Autor: Redaktion

  • “Dieser Knochenjob ist kein Ministersessel“

    “Dieser Knochenjob ist kein Ministersessel“

    „Bei der Feuerwehr muss mit 60 Feierabend sein“.

    Die Landesregierung plant die Altersgrenzen für die Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes für die Laufbahngruppe 1 von 60 auf 61 und für die Beamtinnen und Beamten der Laufbahngruppe 2 von 60 auf 62 Jahre anzuheben.
    Bei Feuerwehren und Gewerkschaften stoßen diese Pläne auf scharfe Kritik und Ablehnung, die sie seit heute Mittag mit einer 24stündigen Mahnwache vor dem Landtag zum Ausdruck bringen. Die SPD-Landtagsfraktion teilt die Kritik und hat den Antrag „Hände weg von der Altersgrenze! Den besonderen Belastungen im Feuerwehrdienst muss Rechnung getragen werden.” (Drucksache 18/6854) in den Landtag eingebracht, über den am morgigen plenaren Donnerstag um 13.20 Uhr das Parlament abstimmen wird.

    „Die Altersgrenze von 60 Jahren muss unbedingt erhalten bleiben. Statt sich für die Feuerwehrbeamtinnen im Einsatzdienst stark zu machen, fällt die Landesregierung den Kolleginnen mit den Plänen zur Anhebung massiv in den Rücken. Das ist absolut inakzeptabel. Die Begründung der Politik ist dabei schlichtweg falsch und keinesfalls wertschätzend. Der geplante Entwurf ist zum Nachteil aller, auf deren Unterstützung und Hilfe wir uns jederzeit verlassen können“, betont Sandra van Heemskerk, Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw, in Düsseldorf.
    Die komba gewerkschaft nrw ist sicher, dass eine höhere Altersgrenze weder dem demografischem Wandel noch dem Fachkräftemangel entgegenwirkt. Es ist sogar zu erwarten, dass dadurch mehr Kolleginnen in den frühzeitigen Ruhestand eintreten und zugleich erhebliche Einbußen in der Pension hinnehmen müssen. Feuerwehrbeamtinnen arbeiten in 40 Jahren Einsatzdienst mit wöchentlich 48 Stunden Arbeitszeit mehr als sechs Jahre länger als vergleichbare Beamt*innen. „Der jahrelange Einsatzdienst hinterlässt körperliche und seelische Spuren. Gesund bis zum Ruhestand ist für viele von uns schon heute nicht mehr möglich. Wir appellieren eindringlich an die Politik, unsere Altersgrenze nicht anzurühren“, macht Valentino Tagliafierro, Vorsitzender des Fachbereiches Feuerwehr und Rettungsdienst der komba gewerkschaft nrw, deutlich.
    Die komba gewerkschaft nrw hat mit ver.di NRW zur Mahnwache aufgerufen.
    Bereits am 26. Oktober fand eine gemeinsame Aktion vor dem Düsseldorfer Landtag statt.
    Die Dachverbände DBB NRW und DGB NRW sowie weitere Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die 24-Stunden-Mahnwache.

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  • Projekt ‘Die Quadratur des Kreises: Deus ex machina?’

    Projekt ‘Die Quadratur des Kreises: Deus ex machina?’

    Junge Mönchengladbacher erforschen Zukunftsszenarien der KI.

    Vom 10. bis zum 12. November fand in den Räumen des International Alumni Center (iac Berlin) das Projekt “Die Quadratur des Kreises: Deus ex machina?” statt.

    Teilnehmer aus Bulgarien, Italien, Ungarn, der Slowakei und Deutschland Stellen ihre Gedanken zu Zukunftsszenarien rund um KI auf der Bühne vor;
    Foto: Alumniverein der SchulBrücken e.V.

    Organisiert vom europäischen Alumniverein der SchulBrücken e.V., brachte es junge Menschen aus Österreich, Bulgarien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Rumänien, der Slowakei und Ungarn zusammen. Diese Veranstaltung mit Begegnungscharakter bot eine Plattform, um die Vernetzung junger Europäer zu stärken und gemeinsam die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Gesellschaft zu diskutieren. Die Teilnehmenden vertieften ihr Verständnis durch drei interaktive Workshops:

    Im Workshop „Vom Abstrakten zum Konkreten: Ein geerdeter Blick auf KI“, unter der Leitung von Kathrin Rösch, setzten sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen künstlicher Intelligenz auseinander und erforschten, was notwendig ist, damit ein „kluger Lautsprecher“ mit uns interagieren kann.

    In der Gruppe „Design Fiction: KI-Zukünfte kritisch diskutieren“, moderiert von Julian Kamphausen, Absolvent des Hugo-Junkers-Gymnasium in Mönchengladbach, versetzten sich die Teilnehmer mithilfe von selbstgestalteten Requisiten und szenischen Spielen in die Zukunft der Arztsprechstunde oder der Leitung genossenschaftlich organisierter Unternehmen.

    Im Forum „Visuelle Reisen: KI-Zukünfte zwischen Vision und Albtraum“, geleitet von Marvin Kamphausen, lernten die Teilnehmer etwas darüber, Geschichten graphisch zu erzählen und setzten sich mit positiven und negativen Aspekten der KI auseinander und präsentierten ihre Vorstellungen den Teilnehmenden. 

    Die Teilnehmer des europäischen Projekts musizieren mit Hangarmusik in der Alexander und Renata Camaro Stiftung;
    Foto: Alumniverein der SchulBrücken e.V.

    Ein besonderes Highlight war der Besuch des Projekts Hangarmusik in den Räumen der Alexander und Renata Camaro Stiftung. Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen, insbesondere Geflüchtete, lernen ohne musikalische Vorkenntnisse das Musizieren klassischer Orchestermusik. Das Musikprojekt hat für das Engagement in diesem Jahr für den Förderpreis der Deutschen Nationalstiftung erhalten. Unter der Leitung von Leila Weber und Andreas Knapp erlebten die Teilnehmer des internationalen Projekts „Die Quadratur des Kreises“ die integrative Kraft der Musik und spielten gemeinsam in einem Orchester – ohne Vorkenntnisse.

