Autor: Redaktion

  • Einzelbeförderung von geistig behinderten Schülern: Caritas kritisiert Bezirksregierung

    Einzelbeförderung von geistig behinderten Schülern: Caritas kritisiert Bezirksregierung

    Im Dschungel der Bürokratie: So fühlen sich betroffene Eltern, die Paul Moor-Schule und der Caritasverband als Schulträger immer öfter, wenn es um die Frage der Einzel-Schülerbeförderung geht. Die Geschichte der elfjährigen Matilda zeigt das Problem.

    Matilda kam mit einer Hirnfehlbildung auf die Welt, zudem leidet sie an Epilepsie. Im letzten Jahr musste sie 43 Tage im Krankenhaus verbringen, davor waren es 45 Tage, sagt ihre Mutter, Isabell Wyes. Täglich hat Matilda Krampfanfälle, an vielen Tagen sogar mehrmals. Dann wird sie stocksteif, alle Muskeln sind betroffen, auch die Lunge. Die Elfjährige wird blau, häufig fällt sie um, manchmal nässt sie sich ein. Die Anfälle dauern von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten. Sie passieren vor allem im Schlaf, in den frühen Morgenstunden oder beim Frühstück. „Oft ist Matilda noch lange danach verwirrt“, berichtet Isabell Wyes (39).

    Das Mädchen besucht die 15 Kilometer entfernt liegende Paul Moor-Schule des Caritasverbandes im Hardter Wald, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Normalerweise kommt Matilda um 16 Uhr erschöpft nach Hause und geht um 19 Uhr ins Bett, „damit ich sie morgens um sieben wach bekomme“, wie Isabell Wyes erzählt. Aufgrund von Matildas besonderer Situation haben sie und ihr Mann Sebastian (42) Ende März beantragt, dass ihre Tochter mit dem Taxi zur Schule gebracht werden kann, die um 8.30 Uhr beginnt. Die Eltern sind beide berufstätig und können Matilda nur ausnahmsweise fahren. Den Antrag samt ärztlicher Bescheinigung reichten sie bei der Schule ein, die ihn an die zuständige Bezirksregierung weiterleitete.

    In den Monaten danach forderte die Verwaltungsmitarbeiterin in Düsseldorf immer wieder Unterlagen an, beispielsweise Einkommensnachweise der Eltern, „um den Fall abschließend beurteilen zu können“. Ein persönliches Gespräch lehnte sie ab. Selbst als Schulleiterin Marion Middendorp persönlich Unterlagen in Düsseldorf überbringen wollte, musste sie die sensiblen Daten beim Pförtner abgeben. „In der Zwischenzeit habe ich meine Tochter fünf Wochen lang selbst zur Schule gebracht, und es hat niemanden interessiert, wie ich das mit meinem Arbeitgeber hinbekomme“, sagt Isabell Wyes. Sie empfindet das Verhalten der Bezirksregierung als überzogen bürokratisch.

    Für Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa passt das ins Bild, das er seit längerer Zeit gewonnen hat. Manche Schülerinnen und Schüler seien so sehr beeinträchtigt, dass sie zeitweise oder dauerhaft einzeln, zu zweit, dritt oder viert mit dem Taxi zur Schule fahren müssen, erklärt Polixa. Die Schule organisiert die Beförderung, der Caritasverband bezahlt die Kosten und rechnet sie mit der Bezirksregierung ab. „Das hat jahrzehntelang problemlos funktioniert“, sagt der Caritas-Geschäftsführer.

    Vor einigen Jahren jedoch habe die Bezirksregierung ihre Haltung plötzlich geändert. Polixa: „Es begann damit, dass sie für 2015 die Kostenübernahme für die Einzelbeförderung von fünf Schülern mit einer geistigen Behinderung ablehnte, weil ärztliche Atteste fehlten, obwohl völlig offensichtlich war, dass die Kinder und Jugendlichen einzeln befördert werden mussten. Davor mussten wir nie ärztliche Befunde vorlegen, soweit die Notwendigkeit der Einzelbeförderung offenkundig und die Kostenübernahme bereits in der Vergangenheit bewilligt worden war.“ Zudem fand die Prüfung der Bezirksregierung fünf Jahre später statt. „Einige der betroffenen Schüler waren zu diesem Zeitpunkt schon längst nicht mehr auf unserer Schule, eine Schülerin war sogar leider bereits verstorben“, sagt Polixa. Einen Rechtsstreit hat die Caritas verloren, insgesamt dürfte sie auf rund 55.000 Euro an Fahrtkosten für die Jahre 2015 bis 2019 sitzen bleiben.

    Der Caritas-Geschäftsführer kritisiert, das Verfahren bleibe für den Verband undurchsichtig: „Offenbar hat der jeweilige Sachbearbeiter bzw. die Sachbearbeiterin der Bezirksregierung einen Handlungsspielraum, der mal so und mal so ausgelegt werden kann. In einem Jahr legen wir ein schulärztliches Gutachten vor, in einem anderen Jahr müssen wir zig Unterlagen beibringen. Es gibt keine klare Linie.“ Sowohl die Eltern als auch die Schule hätten den Eindruck, „dass uns immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und wir der Bürokratie ausgeliefert sind“. Das Verhalten der Bezirksregierung habe dazu geführt, dass auch die Eltern, deren Kinder mit einem von der Schule organisierten Bus zum Unterricht kommen, jedes Jahr einen Antrag für die Refinanzierung stellen und eine ärztliche Bescheinigung beibringen müssen – „als ob eine geistige Behinderung plötzlich verschwinden würde“, wie Polixa anmerkt.

    Er habe großes Verständnis dafür, dass mit Steuergeldern verantwortlich umgegangen werden müsse“, betont der Caritas-Geschäftsführer. „Das ist aber auch in der Vergangenheit passiert. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund für die geänderte Haltung der Bezirksregierung Düsseldorf.“ Die dortigen Verwaltungsfachleute hätten keine Ahnung von den Kindern an der Paul Moor-Schule. „Warum überlassen sie nicht einfach die Entscheidung unseren entsprechend ausgebildeten pädagogischen Fachkräften hier an der Paul Moor-Schule?“, fragt Polixa.

    Auch Schulleiterin Marion Middendorp wünscht sich von der Bezirksregierung einen klaren Handlungsrahmen, „der am besten in einem persönlichen Gespräch besprochen werden kann und der vor allem die Situation der Eltern berücksichtigt“. Und sie wünscht sich eine deutlich schnellere Bearbeitungszeit, damit die betroffenen Eltern bis zu einer Entscheidung nicht völlig in der Luft hängen. Zurzeit sei für vier Schüler eine Einzelbeförderung notwendig.

    Für Matilda kam nach über fünf Monaten Ende letzter Woche endlich die Bewilligung aus Düsseldorf. Die Familie Wyes atmet auf – am grundsätzlichen Problem ändere das jedoch nichts, betont die zuständige Bereichsleiterin beim Caritasverband, Hildegard van de Braak.

    Die Caritas hat zu dem Thema die Abgeordneten Dr. Günter Krings und Jochen Klenner kontaktiert.

