Autor: Redaktion

  • „Raus mit Klaus“ zur Alten Tanke im Gründerzeitviertel

    „Raus mit Klaus“ zur Alten Tanke im Gründerzeitviertel

    Am Sonntag, 9. August findet bereits der vierte Spaziergang der Motto-Reihe „Grün vor Ort – raus mit Klaus“, organisiert von Bündnis 90 / Die Grünen in Mönchengladbach, statt.

    Am Sonntag um 10 Uhr lädt  der grüne Oberbürgermeisterkandidat Boris Wolkowski sowie der grüne Kandidaten der Bezirksvertretung Nord, Klaus Bartels, interessierte AnwohnerInnen zu einem Rundgang durch das Gründerzeitviertel ein. Treffpunkt ist an der Eiche in der Kaiserstraße/ Ecke Sittardstraße. Diskutiert und informiert wird über die Grünsituation im Quartier und mögliche weitere Projekte. Das Ende des Rundgangs wird gegen 12 Uhr sein. Auch für alle Bürgerinnen und Bürger, die generell am Erhalt einer gesunden und vielfältigen Innenstadtbegrünung interessiert sind, werden Ideen präsentiert.

    Im Anschluss gibt es wie immer Möglichkeiten zum privaten Gedankenaustausch und Gespräch unter den Teilnehmern.

    Eine Anmeldung für Interessierte ist vor dem Hintergrund der Corona-Auflagen unter Telefon 02161 – 206404 unbedingt erforderlich.

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  • Corona ist noch lange nicht vorbei, auch wenn Borussia 120 Jahre alt wird – SPD ruft zur Besonnenheit auf

    Corona ist noch lange nicht vorbei, auch wenn Borussia 120 Jahre alt wird – SPD ruft zur Besonnenheit auf

    Feiernde Menschen in den Straßen. Ausgelassene Stimmung in der ganzen Stadt. So hätten sich viele den 120. Geburtstag von Borussia Mönchengladbach vorgestellt.

    Am 1. August musste allerdings alles ruhig bleiben, damit sich das Corona-Virus nicht bei genau solchen Feiern ungehindert verbreiten kann.

    Die Bilder von unangemeldeten Feuerwerken und feiernden Menschen auf der Straße haben auch bei der SPD Mönchengladbach Unverständnis ausgelöst.
    Gülistan Yüksel, Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete mahnt: „Das Virus ist noch lange nicht gebannt. Allein in der letzten Woche sind wieder viele Menschen in Mönchengladbach an COVID-19 erkrankt. Wir mussten sogar erneut Tote beklagen. Wer sich in dieser Zeit über geltende Regeln hinwegsetzt, gefährdet uns alle. Das ist unverantwortlich.“

    Auch Felix Heinrichs, Oberbürgermeisterkandidat der SPD sagt: „So schwer es uns allen fällt, aber die Zeit zum Feiern ist noch lange nicht wieder gekommen. Zwar sorgt der Schlingerkurs von Laschet für viele Missverständnisse. Aber allen Beteiligten muss doch klar sein, dass Szenen wie aus der Nacht von Freitag zu Samstag einfach nicht in Ordnung sind. Wir alle gratulieren unserer Borussia, in diesem Jahr allerdings im Stillen.“

    Die SPD ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich im Sinne des Gesundheitsschutzes an die geltenden Regeln zu halten.

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  • Wahlkampfthema: DIE LINKE: „Das jetzige Müllsystem ist für die Tonne!“

    Wahlkampfthema: DIE LINKE: „Das jetzige Müllsystem ist für die Tonne!“

    Die Partei strebt ein System an, dass Freiheiten schafft und umweltschädliche Fehlanreize beseitigt.

    Dabei nimmt sie sich auch dem Thema Barrierefreiheit an. „Gerade ältere Menschen und Menschen mit Behinderung können die 240-Liter-Monster, die die mags ihren Haushalten zugewiesen hat, kaum bewegen. Vielleicht wäre es ihnen lieber und auch ungefährlicher, wenn sie viermal eine 60l Tonne bewegen? Um den jeweiligen häuslichen Bedingungen gerecht zu werden, fordern wir als Minimalbedingung die Wahlfreiheit der Tonnengrößen“, erklärt Schultz.

    Hier das Positionspapier

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  • Busfahrer gewürgt: Streit um Situation im Straßenverkehr in Rheydt

    Busfahrer gewürgt: Streit um Situation im Straßenverkehr in Rheydt

    Ein Streit um eine Situation im Straßenverkehr ist am Donnerstag, 30. Juli, gegen 7.20 Uhr in Rheydt auf der Moses-Stern-Straße eskaliert.

    Zunächst hatte es nach Angaben eines 34-jährigen Busfahrers einen verbalen Konflikt an der Tür des Linienbusses gegeben. Dann aber sei der Pkw-Fahrer in den Bus gestiegen und habe den Busfahrer gewürgt, ehe der Beschuldigte den Bus wieder verlassen habe und davongefahren sei.