    Nach dem Erfolg der ersten “Quadratur des Kreises” im Jahr 2021, die sich mit der Kombination von repräsentativer und direkter Demokratie befasste, war auch diese Veranstaltung ein großer Erfolg. „Die Tage hier in Berlin haben den Teilnehmern aus ganz Europa und mir gezeigt, dass KI mehr als nur Code und Daten sind. Sie ist nicht nur eine technische, sondern auch die zentrale kulturelle, ethische und philosophische Herausforderung der Zukunft“, sagte Kathrin Rösch, Vorsitzende des Alumnivereins.

    Das Projekt wurde durch den Mönchengladbacher Alumniverein der SchulBrücken e.V. konzipiert und durchgeführt und erhielt Unterstützung von der Deutschen Nationalstiftung, der Stadtsparkasse Mönchengladbach, der Leipziger Debattier- & Disputations-Gesellschaft sowie dem iac Berlin, in dessen Räumen das Projekt stattfand. Der Alumniverein ist Teil des Bosch Alumni Networks. Die Förderungen unterstreichen die Bedeutung der Initiative zur Förderung des kritischen Dialogs über zukunftsträchtige Technologien und zur Stärkung der europäischen Gemeinschaft in Form von Begegnung und Austausch. Der Alumniverein bedankt sich herzlich bei allen Förderern. Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser wichtigen Arbeit.

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  • „Wie mir Gott abhandenkam – Eine kurze Streitschrift wider das Christentum“

    „Wie mir Gott abhandenkam – Eine kurze Streitschrift wider das Christentum“

    Unter diesem Titel setzt sich der in Mönchengladbach geborene Autor, Dr. Wolfgang Beyen, kritisch mit dem Christentum auseinander.

    In der Vitusstadt und im benachbarten Schwalmtal wuchs er auf und verbrachte dort Kindheit und Jugend. So wurde er gleichsam in eine „katholische Welt“, also in den „normalen Glauben“ hineingeboren. Folgerichtig gab dieser Glaube auch die Richtschnur seiner Eltern, aber auch seiner Lehrer ab für eine römisch-katholische Erziehung – und Manipulation. Letztere waren offenbar so wirkmächtig, dass er in jungen Jahren sogar Priester werden wollte. Dieser Berufswunsch musste jedoch am obligatorischen Keuschheitsgelübde der katholischen Geistlichen scheitern.

              Darüber hinaus gab es allerdings eine Fülle von Aspekten, unter denen der Autor allmählich begann, die christliche Lehre in Frage zu stellen. Anhaltspunkte hierfür gibt es sicherlich genug. In seiner „Streitschrift“ geht es Wolfgang Beyen weniger um eine theoretisch-systematische Kritik der besagten Religion; vielmehr stellt er aus der Sicht eines gläubig Erzogenen das christliche, insbesondere das katholische Welt- bzw. Menschenbild zur Disposition. Die thematischen Schwerpunkte umfassen die christliche Moral, die seit jeher den Menschen als der Maßstab für ein friedfertiges und einträchtiges Miteinander vorgebetet wird. An dieser ethisch-moralischen Norm wird – belegt durch hinreichend beigebrachte Bibelzitate – indes bedenklich gekratzt. Ebenso wie an der gemeinhin vorherrschenden Vorstellung von Jesus als dem über jeden moralischen Zweifel erhabenen Gottessohn. Auf einer Wellenlänge mit dem promovierten Theologen und Jesuskenner Werner Kubitza liegend, betrachtet ihn der Autor als „die am meisten überschätzte Figur der Weltgeschichte“.

    Auch dem sog. Theodizee-Problem widmet sich der Verfasser. Unter diesem Stichwort wird die Frage diskutiert, wie es angesichts der Allmacht, Allwissenheit und Allgüte  Gottes und seiner Liebe zu uns Menschen sein kann, dass es so viel Unheil und Leid auf dieser Welt gibt. Neben weiteren Fragwürdigkeiten der christlichen Lehre wie Himmel, Hölle, Fegefeuer, Heilslehre und dem Droh- und Disziplinierungsinstrumentpar excellence, der Sünde, greift Beyen auch die vom Christentum oft wenig feinfühlig angegangene Causa Frauen und Sexualität auf. Er fördert hierbei einiges Wissenswerte hinsichtlich der weiblichen Lust, der Familienplanung oder des ehelichen Beiwohnens zu Tage – und das alles unter Berufung auf hochgeachtete Kirchenväter und –gelehrte.

    Cover: Dr. Beyen

              Ein besonders kritischer Blick wird auf den recht sorglosen Umgang der Kleriker mit dem Begriff der „Wahrheit“ geworfen, in dessen Besitz sich jene wähnen, was sie selbstredend auch nicht müde werden kundzutun. Demgegenüber plädiert Beyen bei der Erforschung der Welt und der Errichtung eines tragfähigen Wissensgebäudes für die „Idee der kritischen Prüfung“. Dahinter steht der Gedanke, dass der Mensch an sich fehlbar ist und sich daher irren kann. Infolgedessen sind alle Erkenntnisse nur als vorläufig zu betrachten, da man schlechterdings nie weiß, ob man die Wahrheit tatsächlich gefunden hat. Alles Wissen trägt folglich stets den Stempel des vorläufig Bewährten. Was für eine angenehm bescheidene Haltung im Vergleich zur vollmundig verkündeten „einzigen“ Wahrheit durch die von Weihrauch umnebelten Vertreter der Kirche Christi!

              „Wie mir Gott abhandenkam“ ist die Abrechnung eines vormals Gläubigen mit „seiner“ Konfession, deren Fesseln er – dank frühkindlicher Indoktrination – erst spät ablegen konnte. Die Schrift demaskiert ein widersprüchliches, marodes und von Zerfall bedrohtes Glaubensgebäude, in dem ein eitler, kriegslüsterner und von Rachedurst erfüllter Gott mit seiner weltlichen Priesterschar residiert. Nach Lektüre des Buches bleibt das Fazit: Ein kritischer Geist kann redlicherweise kein Christ sein!

    Daten zum Buch:

    Titel:           Wie mir Gott abhandenkam – Eine kurze Streitschrift wider das Christentum
    Auflage:     2
    Seitenzahl: 290
    ISBN:          978-3-7583-0638-9
    Erschienen im: BoD-Verlag in Norderstedt
    Preis:          15 €

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  • Kleiderspende lohnt sich – und wird belohnt

    Kleiderspende lohnt sich – und wird belohnt

    Ausmisten liegt im Trend.