    Info: Viele der insgesamt 130 Schülerinnen und Schüler der 1977 gegründeten Paul Moor-Schule haben eine geistige Behinderung, manche sind schwerst mehrfachbehindert. Die meisten Schülerinnen und Schüler können nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem normalen Schulbus fahren, sondern nutzen den sogenannten „Schülerspezialverkehr“. Das müssen die Eltern beantragen und dazu ein ärztliches Attest vorlegen. Die Schule organisiert die Beförderung und erhält die Kosten von der Bezirksregierung erstattet.

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  • „Wie arbeitet eigentlich der Bundestag?“

    „Wie arbeitet eigentlich der Bundestag?“

    Auf Initiative der Abgeordneten Gülistan Yüksel wird die neue Wanderausstellung des Bundestages in Mönchengladbach haltmachen.

    Vom 18.09.2023 bis 22.09.2023 ist die Ausstellung in der Sparkasse Mönchengladbach am Bismarckplatz zu sehen und kann von allen Interessierten kostenfrei besucht werden.

    Gülistan Yüksel

    „Die Ausstellung bietet einen faszinierenden Einblick in die Arbeit des Bundestages und seiner Abgeordneten. Ich kann sie jedem ans Herz legen, der sich für Politik interessiert und sich näher mit unserem Parlament beschäftigen möchte“, freut sich Yüksel auf die Ausstellung.
    In insgesamt vier Abschnitten durchleben die Besucherinnen und Besucher die Geschichte und Arbeitsweise des Parlaments. Über das eigene Smartphone stehen ein Multi-Media-Guide sowie Augmented Reality Anwendungen für einen virtuellen Besuch des Plenarsaales zur Verfügung. Zudem gibt es Quizspiele, ein Glücksrad und eine Fotowand für Selfie-Bilder mit Bundestagshintergrund.
    „Ich freue mich, dass wir die umfassend modernisierte und digitalisierten Wanderausstellung nach Mönchengladbach holen konnten. Die Bürgerinnen und Bürger bekommen so die einmalige Gelegenheit, hier vor Ort die Aufgaben und Arbeitsweise des Bundestages anschaulich und auf vielfältige Weise kennenzulernen“, fasst die SPD-Politikerin zusammen.

    Die Öffnungszeiten sind:
    Montag: 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr
    Dienstag: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr
    Mittwoch: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr
    Donnerstag: 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
    Freitag: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

    Freiberufliche Honorarkräfte stehen im Auftrag des Bundestages für die Informations- und Wissensvermittlung und für moderierte Diskussionsrunden vor Ort zur Verfügung. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 18. September, um 12 Uhr,
    in der Sparkassenhaupthalle statt.

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  • Einladung

    Einladung

    Die Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger lädt alle Interessierten zu ihrer Veranstaltung “Klimagerechte Mobilität der Zukunft” zusammen mit dem Grünen Kreisverband Mönchengladbach ein.
    Am Dienstag, 12. September um 19:30 diskutieren Bündnis90/Grüne im Wahlkreisbüro in Mönchengladbach Rheydt mit Expert*innen sowie den anwesenden Bürger*innen.

    Barrierefrei zu Fuß, geschützt mit Protected Bikelane mit dem Fahrrad, oder mit Bahn, Bus und Car-Sharing?
    Wie kann Klimagerechte Mobilität in Mönchengladbach aussehen?
    Darüber sprechen sie am 12. September um 19:30 Uhr beim grünen Diskussionsabend “Klimagerechte Mobilität der Zukunft”. 

    Zusammen mit der Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger, dem Grünen Kreisverband Mönchengladbach und zwei tollen Expert*innen, laden alle ein mit zu diskutieren.

    EXPERT*INNEN:

    – Ute Symanski, Gründerin von futurWIR und Vorstand von RADKOMM

    – Martin Metz, MdL, Obmann Verkehrsausschuss im Landtag NRW und Sprecher für Fahrrad-, Straßen- und Flugverkehr)

    WANN: 
    12.09.2023 um 19:30 Uhr

    WO: 

    Wahlkreisbüro von Kathrin Henneberger; Hugo-Preuß-Straße 37; 41236 Mönchengladbach Rheydt

    HINTERGRUND:
    Zu schmale Spuren, bröselnde Asphaltbeläge und mangelnde Überholungsmöglichkeiten. Der Zustand der Radwege in Mönchengladbach ist an vielen Stellen so schlecht, dass die Nutzungspflicht der Radwege bereits aufgehoben wurde. Mit der ersten „Protected Bikelane“ und dem Deutschlandticket tut sich nun endlich was, weitere Maßnahmen werden folgen und wir haben auch Ideen welche das sein könnten.

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  • Jusos und Grüne Jugend rufen zur Kundgebung vor dem Rathaus auf

    Jusos und Grüne Jugend rufen zur Kundgebung vor dem Rathaus auf

    Während der kommenden Ratssitzung am 13. September wird Eva Engelken im Stadtrat vereidigt.

    Die Jusos und die Grüne Jugend stellen sich entschieden dagegen.
    Sie planen ab 14:30 Uhr eine Kundgebung vor dem Rathaus, um ein Zeichen gegen Transfeindlichkeit in der Stadt zu setzen.
    „Eva Engelken hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, welche menschenfeindlichen Ansichten sie vertritt. Transfeindlichkeit ist nicht einfach nur eine Meinung. Es ist reiner Hass, der Menschen regelrecht das Leben kostet. Wir werden nicht einfach zusehen, wie so ein Mensch in unserer Stadt Raum bekommt und wichtige Entscheidungen mitträgt.“ so Mandana Bayat, Juso-Vorsitzende.
    Zwar ist Eva Engelken Grünen Mitglied, in die Fraktion wird sie aber nicht aufgenommen. Auch die Jugendorganisation distanziert sich deutlich.
    „Eva Engelken repräsentiert nicht unsere Werte und hat in unseren Reihen nichts verloren. Wir werden uns auch zukünftig von solchen Ansichten abgrenzen und konsequent für eine tolerante Stadt kämpfen.“ so Josy Wichards, Sprecherin der Grünen Jugend.
    Kommenden Mittwoch werden sich nun die beiden Partei Jugenden gemeinsam mit anderen parteilichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen vor dem Rathaus versammeln und für eine offene, diskriminierungsfreie Stadt einstehen. „Lasst uns zusammenhalten und zeigen, dass wir unsere Stadt nicht solchen Menschen überlassen!“ erklären Grüne Jugend und die Jusos.

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  • Interessenvertreter für Erwerbslosenarbeit veröffentlichen gemeinsame Erklärung

    Interessenvertreter für Erwerbslosenarbeit veröffentlichen gemeinsame Erklärung

    Der Koordinationskreis kirchlicher Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen ist ein Zusammenschluss der katholischen Regionen, der Träger kirchlicher Arbeitslosenarbeit und des Diözesanrats der Katholiken in Zusammenarbeit mit dem Bistum Aachen.

