Nach der Wahl des Fraktionsvorsitzenden Janann Safi vor zwei Wochen wählte die SPD-Ratsfraktion nun den restlichen Fraktionsvorstand.
Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende wurden Andrea Koczelnik, Ute Hermanns und Michael Roth gewählt. Ralf Horst wird erneut als Schatzmeister im Vorstand mitwirken. Der Fraktionsvorstand wird durch die Beisitzerin Josephine Gauselmann sowie den Beisitzer Reinhold Schiffers komplettiert.
Dazu Janann Safi: “Ich bin froh, dass wir ein sehr fähiges Team für die kommende Zeit aufgestellt haben. Der Fraktionsvorstand nimmt eine wichtige Koordinierungsfunktion wahr. Wir haben ein geschlossenes Team mit einer guten Mischung aus Erfahrung und Entschlossenheit für mehr Mut in unserer Stadt. Für die anspruchsvollen Aufgaben hat die Fraktion ein gutes und geeintes Führungsteam zusammengestellt.”
Viele der nach Deutschland geflüchteten Menschen haben einen akademischen Abschluss, einschlägige Berufserfahrung – und finden dennoch keine Beschäftigung, die zu ihren Qualifikationen passt.
An der Hochschule Niederrhein läuft jetzt das Projekt Profi/HN an, das geflüchteten Akademikerinnen und Akademikern eine bildungsadäquate Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen soll. Es ist eins von bundesweit 17 Hochschulprojekten, die vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert werden.
Für die Hochschule Niederrhein ist es das dritte Projekt, das sich damit beschäftigt, wie geflüchtete Menschen ins Studium oder in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Welche Chancen gibt es, an vorhandene Qualifikationen anzuknüpfen? Wann lohnt sich der Erwerb eines deutschen Hochschulabschlusses? Mit Fragen wie diesen können sich geflüchtete Akademiker an die Mitarbeiterinnen des Projekts wenden.
Den Geflüchteten wird mit Informationen und individueller Beratung bei der Entscheidung für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg geholfen. Wer sich für ein Studium an der Hochschule Niederrhein entscheidet, erhält praktische Hilfestellung vor Studienbeginn, zum Beispiel bei der hochschulinternen Anerkennung von Studienleistungen. Den Studierenden ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge stehen studentische Mentorinnen und Mentoren zur Seite, die bei der Orientierung und Studienorganisation oder bei konkreten fachlichen Fragen zur Verfügung stehen.
„Die Angebote des Projekts stellen eine Ergänzung zu bereits bestehenden Hochschulangeboten dar“, erklärt Flavia Nebauer, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsinstitut So.con der Hochschule Niederrhein das Projekt koordiniert. „Ein Ziel des Projekts ist, dass Selbsthilfestrukturen entstehen oder ausgebaut werden, damit sich internationale Studierende gegenseitig helfen. Sie erhalten durch den Austausch nicht nur wertvolle Tipps, sondern fühlen sich auch ermutigt und erleben sozialen Rückhalt“, sagt Nebauer.
Beispielsweise gibt es im Rahmen des Projekts ein Kommunikationstraining, in dem sprachliche Kompetenzen erweitert werden. Beim Berufseinstiegstraining stehen der Erwerb von Bewerbungskompetenz und Arbeitsmarktwissen im Fokus. Das Programm läuft bis Dezember 2021. Übergeordnetes Ziel ist, dem für viele Bereiche konstatierten Fachkräfteengpass entgegen zu wirken. Darüber hinaus soll ein Beitrag zur Schaffung internationaler Strukturen an deutschen Hochschulen geleistet werden.
Der Vorstand des Stadtsportbundes Mönchengladbach e.V. hat in seiner Vorstandssitzung einstimmig beschlossen, die Hallenfußballstadtmeisterschaften 2020/21 nicht durchzuführen.
Die Entscheidung zu dieser Absage fiel nicht leicht, war aber letztlich unumgänglich. Bei der 37. Auflage im Vorjahr traten insgesamt 30 Männer-, 9 Frauen- sowie 120 Jugendmannschaften zum Kampf um den begehrten Titel des Stadtmeisters an. Damit ist die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft die größte Amateursportveranstaltung in der Stadt.
Die Bedingungen, die die Politik im Bund und im Land an die Ausrichtung eines solchen Events stellt, sind in Mönchengladbach mit dem verhältnismäßig kleinen Austragungsort „Jahnhalle“ nicht zu erfüllen.
