Autor: Harald Wendler

  • Rat stimmt Kooperationsvereinbarung für den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung im JHQ zu

    Rat stimmt Kooperationsvereinbarung für den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung im JHQ zu

    Die Landeseinrichtung wird auf 2.000 Plätze aufgestockt: zusätzlich Notunterkunft für 500 Plätze geplant.

    Der Rat der Stadt stimmte vorgestern Abend mit breiter Mehrheit einer Erweiterung der vom Land auf dem ehemaligen JHQ-Gelände zu betreibenden Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (EAE) zu.

    Das Land beabsichtigt zunächst, die Zahl der Plätze in dieser Einrichtung, die voraussichtlich im Juni nächsten Jahres in Betrieb geht, von 1.200 auf 2.000 aufzustocken, wobei die entstehenden EAE-Plätze auf die Zahl der von der Stadt aufzunehmenden Asylbewerber mit dem Faktor 1,3 angerechnet werden.
    Bei 2.000 tatsächlichen Aufnahmeplätzen werden auf die Quote insgesamt 2.600 Plätze angerechnet.
    Zusätzlich zur Erstaufnahmeeinrichtung plant das Land, auf dem vom Bund angemieteten Gelände die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme einer Notunterkunft für bis zu 500 Menschen zu schaffen und diese zu betreiben.
    Auch diese Zahl soll positiv auf die Gesamtzahl der aufzunehmenden Asylbewerber angerechnet werden.

    Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Land, die vom Rat ebenso beschlossen wurde, soll in einem nächsten Schritt abgeschlossen werden.
    Gegen eine Kostenerstattung von hundert Prozent übernimmt die Stadt die Registrierung der Flüchtlinge, übernimmt die Gesundheitsuntersuchung und versorgt unbegleitete Flüchtlinge.
    Die Personalkosten für die Bereitstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Umsetzung dieser Aufgaben einzusetzen sind, werden vom Land erstattet. Die Stadt geht aktuell von etwa 40 zusätzlichen Stellen aus.
    (pmg)

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  • Made in Mönchengladbach

    Made in Mönchengladbach

    Ob in Bekleidungstextilien oder in Airbags – überall werden Fasern verarbeitet. Damit die Hersteller von Fasern und Fäden ihre Produkte prüfen können, baut die Textechno GmbH & Co. KG Mess-und Prüfgeräte für die Qualitätskontrolle solcher Unternehmen.
    Unser Bundestagsabgeordneter Dr. Günter Krings besuchte das Mönchengladbacher Familienunternehmen und zeigte sich beein-druckt von der Breite der Produktpalette. „Bemerkenswert finde ich, dass hier so gut wie alle Produkte `made in MG` sind“, sagte Günter Krings.

    „ Abgesehen von den Antriebsmotoren, wird von den mechanischen Komponenten über die Software bis hin zur Elektronik alles im Hause entwickelt und gefertigt“, berichtet der Mehrheitsgesellschafter Dr. Wolfgang Stein.
    Das Unternehmen, einschließlich der österreichischen Tochterfirma mit insgesamt ca. 75 Mitarbeitern, gehört auf diesem Gebiet international zu den Marktführern und vertreibt seine Geräte weltweit.

    „Auch wenn die Konkurrenz aus China groß geworden ist, halten wir unsere Stellung am Markt und überzeugen durch unsere hohen Qualitätsstandards“, ergänzt Geschäftsführer Dr. Ulrich Mörschel. „Es freut mich sehr, dass sich hier ein Mönchengladbacher Unternehmen dank hervorragendem Know-how und Spezialisierung glänzend auf einem weltweiten Markt behauptet“, erklärt Krings abschließend.

    Im Anschluss an die Firmenbesichtigung nahm sich Krings noch die Zeit, zu einem Gespräch über aktuelle politische Fragen.

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  • Die KG Wanloer Ströpp proklamiert das „Jungschützen-Dreigestirn“

    Die KG Wanloer Ströpp proklamiert das „Jungschützen-Dreigestirn“

    Flyer Proklamation final (2)_Seite_1Wanlo feiert am 7. November die Proklamation des ersten Kinderdreigestirns in der langen karnevalistischen Geschichte der Stadt.