    Die Diözesanarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit im Bistum Aachen ist die Interessenvertretung der Träger von Arbeitsloseninitiativen der verbandlichen Caritas im Bistum Aachen. Sie arbeiten an den grundlegenden Fragestellungen zur Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik und zur sozialpastoralen Aufgabe der Kirche in diesem Bereich und ergreifen Partei für die Menschen, die erwerbslos oder von Erwerbslosigkeit betroffen sind.
    In vielen großen Städten wie Aachen, Düren, Mönchengladbach oder Krefeld haben sich bereits Initiativen, Einrichtungen und Verbände aus dem Bistum Aachen gegen die geplanten Mittelkürzungen im Bundeshaushalt und gegen die Zuständigkeitsverlagerung der Arbeitsmarktförderung der Bürgergeldempfangenden ausgesprochen und dazu regionale Erklärungen verfasst.

    Der Koordinationskreis kirchlicher Arbeitsloseninitiativen unterstützt seine Mitglieder umfassend und spricht sich wie die DiAG IDA auf diözesaner Ebene gegen die geplanten Kürzungs- und Veränderungspläne aus!

    • Keine Kürzungen im SGB II.
    • Keine Kürzungen im Kinder- und Jugendplan.
    • Kein Wechsel der Zuständigkeiten für U25-jährige aus dem SGB II.
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  • Friedhof erleben

    Friedhof erleben

    Gemeinsam mit allen Akteuren hat die mags-Friedhofsverwaltung ein buntes Programm mit vielen Mitmachaktionen und Informationen rund um die abwechslungsreichen Gewerke, Arbeiten und Angebote auf dem Friedhof organisiert, um ihn erlebbar zu machen.

    Mitmachaktionen für Kinder
    Vor allem Kinder können am Tag des Friedhofs einiges erleben. Etwa einen Sarg bemalen, den Fuhrpark des Friedhofs erkunden oder zusammen mit den Friedhofsgärtnern mehr als 8000 Blumenzwiebeln pflanzen. Mit den Steinmetzen können sie sich außerdem an kreativen Ton- und Gipsarbeiten ausprobieren.

    Ein Blick hinter die Kulissen der unterschiedlichen Friedhofsgewerke
    Künstlerin Anna-Katharina Spelten stellt bemalte Särge, Urnen und Tierportraits aus. Kunst an besonderen Orten zum Thema „Memento Mori/verstorbene Graffitilegenden“ zeigen junge Graffiti-Künstler vom Projekt 5 POINTZ. Auch hier gibt es die Möglichkeit mitzumachen.
    Der Fachverband Deutscher Floristen NRW gibt als überbetriebliche Fortbildungsmaßnahme der Auszubildenden ein Floristen Kombi-Flower-Training.
    Trauerredner beraten und der Hospizdienst stellt sich vor.
    Der NABU sowie Imker informieren zu Tieren, Wildblumen und Bienen auf dem Friedhof.
    Außerdem gibt es eine Führung von der mags-Friedhofsverwaltung zu den Grabarten inklusive einer Grabbereitung um 13 Uhr.

    Die Trauerhalle wird gemeinsam von Bestattern und Floristen dekoriert, Besuchende erhalten zudem Einblicke in einen Aufbahrungsraum. Steinmetze und Gärtner demonstrieren ihre Arbeiten, Bestatter zeigen ihre Pietätswaren, eine Tierbestatterin stellt sich vor und auch die Kolpingsfamilie wird vor Ort sein.
    Wenn der kleine Hunger oder Durst kommt, stehen ein Foodtruck sowie ein Coffeebike bereit.

    Friedhöfe im Wandel
    Die städtischen Friedhöfe befinden sich in einem spürbaren Wandel: Mit dem von mags erarbeiteten Rahmenkonzept für die Friedhöfe ist nicht nur die Vielfalt der Angebote gewachsen. Auch die Bedeutung der Friedhöfe als Orte für die Lebenden und Hinterbliebenen wächst. Dazu zählt auch, den Friedhof und die Menschen, die dort arbeiten, nahbar zu machen, um Vorbehalte und Hemmungen abzubauen.
    Denn Friedhöfe sind mehr als nur Orte der Trauer.

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  • KundenCenter der NEW Energie öffnen wieder – nach massiver Kritik

    KundenCenter der NEW Energie öffnen wieder – nach massiver Kritik

    Die KundenCenter der NEW Energie werden ab Montag, 11. September 2023, für Besucherinnen und Besucher mit Terminabsprache in Mönchengladbach, Viersen, Geilenkirchen, Grevenbroich und Erkelenz wieder geöffnet. Die Termine können unter folgender Rufnummer gebucht werden: 02166 558 8779. 

    Begründung der NEW:

    Die Schließung der KundenCenter war im März 2023 nötig, um die hohe Anzahl an Anrufen und Mails von Kundinnen und Kunden bewältigen zu können. Durch die Schließung erhöhte das Unternehmen die Kapazitäten für Online- und Telefon-Kontakte deutlich. Das gestiegene Anfrageaufkommen hing mit den Entwicklungen am Energiemarkt zusammen.  

    Statement der Verwaltung der Stadt:

    Die Energiepreiskrise des letzten Jahres und die staatlichen Eingriffe in den Energiemarkt führten zu einem extremen Anfragevolumen seitens der Kunden der NEW AG, das nicht zu bewältigen war. Zwischenzeitlich hatte die NEW AG über 16.000 offene Kundenanliegen und die Telefonhotline registrierte mehr als doppelt so viele Anrufe wie zu sonstigen Spitzenzeiten. Viele Kunden mussten mehrere Wochen bis zu Monaten auf eine Antwort warten. Die NEW AG hat sämtliches verfügbares Personal auf die Bearbeitung der Anfragen fokussiert, um die Rückstände schnellstmöglich abzuarbeiten. Es war ihr nicht möglich, kurzfristig zusätzliches qualifiziertes Personal am Markt zu beschaffen. Auch Anfragen bei spezialisierten Dienstleistern blieben leider erfolglos, da diese ebenfalls bereits vollständig ausgelastet waren. Alle bekannten Energieversorger kämpfen mit den gleichen Problemen bei der Rückstandsbearbeitung.

    Gleichzeitig hatte die NEW AG die Herausforderung zu meistern, die staatlichen Eingriffe in den Energiemarkt umzusetzen. Neben der befristeten und rückwirkenden Mehrwertsteuersenkung auf Gas hat die Umsetzung der Preisbremsengesetze in den letzten Monaten die NEW AG extrem gefordert. Ihre Experten aus der Abrechnung und IT waren mit der Interpretation der Gesetze beschäftigt und der Softwareanbieter SAP war nicht in der Lage, entsprechende Anpassungen zeitnah zu liefern.
    In einem sehr großen Kraftakt ist es nun unter einem hohen Zeit- und Kostenaufwand gelungen, die Preisbremsen korrekt umzusetzen.
    Die Schließung der Kundenzentren war erforderlich, um die Rückstandsbearbeitung zu beschleunigen und die durch die Umsetzung der gesetzlichen Maßnahmen entstandenen personellen Engpässe abzumildern. Eine Mitarbeiter*in im Kundencenter kann an einem Tag etwa 30-40 persönliche Kundenkontakte oder bis zu 400 elektronische Kundenkontakte bearbeiten.
    Zudem gibt es keine Geschäftsvorfälle, die nicht telefonisch oder elektronisch (Email, Kontaktformular oder Online-Kundencenter) gelöst werden können.