    Die Beschreibung des Mannes: etwa 55 bis 65 Jahre alt, circa 1,85 Meter groß, graue, lange, zum Zopf gebundene Haare; bekleidet war er unter anderem mit einem hellen T-Shirt.

    Die Polizei Mönchengladbach bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 02161-290. (ds)

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  • Disput um Maske in Geschäft in Giesenkirchen: Verkäuferin geschlagen

    Disput um Maske in Geschäft in Giesenkirchen: Verkäuferin geschlagen

    Ein Disput um das richtige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist am Donnerstag, 30. Juli, gegen 15.30 Uhr in einem Geschäft in Giesenkirchen an der Konstantinstraße eskaliert.

    Von einer Mitarbeiterin des Geschäftes aufgefordert, die Maske korrekt anzuziehen, hatte der Mann die 66-jährige Frau laut ihrer Schilderung bedroht und beleidigt und ihr dann mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.

    Ein Zeuge berichtete, er habe den Täter aufgefordert, stehen zu bleiben, da habe der Unbekannte Pfefferspray aus seiner Westentasche gezogen und damit gedroht, es zu versprühen.
    Schließlich habe er den Weg frei gegeben, der Unbekannte habe das Geschäft verlassen.

    Die Beschreibung des Mannes: etwa 65 Jahre alt, graue Haare, circa 1,80 Meter groß; bekleidet war er mit einem blauen Oberteil und einer langen Hose.

    Die Polizei Mönchengladbach bittet um Hinweise unter der Rufnummer 02161-290. (ds)

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  • Aktualisierung: 13-Jährige in Nettetal aufgegriffen und in ihre Wohngruppe gebracht – Polizei beendet Fahndung

    Aktualisierung: 13-Jährige in Nettetal aufgegriffen und in ihre Wohngruppe gebracht – Polizei beendet Fahndung

    Die Polizei Mönchengladbach sucht derzeit nach einer 13-Jährigen, die sich am Dienstag, 28.07.2020, gegen 16 Uhr aus einer Jugendeinrichtung im Stadtteil Gladbach entfernte und bislang nicht zurückkehrte.

    Eine Eigen- oder Fremdgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.
    Da die bisherigen umfangreichen Ermittlungs- und Suchmaßnahmen nicht zum Erfolg geführt haben, geht die Polizei Mönchengladbach nun mit Einverständnis der Mutter mit einer Fahndung an die Öffentlichkeit.
    Wer hat die 13-Jährige gesehen und / oder kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen?

    Die junge Frau ist ca. 1.60m groß und von schlanker Statur. Sie hört auf den Vornamen Sarah Michelle. Sie hat schulterlange braune Haare sowie braune Augen und trägt unregelmäßig eine Brille. Die aktuelle Bekleidung ist nicht bekannt. Mutmaßlich trägt sie eine Jeans, ein Top und eine Jacke. Gelegentlich trägt sich eine Brille.

    Die Polizei bittet Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort der Vermissten geben können, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden. (cw)

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  • Versuchter Raub in Eicken – Polizei sucht Zeugen

    Versuchter Raub in Eicken – Polizei sucht Zeugen

    Am helllichten Tag hat gestern ein bislang unbekannter Täter versucht, einer Fußgängerin auf der Schillerstraße die Handtasche zu entreißen.

    Durch Gegenwehr konnte die Frau das verhindern, sie wurde aber bei der Tat verletzt.

    Der Polizei wurde gegen 15.50 Uhr gemeldet, dass die 33-jährige Frau auf der Schillerstraße, vermutlich im groben Bereich des Schillerplatzes, bereits um

    14.20 Uhr Opfer des versuchten Raubes geworden war. Sie berichtete, dass ein etwas torkelnder Mann vor ihr her gegangen sei. Als er stehen blieb und sie ihn passierte, griff der Unbekannte nach der Handtasche. Sie hielt die Tasche, deren Träger sie um den Arm und den Hals trug, vehement fest. Durch das weitere Ziehen des Täters kam sie zu Fall und wurde ein paar Meter über den Asphalt gezogen.

    Zufällige Zeugen griffen ihrer Aussage zufolge verbal lautstark ein und forderten den Mann auf, die Frau in Ruhe zu lassen. Daraufhin flüchtete der Angreifer zu Fuß in Richtung Hauptbahnhof. Die 33-Jährige wurde bei der Tat leicht verletzt.

    Sie konnte den Angreifer wie folgt beschreiben: ca. 25-35 Jahre alter, schlanker und etwa 1.70m-1.80m großer Mann von südländischem Erscheinungsbild. Er hatte einen unrasierten Dreitagebart und trug eine schwarze Jogginghose, ein dunkles Sweatshirt sowie eine Kappe.

