Autor: Redaktion

  • “Einrichten eines Seniorenrates in Mönchengladbach“

    “Einrichten eines Seniorenrates in Mönchengladbach“

    Der Rat der Stadt wird in seiner Sitzung am 15.06.2022 ab 15:00 Uhr im Rathaus Rheydt, Ratsaal über die Vorlage-Nr. 1502/X:
    “ Bericht zur Einrichtung eines Seniorenrates in Mönchengladbach“ beraten.

    Abgestimmt wird über die Art der ersten Wahl als Delegiertenwahl, die Satzung und der weitere zeitliche Verlauf der Einrichtung des Seniorenrates! Der Tagesordnungspunkt ist im öffentlichen Teil.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Zeit, dass das EU-Parlament ein direktes legislatives Initiativrecht erhält

    Zeit, dass das EU-Parlament ein direktes legislatives Initiativrecht erhält

    Am heutigen Donnerstag forderten die Abgeordneten das Recht, Legislativvorschläge einzubringen. Dies würde die Demokratie in der EU stärken und das institutionelle Gleichgewicht wiederherstellen.

    Das Parlament fordert eine Reform des Gesetzgebungsverfahrens bei der nächsten Überarbeitung der Verträge und stellt fest, dass es als einziges direkt gewähltes EU-Organ das Recht haben muss, Gesetze vorzuschlagen. Die Abgeordneten wollen auch eine neue interinstitutionelle Vereinbarung mit der Kommission und dem Rat aushandeln, um Blockaden zu vermeiden, wenn das Parlament sein derzeitiges Initiativrecht in institutionellen Fragen nutzt.

    Der Bericht mit den Vorschlägen des Parlaments wurde am Donnerstag nach einer Plenardebatte am Mittwochnachmittag mit 420 zu 117 Stimmen und 35 Enthaltungen angenommen.

    Nach Ansicht der Abgeordneten haben der Rat und die Kommission die bereits “unzureichenden” indirekten legislativen Rechte des Parlaments und dessen begrenztes Initiativrecht behindert. Dazu gehören das Fehlen sinnvoller Folgemaßnahmen des Rates auf die Aktivierung des Verfahrens nach Artikel 7 durch das Parlament und das Ausbleiben einer angemessenen Antwort der Kommission bei den meisten Gelegenheiten, bei denen das Parlament Rechtsvorschriften vorgeschlagen hat.

    Weitere Beispiele für das institutionelle Ungleichgewicht, die in dem Bericht hervorgehoben werden, sind die Nicht-Ratifizierung der letzten Wahlrechtsreform, die Weigerung des Rates, über das Untersuchungsrecht des Parlaments zu verhandeln (was gegen die Verträge verstößt), die de facto Übernahme von Gesetzgebungsrechten durch den Europäischen Rat im Bereich Freiheit, Sicherheit und Recht und das Fehlen einer angemessenen Reaktion auf den Vorschlag des Parlaments für einen umfassenden Mechanismus zum Schutz der EU-Werte.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • NRW-Koalitionspapier mit Lücken im Sozialbereich

    NRW-Koalitionspapier mit Lücken im Sozialbereich

    Sozialverband VdK erinnert Verhandlungspartner an wichtige Themen zur Teilhabe in NRW

    Im Sondierungspapier der CDU und von Bündnis 90/Die Grünen zur möglichen Bildung einer gemeinsamen Landesregierung werden aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen wichtige soziale Fragen nicht thematisiert.

    In einem Schreiben an die Parteivorsitzenden Hendrik Wüst und Mona Neubaur loben der Vorsitzende Horst Vöge und Geschäftsführer Thomas Zander zwar, dass einige Punkte aufgegriffen wurden, „die wir mit unseren 390.000 Mitgliedern unterstützen“. Gerade zum barrierefreien Ausbau des ÖPNV, zur häuslichen Pflege sowie zum bezahlbaren Wohnen für Menschen mit und ohne Behinderung finden sich bislang jedoch überhaupt keine Vereinbarungen.

    So hoffen die VdK-Verantwortlichen unter anderem, dass sich die Koalitionäre in den Verhandlungen auf weitere Verbesserungen im Gesundheits- und Pflegebereich verständigen – von der schnelleren Terminvergabe für Behandlungen und Eingriffe, über ausreichend Angebote für die Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege, bis hin zur flächendeckenden, unabhängigen und qualitativ hochwertigen Beratung für Familienmitglieder, die sich um ihre Angehörigen kümmern.

    Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen stoßen zudem nicht nur beim Arztbesuch, sondern beispielsweise auch in Bussen und Bahnen auf teils unüberwindbare Hindernisse.
    Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen hatte sich daher bereits im Vorfeld der Landtagswahl für Barrierefreiheit bei der Neuanschaffung von Verkehrsmitteln und der Umgestaltung der entsprechenden Infrastruktur eingesetzt.
    Darüber hinaus erneuerten Horst Vöge und Thomas Zander nun ihre Forderung, den ÖPNV im ländlichen Raum zu stärken und das bewährte Sozialticket zu erhalten.

    In Hinblick auf bezahlbares, behinderten- und seniorengerechtes Wohnen schlagen der Vorsitzende und der Geschäftsführer des VdK-Landesverbands ferner eine Änderung der Landesbauordnung, steuerliche Anreize sowie die jährliche Anpassung von Mietobergrenzen vor, „damit die Wohnkostenlücke im bestehenden Hartz-IV-System nicht größer wird.“ Zur Armutsbekämpfung wären außerdem gezielte Aufklärungskampagnen wünschenswert, da die Dunkelziffer derjenigen, die aus Scham keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen, gerade unter den älteren NRW-Bürger*innenInnen immer noch recht hoch sein dürfte.

    Ministerpräsident Hendrik Wüst wird nicht zuletzt gebeten, im Bundesrat einen zweiten Antrag für ein Entlastungspaket für Rentner*innenInnen einzubringen.

    Ferner müssten Kinder aus einkommensschwachen Haushalten durch spezielle Lernangebote unterstützt und zusätzliche Mittel zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben bereitgestellt werden.
    Die geplante Inklusionsoffensive trifft dabei grundsätzlich auf die Zustimmung der VdK-Vertreter. Eine frühzeitige und systematische Einbindung der Betroffenenverbände sei hierbei allerdings unerlässlich, betonen Horst Vöge und Thomas Zander in ihren Briefen an die Parteispitzen.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • AWO-Kita „QuartiersKinder“ eröffnet im Herbst

    AWO-Kita „QuartiersKinder“ eröffnet im Herbst

    Im Monforts Quartier, im Stadtteil Hardterbroich, ist jetzt die nächste AWO Kindertageseinrichtung auf die Baustelle gegangen.

    Dort entsteht noch in diesem Jahr die Kita „QuartiersKinder“ (QuaKi) in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt für insgesamt 70 Kinder. Die AWO Mönchengladbach hat sich sehr gefreut, dass Oberbürgermeister Felix Heinrichs den Spatenstich begleitet hat.