Die Durchführung in Turnierform ist nicht erlaubt und eine Durchführung im Pokalmodus (K.O.-System), über alle Spielklassen hinweg, zeitlich nicht realisierbar. Hinzu kommt noch, dass nahezu keine Zuschauer anwesend sein dürften und damit das besondere Flair dieser Hallenmeisterschaft verloren gehen würde. Nicht zuletzt kommt der Stadtsportbund Mönchengladbach mit der Absage seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung und seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Mitgliedern seiner Vereine und den Besuchern dieser Meisterschaft nach.
Sandro Blank und Andreas Heines sind in der Rheydter Innenstadt unterwegs.
An der Hauptstraße beobachten die mags-Mülldetektive einen Mann dabei, wie er eine Zigarettenkippe auf die Straße schnippt. Er fühlt sich nicht beobachtet. Blank und Heines sind in zivil unterwegs. Umso überraschter ist der Mann, als die beiden Mülldetektive ihn ansprechen und die rote Karte zücken. Das wird teuer: 100 Euro kostet das Wegwerfen von Zigarettenkippen laut Bußgeldkatalog in Mönchengladbach.
Insgesamt 24 Verstöße ahnden die Mülldetektive an ihrem Littering-Aktionstag, an dem sie mit mehreren Teams von 7 bis 19 Uhr an den Mönchengladbacher Hotspots wie den Innenstädten oder den Schulzentren von Wickrath und Giesenkirchen in Sachen Littering unterwegs sind. Ein Teil von ihnen war deutlich an den Warnjacken als mags-Mülldetektive zu erkennen. Der andere Teil war zivil gekleidet.
„Obwohl wir am Donnerstag viele rote Karten verteilt haben, konnten wir beobachten, dass die Mönchengladbacher etwas achtsamer geworden sind, was das Wegwerfen von Kippen oder Kaffeebechern angeht“, sagt Jörg Wilms, Teamleiter der mags-Mülldetektive. Trotzdem gibt es noch genug zu tun, was das Umweltbewusstsein der Mönchengladbacher angeht. Den Beweis liefert die GEM. Mitarbeiter haben am Aktionstag in den Innenstädten von Rheydt und Mönchengladbach allein mit den Stadtstaubsaugern etwa drei Kubikmeter Littering-Müll eingesammelt. Darunter Kaffeebecher, Dosen, Kippen, Zigarettenschachteln, Trinkpäckchen sowie Fast-Food-Verpackungen.
Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) wurde am 25. Mai 2018 direkt anwendbares Recht.
Auch für Vereine ergaben sich daraus neue Anforderungen für den Datenschutz.
Jörg Hallmann, Rechtsanwalt/Fachanwalt für Steuerrecht, spezialisiert auf die Beratung von Vereinen und anderen gemeinnützigen Körperschaften, erläutert die Neuregelungen, die Vereinsvorstände kennen müssen.
Das Forum Politik der Volkshochschule ist am Donnerstag, 29. Oktober, 19 bis 20.30 Uhr in der VHS am Sonnenhausplatz, Lüpertzender Str. 85. Der Eintritt ist frei.
Information und Anmeldung: www.vhs-mg.de, Tel. 02161 / 25-6400
Leider hat unser “Ersatzmotto” unsere Hoffnungen nicht voll erfüllen können.
Auch der Mönchengladbacher Karneval ist durch diese furchtbare Pandemie in einer Krise, aus der wir hoffen gestärkt hervorzugehen. Wir als Mönchengladbacher Karnevalsverband haben von Anfang an versucht, eine klare Linie einzuhalten und Entscheidungen zügig, transparent und konsequent zu treffen. Dieses hatten wir auch von offizieller, politischer Seite erhofft, sogar erwartet. Doch leider steht eine geradlinige und schlüssige Entscheidung unserer Landesregierung immer noch aus und viele Gesellschaften fühlen sich allein gelassen.
Der MKV möchte dieses Lavieren nicht mitmachen und gezielte Entscheidungen frühzeitig genug treffen. Deshalb hat sich der Vorstand unter seinem Vorsitzenden Gert Kartheuser schweren Herzens entschieden, zunächst alle In- und Outdoorveranstaltungen des MKV für die Session 2020/21 abzusagen. Dies gilt explizit für unsere Jugendveranstaltungen, die Seniorensitzungen, das Altweibertreiben, den Rosenmontags- und Veilchendienstagszug. Diese Entscheidung betrifft ausdrücklich nur die Veranstaltungen des MKV, die Gesellschaften handeln da in Eigenverantwortung.