    Die Polizei bittet Zeugen der Tat, insbesondere die Personen, die sich dankenswerterweise eingebracht haben, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden. (cw)

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  • Altersarmut bleibt im Aufwärtstrend

    Altersarmut bleibt im Aufwärtstrend

    Anlässlich der gestern veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamts zu Mindestsicherungsleistungen macht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen deutlich, dass immer mehr Rentner*innen am Existenzminimum leben.

    Schleichend rutschen vermehrt alte Menschen in die Armut.
    Die Zahl ist um 0,4 Prozent zwar nur leicht gestiegen, aber es ist der höchste Wert aller Zeiten.

    Der VdK NRW stellt aufgrund dieser alarmierenden Daten fest: “Seit rund 15 Jahren steigt die Zahl der Betroffenen kontinuierlich an – und ein Ende dieser Entwicklung ist weiterhin nicht in Sicht”, so Horst Vöge.
    Dabei sehe er zusätzlich das Problem der “verdeckten Armut”.
    Der VdK NRW geht von einer hohen Zahl an Menschen aus, die Hemmungen haben, Grundsicherung zu beantragen – obwohl sie eigentlich Anspruch darauf hätten.

    Wegen der Corona-Pandemie befürchtet der VdK NRW außerdem eine weitere Zunahme der Altersarmut. „Viele ältere Menschen sind gezwungen, sich zu ihrer kleinen Rente noch etwas hinzuzuverdienen, doch durch die Corona-Pandemie sind zahlreiche Minijobs weggebrochen und der Zuverdienst bleibt aus. Die Pandemie trifft die Ärmsten besonders hart. Die aktuellen Herausforderungen können wir als Gesellschaft nur gemeinsam meistern – indem wir mehr denn je füreinander einstehen“, so Horst Vöge.

    Zur Bewältigung dieser Probleme fordert der VdK NRW unter anderem, dass geringe Renten aufgewertet werden, der Mindestlohn auf 12,80 Euro steigt sowie eine gerechtere Lastenverteilung.

    Die Einführung einer Vermögensabgabe sowie einer Digital- und Finanztransaktionssteuer muss kommen. Es darf doch nicht sein, dass viele Konzerne staatliche Mittel abschöpfen, während gerade ältere Menschen, Alleinerziehende und deren Kinder sowie Niedriglohnbezieher nicht genug Geld zum Leben haben!

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  • Mönchengladbach beteiligt sich am NRW-Heimat-Preis

    Mönchengladbach beteiligt sich am NRW-Heimat-Preis

    Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Stadt Mönchengladbach möchten das lokale Engagement ihrer ehrenamtlich tätigen Bürger würdigen und in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

    Deshalb hat der Rat der Stadt vor kurzem beschlossen, in diesem Jahr erstmals den Heimat-Preis auf Grundlage des Landesförderprogramms “Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen.” zu verleihen. “Ich freue mich, dass sich Mönchengladbach erfolgreich für den Heimat-Preis beworben hat wie weitere 140 Städte und Kreise”, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

    “Unter Heimat kann man Vieles verstehen: einen Ort, die Zugehörigkeit zu Familie und Freunden, vielleicht auch einen Lieblings-Fußballverein. Es geht bei Heimat vor allem um das Verbindende, um Gemeinschaft. Damit die Stadt Heimat für alle sein kann, müssen möglichst viele gesellschaftliche Bereiche integrativ daran mitarbeiten”, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der sich über viele Bewerbungen freut.

    Bewerben können sich Vereine, Organisationen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen Heimatprojekten und Aktionen. Der Heimat-Preis wird in drei Preiskategorien verliehen: Sieger (8.000 €), zweiter Platz (4.000 €) und dritter Platz (3.000 €). Bewerbungen sind online ab sofort möglich unter https://stadt.mg/heimatpreis .

    Der Preis wird nach folgenden Kriterien vergeben, von denen Bewerbungen mindestens ein Kriterium erfüllen müssen und Modellcharakter für die Stadt Mönchengladbach haben sollen:

    Ehrenamtliches Engagement mit einem besonderen lokalen Bezug zur Stadt Mönchengladbach Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts Ausstrahlung auf unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche Engagement im kulturellen, sozialen, interkulturellen, geschichtlichen oder sportlichen Bereich sowie auch Beiträge zum Erhalt und zur Pflege von Brauchtum, Heimatpflege, Umwelt, Natur und Landschaft.

    Bewerber sollen eine Projektskizze einreichen, aus der sich eine Zuordnung zu den Preiskriterien ergibt. Auf der städtischen Homepage finden sich weitere Informationen und Erläuterungen zu den Kriterien. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Oktober 2020.

    Über Zuerkennung des Heimat-Preises und Rangfolge entscheidet der Rat auf Vorschlag einer Jury, der der Oberbürgermeister sowie jeweils ein von den Fraktionen zu benennendes Mitglied angehören.