    Doch wer in seinem Kleiderschrank Platz schaffen will, steht schnell vor einem Problem: Wohin mit den aussortierten Stücken?
    Schließlich sind die alten Lieblingskleider oft noch gut und zum Wegwerfen viel zu schade.
    Abhilfe schaffen jetzt der Volksverein Mönchengladbach und das Minto mit einer gemeinsamen Aktion: Vom 18. bis zum 23. November können Besucher nicht mehr getragene Kleidung an einem Stand des Volksvereins im Minto abgeben.

    Täglich zwischen 10:00 und 19:00 Uhr nehmen Mitarbeiter des Volksvereins Mönchengladbach auf
    Ebene 1 des Minto, direkt am Weihnachtsbaum, Kleiderspenden entgegen.

    Wer spendet, unterstützt den gemeinnützigen Verein nicht nur bei der Ausstattung seiner fünf Second-Hand-Läden mit gut erhaltener Kleidung, sondern ermöglicht langzeitarbeitslosen Menschen Beschäftigung und Qualifizierung – zum Beispiel bei der Vorsortierung und Aufarbeitung der Textilien oder im Lagerverkauf.
    Darüber hinaus wird gut erhaltene Kleidung auf sinnvolle Weise einer weiteren Nutzung zugeführt und so die Umwelt entlastet.
    Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf der Kleidung tragen zur Finanzierung von Projekten des Vereins bei.
    Als Dankeschön für ihre Spende erhalten alle Teilnehmer eine Geschenkkarte in Höhe von 5 Euro, die sie in einem der vielen Läden im Minto einlösen und so bei ihrem nächsten Einkauf sparen können. Und auch der Volksverein Mönchengladbach bedankt sich für jede Spende mit einem Einkaufsgutschein in Höhe von 5 Euro für die vom Verein betriebenen Second-Hand-Läden.
    „Nachhaltigkeit und Solidarität sind für uns mehr als Schlagworte“, sagt Center-Managerin Janina Cho. „Deswegen ist es für uns selbstverständlich, den Volksverein Mönchengladbach als lokalen Partner tatkräftig bei dieser wunderbaren Aktion zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, auch in diesem Jahr zahlreiche Kleiderspenden entgegennehmen zu dürfen und hoffen natürlich, unser grandioses Ergebnis vom Vorjahr noch einmal toppen zu können.“

    Anmerk. d. Red.: Aktualisierung der Geschenkkarte

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  • Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes:

    Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes:

    Gülistan Yüksel, MdB zum Bundeshaushalt

    Mehr Geld für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt – das ist ein Ergebnis der parlamentarischen Beratungen zum Bundeshaushalt 2024. Bis in die frühen Morgenstunden nahmen die Abgeordneten im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages umfangreiche Änderungen am Etat vor. Auf Antrag der Ampel-Koalition wurden die Mittel für das Sprachkursangebot um 188 Mio. Euro auf nun über 1 Milliarde Euro erhöht. Zudem wird die kursbegleitende Kinderbetreuung gestärkt. Über dieses Ergebnis freut sich die Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
    Auch die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) wurde gegenüber dem Regierungsentwurf deutlich gestärkt. Hier stehen im nächsten Jahr insgesamt 77,5 Mio. Euro zur Verfügung.

    „Als Einwanderungsland sind wir auf Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften angewiesen. Hierfür braucht Deutschland ein leistungsfähiges Angebot für den Spracherwerb und die Integration in unsere Gesellschaft“, so Yüksel. „Neben den zusätzlichen Mitteln für Integrationskurse und Migrationsberatung konnten wir ebenfalls erreichen, dass das erfolgreiche Präventionsprogramm ‚Respekt Coaches‘ fortgeführt wird. Dieses politische Bildungsangebot an Schulen behandelt Themen wie das Zusammenleben der Religionen, Rassismus und Antisemitismus und fördert damit den demokratischen Zusammenhalt“, informiert Yüksel.

    Pressemeldung von Gülistan Yüksel

    Dafür sollen die Mittel gegenüber dem Regierungsentwurf um 20 Mio. Euro massiv erhöht werden.
    Das Angebot der Jugendmigrationsdienste, das junge Menschen mit Migrationsgeschichte durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote am Übergang von der Schule ins Berufsleben unterstützt, wird um 10 Mio. Euro auf knapp 66 Mio. Euro erhöht und damit spürbar gestärkt. Auch der in diesem Jahr begonnene Aufbau einer behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung (AVB) kann in 2024 weiter voranschreiten. Der Haushaltsausschuss erhöht die Mittel auf 25 Mio. Euro. Das neue Angebot soll Asylbewerberinnen und -bewerber fachlich beraten und unterstützen, um ihre Verfahren zu beschleunigen und die Akzeptanz von Entscheidungen zu erhöhen.

    „Die Beschlüsse des Haushaltsausschusses sind ein starkes Signal, dass die Ampel-Koalition in herausfordernden Zeiten pragmatisch und handlungsfähig ist“, so Yüksel abschließend.

    Pressemeldung von Gülistan Yüksel

    Kathrin Henneberger, MdB zum Bundeshaushalt

    “Im Vorfeld der Haushaltsberatungen habe ich Gespräche mit den örtlichen Wohlfahrtsverbänden geführt und versprochen, mich in Berlin dafür einzusetzen, dass die geplanten Kürzungen im Flüchtlingsbereich nicht umgesetzt werden. Ich freue mich sehr, dass ich nun mitteilen kann, dass nicht nur Kürzungen zurückgenommen wurden bzw. deutlich verringert wurden, sondern es sogar in einigen Bereichen Erhöhungen gibt:  Die Mittel für Integrationskurse steigen um 188 Mio. Euro auf 1,06 Mrd. Euro.

    Die Migrationsberatung konnte um 20 Mio. Euro erhöht werden, somit stehen den Migrationsberatungen für erwachsene Zuwanderer (MBE) 77,5 Mio. Euro insgesamt zur Verfügung. Die Kürzungen in diesem Bereich konnten damit leider nicht vollständig zurückgenommen werden, aber dennoch setzen wir hier ein stärkendes Zeichen für die wichtige Arbeit der Beratungsstellen.