    Damit wird Wanlo seinem langen Ruf als „Klein-Köln an der Niers“ wieder vollkommen gerecht.
    In der Session 2015/16 werden Prinz Kilian (11), Bäuerin Hanna (10) und Jungfrau Karolin (9) den Wanloer Karneval und das örtliche Brauchtum repräsentieren. Sie werden bei der Proklamation im Rittergut Wildenrath feierlich in ihre Ämter erhoben und mit den traditionellen Insignien eines Dreigestirns ausgestattet.
    Die drei sind Mitglieder der Jungschützengruppe der Bruderschaft, die das Dreigestirn auch während der ganzen Session als Gefolge begleitet.
    Ab 15.11 Uhr arbeiten bei der Proklamation am 7. November alle Brauchtumsvereine des Ortes Hand in Hand.
    So bietet die Karnevalsgesellschaft „Wanloer Ströpp“, die in der Session 2016/2017 ihr 111-jähriges Bestehen feiert, mit dem Musik Duo „Stippvisite“, launigen Büttenreden sowie spektakulären Auftritten der Garden aus Wanlo, Odenkirchen und des Reitercorps Gerichhausen ein unterhaltsames Programm auf.

    Auch das Prinzen- und Kinderprinzenpaar der Stadt Mönchengladbach statten der Proklamation einen feierlichen Besuch ab. Die Bruderschaft Wanlo und der Förderverein zur Brauchtumspflege und brauchtumsorientierten Jugendarbeit sorgen mit ihren Mitgliedern gleichzeitig für eine reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.
    Der Eintritt bei der Proklamation ist zwar frei, aber alle Einnahmen und Spenden, die zusammenkommen, fließen direkt in die Jugendarbeit der drei Vereine.

    Flyer Proklamation final (2)_Seite_2„Mit dem Jungschützen-Dreigestirn treffen das Sommer- und das Winterbrauchtum perfekt zusammen. Wir bieten den Kindern ein tolles Programm für die ganze Session und geben ihnen die Möglichkeit, eine schöne Karnevalszeit zu erleben.“, erklärt Stefan Stepprath, Vorsitzender des Fördervereins und Jugendwart der Bruderschaft.
    Michael Peters, Vorsitzender der KG Wanloer Ströpp, ergänzt: „Jungschützen-Dreigestirn ist natürlich ein Name, den es eigentlich nicht gibt, aber er symbolisiert Wanlo sehr gut, wo es eben nicht nur Winter- oder Sommerbrauchtum gibt, sondern wo Brauchtum im ganzen Jahr gelebt wird.“
    So ist die Zusammenarbeit aller Brauchtumsvereine ein Beispiel für gelebte Gemeinschaft in Wanlo, die durch dieses Jungschützen-Dreigestirn erfahrbar wird.

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  • Mercedessterne abgerissen – Geschädigte gesucht

    Mercedessterne abgerissen – Geschädigte gesucht

    Am vergangenen Halloweenabend, 31.10.2015, rissen drei Jugendliche gegen 22:00 Uhr im Verlauf der Vorster Straße an drei parkenden Fahrzeugen die Mercedessterne ab.

    Die Jugendlichen selbst können nicht mehr genau bestimmen, wo die Fahrzeuge standen. Auch wurden wegen der begangenen Sachbeschädigungen bisher keine Strafanzeigen erstattet.

    Die von diesen Sachbeschädigungen Betroffenen werden daher gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter Telefon 02161-290 in Verbindung zu setzen.

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  • Citynahes Wohnen in Giesenkirchen: Gebiet zwischen der Waater Straße und der Stichstraße Mülforter Straße soll entwickelt werden

    CDU und SPD stellen Antrag zur Stärkung der Giesenkirchener Stadtentwicklung.

    Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Bezirksfraktionen Ost von CDU und SPD die städtebauliche Entwicklung Giesenkirchens weiter vorantreiben. „In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Ost werden wir den Planungs- und Bauausschuss bitten, für das Gebiet zwischen der Waater Straße und der Stichstraße Mülforter Straße einen Bebauungsplan aufzustellen und zugleich Entwicklungs- und Realisierungsoptionen für ein neues Wohngebiet aufzuzeigen“, erläutert Frank Boss, CDU-Vorsitzender und Ratsherr in Giesenkirchen. „In den vergangenen Jahren sind aufgrund der großen Nachfrage die in Giesenkirchen ausgewiesenen Neubaugebiete nahezu vollständig bebaut worden. Mit dem gemeinsamen Antrag wollen wir jetzt zeitnah die nächsten Schritte einleiten und Giesenkirchen als beliebten Wohnstandort weiter stärken.“
    Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Ost, Volker Küppers, betont: „Bereits das im Dialog Giesenkirchen 2011/2012 erarbeitete Stadtentwicklungskonzept sah dieses Plangebiet unter dem Titel ,Citynahes Wohnen Giesenkirchen’ als zentrale Zukunfts-aufgabe für die Entwicklung Giesenkirchens an und empfahl, es als Wohnstandort auszuweisen.“
    Ralf Kremer, CDU-Ratsherr für Giesenkirchen Süd, unterstreicht: „Zum einen sind altengerechte Wohnungen und Wohnformen mit Betreuungs- und Serviceleistung in der Nähe zum Giesenkirchener Zentrum nach wie vor enorm gefragt. Zum anderen besteht ein gro-ßer Bedarf an familiengerechten und attraktiven Möglichkeiten zur Eigentumsbildung. Für diese Wünsche der Bürgerinnen und Bürger wollen wir ein überzeugendes und zugkräftiges Angebot schaffen.“