    Das ist im Übrigen auch der Grund dafür, dass bereits sehr viele Energieversorger komplett auf den persönlichen Kontaktkanal verzichtet haben.
    Die NEW AG beabsichtigt, die Kundenzentren in Kürze wieder öffnen zu können.
    Voraussetzung dafür ist, dass die Rückstände abgearbeitet sind und nicht durch einen erneuten Eingriff des Gesetzgebers das Personal für nicht wertschöpfende Aufgaben gebunden wird.
    Die NEW AG rechnet mit einer Öffnung der Kundencenter noch vor den nächsten Gremiensitzungen der NEW-Gruppe am 20.09.2023.

    Weiterhin verweist die NEW Energie auf die Nutzung des Online-KundenCenters auf www.new-energie.de sowie die Service-Hotline 02166/2752750.

    Weitere Informationen gibt es auf https://www.new-energie.de/kontakt.

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  • NRW verschärft das Verbot von Schottergärten. Hausbesitzer könnten bald unangenehme Post von der Bauaufsicht erhalten.

    NRW verschärft das Verbot von Schottergärten. Hausbesitzer könnten bald unangenehme Post von der Bauaufsicht erhalten.

    Zum 01.01.2024 tritt die Änderung der Landesbauordnung NRW in Kraft.

    In §8 heißt es dann: „Schotterungen zur Gestaltung von Gartenflächen sowie Kunstrasen stellen keine andere zulässige Verwendung nach Satz 1 dar“.
    Gartenflächen sind bereits seit 2018 „wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und zu begrünen oder zu bepflanzen.“
    Schottergärtnern droht ab 2024 ein unangenehmer Brief aus dem örtlichen Rathaus mit der Aufforderung, den Schottergarten oder die Kunstrasenfläche in eine Grünfläche zu verwandeln.
    Wer seinen Schottergarten angelegt hat, nachdem die Bauordnung des Landes (BauO NRW) im Juli 2018 neu gefasst wurde, hat keine Chance auf Bestandsschutz und wird kaum um den Rückbau herumkommen.
    Auch wenn der Schottergarten älter als die aktuell geltende Fassung der Landesbauordnung (2018) ist, gibt es keinen Bestandsschutz. Diese Auffassung vertritt das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, denn bereits in der Bauordnung von 2000 habe es einen ähnlichen Passus in dem Landesbauordnung gegeben.
    Rechtsexperten vertreten die Auffassung, dass es einen Bestandsschutz allenfalls dann geben kann, wenn der Schottergarten genehmigt wurde. Der Bestandsschutz entsteht hingegen nicht aus der Tatsache, dass die Behörde den Zustand der Gartengestaltung über Jahre nicht beanstandet hat.
    Unangenehm kann es auch für Gartenbaubetriebe und Landschaftsplaner werden, da diese eine Beratungspflicht gegenüber ihren Bauherreninnen haben und nicht gegen die Bauordnung verstoßen dürfen. Das Haftungsrisiko ist beträchtlich! Bauherreninnen könnten Kosten für den Rückbau geltend machen.

    zwei Alternativen – Fotos: BUND

    Gute Nachricht für alle, die ihre Schotterfläche „zurückbauen“ möchten: Man muss das Kind nicht mit dem Bad ausschütten bzw. den Schotter oder Kies nicht kostenaufwendig abtransportieren und entsorgen lassen.
    Auch mit Kies oder Schotter lassen sich schöne, umweltfreundliche und pflegeleichte Vorgärten gestalten (Stichwort „Steingarten“). Das Schottergartenverbot richtet sich ja gegen wasserundurchlässig, monoton und unattraktiv fürs menschliche Auge und die Insektenwelt, heizt sich im Sommer unnötig auf.
    Schotterflächen ist nicht gleich Schottergarten. Auf „Schotter“ ist vieles möglich.

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  • Wiedereröffnung der Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen

    Wiedereröffnung der Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen

    Am 6. September 2023 nimmt die Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen nach 3-jähriger Renovierungsphase wieder den Betrieb am ursprünglichen Standort in dem historischen Wasserschloss am Stadtrand von Mönchengladbach-Rheydt auf.

    Das denkmalgeschützte Gebäude wartet dann nicht nur mit den neuesten Therapiemöglichkeiten auf, sondern auch mit einer vergrößerten Kapazität: 35 Betten auf drei Stationen für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren.
    Das Angebot der Klinik richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund von emotionalen Krisen, traumatischen Erfahrungen oder anderen psychischen Störungen ihre Probleme nicht mehr allein bewältigen können.
    Das Behandlungskonzept der Klinik umfasst eine große Bandbreite an medizinischen und psychotherapeutischen Leistungen für nahezu das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Im Rahmen der jeweiligen Therapien werden verschiedene, modernste Ansätze einbezogen, sodass eine sehr individuelle Behandlung möglich ist, die auch solche Angebote wie Kunst-, Bewegungs- oder tiergestützte Therapie einschließt.

    Mehr zur Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen:
    https://www.oberbergkliniken.de/fachkliniken/wasserschloesschen

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  • Oberbürgermeister Felix Heinrichs erneut in den Landesvorstand der NRWSPD gewählt

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs erneut in den Landesvorstand der NRWSPD gewählt

    Am vergangenen Samstag fand der Landesparteitag der NRWSPD statt, auf dem der Mönchengladbacher Sozialdemokrat und Oberbürgermeister Felix Heinrichs erneut in den Landesvorstand der NRWSPD gewählt wurde.

    Die Delegierten aus allen Teilen des Landes gaben ihm mit 311 Stimmen ein deutliches Mandat für die kommenden zwei Jahre.

    Felix Heinrichs betont die Bedeutung der Arbeit für die Vielen und hob dabei hervor: “Wir arbeiten für die Belange der Menschen, die sich für die Gesellschaft einsetzen, die sich an die Regeln halten, die sich um ihre Familie sorgen, die jeden Morgen zur Arbeit gehen oder sich um ihre Bildung kümmern, die sich anstrengen und die sich ihr Leben lang angestrengt haben. Wir arbeiten für die Vielen.”

    Angesichts wachsender Sorgen in der Bevölkerung und alarmierender Umfrageergebnisse am rechten Rand der politischen Landschaft unterstrich Heinrichs die Dringlichkeit der Lage: “Wir gehen in die Offensive, denn die Sorgen der Menschen in unserem Land wachsen von Tag zu Tag. Und die Umfragezahlen des rechten Randes sind ein deutliches Alarmsignal. Wir müssen ein Erstarken der Blau-Braunen-Brut verhindern!”

    Felix Heinrichs mit den neuen Landesvorsitzenden Sarah Philipp und Achim Post

    Heinrichs zeigte sich erfreut über seine Wiederwahl in den Landesvorstand der NRWSPD: “Ich freue mich sehr, auch in den nächsten beiden Jahren dem Landesvorstand meiner NRWSPD angehören zu dürfen. Die 311 Stimmen der Delegierten aus allen Teilen des Landes heute beim Landesparteitag sind eine Verpflichtung für mich, gemeinsam mit dem ganzen Team für die Erneuerung der Partei, aber vor allem für die Menschen in unserem Land zu arbeiten.”

