Autor: Redaktion

  • Ampel lässt größere Gestaltungsspielräume für Handel und Gastronomie prüfen

    Ampel lässt größere Gestaltungsspielräume für Handel und Gastronomie prüfen

    Die Stärkung der Innenstädte und Stadtteilzentren sowie die Belebung innerstädtischer Plätze sind Kernanliegen der Ampelfraktionen.

    So hatten sich SPD, Grüne und FDP in ihrer Kooperationsvereinbarung unter anderem darauf verständigt, bestehende Gestaltungsvorgaben einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Nun wurde ein Antrag eingebracht, der die Verwaltung mit einer Anpassung der Gestaltungsrichtlinien beauftragt. In den kommenden Sitzungen der Bezirksvertretungen Nord und Süd, den zu beteiligenden Ausschüssen sowie in der Ratssitzung am 19. Mai wird der Antrag auf der Tagesordnung stehen.
    „Wir wollen Handel und Gastronomie in der Darstellung und Bewirtschaftung einen größeren Gestaltungsspielraum gewähren.“ so der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi. „Denn unsere Innenstädte müssen einladend und lebendig sein, wofür die Aufenthaltsqualität entscheidend ist.“
    „Eine Gestaltungsrichtlinie ist nie endgültig und muss sich an neue Anforderungen und Gegebenheiten anpassen, gerade auch angesichts der aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie.“ ergänzt Nicole Finger, Vorsitzende der FDP-Fraktion. „Wir wollen insbesondere die Zulässigkeit anderer Formen von Waren- und Werbeständern und Werbebeschriftungen sowie die Möglichkeit zur Einfriedung für Außengastronomie beleuchten.“
    Der Co-Fraktionssprecher der Grünen, Dr. Boris Wolkowski, weist auf das verabredete Beteiligungsverfahren hin: „Um die Transparenz und Akzeptanz einer Neufassung zu erhöhen, werden wir uns die Vorschläge und Erwartungen der Betroffenen aus Gastronomie und Einzelhandel bzw. deren Verbänden oder Interessenvertretungen genau anhören und in die Planungen einfließen lassen.“
    Die Vorsitzenden sind sich einig: „Bei allen zu treffenden Maßnahmen muss die Barrierefreiheit selbstverständlich immer gewährleistet sowie städtebauliche Aspekte mit möglichen Veränderungen abgewogen werden.“

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  • Viersen: Landrat Dr. Coenen fordert Land auf, Impftermine für Wahlhelfer zu öffnen

    Viersen: Landrat Dr. Coenen fordert Land auf, Impftermine für Wahlhelfer zu öffnen

    “Wahlhelferinnen und Wahlhelfer müssen so rechtzeitig geimpft werden, dass sie bis zur Bundestagswahl den vollen Impfschutz aufgebaut haben. Diese Ehrenamtler leisten einen wichtigen Dienst an unserer Demokratie, für den sie in engen Kontakt zu anderen gehen. Der Staat trägt die Verantwortung dafür, dass das gesundheitliche Risiko dabei minimiert wird. Darum brauchen wir bald einen konkreten Zeitplan für diese Gruppe.”

    Wahlhelferinnen und Wahlhelfer fallen in der Coronavirus-Impfverordnung unter die Menschen, die mit erhöhter Priorität zu impfen sind (Gruppe 3). Aktuell werden jedoch erst Menschen der Gruppe 2 geimpft. Wann das Land die Impfung der Menschen in Gruppe 3 erlaubt, ist offen.

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  • Ehemaliger Schulhof wird zur neuen Dorfmitte

    Ehemaliger Schulhof wird zur neuen Dorfmitte

    Der Verein Dorf Campus Wanlo e.V. erhält eine Förderung in Höhe von rund 81.000 Euro aus dem Landesförderprogramm Dorferneuerung, um den alten Schulhof der ehemaligen Grundschule als neue Dorfmitte zu einem Begegnungsort umgestalten zu können und den Betrieb des Multifunktionshauses im ehemaligen Schulgebäude sicherzustellen.

    Die Stadt Mönchengladbach beteiligt sich mit einem Eigenanteil in Höhe von 25.000 Euro an dem Projekt. “Wanlo ist Tagebaurand und ein Vorposten der Stadt. Der Verein zeigt, dass sie trotz der Abbaubedingungen bleiben und ihre Heimat entwickeln wollen. Hier sind mutige Ideen entstanden, die wir fördern wollen”, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Der Stadtteil Wanlo leidet in unmittelbarer Nachbarschaft zum Braunkohletagebau unter den Abbaubedingungen. Bereits seit vielen Jahren bemüht sich die Dorfgemeinschaft Wanlo mit ihren rund 1.100 Einwohnern dennoch um ein aktives Zusammenleben. Als Basis einer integrierten Gesamtstrategie wurde 2016 ein Dorfinnenkonzept Wanlo entwickelt, das Grundlage und Voraussetzung gezielter Projekte und Maßnahmen ist.

    Ein Leitprojekt ist der Dorf Campus Alte Schule. Seit gut zwei Jahren findet hier mit Schülerlaboren, Werkstätten und Workshops ein Testbetrieb im Erdgeschoss statt. “Die Schule ist ein Begegnungsort für Jung und Alt geworden. Die Räumlichkeiten werden schon jetzt für kleinere kulturelle Veranstaltungen genutzt”, erklärt Vereinsvorstand Frank Licht. Mit der Förderung soll nun primär der alte Schulhof neu gestaltet werden. “Wir wollen die Flächen sanieren und begrünen und einen dorfprägenden Charakter herstellen, der sich zur Dorfstraße hin öffnet. Wir wollen auch draußen Raum für Veranstaltungen schaffen und Flagge zeigen im ländlichen Raum”, so Licht weiter. Rund 18.000 Euro wird der Verein aus Eigenmitteln stemmen.