    Die Asylverfahrensberatung (AVB) können wir um weitere 5 Mio. Euro stärken, somit bekommt die AVB 25 Mio. Euro. Der weitere Ausbau ist damit gesichert und kann fortgesetzt werden.

    Wir setzen mit den Erhöhungen im Haushalt einen starken Schwerpunkt bei Integration und Migration. Das sind Investitionen in die Zukunft, die eine Willkommenskultur weiter stärkten.”

    Pressemeldung vo Kathrin Henneberger

    Außerdem weist die Bundestagsabgeordnete darauf hin, dass es in weiteren Bereichen keine Kürzungen, sondern sogar Aufstockungen geben wird, etwa beim Bundesfreiwilligendienst um 80 Mio. “Damit sichern wir die Plätze der FSJler & Bufdis und stärken den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt!”, so Henneberger.

    Auch die Mittel für Respect Coaches wurden für das kommende Jahr mit einem Plus von 20 Millionen gesichert, das flächendeckende Beratungsnetzwerk respekt*land bei den Antidiskriminierungsstellen (ADS) mit zusätzlichen 10,375 Euro. Auch bei der politischen Bildung konnten die Kürzungen verhindert werden, stattdessen gibt es 19,6 Mio. Euro mehr.

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  • Alles Käse oder: Premiere auf dem Giesenkirchener Wochenmarkt

    Alles Käse oder: Premiere auf dem Giesenkirchener Wochenmarkt

    Zuwachs für die Märkte in: Giesenkirchen,  in der Reihe vor St. Gereon, Odenkirchen, Venn, MG Alter Markt

    „Lintz Gourmet,“ ein einladender kleiner Wagen mit  Appetitlichkeiten aus Käse. Zum ersten Mal überhaupt auf einem Markt, präsentiert der junge, freundliche Inhaber aus Mönchengladbach köstliche Käsesorten.
    Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Uns gefiel unter Anderem der Gewitterkäse.

    Warum der so heißt, erzählt der Händler lachend, und wer sich nicht entscheiden kann, darf sich gerne ein Pröbchen auf der Zunge zergehen lassen.
    mg-heute wünscht zum Einstand, ein gelungenes Debüt und  gute Geschäfte.

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  • Auch für bedürftige Menschen ein voller Gabenteller!

    Auch für bedürftige Menschen ein voller Gabenteller!

    Weihnachtspäckchen-Aktion 2023 der Tafel.

    Vorstand und Mitglieder der Tafel rufen auch in diesem Jahr die Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger auf, für bedürftige Menschen in unserer Stadt ein Weihnachtspäckchen zu spenden.

    Die Aktion hat inzwischen eine lange Tradition. Und bislang hat es die große Spendenbereitschaft der Mönchengladbacher Bevölkerung immer ermöglicht, dort, wo der Gabentisch nicht so reich gedeckt ist, die Weihnachtstage freundlicher zu gestalten. Zusammen mit den Menschen der Stadt möchte die Tafel dieses Ziel auch dieses Jahr wieder erreichen.

    Dabei sind die Probleme der vergangenen Jahre nicht geringer geworden. Im Gegenteil:
    Noch immer verbringen viele ukrainische Flüchtlinge in unserer Stadt die Weihnachtstage fern ihrer Heimat.
    Die kriegerischen Ereignisse im Nahen Osten schaffen neue Fluchtbewegungen.
    Und ganz allgemein leiden viele Menschen, besonders ältere und solche mit geringem Einkommen, nach wie vor unter steigenden Preisen für lebensnotwendige Güter und Produkte.
    Was sollte das Päckchen zum Beispiel enthalten?

    • Nudeln, Reis
    • Kaffee (Bohnen oder gemahlen), Tee, Kakao
    • Konserven aller Art
    • Trockenobst, Nüsse
    • Süßigkeiten
    • Trockenkuchen, Gebäck
      Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es sollten aber nur Lebensmittel und hier wiederum nur haltbare Produkte gespendet werden, und möglichst keine alkoholi-schen Getränke. Besonders bei Produkten wie Fleisch, Wurst, Käse usw. sollte auf die Haltbarkeit geachtet werden.

      Es empfiehlt sich zudem, auf dem Paket einen Aufkleber mit einer Liste des Inhalts anzubringen. So können die Tafel-Helferinnen und –Helfer besser erkennen, ob das Geschenk für eine kleine oder eine große Familie gedacht bzw. geeignet ist.

      Wo und wann können die Päckchen abgegeben werden?
      Als Sammelstellen im Stadtgebiet haben sich freundlicherweise erneut folgende Mönchengladbacher Unternehmen und Geschäfte zur Verfügung gestellt:

      Reifen Völker GmbH, Breite Str. 114, 41238 Mönchengladbach;
      Vital-Apotheke, Bismarckstr. 29, 41061 Mönchengladbach;
      NEW‘ AG, Odenkirchener Str. 201, 41236 Mönchengladbach;
      Bäckerei Held, Am Sternenfeld 63, 41238 Mönchengladbach;
      TÜV Rheinland, Theodor-Heuss-Str. 93-95, 41065 Mönchengladbach;
      Volksbank Mönchengladbach e.G., Dammer Str. 136-138, 41066 Mönchengladbach;
      Ambulanter Pflegedienst Daniel Noffer, Künkelstr. 61, 41063 Mönchengladbach,
      und An der Eickesmühle 35, 41238 Mönchengladbach;
      Podologische Praxis Renate Camps, Broicher Str. 5, 41179 Mönchengladbach.

      In diesen Sammelstellen können die Päckchen abgegeben werden in der Zeit vom:
      27.11. bis 8.12.2023 zu den üblichen Geschäftszeiten.

      Eine letzte Chance für die Abgabe bietet sich am 10.12.2023 von 10 bis 16 Uhr im Tafel-Laden Am Nordpark 299, 41069 Mönchengladbach.
      Päckchen-Ausgabe ist übrigens am darauf folgenden Montag, dem 11.12.2023, von 9 bis 15 Uhr, ebenfalls im Tafel-Laden Am Nordpark 299.
      Dabei ist die Vorlage eines gültigen Leistungsbescheids und des Personalausweises bzw. des Reisepasses erforderlich!
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  • Aufarbeitung von sexuellem Mißbrauch erfordert Handlung, nicht nur Haltung

    Aufarbeitung von sexuellem Mißbrauch erfordert Handlung, nicht nur Haltung

    Stellungnahme des kfd Diözesanverband Aachen zur Pressekonferenz des Bistums Aachen am 18.10.2023.