Freundliche & karnevalistische Grüße,
H.-W. Bella Peltzer Fachbereich Kommunikation Mönchengladbacher Karnevals-Verband e. V.
Wegen des Tarifstreits im Öffentlichen Dienst kommt es am Mittwoch, 14. Oktober, auch zu Einschränkungen bei mags und GEM.
Insbesondere die Müllabfuhr der GEM wird am Mittwoch wieder bestreikt. Das wirkt sich auf den Abfuhrrhythmus und damit auf die Abholtermine in dieser Woche aus. Der Müll wird in dieser Zeit jeweils einen Tag später abgeholt. Der Gelbe Sack ist davon nicht betroffen.
Hier die veränderten Abholtermine: Am Mittwoch,14. Oktober findet wegen des Warnstreiks keine Abfuhr von Restmüll, Biomüll und Altpapier statt. Am Donnerstag, 15. Oktober findet die Restmüllsammlung im Bezirk 9, die Leerung der Biotonnen in den Bezirken 2 und 8 und die Altpapierabfuhr im Bezirk 4 statt. Am Freitag, 16. Oktober findet die Restmüllsammlung im Bezirk 6, die Leerung der Biotonnen in den Bezirken 4 und 9 und die Altpapierabfuhr im Bezirk 2 statt. Am Samstag, 17. Oktober findet die Restmüllsammlung im Bezirk 2, die Leerung der Biotonnen in den Bezirken 1 und 10 sowie die Altpapierabfuhr im Bezirk 9 statt.
Sowohl in der kostenlosen mags-App als auch im Online-Abfuhrkalender auf www.mags.de sind die Abfuhrdaten entsprechend aktualisiert. Der Wertstoffhof Heidgesberg ist am Mittwoch geschlossen. Der Wertstoffhof Luisentag bleibt geöffnet. Am Service-Telefon, der Sperrmüll-Terminvergabe und der Behälterverwaltung kann es aufgrund des Warnstreiks zu längeren Wartezeiten kommen.
Soziale Verwerfungen sind besonders auch in Mönchengladbach zu verzeichnen.
Deshalb haben sich zwölf Mönchengladbacher Organisationen zu einem gemeinsamen Bündnis zusammengeschlossen, um den berechtigten Forderungen der betroffenen Bürger der Stadt stärkeren Nachdruck zu verleihen. Sie werden die geballte Expertise einsetzen, Politik im Sinne ihrer tatsächlichen Verantwortung zu bewegen.
Ab sofort können sich Bürger mit ihren Anliegen an das Bündnis wenden mit einer E-Mail unter info@soziales-mg.de . Natürlich sind auch die einzelnen Bündnismitglieder/Vereinigungen ansprechbar. Die Anfragen werden gebündelt im Bündnis, zukünftig sollen auch separate Rufnummern und Ansprechpartner benannt werden.
Sie werden sich im Sinne einer sozialeren Gerechtigkeit als bisher einsetzen:
Soziale Verwerfungen zeigen sich an Auswüchsen, die beseitigt werden müssen, wie:
• Kinderarmut (jedes 3. Kind in Hartz IV-Bezug) • Ungleiche Bildungschancen von Kindern nach Einkommen und Herkunft der Eltern • Prekäre Beschäftigung (unsichere Beschäftigungsverhältnisse und niedrige Löhne) • Hohe Anzahl von Hartz-IV-Bezieher*innen und Langzeitarbeitslosen • Altersarmut • Keine ausreichende Absicherung im Alter • Fehlen von bezahlbarem Wohnraum und von aktivem Mieterschutz im Bestand • Chronische Unterfinanzierung medizinischer und pflegerischer Einrichtungen • Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen z.B. mit Behinderung, mit Migrationshintergrund usw.