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  • Forschungsinstitut AUGE kümmert sich jetzt stärker um das Thema Ethik in Unternehmen

    Forschungsinstitut AUGE kümmert sich jetzt stärker um das Thema Ethik in Unternehmen

    Prof. Dr. Monika Eigenstetter ist neue Leiterin des Instituts für Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Gesundheitsförderung und Effizienz (A.U.G.E.) der Hochschule Niederrhein. Die Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen löst den bisherigen Institutsleiter Prof. Dr. Lutz Packebusch ab, der das Institut im Jaher 2004 gegründet und es seitdem geleitet hat.
    Eigenstetter, die von den Professoren Dr. Thomas Langhoff und Dr. Jürgen Schram unterstützt wird, legt einen neuen Schwerpunkt: das Stichwort „Ethik“ im Namen des Instituts ersetzt das bisherige „Effizienz“. Da das Augenmerk der Unternehmen in den letzten Jahren zu sehr auf das Thema Effizienz gelegt worden sei, zeige sich heute ein Effekt, der Handlungsbedarf erfordere. Die psychologischen Belastungen und Beanspruchungen nähmen stark zu, so Eigenstetter. „Das Thema Industrie 4.0 bewegt mich“, sagt sie. Die neue Welle der Digitalisierung soll daher genau beobachtet werden.
    Das Institut sieht seine Aufgabe künftig darin, als wissenschaftlicher Partner in Forschungsprojekten für die Unternehmen der Region zu dienen, sowie Praxisprojekte von Studierenden zu unterstützen. Außerdem wird die Arbeitssystemgestaltung, die die Gesundheit von Mitarbeitern schützt und dabei effizient in der Aufgabenerfüllung ist, weiterhin wichtigster Orientierungspunkt bleiben. „Arbeit, die Teilhabe ermöglicht und Sinn stiftet anstelle von Arbeit, die krank macht oder kränkt“, lautet der Leitsatz. Monika Eigenstetter: „Wir wollen nicht die großen Linien verändern, sondern es werden neue Projekte hinzukommen“.
    Prof. Dr. Lutz Packebusch hatte das A.U.G.E.-Institut 2004 gegründet. Der Professor für Human Factors Engineering und Arbeits- und Ingenieurpsychologie lehrt seit 1992 an der Hochschule Niederrhein. Mit seinem stetig wachsenden, interdisziplinären Forschungsteam entwickelte er bereits in den Anfängen Konzepte für Unternehmen, die heute noch Relevanz haben und regelmäßig evaluiert werden. Für die neue Institutsleitung wünscht sich Packebusch auch weiterhin eine Auseinandersetzung mit „Themen, die zukunftsträchtig sind“.

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  • Stadt kritisiert NRW-Entwurf der 3. Leitentscheidung zu Garzweiler II  Stadt: Bedarf an Braunkohlenstrom muss nachgewiesen werden

    Stadt kritisiert NRW-Entwurf der 3. Leitentscheidung zu Garzweiler II
    Stadt: Bedarf an Braunkohlenstrom muss nachgewiesen werden

    Der Rat hat der Stellungnahme der Stadt gegenüber der Landesregierung zum Entwurf der 3. Leitentscheidung zur Zukunft des Braunkohlereviers Garzweiler II einstimmig zugestimmt.
    Darin begrüßt die Stadt die Entscheidung des Landes, den Tagebau Garzweiler II zu verkleinern.
    Mit der Leitentscheidung wird festgelegt, dass keine weitere Umsiedlung stattfinden wird. Sie sieht aber auch vor, dass nach derzeitiger Regel keine erneute Überprüfung des Bedarfs an Braunkohlenabbau mehr erfolgen soll.
    Gleichzeitig legt die Landesregierung fest, dass die Tagebauaktivität unverändert bis 2045 erfolgen darf. Das heißt: Die Auswirkungen bleiben für die Stadt zeitlich unvermindert bestehen.