    Der Diözesanverband Aachen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) begrüßt grundsätzlich die Nennung von überführten und mutmaßlichen Tätern sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen.
    Dies sei ein wichtiger Schritt, um Licht ins Dunkelfeld zu bringen.

    Wenn sich aber das Bistum Aachen der Vergangenheit wirklich stellen möchte und sich wirksam für die Betroffenen einsetzen will, seien darüber hinaus weitere ernsthafte Anstrengungen erforderlich.
    „Der formulierte Selbstanspruch einer konsequenten, transparenten und lückenlosen Haltung ist aus unserer Sicht bei weitem nicht eingelöst. Aufarbeitung ist nicht nur eine Frage der Haltung, sondern vor allem des Handelns“, betonte Marie-Theres Jung, Vorsitzende des kfd-Diözesanvorstands.
    Ansonsten bleibe der neue Leitfaden ein Strategiepapier der Kommunikationsabteilung, die ihn herausgegeben hat.
    Es sei nicht nachvollziehbar, dass lediglich die Aufarbeitung einer „vergangenen Epoche“ thematisiert werde. „Die Aussage, dass vergleichbare Verbrechen heute nicht mehr unbemerkt und ohne Konsequenzen möglich seien, lässt die nötige Demut vor diesem Versagen der Kirche schmerzlich vermissen. Sowohl sexueller als auch geistlicher Missbrauch ist ein Problem von heute, nicht nur von gestern und darf nicht verharmlost werden“, warnte Jung.
    Statistiken der Kriminalbehörden belegen, dass sexueller Missbrauch und sexualisierte Gewalt auch heute bittere Realität sind, im privaten wie im institutionellen Umfeld und quer durch alle sozialen Schichten, mit steigender Tendenz.
    Um den Tätern innerhalb der Kirche den Boden zu entziehen, muss aus Sicht der kfd nun alles daran gesetzt werden, den Klerikalismus hinter sich zu lassen, noch vorhandene patriarchale Machtverhältnisse zu überwinden und eine ernste Kultur des kritischen Hinsehens und Mitentscheidens zu schaffen. Das vorhandene gute Präventionskonzept müsse überall konsequent umgesetzt und das Netz der Anlaufstellen ausgebaut werden.
    Dabei müssten auch erwachsene Betroffene in den Blick und in die Interventionsordnung aufgenommen werden, forderte die Vorsitzende: „Bisher haben sexueller und spiritueller Missbrauch sowie Machtmissbrauch an Frauen kaum Beachtung gefunden, auch hier ist noch ein großes Dunkelfeld aufzuarbeiten.“
    Der ernsthafte Dialog mit den einschlägigen Expertengremien bleibe dafür auch weiterhin unverzichtbar, so Jung weiter.
    Die kfd werde sich auch zukünftig aktiv für die ehrliche Aufarbeitung und den wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt einsetzen.
    „Wir fordern weiterhin: Macht Licht an – auch im Bistum Aachen!“

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  • Workshop „Rhetorik gegen Rechts“ bei Bündnis 90/ Die Grünen Mönchengladbach

    Workshop „Rhetorik gegen Rechts“ bei Bündnis 90/ Die Grünen Mönchengladbach

    Dieser Workshop mit Trainer Jürgen Schlicher, Romeo Franz (MEP) und 20 Teilnehmenden, darunter Interessierte Bürger*innen und Parteimitglieder, startete am vergangenen Donnerstag um 17 Uhr.
    Ziel des drei stündigen praxisbezogenen Trainings war es, eine Strategie gegen pauschalisierende Parolen zu entwickeln und so die Schlagfertigkeit in Alltagssituationen zu verbessern.

    Der Workshop ist eine Antwort der Grünen auf vielschichtige Herausforderungen.

    Denn die steigende Beliebtheit der AfD-Mandatsträger*innen, die populistische Meinungsmache, die gezielte Verbreitung von Falschinformationen und die steigende Feindlichkeit gegen Minderheiten erfordern nicht nur eine tiefere Auseinandersetzung mit Inhalten sondern auch eine verbesserte methodische Analyse. Denn eine gute Methodik ist die Grundlage um leere Phrasen erkennen und mit ihnen umgehen zu können.

    Im Workshop haben die Teilnehmenden einen Werkzeugkasten entwickelt, mit dem sie im Alltag schlagfertig auf pauschale Aussagen reagieren können.
    Zum Abschluss wurden die gelernten Strategien in einem Stammtischszenario themenspezifisch angewendet.

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  • VdK: “Absurd, dass Berufstätige und Schüler weniger bezahlen”

    VdK: “Absurd, dass Berufstätige und Schüler weniger bezahlen”

    Sozialticket zu teuer und zu spät.

    Ab 1. Dezember 2023 gibt es in NRW das „Deutschlandticket Sozial“ zum Preis von 39 Euro.
    Wir als Sozialverband VdK NRW haben uns in diesem Jahr mehrfach, auch per Brief an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, für die Einführung eines solchen Sozialtickets eingesetzt – allerdings zu einem deutlich günstigeren Preis, wie der Landesvorsitzende Horst Vöge kommentiert:

    “Für die 3,2 Millionen von Armut bedrohten Menschen in unserem Bundesland sind 39 Euro einfach zu viel. Wir als VdK halten 29 Euro für angemessen, gerade im Hinblick auf andere Sondertarife des normalen Deutschlandtickets. Es ist doch absurd, dass Berufstätige und Schüler weniger für ihr Ticket bezahlen als beispielsweise ein Bezieher von Grundrente. Statt einer bundesweiten wäre eine landesweite Lösung auch absolut vertretbar. Im Zuge der aktuellen Diskussion um Preissteigerungen beim Deutschlandticket wird es zudem nicht lange bei 39 Euro bleiben. Und darüber hinaus kommt selbst dieses für Dezember angekündigte Sozialticket erst mit siebenmonatiger Verspätung. Die Landesregierung ist von ihrer ursprünglichen Strategie ‚schneller‘ ‚unbürokratischer‘ und ‚wirksamer‘ zu werden, weit entfernt.“

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  • St. Martins-Umzüge 2023 in Mönchengladbach

    St. Martins-Umzüge 2023 in Mönchengladbach

    Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir – dieses und weitere Martinslieder werden bald wieder fleißig von Kindern in Mönchengladbach gesungen.

