nach dem Ende der Ratssitzung gab es bereits Stimmen, die eine weitere Klage vorhersagen.
    Der neue städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und Catella soll auch für die Öffentlichkeit einsehbar sein. Darin soll auch der See der Seestadt konkretisiert worden sein.
    Dies teilte die Verwaltung in der Ratssitzung öffentlich mit. Nach Maßgabe des Informationsfreiheitsgesetzes NRW (IFG NRW) hat jeder Bürger Anspruch auf Zugang zu den vorhandenen amtlichen Informationen.

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  • 30 Jahre FAUST-Gasthörerprogramm: Anmeldestart für das Jubiläumsprogramm

    30 Jahre FAUST-Gasthörerprogramm: Anmeldestart für das Jubiläumsprogramm

    Die Hochschule Niederrhein (HSNR) hat das Gasthörerprogramm FAUST für das Wintersemester 2024/25 veröffentlicht.

    Das Angebot richtet sich an alle interessierten Menschen und bietet ein umfangreiches Bildungs- und Kulturprogramm mit über 200 Vorlesungen und Seminaren. Die Veranstaltungen finden in Präsenz, digitaler oder hybrider Form statt. Eine Anmeldung ist vom 02. bis zum 20. September 2024 möglich.

    Auch im Jubiläumsjahr stellt die HSNR wieder ein umfangreiches Bildungsprogramm mit bekannten und neuen Veranstaltungen zusammen. Unter den Angeboten befinden sich Vortragsreihen zu philosophischen, kunsthistorischen, kreativen und altersrelevanten Themen. Los geht es am 25.
    September mit der FAUST-Jubiläumsfeier am Campus Mönchengladbach. Alle ehemaligen, aktuell eingeschriebenen und neuen Gasthörer:innen sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung bis zum 10. September wird gebeten.

    An den Hochschulstandorten Krefeld Süd und Mönchengladbach findet jeweils eine Ringvorlesung statt. Am Mönchengladbacher Campus beleuchten Expert:innen unterschiedlicher Disziplinen Facetten rund um die Themen Gesundheit und Wohlbefinden im Alter. Beispielsweise hält Dr. Lukas Streese einen Vortrag zur „Wirkung von Bewegung auf die Gefäßgesundheit im Alter“ (28. November). Über das Thema „Ernährung für Gesundheit – Was ist im Alter wichtig?“ (5. Dezember) referiert Professorin Dr. Christel Rademacher.

    Digitale Veranstaltungen werden mit der Videokonferenz-Software Zoom durchgeführt. Ein Mikrofon sowie eine Webcam sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Für Neueinsteiger:innen werden vor Start des Semesters Einführungskurse für die Nutzung von Zoom sowie der Lernplattform „moodle“ angeboten.

    Die Gasthörergebühr beträgt pro Semester 125 Euro für alle Veranstaltungen. Alle Gasthörer:innen erhalten einen Ausweis, der Sie zur Nutzung der Mensa, der Sprachenzentren und der Bibliotheken berechtigt. Das Programmheft kann in digitaler und gedruckter Form über die Homepage bezogen werden.

    Eine Anmeldung kann im Zeitraum vom 2. bis 20. September 2024 online oder schriftlich erfolgen sowie ab dem 9. September persönlich in Mönchengladbach und Krefeld.
    Alle Infos dazu unter: http://www.hs-niederrhein.de/faust.

    Für Fragen zum FAUST-Programm oder der Anmeldung wenden Sie sich bitte telefonisch unter 02161/186 5637 oder per E-Mail an faust@hs-niederrhein.de.

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  • Nachhaltiger Wandel – so geht’s gemeinsam

    Nachhaltiger Wandel – so geht’s gemeinsam

    Interaktiv, anschaulich und mit vielen praktischen Tipps: Die neue Wanderausstellung „Konsum im Wandel: Machen wir’s nachhaltig!“ der Verbraucherzentrale NRW gibt Anregungen für einen umweltbewussten Alltag im Rheinischen Revier.

    Sechs Themenstationen laden zum Anschauen, Anhören und Mitmachen ein. Entwickelt wurde die Ausstellung vom bundes- und landesgeförderten Projekt „MehrWert-Revier“ der Verbraucherzentrale.

    Es bietet Hilfestellung bei individuellen Konsumentscheidungen und unterstützt bürgerschaftliche Initiativen wie Reparatur-Cafés oder Gemeinschaftsgärten. Im Beisein von NRW-Umweltminister Oliver Krischer, Oberbürgermeister Felix Heinrichs sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Dr. Jan-Niclas Gesenhues, wurde die Ausstellung am 22.08.2024 in der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus offiziell eröffnet.