    Der Oberbürgermeister gratulierte zudem den neuen Landesvorsitzenden Sarah Philipp und Achim Post: “Den beiden neuen Landesvorsitzenden Sarah Philipp und Achim Post gratuliere ich herzlich! Mit Freddy Cordes haben wir einen erstklassigen Generalsekretär. Natürlich freut es mich auch, mit Dörte Schall und Veith Lemmen zwei stellvertretende Landesvorsitzende mit Mönchengladbach-Bezug an der Seite zu haben.”

    Abschließend dankte Felix Heinrichs dem ehemaligen Landesvorsitzenden Thomas Kutschaty für dessen Einsatz und Vertrauen.

    „Wir freuen uns, dass mit Felix Heinrichs, Dörte Schall und Veith Lemmen gleich drei Personen mit Mönchengladbacher Hintergrund in den Landesvorstand der SPD in NRW gewählt worden sind!“, so die Vorsitzende der Mönchengladbacher Sozialdemokraten Gülistan Yüksel MdB.

    Die SPD Mönchengladbach blickt zuversichtlich in die Zukunft und freut sich auf die Fortführung der engagierten Arbeit im Landesvorstand der NRWSPD.

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  • Der Altstadt-Flohmarkt am 3.09.23

    Der Altstadt-Flohmarkt am 3.09.23

    Auf der Waldhausener Strasse

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  • Carmen Szary-Wilhelm zu Gast im Ort der Begegnung

    Carmen Szary-Wilhelm zu Gast im Ort der Begegnung

    Das ehrenamtliche Team der Kolpingsfamilie Mönchengladbach öffnet auf dem Hauptfriedhof neben der Trauerhalle, Eingang Birkenallee, jeden zweiten und vierten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr den „Ort der Begegnung“ für Interessierte.

    Das Angebot richtet sich an alle Friedhofsbesucher*innen, die sich Gesellschaft oder Gespräche wünschen – egal ob Spaziergehende oder Trauernde.
    Beim mittlerweile achten Termin am Montag, 28. August, ist Carmen Szary-Wilhelm zu Gast.
    Sie liest aus dem Buch „Das Feld“ und regt einen Austausch zu eigenen Lebensgeschichten an. Sie leitet seit neun Jahren einen Lesekreis. „Literatur und darin verwobene Biografien bieten immer wieder Anlass zum Nachdenken für Gespräche über eigene Erfahrungen“ betont Carmen Szary-Wilhelm und will gerne andere daran teilhaben lassen.
    Von der Kolpingsfamilie Mönchengladbach werden Marianne Godoj und Brigitte Vieten die Gäste begrüßen.
    „Die Angebote sind dazu da, bei einem Kaffee, Tee oder einem Wasser ins Gespräch zu kommen“, erklären die Initiatorinnen Gudrun Grimpe-Christen, Ingrid Meißner, Gisela Lüpertz und Brigitte Vieten. Auf Wunsch bietet die Kolpingsfamilie auch ein unterstützendes Gespräch an.

    Der Hauptfriedhof als Erholungsort

    Der Hauptfriedhof ist als Veranstaltungsort ideal geeignet und wurde 1902 bewusst als Erholungsraum für die Mönchengladbacher gestaltet. Er erstreckt sich heute als eine großzügige Park- und Grünanlage auf einer Fläche von rund 49 Hektar östlich der Viersener Straße und gleicht eher einem Park mit Beerdigungsmöglichkeiten. Felix Hartrath, der Gartenarchitekt und ehemalige Gartendirektor Mönchengladbachs, erschloss den Friedhof durch ein großzügiges Wegenetz und stattete ihn mit einem prachtvollen Baum- und Pflanzenbestand aus. Besonders beeindruckend ist die Allee aus Urwelt- Mammutbäumen, aber auch zahlreiche Buchen, Rot-Eichen, Berg-Ahorne und die drei Tulpenbäume am Eingang der Peter- Nonnenmühlen-Allee sind einen Besuch wert.

    Generell befinden sich die städtischen Friedhöfe in einem spürbaren Wandel: Mit dem von mags erarbeiteten Rahmenkonzept für die Friedhöfe ist nicht nur die Vielfalt der Angebote gewachsen. Auch die Bedeutung der Friedhöfe als Orte für die Lebenden und Hinterbliebenen wächst. So wurde unter anderem im Oktober 2020 Mönchengladbachs erster Bürgerwald auf dem Hauptfriedhof eröffnet.
    Weitere Informationen unter https://mags.de/friedhoefe

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  • 14 Tag nach Schulstart: Fazit der Verkehrskontrollen

    14 Tag nach Schulstart: Fazit der Verkehrskontrollen

    Die Erstklässler in unserer Stadt gehen jetzt bereits seit zwei Wochen in die Schule. Zahlen, Buchstaben, Klassenkameraden, Lehrer – vieles ist neu. Auch der Schulweg.

    Damit alle Kinder sicher im Klassenraum ankommen, hat die Polizei Mönchengladbach sich in den vergangenen Tagen intensiv um die Schulwegsicherung gekümmert. Es waren Kolleginnen und Kollegen vom Bezirksdienst, dem Verkehrsdienst, aus der Kradgruppe, den Polizeiwachen in Mönchengladbach in Rheydt sowie von Verkehrsunfallprävention und Opferschutz im Einsatz.

    Schulwegunfälle gab es in den ersten 14 Tagen nach Ende der Sommerferien erfreulicherweise keine. Aber es gab vor den Schultoren in der Stadt dennoch etwas zu beanstanden: Die Beamten schrieben drei Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und verhängten 38 Verwarngelder. 89 mal kam es zu einer schriftlichen, 41 mal zu einer mündlichen Verwarnung.

    In den meisten Fällen begingen die Verkehrsteilnehmer Park- und Halteverstöße, bogen falsch ab, waren nicht angeschnallt oder hatten ihre Kinder nicht ordnungsgemäß in einem Kindersitz gesichert. Hinzu kamen vier Strafanzeigen, unter anderem, weil Fahrzeuge nicht versichert waren.

    Der schwerpunktmäßige Einsatz war auch eine gute Gelegenheit, mit Lehrern, Eltern, Kindern und anderen Verkehrsteilnehmer über die Gefahren auf Schulwegen ins Gespräch zu kommen.

    Zusätzlich sensibilisierten im Stadtgebiet Banner mit der Aufschrift “Brems dich! Schule hat begonnen!” und die Präventionsfigur “KIM” für ein rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr.

    Die Polizei ist weiterhin aktiv, um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Sie appelliert noch einmal an alle Verkehrsteilnehmer: Bitte fahren Sie vorausschauend und seien Sie insbesondere in der Nähe von Schulen immer bremsbereit!