    Der Heimat-Preis wird sich in einer zentralen Veranstaltung auf Landesebene fortsetzen. Weitere Nachfragen zum Thema unter E-Mail heimatpreis@moenchengladbach.de sowie telefonisch unter 02161-25 2517 (Sabine Kolsdorf).

    “Die Zukunft der Stadt hängt entscheidend davon ab, ob sich die Menschen in unserer Stadtgesellschaft aufgehoben und zugehörig fühlen. Dies gilt ebenso für langjährige Bürger wie für Migranten und andere Neubürger, auch für Studierende.”, betont Reiners.

    In Mönchengladbach ist das bürgerschaftliche Engagement stark ausgeprägt und zielt darauf ab, die Identifikation der Menschen mit der Stadt zu erhöhen. Der Heimat-Preis soll Anerkennung für ihr Wirken sein. Allgemeine Informationen zum Heimat-Preis können sie auf der Homepage des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW unter www.mhkbg.nrw und in den sozialen Medien unter dem Hashtag #nrwheimatet finden.

    Bewerbungen sind bis zum 10. Oktober 2020 möglich.

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  • 50 Jahre Wahlrecht ab 18 – Mehr Demokratie und Vertreter von Fridays for Future fordern eine Wahlaltersenkung auf 16 Jahre

    50 Jahre Wahlrecht ab 18 –
    Mehr Demokratie und Vertreter von Fridays for Future fordern eine Wahlaltersenkung auf 16 Jahre

    Am Freitag (31.07.) jährt sich die Wahlalterabsenkung von 21 auf 18 Jahre zum fünfzigsten Mal.

    Mehr Demokratie und Vertreter*innen von Fridays for Future nehmen das Jubiläum zum Anlass, ihr Anliegen nach einer Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre zu erneuern.

    „Es ist Zeit, endlich auch die Menschen mitbestimmen zu lassen, deren Zukunft im Bundestag diskutiert wird”, sagt Claudine Nierth, Bundesvorstandsprecherin von Mehr Demokratie. „Das Wahlrecht auf 16- und 17-Jährige auszuweiten käme allen zugute, da es den wichtigen Erneuerungsimpulsen der Jugend noch mehr Gewicht verleiht.”

    „Eine Wahlaltersabsenkung ist in Deutschland lange überfällig”, meint der 16-jährige Sprecher von Fridays For Future Linus Steinmetz. „Jugendbewegungen wie Fridays For Future zeigen: Wir sind eine politische Generation und verdienen eine Stimme in unserem demokratischen System”.

    Im Grundgesetz von 1949 war zunächst ein Wahlalter von 21 Jahren vorgesehen, das 1970 von der neu gewählten sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt und vor dem Hintergrund der weltweiten Studentenbewegung auf 18 Jahre abgesenkt wurde.

    „Heute stehen wir als Gesellschaft wieder vor einer ähnlichen Situation und es wäre klug von uns, auch diesmal der Jugend mehr Verantwortung zuzutrauen”, so Nierth weiter.

    In zehn Bundesländern gehört das aktive Wahlrecht auf kommunaler Ebene seit Jahren zum politischen Alltag für 16- und 17-Jährige. Das Landesparlament kann man in vier Bundesländern (Brandenburg, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein) bereits ab 16 Jahren wählen. Dem Deutschen Kinderhilfswerk zur Folge wären ca. 2 Prozent der Wahlberechtigten zusätzlich wahlberechtigt, würde das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt werden

    Laut Mehr Demokratie zeigt Österreich, wie es funktionieren kann: Hier wurde das Wahlrecht auf Bundesebene schon 2007 auf 16 Jahre abgesenkt.

    Bereits letztes Jahr hatte Mehr Demokratie zusammen mit den Professoren Hermann Heußner und Arne Pautsch und insgesamt 14 Jugendlichen gegen deren Ausschluss von der Europawahl geklagt und Wahlprüfungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Zuvor hatten die Jugendlichen Einspruch beim Bundestag gegen die EU-Wahl vom 26. Mai letzten Jahres eingelegt, weil sie aufgrund ihres Alters noch nicht wählen durften.

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  • Zerstörtes Wahlplakat: SPD erstattet Strafanzeige

    Zerstörtes Wahlplakat: SPD erstattet Strafanzeige

    Erst seit wenigen Tagen hängen die Wahlplakate der SPD Mönchengladbach in den Straßen der Stadt.

    Wie alle anderen Parteien auch, stellt die SPD ihre Kandidaten und Themen für die bevorstehende Kommunalwahl im September vor.

    In der Rheydter City wurde ein Plakat binnen zwei Tagen mutwillig zerstört. „Es gehört zum Wahlkampf dazu, dass alle Parteien mit ihren Botschaften in die Öffentlichkeit gehen. Das macht einen Wahlkampf in einer Demokratie aus“, stellt die Mönchengladbacher SPD-Vorsitzende Gülistan Yüksel klar.