    Strukturwandel als Chance
    Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs begrüßte die Gäste in der 2023 nach aufwändigem Umbau wiedereröffneten Zentralbibliothek. Neben Medien aller Art gibt es dort in einer „Bibliothek der Dinge“ auch Alltagsgegenstände auszuleihen, in einem Makerspace wird getüftelt, mithilfe eines sogenannten Fairteilers werden Lebensmittel geteilt und vor dem Wegwerfen gerettet – ein baulich und inhaltlich passender „Ort der Nachhaltigkeit“ für die Ausstellung. „Wir sehen den Strukturwandel als Chance, uns als Stadtgemeinschaft nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen. Deshalb kooperieren wir gerne mit dem Projekt MehrWertRevier nicht nur bei dieser Ausstellung, sondern auch bei anderen Aktivitäten. Uns treibt der gemeinsame Gedanke an, dass Strukturwandel bedeutet, nachhaltige Formen des Wirtschaftens und Zusammenlebens zu entwickeln, und dass es dabei neben Institutionen und Unternehmen auch auf den Beitrag jeder und jedes Einzelnen ankommt“, sagte Heinrichs.

    „Ein bewusster, ressourcenschonender Konsum nützt Mensch und Umwelt. Hierzu gibt die Ausstellung Denkanstöße und zeigt praktische Wege auf. Beispielsweise können Verbraucher:innen durch Reparaturen oder die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bares Geld sparen“, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Viele Menschen engagieren sich darüber hinaus in mehr als 100 Initiativen im Rheinischen Revier und gestalten den nachhaltigen Wandel dadurch aktiv mit. „Das wollen wir mit dem Projekt MehrWertRevier stärken und sichtbar machen“, so Schuldzinski.
    Die Ausstellung ist bis zum 08. September 2024 in Mönchengladbach zu sehen und wird dann weiterreisen, bis Ende 2025 an etwa 20 Orte im Rheinischen Revier.

    Die Landesregierung hat MehrWertRevier im März als eines von 19 Ankerprojekten im Rheinischen Revier ausgewählt und fördert es durch Ko-Finanzierung. Umweltminister Oliver Krischer: „Die Klimakrise, der Rückgang der Artenvielfalt und die immer knapper werdenden Ressourcen sind die größten Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb muss unser aller Handeln nachhaltiger werden. Die Informationen, Bildungsangebote und motivierenden Aktionen des Projekts MehrWertRevier helfen den Menschen dabei, ihren Alltag schon jetzt nachhaltiger zu gestalten. Unser Ziel, das Rheinische Revier zu einer klimaneutralen Modellregion in Europa zu entwickeln, braucht diese Beteiligung.“
    Aus Berlin nach Mönchengladbach gekommen war Dr. Jan-Niclas Gesenhues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, das über das Programm „KoMoNa“ einen ökologisch nachhaltigen Strukturwandel in den Kohleausstiegsregionen fördert. „Wir wollen, dass der Strukturwandel im Rheinischen Revier nachhaltig gestaltet werden kann. Das heißt: Ehrenamt, Austausch und Miteinander stärken, um gemeinsam für einen nachhaltigeren Konsum zu arbeiten. Dadurch können Verbraucherinnen und Verbraucher Geld sparen und gleichzeitig Umwelt und Natur schützen. Mithilfe unserer Förderung schaffen wir einen Mehrwert – für ein umweltbewusstes Leben und für den Austausch zwischen Erwachsenen, Kindern, Jugendlichen, Vereinen und Kommunen im Rheinischen Revier“, sagte Gesenhues.

    Ausstellung soll Lust auf Veränderung wecken
    Die neue Wanderausstellung spricht genau wie die lokalen Mitmacht-Aktionen die breite Bevölkerung an und motiviert dazu, nachhaltige Konsum-Optionen einfach mal auszuprobieren. Wie kann ich es schaffen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen? Was bringt es, Kleidung gebraucht zu kaufen? Wie kann ich zuhause Strom, Wasser und Heizenergie sparen? In der Ausstellung berichten fünf fiktive Protagonist:innen aus dem Rheinischen Revier davon, wie sie den (Struktur-)Wandel erleben und welche nachhaltigen Lösungen sie bereits für ihren eigenen Alltag gefunden haben. QR-Codes an den sechs Stationen ermöglichen es, die Geschichten auf dem Smartphone anzuhören. Weitere interaktive Elemente und praktische Tipps zum Mitnehmen machen nachhaltigen Konsum konkret und nachvollziehbar. Für Schulklassen und interessierte Gruppen gibt es ein Begleitprogramm. „Wer seinen Lebensstil nachhaltig ändern will, sollte mit Veränderungen anfangen, die leicht fallen. Das macht Mut und Lust auf mehr. Besonders gilt das, wenn man sich engagierte Gleichgesinnte sucht“, erklärte Lena Pech, Botschafterin des Projekts in Mönchengladbach.

    Weitere Informationen zum Projekt MehrWertRevier unter:
    https://www.mehrwertrevier.nrw/

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  • Hitze, Dürre und Starkregen : wir alle kennen die Folgen des von uns verursachten Klimawandels

    Hitze, Dürre und Starkregen : wir alle kennen die Folgen des von uns verursachten Klimawandels

    LANUV wertet Projektionen für das zukünftige Klima in NRW aus

    Eine aktuelle Publikation des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zeigt auf, welche weitreichenden Folgen die globale Klimaerwärmung für Nordrhein-Westfalen haben wird.

