Im Rahmen der Ausstellung „Den
Blick gegen das Vergessen gerichtet“ wurde eine außergewöhnliche Leistung von
16 Schülerinnen und Schülern des Hugo-Junkers-Gymnasiums gewürdigt. Die
Teilnehmer verschiedener Jahrgänge des Zusatzkurses Geschichte erstellten unter
der Leitung ihres Geschichtslehrers Dominik Zuk im Rahmen des
Zeitzeugenprojekts „Erinnerung für die Zukunft bewahren“ einmalige Zeitzeugenberichte
über die Kriegs- und Nachkriegszeit in Mönchengladbach.
Auf die Gespräche
mit den Zeitzeugen bereiteten sich die Schüler im Unterricht vor. Sie lasen Texte
über die sogenannte ‚Machtergreifung‘ der Nationalsozialisten im Jahre 1933,
das Schulleben und die Propaganda in der NS-Zeit sowie die Nachkriegszeit.
Darüber hinaus formulierten sie Fragen und setzten sich mit Interview-Techniken
auseinander. Die Gespräche zeichneten sie auf und dokumentierten die
Zeitzeugeninterviews mit Photographien, um die Berichte über die Erfahrungen
von Krieg und Nachkriegszeit anschließend für jüngere Mitglieder der
Schulgemeinde des Hugo-Junkers-Gymnasiums aufzubereiten.
Im Rahmen der
Eröffnungsveranstaltung würdigte Dr. Dario Vidojkovic vom Landesvorstand des Volksbundes der
Deutschen Kriegsgräberfürsorge das Engagement der jungen Historiker im Rahmen
der erinnerungskulturellen Aktivitäten des Hugo-Junkers-Gymnasiums. „Das
Erhalten der Erinnerungen an eine schreckliche Zeit ermöglicht es, aus den
Fehlern zu lernen.
Die drei Q2-Schüler Lana Daouds, Sarah Dakhels und
Mathusan Sivaganesans wurden für die beste Leistung im Rahmen der
Zeitzeugeninterviews, die in Kooperation mit der Katholischen Jugendarbeit
Mönchengladbach entstanden, geehrt.
Die Ausstellung soll am
Hugo-Junkers-Gymnasium als Impuls für eine tiefgehende Auseinandersetzung mit
der Frage des Erinnerns und Gedenkens an die Zeit des Zweiten Weltkrieges
dienen.
Das traditionsreiche Gymnasium
hat im Jahr 2015 eine Bildungspartnerschaft mit dem Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V. und dem Stadtarchiv Mönchengladbach im Rahmen der ‚Initiative
Bildungspartner NRW – Gedenkstätte und Schule‘ abgeschlossen. Seitdem gab es
viele gemeinsame erinnerungskulturelle Projekte und Aktivitäten, unter anderem
den jährlich stattfindenden Red Hand Day.
Auch im Jahr 2019 wird die
Bildungspartnerschaft durch verschiedene Initiativen mit Leben gefüllt. Neben
dem Zeitzeugenprojekt, das mit dem laufenden Schuljahr endet, ist schon ein
Projektkurs „Erinnerungsorte in Mönchengladbach“ geplant, der in Kooperation
mit dem Stadtarchiv und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert
und durchgeführt wird.
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