    Für Regierungspräsident Birgitta Radermacher ist die Förderung eine lohnende Investition: “Wir investieren hier in Menschen und Ideen, nicht in Steine. Damit fördern wir den Zusammenhalt im Stadtteil.”

    Das Landesförderprogramm Dorferneuerung fördert Orte und Ortsteile von bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in ländlichen Räumen in ihren dörflichen bzw. ortsteilspezifischen Siedlungsstrukturen, um Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur-und Naturräume für die Menschen zu sichern und zu entwickeln.

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  • Gymnasium Odenkirchen beim Planspiel Börse auf regionaler und lokaler Ebene sehr erfolgreich

    Gymnasium Odenkirchen beim Planspiel Börse auf regionaler und lokaler Ebene sehr erfolgreich

    Die Gruppe „Lebron James of Planspiel Börse“ mit Alexander und Elias konnte mit ihrem Startkapital von 50.000 Euro binnen zehn Wochen einen Wertzuwachs von verzeichnen.

    Dies reichte für den Sieg in Mönchengladbach und einem hervorragenden sechsten Platz im Rheinischen Sparkassen und Giroverband.
    Auch der begehrte Wanderpokal der Sparkasse Mönchengladbach geht damit zum zweiten Mal in Folge an das Gymnasium Odenkirchen. Die Gruppe „Treelon“ von Gordon und Leonard erzielte einen Wertzuwachs und belegte in Mönchengladbach Platz zwei und auf regionaler Ebene Platz zehn.

    In der gesonderten Nachhaltigkeitswertung belegte die Gruppe „V8 das macht Krach in der Nacht“ von Eric und Max im Rheinland und Mönchengladbach den ersten Platz.
    Die sechs Schüler der SoWi Kurse der Jahrgangstufe Q2 konnten sich über ein Preisgeld von insgesamt 3.100 €uro, Amazon-Gutscheine sowie einen Restaurantgutschein freuen.

    Leider konnte pandemiebedingt in diesem Jahr keine Siegerehrung durch die Sparkasse stattfinden.
    Die Siegerehrung wurde deshalb am 15.4.21 durch die Schulleitung vorgenommen.


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  • Ex-Linke Rohat Yildirim wechselt zur grünen Fraktion

    Ex-Linke Rohat Yildirim wechselt zur grünen Fraktion

    Rohat Yildirim, bis vor Kurzem politisch für die Fraktion „Die Linke“ in Mönchengladbach tätig, ist seit Beginn dieser Woche Mitglied der hiesigen grünen Fraktion. Die 48-jährige Buchhalterin vertrat die Linke in der letzten Legislaturperiode im Stadtrat und aktuell in der Bezirksvertretung Süd.

    Seit über zehn Jahren ist die verheiratete Mutter dreier erwachsener Kinder kommunalpolitisch aktiv. Nun sieht sie ihre politische Heimat bei den Grünen. „Ich freue mich, meine Schwerpunkte in der Integrationspolitik und im Sozialen im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in die grüne Fraktion einbringen zu können“, sagt Rohat Yildirim.

    Grünen-Fraktionssprecher Dr. Boris Wolkowski zeigt sich sehr erfreut über Yildirims Bereitschaft, künftig für die grüne Fraktion aktiv sein zu wollen: „Rohat Yildirim kann mit Stolz auf eine langjährige erfolgreiche Tätigkeit in den politischen Gremien dieser Stadt zurückblicken, sie ist eine absolute Bereicherung für unsere Fraktion.“

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  • Ganzheitliches Bewässerungskonzept durch die Stadt-Tochter mags entwickelt

    Ganzheitliches Bewässerungskonzept durch die Stadt-Tochter mags entwickelt

    Der Klimawandel führte deutschlandweit zu drei trockenen Hitzesommern in Folge. Zudem geht das Umweltbundesamt davon aus, dass in den nächsten Jahrzehnten mit mehr heißen Tagen in den Sommermonaten zu rechnen ist.

    Um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken und die städtische Vegetation zu erhalten, hat mags als verantwortlicher Betrieb für die Planung und Unterhaltung von sämtlichen öffentlichen Grünflächen der Stadt in den vergangenen drei Jahren ein ganzheitliches Bewässerungskonzept zur Stärkung der blauen und grünen Infrastruktur entwickelt: Da eine klimagerechte Umwandlung der städtischen Vegetation nicht kurzfristig erfolgen kann, kann zurzeit auf eine künstliche Bewässerung durch Gießen noch nicht verzichtet werden. Zudem rückt bei der Neuplanung und Umgestaltung vorhandener Vegetationsflächen die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel in den Fokus.
    Seit diesem Jahr sind neun mags-Bewässerungswagen im Einsatz, die knapp 4000 Straßenbäume gießen. Dazu werden unter anderem zu Beginn des Frühlings temporär fünf Winterdienstfahrzeuge der GEM zu Bewässerungsfahrzeugen umgerüstet. Das Gießen der Straßenbäume geschieht im Bedarfsfall schon ab April, um beginnenden Trockenstress abzuwehren. Jungbäume werden mit Bewässerungssäcken ausgestattet, 1000 davon gibt es bereits. Sträucher und Pflanzen in Parks werden von bis zu 15 Personen von Hand getränkt.