    „Aktuelle Auswertungen zeigen, dass die derzeitigen globalen Klimaschutzmaßnahmen nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen“, erklärte LANUV-Präsidentin Elke Reichert. „Wenn keine weiteren Anstrengungen unternommen werden, erwarten wir nach jetzigem Stand einen globalen Anstieg um etwa drei Grad bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber vorindustrieller Zeit.“

    Der Fachbericht „Klimaentwicklung und Klimaprojektionen in Nordrhein-Westfalen“ beschreibt die mögliche zukünftige Entwicklung von Klimaparametern anhand dreier verfügbarer Klimaszenarien:

    „Klimaschutz-Szenario“: Ziel des Paris-Abkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau zu senken (0,9 bis 2,3 Grad Celsius).

    „Moderates Szenario“: Eine globale Erwärmung von ungefähr 2,4 Grad Celsius (1,7 bis 3,2 Grad Celsius).

    „Weiter-wie-bisher-Szenario“: Eine Erderwärmung von ungefähr 4,3 Grad Celsius (3,2 bis 5,4 Grad Celsius).

    „Wir beobachten und erleben immer mehr Wetterextreme, die eine Folge des Klimawandels sind. Dazu gehören zum Beispiel mehr Starkregenereignisse auf der einen und Hitze- oder Dürreperioden auf der anderen Seite“, erläuterte Elke Reichert. „Auch aus Vorsorgegesichtspunkten lautet unsere Empfehlung an alle Akteure, die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln, sich am ‚Weiter-wie-bisher-Szenario‘ zu orientieren und das Handeln danach auszurichten.“

    Dabei sind die Auswirkungen in den verschiedenen Regionen des Landes durchaus unterschiedlich. Für die am dichtesten besiedelten Bereiche NRWs entlang von Rhein und Ruhr, die bereits heute zu den wärmsten Regionen Deutschlands zählen, wird sowohl der Anstieg der Durchschnittstemperaturen als auch der Heißen Tage und Tropennächte eine besondere Relevanz haben. Für die Mittelgebirgsregionen spielt das Auftreten von Starkregenereignissen eine wesentliche Rolle. Hier wird die Gefahr von Sturzfluten sowie Bodenerosionen bis hin zu abrutschenden Hängen steigen. Dagegen besteht bei längeren Trockenperioden vor allem im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe die Gefahr, dass es durch Nutzungskonkurrenzen Einschränkungen bei der Wasserversorgung geben könnte, wie die jüngere Vergangenheit bereits gezeigt hat.

    Wasserhaushalts sowie die Anpassung von Gebäuden und Grünflächen an die veränderten klimatischen Bedingungen – auch im Sinne des gesundheitlichen Hitzeschutzes. Anpassungsmaßnahmen in Land- und Forstwirtschaft beinhalten die Förderung des Anbaus klimaresilienter Pflanzenarten, die Förderung von Maßnahmen zur Bodenverbesserung und -erhaltung sowie den standortangepassten Waldumbau mit robusteren Baumarten oder Waldbrandprävention, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.

    „Mit unserem Klimaatlas NRW geben wir allen Akteuren bereits heute alle vorhandenen Daten an die Hand, um Maßnahmen zielgerichtet planen zu können“, ergänzt LANUV-Präsidentin Reichert. „Wir beraten und informieren Kommunen bei der Aufstellung von Konzepten und Umsetzung von Maßnahmen. Die Aufgabe der nächsten Jahre wird sein, den neuesten Erkenntnissen Taten folgen zu lassen und Maßnahmen in die Umsetzung zu bringen.“

    Einzelergebnisse der LANUV-Projektionen:

    Lufttemperatur: Die durchschnittliche Lufttemperatur in NRW betrug in den Jahren 1991-2020 zehn Grad Celsius, die Erwärmung seit 1881-1910 beträgt 1,6 Grad Celsius. Im Zeitraum 2071-2100 wird die durchschnittliche Lufttemperatur in NRW im günstigsten Fall auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Im höchsten Fall des „Weiter-wie-bisher“-Szenarios könnte sie im Schnitt auf bis zu 13,7 Grad Celsius  – also um weitere 3,7 Grad Celsius – ansteigen.

    Hitzebedingte Kenntage: Für den negativsten Fall des „Weiter-wie-bisher“-Szenarios werden durchschnittlich 28 sogenannte Heiße Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius pro Jahr zum Ende des Jahrhunderts erwartet (im Vergleich zu acht Tagen pro Jahr in der Periode 1991-2020). Tropennächte mit mehr als 20 Grad Celsius, bisher alle ein bis zwei Jahre, werden sich vervielfachen und ggf. mehrmals im Jahr auftreten.