Die Unterzeichnerinnen “Soziale Gerechtigkeit Mönchengladbach” sind überzeugt, dass sich die negative Entwicklung der letzten Jahre nur durch ein gemeinsames Bündnis aufhalten lässt. Die Einbeziehung und Stärkung der Betroffenen sind dabei wesentliche Teile unseres Selbstverständnisses. Wir stehen ein für Vielfalt, Toleranz, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Es ist Auftrag der Politik, dafür zu sorgen, dass Kommunen mit ihren vielfältigen Aufgaben auch langfristig handlungsfähig bleiben. Es darf nicht sein, das Bürgerinnen in reichen Kommunen mit wenig armen Menschen viel besser gestellt sind als Bürger*innen armer Kommunen. Bei aller Unterschiedlichkeit sind wir vereint im Widerstand gegen soziale Ungerechtigkeit gemeinsam mit den betroffenen Menschen.
Auf der Präsentationsveranstaltung im DGB-Haus wurde deutlich, dass selbst im aktuellen Berichtsjahr 2020 der Bedarf wächst.
Die aktuelle Entwicklung am Mönchengladbacher Wohnungsmarkt wurde im ZDF folgendermaßen dargestellt:
x = 67,2 % der Bevölkerung in MG wohnen zur Miete ; x = 45,0 % der Mieter zahlen inzwischen 35% d. Monatseinkommen f.d. Miete; x = weitere 5% zahlen sogar 50% und mehr des Monatseinkommens; x = Durchschnittskaltmiete liegt bei 6,86 € je qm im Bestand , 9,50 € je qm beim Neubau, Tendenz steigend; x = Bestand an Sozialwohnungen weiter sinkend, Stand 12/2018 noch 7122 Sozialwohnungen bis Ende 2029 durch auslaufen d. Preisbindung Wegfall von ca. 3400 WE, somit jährlicher Neubaubedarf von 340 Wohnungen, im Zeitraum 2017 – 2019 wurden jedoch nur 254 neue Sozialwohnungen erstellt; x = in MG kommen zur Zeit auf 1 SZW bereits 5 Bezugsberechtigte mit WBS;
Aus diesen Fakten ergeben sich Forderungen an die Politik ( neuen OB und alle Parteien im Stadtrat ) :
1. = Einbringung und Beschlussfassung zu einer Wohnraumschutzsatzung ; 2. = bessere Ausstattung bei Finanzen und Personal für die WohnBau Gmbh und das Wohnungsamt selbst ; 3. = kein weiterer Verkauf von städtischen Bauland ; 4. = festgelegte Quote für private Investoren zum Bau v. geförderten Sozial- wohnungen 30% und im unteren Preissegment ebenfalls 30 % ; 5. = Rederecht der Bürger/ Innen in den Ausschüssen , z.B. Planungs- und Bauausschuss ;
In Nordrhein-Westfalen sind nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts immer mehr ältere Menschen von Armut bedroht.
Demnach ist der Anteil der über 64-Jährigen, die armutsgefährdet sind, im bevölkerungsreichsten Bundesland besonders stark gestiegen – seit 2005 um 7,1 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent. „Auch bei den Beziehern von Grundsicherung im Alter ist NRW mit 4,3 Prozent trauriger Spitzenreiter unter den westlichen Flächenländern. Hinzu kommt nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung eine Dunkelziffer von rund 60 Prozent der Anspruchsberechtigten, die beispielsweise aus Scham keine Leistungen beantragen“, macht der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge deutlich.
„Altersarmut ist ein Massenphänomen. Deshalb muss die Bundesregierung das Vertrauen in die gesetzliche Rente stärken“, so Vöge, der zugleich als Vizepräsident des VdK Deutschland aktiv ist. „Diese erreicht hier zwar den zweithöchsten Wert im Bundesvergleich. Wir dürfen aber nicht außer Acht lassen, dass gerade Frauen, die sich ein Leben lang um ihre Familien gekümmert haben, nicht annähernd von ihren Altersbezügen leben können. Mit 59,2 Prozent ist ihr Anteil an den mehr als 155.000 Personen, die in NRW Ende 2019 zusätzlich staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen mussten, besorgniserregend hoch.“
Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen spricht sich demzufolge ausdrücklich gegen mögliche Nullrunden aus. „Um die Altersversorgung zukunftsfest zu machen, sind grundsätzliche Veränderungen dringend notwendig.“ Zudem dürfen die Einkommen aus der gesetzlichen Rente nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet werden, fordert Vöge. „Und nicht zuletzt brauchen wir einen armutsfesteren Mindestlohn von 13 Euro, damit alle Versicherten im Alter die Chance auf eine Rente oberhalb des Existenzminimums erhalten.“
Schulleiterinnen und Schulleiter bewerten die Digitalisierung an NRW-Schulen laut einer aktuellen WDR-Umfrage nur mit „ausreichend“.
