Autor: Redaktion

  • Ein hochmodernes Hockey-Leistungszentrum? – Pro und Contra

    Ein hochmodernes Hockey-Leistungszentrum? – Pro und Contra

    Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH (ZRR) eröffnete Förderung für Kaltlufthalle und Sporthotel.

    Pro

    Den WM-Titel im Rücken und die Heim-EM vor der Brust folgte nun eine weitere vermeintlich gute Nachricht für den deutschen Hockeysport am Standort Mönchengladbach.
    Am Hockey-Campus im Nordpark kann die Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG) für den geplanten Ausbau zum Hockey-Leistungszentrum mit Fördermitteln rechnen. Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH (ZRR) hat auf seiner Sitzung Mitte März den sogenannten “regionalen Konsens” hergestellt und damit grünes Licht für die Förderung des Projektes gegeben.

    Oberbürgermeister Heinrichs freute sich, dass Mönchengladbach mit der Projektidee überzeugen konnte: “Der regionale Konsens innerhalb der Zukunftsagentur ist ein wichtiger Schritt. In vielen Verhandlungen ist es gelungen, dieses Projekt unserer Entwicklungsgesellschaft zu platzieren. Im Rheinischen Revier setzen wir auf eine nachhaltige Entwicklung und wollen auch beispielsweise den Sport als Standortfaktor stärken. Für den Hockey-Standort Mönchengladbach ist das eine sehr gute Nachricht, für die ich mich persönlich sehr eingesetzt habe. Unser Hockey-Campus wächst so weiter und damit haben wir die Chance, auch über die EM 2023 hinaus Hockey zu einem sportlichen Schwerpunkt zu machen. Jetzt kommt es darauf an, dass möglichst schnell auch ein Förderbescheid kommt, damit wir das Projekt starten können.”

    Konkret geplant ist, die Sportstätte im Nordpark zum Hockey-Leistungszentrum mit ganzjährig bespielbarer Kaltlufthalle und angegliedertem Sporthotel auszubauen. Hauptnutzer des Leistungszentrums soll der Deutsche Hockey Bund (DHB) sein, der bereits heute seinen Sitz am Hockeypark hat. “Mit Spielserien wie der Pro League und der EM rückt der Hockeypark international wieder in den Fokus und hat damit Strahlkraft für die gesamte Stadt. Das Leistungszentrum eröffnet weitere Zunftschancen, kann neue Zielgruppen an den Niederrhein holen und damit nicht nur das Image von Mönchengladbach als Hockeystadt stärken, sondern auch langfristig Arbeitsplätze schaffen und erhalten”, ist sich EWMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus sicher. Ziel des Vorhabens ist es, ein Zuhause für die deutschen Nationalmannschaften und den Hockey-Nachwuchs aufzubauen, in dem ganzjährig optimale Trainingsbedingungen gegeben sind. Wie bereits die beiden bestehenden Plätze soll auch die neue Kaltlufthalle mit einem Olympia-Rasen ausgestattet werden, sodass die DHB- und andere Hockeyteams wetterunabhängig immer unter Wettkampfbedingungen trainieren können. Aber auch Vereinsmannschaften und andere Nationalmannschaften können das Leistungszentrum nutzen.

    Contra

    Der Diözesanrat der Katholikinnen im Bistum Aachen kritisiert die Förderung von Sportstätten aus Mitteln für den sozialökologischen Umbau der Region scharf.
    Die Braunkohlezeit endet 2030, die Region muss sich neu aufstellen. Mit Blick auf die Klimaziele müssen die Fördermittel in nachhaltige Entwicklung fließen.
    Zeitdruck und Dringlichkeit alternativer Ansiedlungen und neuer Infrastrukturen sind hoch.
    Dies alles konterkarieren Festlegungen, den Sportpark Soers in Aachen und den Hockeypark in Mönchengladbach zu fördern, kritisiert der Diözesanrat der Katholikinnen im Bistum Aachen.
    Sollten diese Gelder tatsächlich fließen, grenze das an Zweckentfremdung
    von Strukturwandelmitteln.
    Erneut zeige sich die Schwäche der zuständigen Zukunftsagentur Rheinisches Revier, in einem transparenten Verfahren, zivilgesellschaftlich begleitet, die regionale Transformation zu managen.

    Vielmehr zögen nun manche Kommunen langgehegte Vorhaben aus der Schublade.
    Statt dieser konventionellen Strukturhilfe, für die es andere Töpfe gibt, müsse alles Geld in
    nachhaltige Vorhaben investiert werden.
    Der Diözesanrat nennt als Beispiel die RegioTram nach Baesweiler oder Jülich, welche die Klimabilanz der Region deutlich aufbessern würde.
    Die katholischen Laien erinnern daran, dass die Fördermilliarden aus Berlin neue,
    zukunftsfähige Industrien, nachhaltige Infrastruktur, Anpassungen an den Klimawandel und zukunftsfähige Landwirtschaft im Blick haben.

    Wo bleiben diese Ziele bei Sportstätten?

    Der Diözesanrat wird den weiteren Prozess der Willensbildung beim Strukturwandel im
    Bündnis mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren kritisch begleiten.
    Es geht ihm um die Zukunft der Region und ihrer Menschen.
    Und es geht ihm um Klima und Biodiversität.

    Anmerkung von MG-heute:
    Bereits in 2019 gab es Aktivitäten zur Modernisierung des Hockeyparks.
    https://mg-podcast.de/moenchengladbacher-chance-vertane-chance/
    Bis dato wurde nichts aus den damaligen Planungen, nun also ein nächster Anlauf. Zweifel bestehen weiterhin, ob die in Aussicht gestellten Fördergelder gerechtfertigt sind. Ist es Nur der falsche Fördertopf?
    Was hat der Hockeypark mit der Zukunft des Rheinischen Reviers zu tun?

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  • Baubeginn für seniorengerechtes Quartier: –Gewerbe- und Mischgebiet Hardt ist vollvermarktet

    Baubeginn für seniorengerechtes Quartier: –
    Gewerbe- und Mischgebiet Hardt ist vollvermarktet

    Auf einem ca. 3.500 m² großen Grundstück errichten die Investoren Sebastian Gormanns und Sebastian Schotes ein neues Quartier mit einer ambulanten Tagespflege inklusive Verwaltung, einer Physiotherapie-Praxis sowie seniorengerechten Wohnungen.

    Die WeKo GmbH, ein etablierter Pflegedienst aus Mönchengladbach, erweitert dort ihr Angebot und realisiert zusammen mit der Investorengemeinschaft Gormanns/Schotes das neue Quartier, um den stetig steigenden Bedarf an hochwertiger Pflege und Betreuung für ältere Menschen zu decken. Die am Tomper Weg im Ortsteil Hardt entstehenden vier Baukörper umfassen auf insgesamt 1.800 m² eine ambulanten Pflegeeinrichtung, eine Pflegedienst-Verwaltung, eine Physiotherapie-Praxis, eine Tagespflege sowie 19 seniorengerechte Wohnungen. „Das Quartier ist darauf ausgelegt, insbesondere den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden und ihnen ein sicheres, gesundes und unabhängiges Leben zu ermöglichen“, sagte Oberbürgermeister Felix Heinrichs anlässlich eines Pressetermins zum Baubeginn am heutigen Freitag.