    Bedanken möchte sie sich bei allen freiwilligen Verkehrshelfern (Eltern- und Schülerlotsen) der Verkehrswacht. (km)

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  • NRW: Schwarz-Grün lässt Mönchengladbach weiter hängen

    NRW: Schwarz-Grün lässt Mönchengladbach weiter hängen

    Altschuldenlösung – Vert(s)agt!

    Die NRW-Landesregierung hat ihre angekündigte Altschuldenlösung zurückgezogen. Kommunalministerin Ina Scharrenbach hat dies auf einer Pressekonferenz nun bestätigt – und eine Lösung auf diese für Kommunen so wichtige Frage neuerlich verschoben – diesmal auf das Jahr 2025. Nachdem bereits in der vergangenen Wahlperiode die versprochene Lösung der Altschuldenproblematik durch eine von der CDU geführte Landesregierung aufgeschoben wurde, kam es nun erneut zum Rückzieher.

    Dazu erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi: „Die Menschen in Mönchengladbach brauchen eine Lösung in der Altschuldenfrage. Denn daran hängen viele wichtige Dinge, wie gute Schulen oder ausreichend Betreuungsplätze. Hierfür braucht es finanziell handlungsfähige Kommunen. Scheinbar hat das keine Priorität bei Schwarz-Grün. Städte wie Mönchengladbach spielen wieder einmal keine Rolle für die Landesregierung. Denn es ist leider nicht die erste Ankündigung einer CDU-geführten Landesregierung zum Thema Altschulden, die sich in Luft auflöst.“

    „Bereits im Vorfeld war abzusehen, dass die von den Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten angekündigte und gefeierte „Lösung“, eine Luftnummer ist. Während andere Bundesländer wie Hessen oder das Saarland Geld in die Kommunen investiert haben, wollte die Landesregierung in NRW lediglich Mittel verschieben und den verschuldeten Kommunen das Geld aus dem Topf des Gemeindefinanzierungsgesetzes direkt wieder wegnehmen. Deshalb haben die Sachverständigen in einer entsprechenden Anhörung einhellig die Pläne kritisiert. Selbst die von CDU und Grünen eigens benannten Sachverständigen haben sich gegen den avisierten Weg der Landesregierung ausgesprochen.“

    „Schon letztes Jahr hätte Schwarz-Grün Mönchengladbach ein rund 10 Millionen Euro größeres Defizit beschert. Nur durch eine Lösung im Landschaftsverband konnte man die Fehler der Landesregierung noch ausbessern. Mittlerweile muss man fast sagen, dass es besser wäre, wenn Schwarz-Grün aufhört zu versuchen, etwas für die Kommunen erreichen zu wollen. Denn außer Bilanztricks, Etikettenschwindel und undurchdachten Ankündigungen hat Mönchengladbach nichts Substanzielles erhalten, um seine Haushaltslage zu verbessern.“, resümiert Ute Herrmanns, finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Die Landesregierung lässt finanzschwache Städte und Gemeinden also weiterhin im Stich. Statt Schein-Lösungen zu feiern, sollten sich insbesondere die Mönchengladbacher CDU-Abgeordneten lieber dafür einsetzen, dass die Union in Berlin endlich aufhört, die Mithilfe des Bundes zur Tilgung der Altschulden zu blockieren.“, so die SPD-Politiker abschließend.

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  • Special Hockey Team Deutschland ist Europameister

    Special Hockey Team Deutschland ist Europameister

    Parallel zu den EuroHockey Championships 2023 fanden beim Gladbacher HTC die EuroHockey ID Championships für Menschen mit geistiger Behinderung statt.

    Der letzte Tag inklusive Finale wurde im SparkassenPark Mönchengladbach ausgetragen. Hier gewann das Special Hockey Team Deutschland das Finale gegen England mit 7:1. Große Emotionen, tolle Leistungen und herzergreifende Bilder im SparkassenPark.

    1. Halbzeit

    Die deutsche Special Hockey-Nationalmannschaft musste zu Beginn des Spiels einen Rückschlag hinnehmen. Sie kassierten in der zweiten Minute einen Penalty und gerieten in Rückstand. Trotzdem erarbeitete sich das Team ein Chancenplus und prüfte den englischen Torhüter einige Male. Kurz darauf bekam die deutsche Mannschaft ihren ersten Penalty zugesprochen. Tahi Nguyen verwandelte eiskalt. Noch vor der Halbzeit ging Deutschland sogar in Führung. Mohammad Al Ali erzielte das 2:1, der Pausenstand.

    2. Halbzeit

    Die zweite Halbzeit begann gleich mit dem nächsten Penalty für das deutsche Special Hockey Team. Jan Kleinatland, der Kapitän, wurde dabei gefoult und es gab 7 Meter, den er selbst in das Tor schoss. Es dauerte danach keine Minute bis das 4:1 und 5:1 fiel. Wieder war es Kleinatland, der innerhalb von zwei Minuten dreimal traf. Mit ablaufen der Zeit kontrollierte das Specialhockey Team Deutschland das Spiel und erhöhte auf 6:1. In der 21. Minute traf Simone Ohlig. Den Schlusspunkt in der letzten Minute setzte Jasmin Weschke mit dem 7:1. Die Schlusssirene ertönte und Deutschland war Europameister! Große Emotionen im Sparkassenpark Mönchengladbach beim ersten Europameistertitel des Special Hockey Teams Deutschland überhaupt. 

    Stimme zum Spiel: Claus Heinze, Bundestainer

    Videocredits: DHB

    Kader

    Name
    STEINS Dennis (GK) 
    BELOIN Chloé
    VILLALLBOS Lennard
    GERTH Sascha
    BRESCH Florian
    WESCHKE Jasmin
    AL ALI Mohamed
    OHLIG Simone
    NGUYEN Tahi
    KLEINATLAND Jan (C)

    Hier finden Sie weitere Statistiken zum Spiel: https://tms.fih.ch/matches/18272

    20 – 0

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  • Dezernatsleitung für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt – Ampelmehrheit spricht sich für Claudia Schwan-Schmitz aus

    Dezernatsleitung für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt – Ampelmehrheit spricht sich für Claudia Schwan-Schmitz aus

    In seiner Sitzung am 13. September 2023 wird der Rat der Stadt Mönchengladbach entscheiden, wer ab November die Leitung im Dezernat VI und damit die Nachfolge von Dr. Gregor Bonin übernimmt. 