Hierzu erklärt die SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Die Digitalisierung an den Schulen in NRW gleicht einem Flickenteppich. Von Chancengleichheit kann hier schlichtweg keine Rede sein. Das ist das größte Manko, das mit dieser Umfrage mehr als deutlich geworden ist. Es kann nicht sein, dass die Zukunftschancen eines Kindes davon abhängig sind, wo es zur Schule geht. Hier muss Schulministerin Gebauer ihrer Verantwortung für die Kinder gerecht werden. Sie ist jetzt seit dreieinhalb Jahren im Amt. Sie muss das Thema endlich zur Chefinnen-Sache machen.
Von einer zentralen, koordinierenden Rolle ist Frau Gebauer aber weit entfernt. Geld vom Bund weiterzureichen, macht noch keine Digitalisierung. So lädt sie die Verantwortung bei den Schulen und bei den Trägern vor Ort ab und überlässt damit die Zukunftschancen der Kinder den jeweiligen Bedingungen vor Ort. Das ist keine Lösung, das ist ministerielles Wegdelegieren.
Wir brauchen im Land dringend eine zentrale und koordinierende Servicestruktur für den digitalen Support an unseren Schulen. Dazu müssen auch langfristige Finanzierungsfragen endlich geklärt werden. Hierzu sollten wir bei einem Schulgipfel umgehend zusammenkommen. Unsere Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist bekannt. Eltern wissen: Eine 4+ ist zwar nicht versetzungsgefährdend. Zum Sprechtag sollten sie vielleicht aber besser doch mal gehen.“
Ab dem 13. Oktober ist die Mund-Nase-Bedeckung während der Vorstellung Pflicht.
Als Anpassung an die aktuelle Corona-Lage verpflichtet das Theater Krefeld und Mönchengladbach seine Zuschauer künftig, auch während der Vorstellung eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Bisher konnten Theaterbesucher diese bei Beginn der Aufführung abnehmen, ein Aufbehalten während der gesamten Dauer des Stücks wurde jedoch seit dem Start der Spielzeit empfohlen und vom überwiegenden Teil des Theaterpublikums auch vollzogen. Um dem Publikum den bestmöglichen Schutz in seinem Haus bieten zu können, hat Generalintendant Michael Grosse entschieden, diese Empfehlung jetzt in eine Pflicht umzuwandeln.
Die neue Regelung wird ab Dienstag, 13. Oktober 2020 umgesetzt.
Der Vortrag im Forum Kultur der Volkshochschule am Mittwoch, 28. Oktober, 19 bis 20.30 Uhr, in der VHS am Sonnenhausplatz, Lüpertzender Str. 85, beleuchtet verschiedene Aspekte der Persönlichkeit, des Lebens und des Wirkens dieses außergewöhnlichen, in Bonn geborenen Komponisten, der schon zu Lebzeiten als Genie verehrt wurde. Markante Hörbeispiele und Bilddokumente runden den Einblick ab.
Die Konzertdramaturgin der Niederrheinischen Sinfoniker Eva Ziegelhöfer, am Ort die Expertin für klassische Musik, spricht im Jubiläumsjahr über den großen Komponisten und Revolutionär der klassischen Musik Ludwig van Beethoven.
Entgelt: 7,50 Euro
Information und Anmeldung: www.vhs-mg.de, Tel. 02161 / 25-6400
Einer Seniorin, die kurz zuvor Geld bei der Bank abgehoben und selbiges in ein Kuvert getan hatte, verstellten ein Mann und eine Frau am Freitagmorgen den Weg, um sie dann zu bestehlen.
Die Polizei warnt vor dieser Diebstahlsmasche und sucht Zeugen.
Die 88-Jährige hatte sich gegen 09.30 Uhr Erspartes in niedriger vierstelliger Höhe in der Filiale an der Hofstraße auszahlen lassen. Sie verstaute es, vermeintlich geschützt unter Taschen und Tüten, in ihrem Rollator. Im Bereich der Buscherstraße stellte sich ihr ein Mann in den Weg und lenkte sie ab, indem er ihr einen Flyer vor die Nase hielt und sie ansprach. Währenddessen beugte sich eine zweite Person, eine Frau, zu dem Rollator und stahl das Kuvert. Danach entfernten sich die beiden Unbekannten zu Fuß in Richtung Hofstraße. Der Mann wohl sogar so frech-dreist, sich noch einmal umzudrehen und der Seniorin zuzuwinken.