    Die Schotes-Firmengruppe plante das Projekt unter Anwendung modernster Bauweisen und nachhaltiger Technologien im KfW-Effizienzhaus-40-Standard. So werden unter anderem eine Photovoltaik-Anlage, Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie Wallboxen zum Laden von E‑Fahrzeugen installiert. Die Investoren unterstreichen die besondere Bedeutung moderner Pflegeeinrichtungen in unserer alternden Gesellschaft. Gormanns und Schotes betonen: „Wir sind stolz darauf, zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in Mönchengladbach beizutragen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu fördern.“

    Das Gewerbe- und Mischgebiet Hardt ist mit dem Verkauf des 3.500 m² großen Grundstücks, bis auf wenige Restflächen, größtenteils vollvermarktet. Der Verkauf der Fläche erfolgte durch die WFMG, welche gewerbliche Flächen geschäftsbesorgend für die Stadt vermarktet. „Durch das Vorhaben können neben der Sicherung der bestehenden Mitarbeiter der WeKo GmbH auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden, das ist uns besonders wichtig“, sagte Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der WFMG-Geschäftsführung.

    Der Neubau am Tomper Weg soll voraussichtlich im vierten Quartal 2024 fertiggestellt sein. Die WeKo GmbH freut sich darauf, in die neue Pflegeeinrichtung einzuziehen und zur nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen. „Das neue Quartier zeigt, wie eine moderne Pflegeeinrichtung in nachhaltiger Bauweise realisiert werden kann. Wir legen großen Wert auf individuelle Betreuung und hohe Lebensqualität für unsere Bewohner”, sagt Holger Wenschuh, Geschäftsführer der WeKo GmbH.

    Weitere Informationen zum Unternehmen gibt es unter www.weko.mg.

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  • ORGELTRIDUUM III – BACH & REGER

    ORGELTRIDUUM III – BACH & REGER

    Der Förderkreis „Geistliche Musik in St. Helena“ lädt herzlich ein:

    Pfarrkirche St. Helena, Mönchengladbach Rheindahlen Sonntag, 23. April 2023, 17 .00 Uhr.

    ORGELTRIDUUM III BACH & REGER, mit Helenakantor Reinhold Richter (St. Helena, MG-Rheindahlen)
    Werke von Johann Sebastian Bach (Präludium u. Fuge Es-Dur, Triosonate C-Dur) und M. Reger (Benedictus u. Fantasie und Fuge d-Moll op. 135b)

    IM GEDENKEN AN KMD VIKTOR SCHOLZ (verstorben am 31. März 2023)
    In den Monaten März und April wird mit einem ORGELTRIDUUM ein besonderer musikalischer Akzent in St. Helena gesetzt. Im Mittelpunkt stehen Werke von Johann Sebastian Bach (vor 300 Jahren Amtsantritt an St. Thomas, Leipzig) und Max Reger (zum 150. Geburtsta g).
    Der dritte Interpret dieses Triduums ist der musikalische Hausherr, Helenakantor Reinhold Richter selbst . Er spielt von Johann Sebastian Bach zwei große Orgelwerke (Präludium und Fuge Es Dur BWV 5 52 , Triosonate C Dur ) und Max Reger Benedictus op. 59 und Fantasie und Fuge d Moll op. 135b ).

    Reinhold Richter ist Kantor und Organist an St. Helena, Mönchengladbach Rheindahlen und leitet die Kirchenmusik an dieser traditionsreichen Kirche seit 1982 Mit seinem umfangreichen und stilistisch weitgefächerten Repertoire an der Orgel konzertierte Richter im In- und Ausland (u. a. Aachener Dom, Fuldaer Dom, Kaiserdom Königslutter, Berliner Dom, Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche, Berlin, Kathedrale in Luxemburg und Notre Dame, Paris).
    Dieses Konzert ist das vorletzte Konzert, bevor er am 31. Mai 2023 in den Ruhestand eintritt.
    Im Gedenken an seinen am 31. März 2023 verstorbenen Lehrer KMD Viktor Scholz (Münsterkantor in Mönchengladbach), wird er dieses Konzert ihm widmen.

    Der Eintritt ist frei.
    Kollekte am Ausgang zugunsten der Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien.
    Weitere Informationen unter www.helenamusik rheindahlen.de

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  • Die Kulturküche feiert 10-jähriges Jubiläum

    Die Kulturküche feiert 10-jähriges Jubiläum

    Am 05.06.2013 eröffnete die in der Suchthilfe tätige gemeinnützige Intres GmbH ein neues Projekt an der Waldhausener Straße 64.

    Zehn Jahre später blickt die Kulturküche auf eine erfolgreiche Zeit als sozio-kultureller Ort in Mönchengladbach zurück und zeigt sich zu diesem Jubiläum auch im neuen Outfit.
    Wie alles begann:
    Im Rahmen des „altstadtlabors“ wurden ab 2010 Ideen und Konzepte entwickelt, um die Mönchengladbacher Altstadt wiederzubeleben und attraktiver zu machen. Mit am Tisch saßen Vertreternnen der Stadtverwaltung, Anwohnernnen, Eigentümernnen, Polizei, Wirte, Politik und Kreative, die sich zum Ziel gesetzt hatten, diesem Bereich der Stadt seinen Charme zurückzugeben.
    Zur Umgestaltung des öffentlichen Raumes gehörte auch der Grünewaldplatz an der Waldhausener Straße, und aus der ehemaligen Kneipe „Lütterforst“ entstand dabei ein inklusives Projekt, das Soziales, Gastronomie und Kultur miteinander vereinte.

    Vom neuen Erscheinungsbild der Kulturküche kann bereits vor Ort oder online auf der Homepage ein Eindruck gewonnen werden. Die regulären Öffnungszeiten der Kulturküche sind dienstags, mittwochs und donnerstags von 11 – 15 Uhr. www.kulturkueche.com
    Seit 2013 wird in der Kulturküche jede Woche vielfältig gekocht, es gibt ein buntes Kulturprogramm auch zum Mitmachen. Konzipiert wurde die Kulturküche aber vor allem als ein Ort für Menschen mit Abhängigkeits- und psychischen Erkrankungen:
    In Küche und Service sind vor allem Klientinnen der Intres gGmbH (Integration & Rehabilitation Suchtkranker) beschäftigt. Hier können sie sich erproben, stabilisieren und ihr großes kreatives Potential sowie ihre Erfahrungen in hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, Küche und Catering einbringen. Große Gestaltungsräume, das Stärken individueller Ressourcen, ein geschützter Raum und das gesellschaftliche Miteinander zeichnen die Arbeit vor Ort aus: „Die Kulturküche hat mir geholfen trocken zu bleiben und ich werde hier aufgefangen, auch wenn es mir mal nicht so gut geht.“, berichtet eine Klientin.
    Die besondere Lage als alkoholfreie Location mitten in der Altstadt ist für das Team der Kulturküche immer wieder Herausforderung und Bereicherung zugleich.