    Niederschläge: Das Jahr 2023 war mit einer

    Niederschlagssumme von 1198 Litern pro Quadratmeter das niederschlagsreichste (und mit 11,2 Grad Celsius auch das wärmste Jahr) seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Projektionen zeigen keine wesentliche Änderung der Menge der Jahresniederschläge, jedoch werden Sommerniederschläge eher abnehmen und Winterniederschläge eher zunehmen.

    Starkregen: Nach der Clausius-Clapeyron-Gleichung kann Luft bei einem Grad Temperaturanstieg sieben Prozent mehr Wasserdampf aufnehmen und den Wasserkreislauf somit verstärken. Dies bedeutet mehr Energie für Gewitter und schwere Regenschauer. In Kombination mit einem sich abschwächenden Jetstream werden Starkregenereignisse daher länger vor Ort verweilen und ihre Intensität wird zunehmen.

    Der Fachbericht 157 des LANUV stellt die fachlich-wissenschaftliche Grundlage für die neue Klimaanpassungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen dar, die in den kommenden Wochen vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) veröffentlicht wird.

    Informationen zur Studie des LANUV:

    Fachbericht 157, Klimaprojektionen NRW: https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuvpubl/3_fachberichte/LANUV-Fachbericht_157.pdf  

    Karten und Informationen zum Klimawandel in NRW: www.klimaatlas.nrw.de

    Fact Sheets für die nordrhein-westfälischen Großlandschaften: https://www.klimaatlas.nrw.de/service/infomaterialien#climate-report

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  • Was wird aus dem JHQ?  –  Der BUND ist besorgt

    Was wird aus dem JHQ?  –  Der BUND ist besorgt

    In letzter Zeit häufen sich wieder Berichte über eine mögliche Nutzung des 376 ha umfassenden JHQ-Geländes.

    Zuletzt wurde in der Ratssitzung am 03.07.2024 darüber beraten. Das Ergebnis sieht die Mönchengladbacher Kreisgruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aus Umwelt- und Naturschutzsicht mit Sorge.

    Die Beratungsvorlage für die Ratssitzung weist 9 unterschiedliche geplante Nutzungen aus. Diese reichen beispielhaft von einem Trainingsausbildungszentrum für Drohnenpiloten über Gewerbegebiet und Justizvollzugsanstalt bis hin zu einer Fläche für die Ausbildung und Zertifizierung im Diensthundewesen. Die addierte Gesamtfläche von über 362 ha nähert sich damit der o.a. Gesamtfläche des JHQ.  Dabei wäre zu beachten, dass nicht unwesentliche Teile des Geländes als Naturschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet von europäischem Rang (FFH-Gebiet Knippertzbachtal) nach EU-Recht geschützt und deshalb kaum antastbar sind. Etliche der vorgesehenen Nutzungen reichen lt. Skizze zudem weit in den implementierten 300 m breiten Schutzkorridor zu diesem angrenzenden FFH-Gebiet hinein.

    Für den BUND ist es deshalb nicht verständlich, wie hier eine bereits beauftragte Machbarkeitsstudie noch eine Verträglichkeit zwischen den verschiedenen Vorhaben und den sich aus FFH-Gebiet und Schutzkorridor abzuleitenden erheblichen Schutzansprüchen herstellen will: Es besteht die rechtlich zwingende Verpflichtung zur Durchführung einer eigenständigen umfassenden Verträglichkeitsprüfung gemäß EU-FFH-Richtlinie, die bewertet, ob die Vorhaben die Erhaltungsziele des FFH-Gebietes gefährden. Eine Machbarkeitsstudie kann diese Prüfung nicht ersetzen.

    Bei den angegebenen Größenverhältnissen steht für den BUND nicht nur eine Gefährdung des FFH-Gebietes außer Frage, vielmehr stünde sogar seine Existenz auf dem Spiel. Der BUND bedauert, dass Entwicklung oder Wiederherstellung von Natur und Landschaft des ursprünglichen Wald- und Heidegebietes – bevor es Militärgelände wurde – wenigstens in Teilbereichen in der derzeitigen Koalition von SPD, Grünen und FDP offensichtlich kein Thema zu sein scheint. Auch die Beratungsvorlage der Verwaltung sagt dazu nichts. “Der Schwerpunkt bildet somit die Rückführung des Geländes zu Natur und Landschaft.” So steht es noch im August 2024 auf der homepage der Stadt Mönchengladbach.

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  • Mit dem NABU Fledermäuse in der Nähe erleben

    Mit dem NABU Fledermäuse in der Nähe erleben

    Mönchengladbacher Fledermausnacht am 30. und 31. August

    Im August ist Fledermaus-Hochsaison am Abendhimmel. Alle in Mönchengladbach heimischen Arten sind jetzt aktiv und zeigen ihre faszinierenden Flugkünste. Rund um das Wochenende am 30. und 31. August lockt die „Batnight“ in Mönchengladbach Fans in die Natur. Der NABU Mönchengladbach bietet zwei Exkursionen an, bei denen man mehr über Batmans Verwandte erfahren und sie live erleben kann. 