    Auf die Stelle haben sich bei der Stadt vier Personen beworben. Zwei von Ihnen erfüllen das konstitutive Kriterium ‚Befähigung zum höheren bautechnischen Dienst‘. Zu ihrer Entscheidung für die Wahl von Claudia Schwan-Schmitz äußern sich die Fraktionsvorsitzenden des Ampelbündnisses aus SPD, Grünen und FDP:

    „Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich so viele Frauen beworben haben. Durch die Nachbesetzung mit Frau Schwan-Schmitz haben wir erstmals in der Geschichte unserer Stadt einen paritätisch besetzten Verwaltungsvorstand. Mit Blick auf die wichtigen anstehenden Aufgaben in den Bereichen Mobilität, Bauen und Stadtentwicklung gilt es, diejenige Kandidatin auszuwählen, die uns am geeignetsten erscheint. Nach Durchsicht aller Unterlagen und persönlicher Vorstellung in unseren heutigen Fraktionssitzungen hat uns Frau Schwan-Schmitz dabei sowohl fachlich als auch menschlich voll überzeugen können.“

    Frau Schwan-Schmitz
    Claudia Schwan-Schmitz

    Als Technische Beigeordnete bei der Kreisstadt Bergheim hat Claudia Schwan-Schmitz langjährige Verwaltungserfahrung und kann in den Bereichen Stadtentwicklung und Strukturwandel hohe Fachkompetenz aufweisen. „Für uns ist Frau Schwan-Schmitz aufgrund ihres persönlichen und beruflichen Hintergrundes eine Idealbesetzung! Sie stößt Entwicklungen an und bringt Projekte zu Ende. Das sehen wir insbesondere im Bereich Strukturwandel, Mobilität, Wohnen und Stadtentwicklung. Wir sind gespannt, welche neuen Perspektiven und Ideen sie nach Mönchengladbach mitbringen wird. Wir blicken einer vertrauensvolle Zusammenarbeit entgegen und sind uns sicher, dass wir eine gute Entscheidung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt treffen. Dabei würden wir uns über eine breite Mehrheit im Rat freuen und laden die anderen Fraktionen im Rat ein, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.“, so die Fraktionsvorsitzenden abschließend.

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  • Mönchengladbach braucht in 20 Jahren 9.600 Seniorenwohnungen

    Mönchengladbach braucht in 20 Jahren 9.600 Seniorenwohnungen

    „Graue Wohnungsnot“ droht: In zwanzig Jahren werden in Mönchengladbach rund 59.700 Menschen zur Altersgruppe „67plus“ gehören – gut 9.300 mehr als heute.

    Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen und befürchtet durch die kommende Rentnergeneration der Baby-Boomer einen zunehmenden Mangel an altersgerechten Wohnungen.
    Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf neueste Zahlen, die das Pestel-Institut bundesweit für Städte und Kreise ermittelt hat. Die Wissenschaftler haben die Bevölkerungsentwicklung im Rahmen einer Studie zur künftigen Wohnsituation von Senioren für den Bundesverband des Deutschen Baustofffachhandels (BDB) untersucht.

    Uwe Orlob

    „In den kommenden Jahren werden in Mönchengladbach immer mehr ältere Menschen eine barrierearme Wohnung brauchen – ohne Treppenstufen, dafür mit bodengleicher Dusche und genügend Platz für das Rangieren mit Rollator und Rollstuhl“, so Uwe Orlob.

    Die Zahlen müssten den Wohnungsbaupolitikern schon jetzt Kopfzerbrechen bereiten: Nach Angaben des Pestel-Instituts benötigen bereits heute mehr als 8.650 Haushalte in Mönchengladbach eine Seniorenwohnung, weil in ihnen Menschen im Rentenalter leben, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

    In zwanzig Jahren werden in Mönchengladbach nach Berechnungen der Wissenschaftler über 9.600 Wohnungen gebraucht, in denen Menschen mit einem Rollator oder Rollstuhl klarkommen. „Damit herrscht auch jetzt schon ein massiver Mangel an Seniorenwohnungen. Und demnächst gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Dann steuern wir sehenden Auges auf eine ‚graue Wohnungsnot‘ zu“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf.

    Neben dem Mangel an altersgerechten Wohnungen befürchtet die IG BAU auch eine zunehmende Altersarmut durchs Wohnen. So drohten bei der Boomer-Generation künftig zwei Dinge „fatal aufeinander zu treffen“: Erstens die Gefahr eines sinkenden Rentenniveaus. Und zweitens steigende Kosten fürs Wohnen. Mieter seien hier genauso betroffen wie Menschen mit Wohneigentum, wenn beim Einfamilienhaus oder bei der Eigentumswohnung Sanierungen fällig würden.

    „Wenn die Wohnkosten weiter in dem Tempo der letzten Jahre steigen, werden viele Senioren, die damit heute längst noch nicht rechnen, ihren Konsum einschränken müssen. Ältere Menschen werden die hohen Mietpreise oft kaum noch bezahlen können. Für viele wird es dann finanziell richtig eng. Deshalb werden auch in Mönchengladbach künftig deutlich mehr Menschen als heute auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben“, so Orlob.

    Um den Wohnungsmarkt für die kommende Rentnergeneration besser vorzubereiten, fordert die IG BAU die Schaffung von mehr preiswertem, vor allem aber auch altersgerechtem Wohnraum. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf: „Deshalb brauchen wir auch für den heimischen Wohnungsmarkt klare finanzielle Anreize. Angesichts der drohenden ‚grauen Wohnungsnot‘ ist deutlich mehr Geld für den Neubau von Seniorenwohnungen, aber auch für die altersgerechte Sanierung bestehender Wohnungen erforderlich.“ Hier seien alle gefordert – Kommunen, Land und Bund.

    Das Bundesbauministerium stelle in diesem Jahr einen Fördertopf von 75 Millionen Euro über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für den altersgerechten Umbau von Wohnungen zur Verfügung. „Das Geld wird dringend gebraucht. Aber es reicht bei Weitem nicht. Das hat das letzte Jahr gezeigt. Da gab es exakt die gleiche Fördersumme. Und der Topf war ruckzuck ‚leergefördert‘: Schon nach sechs Wochen war kein einziger Förder-Euro mehr da. Da muss mehr passieren“, fordert der IG BAU-Bezirksvorsitzende Uwe Orlob.

    Zusätzlich schlägt die IG BAU eine Selbstverpflichtung für große Wohnungskonzerne vor.
    Uwe Orlob: „Mit Blick auf den eklatanten Mangel an Seniorenwohnungen sollten sich die Wohnungsunternehmen verpflichten, einen bestimmen Anteil freiwerdender Wohnungen altersgerecht umzubauen.“ Dieser sollte bei mindestens 20 Prozent liegen.

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  • Siemens Blitzatlas 2022: In Kempten blitzte es am häufigsten

    Siemens Blitzatlas 2022: In Kempten blitzte es am häufigsten

    • Blitz-Informationsdienst von Siemens verzeichnete 2022 rund 242.000 Blitzeinschläge in Deutschland – das sind 49 Prozent des Vorjahreswerts
    • Kempten im Allgäu ist Blitz-Hauptstadt 2022
    • Brandenburg, Hof und Oldenburg verzeichneten die geringsten Blitzdichten
    • Blitzreichstes Bundesland 2022 ist Bayern, die Rangliste der Landeshauptstädte führt erneut München an
    • Juni ist blitzreichster Monat 2022 mit fast 66.000 Einschlägen, am 26. August schlug der Blitz 26.000 mal ein
    • Montenegro übernimmt Spitzenreiterposition in Europa