    Ein Ausblick
    Nach 10 Jahren war es an der Zeit, der Kulturküche mit neuem Design einen frischen Anstrich zu verpassen. Das neue Logo sowie Formen & Farben und die Umgestaltung des Cafés legen den Fokus dabei auf die 3 Schwerpunkte, die die Kulturküche seit Beginn auszeichnen:
    „Café & Gastronomie“, „Soziales & Engagement“ und „Kultur & Events“.
    Das vielfältige und niederschwellige Veranstaltungsprogramm soll weiter ausgebaut werden: Dazu gehören Konzerte und Küchentheater, aber auch kreative Workshops, zum Teil für Klientinnen, zum Teil aber auch für interessierte Bürgerinnen, bei denen alle zum Mitmachen eingeladen sind. Ein ganz neues Angebot der Kulturküche ist übrigens das „Tauschcafé“, bei dem an jedem letzten Freitag im Monat alle zum Trödeln, Tauschen und Klönen eingeladen sind. Das unterstützt auch die Vernetzung im Quartier.

    Am Freitag, den 26.05. lädt die Kulturküche zum gemeinsamen Feiern ein. Von 11 – 17 Uhr gibt es ein vielfältiges und inklusives Programm mit Live-Musik und kleinen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl. Die Mitarbeiterinnen und Klientinnen der Kulturküche sowie alle Kolleg*innen und die Geschäftsführung der Intres gGmbH, freuen sich über alle die an diesem Tag mit dabei sind.

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  • „Zukunft der Mobilität?“- Nachhaltig, umweltfreundlich, sozial gerecht!

    „Zukunft der Mobilität?“-
    Nachhaltig, umweltfreundlich, sozial gerecht!

    Wie kann die Mobilität der Zukunft in Mönchengladbach ausgestaltet werden und welche Bedeutung kommt dabei dem ÖPNV in der Region zu?

    Hierüber diskutierte die SPD-Fraktion Mönchengladbach gemeinsam mit dem Vorstand des Verkehrsbundes Rhein-Ruhr, José Luis Castrillo und dem Bundesvorsitzenden des Fahrgastverbandes PRO BAHN, Detlef Neuß, im Ratssaal des Rathauses in Rheydt.

    “Die Mobilitätswende ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Die Möglichkeit der Teilhabe an Mobilität ist für uns als SPD ein zentraler Baustein der täglichen Daseinsvorsorge und Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse.”, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi. Dabei setzt die SPD auf einen „sozialökologischen Ausgleich zwischen den sich ändernden Verkehrsgewohnheiten und dem Ziel einer gerechten klimaneutralen Politik”. Denn auch in Zukunft werde das eigene Auto etwa für mobilitätseingeschränkte Personen ohne Ersatz bleiben. Um die Verkehrswende dennoch umzusetzen, brauche es tragfähige Konzepte und ganzheitliche Lösungsansätze. Denn längst sei klar: “Für die Klimawende braucht es auch eine Verkehrswende. Daher ist eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger, Investitionen in die Infrastruktur, ein verbessertes Angebot und eine höhere Qualität dringend notwendig. Ein verbesserter und attraktiverer ÖPNV bildet für uns daher das Rückgrat unserer Mönchengladbacher Mobilitätswende.” so Safi weiter.

    Den Ausbau des Angebots, die Vereinfachung von ÖPNV-Tickets, den beschleunigten Ausbau der Schieneninfrastruktur und digitale Zugangsmöglichkeiten beschreibt der Vorstand des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, Luis Castrillo als wichtige Faktoren für eine Verkehrswende. Ohne finanzielle Mittel für Personal, Infrastruktur und Fahrzeuge sei diese aber nicht nachhaltig und langfristig zu realisieren.

    “Die bereitgestellten Mittel reichen nicht aus, um die massiven Kostensteigerungen im ÖPNV zu kompensieren.”, so Castrillo. Insofern sei es für die Umsetzung des ab dem 1. Mai gültigen DeutschlandTickets notwendig, dass sich Bund und Länder auf eine nachhaltige Regelung zur auskömmlichen Finanzierung verständigten, damit die Verkehrsunternehmen im erforderlichen Maße in Innovationen, Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb investieren könnten.

    Das große Interesse an dem vergünstigten, deutschlandweit gültigen 9-Euro Ticket sorgte im Verbundgebiet für einen großen Ansturm. Mehr als 3,7 Millionen 9-Euro-Tickets seien im VRR-Gebiet verkauft worden. Hinzu kamen rund eine Millionen Abonnent*innen, deren Ticketpreise auf monatlich 9 Euro reduziert wurden. Drei Monate seien laut Castrillo allerdings nicht ausreichend, um das langjährige Mobilitätsverhalten zu verändern.

    Dem stimmte auch Neuß zu: “Die Entwicklung einer konsistenten, landesweiten Tarifstruktur ist wichtig, um den Bürgerinnen und Bürgern den Umstieg auf die Schiene dauerhaft zu erleichtern.” Das neue DeutschlandTicket sei eine historische Chance, um Bus- und Bahnfahren für mehr Leute attraktiver und einfacher zu machen. Dabei müsse aber darauf geachtet werden, dass es bundesweit einheitlich und sozial gerecht ausgestaltet sei. Neuß regte an, dass auch die Mitnahme von Kindern bis 14 Jahren kostenlos möglich sein sollte. Zusätzlich solle ein Deutschland-Familienticket entwickelt werden. “Für einen kleinen Zuschlag könnten Familienmitglieder gemeinsam oder auch getrennt den ÖPNV mit einem Ticket nutzen.”, so Neuß abschließend.

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  • Initiative „Mönchengladbach ohne hindenburg“ sucht Erstunterzeichner und Erstunterzeichnerinnen

    Initiative „Mönchengladbach ohne hindenburg“ sucht Erstunterzeichner und Erstunterzeichnerinnen

    8. Mai 2023: 78 Jahre Kriegsende

    In Vorbereitung der Kundgebung vom 8. Mai 2023 in der Mönchengladbacher Fußgängerzone, bei der des Endes des Weltkrieges gedacht werden soll, sucht die Initiative „Mönchengladbach ohne hindenburg“ noch ErstunterzeichnerInnen.

    Hierzu wurde eigens die Internetseite: www.moenchengladbach-ohne-hindenburg.de erstellt.
    Am 8. Mai werden BürgerInnen von Mönchengladbach des Endes des Zweiten Weltkrieges gedenken und gleichzeitig die Umbenennung der Hindenburgstrasse fordern.

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  • bema Gruppe arbeitet an Optionen für das Projekt „19 HÄUSER“

    bema Gruppe arbeitet an Optionen für das Projekt „19 HÄUSER“

    Die bema Gruppe hat in der vergangenen Woche die zwischen bema und der Stadt in den letzten Sitzungen in 2022 diskutierten Anregungen und Bedenken zur Umsetzung des Bebauungsplanes zum Projekt „19 HÄUSER“ in das Bebauungsplanverfahren eingebracht.