    Das Beschädigen oder Zerstören von Wahlplakaten ist eine Straftat, die die SPD Mönchengladbach grundsätzlich zur Anzeige bringt.

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  • ÖDP bringt ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl auf den Weg

    ÖDP bringt ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl auf den Weg

    In ihrer Mitgliedersammlung vom 28.07.2020 beschloss die ÖDP Mönchengladbach ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 13. September 2020.

    Die Mitglieder brachten in ihrem Wahlprogramm zum Ausdruck, dass die „Goldene Regel” der ÖDP Leitgedanke ihres Programms ist:

    “Der oberste Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an andere Menschen auf diesem Planeten und an die zukünftigen Generationen. Darüber hinaus sind wir uns bewusst, dass wir in die belebte und unbelebte Natur um uns herum eingebettet sind und für sie Verantwortung tragen.”

    Die Themen für Mönchengladbach:

    1. Rettet das Klima – jetzt!
    2. Lebenswertes und bezahlbares Wohnen
    3. Nachhaltig wirtschaften und leben
    4. Verkehrswende jetzt – Lebensraum Stadt
    5. Familien und kinderfreundliches Mönchengladbach
    6. Tiere besser schützen
    7. Mönchengladbach solidarisch und inklusiv
    8. Mönchengladbach transparent und bürgernah

    Das Wahlprogramm schließt mit einer Vision für die Zukunft unserer Stadt. “Wir in Mönchengladbach stehen vor einer entscheidenden stadtweiten Umgestaltung.
    Zersiedelte Gewerbeflächen, verteilt über die Wohngebiete der Stadt, erschweren einen nachhaltigen und lebenswerten Stadtlebensraum.
    Die zerstörerische und ausbeuterische Wirtschafts- und Lebensweise der Gegenwart muss beendet werden.
    Ressourcen- und Energiewende, Agrar- und Mobilitätswende sind umzusetzen.
    Die Gerechtigkeitslücken sind wieder zu schließen.
    Mönchengladbach soll Vorreiter einer lebenswerten Stadt und ein positives Beispiel einer veränderten Stadtentwicklung zum Wohle der Bürger sein. Dafür setzen wir uns ein und bieten dazu unser politisches Programm an.”

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  • Info-Radtour mit den Grünen: Gemeinschaftsgärten

    Info-Radtour mit den Grünen: Gemeinschaftsgärten

    Rund um die Stadt engagieren sich Bürger*Innen für das Grün in der Stadt. Vier Gemeinschaftsgärten sind in den letzten Jahren entstanden und bereichern die Quartiere.

    Am 1. August möchten wir die Anlagen auf einer Fahrradtour besuchen und uns die Arbeit der Engagierten vor Ort vorstellen lassen. Die Tour führt uns im Norden der Stadt von Eicken über Gladbach-Mitte und Dahl nach Venn.

    Treffpunkt am Samstag, 01.08.2020 um 14 Uhr auf dem Eickener Marktplatz. Die Veranstaltung endet um ca. 16 Uhr in Venn beim Bioland Brungs. Wir machen an jeder der Anlagen halt für eine Vorstellung. Für die weitere Planung ist es notwendig, sich per Mail anzumelden unter der Adresse: td@thomasdiehl.eu.
    Die Teilnehmerzahl ist wegen aktueller Einschränkungen begrenzt.

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  • Klimageschädigter Wald: Mehr Forstpersonal in Mönchengladbach gefordert

    Klimageschädigter Wald: Mehr Forstpersonal in Mönchengladbach gefordert

    Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen – wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird.

    Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch in Mönchengladbach. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zwar im Rahmen des Waldpakts eine Million Euro für landesweit 20 neue Stellen im Forst bereitgestellt.
    Die sind aber befristet und reichen angesichts des Ausmaßes der Schäden bei weitem nicht aus“, kritisiert der Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf, Uwe Orlob. Es sei völlig unklar, woher das nötige Personal für die Wiederbewaldung kommen solle.

    Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürften in Nordrhein-Westfalen 2018 bis 2020 insgesamt rund 35 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von
    68.000 Hektar vernichtet haben.
    „Auch wenn es zuletzt nicht so heiß war wie in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Die Monokulturen aus Fichten und Kiefern sind besonders betroffen“, so Orlob.
    Laut Bundeswaldinventur machen Nadelbäume 41 Prozent der knapp 910.000 Hektar des NRW-Waldes aus.
    Mittlerweile sei teilweise sogar die Buche gefährdet. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente
    Baumarten angeplanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont der Gewerkschafter. Da Forstwirte sich nun auch verstärkt um die Privatwälder zwischen Rhein und Weser kümmern müssten, entstehe ein zusätzlicher Bedarf.