    Die europaweite Batnight trägt seit fast drei Jahrzehnten dazu bei hartnäckige Vorurteile gegenüber den „Kobolden der Nacht“ abzubauen und auf deren schwierige Situation aufmerksam machen. „Unsere heimischen Fledermäuse sind völlig harmlos und sehr nützlich, denn sie fressen ausschließlich Insekten“, sagt Michael Haberl, Fledermausexperte im Vorstand des NABU Mönchengladbach. Probleme bereite ihnen daher das Insektensterben, das sich negativ auf die Fledermausbestände auswirkt.

    „Sie leiden außerdem zunehmend stark unter Wohnungsnot. Durch die Sanierung und den Abbruch von Gebäuden, das Abholzen von alten, höhlenreichen Bäumen im Zuge einer intensiven forstlichen Nutzung der letzten naturnahen Wälder sowie einer intensiven Landwirtschaft verlieren Fledermäuse immer mehr ihrer Fortpflanzungs-, Ruhe- und Nahrungshabitate“, erklärt Michael Haberl. Die Folge: Von den 25 in Deutschland heimischen Arten seien drei akut vom Aussterben bedroht. Vier Arten gelten als stark gefährdet und für weitere bislang ungefährdete Arten wird ein starker Rückgang prognostiziert. Haberl: „Umso wichtiger ist es, mit Aktionen wie der Batnight über die Tiere aufzuklären und zu vermitteln, wie ihnen geholfen werden kann. Etwa, indem man seinen Garten fledermausfreundlich gestaltet.“

    Dazu gehöre unter anderem die Anlage eines Teiches sowie eines Beetes mit nachtblühenden, nektarreichen Blütenpflanzen wie Leimkraut, Seifenkraut oder Königskerze. Beides zieht zahlreiche Insekten an – die einzige Nahrung der hier heimischen Fledermausarten. Fledermäuse benötigen zudem Höhlen und Spalten in und an alten Bäumen, an Gebäuden oder in Kellern, die sie als Quartier nutzen. Wo es die nicht gibt, kann Wohnraum geschaffen werden – ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten an der Giebelwand sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gerne angenommen. Und absolut unerlässlich für einen fledermausfreundlichen Garten – der Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger. „Wer Fledermäusen helfen will, setzt auf giftfreies Gärtnern“, so der NABU-Fledermausexperte.

    Fledermausexkursionen in Mönchengladbach:

    Freitag, 30. August 2024 ab 20 Uhr
    Fledermausexkursion im Volksgarten.
    Treffpunkt ist die Konzertmuschel im Volksgarten (Nahe DRK Haus Am Volksgarten). Kinder nur in Begleitung Erwachsener. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei starkem Regen oder Sturm fällt die Veranstaltung aus. Anmeldung erforderlich über 0172 – 693 06 03 oder M.Thissen@Ranidae.de

    Samstag, 31. August 2024 ab 20 Uhr
    Fledermausexkursion im Schlosspark Wickrath.
    Treffpunkt ist der Parkplatz Neukircher Weg, Nahe der Autobahnbrücke. Kinder nur in Begleitung Erwachsener. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei starkem Regen oder Sturm fällt die Veranstaltung aus. Anmeldung erforderlich über 0172 – 693 06 03 oder M.Thissen@Ranidae.de

    Infos und Termine zur Batnight in NRW: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/batnight/index.html   
    Ausführliche Tipps zum fledermausfreundlichen Gärtnern: www.NABU.de/fledermausgarten

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  • Erste „Bank der Begegnung“ eröffnet

    Erste „Bank der Begegnung“ eröffnet

    In Kooperation mit dem Seniorenrat der Stadt Mönchengladbach hat mags an der Keplerstraße/Ecke Von-Galen-Straße Mönchengladbachs erste „Bank der Begegnung“ eröffnet.

    Die Bank der Begegnung ist eine speziell gekennzeichnete Sitzmöglichkeit an frequentierten Orten, die dazu einlädt, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Wer sich dort niederlässt signalisiert
    Spazierenden und Vorbeigehenden, dass er Lust zum Plaudern, zum Gedankenaustausch oder zum
    Kennenlernen hat. „So kommen Menschen wieder zusammen, verweilen, lernen sich kennen und
    lassen sich inspirieren“, sagt Volker Lüttge, der bei mags unter anderem das Projekt „Bank der
    Begegnung“ koordiniert. Gemeinsam mit Brigitte Brouns, Vorsitzende des Seniorenrats der Stadt
    Mönchengladbach, hat er den Standort an der Keplerstraße/Ecke Von-Galen-Straße ausgesucht. Ein weiterer Standort, der bald umgesetzt wird, ist an der Bettrather Straße in unmittelbarer Nähe zur
    Vogelvoliere.