    Das Projekt soll in zentraler Innenstadtlage gegenüber dem Hauptbahnhof von Mönchengladbach entstehen.
    Hintergrund ist die im Bebauungsplan ausgewiesene und von der Stadt geforderte Hochhausbebauung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen.
    Der ausgewiesene Hochpunkt ist wirtschaftlich nicht umsetzbar und stellt damit ein Risiko dar, das sich in der aktuellen Situation mit hohen Baukosten, Inflation und Zinssteigerungen weiter verstärkt hat.

    Das Unternehmen ist ausgewiesener Experte für die Realisierung nachhaltiger Stadtquartiere und agiert dabei als zuverlässiger Partner von Politik, Verwaltung und Bevölkerung. Mit der Entwicklung des ehemaligen Haus Westland trägt bema aktiv zu einem maßgeblichen Teil der Innenstadtentwicklung Mönchengladbachs bei.

    Über die bema Gruppe:

    Die bema Gruppe ist eine inhabergeführte Projektentwicklungsgesellschaft in dritter Generation mit Sitz in Düsseldorf. Unter der Zielsetzung „Building Visions“ realisiert sie zukunftsweisende Gebäude und nachhaltige Stadtquartiere, bietet aber auch strategische Beratung an. Relevante Zukunftsthemen bei der Konzeption sind Bauen im Bestand, wiederverwertbare modulare Bausysteme, ressourcenschonender Materialeinsatz oder die Verwendung natürlicher Baumaterialien wie etwa Holz. Zu den wesentlichen Instrumenten für die Umsetzung zählen digitale Planungs- und Steuerungstools sowie der Einsatz von BIM als ganzheitliche Planungsmethode. Bei allen Projekten verpflichtet sich das interdisziplinäre Team der bema Gruppe dem Kodex für Baukultur. So sind in den vergangenen Jahren im Rheinland architektonisch und qualitativ hochwertige Wohn-, Büro- und durchmischte Quartiersprojekte entstanden. Aktuelle Referenzen sind unter anderem das TRIGON in Düsseldorf-Heerdt, die Entwicklung des ehemaligen Pierburg-Areals in Neuss, sowie die Projekte Zooblick Krefeld oder Campus M in Köln.

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  • Wintermantel und Schlafsack für Wohnungslose – Textil-Studentinnen mit Junior-Benediktpreis geehrt

    Wintermantel und Schlafsack für Wohnungslose –
    Textil-Studentinnen mit Junior-Benediktpreis geehrt

    Weil sie mit „Wafe“ (Warm and Safe) eine Wintermantel-Schlafsack-Kombination speziell für Wohnungslose entwickelt haben, sind fünf Textil-Studentinnen der Hochschule Niederrhein am Mittwoch ausgezeichnet worden.

    Der Verein „Benediktpreis von Mönchengladbach“ würdigte das Engagement von Tamiya Lorenz, Sarah Sairung Klein, Klara Schuh, Greta Lutterbüse und Julia Segschneider mit dem Juniorpreis 2023.

    Der Benediktpreis wird für besonders wertorientiertes Handeln im Rahmen der christlich-abendländischen Kultur verliehen. Seit 2015 gibt es auch den mit 1000 Euro dotierten Juniorpreis für ehrenamtlich engagierte 17- bis 30-Jährige.

    „Sie wollten ein Produkt, das die widrigen Lebensumstände der Wohnungslosen verbessert. Deshalb haben Sie sich ohne Berührungsängste mit Betroffenen und deren Situation eingehend beschäftigt – und das deutlich intensiver, als es eigentlich nötig gewesen wäre“, begründete Professor Dr. Harald Vergossen vom Vorstand des Vereins die Entscheidung für die Ehrung. 

    Tatsächlich waren die Gespräche mit Menschen, die auf der Straße leben, ausschlaggebend für das passende Design und die Funktionalität von „Wafe“. „Erst dadurch ist uns wirklich klargeworden, worauf es ankommt“, sagte Studentin Klara Schuh. Auf Wunsch der Betroffenen entschieden sich die Kommilitoninnen vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik für ein unauffälliges, aber sicheres Design. In ihrem gemeinsamen Semesterprojekt gestalteten sie Jacke und Schlafsack in zurückhaltendem Schwarz, das Inneneben in Blau. Dezent vernähte Reflektoren sorgen für die nötige Sichtbarkeit bei Nacht im Straßenverkehr. 

    Für ihre Wintermantel-Schlafsack-Kombination wurden Julia Segschneider (von links), Greta Lutterbüse und Klara Schuh vom Verein Benediktpreis von Mönchengladbach geehrt. Auf dem Foto fehlen ihre Kommilitoninnen Sarah Sairung Klein und Tamiya Lorenz.

    Die Studentinnen, die alle verschiedene Studienschwerpunkte belegen, integrierten insgesamt 14 Taschen zum Verstauen von Hab und Gut. Die Materialien sind wasserabweisend, wasserdicht und wärmend. Durch Reißverschlüsse lassen sich die Prototypen je nach Bedarf umwandeln. So kann die innere Jackenschicht bei wärmeren Temperaturen herausgetrennt werden. Aus dem Schlafsack wird eine Decke, auf der man tagsüber sitzen kann. Dank Trägern und der Möglichkeit, den Schlafsack am unteren Ende zu öffnen, entsteht eine Latzhose. In Kombination mit dem Wintermantel entsteht so ein Zwei-Teiler.

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs lobte die Innovation im sozialen Kontext. „Viele reden nicht mit betroffenen Wohnungslosen, sondern über sie. Es ist ein schwieriges Feld, mit Sie dem sich auseinandergesetzt haben. Das ist aller Ehren wert!“ Auch die Gladbacher Bank, in deren Räumlichkeiten der Preis verliehen wurde, zeigte sich beeindruckt von den Prototypen – und stellte spontan 3000 Euro für die Produktion der Wintermantel-Schlafsack-Kombination in Aussicht. Angestoßen wurde das Semesterprojekt vom Rotary Club Mönchengladbach-Gero. Gemeinsam mit der örtlichen Diakonie und dem Rheydter Wohnungslosen-Treff Café Pflaster wurde die Idee der Wintermantel-Schlafsack-Kombination geboren.

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  • KIRCHENMUSIK IN ST. HELENA, MÖNCHENGLADBACH-RHEINDAHLEN

    KIRCHENMUSIK IN ST. HELENA, MÖNCHENGLADBACH-RHEINDAHLEN

    Freitag, 7. April 2023, 15.00 Uhr –
    Die Feier vom Leiden und Sterben Christi

     In der diesjährigen Karfreitagsliturgie erklingt Musik für Bratsche solo von Johann Sebastian Bach mit Albert Hametoff (Solo-Bratscher der Niederrheinischen Sinfoniker).