Beschrieben wird er als etwa 1.60m-1.75m großer und ca. 50-jähriger Mann von kräftiger Statur. Genauer sei der Bauch auffällig dick gewesen. Haare, Dreitagebart und Jacke seien jeweils dunkel gewesen. Von der Frau kann lediglich gesagt werden, dass sie eine hellbraune Jacke und eine Strickmütze trug.
Leider ist es kein neues Phänomen, dass Diebe ihre Opfer nicht zufällig auswählen sondern schon bei Banken und Sparkassen Ausschau nach älteren Personen halten, die Geld abheben.
Die Polizei bittet: Sprechen Sie mit Menschen, vor allem älteren, in Ihrem Umfeld und sensibilisieren Sie sie für diese Gefahren.
Im besten Fall werden sie beim Abheben größerer Geldsummen von Angehörigen oder einer vertrauenswürdigen Person begleitet. Nehmen Sie aufmerksam wahr, wer sich vor oder in der Filiale mit Ihnen aufhält. Sie fühlen sich beobachtet oder Ihnen fallen verdächtige Personen auf: Sprechen Sie andere Kunden oder das Personal darauf an.
Zeugen, die Angaben zu dem hier vorliegenden Sachverhalt machen können oder denen am Tattag entsprechende Personen im Bereich der Sparkasse an der Hofstraße aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden.
Die Förderung der MINT-Fächer ist für das Kollegium des Hugo-Junkers-Gymnasiums von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grunde ist die Freude über einen herausragenden Erfolg im Bereich Mathematik an der traditionsreichen Schule groß, denn der angehende Abiturient Henri Lake wurde im Rahmen einer Feierstunde an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ausgezeichnet.
Auf Vorschlag seiner Mathematiklehrerin Martina Chittka entschied sich die Experten-Jury um Prof. Dr. Axel Görlitz, den Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Düsseldorfer Universität, für seine Facharbeit ‚Elliptische Kurven in der Kryptographie‘ und verlieh dem Oberstufenschüler den 2. Platz des renommierten Dr. Hans Riegel-Fachpreises, der mit 400 Euro dotiert ist.
In seiner Arbeit beschäftigte sich Henri Lake mit Verschlüsselungstechnologien für Kommunikation im Internet – genauer gesagt: mit dem Schutz von Messenger- und Email-Diensten, die immer wieder das Ziel von Cyber-Kriminellen sind.
Da der junge Wissenschaftler das Fach Informatik, in dem Verschlüsselungsverfahren behandelt werden, am Hugo-Junkers-Gymnasium nicht belegt hat und die für Verschlüsselungsverfahren benötigten mathematischen Kenntnisse nicht Teil des Schulfaches sind, ist die Forscherleistung besonders hoch einzuschätzen.
Mit den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen werden besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II ausgezeichnet und in Kooperation mit fünfzehn deutschen und sechs österreichischen Universitäten verliehen. Die Förderung der MINT-Fächer steht im Fokus der Jury, so dass die Auszeichnungen in den Fächern Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik vergeben werden. Ziel des Wettbewerbes ist es, frühzeitig junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu entdecken und den Kontakt zu Hochschulen herzustellen und Fördermöglichkeiten anzubieten. Darüber hinaus wird der Austausch zwischen Schulen und Universitäten unterstützt, um eine noch bessere Nachwuchsförderung zu erreichen.
ln seiner heutigen Sitzung (8. Oktober 2020) hat der NRW-Landtag mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zum Verbot von Reichskriegsflaggen verabschiedet.
Hierzu erklären Prof. Dr. Rainer Bovermann (SPD), Dietmar Panske (CDU), Mare Lürbke (FDP) und Verena Schäffer (Grüne):
“Reichskriegsflaggen sind ein Symbol von Rechtsextremen, das in unserem öffentlichen Leben nichts zu suchen hat. Die Feinde unserer Demokratie zeigen diese Flaggen weiterhin bei ihren rechtsextremen Aufmärschen, um ihre Zustimmung zu einem menschenverachtenden System zur Schau zu stellen. So sagen sie auf offener Bühne unserem demokratischen Grundkonsens den Kampf an und gefährden unser friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Die Bilder der Nazis und Reichsbürger, die mit Reichskriegsflaggen den Deutschen Bundestag stürmen wollten, haben uns zutiefst verstört. Angriffe und Provokationen dieser Art werden wir nicht weiter hinnehmen. Als demokratische Fraktionen des NRW-Landtags sind wir entschlossen, diesen rechtsextremen Umtrieben ein Ende zu setzen. Wir haben die Landesregierung daher heute dazu aufgefordert, das Zeigen und Verwenden von Reichskriegsflaggen zu verbieten.”