    Um Grünflächen ökologisch aufzuwerten, hat mags sie mit 100.000 Quadratmeter Staudenmischpflanzungen und Wildblumenwiesen ergänzt und ersetzt. Im Rahmen von Neu- und Ersatzpflanzungen setzt mags auf klimaresiliente Baumarten. 300 Ersatzbaumpflanzungen wurden bereits in diesem Jahr vorgenommen. Für planerische Maßnahmen hat mags ein für alle Akteure verbindliches Grünhandbuch verfasst, das Standards für die Gestaltung von Grün definiert. Das vollständige Grünhandbuch kann auf der mags-Website als PDF heruntergeladen werden: www.mags.de/gruenhandbuch

    Im nächsten Schritt soll als mags-Pilotprojekt die Tourenplanung der Gießwagen durch Einsatz von Sensoren-Technik bedarfsgerecht gesteuert werden: Bei Unterschreiten einer Bodenfeuchte von 20 Prozent soll mit der Bewässerung des Baumstandortes gestartet werden. Standorte von Bestandsbäumen an Straßen werden auch saniert. Zur weiteren ökologischen und klimatischen Aufwertung sollen außerdem Straßengrün und Rasenflächen sukzessive durch Staudenpflanzungen und Wildblumenwiesen ersetzt werden.

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  • Theaterluft schnuppern mit dem FSJ-Kultur

    Theaterluft schnuppern mit dem FSJ-Kultur

    Für die nächste Spielzeit vergibt das Gemeinschaftstheater wieder eine FSJ-Stelle in der Pressearbeit.

    Seit einigen Jahren haben junge Menschen die Möglichkeit, ihr Freiwilliges
    Soziales Jahr am Theater Krefeld und Mönchengladbach zu absolvieren. In der kommenden
    Spielzeit 2021/22 ist in der Abteilung Kommunikation und Marketing im Bereich der Pressearbeit
    noch ein Platz frei.
    Wer ausgiebig Theaterluft schnuppern, den Alltag an einem Mehr-Sparten-Haus kennenlernen und in die vielfältigen Aufgaben eines großen Kulturbetriebs eingebunden werden möchte, sollte sich bis zum 28. April per E-Mail bei Pressereferentin Sabine Mund unter sabine.mund@theater-kr-mg.de bewerben.
    Das FSJ-Kultur startet im August 2021.

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  • Jugendclubber tanzen bei GET ON STAGE

    Jugendclubber tanzen bei GET ON STAGE

    Die jungen Tänzerinnen und Tänzern präsentieren sich beim diesjährigen Kinder- und Jugendtanzfestival digital.

    Schon mehrfach wurden die Musical Dancer des Gemeinschaftstheaters unter der Leitung von Theaterpädagogin Silvia Behnke zum renommierten Kinder- und Jugendtanzfestival GET ON STAGE NRW eingeladen, um ihr Können zu zeigen. In diesem Jahr findet das Festival coronabedingt digital statt – die Videobeiträge der teilnehmenden Nachwuchstänzerinnen und -tänzer werden am 24. und 25. April über die Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz NRW gestreamt: www.lag-tanz-nrw.de/get-on-stage
    Die Jugendclubber haben zusammen mit ihrer Leiterin Silvia Behnke nicht nur die Choreografien erarbeitet, sondern das Tanzvideo auch gedreht und fertig geschnitten. Das Ergebnis wird dann zusammen mit den Beiträgen vier weiterer nominierter Gruppen gezeigt.

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  • Land NRW plant ein neues Denkmalschutzgesetz

    Land NRW plant ein neues Denkmalschutzgesetz

    Wer schützt künftig die Denkmäler?

    Das Stadttor aus dem Mittelalter, die Burg auf der Anhöhe, die ehemalige Papierfabrik, die nun als Wohnhaus dient, die archäologischen Funde aus der Frankenzeit, das Reiterstandbild oder die Bilderstöcke am Wegesrand – viele große und kleine Denkmäler geben den 396 Städten und Dörfern in Nordrhein-Westfalen ihr unverwechselbares Gesicht. Etliche Menschen verbinden damit ein Heimatgefühl und Lebensqualität. Wird sich das bald verändern oder sogar verschwinden? Diese Sorge hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit seinen zuständigen Fachämtern in der Bodendenkmalpflege (LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland) und Denkmalpflege (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland). Grund ist ein Gesetzentwurf, den das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung vorgelegt hat und der gravierende Veränderungen im bestehenden Denkmalschutzgesetz vorsieht.

    Der LVR kritisiert unter anderem die geplante Schwächung der zuständigen LVR-Ämter. So ist vorgesehen, dass das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) künftig nicht mehr beantragen kann, ein Denkmal in der Denkmalliste unter Schutz zu stellen. „An diesem Beispiel wird deutlich, dass sich das grundsätzliche Verständnis von einem Denkmal wandelt: Von einem Objekt, was es zu schützen gilt hin zu einem Objekt, dessen Wert sich vor allem an seiner Nützlichkeit bemisst“, fasst Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Landschaftliche Kulturpflege zusammen. „Derzeit stellen wir als Fachamt mit unseren Denkmalwertgutachten über 90 Prozent der Anträge auf Unterschutzstellung“, weiß Dr. Andrea Pufke, Leiterin des LVR-ADR. „Dahinter steckt ein hohes Maß an Expertise, um die Denkmäler vor Ort zu entdecken, zu untersuchen und zu erfassen. Dieses Fachwissen können – insbesondere die kleineren Kommunen – gar nicht vorhalten“, so Pufke. Wer also wird künftig solche Anträge stellen?

    Bislang war eine gute fachliche Arbeit vor Ort möglich, da es die Unterstützung vom LVR-ADR gab, welches an allen Entscheidungen im Denkmalschutz intensiv mit seinen Fachleuten mitwirkt. Und in den meisten Fällen herrscht Einigkeit zwischen dem LVR-Fachamt und den Städten und Gemeinden über die Objekte – sei es, wenn sie in die Denkmalliste aufgenommen werden sollen oder wenn es um Veränderungen am Denkmal geht. Diese Mitwirkung findet aktuell in Form der sogenannten „Benehmensherstellung“ zwischen den beiden Parteien statt. Diese geschieht durch eine intensive Diskussion aller Beteiligten über die aktuellen Nutzungswünsche im Sinne der besten Lösung für das Denkmal. Das soll künftig auf ein bloßes Anhörungsrecht für das LVR-ADR heruntergestuft werden. „Das entspricht beinahe einer Kenntnisnahme am Ende des Entscheidungsprozesses, die für das weitere Verfahren im Grunde kaum Relevanz hat, denn die Unteren Denkmalbehörden vor Ort sollen im Wesentlichen ohne unser Fachamt entscheiden“, stellt Pufke fest. Sie fragt sich, warum eine geplante Neufassung eines Gesetzes zum Schutz der Denkmäler genau das Amt mit der größten denkmalpflegerischen Kompetenz so radikal beschneidet.