    Denn das Martinsfest steht vor der Tür, und ab dem 2. November ziehen mehr als 130 Martinszüge von Schulen, Kindergärten und Vereinen durch die Straßen unserer Stadt.

    Im Anhang finden Sie als PDF eine Liste aller Martinszüge, die bis zum 30. Oktober 2023 bei der Stadtverwaltung angemeldet wurden.
    Darüber hinaus lädt Borussia Mönchengladbach für Montag, 6. November, 17:30 Uhr, zum Martinszug rund um den Borussia-Park ein.

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  • Mönchengladbacher Seniorenrat fordert die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet

    Mönchengladbacher Seniorenrat fordert die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet

    Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach legte Ende Juli den ersten Hitzeschutzplan für den Sommer vor.

    Dessen Ziel ist, die Bevölkerung zu sensibilisieren, insbesondere die vulnerablen Gruppen, Schutzmaßnahmen bei auftretender Hitze vorzunehmen. Der Seniorenrat griff das Thema in seiner dritten Sitzung auf. Die Verantwortlichen der Stadt sowie der mags werden angehalten, mit Trinkwasserbrunnen den ersten Schritt des Hitzeschutzplans umzusetzen.

    Die Stadtverwaltung Mönchengladbach bereitet derzeit eine Ausschreibung für die Umsetzung zum Hitzeschutzkonzept vor.
    Mit der Einrichtung von Trinkwasserbrunnen an verschiedenen öffentlichen Orten würde auch ein Punkt der EU-Trinkwasser-Richtlinie umgesetzt, die die Bundesregierung Anfang des Jahres in deutsches Recht übernahm.
    Die Mitglieder des Seniorenrats begründen ihre Sichtweise, innerstädtische Trinkwasserbrunnen zügig zu installieren, mit dem derzeitigen Klimawandel und den gesundheitlichen Folgen insbesondere für ältere Menschen. Bereits im Frühjahr können ihnen höhere Temperaturen zu schaffen machen.

    Bekannt ist, dass insbesondere Menschen mit zunehmendem Alter ein geringeres Durstgefühl entwickeln. Chronische Krankheiten, die Einnahme von verschiedenen Arzneimitteln etc. reduzieren vermehrt die Fähigkeit des Körpers, die Körpertemperatur zu regulieren. Im Außenbereich sind Trinkwasserbrunnen daher geeignet, Seniorinnen und Senioren an die regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit zu erinnern.

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  • Anträge von Menschen mit Behinderung zügig bearbeiten statt Personal abbauen!

    Anträge von Menschen mit Behinderung zügig bearbeiten statt Personal abbauen!

    Wir Sozialverbände sind das Sprachrohr für Menschen mit Behinderung und als solche wehren wir uns gegen Kürzungspläne in der kommunalen Versorgungsverwaltung.

    Wer in NRW einen Schwerbehindertenausweis oder etwa die Anerkennung eines Behinderungsgrades beantragen will, der muss sich an ein Versorgungsamt wenden. Dass die Anliegen dieser Menschen dort zügig bearbeitet werden sollten, liegt auf der Hand.
    Doch ausgerechnet hier will die Landesregierung Stellen kürzen.
    Als Grund dafür wird angeführt, dass die Zahl der Anträge in den letzten Jahren zurückgegangen ist – und tatsächlich kam es im Aufgabenbereich Schwerbehindertenrecht in den Jahren 2019 bis 2021 zu einem Rückgang um fast 16 Prozent. Der alle drei Jahre stattfindenden Personalbedarfsrechnung zufolge würde dies nun zu einem Wegfall von landesweit 120 „Vollzeitstellen“ führen.

    „Der für alle ersichtliche Corona-Effekt wurde hier einfach nicht mit einbezogen“, kritisiert der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge: „2019 lagen die Fallzahlen noch viel höher. Erst danach gab es durch die Pandemie dann einen logischen Knick – die Menschen hatten eben Angst, irgendwo hinzugehen. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass die Anträge in den Ämtern bereits seit 2022 wieder enorm zugenommen haben. Statt den coronabedingten Rückgang zu bewerten, hätte das Land den Durchschnittswert ab dem Jahr 2020 nehmen müssen.“

    Das Land NRW hat zwar angekündigt, sich die Fallzahlen für 2023 vorzeitig anzuschauen und den Personalbedarf gegebenenfalls anzupassen, für die Sozialverbände VdK NRW und SoVD NRW kommt diese Maßnahme jedoch viel zu spät: „Das führt frühestens im Frühjahr oder Sommer 2024 zu einer verbesserten Personalsituation bei den Versorgungsämtern“, sagt Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD NRW. „Die Verfahren dauern doch schon jetzt viel zu lang. Der Stellenabbau geht zu Lasten der schwerbehinderten Menschen. Und es ist deren gutes Recht, dass ihre Anträge auch innerhalb eines zumutbaren Zeitraums bearbeitet werden.“

    Die Sozialverbände fordern deshalb die zuständigen Kreise und kreisfreien Städte auf, dass sie mit Blick auf die angekündigte Anpassung des Belastungsausgleichs versuchen, die Zeit bis dahin mit dem bestehenden Personal zu überbrücken und keine Stellen abzubauen beziehungsweise in andere Aufgabenbereiche zu verschieben.

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  • Oh weih…, oh weih…, oh Weihnachtszeit!

    Oh weih…, oh weih…, oh Weihnachtszeit!

    In seinem aktuellen Weihnachtsspecial präsentiert Jürgen B. Hausmann wieder wunderbare Geschichten rund ums Christfest: wenn Weihnachtsduft die Luft erfüllt, Besinnlichkeit und Harmonie einkehren, die Familie friedlich zusammen feiert – oder doch wieder alles ganz anders kommt und die Nerven blank liegen. In der Kaiser-Friedrich-Halle Mönchengladbach legt Hausmann seine schönsten Anekdoten unter den Tannenbaum – am Mittwoch, 22. November 2023.

    Mit „Oh weih…, oh weih…, oh Weihnachtszeit!“ stimmt der Kabarettist das Publikum schon mal auf die Festtage ein. Denn zwischen Plätzchenbacken, Weihnachtsgans und Silvesterpunsch darf natürlich auch eine gute Portion Humor nicht fehlen.