    Dies ist für die Stadt nicht akzeptabel.
    Sie fordert im Sinne einer Schadensbegrenzung und des Nachweises der energiepolitischen Notwendigkeit, eine mindestens einmal jährliche und kontinuierliche Überprüfung der energiepolitischen Grundannahme durch ein energiepolitisches Monitoring. Sobald diese nicht mehr nachgewiesen werden kann und der Bedarf an Braunkohle ein in der Leitentscheidung festgelegtes Jahresfördervolumen unterschreitet, solle – so die Stadt in der Stellungnahme – der Tagebau früher beendet werden. In der Leitentscheidung fehlen demnach Aussagen zum jährlichen energiepolitischen Monitoring, das den Bedarf an Braunkohlenstrom nachweist.

    Auch zur Frage, wie den betroffenen Kommunen Schadensersatz zum Beispiel für ausfallende wirtschaftliche Entwicklungen oder die Verkehrsbelastungen durch die Umgehung des Tagebaus geleistet wird, findet sich im Entwurf keine Aussage. Hier reicht auch nicht der 4. Entscheidungssatz der Leitentscheidungen: „Entwicklungsperspektiven für das Rheinische Revier sind ausgehend von der örtlichen und regionalen Ebene gemeinsam zu erarbeiten. Das Land wird den Strukturwandel im Rheinischen Revier weiter begleiten“.

    Auch zu den Ewigkeitskosten, die sich für die Kommunen ergeben werden, findet sich im Entwurf nichts, obwohl sie absehbar sind: etwa durch das Zusammenspiel von Bergsenkungen und zukünftige bauwerksschädliche Grundwasseranstiege, chemische Veränderungen des Grundwassers durch mineralisiertes Kippenwasser, Restseebefüllungs- und -unterhaltungskosten oder Kosten für die Versickerung bis zur endgültigen Einstellung des Grundwasserspiegels. Hier fordert die Stadt sichere und auskömmliche Rückstellungen, die durch ein finanzpolitisches Monitoring überwacht werden sollen.

    Kritik äußert die Stadt auch in dem Punkt, der die Entfernung von Wanlo zur Abbaukante betrifft. Die Landesregierung hält in der Leitendscheidung eine Distanz von 100 Metern für ausreichend. Die Stadt fordert dagegen eine Entfernung von 500 Metern, zumal beispielsweise die Abbaulinie von Holzweiler in einer Entfernung von 400 Metern erfolgen soll.

    Die Kritikpunkte und weitere Anmerkungen zum Entwurf der Leitentscheidung soll über die Veröffentlichung der städtischen Stellungnahme den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt im Internet so zugänglich gemacht werden, dass sie sich dieser anschließen können. Die Stadt wird der Landesregierung die städtische Stellungnahme gemeinsam mit dem Votum der Bürger fristgerecht zum 8. Dezember 2015 übermitteln.
    (pmg)

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  • Willkommenskultur statt Krise – Die Alte Schule Dohr

    Willkommenskultur statt Krise – Die Alte Schule Dohr

    „Alte Schule Dohr“ – Was ist denn das? Eine philosophische Lehre? Eine besonders gute Form des Umgangs?
    Gar nicht mal so falsch.
    Die Alte Schule Dohr ist eine ehemalige Volksschule im Mönchengladbacher Stadt-Teilchen Dohr.
    Die Honschaft liegt zwischen Mülfort, Niers, Zoppenbroich und Giesenkirchen und ist auch den meisten Gladbachern nicht geläufig; doch vor allem ist sie eins: friedlich.
    Spektakuläres sucht man hier vergebens. Kein großer Fußballverein von Weltruhm hat hier sein Stadion, kein Industriebetrieb seine Werkshallen, keine europaweit tätige Bank ihre Büros. Hier leben einfach ca. 1.600 Leute zusammen und wollen ihr Leben gut gestalten.

    Reges Vereinsleben vernetzt die Dohrer Bürger. Sie haben den Wandel vom autarken Dorf zum Teil eines Stadtbezirks von Mönchengladbach angenommen und aktiv mitbestimmt: Der Kindergarten wird inzwischen von einem gemeinnützigen Verein betrieben, die alte Schule wurde 1979 zur Förderschule, und nun wird sie zum Flüchtlingsheim umgebaut. Etwa 80 Menschen sollen hier ab November eine Bleibe finden.