    Auch das Amt für Bodendenkmalpflege hat Sorge, dass durch geplante Veränderungen in den Zuständigkeiten, Fundstellen künftig stärker gefährdet sind. „Es droht, dass die Frage des Erhalts eines Bodendenkmals nicht mehr gestellt, sondern direkt die Ausgrabung genehmigt wird. Diese hat, auch wenn sie noch so gut durchgeführt und dokumentiert wird, immer die Zerstörung des Bodendenkmals zur Folge“, meint Dr. Erich Claßen, Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege.

    Auffällig und weiterer Kritikpunkt ist die Ungleichbehandlung der Eigentümerinnen und Eigentümer von Denkmälern. So genießen die Denkmäler der Kirchen und Religionsgemeinschaften ein Sonderrecht und werden bevorzugt behandelt. „Ist das verfassungskonform?“, fragt sich Milena Karabaic, die hier einen Verstoß gegen das Gebot der Trennung von Kirche und Staat sieht. So ist zum Beispiel vorgesehen, dass zuständigen Behörden der Zutritt zu den Gebäuden verwehrt werden kann. In dem Entwurf wird dazu erläutert, dass damit die Achtung des Staates vor der Kirche zum Ausdruck gebracht werden soll. „Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass das Betreten eines sakralen Gebäudes aus Gründen des Denkmalschutzes eine Missachtung ausdrückt“, so Andrea Pufke. Insgesamt ist offensichtlich, dass den Kirchen durchgängig eine maximale Eigenständigkeit zugesprochen werden soll. Diese gipfelt darin, dass die Kirchen in strittigen Fällen sogar selbst die Ministerin um Entscheidung anrufen können – ein Recht, das bisher nur den Landschaftsverbänden zusteht. Und sie dürfen an dieser Entscheidung sogar in einem Sakralausschuss mitwirken, die Fachämter werden dagegen nur bei Bedarf hinzugezogen.

    Andere in der Denkmalpflege aktive Vereine und Institutionen haben ebenfalls ihre Gedanken zu dem Gesetzentwurf geäußert und fällen teilweise ein vernichtendes Urteil. So schreibt der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. in seiner Stellungnahme: „Die Neufassung des DSchG sollte in dieser Form nicht dem Landtag zur Beratung vorgelegt werden. Sie ist in der Darstellung des Problems und den abgeleiteten Lösungen mangelhaft. Insgesamt werden Denkmäler abgewertet, die fachliche Dimension wird geschwächt, vorgeschlagene Verfahrensänderungen laufen modernen Grundsätzen der guten Regierungsführung entgegen, sie entwickelt keine neuen Ansätze und fällt hinter globale und europäische Standards zurück bzw. berücksichtigt nicht den aktuellen Stand von Denkmalpflege und -schutz in Europa. Dem Kultur-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen droht im Bereich Denkmalschutz, -pflege, und -forschung Relevanzverlust.“

    Mit der mehrstimmigen Kritik an dem Gesetzentwurf gehen viele Fragen einher: Warum wird ein bewährtes, eingespieltes und gut funktionierendes System ohne erkennbaren Grund aufgegeben? Wem dient es? Vor allem in Fachkreisen wird – mit Blick auf den Aufgabenzuschnitt der zuständigen Ministerin – eine mögliche Einflussnahme starker Lobbyisten, zum Beispiel aus der Bauwirtschaft oder den Kirchen, vermutet. Zumindest solange, bis es belastbare und nachvollziehbare Antworten aus Düsseldorf gibt.

    „Der Gesetzentwurf lässt eine durchdachte Strategie vermissen, die auch dem Praxis-Test im Denkmalpflege-Alltag Stand hält. Viele Fragen sind abschließend nicht geklärt und bedürfen dringend einer Bearbeitung“, meint Milena Karabaic.

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  • Hubertus Heil digital zu Gast in Mönchengladbach zu arbeitsmarktpolitischem Austausch

    Hubertus Heil digital zu Gast in Mönchengladbach zu arbeitsmarktpolitischem Austausch

    Ob Homeoffice, Testpflicht oder Kurzarbeit – Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Wie diese Herausforderungen gemeistert werden können, war das Thema der Online-Veranstaltung der Mönchengladbacher SPD. Als Hauptredner war der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil der Einladung der SPD-Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Gülistan Yüksel gefolgt. „Mit zahlreichen Maßnahmen hast Du in der Regierung mitgeholfen, das Schlimmste zu verhindern. So haben wir insbesondere mit dem Kurzarbeitergeld sichergestellt, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz und viele Firmen ihre Fachkräfte behalten können.“, begrüßte Yüksel den Minister.

    Nach einemkurzen Eingangsstatement antwortet Minister Heil auf die zahlreichen Fragen der knapp 60 Mitglieder und Gewerkschaftsvertreter. Neben Fragen zur Homeoffice-Pflicht ging es auch um die Ausbildungschancen junger Menschen in der aktuellen Pandemie. „Gerade weil junge Menschen momentan häufig nicht die sonst üblichen Möglichkeiten der Berufsorientierung, wie beispielsweise Praktika, haben, ist es wichtig, dass wir durch gute Ausbildungsmöglichkeiten nach der Krise nicht in einen Fachkräftemangel geraten.“, so Heil.