    „Der Spatenstich-Termin heute hat mehr einen symbolischen Charakter. Die Bodenplatte ist schon fertig und das Ständerwerk für die Wände soll schon in zwei Wochen stehen. Wir freuen uns sehr, dass die neue AWOKita mit vier Gruppen für 70 Kinder, ab vier Monate bis zur Einschulung, noch in diesem Herbst eingeweiht werden kann“, so der Vorsitzende des AWO-Präsidiums Norbert Bude bei der Begrüßung der Gäste.
    Der Kita-Neubau im Monforts Quartier ist Teil der Kita-Offensive der Stadt Mönchengladbach, die die Stadt für junge Familien attraktiver machen möchte.
    Oberbürgermeister Felix Heinrichs dazu: „Der Ausbau von Betreuungsplätzen in der Stadt geht gut voran. Der Bedarf ist aber auch groß. Ich freue mich sehr, dass die AWO uns dabei unterstützt. Mir ist das Thema Nachhaltigkeit wichtig. Ich finde es sehr gut, dass der Investor beim Bau der Kita darauf achtet und dieses Gelände hier weiterentwickelt.“
    Der Investor und Vermieter der neuen AWO-Kita ist die MQ Management GmbH & Co KG, die zur Kleinewefers-Gruppe gehört. Dr. Reinhard Körsmeier: „Wir freuen uns sehr, im Monforts Quartier bald eine eigene Kita zu haben und bedanken uns bei der AWO für die gute Zusammenarbeit. Die Gesamtfläche der Kita hat 740 m². Mit dem Außengelände sind es über 2200 m². Gebaut wird in Holzbauweise. Das Thema Nachhaltigkeit ist uns hier im Monforts Quartier sehr wichtig.“

    Das Kita-Gelände liegt im Grünen des traditionsreichen, denkmalgeschützten Industriestandortes, genau an der Stadtgrenze von Mönchengladbach und Rheydt. Die Kita hat eine Mönchengladbacher Vorwahl aber eine Rheydter Postleitzahl.

    Die Kinder können sich mit den Pädagoginnen frei im Monforts Quartier bewegen. Passend dazu soll die Kita „AWO QuartiersKinder“ (QuaKi) heißen. „Qualitativ gute frühkindliche Betreuungsangebote sind immens wichtig für die Bildung und Entwicklung von Kindern. Die AWO nimmt diesen Bildungsauftrag sehr gerne an. Und wir unterstützen Familien, insbesondere Frauen, Familie und Berufsleben bestmöglich miteinander zu vereinbaren. Deshalb bauen wir mit Investoren in Mönchengladbach neue Kitas und schaffen weitere Betreuungsplätze. Ich bedanke mich ebenfalls bei Dr. Körsmeier für die gute Zusammenarbeit hier im Monforts Quartier“, so Uwe Bohlen. Interessierte Eltern können ihr Kind, ihre Kinder bereits über den städtischen Kita- Navigator für die Kita im Monforts Quartier vormerken. Interessierte neue Kolleginnen finden unter www.awomg.jobs Informationen zum Arbeiten in den AWO-Kitas.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Wissenschaft zum Anfassen: TH Köln lädt zur Nacht der Technik ein

    Wissenschaft zum Anfassen: TH Köln lädt zur Nacht der Technik ein

    Zuckerwattemaschine, Elektromobilität und Interaktion mit Robotern: Die TH Köln öffnet den Campus Deutz für die 8. Nacht der Technik in Köln.

    Spielerische und experimentelle Angebote laden zu einer Entdeckungsreise in die Wissenschaft ein. Einen Blick hinter die Kulissen erhalten Besucherinnen und Besucher bei Laborführungen und Workshops. Professorinnen und Professoren erläutern zudem beim Science Slam auf unterhaltsame Weise ihre Forschungsgebiete. Der Campus Deutz der TH Köln (Betzdorfer Str. 2, 50687 Köln) steht bei der Nacht der Technik am 10. Juni 2022 von 18.00 bis 24.00 Uhr allen Interessierten offen – der Eintritt ist frei.

    Eine Open-Air-Ausstellung auf dem Campus Deutz bietet bis Mitternacht ein vielfältiges Programm zum Mitmachen an. So ermöglicht das Cologne Cobots Lab, in die virtuelle Realität einzutauchen und sich mit Robotern zu unterhalten. An einer Smart-Home-Wand können Besucherinnen und Besucher ausprobieren, wie sie ihre eigenen vier Wände intelligenter und nachhaltiger ausstatten lassen können. Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr zeigt mit einer Planspielplatte und einer Drohne, wie die Welt sicherer gestaltet werden kann. Die modernsten Wasserstofftechnologien erklärt der Wasserstoff-Hub.

    Am Stand des Instituts für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft kann das Publikum die Schreib- und Malgeräte des Mittelalters und der frühen Neuzeit testen sowie mit einer Rahmensäge nach überliefertem Vorbild einen Stamm zersägen. Die Verfahrenstechnik lockt mit weicher Zuckerwatte. Für Fragen zu Studiengängen, Bewerbung und Einschreibung an der TH Köln steht die Zentrale Studienberatung zur Verfügung.

    Laborbesuche und Workshops: Anmeldungen ab sofort möglich


    Für eine Nacht unterwegs durch die Labore und Werkstätten: Bei Führungen erleben die Besucherinnen und Besucher live die Arbeit der Forscherinnen und Forscher. Dabei demonstriert das Labor für Wasser und Umwelt die Gefahren eines Dammbruchs. Kinder können beim Bau von Modell-Brücken, -Pfeilern und -Dämmen ihr Geschick unter Beweis stellen. Das Labor für Automatisierungstechnik, und Elektrische Antriebe zeigt, wie sich mit Elektromotoren die Mobilität der Zukunft gestalten lässt. Das Hochspannungslabor führt Entladungen und Blitze vor. Vier Labore der Fakultät für Architektur präsentieren ihr technisches Equipment, beispielsweise einen künstlichen Tageslichthimmel.

    Im MakerSpace stellen sich Start-ups vor, die vom Gateway Gründungsservice der TH Köln unterstützt werden. Hier können Technikinteressierte außerdem Geräte wie eine Vakuumgießanlage oder 3D-Drucker ausprobieren, die junge Gründerinnen und Gründer für die Umsetzung ihrer Prototypen nutzen. Zudem können Teilnehmende individuelle Schlüsselanhänger mit einem Lasercutter anfertigen.

    Im Workshop des Instituts für Angewandte Optik und Elektronik erfahren Teilnehmende, auf welchen physikalischen Phänomenen echte Hologramme basieren und stellen selbst ein Hologramm her. Wie 3D-Druck funktioniert, lernen Teilnehmende des Workshops „Rapid Prototyping“ und gießen selbst eine Sandform mit einer Aluminium-Legierung ab.

    Die genauen Termine für die Führungen und Workshops gibt es unter www.th-koeln.de/ndt.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Bier-Tasting im Bunker Güdderath 

    Bier-Tasting im Bunker Güdderath 

    Eines der ältesten Lebensmittel ist das Bier, vielseitig, und in Maßen genossen gesund. Wer kennt es nicht, ein Bier zum Essen oder in gemütlicher Runde?

    Doch woher kommt unser Bier? Woraus besteht es noch, außer aus Hopfen und Malz? Mit Bier-Sommelière Gracia Sacher lernen TeilnehmerInnen einiges über die Geschichte sowie die einzelnen Geschmacksrichtungen kennen, denn es gibt viel mehr als Alt oder Pils.

    Bier-Sommelière Gracia Sacher wird sechs verschiedene, leichte bis starke Biere anbieten. Zum Neutralisieren der Geschmacksnerven reicht sie nach jeder Probe einen kleinen Snack und Wasser. 