    Während allerorten von „Flüchtlingskrise“ die Rede ist, leben die Dohrer die Willkommenskultur und schaffen Chancen. Momentan wird in der alten Schule noch gebaut, doch schon im September hat sich das „Forum Flüchtlingshilfe Dohr“ gegründet, in dem all jene sich zusammenfinden, die Beiträge zur Aufnahme und Integration leisten wollen.
    Am 22.10.2015 traf sich das Forum zum dritten Mal, um nun, kurz bevor die Unterkunft bezogen wird, konkrete Aktivitäten anzustoßen und abzustimmen.

    Im Focus stehen dabei zunächst die Themen Begrüßung, Begleitung, Bewegung, Deutschunterricht.
    Begrüßung: Es ist geplant, die Flüchtlinge in paar Tage nach ihrer Ankunft mit Tee und Plätzchen zu begrüßen und so ein schlichtes Signal der Herzlichkeit auszusenden. Einige Wochen danach wird ein größeres Willkommensfest zu veranstaltet – wenn man weiß, für welche Nationalitäten, Kulturen und sozialen Konstellationen das Fest sein wird.
    Begleitung in und durch den deutschen Alltag wird eine weitere Arbeitsgruppe unterstützen. Das startet mit dem Zurechtfinden im Stadtteil, der Benutzung der Infrastruktur, Einkauf und Arztbesuch, bis hin zu Behördengängen. Ein Patenschaftsmodell ist angedacht, bei dem eine enge und langfristige Begleitung für Einzelne von Einzelnen ein sehr persönliche Form der Integration lebt.

    Deutschkurse werden über die Philippus-Akademie, das evangelische Erwachsenen-Bildungswerk Nordrhein, organisiert, die zunächst im November ein Training für die Ehrenamtler abhält, um sie auf ihre Aufgaben vorzubereiten.
    Die in Dohr bestehenden und zusätzliche Sportangebote, bei denen Flüchtlinge mitmachen können, koordiniert eine vierte Gruppe. Dabei bieten sich vor allem kostenlose Aktivitäten im Außengelände an, zumal die Sporthalle neben der Schule voraussichtlich noch etwas länger als Puffer- und Notaufnahmefläche belegt sein wird.
    Auf längere Sicht hat das „Forum Flüchtlingshilfe Dohr“ dann vor, kreative, völkerverständigende und integrierende Aktivitäten auf die Beine zu stellen, wie Nähen, Basteln, Singen, Kochen. Solche Aktivitäten werden dann auch außerhalb der Alten Schule stattfinden, in Räumlichkeiten der karitativen Organisationen in der näheren Umgebung.
    Das „Forum Flüchtlingshilfe Dohr“ ist eine Initiative der evangelischen Gemeinde mit den Dohrer Bürgern und Unterstützung der Stadt MG. Hier engagieren sich Mitglieder von Feuerwehr und Bürgerverein, Sportler, Kirchenleute, Studenten und Nachbarn konstruktiv. Die Runde am 22.10. diskutierte offen die Chancen und möglichen Schwierigkeiten, und kam immer zu dem zurück, wozu man sich getroffen hatte: Was können WIR tun?

    Die „Alte Schule Dohr“ – Ja, das wird eine besonders gute Form des Umgangs mit Menschen, die Schutz bei uns suchen.

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  • Steuererhöhung ab 2016: 23 Prozent höhere Grundsteuer B ???

    Steuererhöhung ab 2016: 23 Prozent höhere Grundsteuer B ???

    Die Spatzen pfiffen es seit geraumer Zeit von den Dächern in Mönchengladbach, nun ist es ein Stück realistischer geworden.

    Kämmerer Bernd Kuckels wird in seiner heutigen Haushaltsrede dem Rat empfehlen, die Grundsteuer B von 520 auf 640 Punkte zu erhöhen, das entspricht einer Steigerung von mehr als 23 Prozent.

    Kuckels:” Ja, wir nehmen einen kräftigen Schluck aus der Pulle, das hilft der Haushaltssanierung und der Stadt”.

    Eine Erhöhung der Gewerbesteuer steht nicht zur Debatte.

    Die Entscheidung trifft der Rat der Stadt.