     Sonntag, 9. April 2023, 10.00 Uhr – Hochfest Ostern

    • „Missa brevis“ in Es-Dur für Chor und Orgel von Théodore Dubois (1837 – 1924)
    • Klaus Gunkel, Orgel
    • Edgar Dlugosz, Kontrabaß
    • Leitung und Orgel.: Kantor Reinhold Richter
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  • Deutschlandticket: NEW startet Verkauf

    Deutschlandticket: NEW startet Verkauf

    Ab Montag, 3. April 2023, beginnt die NEW mit dem Verkauf des Deutschlandtickets.

    Das Ticket kann digital in der NEW MöBus App und NEW Viersen mobil App erworben werden.
    Ebenfalls steht das Angebot in der Deutschlandticket App und bei Handyticket Deutschland zur Verfügung.

    Es ist auch möglich, einen schriftlichen Ticketantrag zu stellen. Dieser steht auf http://www.new-mobil.de zum Download zur Verfügung.
    Eine Beantragung kann auch direkt in den NEW mobil Kundencentern am Europaplatz (Mönchengladbach), Marienplatz (Mönchengladbach-Rheydt) und am Rathausmarkt (Viersen) erfolgen.

    Alle betroffenen Bestandskundinnen- und kunden sind bereits über die automatische Umstellung ihres Abonnements (Ticket1000, Ticket2000, YoungTicketPLUS, BärenTicket) auf das Deutschlandticket, beziehungsweise ihr Widerspruchsrecht, informiert worden.
    Die Umstellung nimmt die NEW, für alle die nicht widersprochen haben, automatisch zum 01. Mai vor.

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  • Oper für Blinde und Sehbehinderte

    Oper für Blinde und Sehbehinderte

    Das Theater Mönchengladbach bietet Vorstellungen mit Audiodeskription an.
    Der letzte Termin in dieser Spielzeit ist „Rigoletto“ am 16. April.

    Das Theater Krefeld und Mönchengladbach ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen einen barrierefreien Zugang, indem es zu ausgewählten Vorstellungen des Musiktheaters Audiodeskription anbietet.
    Das bedeutet: Bühnenbild, Kostüme und die sichtbare Handlung werden für Blinde und Sehbehinderte live beschrieben. Die Kommentare, gesprochen von Musiktheaterdramaturgin Ulrike Aistleitner gesprochen, können sie über ein Smartphone mit Kopfhörern empfangen.
    Voraussetzung für die Nutzung der Audiodeskription im Theater ist die kostenlose App MobileConnect der Firma Sennheiser. Sie sollte unbedingt vor dem Theaterbesuch auf dem Smartphone installiert werden. Interessierte Besucherinnen und Besucher werden außerdem gebeten, ihre eigenen Kopfhörer mitzubringen. (Nach Verfügbarkeit können Smartphones und Einwegkopfhörer auch kostenfrei ausgeliehen werden. Die Anmeldung dafür erfolgt bei der Kartenbuchung.)
    Der Theaterbesuch beginnt 120 Minuten vor Beginn der Vorstellung mit einer Einführung, bei der über das Stück informiert wird und u.a. Kostüme aus der Inszenierung „ertastet“ werden können.
    Die für diese Spielzeit letzte Möglichkeit, im Theater Mönchengladbach eine Aufführung mit Audiodeskription zu erleben, bietet sich mit Verdis Oper „Rigoletto“ am 16. April.

    „Rigoletto“ mit Audiodeskription, Oper von Giuseppe Verdi

    – in italienischer Sprache – Sonntag, 16. April 2023 14 Uhr: Stückeinführung und Tastführung 16 Uhr: Vorstellungsbeginn
    Das Angebot von Vorstellungen mit Audiodeskription wird in der Spielzeit 2023/24 fortgesetzt; die Termine werden im neuen Spielzeitheft, das im Mai erscheint, veröffentlicht.

    Anmeldung und Buchung
    Silke Wirtz, Besucherservice Mönchengladbach
    E-Mail: silke.wirtz@theater-kr-mg.de
    Telefon: 02166/6151-165
    Die Finanzierung des technischen Equipments übernahmen der Blinden- u. Sehbehindertenverein Krefeld e.V., der Blinden-Fürsorgeverein Krefeld e.V. und der Blinden und Sehbehindertenverein für Mönchengladbach und Viersen e.V.

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  • Mönchengladbach lässt sich pro Jahr 3.367 Tonnen Schokolade schmecken

    Mönchengladbach lässt sich pro Jahr 3.367 Tonnen Schokolade schmecken

    Mehr Schoko-Hunger auf Osterhasen als auf Weihnachtsmänner.

    Der Schoko-Hunger ist enorm – gerade zu Ostern: 3.367 Tonnen Schokolade haben die Menschen in Mönchengladbach zuletzt im Jahr gegessen – rein statistisch. Denn der „Schoko-Hunger“ lässt sich wiegen: 12,9 Kilogramm pro Kopf pro Jahr – von jung bis alt.

    „Das macht für jeden rund zweieinhalb Tafeln Schokolade pro Woche. Natürlich sind da auch Pralinen, Osterhasen oder Weihnachtsmänner aus Schokolade mit dabei. Übrigens ist der Schoko-Hase beliebter: Er hat den Weihnachtsmann bei der Produktion in den Schokoladenfabriken längst überholt“, sagt Claudia Hempel von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG sorgt in der Süßwarenindustrie dafür, dass die Arbeitsbedingungen stimmen. „Dazu gehört vor allem auch der Lohn. Den müssen die Arbeitgeber jetzt allerdings deutlich nachsüßen“, so Claudia Hempel von der NGG Krefeld-Neuss.

    Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten in der Süßwarenindustrie jetzt ein Lohn-Plus. „Denn die hohe Inflation liegt allen schwer im Magen. Die verdaut man auch nicht besser, wenn man tagsüber oder in Nachtschichten leckere Sachen produziert“, sagt NGG-Geschäftsführerin Claudia Hempel. Wer in der Produktion am Band steht oder im Lager arbeitet, soll 500 Euro mehr pro Monat bekommen, fordert die NGG. „Und für alle, die heute schon weiter oben auf der Lohnleiter stehen, müssen 400 Euro im Monat dazukommen. Ziel ist ein Lohn-Plus mit ‚sozialem Augenmaß‘. Deshalb ist es auch wichtig, in schmalere Lohntüten mehr reinzupacken“, so Claudia Hempel. Auch Azubis in der Süßwarenindustrie sollen profitieren: Für sie fordert die NGG 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Monat und zusätzlich noch ein „Ticket-Geld“: eine Fahrtkostenpauschale von 50 Euro.