    Am 11. und 25. Juni 2022 jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr findet im Bunker Güdderath das Bier-Tasting mit Sommelière Gracia Sacher an. Die Teilnahmegebühr beträgt 35,00 Euro/ p.P.

    Gracia Sacher absolvierte ihre Fortbildung zur Bier-Sommelière 2019 und eignete sich „von A bis Z alles über das Bier“ an. Sie erklärt: „Hierzu gehören u. a. das Bierbrauen sowie die einzelnen Bier-Stile. Bei Blindverkostungen lernten wir beispielsweise auch die Zutaten erschmecken und erriechen.“

    Laut Statistik des Deutschen Brauer-Bunds existierten in Deutschland 2021  1.512 Brauereistätten, die 27.242 Mitarbeitende beschäftigten. Der Bierumsatz betrug im letzten Jahr 85,3 Mio. Hektoliter. „Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.“ (Deutsches Sprichwort)

    Interessierte melden sich an unter info@bernhardpetz.de oder Telefon 02166-912485.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • 23. Motorradgespannfahrertreffen bei, von und mit Hephata

    23. Motorradgespannfahrertreffen bei, von und mit Hephata

    Biker und Beifahrer aufgepasst, seid dabei, wenn die Gespanne wieder ausfahren, wenn die Motoren wieder dröhnen, wenn die Luft wieder herrlich nach Benzin schnuppert! Am kommenden Pfingstwochenende findet das mittlerweile 23. Motorrad-Gespannfahrertreffen auf dem Gelände der Hephata-Betriebsstätte auf der Erftstraße 18 in 41238 Mönchengladbach-Giesenkirchen statt.

    Am Freitag, dem 3. Juni 2022, ist ab 15 Uhr das Ankommen, eine große Zeltwiese und Stellplätze für Camper sind vorhanden. Grillen, Lagerfeuer und coole Leute werden einen netten ersten Abend garantieren.

    Am Samstag, dem 4. Juni 2022, Programm von 12 bis 20 Uhr:
    14 und 16 Uhr: Ausfahrten der Gespanne mit den Menschen mit Handicap als Beifahrer
    Kleine Runden im Beiwagen auf dem Gelände zum “Benzin schnuppern”
    Info- und Aktionsstand des TÜV Mönchengladbach
    Info- und Aktionsstand der Polizei Mönchengladbach
    Cooles Bühnenprogramm und viele weitere Highlights!

    Am Sonntag, dem 5. Juni 2022, gibt es kein großes Programm mehr:
    Abbauen, dabei noch über das Erlebte plaudern, Abreisen. Und sich riesig freuen und schon verabreden fürs nächste Jahr.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Warum müssen so viele in Armut leben? –  Veranstaltung in der Citykirche will Gründe und Wege aus prekärem Leben aufzeigen

    Warum müssen so viele in Armut leben? –
    Veranstaltung in der Citykirche will Gründe und Wege aus prekärem Leben aufzeigen

    „Verarmtes Leben – prekäres Leben. Was müssen wir dagegen tun?“ ist Thema einer Vortrags- und Diskussionsrunde am kommenden Donnerstag, 2. Juni, in der Citykirche neben dem St. Vith. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Stark steigende Preise – denken wir an Produkte des alltäglichen Bedarfs – haben die Dynamik der Verarmung beschleunigt. Das klingt nach Binsenweisheit, ist aber bittere Realität für Millionen Menschen.

    Referenten des Abends sind der Ökonom Professor Heinz-Josef Bontrup von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie Professor Nico Dragano. Der Sozialmediziner lehrt an der Uni Düsseldorf. 

    Beide, betont Wolfgang Fels vom regionalen Bündnis für Menschenwürde und Arbeit, wollen Ursachen und Wirkung prekärer Lebenslagen darstellen. Warum sind so viele Menschen „arm“, warum haben wir uns quasi damit arrangiert, dass so viele Menschen am Arbeitsplatz ausgebeutet werden, weil man sie nicht für ihre Arbeit gerecht (be-)ent-lohnt. Thema werden auch die Folgen der Verarmung auf persönliche wie familiäre Gegebenheiten sein. Menschen in Armut sind häufiger krank, sie werden von der Gesellschaft mit ihrem Wohlstandsgehabe ausgegrenzt, sind weniger wert, wie Experten beklagen. 

    Die Veranstaltung, zu der alle eingeladen sind, „will aber vor allem Wege aufzeigen, die aus dieser Armutsspirale herausführen“, so Fels. Und fügt hinzu: „Wir können etwas ändern, wir haben Rezepte, aber wir setzen sie nicht um, weil der Wille dazu fehlt.“

    Zu den Veranstaltern gehören neben dem Bündnis die Stiftung Volksverein, das katholische Forum für Familien- und Erwachsenenbildung, die Philippus-Akademie des ev. Kirchenkreises und der Rosa-Luxemburg-Club.

    Ort: Citykirche Alter Markt, Beginn 18.30 Uhr, kein Eintritt.

    Wenn Sie mehr über das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit erfahren oder gar aktiv mitmachen wollen: www.menschenwuerde-und-arbeit.de
    und bma@stiftung-volksverein.de

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Vietnamesische Flüchtlinge spenden 7.000 Euro für Ukraine-Nothilfe

    Vietnamesische Flüchtlinge spenden 7.000 Euro für Ukraine-Nothilfe

    Van Ri Nguyen weiß, was Krieg und Flucht bedeuten. Vor über 40 Jahren ist er mit seiner Familie aus Vietnam geflüchtet – er kann sich vorstellen, was Menschen in und aus der Ukraine seit Monaten durchmachen. Für sie hat er jetzt unter den in Deutschland lebenden Vietnamesen erneut viel Geld gesammelt.

    7.080,00 Euro sind bei der jüngsten Spendenaktion zusammengekommen, die Van Ri Nguyen in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes vietnamesischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland gestartet hat. Einmal mehr hatte der 69-Jährige die in Mönchengladbach und Umgebung, Berlin, Hamburg, Frankfurt und anderswo in Deutschland lebenden Vietnamesen nicht nur aufgerufen, sondern auch viele persönlich angerufen oder ihnen geschrieben. So konnte er zahlreiche Einzelspenden in Höhe von 30, 40 oder 50 Euro verbuchen. Auch bei Gottesdiensten wurde für die Ukraine-Nothilfe gesammelt.

    Einen symbolischen Spendenscheck überreichte Van Ri Nguyen jetzt gemeinsam mit dem pensionierten Mönchengladbacher Pfarrer Johannes van der Vorst an Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach, der das Geld an Caritas international weiterleitete. „Ich möchte mich bedanken, denn ich habe hier in Deutschland Heimat und Freiheit gefunden“, sagte Van Ri Nguyen, der sich seit Jahrzehnten für Menschen in Not einsetzt. Er selbst flüchtete 1981 mit seiner Familie vor den kommunistischen Machthabern in Vietnam. Mit 95 anderen Flüchtlingen trieben sie sechs Tage in einem Boot im südchinesischen Meer. In höchster Not wurden die Flüchtlinge vom deutschen Rettungsschiff „Cap Anamur“ an Bord genommen.