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  • Land NRW investiert 2,58 Millionen Euro in digitale Ausstattung der Schulen in Mönchengladbach – mit SPD-Statement

    Land NRW investiert 2,58 Millionen Euro in digitale Ausstattung der Schulen in Mönchengladbach –
    mit SPD-Statement

    Die Stadt Mönchengladbach erhält aus dem Digitalpakt Schule 2,58 Millionen Euro für die Anschaffung von digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bedarf.

    “Die Digitalisierung unserer Schulen ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller politischen Ebenen. Die Freien Demokraten hatten lange gefordert, dass sich auch der Bund endlich an dieser Aufgabe beteiligt. Wir sorgen dafür, dass unsere Schulen erfolgreich aus der Kreidezeit herauskommen können. Die Mittel vom Land kann die Stadt Mönchengladbach passgenau einsetzen“, erklärt der FDP-Landtagsabgeordnete Andreas Terhaag.

    Andreas Terhaag, MdL

    Die corona-bedingten Schulschließungen haben die Akteure vor riesige Herausforderungen gestellt. „An den Schulen haben Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler mit kreativen Lösungen dazu beigetragen, dass Lernen auf Distanz während der corona-bedingten Schulschließungen überhaupt funktionieren konnte. Dafür danken wir allen Akteuren. Als erste Konsequenz haben FDP und CDU 350 Millionen Euro mobilisiert, um die Digitalisierung an unseren Schulen zu verbessern”, erklärt Terhaag. 

    Die Priorität der FDP-Landtagsfraktion liegt dabei darauf, die Chancengerechtigkeit der Bildung zu erhöhen. Andreas Terhaag: “Schülerinnen und Schülern, die sich kein digitales Endgerät leisten können, statten wir damit aus. Das ist ein großer Schritt dazu, die Teilhabe an digitaler Bildung von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Der Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.”

    Zusätzlich zu den Mitteln für die in Leihgeräte für Schülerinnen und Schüler investiert wird, die sich kein digitales Endgerät leisten können, wird die NRW-Koalition aus CDU und FDP zudem alle Lehrkräfte in NRW mit digitalen Endgeräten ausstatten. “NRW ist das erste Bundesland, das Lehrerinnen und Lehrer mit Computern ausstattet und so dafür sorgt, dass jede Lehrkraft digitale Angebote machen kann. Wir sind aber davon überzeugt, dass es nicht genügt, Endgeräte und Software zur Verfügung zu stellen.

    Der wichtigste Faktor für den individuellen Bildungserfolg sind unserer Lehrerinnen und Lehrer. Dabei setzen wir nicht nur auf zeitgemäßes Arbeitsmaterial für unsere Lehrkräfte, sondern investieren in eine digitale Fortbildungsoffensive.
    In der Regierungsverantwortung von FDP und CDU machen wir mit diesen Maßnahmen und insgesamt einen großen und spürbaren Schritt in Richtung weltbester Bildung”, erläutert Andreas Terhaag.

    Dazu schreibt die SPD nun, nachdem sie in den Fachausschüssen jeweils zugestimmt hat:

    Fast drei Monate hat die NRW-Landesregierung gebraucht, um die zwischen Bund und Land vereinbarte Finanzierung für ein Sofortausstattungsprogramm zur Digitalisierung der Schulen nun in einem Runderlass umzusetzen. Die Nachrichten aus Düsseldorf lassen eine Menge Fragen offen. „Die Scheibchentaktik von CDU und FDP lähmt uns vor Ort. Wir wollen jetzt schnell Klarheit und mit allen Beteiligten aus Verwaltung, Schulen und Politik passgenaue Lösungen für Mönchengladbach entwickeln“, kündigt die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Monika Schuster, an.

    Welche Kinder haben einen besonderen Bedarf zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte, wie es in dem Runderlass heißt? Wie können die rund 10 000 schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen versorgt werden, die in Bedarfsgemeinschaften leben, wenn die Fördersumme von 2,58 Mio. Euro für maximal 5 000 Geräte ausreicht? „Die Stadt soll vor diesem Hintergrund zunächst von einer aufwändigen Recherche bei den Schulen absehen, weil diese keine belastbaren Informationen zur sozialen Situation ihrer Schüler haben. Stattdessen halten wir es für sinnvoll, wenn die Stadt eine Anzahl X von Endgeräten als Bedarf an die ITK Rheinland meldet, die dann die Geräte für alle mit der ITK kooperierenden Schulträger beschafft. Dies erspart der Stadt das aufwändige Ausschreibungsverfahren“, fordert Reinhold Schiffers, Schulpolitiker der SPD-Fraktion.

    Neben der Ausstattung mit Endgeräten wie Laptops und Tablets zählt vor allem die Infrastruktur in den Schulen. „Die Perspektive des Medienentwicklungsplans reicht uns nicht mehr. Ohne vernünftiges WLAN helfen Laptops wenig“, so Schiffers. Und in diese Richtung geht auch das Land, denn anders ist die Forderung, dass die Geräte sofort verwendet und in die durch den DigitalPakt Schule förderfähige Infrastruktur integriert werden können, nicht umzusetzen.