    Dabei geht es längst nicht nur um die Beschäftigten in der Schokoladenherstellung. Vom Marzipan bis zum Eis, von Weingummis über Salzstangen bis zu Chips: „Zu den Produkten der Süßwarenindustrie gehören auch Kekse & Co. Dahinter steckt eine starke Branche mit gewaltigen Umsätzen und großen Namen wie Ferrero, Storck, Lindt, Haribo oder Bahlsen“, sagt Claudia Hempel. Die Gewerkschaft NGG werde Mitte April zum ersten Mal seit langem wieder mit allen „Genuss-Giganten“ am Tariftisch sitzen und bundesweit über die Löhne in der Süßwarenindustrie verhandeln. Vorher räumt Hempel allerdings noch mit einem Gerücht auf: „Nein, Weihnachtsmänner, die im Regal geblieben sind, werden nicht zu Osterhasen eingeschmolzen. Das sind Saisonartikel, die immer aus frisch hergestellter Schokoladenmasse produziert werden.“

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  • Bester Mathe-Oberstufenschüler von Mönchengladbach ausgezeichnet

    Bester Mathe-Oberstufenschüler von Mönchengladbach ausgezeichnet

    Hugo-Schüler errangen bei der 62. Mathematik-Olympiade wieder beachtliche Erfolge

    In einer kleinen Feierstunde übergab Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel dem Oberstufenschüler Linus Rheinfelder seine Siegerurkunde mit dem 1. Platz aller teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Stadt Mönchengladbach sowie dem Fünftklässler Kristian Malchev die Urkunde mit dem 3. Platz. Linus Rheinfelder, der auch im Matheleistungskurs sitzt, nahm darüber hinaus auch an der NRW-Landesrunde teil und erzielte auch dort ein beachtliches Ergebnis.

    Seit vielen Jahren organisieren die Mathematiklehrkräfte Elena Faktorovic und Dirk Zander die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Mathematikwettbewerb. In ihrer Ansprache betonte Gülistan Yüksel die besondere Leistung der Teilnehmenden und der Sieger, lobte sie für ihre Fertigkeiten und ermutigte sie, sich produktiv für die Gesellschaft mit ihren besonderen Fähigkeiten einzusetzen.

    Die jährlich stattfinde Mathematik-Olympiade bietet Schülerinnen und Schülern einen besonderen Anreiz, ihre mathematischen Fähigkeiten zu testen und zu vertiefen. Die Lösung der nicht alltäglichen Aufgaben erfordert vor allem logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und einen sehr kreativen Umgang mit mathematischen Methoden. In Klausuren demonstrieren die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihre mathematischen Fähigkeiten und erhalten so einen Einblick in die Welt der Mathematik, der im klassischen Mathematikunterricht nicht möglich wäre.

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  • Der Förderkreis „Geistliche Musik in St. Helena“ lädt herzlich ein:

    Der Förderkreis „Geistliche Musik in St. Helena“ lädt herzlich ein:

    Pfarrkirche St. Helena, Mönchengladbach-Rheindahlen

    Sonntag, 2. April 2023, 17.00 Uhr

    ORGELTRIDUUM II – BACH & REGER

    mit Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig (Hoher Dom zu Köln)

    Werke von Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge e-Moll, Choralvorspiel „An Wasser-flüssen Babylon“ u. a.) und M. Reger (Introduktion, Passacaglia und Fuge e-Moll op. 127)

    Winfried Bönig wurde 2001 zum Domorganisten in Köln berufen und leitet als Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation seit 1998 den Studiengang “Katholische Kirchenmusik” an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seinen ersten Orgelunterricht erhielt der gebürtige Bamberger mit dreizehn Jahren beim Domorganisten seiner Heimatstadt, Wolfgang Wünsch, bevor er 1978 in die Orgelklasse von Franz Lehrndorfer an der Münchener Musikhochschule aufgenommen wurde.

    Nach dem mit Auszeichnung abgelegten Examen erlangte er Abschlüsse in Dirigieren sowie das Meisterklassendiplom für Orgel. Konzerteinladungen führen ihn Jahr für Jahr in alle Welt; in letzter Zeit wurde er zu feierlichen Orgelweihen und Premieren u.a. nach China, Russland und Spanien eingeladen. Daneben ist er auch immer wieder als Dirigent tätig.

    Bönig war und ist Interpret zahlreicher Uraufführungen von Werken, die ihm Komponisten widmeten, so beispielsweise von Enjott Schneider, Jean Guillou, Naji Hakim, Stephen Tharp, Colin Mawby, Robert HP Platz und Daniel Roth. Schon seine erste CD mit Orgelwerken von Dietrich Buxtehude, erschienen 1988, wurde von der europäischen und amerikanischen Musikkritik begeistert rezensiert. Zahlreiche weitere Aufnahmen – als Organist und Dirigent – folgten und summieren sich inzwischen zu einer langen Diskographie unterschiedlichsten Repertoires.

    In den Monaten März und April wird mit einem ORGELTRIDUUM ein besonderer musikalischer Akzent gesetzt: Drei Orgelkonzerte stehen unter dem Motto „BACH & REGER“. Jubiläumsjahre beschränken sich meistens auf Geburts- oder Todestage. Bei diesem Orgeltriduum in St. Helena soll bei J. S. Bach ein anderer Anlass genommen werden, um Werke von ihm in den Mittelpunkt zu stellen. Mit dem Gedenken an Bachs Antritt des Leipziger Thomaskantorats im Jahre 1723 wird ein Schlüsselpunkt seines Schaffens erreicht. Dieses Datum markiert zugleich den Anfang des produktivsten Abschnittes seines Künstlerlebens. Dies gilt sicherlich in erster Linie seiner Vokalmusik, aber auch für seine Orgelmusik.    Und im Jahre 2023 jährt sich der Geburtstag des Komponisten Max Reger (1863 – 1916) zum hundertfünfzigsten Mal. Reger gehört neben R. Strauss und A. Schönberg zu den Schlüsselfiguren der anbrechenden Moderne. Mit dem Bekenntnis „Sebastian Bach ist für mich Anfang und Ende aller Musik; auf ihm ruht und fußt jeder wahre Fortschritt“ setzte sich Max Reger als Komponist, Bearbeiter und Dirigent intensivst mit den Werken Bachs auseinander und wurde selbst zu einem der bedeutendsten deutschen Komponisten nach Bach. Beide Komponisten haben ein gewaltiges Oeuvre hinterlassen. Reger erlangte aber vor allem durch seine Orgelkompositionen Berühmtheit.

    Der Eintritt ist frei – Kollekte am Ausgang zugunsten der Erdbebenopfer.

    Weitere Informationen unter www.helenamusik-rheindahlen.de

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  • Bündnisfraktionen zum Rathaus-Stop: Warum ein Neustart jetzt richtig ist

    Bündnisfraktionen zum Rathaus-Stop:
    Warum ein Neustart jetzt richtig ist

    Die Zahlen des Kämmerers lassen nichts anderes zu:
    Der geplante Bau des neuen Rathauses in Rheydt muss gestoppt werden.

    Ende des Jahres 2026 müsste die Stadt nach Darstellung von Michael Heck 379 Mio. € für das neue Rathaus auf den Tisch legen – und dass bei einer 100-Prozent-Finanzierung. Die jährliche Belastung für den städtischen Haushalt würde sich auf 22 Mio. € belaufen; ab 2027 könnte die Stadt bereits die Zinsen nicht mehr zahlen.