    Besonders zufrieden zeigten sich sowohl Yüksel als auch der Minister mit dem Instrument der Kurzarbeit, für das Deutschland weltweit Anerkennung erhalte. „Wir befinden uns in der größten Wirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte und kämpfen um jeden Arbeitsplatz. Die Kurzarbeit funktioniert dabei auch deshalb so schnell und zuverlässig, weil die Bundesagentur für Arbeit in der Fläche ansprechbar ist und die Mitarbeitenden gute Arbeit leisten.“, betonte Heil.

    Neben den bereits beschlossenen Krisenmaßnahmen verwies Yüksel auf das SPD-Zukunftsprogramm: „Unser Ziel ist Vollbeschäftigung mit gerechten Löhnen. Tarifverträge müssen dafür einfacher allgemein verbindlich gemacht werden können. Außerdem wollen wir den gesetzlichen Mindestlohn auf mindestens zwölf Euro erhöhen.“

    Der Minister selbst schloss die Veranstaltung mit einem Versprechen: „Ich habe enge Beziehungen in der Vitusstadt und freue mich bald auch wieder persönlich unter schöneren Voraussetzungen nach Mönchengladbach kommen zu können!“

    Das Video des digitalen Austausches finden Sie auf der Facebookseite der SPD Mönchengladbach.

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  • Ein Basisfahrzeug für Bewässerung, Mülltransport, Winterdienst

    Ein Basisfahrzeug für Bewässerung, Mülltransport, Winterdienst

    Oft stehen in einem Fuhrpark über längere Zeit Fahrzeuge, ohne im Einsatz zu sein, da etwa das Schneeräumen oder das Streuen einer Straße nicht ganzjährig erforderlich ist.

    Die GEM hat dies schon vor Jahren erkannt und nutzt hierfür die Basisfahrzeuge für den Transport des Mönchengladbacher Restmülls vom Betriebshof zur Müllverbrennungsanlage in Krefeld: Nach dem Winterdienst wird der Streuaufsatz entfernt, und der Auflieger kann angekuppelt werden.
    Jetzt haben mags und GEM diese Idee weiterentwickelt. Dabei setzt man einen Container mit 6600 Liter Wasser auf das Fahrzeug und montiert einen Gießarm. So ist die Zugmaschine in ein Bewässerungsfahrzeug umgewandelt, das Straßenbäume tränkt.
    „Die Möglichkeit, unsere Trägerfahrzeuge multifunktionell und damit kostengünstig umrüsten zu können, haben wir im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt“, sagt Gabriele Teufel, Vorsitzende der Geschäftsführung GEM. Denn vergleichbare Lösungen existierten auf dem Markt nicht.
    Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Verwaltungsratsvorsitzender der mags, schaute sich vor Ort diesen effizienten Einsatz der 3-in-1-Lösung an. Insbesondere auch die Kürze, in der die Fahrzeuge umgerüstet werden können, beeindruckte ihn: Dank neuester Technik werden innerhalb von 30 Minuten das Räumschild und der Winterdienst-Streuer auf den Sattelzug montiert sowie der Winterdienst-Container mit Salz und 1700 Liter Sole befüllt. Ebenfalls in nur einer halben Stunde wird aus dem Sattelzug ein Bewässerungsfahrzeug.

    Von seinem Fahrerhaus aus steuert der geschulte GEM-Mitarbeiter per Joystick den 5,5 Meter langen Gießarm. Von April bis Oktober kann man die Fahrzeuge im Einsatz für die Straßenbäume sehen. Die zu gießende Wassermenge von 100 Liter pro Baum kann dabei automatisch eingestellt werden. Ein 25 Meter langer Schlauch ist auch mit an Bord. Er dient zum Wässern von Kübeln und zum Befüllen der Gießsäcke an Jungbäumen.
    Felix Heinrichs ist von dem Konzept angetan: „Bewässerung wird wichtiger, wie uns die Hitzesommer zeigen. Ich finde es super, dass mags und GEM so innovativ unterwegs sind. Mit gezieltem Technikeinsatz kommt Wasser bei den Bäumen an.“
    Im nächsten Schritt will mags beim Wässern Sensortechnik zum Einsatz bringen.

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  • Innovatives ReFrame-Fenstersystem für die Kita

    Innovatives ReFrame-Fenstersystem für die Kita

    Für den Neubau einer inklusiven Kindertagesstätte an der Urftstraße setzt die städtische Wohnbau erstmals innovative ReFrame-Fenster ein. Diese Fenster sind deutschlandweit die ersten Produkte, die vollständig aus recyceltem Kunststoff bestehen und gleichzeitig über eine edle, UV-beständige Oberfläche verfügen sowie hochwertige technische Eigenschaften und einen hohen Wärmedämmwert aufweisen. Sie stehen für einen geschlossenen Material-Kreislauf und damit für eine lückenlose Schonung natürlicher Ressourcen.

    “Wir möchten gerne mehr nachhaltige Baustoffe in unseren Projekten einsetzen. Dieses neue Fenster hat ein großes Potenzial und wir sehen durch die veredelte Oberfläche zukünftig Vorteile bei Instandsetzungsarbeiten und der Beseitigung von möglichen Oberflächenschäden”, so der technische Wohnbau-Vorstand Frank Meier.
    Christian Heinen, Vorstandsvorsitzender der WohnBau, ergänzt: “Insbesondere beim öffentlich geförderten Wohnungsbau bewegen wir uns immer im Spannungsfeld steigender Baukosten. Sollte sich dieses Fenstersystem am Markt durchsetzen, werden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sinnvoll zusammengeführt.”