    Als sogenannte „Boat People“ kamen sie nach Deutschland. Van Ri Nguyen ließ sich mit seiner Familie in Mönchengladbach nieder. Hier besuchte er eine Sprachschule, machte eine Ausbildung zum Schlosser und arbeitete rund 34 Jahre beim Unternehmen Voith Paper Krieger, bis er 2019 in den Ruhestand ging. Etwa 1.500 Vietnamesen leben in der Region Mönchengladbach, Viersen, Nettetal, sagt der achtfache Vater, der seit 1991 deutscher Staatsbürger ist. Seit vielen Jahren engagiert er sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich, unter anderem im Verein der vietnamesischen Flüchtlinge, bei den vietnamesischen Katholiken in Mönchengladbach und auf Bundesebene. Van Ri Nguyen wurde mehrfach ausgezeichnet, erst im vergangenen Jahr verlieh ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für sein außerordentliches Engagement und seine beeindruckende Lebensleistung das Bundesverdienstkreuz am Bande.

    „Es macht in dieser schwierigen Zeit einfach Mut, dass es Menschen wie Van Ri Nguyen und die vielen Spenderinnen und Spender aus der vietnamesischen Gemeinschaft gibt, die für andere da sind“, sagte Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa während des Treffens mit Van Ri Nguyen und Pfarrer van der Vorst. Die mehr als 7.000 Euro leisteten einen wertvollen Beitrag, um die Not von Menschen in und aus der Ukraine zu lindern.

    1 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Kalesnikova, Tichanowskaja und Tsepkalo: Belarussisches Frauen-Trio mit dem Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet

    Kalesnikova, Tichanowskaja und Tsepkalo: Belarussisches Frauen-Trio mit dem Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet

    Keine Sekunde ließ sie an diesem besonderen Tag das Plakat mit dem großen Foto aus den Fingern und hielt es stets demonstrativ vor ihrer Brust. Das Bild zeigte Maria Kalesnikova, die gemeinsam mit Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo am heutigen Himmelfahrtstag (26. Mai) mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet worden ist. Doch Kalesnikava sitzt in Belarus in Haft – unter schweren Bedingungen. In Aachen nahm daher stellvertretend ihre Schwester Tatsiana Khomich den Preis mit entgegen – das Bild von Maria immer ganz nah am Herzen tragend. Unter dem Konterfei prangte die deutliche Aufforderung: #freekalesnikava.

    Freiheit, Friede, Gerechtigkeit. Danach sehnen sich unzählige Belarussinen und Belarussen, die seit vielen Jahren unter einer brutalen Diktatur leiden. Doch der Widerstand gegen das Regime wächst. Seit 2020 sind die belarussischen führenden politischen Aktivistinnen Kalesnikova, Tichanowskaja und Tsepkalo die Gallionsfiguren dieser Bewegung. Sie rütteln auf. Sie erzählen eine Geschichte, die Menschen auf der ganzen Welt bewegt und inspiriert – so auch an diesen denkwürdigen Tagen in Aachen.

    Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und – stellvertretend für ihre inhaftierte Schwester Maria Kalesnikova – Tatsiana Khomich bedankten sich vor gut 600 Gästen im Krönungssaal des Aachener Rathauses für die Auszeichnung, die sie von Jürgen Linden, dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums, und Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, überreicht bekamen. Vom Publikum gab es Standing Ovations. Zuvor hatte Annalena Baerbock, Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland, eine beeindruckende Ansprache gehalten.

    Tichanowskaja: „Der Karlspreis geht an alle Belarussen!“

    Swetlana Tichanowskaja übernahm 2020 für ihren inhaftierten Gatten dessen Kandidatur und trat zur Präsidentschaftswahl an. Sie forderte Machthaber Alexander Lukaschenko heraus. In einer manipulierten Wahl verlor sie und musste aus dem Land fliehen. Ähnlich oder sogar schlimmer erging es ihren Mitstreiterinnen und vielen tausend Belaruss*innen. In Aachen sagte Tichanowskaja: „Lassen Sie mich klarstellen: Der Karlspreis gehört nicht mir, und auch nicht uns als Trio. Er geht an alle Belarussen. An die, die in ihrem friedlichen, gewaltfreien Kampf gegen die Tyrannei enorme Anstrengungen und Hingabe gezeigt haben. Der Preis gehört den belarussischen Frauen, Journalisten und furchtlosen Freiwilligen. Er gehört auch jedem Kind, das auf seine Mutter oder seinen Vater wartet, die ihm Gefängnis sitzen. Er gehört all denjenigen, die ihre Lieben nie mehr sehen werden.“

    Tsepkalo: „Die hässliche Fratze der Diktatur“

    Beeindruckend und bedrückend, rührend und persönlich: Das belarussische Trio zog die Gäste im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit ihren Beiträgen völlig in ihren Bann. Als Veronica Tsepkalo – ohne Redemanuskript – frei und sehr privat vom Schicksal ihrer Familie berichtete, wie ihre sterbenskranke Mutter unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Minsker Krankenhaus an ein Bett gefesselt wurde, wie sie wenige Wochen später starb, da stockte vielen Zuhörer*innen der Atem. „In dem Moment, als ich meine Mutter so erleben musste, wurden mir die Augen geöffnet. Das war die hässliche Fratze der Diktatur.“ Im Krönungssaal berichtete Tspekalo von ihren lange geheim gehaltenen Familienwurzeln, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland führten. Ihr Großvater war Deutscher. Sie hat ihn nie kennengelernt. „Ich glaube fest daran, könnte er mich heute hier in Aachen erleben, würde er sagen: Ich bin sehr stolz auf meine Enkelin.“

    Khomich: „Das diktatorische Regime wird bald Vergangenheit sein.“

    Was alle drei Frauen eint, ist der hoffnungsvolle Blick in Richtung einer besseren Zukunft. Tatsiana Khomich sagte in ihrem Redebeitrag: „Im Moment schreiben die Belarussen nicht nur einzelne Seiten, sondern ganze Kapitel in der Geschichte über die Wiederherstellung von Demokratie und Freiheit in ganz Europa. Wir glauben, dass dieses Kapitel bald abgeschlossen sein wird und die diktatorischen Regime der Vergangenheit angehören werden. Einer Vergangenheit, die sich dieses Mal wirklich nie mehr wiederholen wird.“ Dafür benötige es weiterhin der uneingeschränkten Hilfe der internationalen Gemeinschaft, der europäischen Partner, betonte Khomich auch im Namen ihrer inhaftierten Schwester. Diese sitzt derzeit, wie rund 1300 andere politische Gefangene, unter unwürdigen Bedingungen in Belarus in Haft. Vor wenigen Tagen erst ist Kalesnikova vom Lukaschenko-Regime als Terroristin eingestuft worden.