    Die kreisfreie Stadt Kempten im Allgäu ist Blitzhauptstadt Deutschlands 2022. Dies vermeldet der aktuelle Siemens-Blitzatlas mit den Vorjahreszahlen aus allen 402 Stadt- und Landkreisen der Republik. Mit einer Blitzdichte von 2,4 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer liegt Kempten vorne, gefolgt vom benachbarten Kreis Ostallgäu (2,2) und Garmisch-Partenkirchen (2.0). Der Blitz-Informationsdienst von
    Siemens (BLIDS) registrierte im vergangenen Jahr insgesamt 242.000 Erdblitze in ganz Deutschland, dies sind weniger als die Hälfte (49 Prozent) des Vorjahreswertes (491.000). Die geringste Blitzdichte ermittelte der Siemens-Blitzdienst in den Städten Brandenburg an der Havel mit 0,04 Blitzereignissen pro Quadratkilometer, im oberfränkischen Hof (0,07) und Oldenburg mit einer Blitzdichte von 0,14. Unter den Landeshauptstädten führt München erneut mit einer Blitzdichte von 1,5 die Liste an, gefolgt von Potsdam (knapp 1,2) und Stuttgart (1,1). Die höchste Blitzdichte unter den Bundesländern mit knapp 1,0 verzeichnet Baden-Württemberg, die meisten Erdblitze im Jahr 2022 registrierte BLIDS in Bayern – mit
    knapp 60.000 Einschlägen ein Viertel (25 Prozent) aller gemessenen Ereignisse.

    „Das Jahr 2022 verzeichnete die niedrigsten Blitzereignisse der letzten 30 Jahre (seit Messung). Im Sommer, vor allem im Juni und August, herrschte teilweise extreme Dürre bei hohen Temperaturen über 35 Grad. Diese Zeit ist üblicherweise die beste Zeit für Gewitter. Doch die Niederschlagsmenge lag deutlich unter dem Sollwert. Für Gewitter braucht es aber beides – Feuchtigkeit und heiße Temperaturen“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens. Dass auch dieses Jahr die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg wieder an der Spitze der Gewittergeschehnisse lagen, ist laut Thern der Nähe zur alpinen Vorgebirgslandschaft zuzuschreiben.

    Die Haupt-Gewittertätigkeit in ganz Deutschland lag 2022 im Juni, in dem mit 66.000 Blitzen mehr als ein Viertel aller Einschläge des Jahres niedergingen, gefolgt vom August mit über 51.000. Blitzreichster Tag war der 26. August mit rund 26.000 Erdblitzen. Unter den Bundesländern führt Baden-Württemberg mit knapp 1,0 Blitzen pro Quadratkilometer, Bayern mit einer Blitzdichte von 0,85 sowie Hamburg (0,8) folgen. Schlusslicht mit unter 0,4 Blitzen pro Quadratkilometer ist Thüringen.

    Blitzhauptstadt unter den Landesresidenzen ist München (1,5), gefolgt von Potsdam (1,2) und Stuttgart (1,1). Magdeburg (0,15) und Erfurt (unter 0,2) sind die Landeshauptstädte, in denen es vergangenes Jahr am wenigsten geblitzt hat. Nur viermal hat der Blitz 2022 in Hof eingeschlagen.

    2022 lag der Durchschnittswert für Deutschland bei knapp 0,7 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer. Im Vorjahr waren es 1,4. Im Vergleich der Nachbarländer liegt Deutschland im Mittelfeld. Die durchschnittliche Blitzdichte für ganz Deutschland in den letzten zehn Jahren lag bei unter 1,3.
    An der Spitze liegt Montenegro vor Bosnien-Herzegowina und Slowenien.
    Schlusslicht ist Irland. In Montenegro gab es 2022 im Schnitt mehr als sechs-mal so viele Einschläge wie in Deutschland.
    Gemessen hat EUCLID, der europäische Verbund der Blitzortungssysteme in den verschiedenen Ländern. „Dass ein homogenes, europäisches Messnetz – trotz von Land zu Land differierender Normen – zur Verfügung gestellt werden kann, ist das Resultat der hervorragenden Zusammenarbeit und Abstimmung der verschiedenen Wetter- und Messdienste in ganz Europa“, sagt Stephan Thern. „Damit kann den
    Kunden und Nutzern eine gleichwertige Qualität der Messdaten angeboten werden.“

    Hintergrundinformationen zum Siemens Blitz-Informationsdienst (BLIDS)

    Der Blitz-Informationsdienst von Siemens nutzt rund 160 verbundene Messstationen in Europa und betreut das Messnetz in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Dank der präzisen Messtechnik können die Sensoren problemlos im Abstand von 350 Kilometern aufgestellt werden, was die Installations-, Betriebs- und Wartungskosten sehr klein hält.

    „Mit der aktuellen Software können wir bis auf 50 Meter genau ermitteln, wo gerade ein Blitz eingeschlagen hat“, sagt Stephan Thern.
    Seit 1991 analysiert Siemens die registrierten Blitze und sendet umgehend Warnhinweise an die Gewitteralarm-Kunden – zum Schutz von Mensch, Tier, Technik und Infrastruktur.
    Die Kunden des Siemens Blitz-Informationsdienstes sind Wetterdienste, Versicherungen, Industrieunternehmen aller Branchen sowie Betreiber von Stromnetzen, (Sport-)Anlagen und Feuerwehren.
    Auch Dienstleister, die vor Gewitter warnen, wie ein Sirenenhersteller in Köln, nutzen die Daten von BLIDS. Blitze verursachen jährlich Schäden im dreistelligen Millionen Euro-Bereich.
    „Wir können helfen festzustellen, ob ein Blitzeinschlag einen Schaden oder Ausfall verursacht hat“, sagt Stephan Thern. Blitze sind der Grund für viele Schäden an elektrischen Geräten, aber auch von komplexen Anlagen wie beispielsweise Industrieanlagen oder Energieversorgungssysteme. Die meist hochempfindliche Elektronik beispielsweise in TV-Geräten, Satellitenempfängern, Waschmaschinen, Industriesteuerungen oder Solaranlagenkann selbst dann beschädigt werden, wenn der Blitz in größerer Entfernung einschlägt.

    Für Verbraucher und Endkunden bedeutet der Nachweis eine Kostenersparnis, da Blitzeinschläge in der Regel versichert sind.

    In den letzten Jahren gibt es laut Thern einen zunehmenden Trend für Gewitterwarnungen im Freizeitbereich. „Die Nachfrage von Anbietern der Freizeitbranche wird immer größer, da das Thema Wetter verstärkt in den Sicherheitskonzepte berücksichtigt wird,“ so der Leiter von BLIDS. So sind bereits
    viele Anlagen und Freizeitangebote – vom Golfplatz bis zum Festival – mit Warnsystemen auf Basis der Blitzdaten von Siemens ausgestattet.

    Dank der fortschreitenden Digitalisierung und der rasant gestiegenen Rechen- und Speicherkapazitäten gelingt BLIDS eine immer schnellere und präzisere Datenübertragung von mittlerweile unter zehn Sekunden nach einem Blitzeinschlag, so dass eine nahezu zeitgleiche Verfolgung von Gewitterereignissen möglich ist.
    Über cloudbasierte Lösungen stellt der Blitz-Dienst die Blitzdaten für Kunden auf ihren PCs und Mobilgeräten bereit.

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