    Laden dazu ein, auf der Bank der Begegnung Platz zu nehmen: Jan Biehl, mags-Bereichsleitung Grün, Baum, Forst und Monika Bernhardt (vorne) sowie Hartmut Wellssow, Herbert Hoffacker, Volker Lüttge, mags-Projektkoordinator, Norbert Jansen und Brigitte Brouns.
    Foto: mags

    „Die Standorte müssen gewisse Kriterien erfüllen. Zum einen sind gut frequentierte Orte wichtig, damit die Leute überhaupt ins Gespräch kommen können. Und zum anderen darf die Bank der Begegnung nicht vollkommen freistehen“, erklärt Brigitte Brouns vom Seniorenrat der Stadt Mönchengladbach.
    „Um den Geborgenheitsaspekt zu berücksichtigen, sollte die Bank der Begegnung möglichst von hinten durch eine Hecke oder Ähnliches geschützt sein“, ergänzt Volker Lüttge.
    Sowohl an der Keplerstraße als auch an der Bettrather Straße sind alle Kriterien erfüllt. Vorschläge für die acht weiteren Standorte gibt es bereits, die aktuell noch geprüft werden.

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  • Saatgutbibliothek: Workshop Samenernte und Vorbereitung auf das neue Gartenjahr

    Saatgutbibliothek: Workshop Samenernte und Vorbereitung auf das neue Gartenjahr

    Himbeerrose, paprikaförmige aus Itzwörden, Berlinskij – das sind nur einige Saatgutarten aus der Saatgutbibliothek der Stadtbibliothek Mönchengladbach. Obwohl das Gartenjahr 2024 herausfordernd ist, hat die Ernte des im Frühjahr gesäten Gemüses begonnen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um auch an die Saatguternte zu denken.

    Beim nächsten Stammtisch der Saatgutbibliothek am Mittwoch, 21. August um 18 Uhr erklärt Gerti Daube vom VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V.), wie Saatgut gewonnen und so aufbereitet wird, dass es im nächsten Jahr wieder ausgesät werden kann. Eigenes selbstgezogenes Gemüse kann gerne mitgebracht werden.

    Ab sofort kann Saatgut von Pflanzen, die aus der Saatgutbibliothek hervorgegangen sind, an der Info-Theke der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus zurückgegeben werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Saatgut sicher verpackt und ausreichend gekennzeichnet ist. Ideal dafür ist das zusätzliche Tütchen, das im Frühjahr beim Start der Saatgutbibliothek mit ausgegeben wurde.

    Nach einer hoffentlich reichen Ernte und zahlreichen Rückgaben startet im Februar des kommenden Jahres dann die neue Saatgutausleihe.

    Was? Samenernte und Vorbereitung auf das neue Gartenjahr
    Wann? Mittwoch, 21. August 18 – 19 Uhr
    Wo? Zentralbibliothek Carl Brandts Haus, WandelSaal Blücherstraße 6, 41061 Mönchengladbach
    Für wen? alle interessierten Kinder und Erwachsenen
    Wie? kostenlos und anmeldefrei

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  • Benediktpreis für Joachim Gauck

    Benediktpreis für Joachim Gauck

    Preisträger des Benediktpreis von Mönchengladbach 2024 ist Bundespräsident a.D. Joachim Gauck.
    Das teilte der Verein Benediktpreis von Mönchengladbach mit. Das Kuratorium hatte sich einstimmig für Gauck entschieden.
    Als Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ist er stets für Recht und Freiheit und Demokratie eingetreten, hat immer wieder das hohe Gut der Freiheit bewusst gemacht und dabei deren Rückbindung an die Verantwortung betont.
    Hervorgehoben wurden seine gerade in diesen, viele Menschen verunsichernden Krisenzeiten, vermehrten Wortmeldungen: Der Bundespräsident a.D. vermittelt Klärung, Zuversicht und Mut – als unabhängige, erfahrene Stimme, besonnen und bürgernah. Mit seiner Haltung, die auf dem christlichen Wertefundament unserer freiheitlichen Demokratie gründet, und mit seinem klaren Blick für Recht und Unrecht, bewirkt er durch positive Botschaften Vertrauen in die Stärke unserer Demokratie und gibt Orientierung im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.
    „Das auf der Basis christlicher wie abendländischer Werte herausragende Handeln in Gesellschaft, Kultur und Politik des Bundespräsidenten a.D. ist beispielhaft“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Benediktpreis von Mönchengladbach“ Ulrich M. Harnacke.
    Die Preisverleihung an Gauck ist am 5. Dezember 2024 im Kaisersaal des Hauses Erholung in Mönchengladbach. Der Benediktpreis von Mönchengladbach wird seit mehr als einem halben Jahrhundert vergeben und ist seit seiner Neuausrichtung 2013 neben dem Aachener Karlspreis und dem „Preis des Westfälischen Friedens“ in Münster ein bedeutender Preis in Nordrhein-Westfalen mit landesweitem Anspruch und überregionaler Bedeutung.
    Mit ihm wurden unter anderem Premierminister a. D. Dr. Jean-Claude Juncker und Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen.