    Herrlich überdreht und doch wie aus dem Leben gegriffen – Hausmann hat seine Beobachtungen und Erfahrungen wieder einmal in urkomische Anekdoten verpackt. Sein Kabarett entspringt direkt den Wohnzimmern, Vereinsheimen und Hobbymärkten unseres Landes, seine Figuren stammen aus der Familie, von nebenan oder laufen ihm zufällig über den Weg. Und die Reaktionen im Publikum offenbaren, dass sich wohl der ein oder andere wiedererkennt …

    Gerade darin liegt die große Stärke von Jürgen B. Hausmann. Denn dank seiner ausgezeichneten Beobachtungsgabe und seines Gespürs für Komik verwandelt der Kabarettist alltägliche Situationen und Menschen wie Du und ich in treffsichere, amüsante Geschichten und echte Originale. Oder verarbeitet sie in seinen herrlichen Gesangsnummern, bei denen ihn sein langjähriger musikalischer Partner Harald Claßen unterstützt.

    Tickets sind erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 02405 / 40 8 60 oder online unter www.meyer-konzerte.de.

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  • Die 60 muss bleiben!

    Die 60 muss bleiben!

    Finger weg von der Altersgrenze der Feuerwehren –
    Gemeinsame Mahnwache von komba nrw und ver.di NRW.

    Am morgigen Donnerstag (26. Oktober) rufen die komba gewerkschaft nrw und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) zu einer Mahnwache vor dem Landtag auf.

    Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr werden rund 300 Feuerwehrleute aus ganz NRW in Düsseldorf erwartet. Hintergrund sind die Pläne der Landesregierung, die Altersgrenze bei den NRW-Feuerwehren zukünftig auf bis zu 62 Jahre anzuheben.
    Begründet wird die geplante Anhebung mit dem Fachkräftemangel und der demografischen Entwicklung. Der Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr in den Landtag eingebracht werden.
    Komba und ver.di fordern, dass die Altersgrenze von 60 Jahren bestehen bleibt.
    „Eine Anhebung der Altersgrenze macht den Beruf für Anwärterinnen und Anwärter unattraktiver und verschärft die Personalprobleme. Schon heute haben zahlreiche Feuerwehren mit Personalproblemen zu kämpfen. Vor allem für die Feuerwehren im Grenzbereich zu Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wird sich die Personalsituation verschärfen. In den genannten Ländern bleibt die Altersgrenze von 60 Jahren bestehen. Aus diesem Grund ist ein Wechsel der NRW-Feuerwehrbeamtinnen und -beamten nicht auszuschließen. Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus Baden-Württemberg. Dort wurde die Altersgrenze 2016 von 62 auf 60 Jahre gesenkt“, so Andreas Winter, komba gewerkschaft nrw.

    „Die gesundheitlichen Belastungen der Feuerwehrbeamtinnen und Beamten im Einsatzdienst sind anerkanntermaßen sehr hoch. Nach unserer Einschätzung wird die Zahl der Personen ansteigen, die durch die wachsenden Belastungen im Einsatzdienst dienstunfähig werden. Außerdem muss mit einem Anstieg der vorzeitigen Pensionierungen gerechnet werden. Eine längere Lebensarbeitszeit bedeutet, dass Planstellen vielfach länger durch dienstunfähige Beschäftigte belegt werden und demzufolge nicht durch junge Kolleginnen und Kollegen besetzt werden können. Dieser Umstand kann zu einer eingeschränkten Einsatzfähigkeit der Feuerwehren führen“, erklärt Tjark Sauer, ver.di NRW.
    Zur Mahnwache sind die Sprecherinnen und Sprecher des Innenausschusses der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP eingeladen.

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  • Rechtspopulismus kontern

    Rechtspopulismus kontern

    Einladung zum Argumentationstraining “Rhetorik gegen rechts”.
    Wann: 26. Oktober, 18:00 – 21:00 Uhr.
    Wo: Brandenberger Straße 36, 41065 Mönchengladbach.

    Das Entsetzen war groß als der erste Rechtspopulist den Landrat in Sonneberg (Thüringen) stellte.

    Warum gelang es den demokratischen Parteien nicht, deutlich zu machen, dass es im Wahlprogramm der sogenannten Alternative so gut wie keine kommunalpolitischen Themen gab. Warum gab es keinen Aufschrei, als sowohl der alte Landrat als auch die sich in Interviews gegen den Rechtstrend stellenden Bürger*innen der Öffentlichkeit entzogen wurden?
    In Brüssel machte das den Europaabgeordneten Romeo Franz sehr nachdenklich. Als Sinto, der allein sechs Angehörige seiner Familie im Holocaust verloren hatte, war für ihn klar: Wir müssen was tun.

    “Wir müssen dahin und wir müssen diejenigen stärken, die dem Terror der Populisten etwas entgegensetzen wollen.”
    Romeo Franz erinnerte sich, dass er vor vielen Jahren von den Trainern Gülcan Yoksulabakan Üstüay und Jürgen Schlicher ausgebildet wurde und rief kurzerhand bei ihnen an. Nur zwei Wochen später begann der Auftakt des Argumentationstrainings: “Rhetorik gegen rechts” in Sonneberg.

    Zunächst mit einem Kreisverband und nun auch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren. Dem ersten Training folgten inzwischen weitere in Frankfurt, Dresden, Lüb eck, Berlin und Kiel. Die Reise geht weiter nach Flensburg, Hannover, Bielefeld, Düren, Leverkusen und Suhl.
    „Solange es weitere Anfragen für das Argumentationstraining gibt, werde ich das Training anbieten, denn die destabilisierenden und zersetzenden Äußerungen von AFD Mandatsträgern können nicht ohne Gegenreaktionen bleiben. Zusätzlich müssen wir geschlossen auftreten und klar zeigen: Rechtspopulistische Politik hat in unseren Reihen nichts zu suchen.“

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  • Hat unser Wald eine Zukunft?-Unser Wald hat Zukunft

    Hat unser Wald eine Zukunft?-
    Unser Wald hat Zukunft

    Wie wird unser Wald zukunftsfähig?