    Einen schlanken Fuß macht sich das Land, wenn es lapidar feststellt, dass Personalausgaben nicht förderfähig sind. Damit bleibt die Aufgabe beim Schulträger hängen, mehrere tausend zusätzliche Geräte in Betrieb zu nehmen und zu warten. „Ohne den von uns geforderten Digital-Hausmeister wird dies nicht gelingen. Die Stadt muss jetzt darstellen, wie diese notwendige Serviceaufgabe bewältigt werden kann. Die Schulen werden dies nicht aus ihrem Personalbestand leisten können“, erklärt Monika Schuster.

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  • Unbekannte verwüsten Schulgebäude

    Unbekannte verwüsten Schulgebäude

    Am vergangenen Wochenende haben bislang unbekannte Personen ein Schulgebäude im Stadtteil Westend verwüstet und einige Schäden angerichtet.

    Es muss zwischen Freitag, 24. Juli, 9 Uhr, und Montag, 27. Juli, 8 Uhr gewesen sein, als sich die Täter an dem Schulgebäude auf dem Karl-Barthold-Weg zu schaffen machten.
    Sie hebelten mehrere Fenster und Türen auf. Letztere waren durch Ketten und Vorhängeschlösser gesichert, die sie ebenfalls gewaltsam aufbrachen. Im Gebäude selber entleerten sie sämtliche dort befindliche Feuerlöscher. Zu guter Letzt besprühten sie noch Gebäudeteile mit Graffiti.

    Die genaue Höhe des verursachten Sachschadens ist derzeit noch unbekannt.

    Die Polizei bittet Zeugen, die möglicherweise tatrelevante Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden. (cw)

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  • mags erneuert weitere Bankplätze im Stadtgebiet

    mags erneuert weitere Bankplätze im Stadtgebiet

    Nachdem mags Arbeiten an den Bankplätzen in der Grünanlage Roermonder Straße Höhe Thomas-Mann-Straße in der vergangenen Woche abschließen konnte, bekommen in dieser Woche die Grünanlage und der Spielplatz in Windberg an der Königsberger Straße neue Bankplätze.

    Auch der Grünzug Hensenweg zwischen Windberg und Venn wird mit neuen Bankplätzen ausgestattet.

    Zustand vorher

    Dabei wird zunächst jeder neue Standort plattiert, um zu verhindern, dass unterhalb von Bänken Unkraut wuchert, das mit Rasenmähern schwer zugänglich ist.

    Seit zwei Jahren tauscht die mags-Grünunterhaltung nach und nach in die Jahre gekommene Bankplätze im Stadtgebiet aus.
    So wurden bislang 306 Bänke und Tische erneuert.
    20 neue Bankplätze gesellten sich zu den vorhandenen Bänken. Auch wurden sämtliche nun sicher eingezäunte 15 Hundefreilaufflächen mit Bänken versehen.
    Leider werden immer wieder gerade neu aufgestellte Bänke und Papierkörbe Opfer von sinnloser Zerstörungswut.
    Simon Webers, Meister bei der mags-Grünunterhaltung, wünscht sich daher „einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren frisch aufgestellten Elementen.“

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  • Der manipulierte Verbraucher

    Der manipulierte Verbraucher

    Wenn man in die Welt des Konsums eintritt, steht man unvermittelt unter der Dopamindusche. Dopamin, auch oft als „Glückshormon“ bezeichnet, sorgt bekanntlich für angenehme Gefühle und Wohlbefinden. Und genau diesen Zustand strebt beispielsweise die Werbung in uns Verbrauchern an. Aber nicht etwa, um uns eine Freude zu bereiten oder weil sie idealistische Interessen verfolgt! Vielmehr dient sie den Verkäufern und ihren Erfüllungsgehilfen, also den Werbetreibenden, dazu uns einzulullen, unseren Verstand zu benebeln.

    Warum tun sie das? Ganz einfach: um ihre Verkaufsziele auf bequemem Wege zu erreichen! Das könnten sie natürlich auch, indem sie den Konsumenten über ihre Produkte informieren. Aber insbesondere sachliche Informationen werden oftmals ignoriert, weil sie kaum auffallen bzw. Aufmerksamkeit erregen. Oder sie rufen gar Widerspruch und Kritik auf Seiten des Käufers hervor. Und das gefällt den Verkäufern gar nicht. Sie fahren daher bevorzugt auf der emotionalen Schiene,  denn dann haben sie leichteres Spiel mit uns: Sie können uns einlullen, unseren Denkapparat umgehen und uns so manipulieren. Das gelingt ihnen umso mehr, je weniger Sachinformationen sie uns anbieten und je mehr sie unsere Emotionen bzw. Gefühle ansprechen.