Politikverdrossenheit? Davon scheint die FDP in Mönchengladbach derzeit weit entfernt zu sein: Seit Januar traten 20 neue Mitglieder in die Partei ein.
Elf von ihnen sind unter 30 Jahren und zählen damit zu den Jungen Liberalen. Per 30. September hat der Kreisverband Mönchengladbach somit 205 Mitglieder. „In den ersten Oktobertagen gingen zwei weitere Beitrittserklärungen ein,“ berichtet Schatzmeister Stefan Dahlmanns und ergänzt „auch sie kamen von jungen Leuten unter dreißig.“
Warum zieht es junge Leute wieder verstärkt in die FDP? Andreas Terhaag, Kreisvorsitzender, sieht eine Erklärung darin, dass sich junge Menschen seit Beginn der Fridays for Future-Bewegung verstärkt politisch engagieren. Die Corona-Pandemie dürfte ebenfalls viele nachdenklich gemacht haben – Besuchsverbote, Maskenpflicht, Kurzarbeit etc. Die Jungen wollen mitreden und mit gestalten. Und dies nicht nur bei Umweltfragen, sondern auch bei ökonomischen und aktuellen politischen Themen.
Am Dienstag, 6. Oktober 2020, trafen sich die Mitglieder des ADFC Mönchengladbach e. V. in der City Kirche zur diesjährigen Mitgliederversammlung.
Nach dem ausführlichen Rechenschafts- und Kassenbericht der Vorstandsmitglieder und der Entlastung des Vorstands, standen Neuwahlen für den Vorstand auf der Tagesordnung, jeweils für die Dauer von zwei Jahren. Die Mitglieder wählten Borgard Färber (46) einstimmig zum neuen ersten Vorsitzenden. Färber, Vorstandsmitglied seit 2018, ist Grundschullehrer, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Stephan Terhorst (54) wurde als zweiter Vorsitzender bestätigt, ebenso Karl-Heinz Pfeiffer (59) als Kassierer. Zu dritt bilden sie den geschäftsführenden Vereinsvorstand.
Als Referenten wurden neu in den Vorstand gewählt: Barbara Schneider (53) als Leiterin der Geschäftsstelle und Guido Possehl (55) als Tourenwart. Bestätigt wurde Thomas Maria Claßen (66) als verkehrspolitischer Sprecher. Weiterhin im nun siebenköpfigen Vorstand ist Stefan Mörkels (46), zuständig als IT-Referent, der noch bis 2021 gewählt ist. Borgard Färber betonte in seiner Antrittsrede, dass er in den kommenden Jahren den Verein in all seinen Facetten stärken will.
Färber: „Unsere erste Kidical Mass am dritten September-Sonntag hatte mit 120 Teilnehmern eine tolle Beteiligung. Das will ich ausbauen und mit weiteren Ideen unsere Kinder- und Jugendarbeit beleben. Insgesamt wollen wir für eine breite Akzeptanz des Fahrrads als Verkehrsmittel werben und uns für eine beschleunigte Umsetzung des Masterplans Nahmobilität stark machen.“
Der neue Vorsitzende sieht den Beitritt zur AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW) als Signal und Versprechen von Politik und Verwaltung, damit Mönchengladbach sich kontinuierlich zur fahrradfreundlichen Stadt entwickelt und auch Kinder und Senioren bald überall sicher fahren können. Der Vorstand stellte klar, dass die Fahrradfahrenden längst keine billigen Schutzstreifen mehr wollen, sondern bauliche Radwege oder geschützte Radfahrstreifen, überall da, wo Kfz-Verkehr das erfordert. Und Tempo-30-Straßen oder -Zonen müssen so ausgestaltet werden, dass die vorgeschriebene Geschwindigkeit erzwungen wird. Borgard Färber dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Laura und Christoph Schameitat für ihre Engagement und abschließend würdigte Stephan Terhorst ausführlich die fast zehnjährige herausragende Arbeit von Dirk Rheydt, der mit seinen Ideen und seinem unermüdlichen Einsatz den ADFC MG aus dem Nichts zu einer starken Fahrradlobby gehoben hat.