    Wir leben in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Auch unser   Wald ist  in Mitleidenschaft gezogen.
    Auf der anderen Seite wird der Wald sowohl für den Schutz der biologischen Vielfalt wie auch für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels eine große Rolle spielen. Dies gilt nicht nur für den Regenwald sondern auch für den deutschen Wald.

    Das wirft die Frage auf: Wie können wir mit Wald umgehen, damit aus ihm ein anpassungsfähiger Zukunftswald wird?
    Wie kann ein widerstandfähiger, sog. klimaresilienter Wald aussehen, der ein Höchstmaß an CO 2 speichert, weiterhin unsere Luft reinhält, den Wasserkreislauf regelt, unsere Umgebung abkühlt, das Wasser im Boden speichert, uns Menschen als Erholungsraum dient und den Rohstoff Holz liefern soll?

    Der Lübecker Stadtwald gilt als Vorreiter der naturnahen Waldbewirtschaftung.
    Dieses  seit gut 30 Jahren dokumentierte Modell, kann hervorragend als Referenz für einen Mehrzweckwald genutzt werden.

    Herr Dr. Fähser sieht sich als Vermittler dieses Modells und auch Vermittler der sich scheinbar zu widersprechenden Anforderungen an den Wald. 

    Zur Person:
    Dr. Lutz Fähser, Dipl. Forstwirt, Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre , leitender Forstdirektor i.R., Leiter von Forstämtern im Staats-, Kommunal- und Privatbesitz, Mitarbeit in zahlreichen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, langjähriger Lehrbeauftragter an der Universität Kiel, (ehrenamtliche Funktion im BUND auf Bundes-, Landes- und Kreisebene).

    Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Fähser uns im Kreis Heinsberg besucht, und am 20.10. einen öffentlichen Vortrag im Forum Wegberg hält und am 21.10. gibt es einen Spaziergang im Buchholzer Wald,  zu dem alle interessierten Bürger eingeladen sind.

    Erst einmal etwas Grundsätzliches zum Thema Wald; Warum ist der Wald wichtig?
    Wälder sind wertvoll. Sie versorgen uns mit lebenswichtigen Dingen wie z.b.  frischer Luft und Wasser, Kühlung und verhindern Bodenabnutzung bis hin zu Erdrutschen. (Erosionsschutz).
    Weiterhin sind  Wälder  Heimat  einer Vielzahl  von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Sie liefern Holz und bieten uns einen wunderbaren Raum, in dem wir uns erholen können. 
    Im Klimawandel soll der Wald auch eine wichtiger Co 2 Senker sein und in heißen Sommern ist er in der Lage, seine Umgebung herunterzukühlen .

    Diese kostenlosen Gaben des Waldes werden auch als Ökosystemleistungen bezeichnet.
    An unseren Wald werden also einerseits viele Anfordernisse gestellt, andererseits ist er durch mehrere Faktoren wie z.B. den Klimawandel und Übernutzung selbst sehr  in Mitleidenschaft gezogen, wie es auch der Waldzustandbericht der Bundesumweltamtes von 2022 zeigt.

    Daher  stellt sich die Frage:
    Welche Art von Wald wird diesen unterschiedlichen Anforderungen am besten gerecht und wie passt hier die Idee einer naturnahen Bewirtschaftung hinein?
    Es ist klar geworden, dass naturferne Forste wie z.b. Fichten- oder andere Monokulturen dem Klimawandel nicht gewachsen sind, denn sie sind während der letzten heißen Sommer abgestorben.

    In der Forstwirtschaft spricht man nun häufig von der Notwendigkeit des Umbaus des Waldes in naturnahe Laub-, Misch- Wälder oder man spricht von nachhaltiger  Forstwirtschaft. Allerdings gibt es auch Unterschiede in der Auslegung des Begriffs „Naturnähe“.
    (Für manche Fachleute reicht es schon, wenn viele unterschiedliche Bäume angepflanzt werden, für die anderen ist der ganze Wald incl. des Bodens ein komplexes Ökosystem, bei dem der Mensch letztendlich nicht weiß, wie sich seine Eingriffe auswirken.)

    Herr Dr. Fähser und inzwischen viele andere Kollegen vertreten die naturnahe Waldbewirtschaftung, wie sie 1994 im Lübecker Stadtwald eingeführt wurde. Seitdem ist das sog. „Lübecker Modell“ eines  der intensivst forstwirtschaflich untersuchten Konzepte, welches zunehmend auch an anderen Orten in Deutschland eingeführt wird.

    Im Juni 23 erließ die EU Wald-Richtlinien namens „closer to nature forest management“. In diesen wird das Konzept aus Lübeck als als „best practice“, also als ein besonders gutes  Beispiel aus der Praxis erwähnt. (S. 65 ff)
    In diesem eher ökosystemorientieren Umgang mit Wirtschaftswäldern bedeutet es z.B., dass man nicht einfach bestimmte von uns Menschen auserkorene „Zukunftsbäume“ irgendwo hin pflanzt, sondern man beobachtet die Natur, in der viele miteinander verbundenen Faktoren eine Rolle spielen, die uns nicht immer bekannt sind.
    Zugrunde liegt die Beobachtung, dass höchste Produktivität in Wäldern die eher natürlichen „Waldgesellschaften“ haben. Das bedeutet, dass die höchste ökonomische Ertragsfähigkeit in naturnahen Wirtschaftswäldern zu erzielen ist. Ganz nach dem Grundsatz: Ökologie sichert Ökonomie.
    Denn tatsächlich schneidet das Konzept betriebswirtschaftlich besser ab als die meisten derzeit praktizierten Vorgehensweisen. Diese Erkenntis stellt einiges des „gesicherten“ forstwirtschaftlichen Wissens in Frage und scheint sie gar zu widerlegen.

    Die Erfahrungen im Lübecker Stadtwald haben auch viele Förster zu der Auffassung ermutigt, dass naturnahe, wenig gestörte Wirtschaftswälder ein hohes Maß zur Anpassung an Veränderungen und als Senke für das Klimagas CO 2 entwickeln.

    In seinem Vortrag am 20.10. um 18. 00 Uhr im Forum Wegberg, (Stadthalle, Burgstraße), und beim Spaziergang am 21.10. um 10.00 Uhr im Buchholzer Wald ( Parkplatz Wickrathberg) zeigt Dr. Lutz Fähser leitender Forstdirektor i.R. zeigt wie es gehen kann.

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