    Außenministerin Baerbock: „Die mutigsten Frauen in ganz Europa“

    Doch die vielen politischen Gefangenen wie Maria Kalesnikova sind nicht allein, versicherte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in ihrer vorangehenden Festrede. „Wir kämpfen mit euch gemeinsam! Für ein freies Belarus und eine gemeinsame europäische Friedensordnung“, versicherte Deutschlands oberste Diplomatin. Mehrfach drehte sich Baerbock vom Rednerpult direkt zu den drei Preisträgerinnen um, sprach sie herzlich und persönlich an. „Ich weiß, ihr seid für Millionen von Frauen in ganz Europa ein Vorbild!“ Da brandete langer Applaus auf, wie so häufig im Rahmen der Zeremonie. Baerbock zeichnete das Bild von drei jungen Frauen, die niemals vorhatten, politisch aktiv zu werden. Doch das Schicksal führte sie zusammen. Das brutale Vorgehen des Regimes in Belarus ließ ihnen keine andere Wahl. Seitdem stellen sie sich dem friedlichen Kampf gegen Gegner, die keine Skrupel kennen. „Es ist mir eine persönliche und außergewöhnliche Ehre, auf die mutigsten Frauen in ganz Europa die Laudatio halten zu dürfen“, so Baerbock. Und weiter sagte sie mit Blick zu Tichanowskaja, Tsepkalo und Khomich: „Euer Mut lässt sich nicht wegsperren. Eure Idee der Freiheit lässt sich nicht ins Exil vertreiben.“

    Sibylle Keupen: „Ein Licht in dunklen Zeiten“

    Die diesjährige Verleihung des Internationalen Karlspreises fand im Schatten des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine statt. Diese besonderen Umstände betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in ihrer Rede. Zugleich lenkte sie den Blick auf die mutige Entscheidung des Karlspreis-Direktoriums, mit den diesjährigen Preisträgerinnen neue Wege zu beschreiten – und das zehn Wochen, bevor Russlands Präsident Wladimir Putin seine Armee in die Ukraine einmarschieren ließ und großes Leid über Millionen Menschen brachte. Gerade diese Menschen, ob nun in der Ukraine oder zuvor schon seit vielen Jahren in Belarus, sind es, die für ein freies und selbstbestimmtes Leben stehen. „Das Bewahren der europäischen Idee steht im Mittelpunkt der diesjährigen Verleihung, die gleichzeitig eine Zäsur für den internationalen Karlspreis an sich darstellt. Denn zum ersten Mal in seiner Geschichte wurde eine europäische Bewegung aus dem Volk ausgezeichnet, die Widerstand gegen ein autokratisches System leistet“, sagte Keupen und führte weiter aus: „Mit der mutigen und politischen Entscheidung, die belarussische Opposition auszuzeichnen, mischt das Direktorium sich ein und ergreift eindeutig Partei: Für ein Europa der Freiheit und der Demokratie.“ Maria Kalesnikova, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo seien dabei ein Licht in dunklen Zeiten. „Ihre Gesichter und ihre Namen stehen für zahllose Menschen, die in vielen Ländern dieser Welt auch gerade in diesem Moment um ihre Werte, ihr Leben und ihre Zukunft kämpfen und unvorstellbaren staatlichen Repressionen unterworfen sind. Diese Menschen brauchen unsere Unterstützung. Mehr denn je!“, so Keupen.

    Begründung des Karlspreisdirektoriums

    Das Direktorium begründet die Wahl der Preisträgerinnen unter anderem wie folgt: „Während sich innerhalb der EU eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der politischen Dimension des europäischen Projekts Bahn gebrochen hat, tritt gerade an den Außengrenzen der Union die brüchige Kostbarkeit unserer Friedens- und Freiheitsordnung zutage.“ Und: „Seit dem vergangenen Jahr sind auch in Belarus die Stimmen der Demokratie, der Freiheit und des Rechts immer vernehmbarer geworden: erst einige, dann tausende, dann zehn-, dann hunderttausende. Und es sind vor allem drei mutige Frauen, die der Verfolgung und den Repressionen zum Trotz diesen Stimmen Gesicht gegeben haben und geben.“ Im Rahmen der Präsidentschaftswahlen 2020 gelingt, so die Begründung des Karlspreisdirektoriums, Swetlana Tichanowskaja gemeinsam mit Maria Kalesnikova und Veronica Tsepkalo, was der belarussischen Opposition über Jahrzehnte gefehlt hat: eine Bündelung der Kräfte. „Unter Hintanstellung vorangegangener Rivalitäten und politischer Unterschiede und unter Einbeziehung auch kleinerer Parteien und Gewerkschaften, die ihre Expertise und Ressourcen einbringen, bilden die drei so unterschiedlichen Frauen ein Bündnis, das vor allem ein großes Ziel eint: die Überwindung von Diktatur und Totalitarismus und ein demokratischer Aufbruch in Belarus.“

    Friedenskundgebung auf dem Katschhof

    Im Anschluss an die Zeremonie kamen die Preisträgerinnen mit vielen Gästen aus dem Krönungssaal und hunderten Besucher*innen auf dem Katschhof zu einer Friedenskundgebung zusammen – eine Premiere für den Aachener Karlspreis. Sie startete mit engagierten und mitreißenden Beiträgen von EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Annalena Baerbock, dem früheren Karlspreisträger Martin Schulz, Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und den drei Preisträgerinnen.

    Den öffentlichen Schlusspunkt setzte das gemeinsam gesungene Lied „We shall overcome“. Dabei bildeten zahlreiche Menschen gemeinsam ein überdimensionales „Peace“-Zeichen auf dem Platz. Dieses eindrucksvolle Symbol sendet Aachen nach einem außergewöhnlichen und bewegenden Karlspreis-Tag in die Welt, die in diesen Zeiten an so vielen unterschiedlichen Orten unter Krieg, Unterdrückung und Gewalt leidet. Doch die Hoffnung auf bessere und gerechtere Zeiten lebt. Dafür stehen drei mutige belarussische Frauen, die mit ihren Worten, Gesten und Taten in Aachen berührt und die Menschen nachhaltig geprägt haben.

    Infos zum Karlspreis:

    Maria Kalesnikova, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo sind die 63. Trägerinnen des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Die belarussischen Aktivistinnen folgen auf den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis, der mit dem Karlspreis 2020/21 ausgezeichnet worden ist.

    Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern in Aachen gehörten u.a. Konrad Adenauer (1954), die Europäische Kommission (1969), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), Königin Beatrix der Niederlande (1996), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), der Spanier Javier Solana (2007), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Jean-Claude Trichet (2011), der damalige Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (2015), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018) und António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen. Im März 2004 erhielt Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis.

    Verliehen wird im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger zeigt.

    0 – 2

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Klerikalistische Rückwärtsrolle oder demokratische Zukunft?

    Klerikalistische Rückwärtsrolle oder demokratische Zukunft?

    Aachener Katholikenräte kritisieren Strukturbeschlüsse im Bistum Aachen. Sie fordern präzise Bestimmungen, die einen Aufbruch vor Ort absichern.

    Viereinhalb Jahre lang hat der Prozess „Heute bei dir“ viel Zeit und Kraft im Bistum Aachen gebunden. Heute hat die Bistumsleitung die Synodalkreisbeschlüsse veröffentlicht. In vielen Feldern wird dort eine neue Haltung und Herangehensweise der Kirche angestrebt, etwa in der Frage des Umgangs mit der Frage der Geschlechtergerechtigkeit. Dies findet große Unterstützung seitens der Aachener Katholikenräte, sie fordern eine solche Entwicklung seit vielen Jahren.

    Zugleich verkündet die Bistumsleitung heute eine Strukturreform: Es sollen acht bis 13 Großpfarreien auf dem Gebiet der Diözese errichtet werden. Für die Aachener Katholikenräte liegt auf der Hand, dass das Engagement vieler Menschen im Prozess diesem Strukturbeschluss den Glanz einer gemeinschaftlich getroffenen Entscheidung geben soll. Doch immer wieder mussten Beteiligte feststellen, wie stark und tief die Einflussnahme der Bistumsleitung in die Beratungen reichte. Themen wurden von ihr tabuisiert, Kommunikation stark reglementiert.