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  • Kolumbarium St. Kamillus feierlich seiner Bestimmung übergeben

    Kolumbarium St. Kamillus feierlich seiner Bestimmung übergeben

    15-11-01-kamillianer-grabeskirche-4239 Ulrich Bücker, Geschäftsführer der St. Kamillus Kolumbarium GmbH, trug für alle Teilnehmer der Feierstunde an Allerheiligen interessant und verständlich vor, wie es zu diesem Kolumbarium kam.
    Er erzählte vom Erbauer Dominikus Böhm, berichtete von den verschiedenen Phasen des Umbauprojektes und auch von den unterschiedlichsten Unwägbarkeiten bis zur Fertigstellung.
    Sogar ein Tunnel unter der Eingangshalle mußte gebaut werden. Nur so war ein behindertengerechter Zugang und ein Aufzug bis zur obersten Plattform auch für Behinderte zu realisieren. Selbstverständlich gibt es auch eine behindertengerechte Toilette und eine etwa 40m lange Rampe für Rollstuhlfahrer oder Rollatorbenutzer bis zum Zugang des Aufzugs.

    15-11-01-kamillianer-grabeskirche-4264RP-Chef Ralf Jüngermann moderierte eine interessante Info-Runde mit der Kunsthistorikerin Elke Backes, der Architektin Katja Mehring, dem Prior Pater Ferdinand Pützhofen, dem Denkmalschützer Dr. Karl-Heinz Schumacher und Ulrich Bücker. Jeder dieser Fachleute erläuterte aus ihrer speziellen Sicht den Werdegang vom Bau der Kirche St. Kamillus, über die Aufgabe der Kirche durch Pater Pützhofen, die Bedingungen des Denkmalschutzes, die architektonische Herausforderung bis zur Realisierung.
    Die Zuhörer im vollbesetzten Kolumbarium wurde in den Zwischenzeiten musikalisch hervorragend unterhalten von Organist Udo Witt und Flötistin Petra Schramm.

    15-11-01-kamillianer-grabeskirche-4243Bürgermeister Michael Schroeren überbrachte als Vertreter der Stadt Mönchengladbach seine Glückwünsche zum gelungenen Projekt und würdigte gleichzeitig die Nutzung des Gebäudes als Stätte der Beherbergung von Urnengrabstätten.

     

     

    Mehr Infos unter: www.st-kamillus-kolumbarium.de

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  • SPD verwundert über Krings und Post: Gesundheitskarte für Flüchtlinge eignet sich nicht für Verzögerungstaktik

    SPD verwundert über Krings und Post: Gesundheitskarte für Flüchtlinge eignet sich nicht für Verzögerungstaktik

     

    Der Sozialausschuss der Stadt hat am vergangenen Dienstag einstimmig einen Antrag von CDU und SPD beschlossen, den Beitritt der Stadt Mönchengladbach zur Rahmenvereinbarung des Landes mit den Krankenkassen vorzubereiten.

    Damit haben die Mönchengladbacher Kommunalpolitiker ein deutliches parteiübergreifendes Statement für die Einführung der Gesundheitskarte abgegeben. Sozialdezernentin Dörte Schall hatte im Vorhinein die Vorteile und die zu erwartenden Kosten der Gesundheitskarte transparent dargestellt.
    Während Flüchtlinge bisher für jede Behandlung einen Behandlungsschein von der Stadtverwaltung benötigen, können sie mit der neuen Gesundheitskarte eigenständig zum Arzt. Die Krankenkassen erheben für die Karte eine Verwaltungsgebühr. Die Behandlungskosten werden voraussichtlich ebenfalls sinken, da mit der Karte eine standardisierte Abrechnung wie in der gesetzlichen Krankenkasse erfolgt.

    “Die Gesundheitskarte für Flüchtlinge ist ein Beitrag zur Selbständigkeit und zur Integration von Flüchtlingen. Nachdem der Wunsch aus vielen Kommunen und Organisation laut wurde, Gesundheitskarten für Flüchtlinge einzuführen, hat die Landesregierung reagiert und eine Rahmenvereinbarung mit den Krankenkassen verhandelt, der die Kommunen beitreten können”, erklärt der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges.

    “Kurz nach Abschluss der Vereinbarung meldete sich Dr. Krings via Facebook mit dem Kommentar, die Gesundheitskarte sei nur ein weiterer – so wörtlich – Wanderungs-Anreiz für Menschen, nach Deutschland zu kommen. Diese Einstellung hat mit der Realität nichts zu tun. Wenn Herr Dr. Krings jetzt meint, die finanziellen Auswirkungen der Gesundheitskarte lange diskutieren zu wollen, dann ist das der scheinheilige Versuch, die Gesundheitskarte auf der langen Strecke scheitern zu lassen. Wenn er nicht will, dass die Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge unkomplizierter wird und die Menschen mehr Selbständigkeit erlangen, soll er das sagen und sich nicht hinter Zahlendiskussionen verstecken!”, so Körfges.