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  • „Orgelfestwoche“

    „Orgelfestwoche“

    „Hoffnung auf Frieden!“
    ORGELKONZERT mit Reinhold Richter
    am Sonntag, 1. September 2024 um 17.00 Uhr
    in St. Helena, Mönchengladbach-Rheindahlen

    „Frieden!“ – unter diesem Leitwort steht das Programm des Orgelkonzerts  mit Reinhold Richter zum 40-jährigen Bestehen der Seifert-Orgel in St. Helena.

    Angeregt durch die derzeitige Weltlage möchte der ehemalige Kantor von St. Helena Werke und Komponisten aus Deutschland und Frankreich dem Publikum näherbringen, die auf unterschiedliche Weise eine Beziehung zum Thema haben.
    Es erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy (Sonate A-Dur über „Aus tiefer Not“), Robert Helmschrott (Simbolo di Pace), Oskar Gottlieb Blarr (Sonate „Schaallu Schlom Jerusalem“ – „Bittet um Frieden für Jerusalem“) und Charles-Marie Widor (Toccata aus der 5. Orgelsinfonie).

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  • VdK NRW fordert Zeitenwende für den Sozialstaat

    VdK NRW fordert Zeitenwende für den Sozialstaat

    • Sicherungssysteme müssen reformiert werden
    • Sozialverband zeigt Wege aus der Krise auf

    Altersarmut, Pflegefall oder Sozialhilfe – nur drei Begriffe, die in diesen Zeiten leider immer präsenter und alltäglicher werden, vor allem im höheren Alter.

    Und die Zahl der Betroffenen steigt rasant. Bis 2030 werden in NRW zehn Prozent mehr Rentnerinnen und Rentner leben als heute. In ländlichen Kreisen wie Borken-Coesfeld, Paderborn, Heinsberg oder Euskirchen werden sogar Zuwächse von bis zu 20 Prozent erwartet.

    Ältere Menschen müssen sich außerdem im Ruhestand immer häufiger etwas hinzuverdienen – das sind 50 Prozent mehr Menschen als noch vor zehn Jahren. „Es droht eine Spaltung zwischen gut qualifizierten und gesunden Fachkräften, die weiterarbeiten können und die Rente als Zusatzeinkommen beziehen und diejenigen, die das nicht schaffen und auf eine niedrige Rente angewiesen bleiben“, konstatiert Thomas Zander, Vorstandssprecher des Sozialverbands VdK NRW. Hier müsse es vom Staat eine bessere Absicherung und einen vereinfachten Zugang geben, vor allem für Erwerbsgeminderte. „Niemand sucht es sich aus krank zu werden! Abschläge auf Erwerbsminderungsrenten sind und bleiben ungerecht. Und die Voraussetzungen für die Erwerbsminderungsrente sind so hoch, dass sich viele schwer kranke Menschen vergeblich darum bemühen und sich – auf Kosten der Gesundheit – irgendwie weiter durchschlagen müssen“, betont Thomas Zander.

    Der VdK sieht vor allem die Gefahr einer wachsenden Altersarmut. Aktuell ist fast jede fünfte Person in NRW im Alter von 65 Jahren und mehr betroffen. Den Angaben des Bundesarbeitsministeriums zufolge müssten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon jetzt 14,56 Euro brutto pro Stunde verdienen, um durch ihren Lohn und ohne zusätzliche Sozialleistungen auf eine Rente zu kommen, die der Höhe der Grundsicherung im Alter entspricht.
    Der Mindestlohn als nach wie vor wichtigstes Instrument gegen Altersarmut liegt aber nur bei 12,41 Euro.

    Parallel steigt die Unsicherheit in den Bereichen Pflege und Gesundheit. Mit 3.200 Euro Eigenanteil, den Pflegebedürftige für einen Heimplatz im ersten Aufenthaltsjahr aus eigener Tasche bezahlen müssen, ist NRW trauriger Spitzenreiter.
    „Wir fordern eine echte Reform der Pflegeversicherung, bei der Heimbewohner nur noch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bezahlen müssen. Das wären in NRW 1.215 Euro“, rechnet VdK-Präsident Horst Vöge vor. „Pflege macht arm. Immer mehr Menschen rutschen deshalb in die Sozialhilfe ab.“
    Der Beleg: Bei den Sozialhilfeausgaben gab es laut IT.NRW im Bereich Pflege gegenüber dem Vorjahr den stärksten prozentualen Anstieg von mehr als 23 Prozent.

    Darüber hinaus müssen pflegende Angehörige endlich Lohnersatzleistungen erhalten, zu 80 Prozent sind hierbei Frauen betroffen, die dringend Entlastung benötigen.
    Deshalb muss auch das Angebot an Kurzzeit- und Tagespflege ausgebaut werden.