    Viele Argumente, die zum Thema ausgetauscht wurden, haben nicht gefruchtet, sondern wurden immer wieder als erwartbare Reflexe entwertet. Zur Moderation des Austausches wurden selten offene Formate gewählt, Plenumsaussprachen mussten zeitweise erkämpft werden, um überhaupt in einer direkten Weise voneinander hören und lernen zu können. Zur Verdichtung und Aushandlung der Ergebnisse wählte die Bistumsleitung mit „KonsenT“ eine Methode, die ihre Interessen wahrte.
    Die Katholikenräte haben viele kritische Anfragen an den Prozess. Als demokratisch verfasste Räte, die sich aus Delegierten der Gemeinden bilden, beschäftigt sie aber vor allem die Frage, wie das kirchliche Leben vor Ort künftig geprägt und gestaltet wird. Ist hier eine klerikalistische Rückwärtsrolle zu erwarten oder gibt es, wie angekündigt, einen Aufbruch vor Ort?

    Solange die Aussagen zur gemeinsamen Leitung und multiprofessionellen Teams in den XXL-Pfarreien so vage bleiben, die Aufsicht und Ausstattung der Pfarreien über die so genannten „pastoralen Räume“ so unklar definiert sind, sehen die Katholikenräte große Risiken zu einem Rückschritt. Die Bildung riesiger Pfarreien und der Rückbau demokratischer Strukturen vergrößern den Machtraum einzelner Pfarrer. Das ist genau das Gegenteil davon, was zu tun ist, um Missbrauch abzuwenden.
    Die Katholikenräte wünschen sich keine zentralisierte Kirche, sondern eine Stärkung des Gemeindelebens vor Ort. Mit Herzblut möchten sie helfen, die Begeisterung für die Sache Jesu wachzuhalten und zu wecken. Sie sehen klar und deutlich, was auch das Bistum Aachen hinter sich lassen muss: die verkrusteten Strukturen des Klerikalismus. In diesem Sinne sind die Beschlüsse des Bistums zu konkretisieren und zu qualifizieren, damit daraus ein gemeinsamer Aufbruch wird. Und die Landschaft der Pfarreien ist kleinteiliger zu gestalten. Sie sind die wahren „pastoralen Räume“.

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Förderkreis „Geistliche Musik in St. Helena“

    Förderkreis „Geistliche Musik in St. Helena“

    Der Förderkreis „Geistliche Musik in St. Helena“ lädt herzlich ein:
    Pfarrkirche St. Helena, Mönchengladbach-Rheindahlen
    Sonntag, 12. Juni 2022 um 17.00 Uhr

    KONZERT FÜR GESANG UND ORGEL
    „…. MIT ENGELSZUNGEN“
    mit
    Franziska Gottwald | Mezzosopran
    Reinhold Richter | Orgel

    Das Programm dieses besonderen Konzertnachmittages beinhaltet Werke des Barock, der Romantik, Spätromantik und der frühen Moderne.
    Die Lieder stammen aus den Federn so großer Komponisten wie Alessandro Grandi (Cantabo Domino), Frank Martin (Pater noster) und Louis Vierne (“Les Angelus” aus dem Jahre 1929 für Gesang und Orgel). Eine Besonderheit in diesem Programm ist das ganz selten aufgeführte Werk „Der 70. Und 86. Psalm“ des Schweizer Komponisten Heinrich Sutermeister für tiefe Stimme und Orgel.

    Franziska Gottwald
    Foto: Studio Rimbach

    Zu Gast in St. Helena ist die international bekannte Mezzosopranistin Franziska Gottwald.
    Bekannt wurde sie mit vielen Mozartpartien wie Cherubino und Sesto, Händels Ariodante und Ruggiero, Glucks Orfeo, Humperdincks Hänsel oder Strauss’ Prinz Orlofsky und viele andere führten die Mezzosopranistin an die Opernhäuser in Seoul, Toulouse, Tokio, Venedig, Ferrara, Bilbao, Basel, Köln, Stuttgart, Hannover, Wiesbaden, an die Komische Oper Berlin und die Semperoper in Dresden.
    Parallel begann mit dem Gewinn des Leipziger Bachwettbewerbs ihre sehr erfolgreiche Konzertkarriere, so arbeitete sie mit Orchestern wie dem Gewandhaus Orchester Leipzig, dem Venice Baroque Orchestra, dem Amsterdam Baroque Orchestra, Musica Antiqua Köln, Concerto Köln, den Bamberger Symphonikern, der Akademie für Alte Musik Berlin sowie dem NDR und MDR Sinfonieorchester und vielen anderen.
    Ebenso kann Franziska Gottwald durch die langjährige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Reinhard Goebel, Ton Koopman, Andrea Marcon, Fabio Biondi, Konrad Junghändel, Christoph Spering und vielen anderen auf einen reichen Erfahrungsschatz im Bereich der historischen Aufführungspraxis verweisen.
    Franziska Gottwald ist Solistin in zahlreichen Radio, DVD und CD- Produktionen.
    www.franziskagottwald.de

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Friedhelm Lange wird neuer Geschäftsführer der MGMG und WFMG

    Friedhelm Lange wird neuer Geschäftsführer der MGMG und WFMG

    Der 48-Jährige Friedhelm Lange wird als Nachfolger von Peter Schlipköter neuer Geschäftsführer der städtischen Marketinggesellschaft MGMG. Zugleich wird er Mitgeschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFMG. Lange wird seine Tätigkeit in Mönchengladbach zum 1. September aufnehmen.

    “Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung sind zwei Seiten derselben Medaille. Wir wollen die Vorzüge von Mönchengladbach klar herausarbeiten und den Standort entwickeln. Diese Kombination bietet enorme Chancen für Mönchengladbach”, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Lange setzte sich gegen starke Konkurrenz durch: Es gab rund 45 Bewerbungen sowie zusätzlich Kandidat*innen, die aufgrund ihres Profils gezielt angesprochen wurden. Für den Auswahlprozess hatte die Stadt das Unternehmen “headsahead” engagiert. Die Headhunter sprachen Friedhelm Lange wegen seiner Qualifikationen aktiv auf die Position in Mönchengladbach an.

    Das Auswahlgremium mit dem designierten MGMG-Geschäftsführer Friedhelm Lange (Mitte) von links nach rechts: Jürgen Steinmetz (IHK Geschäftsführer), Natascha Stephan (Vorsitzende des Aufsichtsrats der MGMG), OB Felix Heinrichs, Dr. Ulrich Schückhaus (Geschäftsführer der WFMG) und Peter Schlipköter (Geschäftsführer der MGMG). Foto: MGMG

    Das Auswahlgremium, zu dem neben dem Oberbürgermeister auch Peter Schlipköter, Geschäftsführer der MGMG, Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG, Jürgen Steinmetz, IHK-Geschäftsführer, und Natascha Stephan, Vorsitzende des Aufsichtsrats der MGMG, gehörten, entschied sich einmütig für Lange. Die Aufsichtsräte von MGMG und WFMG folgten dem Votum am Samstag (21. Mai) einstimmig.