    “Viele Kommunen Land auf Land ab haben schon vor der Vereinbarung erklärt, dass sie die Gesundheitskarte einführen wollen. Selbst momentan CDU regierte Städte wie Münster und Bonn haben bereits den Beitritt erklärt und führen die Karte jetzt ein. Dr. Krings und in seinem Windschatten Norbert Post stehen auf Landesebene ziemlich alleine da mit ihrer Haltung. Auch das Ergebnis des Asylgipfels bei der Kanzlerin im September sieht die Einführung von Gesundheitskarten in den Ländern vor”, stelle die Bundestagsabgeordnete und Mönchengladbacher SPD-Unterbezirksvorsitzende Gülistan Yüksel fest.

    “Der Sozialausschuss hat das Projekt auf die Schiene gesetzt. Die nächste Beratung steht im Finanzausschuss in zwei Wochen an. Dort werden wir auch hören, wie viel zusätzliche Mittel Mönchengladbach von Land und Bund für die Flüchtlingsarbeit erhält. Das Land NRW hat bereits zugesagt, pro Flüchtling 10.000 Euro Pauschale in 2016 an die Kommunen weiterzuleiten. Die prognostizierten Mehrkosten von 185.000 Euro durch die Einführung der Gesundheitskarte lassen sich unserer Einschätzung nach durch die zusätzlichen Gelder sowie die vorhersehbaren Einsparungen im Verfahren wieder reinholen”, ergänzt der Fraktionsvorsitzende im Rat Felix Heinrichs.

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  • Allerheiligen 2015

    Allerheiligen 2015

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  • CDU Mönchengladbach: Eine Gewerbesteuererhöhung ist Murks  Die Erhöhung der Grundsteuer B scheint beschlossen

    CDU Mönchengladbach: Eine Gewerbesteuererhöhung ist Murks
    Die Erhöhung der Grundsteuer B scheint beschlossen

    „Mönchengladbach erlebt gerade einen Aufschwung – diesen sollten wir nicht durch höhere Gewerbesteuern bremsen oder gar abwürgen“, so der Vorsitzende der MIT (Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU ), Dieter Breymann.
    Jurist Breymann ist neben seiner Lobbyistenfunktion im MIT auch Ratsherr und Vorsitzender des Kulturausschusses
    “Der Standort Mönchengladbach läuft Gefahr mit noch höheren Gewerbesteuern unattraktiv im Vergleich zu den Wettbewerbern zu werden“ meint Breymann.
    „Es ist paradox, dass die Unternehmen, die für eine positive Entwicklung in der Stadt gesorgt und für eine wachsende Stadt gesorgt haben, nun dafür durch Steuererhöhungen bestraft werden sollen“, so der Stellvertretende MIT-Vorsitzende Andreas Graf.

    Hintergrund dieser aktuellen Meldungen aus dem Lobbyistenverein der CDU ist der städtische Haushalt, der in der nächsten Woche von Kämmerer Bernd Kuckels (FDP) eingebracht werden wird.

    Allgemeine Abgaben für eine bessere Sauberkeit in der Stadt zu erhöhen, könne die CDU/ MIT hingehen mittragen, wenn dafür die Stadt nachprüfbar sauberer werde und somit die Leistungen für den einzelnen Bürger auch zunähmen, so ist es in der Mitteilung zu lesen.

    Diese Argumentation bringt zum Ausdruck:

    –   Nur das Mönchengladbacher Gewerbe hat Anteil an der positiven Entwicklung der Stadt.

    –   Belastet bitte den Bürger in der Allgemeinheit, nicht aber die Unternehmen.
    Die Unternehmen in Mönchengladbach wollen sich an den Verbesserungen der Leistungen der Kommune ergo
    nicht beteiligen.

    So werden z.B. die zukünftigen Kosten (Infrastruktur) der besseren Internetanbindungen (Glasfaserkabel) für das Gewerbe also vom gemeinen Bürger getragen auch dann, wenn nicht er, sondern die Wirtschaft davon profitiert.