    „Die finanziell verantwortungsvolle Entscheidung des Oberbürgermeisters können wir nachvollziehen. Für die Rheydter Innenstadt und für die Beschäftigten in der Verwaltung ist der Planungsstopp aber ein schwerer Schlag.“, sagt SPD-Fraktionschef Janann Safi. „Der Grundgedanke der Planung muss bleiben:  wir brauchen moderne und barrierefreie Verwaltungsstandorte, die Frequenz in die Rheydter Innenstadt bringen, den Bürgerservice stärken und attraktive Arbeitsplätze bieten.“, so Safi weiter. Aus seiner Sicht müsse sich die Politik dieser Aufgabe gemeinsam mit der Verwaltung auch unter den geänderten wirtschaftlichen Realitäten weiterhin stellen.

    Wie Kämmerer Michel Heck im Gespräch mit den Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen weiter dargestellt hatte, sei die geplante Neubauvariante trotz der enormen Steigerung immer noch wirtschaftlicher als die derzeitige Lösung, bei der die Verwaltung an 26 verschiedenen Standorten untergebracht ist. „An diesem Punkt müssen wir nun weiterdenken“, meint Dr. Boris Wolkowski, Fraktionssprecher der grünen Ratsfraktion. „Wir müssen nach diesem sinnvollen Schnitt jetzt schnell prüfen, welche Varianten möglich sind.“ Hintergrund: Das Karstadt-Gebäude in Rheydt befindet sich in städtischem Besitz, es gehört der städtischen EWMG, anders etwa als „Haus Westland“ oder das C&A-Gebäude und die Filiale der Stadtsparkasse in Rheydt.

    „Die jetzt getroffene Entscheidung der Verwaltung ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, weil das gestiegene Finanzvolumen den städtischen Haushalt überfordert hätte“, erklärt Achim Wyen, Vorsitzender der FDP-Fraktion. Synergien, so Wyen, hätten sich vermutlich erst mit erheblichem Zeitverzug, wenn überhaupt ergeben. Zudem könnten sich durch die Homeofficequote und energetische Sanierungen Optimierungspotenziale auch im Bestand bieten, die sukzessive genutzt werden sollten.

    Grünen-Fraktionssprecherin Ulla Schmitz hält es für sinnvoll, „jetzt die Leistungsphase 3 bis zum Sommer durchzuziehen, die laufenden Verträge zu erfüllen und uns dann vom Rathaus der Zukunft nach den Sommerferien im Rat endgültig zu verabschieden.“

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  • Auftaktkonferenz Innovation Valley Garzweiler im Hugo Junkers Hangar

    Auftaktkonferenz Innovation Valley Garzweiler im Hugo Junkers Hangar

    Mehr als 200 Gäste aus Wirtschaft und Unternehmen, von zahlreichen Verbänden und Institutionen sowie aus Politik und Wissenschaft nutzten die Chance, einen Blick hinter die Kulissen des Strukturwandelprojekts Innovation Valley Garzweiler zu werfen.

    Die Auftaktveranstaltung war bereits im Vorfeld ausgebucht. In den Hugo Junkers Hangar in Mönchengladbach hatten die Partnerinnen und Partner zum Thema „Wirtschaft und Innovation – Erfolgsfaktoren für Transformation“ geladen:
    Neben dem federführenden Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler sind die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach, die Wirtschaftsförderung Rhein-Kreis Neuss, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg sowie die ZENIT GmbH als Innovationsagentur des Mittelstandes und des Landes Nordrhein-Westfalen in dem Projekt engagiert.
    In den kommenden Jahren werden weitere regionale Veranstaltungen und Arbeitstreffen stattfinden.

    Mona Neubauer führt das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
    Sie sprach ein Grußwort an die Teilnehmer in Mönchengladbach.

    Innovation Valley Garzweiler – was steckt dahinter?
    Zusammen mit starken Partnerinnen und Partnern in der Region hat der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler einen Prozess angestoßen, in dem über Zukunft diskutiert wird und Innovationen angestrebt werden. Ziel ist es, den Zukunftsraum der Tagebaulandschaft Garzweiler und dessen Umgebung mit der regionalen Wirtschaft zu vernetzen. In der Region besteht viel Potenzial für einen großflächigen Demonstrationsraum, in dem die Zukunft von Wohnen und Arbeiten in einer hochproduktiven Landschaft des 21. Jahrhunderts erprobt wird.

    Mit dem Ende der Braunkohleverstromung steht das Rheinische Revier parallel vor einem Strukturwandel: Innovation Valley Garzweiler will deshalb Unternehmen – vor allem mittelständische – bei ihren Innovationsvorhaben unterstützen und so dazu beitragen, dass Wachstum und neue Arbeitsplätze entstehen. Gemeinsam mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen können Wertschöpfungsketten gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit ausgebaut werden.

    Der Raum wird zu einem zukunftsorientierten Innovationsökosystem weiterentwickelt – mit Innovationshubs, neuen Gewerbegebieten und neuen Siedlungen.
    Innovation Valley Garzweiler hat zunächst eine Laufzeit bis Herbst 2026. Die Förderung des Innovation Valley Garzweiler erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie durch das Land NRW.

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  • Stadt stoppt vorerst Bauprojekt Rathaus der Zukunft

    Stadt stoppt vorerst Bauprojekt Rathaus der Zukunft

    Aktuelle Detailplanungen machen deutlich: gestiegene Baukosten und Zinssteigerungen übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

    Der für kommenden Sommer vorgesehene Bau- und Investitionsbeschluss für das Rathaus der Zukunft steht in 2023 und voraussichtlich auch in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Agenda der Verwaltung.

    Das Bauvorhaben mit Sanierung, Umbau und Neubau am Standort in Rheydt wird bis auf Weiteres gestoppt. Das teilten Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin und Stadtkämmerer Michael Heck jetzt gemeinsam allen Beschäftigten der Stadtverwaltung, den Projektpartnern sowie den Ratsfraktionen mit. Der Verwaltungsspitze war es wichtig, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auch die Projektpartner und Stakeholder sowie die Öffentlichkeit über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Am 29. März folgt ein Bericht in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates.

    Die derzeit laufenden Detailplanungen für das neue Rathaus und die damit verknüpften Kostenberechnungen machen zum jetzigen Zeitpunkt bereits deutlich, dass das Projekt wesentlich teurer wird als bisher kalkuliert und den avisierten Kostenrahmen weit übersteigen würde. Das endgültige Ergebnis mit umfänglichen Erkenntnissen zur Kostenermittlung, die derzeit im Zuge der laufenden Leistungsphase 3 erfolgt, wird die Verwaltung nach den Sommerferien den politischen Gremien vorstellen. Ebenso soll über mögliche Optionen des weiteren Vorgehens beraten werden.

    “Vor dem Hintergrund der Kostenentwicklung des Projektes und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Haushaltes wird die Planung zum Rathaus der Zukunft mg plus bis zum Ende der Leistungsphase 3 fortgesetzt und dann trotz weiterhin vorhandener Wirtschaftlichkeit vorläufig beendet. Hinzu kommen die insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen in der Baubranche und aktuellen Investitionsbedarfe der Stadt in vielen Bereichen, die dazu führen, dass wir uns das neue Rathaus, so sehr man es sich auch gewünscht hätte, schlichtweg vorerst nicht leisten können, auch wenn die aktuelle Kostenermittlung immer noch die wirtschaftlichere Variante ist gegenüber der Sanierung der bestehenden Liegenschaften. Eine Realisierung des neuen Rathauses wäre angesichts der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Haushaltes zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr verantwortbar”, betont die Verwaltungsspitze.