    Das ist eine sehr erfolgreiche Strategie! Wenn es stimmt, dass unsere Gefühle die „wahren Entscheider“ sind, haben wir Konsumenten schlechte Karten! Wohlige Gefühle und gute Stimmung sorgen nämlich dafür, dass unser kritischer Verstand (mehr oder weniger) außer Kraft gesetzt wird. Dies lässt unseren Gefühlen freie Bahn – und das wiederum ist gar nicht gut für unser Portemonnaie. Denn in positiver Stimmung sitzt das Geld lockerer, neigen wir verstärkt dazu, unsere materiellen Bedürfnisse durch Kauf von Gütern zu befriedigen. Kein Wunder also, dass emotionalisierende Werbung ein so erfolgreiches Instrument der Verführung ist. Und dass es sich offensichtlich lohnt, bezeugen die jährlichen Werbeausgaben, die allein 2019 mehr als 21 Milliarden € betrugen.

    Aber nicht nur in der Werbung setzen Verkäufer auf unseren „emotionalen Schwachpunkt“. Nur allzu leicht erliegen wir auch dem Charme einer attraktiven Verkaufsraumgestaltung im Einzelhandel. Mehr noch als früher setzt man heute – vor allem im sog. „Erlebnishandel“ – auch hier voll auf unsere Emotionen. Das zahlt sich insbesondere deshalb für den Verkäufer aus, weil rund 70% aller Kaufentscheidungen am Ort des Verkaufs, am „Point of Sale“, getätigt werden.

    Die Zutaten für eine konsumentenfreundliche Produktdarbietung sind vielfältig, die gewählten Instrumente der Verführung kreativ: an- und aufregende Inszenierung der Waren in verführerischer Dekoration und vor begeisternder Kulisse, untermalt von Musik, farblichen sowie olfaktorischen, auf den Geruchssinn abstellenden Reizen. Das erlebnisorientierte Ambiente kommt unserem hedonistischen, lustvollen, auf Sinnenschmaus setzenden Verlangen sehr entgegen. Manche Konsumentenforscher behaupten, es ginge uns Menschen um die Emotion „an sich“. Falls es stimmt, kommen wir im entsprechend drapierten Einkaufszentrum garantiert auf unsere Kosten.

    Apropos Kosten: Die Gefahr, dass uns Konsumenten der Ausflug in solche Erlebnistempel einiges an „Kosten“ beschert, liegt auf der Hand! Denn wie wir bereits wissen: Emotionen sind es letztendlich, die unsere Kaufentscheidung maßgeblich lenken. Und das ist nicht immer von Vorteil für uns.

    Manipulation durch den Verkäufer erschöpft sich allerdings nicht in ausgefeilten Werbestrategien oder auf Sinnenkitzel setzende Ladengestaltung; auch ein geschickt angelegtes Verkaufsgespräch kann zur Konsumfalle für uns Verbraucher werden. Die Verkaufskraft hat vielerlei Möglichkeiten (durch überzeugende Verkaufsargumentation, durch sein Auftreten und sogar durch sein Äußeres), seinen Beitrag zur Gewinnsteigerung seines Unternehmens zu leisten – und natürlich zur Erhöhung seiner Verkaufsprovision.

    Alles in allem bewegen wir Konsumenten uns auf einem Terrain, auf dem viele vom Verkäufer und seinen Helfershelfern aus der Werbeindustrie raffiniert ausgelegte Köder auf uns lauern. Wir bemerken sie nur selten. Aber sie sind da: in der Werbung, im Verkaufsraum oder beim Verkaufsgespräch. Das sind die Instrumente der Manipulation. Und sie sind deshalb für uns so gefährlich, weil sie auf unsere wunden Punkte setzen.

    Es sind aber nicht nur unsere Emotionen oder Gefühle, auf die die Attacken der Verkäufer zielen. Daneben befindet sich auch unser Unbewusstes im Visier ihrer manipulativen Manöver, weil es ihnen zumeist schutzlos ausgeliefert ist. Und auch uns lieb gewordene und oft hilfreiche „Entscheidungshelfer“ bzw. Einkaufsprinzipien wie „Teuer ist gut!“ oder „Was anderen gefällt, könnte auch für mich gut sein!“ sind vor ihnen nicht sicher, weil sie von Verkäufern gerne ausgehöhlt und für ihre Zwecke missbraucht werden.

    Von alldem und noch mehr erzählt das Buch „Der manipulierte Verbraucher“ von Wolfgang Beyen. Der Autor thematisiert die Fallen, in die wir bei unserem Konsum tappen und denen wir nur schwer entgehen können. Aber es ist – in Grenzen jedenfalls – möglich! Wie uns dies gelingen kann, auch darüber informiert das Buch.

    „Der manipulierte Verbraucher“ ist im Beyenverlag unter der ISBN: 978-3-00-065396-4 erschienen. Es ist erhältlich zum Preis von 11,95 Euro im Buchhandel oder direkt beim Beyenverlag, E-Mail: beyenverlag@web.de.

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