    Friedhelm Lange bringt von seinen bisherigen Stationen vielfältige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen des Marketings mit. Zuletzt verantwortete er bei der Sportmarketingagentur Sportfive als Senior Director den Bereich Intelligence, Concepts & Creation. Zu seinen Aufgaben gehörte in diesem Unternehmen auch die internationale Vermarktung des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund sowie das Knüpfen neuer globaler Partnerschaften. Vor seinem Wechsel zu Sportfive war Lange Senior Director Business Relations beim Marktforschungsunternehmen Nielsen.

    Von März 2003 bis März 2011 war er für den Vermarkter des Nürburgrings, die Nürburgring Automotive GmbH tätig, zunächst als Project Manager und später als Head of Sales sowie als Head of Eventmanagement. Lange ist Lehrbeauftragter an der IST-Hochschule für Management in Düsseldorf und lebt seit vielen Jahren in Geldern am Niederrhein. “Mönchengladbach ist eine Stadt, die sich seit einigen Jahren auf den Weg in eine spannende Zukunft gemacht hat. Ich nehme Innovation, spannende Projekte und viele Mitmacher*innen wahr und freue mich, für diese Entwicklung bald Impulse geben zu können”, sagt Lange. Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG: “Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass der Standort von der noch engeren Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften profitieren wird.”

    Der bisherige Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Peter Schlipköter scheidet zum 31. Dezember nach 20 Jahren auf eigenen Wunsch altersbedingt aus. Natascha Stephan sagt: “Peter Schlipköter hat das Marketing in der Stadt auf ein neues Niveau gehoben und mit seinem Team für Leuchttürme in der Stadt gesorgt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und wünsche ihm im Namen des Aufsichtsrats für seine Zukunft alles erdenklich Gute und weiter viel Anlass, zu Veranstaltungen nach Mönchengladbach zu kommen – ab dem kommenden Jahr als interessierter und stets willkommener Gast.”

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • 27-Jähriger in Hardterbroich-Pesch mutmaßlich von Personengruppe lebensgefährlich verletzt

    27-Jähriger in Hardterbroich-Pesch mutmaßlich von Personengruppe lebensgefährlich verletzt

    Die Polizei sucht Zeugen eines mutmaßlichen Gewaltverbrechens, das sich am frühen Sonntagmorgen, 22. Mai, in der Zeit zwischen 2 Uhr und 6 Uhr in der Parkanlage an der Karl-Kämpf-Allee im Stadtteil Hardterbroich-Pesch zugetragen hat. Nach derzeitigem Erkenntnisstand der Polizei sollen dort drei noch unbekannte Personen einem 27-Jährigen zunächst lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben. Er wird derzeit in einer Spezialklinik intensivmedizinisch behandelt.

    Der 27-Jährige befand sich nach bisherigen Informationen der Polizei zu Fuß auf dem Weg aus der Mönchengladbacher Innenstadt nach Hause. Dabei soll er über die Fußgängerbrücke gegangen sein, die aus Richtung Platz der Republik/ Lürriper Straße über die Korschenbroicher Straße nach Hardterbroich-Pesch zur Pescher Straße führt. An den Abgang der Brücke schließt sich eine Grünanlage an, die parallel zur Straße Karl-Kämpf-Allee verläuft. Dort soll der 27-Jährige von drei noch nicht identifizierten Personen angegriffen worden sein. Diese haben ihm so schwere Verletzungen zugefügt, dass er kurzzeitig in Lebensgefahr schwebte.

    Dem 27-Jährigen gelang es, telefonisch eine Freundin zu Hilfe zu rufen, die ihn abholte. Der Verletzte begab sich anschließend in ein Krankenhaus, wo Ärzte eine lebensbedrohliche Kopfverletzung bei ihm feststellten. Sie verlegten ihn deshalb in eine Spezialklinik, in der man ihn notoperierte. Der 27-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

    Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Genauere Informationen zu der unbekannten Personengruppe liegen derzeit nicht vor. Die Ermittler bitten Zeugen, die im betreffenden Zeitraum rund um die genannten Orte – Platz der Republik, Fußgängerbrücke, Karl-Kämpf-Allee – Personengruppe oder eine Auseinandersetzung bemerkt haben, sich zu melden. Die Telefonnummer für Hinweise lautet 02161-290. (jn)

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Rücktritt des Vorsitzenden des Integrationsrates, Nasser Zeaiter, von seinem Amt

    Rücktritt des Vorsitzenden des Integrationsrates, Nasser Zeaiter, von seinem Amt

    Die Integrationsräte sind die politischen Repräsentationsgremien der Migrantinnen und Migranten in NRW auf kommunaler Ebene und werden von ihnen gewählt.

    So die offizielle Lesart.
    In Mönchengladbach ist das grundsätzlich anders.
    Die im Stadtrat vertretenen Parteien dominieren den Integrationsrat, die Satzung wurde durch die Politik entsprechend angelegt.
    Ergebnis: Ohne Zustimmung der Parteien wird nichts aus dem Integrationsrat in den Stadtrat zur Entscheidung gebracht.

    Am Freitag, 20. Mai 2022, hat Nasser Zeaiter seinen Rücktritt als Vorsitzender Oberbürgermeister Felix Heinrichs mitgeteilt. (E-Mail liegt der Redaktion vor) Zeaiter begründet seinen Schritt mit: „Aus gesundheitlichen Gründen werde ich in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein mein Amt mit der nötigen Kraft auszuüben.“

    Dieser Schritt hat jedoch seine ganz eigene Geschichte:
    Bereits in 2021 wurde die Abwahl des Vorsitzenden durch die Politik betrieben. Zu den Vorwürfen gegen Zeaiter lesen Sie bitte die nachfolgenden Dokumente:

    13.3.2021: https://mg-podcast.de/nichts-als-vorwuerfe/

    16.3.2021: https://mg-podcast.de/integrationsratsvorsitzender-nasser-zeaiter-erklaert-sich-dem-gremium-in-oeffentlicher-sitzung/

    16.3.2021: https://mg-podcast.de/cdu-vergisst-eigene-verfehlungen-und-sieht-politische-dimension/

    19.3.2021: https://mg-podcast.de/das-kommt-einer-hetzjagd-gleich-die-ich-in-diesem-land-nicht-erwartet-haette-mit-o-ton/

    27.4.2021 https://mg-podcast.de/sondersitzung-integrationsrat-ziel-ist-die-abwahl-des-vorsitzenden/

    19.5.2021: https://mg-podcast.de/gemeinsam-fuer-eine-gewaltfreie-zukunft-plaediert-der-vorsitzende-des-integrationsrates-nasser-zeaiter/

    In 2021 wurde die Abwahl des Vorsitzenden Nasser Zeaiter mit Mehrheit abgelehnt.

    Foto: Privat

    Nun zeigt sich, diese Niederlage bei der Abwahl kann Politik in Mönchengladbach nicht akzeptieren. Die gleichen Akteure unternehmen einen weiteren Versuch, einen eigenen Favoriten zum Vorsitzenden zu erklären. Dazu nutzen sie die gesundheitlich bedingte Abwesenheit des Vorsitzenden Nasser Zeaiter.
    Nasser Zeaiter wartet auf eine neue Lunge. Er liegt im Krankenhaus und kann nicht an der nächsten Sitzung des Integrationsrates am 31. Mai 2022 teilnehmen.
    In seiner Abwesenheit wurde die erneute Abwahl auf die Tagesordnung der Sitzung gesetzt.
    Die Aufschiebung dieser Abwahl und der Antrag auf Verschiebung durch Zeaiter und Mitglieder des Integrationsrates wurde abgelehnt.
    Alle Mitglieder des Integrationsrates sind durch Herrn Zeaiter schriftlich über seinen Gesundheitszustand informiert worden. (Schreiben liegt der Redaktion vor)
    Die politischen Akteure zeigen an dieser Stelle wenig Menschlichkeit.