    Als Hauptgründe nennen sie neben den massiv gestiegenen Baukosten auch die Zinssteigerungen der EZB auf dem Kapitalmarkt sowie den Angriffskrieg gegen die Ukraine und den daraus resultierenden Folgen unter anderem im Energiebereich.

    In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies:
    Die ursprünglich ermittelte Kostenschätzung von rund 160 Millionen Euro hat sich über 194 Millionen Euro inzwischen auf rund 345 Millionen Euro vervielfacht.
    Die zur Umsetzung des gesamten Rathausprojektes erforderliche Kreditaufnahme im städtischen Haushalt beläuft sich aktuell auf 379 Euro. Umgerechnet auf die Nutzungsdauer von 50 Jahren entstünde so eine jährliche Belastung des Ergebnishaushaltes durch Zinsaufwendungen und Abschreibungen von 22 Millionen Euro. Diese jährliche Mehrbelastung für den städtischen Haushalt kann auch durch die erwarteten Einsparungen nach Umsetzung des Rathauses der Zukunft nicht aufgefangen werden.

    Bis zum Sommer werden nun noch die laufenden Verträge erfüllt und damit die detaillierte Kostenberechnung vervollständigt sowie die Ergebnisse der aktuell laufenden Probebohrungen der im neuen Rathaus vorgesehenen Geothermie vorgenommen.
    “Trotz dieser Grundsatzentscheidung bleibt es nach wie vor das erklärte Ziel aller Beteiligten, die Rheydter Innenstadt weiter zu stärken, den Beschäftigten moderne Arbeitsbedingungen zu bieten und den Bürgerinnen und Bürgern einen besseren Bürgerservice zu ermöglichen”, betont die Verwaltungsspitze. “An diesen Aufgaben werden wir nun in den nächsten Schritten intensiv arbeiten”.

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  • kfd Aachen: Offener Brief an Bischof Dieser mit Forderungen zum Synodalen Weg im Bistum Aachen

    kfd Aachen: Offener Brief an Bischof Dieser mit Forderungen zum Synodalen Weg im Bistum Aachen

    Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Dieser,

    als kfd im Bistum Aachen blicken wir mit gemischten Gefühlen auf die fünfte und letzte Synodalversammlung in Frankfurt zurück.
    Für uns sind die Synodalinnen der kfd schmerzhafte Kompromisse eingegangen: Dies gilt vor allem für das Thema „Frauen in sakramentalen Ämtern“. Dazu haben wir uns ein eindeutiges Zeichen der Anerkennung erwartet, da es bereits vor 50 Jahren in der Würzburger Synode von den Bischöfen die Forderung für die Zulassung zum Diakonat gab. Wir setzen uns weiterhin konsequent dafür ein, damit wir nicht auch noch weitere 50 Jahre auf die erste Priesterin warten müssen.

    Wir hoffen auf Veränderungen hin zu einer geschlechtergerechten Kirche bei uns im Bistum Aachen. Wir erwarten von Ihnen, Herr Bischof Dieser, dass Sie klar und deutlich äußern, ob Sie persönlich sich Frauen als Diakoninnen und Priesterinnen vorstellen können, da alle theologischen Argumente dank der guten Arbeit im Synodalforum 3 „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ auf dem Tisch liegen.

    Weiterhin erwarten wir, dass Sie zum Beispiel Bischof Bode* folgen, der am 14. März 2023 auf der Homepage seines Bistums erklären lässt: „Unmittelbar umgesetzt werden soll im Bistum Osnabrück ebenfalls das Vorhaben, künftig auch nicht geweihte Frauen und Männer die Kindertaufe spenden zu lassen. (…) Eine vorläufige Ordnung, die sowohl die Fort- und Weiterbildung als auch den Einsatz für entsprechend beauftragter Laien regelt, werde ich in den nächsten Tagen in Kraft setzen.“

    Als kfd fordern wir Sie auf, dies in Aachen ebenso schnell umzusetzen und nicht auf eine Prüfung von Rom zu warten. Setzen Sie den Beschluss Gottesdienst, Glaubenskommunikation und Katechese des Aachener Synodalkreises, an den Sie sich gebunden haben, um. Dort heißt es im Beschluss: „Der Synodalkreis beschließt daher die Überprüfung und Ermöglichung aller rechtlich möglichen Beauftragungen zur Gestaltung und Durchführung der Feier von Sakramenten, Sakramentalien, Gottesdiensten und Verkündigung, insbesondere Ermöglichung der Erteilung von Taufbeauftragungen und des Predigtdienstes für Laien und Laiinnen.“ Dass dies kirchenrechtlich möglich ist, zeigt die Essener Praxis.

    Bischof Bode lässt zudem erklären: „Damit Frauen und Männer ohne Weihe künftig auch regelmäßig in katholischen Eucharistiefeiern predigen können, solle ebenfalls zeitnah eine entsprechende Diözesanordnung entwickelt werden.“ Auch dies wünschen wir uns nachdrücklich für unser Bistum Aachen.

    Wir begrüßen ausdrücklich den beschlossenen Handlungstext „Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt“ sowie den beschlossenen Handlungstext „Lehramtliche Neubewertung von Homosexualität“. Hier bitten wir Sie darum, den nicht mit bischöflicher Mehrheit angenommenen Grundtext „Leben in gelingenden Beziehungen – Grundlinien einer erneuerten Sexualethik“ im Bistum Aachen zur Grundlage der pastoralen Arbeit zu machen.

    Um deutlich zu machen, dass die Anliegen von Gendergerechtigkeit im Bistum Aachen zukünftig eine pastorale Grundlinie sein sollen, fordern wir Sie auf, hier die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten oder eine Stabsstelle Gendergerechtigkeit einzurichten.

    Wir wünschen uns sehr, dass der von Ihnen angekündigte Haltungswandel sichtbar wird in konkreten Handlungen, die spürbar werden lassen, dass die Hl. Geistkraft „gleich + berechtigt“ im Bistum Aachen allen Menschen zukommen soll:
    Du liebst nämlich alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast. Würdest du nämlich etwas hassen, hättest du es nicht bereitet. Wie könnte etwas Bestand haben, wenn du es nicht gewollt hättest, oder wie wäre etwas, das du nicht ins Dasein gerufen hast, bewahrt geblieben? Alles schonst du, weil es dir gehört, du Macht, die das Leben liebt. (Weish 11,24-26)

    https://bistum-osnabrueck.de/von-der-taufe-ueber-die-predigt-bis-zur-segensfeier/

    Mit herzlichen Grüßen Ihres kfd Diözesanverbands Aachen,
    einstimmig verabschiedet in der Diözesanversammlung am 18. März 2023.

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