    Für das Pilotprojekt werden 57 ReFrame-Fenster und Türen gefertigt und derzeit auch in der Kindertagesstätte montiert. ReFrame-Fenster haben eine theoretische Lebensdauer von rund 50 Jahren und können mehrfach recycelt werden. Das innovative Fenstersystem wurde von der profine Gruppe entwickelt. Noch in diesem Frühjahr wird ein weiteres Neubauprojekt der WohnBau mit ReFrame-Elementen ausgestattet, ein kombiniertes Mehrfamilienhaus mit 14 öffentlich geförderten Wohnungen und einer Kindertagesstätte im Erdgeschoss am Iltisweg.

    Die Kindertagesstätte an der Urftstraße wurde vom Gladbacher Architekturbüro B15 Architekten entworfen und bietet auf einer Nutzfläche von rund 1.300 Quadratmetern fünf Kita-Gruppen und einer zusätzlich angeschlossenen Frühförderung Platz. Das Gesamtinvestment der Wohnbau beträgt rund 3,8 Millionen Euro.

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  • Impfzentrum: Jahrgänge 1946 und 1947 können ab Montag, 19. April Termine buchen

    Impfzentrum: Jahrgänge 1946 und 1947 können ab Montag, 19. April Termine buchen

    Die Terminvergabe für die ersten Jahrgänge der Personengruppe zwischen 70 und 80 Jahren schreitet zügig voran.

    Alle Bürgerinnen und Bürger, die zwischen dem 1. Januar 1946 und dem 31. Dezember 1947 geboren wurden sowie deren Lebenspartner*innen gleich welchen Alters können bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ab Montag, 19. April, Impftermine buchen. Dies hat das Land NRW der Stadtverwaltung gestern Abend mitgeteilt.

    Die rund 4.433 Mönchengladbacher*innen, die dies betrifft, erhalten in den nächsten Tagen dazu auch ein Informationsschreiben von Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. “Ich freue mich, dass so kurz nach den Jahrgängen 1944 und 1945 auch die nächsten beiden Altersgruppen ein Impfangebot erhalten. Unser Impfzentrum ist personell und organisatorisch gut auf diese Aufgabe vorbereitet. Ich hoffe, dass wir so kurzfristig auch den dafür benötigen Impfstoff vom Land erhalten”, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Impftermine für das Impfzentrum Mönchengladbach (Am Nordpark 260) können auf der Seite www.116117.de oder unter der Rufnummer (0800) 116 117 01 bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vereinbart werden. Sobald der nächste Altersjahrgang für die Impfung freigegeben ist, wird die Stadt Mönchengladbach entsprechend informieren.

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  • Offener Brief der FDP-Fraktionsvorsitzenden Nicole Finger zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes

    Offener Brief der FDP-Fraktionsvorsitzenden Nicole Finger zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes

    Liebe Gülistan, lieber Günter,

    morgen beratet Ihr als Mitglieder der Mehrheitsfraktionen des Deutschen Bundestags über die sogenannte bundesweite Notbremse, eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes.

    Es steht für mich außer Frage, dass den nach wie vor steigenden Zahlen entgegengearbeitet werden muss, aber ich bin erschüttert darüber, wie undifferenziert im vorliegenden Entwurf mit der Situation umgegangen wird.

    Wir wissen offenbar auch nach einem Jahr immer noch zu wenig über dieses Virus. Was wir aber doch wissen ist, dass die Gefahr sich im Freien anzustecken im Gegensatz zu geschlossenen Innenräumen ausgesprochen gering ist.

    Dieser Tatsache müssen die Maßnahmen endlich Rechnung tragen und ich fordere Euch auf, Euch dafür stark zu machen!

    Für das Verbot von Außengastronomie und das Verbot von Sport in Gruppen an der frischen Luft (mit Hygienekonzepten!) gibt es keine guten Argumente. Für ein Minimum an Infektionsschutz setzt man die Lebensqualität der Menschen, besonders die von Kinder und Jugendlichen, damit maximal herab!

    Als Mutter von zwei Kindern sehe ich täglich, wie die Kinder und ihre Freunde unter der Beschränkung des Sports leiden. Und wir leben hier in einem Haus mit Garten in einer privilegierten Situation – wie leiden erst Kinder in prekären Lebenssituation? Depressionen und Adipositas bei Kindern nehmen dramatisch zu. Beides sind Erkrankungen, die die Kinder ein Leben lang begleiten können. Bitte, bitte lasst nicht zu, dass sich diese Situation ohne Not immer weiter verschärft, nur um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass Ihr zum „Team Vorsicht“ gehört!

    Das größte Problem an den Coronaschutzmaßnahmen  ist meines Erachtens, dass viele Menschen diesen Maßnahmen nicht mehr folgen, weil sie die Wirksamkeit der Maßnahmen infrage stellen – und dies nicht irrational, sondern basierend auf wissenschaftlichen Aussagen.

    Mit einer differenzierteren Herangehensweise ließe sich die Motivation der Menschen dazu wieder herstellen. Ein Abendessen im Biergarten mit Hygienekonzept birgt ein sehr geringes Infektionsrisiko. Das Risiko, dass die gleichen Menschen ohne dieses Angebot mit Essen vom Lieferservice im eigenen Wohnzimmer zusammenkommen und die daraus resultierende Infektionsgefahr sind deutlich höher. Wir brauchen keine Ausgangssperre als unverhältnismäßiges Gegenmittel, wir müssen den Menschen Alternativen eröffnen, um ein Durchhalten des Infektionsschutzes für den Einzelnen überhaupt zu ermöglichen!

    Liebe Gülistan, lieber Günter, ich habe keinen Zweifel daran, dass die geplanten Coronaschutzmaßnahmen ausschließlich das Ziel verfolgen, die Gesundheit und das Leben der Menschen in Deutschland zu schützen. Ich habe aber Zweifel daran, dass das Prinzip „viel hilft viel“ uns hier zum Ziel führt. Die Aerosol-Forscher haben in dieser Woche erst deutlich vorgetragen, wie gering die Infektionsgefahr im Freien ist.