    3 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Bushaltestelle Altmülfort braucht einen Regenschutz

    Bushaltestelle Altmülfort braucht einen Regenschutz

    Die Interessengemeinschaft Mülfort-Dohr bittet die Politik, sich dafür einzusetzen, dass die Schüler der angrenzenden Gesamtschule Mülfort und der Realschule an der Niers an der ÖPNV-Haltestelle “Altmülfort” einen Unterstellplatz bekommen. Immer wieder ist zu beobachten, dass die Schüler bei Regen keine Möglichkeit habe, sich schützend unterzustellen.  

    “Lasst unsere Schüler nicht im Regen stehen!”, so Henning Haupts.

    “Einen Regenschutz gibt es auf keiner der Seiten, so dass die wartenden Schüler im Regen stehen.
    Aus Sicht der IG Mülfort-Dohr ist es ein Muss, wenn man den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver machen will, dann auch vernünftige Standards an den Haltestellen, erst recht, wenn diese stark frequentiert werden, zu bieten. Dabei bietet es sich an, auch auf vorhandene, nicht mehr genutzte Wartehäuschen zurückzugreifen!”, so Haupts weiter.

    1 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Kunst in der Schriefersmühle

    Kunst in der Schriefersmühle

    Die Schriefersmühle an der B 57 zwischen Rheindahlen, Wegberg und Erkelenz ist frisch saniert – und wird immer mehr zum kulturellen Treffpunkt für Stadt und Region:

    Ab dem 4. Juni stellen in dem 1747 erbauten Denkmal Künstlerinnen und Künstler des Mönchengladbacher Vereins spektrum88 ihre Werke aus – von Prozessmalerei bis Neo-Pop-Art.
    Die Austellungseröffnung ist am 4. Juni um 11 Uhr.-

    Über Jahrhunderte wurde in der Schriefersmühle das Getreide der Bauern aus der Umgebung gemahlen. Als der Wind für die das Mahlen der Körner nicht mehr gefragt war, diente die Mühle als Lagerraum, später dann als Tankstelle. 1945 brannte die Mühle vollständig aus und wurde erst in den 70er Jahren wieder mit einem Dach bedeckt. 1986 unter Denkmalschutz gestellt, nagte der Zahn der Zeit immer weiter an dem imposanten Mühlenturm, bis sich vor 11 Jahr 2011 der Förderverein Schriefersmühle gründete, um das Baudenkmal vor dem Verfall zu retten und wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Zehn Jahre dauerten die Sanierung und der Umbau – der von der Stadt Mönchengladbach, NRW-Stiftung, LVR Rheinland, Stadtsparkasse Mönchengladbach, der NEW AG sowie privaten Spendern großzügig unterstützt wurde.
    Nun lebt die Schriefersmühle wieder auf: Sie ist zu einem kulturellen Treffpunkt geworden, an dem Konzerte stattfinden, aber auch Liederabende, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, Puppentheater und andere Veranstaltungen.

    Ab Anfang Juni nun zeigen elf Künstler des Mönchengladbacher Vereins spektrum88 ihre Werke auf drei Etagen. “Es ist sehr beeindruckend, wenn man sieht, was aus diesem fast verfallenen Bauwerk heute geworden ist”, sagt Vereinsvorsitzender Jürgen Kronen. “Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unseren Kunstwerken dazu beitragen können, neues Leben in die alte Mühle zu bringen.”

    Ähnlich wie die Schriefersmühle, verbindet auch spektrum88 eine ereignisreiche Geschichte mit einem vielversprechenden Aufbruch in die Zukunft. 1988 gegründet, zählt spektrum88 zu den ältesten Kunstvereinen der Stadt, deren kulturelles Leben er mit zahlreichen Ausstellungen und Aktionen über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Fünf Gründungsmitglieder sind noch aktiv dabei, drei von ihnen stellen in der Schriefersmühle aus – ebenso wie vier Künstlerinnen und Künstler, die erst im vergangenen Jahr dem Verein beigetreten sind. Mit neuem Vorstand, neuer Website, neuen Mitgliedern und neuen Ideen will spektrum88 auch in Zukunft die Kunstszene Mönchengladbachs beleben – so wie die Schriefersmühle als Ausstellungsort.

    Ausstellen werden Barbara Lenders  (abstrakte Acrylmalerei), Bernadette Zuhl (Acrylmalerei und Aquarell), Dagmar Stücher (Prozessmalerei), Helga und Günter Allwicher (Bilder und Objekte), Gert Paulußen (Glaskunst), Monika Boncuk (Aquarelle), Frollein Suomi (Concept Art), Klaus Angeli (abstrakte Acrylmalerei), Malte Sonnenfeld (Neo-Pop-Art) und Peter Hurtmann (Acrylmalerei).

    Öffnungszeiten:
    Ausstellungseröffnung: Samstag, 4.Juni, 11 Uhr.

    Weitere Öffnungszeiten:
    Vom 4. Juni bis 3. Juli, nur an den Wochenenden und Feiertagen, von 11 bis 17 Uhr.

    Am 5. Juni, sowie 19. Juni jeweils 14 bis 17 Uhr.

    Adresse:
    Schriefersmühle 24, 41179 Mönchengladbach (Rheindahlen)

    Webseiten:
    www.schriefersmuehle.de
    www.spektrum88.de

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Die Gladbacher Kulturszene präsentiert sich einen ganzen Tag lang im Theater und im Theaterpark.

    Die Gladbacher Kulturszene präsentiert sich einen ganzen Tag lang im Theater und im Theaterpark.

    Die Bandbreite der Mönchengladbacher Kulturszene ist riesengroß!

    Um diese Vielfalt und Stärke zu zeigen, feiert das Theater am 29. Mai 2022 wieder mit Künstlern, Vereinen und Institutionen aus Mönchengladbach ein großes Fest: den 4. Kulturmarkt.

    Schirmherr ist Oberbürgermeister Felix Heinrichs.
    Seit 2015 wird der Kulturmarkt abwechselnd mit nachtaktiv veranstaltet und bietet den ganzen Tag über ein vielfältiges, bunt gemischtes Programm in den Räumen des Theaters Mönchengladbach und open air im angrenzenden, inzwischen neu gestalteten Theaterpark.

    Auf der großen Außenbühne wird unter dem Motto #MGheroes Mönchengladbacher Musik präsentiert. Um 11 Uhr und um 12.30 Uhr sind Kiko und die Niederrheinischen Sinfoniker mit dem Kinderkonzert auf der großen Bühne zu erleben. Es gibt einen Kindertrödelmarkt, Musiktheater für Kinder, zahlreiche Mitmachaktionen, „Tanzen für Alle“ mit Ballettdirektor Robert North, Jazz, Musical Dance, Puppentheater, ein exklusives Kulturmarkt-Eis, den Abo-Cocktail zur Vorstellung der neuen Spielzeit und vieles mehr.
    Mehr zum Kulturmarkt auf www.theater-kr-mg.de

    0 – 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!