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  • Seniorenrat fordert uneingeschränktes Wahlrecht zur Kommunalwahl 2025

    Seniorenrat fordert uneingeschränktes Wahlrecht zur Kommunalwahl 2025

    Keine Interessenvertretung mit eingeschränkten Rechten wollen sie sein, die Mitglieder des Seniorenrats.

    Sie fordern nun, die Stadt solle zeitgleich zur Kommunalwahl 2025 eine sogenannte Urwahl zur Wahl des nächsten Seniorenrats anordnen. Alle wahlberechtigten Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre bestimmen somit offiziell ihre Kandidatinnen und Kandidaten per Briefwahl.

    Bei seiner Gründung im letzten Jahr organisierte sich der Seniorenrat noch per Delegiertenwahl, einem indirekten Wahlsystem. Die entsprechende Wahlordnung sieht neun stimmberechtigte Personen sowie sieben mit beratender Stimme vor. Alle müssen die in der Satzung festgeschriebenen Voraussetzungen erfüllen, beispielsweise wohnhaft in Mönchengladbach oder über 60 Jahre. Gäbe der Stadtrat unter Oberbürgermeister Felix Heinrichs grünes Licht, wählten 2025 alle über 60-jährigen Wahlberechtigten – parallel zur Kommunalwahl – ihre Vertreter oder Vertreterinnen zum Seniorenrat. 

    Gemäß der kommunalen Pflegeplanung 2023-2026 sind knapp 30 % der Mönchengladbacher Bevölkerung über 60 Jahre. Bei der von der Stadt genannten Einwohnerzahl von knapp 275.000 per 31.12.2023 leben somit gut 82.000 Senioren und Seniorinnen hier. Deren Interessen zu bündeln, aktiv politisch zu vertreten und durchzusetzen ist die Aufgabe des Seniorenrats. Hierunter fallen z. B. bei der Beratung seniorenrelevanter Belange in den Ausschüssen des Rates der Stadt mitzuwirken, die Öffentlichkeit über die Situation älterer Menschen zu informieren, bei Planungen und Konzeptionsentwicklungen von Einrichtungen oder ambulanten Diensten mitzuwirken.

    Was hat der Seniorenrat ein Jahr seit seiner Gründung erreicht? Eine Menge. Vier aktive Arbeitskreise sind gut besetzt und blicken auf einige Erfolge zurück. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern interessiert verfolgt. Trinkbrunnen und Plauderbänke, die die Stadt zum Teil schon bereichern, sind das Ergebnis intensiver Gespräche des Seniorenrats und der öffentlichen Darstellung.

    Es geht immer weiter, viele Themen stehen noch an. Daher ist es wichtig, den Menschen über 60 Jahren eine starke Stimme zu verleihen, die auch über die Stadtgrenzen von Mönchengladbach gehört wird. Die Mitglieder des Seniorenrats werden daher in Kürze das Gespräch mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen suchen.

    Einige Informationen zu den vier Arbeitskreisen des Seniorenrats

    Bauen-Wohnen-Stadtentwicklung (Leitung Roland Heerstraß)
    Das altersgerechte Wohnen ist eines der Themen des Arbeitskreises. Rund 2,8 Mio. Haushalte, in denen Senioren leben, benötigten im letzten Jahr altersgerechte Wohnungen, nur in etwa 600.000 können Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen klarkommen.*

    Mönchengladbach ist in diesem Bereich gefühlt nicht besser aufgestellt. Genaue Zahlen zu öffentlich geförderten Seniorenwohnungen konnten jedoch aufgrund fehlender Statistiken für Mönchengladbach bisher nicht eruiert werden.

    *Frankfurter Allgemeine 17.04.2023, aus der Studie des Pestel-Instituts

    Digitale Welt (Leitung Birgit Weber)
    Die Einführung in die OnLeihe der Stadtbibliothek brachte der Arbeitskreis interessierten Seniorinnen und Senioren näher. Derzeit ist er involviert in die Ausbildung von Digitalpaten für ältere Menschen in Zusammenarbeit mit der Bibliothek.

    Kommunikation (Leitung Dr. Herbert Loock)
    Die Ergebnisse aus den öffentlichen Sitzungen des Seniorenrats sowie der Arbeitskreise für Presseveröffentlichungen aufzubereiten, neue Themen zu eruieren aus Gesprächen mit älteren Menschen z.B. in den Pfarren oder bei Veranstaltungen sowie aktuelle Texte für die Homepage zu verfassen, das ist die Aufgabe dieses Arbeitskreises. Große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregten u. a. die Pressemitteilungen, die für Trinkbrunnen oder Plauderbänke in der Stadt plädierten.

    Mobilität (Leitung Norbert Bude)
    Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, wie das Absenken von Bordsteinen, schlecht nutzbare Fußwege für insbesondere in der Mobilität Eingeschränkte oder seniorengerechter Busverkehr sind einige Themen dieses Arbeitskreises.

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