    Bitte tragt dem Rechnung!

    Liebe Grüße
    Nicole

    Nicole Finger
    Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt MG

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  • Stellv. Bezirksvorsteherin Ost: Imke Schubert stellt sich zur Wahl

    Stellv. Bezirksvorsteherin Ost: Imke Schubert stellt sich zur Wahl

    Nachdem Mona Aranea, die bisherige stellvertretende Bezirksvorsteherin im Osten der Stadt, zu Beginn dieser Woche ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte, wird sich Imke Schubert von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für diese vakant gewordene Position zur Wahl stellen.
    Die 53-jährige Lehrerin aus Giesenkirchen, die zugleich auch neue Sprecherin der Grünen in der BV Ost ist, sieht ihre politischen Schwerpunkte im Umweltschutz und der nachhaltigen Entwicklung und leitet seit längerem die Stadtteilgruppe Ost der Grünen.

    „Ich freue mich im Falle meiner Wahl auf eine gedeihliche Zusammenarbeit mit den politischen Vertretern hier im Osten und hoffe, dass wir als Ampel-Kooperation unsere guten politischen Ansätze weiter intensiv verfolgen und umsetzen können, ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger hier vor Ort“, so Imke Schubert.

    Die Bezirksvertretung Ost tagt coronabedingt am Dienstag, 20. April um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses Rheydt.

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  • Deutsche Umwelthilfe wirft Verkehrsminister Scheuer rechtswidrige Duldung von Millionen Betrugsdieseln vor mit bis zu 18-facher Überschreitung des Stickoxid-Grenzwerts

    Deutsche Umwelthilfe wirft Verkehrsminister Scheuer rechtswidrige Duldung von Millionen Betrugsdieseln vor mit bis zu 18-facher Überschreitung des Stickoxid-Grenzwerts

    Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, erklärt:

    “Die EU-Kommission muss endlich rechtliche Schritte gegen die Bundesregierung einleiten, um den Einsatz von Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen zu stoppen. Fast seit fünf Jahren läuft ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. Verkehrsminister Scheuer bewegt sich trotz erdrückender Beweislast nicht von der Stelle. Scheuer hält seine schützende Hand über den Betrug an deutschen Verbrauchern und der Gefährdung der Gesundheit. Die EU-Kommission muss endlich Sanktionen gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof beantragen. Es steht sowohl die Gesundheit der Menschen als auch ihr Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit in Europa auf dem Spiel. Auch mächtige Automobilkonzerne unter dem Schutz eines tatenlosen deutschen Verkehrsministers müssen sich an europäisches Recht halten. 

    Verkehrsminister Scheuer und das Kraftfahrt-Bundesamt dürfen nicht länger der verlängerte Arm der Autoindustrie sein. Alle illegalen Fahrzeuge müssen jetzt von der Straße und die Hersteller müssen die Kosten für die Beseitigung der Abschaltvorrichtungen übernehmen. Nur so können wir für saubere Luft in unseren Städten sorgen und das Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat gewährleisten. Das Europäische Parlament hat sich klar positioniert für saubere Luft in Europa, für schnellere Vertragsverletzungsverfahren und für ein Ende der Hintertürchen und Betrügereien bei der Zulassung von Fahrzeugen. Jetzt ist es an der EU-Kommission dafür zu sorgen, dass europäisches Recht von der deutschen Bundesregierung umgesetzt wird.” 

    Zu den Messungen des EKI bei Plug-In-Hybriden: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-belegt-besondere-klimaschaedlichkeit-von-plug-in-hybriden-bundesregierung-muss/

    Link zu Umwelthilfe: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-wirft-verkehrsminister-scheuer-rechtswidrige-duldung-von-millionen-betrugsdiese/

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  • OB Felix Heinrichs bietet nächste Telefonsprechstunde an

    OB Felix Heinrichs bietet nächste Telefonsprechstunde an

    Am Donnerstag, 29. April, bietet Oberbürgermeister Felix Heinrichs von 16 bis 18 Uhr seine nächste monatliche Telefonsprechstunde “Im Dialog mit dem Oberbürgermeister” an.

    In den Sprechstunden haben die Bürger*innen die Möglichkeit, sich mit ihren Anliegen und Anregungen direkt an den Oberbürgermeister zu wenden.
    Gesprächswünsche sind zur Vorbereitung der Sprechstunde und mit Benennung des konkreten Themas in einem im Internet unter www.stadt.mg/Tel-Sprechstunde hinterlegten Formular oder telefonisch unter 02161-25 4 25 12 oder 25 4 25 13 bis Freitag, 16. April an die Abteilung Bürgerdialog zu richten.
    Im Vorfeld der Telefonsprechstunde erfolgt eine Rückmeldung, ob das Thema aufgenommen werden kann. Oberbürgermeister Felix Heinrichs wird in der Bürgersprechstunde telefonisch Kontakt zum Gesprächspartner aufnehmen.

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  • Studie “Junco” zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Jugendliche im dt.-nl. Grenzgebiet veröffentlicht

    Studie “Junco” zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Jugendliche im dt.-nl. Grenzgebiet veröffentlicht

    Zusammenfassung

    Die Lern- und Bildungsakademie Mönchengladbach hat gemeinsam mit der Maastricht University, der Zürcher Hochschule für augewandte Wissenschaften (ZHAW) und dem Schweizer Institut für Gewaltfragen (SifG) ihre neueste Studie zu den Folgen der Corona-Krise auf Jugendliche und junge Erwachsene im deutsch-niederländischen Grenzgebiet veröffentlicht.