Terhorst: „Mit unserer heute überregional bedeutenden Mönchengladbacher Sternfahrt, den Weihnachts-, Karnevals- und Nachtradeln hat er den Fahrradfahrenden der Stadt ein Gesicht und Gewicht gegeben und den Radverkehr in Politik, Verwaltung und Polizei als sinnvolles Verkehrsmittel etabliert.“
Besonders in den letzten Jahren konnten so viele neue Mitglieder gewonnen werden und schoben den ADFC Mönchengladbach mehrfach in Folge an die Spitze der jährlichen Neumitgliedschaften in NRW. Die anwesenden Mitglieder verabschiedeten ihren langjährigen Vorsitzenden mit einem ausdauernden und begeisterten Applaus.
Nachdem sie 2017 in den Ruhestand versetzt wurden, suchten Ulrike Will und Joachim Wals aus Mönchengladbach neue Aufgaben und Ziele – und auch Verantwortung.
Ulrike Will erzählt: “Wir nutzen alle Chancen etwas Nützliches zu tun! Es hat nicht lange gedauert, und wir haben die Lebensaufgabe gefunden: aus einem botanischen Unglück werden wir einen blühenden Garten schaffen. Die meisten unserer Bestäuber sind Bodenbrüter, benötigen ihre Nährstoffe im direkten Umfeld zum Nistplatz (oft nur 100m oder weniger entfernt), ein freies Flugfeld und Verstecke vor Fressfeinden. Wichtige Module (z.B. Totholzhaufen, Trockenmauer, Käferkeller, Steinpyramide, Hecken usw.) für die Förderung der Artenvielfalt haben wir erschaffen: dazu ein Sandbeet für Wildbienen. Dies sollte 60-80 cm hoch sein, um möglichst vielen Wildbienen eine passende Brutstätte anzubieten.
Gleich nebenan wachsen verschiedene heimische Wildblumen. Auch Grabwespen und Erzwespen fühlen sich hier zuhause, die sich die unbeliebten Dickmaulrüssler in ihre Brutlöcher legen. Auf engstem Raume haben wir ein durchgängiges Nahrungsangebot über das ganze Jahr für unsere kleinen Bestäuber geschaffen. Bei dem Umbau unseres Gartens haben wir auch die klimatischen Veränderungen (von Kälte, Hitze über Trockenheit, Schwallregen, Sturm usw.) berücksichtigt. Für unsere feinfühligen Warmduscher haben wir extra eine Pyramide aus Lavasteinen zum Zwecke der Aufwärmung, Feuchtigkeitsspeicher oder Versteck vor Fressfeinden aufgeschichtet. Hier war meine umfangreiche Ausbildung zur Fachberaterin für Kleingartenwesen durch den Landesverband sehr hilfreich und nützlich.
Als Mitglied im „Hortus-Netzwerk“, Gründer Markus Gastl (siehe Google), mit einem geprüften und eingetragenen Garten, haben auch wir die Anerkennung der „UN-Dekade 2019 – Biologische Vielfalt“ erhalten. Wir freuen uns ebenso für die weitere Anerkennung der NABU zum „Schmetterlingsfreundlichen Garten“. Ich hoffe, dass -nach Corona- wir wieder interessierte Gartenbesucher bei uns begrüßen dürfen. Wir würden uns wünschen, dass viele Leser diese Gedanken aufnehmen und mit ihren persönlichen Möglichkeiten dem Aufruf nachkommen „Wir tun was“. Denn wir haben den Slogan „Machen ist wie wollen, nur krasser“…“
Mit ihrem zukunftsorientierten, naturnahen Garten „Hortus Noctuarum“ (KGV, Mönchengladbach, Spielkaulenweg 70) haben sich Ulrike Will und Joachim Wals bei dem bundesweiten Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen“ 2020 in der Kategorie “Kleingartenwesen: Parzellen und Gemeinschaftsgärten” beworben und…, sie haben den 1. Preis gewonnen. https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html
Naturnahe Gärten haben nicht nur einen Sinn – nein, sie sind für Bestäuber, Nützlinge und für die gesamte Artenvielfalt überlebensnotwendig.