    Im deutschsprachigen Teil der Euregio Rhein-Maas-Nord wurde im Herbst 2020 im Rahmen des Projekts JUNCO (Jugendliche und die Coronazeit) eine Befragung unter mehr als 1.200 10- bis 25-Jährigen Schülerinnen verschiedener Schulformen durchgeführt.

    Einbezogen wurden Schulen im Kreis Kleve, Kreis Viersen, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Heinsberg, Krefeld und Mönchengladbach.
    Die Befragung erlaubt einen wichtigen Einblick in die Situation der Jugendlichen im deutschsprachigen Teil des Grenzgebietes.
    Nachfolgend werden die wichtigsten Befunde der Studie vorgestellt. Die Maßnahmen, die zur Eindämmung des Virus politisch beschlossen wurden, werden nur von einer knappen Mehrheit der Jugendlichen als gut befunden – junge Menschen sind also durchaus kritisch bzgl. der politischen Entscheidungen eingestellt. Dies schlägt sich aber nicht unbedingt in ihrem Verhalten nieder, da sich die große Mehrheit der jungen Menschen an die Verhaltensvorschriften hält – 97,5 Prozent haben bspw. oft oder immer Masken getragen, wenn es gefordert war.

    Eine spezifische und besonders drastische Maßnahme war der Lockdown im Frühjahr 2020. Dieser stellt für die jungen Menschen noch immer eine Belastung dar, insofern sich für jeden zehnten Befragten Hinweise auf eine Anpassungsstörung ergeben (z.B. «Seit der Zeit kann ich nicht mehr richtig schlafen»).
    Die Langzeitfolgen der Pandemie- Maßnahmen für junge Menschen sollten daher unbedingt beachtet werden; ein erhöhter Therapiebedarf ist erwartbar, der mit niedrigschwelligen Angeboten zu adressieren ist. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Jugendlichen zeigt sich auch dahingehend, dass der Zukunftsoptimismus schwindet: In der Befragung gaben nur 39,5 Prozent der Schülerinnen an, eher zuversichtlich in die eigene Zukunft zu blicken, in der Shell-Jugendstudie 2019, in der deutschlandweit eine vergleichbare Altersgruppe befragt wurde, waren es 58 Prozent.

    Weitere Befunde stützen diese Diagnose: Eine Mehrheit der Jugendlichen (58,6 Prozent) weist ein niedriges
    allgemeines Wohlbefinden auf, nur eine Minderheit der Jugendlichen äußert sich (sehr) zufrieden
    mit dem Leben insgesamt.
    Mit Blick auf die familiären Beziehungen belegt die Studie, dass die Pandemie das Zusammenleben in der Familie anscheinend weniger stark beeinflusst hat. Befürchtungen bzgl. eines Anstiegs äuslicher Gewalt lassen sich – zumindest in der deutschen Grenzregion – mit den Daten nicht pauschal bestätigen. Weder die physische Gewalt zwischen Eltern und Kindern noch die physische Gewalt zwischen Elternteilen hat zugenommen. Allerdings findet sich ein Anstieg der elterlichen Streitigkeiten.

    Aufgrund der Maßnahmen, die zur Eindämmung des Corona-Virus umgesetzt wurden, haben sich die Freizeitaktivitäten der jungen Menschen verändert.
    So wird bspw. weniger Freizeit gemeinsam mit Freundinnen unternommen; dies ist für junge Menschen einschneidend, weil die Gleichaltrigen in dieser Lebensphase von besonders hoher Bedeutung sind.
    Zudem hat sich die Zeit für das Sporttreiben deutlich reduziert; hieraus könnte zukünftig ein gesundheitliches Problem erwachsen, wenn sich junge Menschen weniger körperlich betätigen können.
    In Besonderem Maße gestiegen sind hingegen die Medienaktivitäten: Die Dauer, die mit sozialen Medien, Computerspielen oder Fernsehen zugebracht wird, hat sich im Vergleich zurzeit vor Corona um 100 Minuten erhöht. Insofern eine lange Medienkonsumdauer einen Risikofaktor für Internet- und Computerspielabhängigkeit darstellt, kann angenommen werden, dass entsprechende Störungsbilder im Jugendalter kurzfristig zunehmen werden.

    Hinsichtlich verschiedener Verhaltensweisen gibt die Studie zugleich Entwarnung: der Alkoholund Drogenkonsum hat sich durch die Pandemie nicht verstärkt, ebenso wenig das Cyberbullying oder andere aggressive Verhaltensweisen.

    Ein Schwerpunkt der Befragung wurde zuletzt daraufgelegt, die Einschätzungen der Schülerinnen bzgl. des Grenzgebiets abzufragen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine ausgeprägte Vernetzung zwischen dem deutschen und den niederländischen Teil der Grenzregion besteht, da etwa jeder achte befragte Jugendliche persönliche Beziehungen (in der Familie und/oder im Freundeskreis) zu Menschen im niederländischen Teil des Grenzgebietes unterhält. Die Pandemie hat aber auch hier zur Folge, dass grenzüberschreitende Kontakte zu Familienmitgliedern und Freund*innen
    reduziert werden.
    Zwei von fünf Befragten berichteten, dass es vor der Pandemie eine höhere Kontakthäufigkeit gab. Zudem kann anhand der Auswertungen geschätzt werden, dass 17,8 Prozent der Befragten Vorurteile gegenüber den Menschen aus dem niederländischen Teil des Grenzgebietes haben; dieser Anteil lag dabei vor der Pandemie niedriger, sodass davon auszugehen ist, dass die Pandemie und die zur Eingrenzung des Corona-Virus getroffenen Maßnahmen die
    länderübergreifenden Beziehungen zwischen den Menschen verschlechtert haben. Hier ist zu folgern, dass sobald dies wieder möglich ist, Anlässe des gegenseitigen Kennenlernens und Kontakts geschaffen werden sollten, um gegenseitige Vorurteile abzubauen.

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