    Das gleiche gilt für eine “Größere Sauberkeit” in der Stadt.
    In den letzten Jahren hat sich die CDU-Unternehmerschaft lautstark dafür eingesetzt, sie als Bedingung für positive Wirtschaftsentwicklung deklariert. Nun will sie sich beim Bezahlen wegducken.
    Die hohen Zusatz-Kosten die durch die Schaffung der AöR (Anstalt öffentlichen Rechts) entstehen werden, bezahlen also die Bürger über die Erhöhung Grundsteuer B.
    In dieser AöR werden alle Dienste, die mit der “Sauberkeit” zu tun haben gebündelt, z.B. die GEM und die Grünunterhaltung.
    Ob der zweite im Bunde der GroKo, die SPD, dieses Konzept mitträgt, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden.
    Die weiteren Haushaltsberatungen versprechen spannend zu bleiben.

    Lesenswert dazu auch:
    buerger-wuenschen-sich-sauberkeit-eine-saubere-information-gehoert-dazu
    Kompetenzzentrum Sauberkeit – GEM – Gebührenzahler – Verwaltungsratsposten

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  • 125 Jahre Volksverein – Gesellschaft gestalten aus christlicher Verantwortung

    125 Jahre Volksverein – Gesellschaft gestalten aus christlicher Verantwortung

    Vor 125 Jahren wurde der Volksverein für das katholische Deutschland gegründet.
    1890 vom Mönchengladbacher Unternehmer Franz Brandts ins Leben gerufen, entwickelte sich der Volksverein mit mehr als 800.000 Mitgliedern am Vorabend des Ersten Weltkriegs zur größten katholischen Laienbewegung in Deutschland.

    Die Bedeutung des Volksvereins für die Entstehung sozialstaatlicher Strukturen war für die Konrad-Adenauer-Stiftung Grund genug, das Jubiläum im Rahmen des Franz-Meyers-Forum zu würdigen. Für die mit mehr als 100 Teilnehmern sehr gut besuchte Veranstaltung unter dem Titel „Gesellschaft gestalten aus christlicher Verantwortung – 125 Jahre Volksverein für das katholische Deutschland“ hatte der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings erneut die Schirmherrschaft übernommen.

    Als Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung konnte Dr. J. Christian Koecke als Referenten den ehemaligen Leiter des Mönchengladbacher Stadtarchivs Dr. Wolfgang Löhr und Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach, im Haus Erholung begrüßen.

    In seinem einführenden Beitrag ging Dr. Günter Krings auf die Wirkungsgeschichte des Volksvereins ein, dessen zentrale Anliegen unverändert zum programmatischen Kern der CDU gehören:
    „Wir können stolz sein auf die soziale Tradition unserer Stadt, welche in der Arbeit des Volksvereins begründet ist. In Mönchengladbach sind Konzepte entstanden, die bis in die Gegenwart dem allgemeinen Verständnis von Sozialstaatlichkeit zuzurechnen sind.“
    Geradezu revolutionär erscheint dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern insbesondere die Zuwendung des Volksvereins zu den Arbeitern: „Die Gründer des Volksvereins waren nicht nur daran interessiert, die Lebenswirklichkeit der Arbeiter zu verbessern. Ihr zentrales Anliegen war es, die Arbeiter durch Bildung zu mündigen Bürgern zu machen. In der streng hierarchischen Klassengesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts war es mehr als fortschrittlich, den Arbeitern als Partner auf Augenhöhe zu begegnen. In dieser Wertschätzung kommt das christliche Menschenbild in vorbildlicher Weise zum Ausdruck.“
    Dieser Überzeugung entspreche, so Krings, die bewusste Entscheidung, den christlichen Glauben durch das Engagement für die Arbeiterschaft zu praktizieren: „Vor 125 Jahren hatte sich der Volksverein das Ziel gesetzt, zeitgemäße Antworten auf die Soziale Frage zu finden. Diese Aufgabe ist jedoch nie abgeschlossen, bringt doch jede Zeit neue Herausforderungen mit sich.“ Die Gründung des ‚neuen‘ Volksvereins im Jahre 1983 als gemeinnützige Gesellschaft gegen Arbeitslosigkeit war eine solche Reaktion, Dr. Günter Krings konnte stellvertretend Edmund Erlemann beim Franz-Meyers-Forum begrüßen: „In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit ist die überragende Bedeutung der Arbeit für ein Leben in Würde besonders deutlich geworden. Das Engagement für Langzeitarbeitslose verdient unseren Respekt und unsere Unterstützung.“

    Dr. Wolfgang Löhr stellte in seinem Vortrag nicht nur die prägenden Persönlichkeiten des Volksvereins für das katholische Deutschland, sondern auch die strukturellen Besonderheiten der Bewegung vor.

    Die Gründer legten größten Wert auf die Unabhängigkeit des Vereins, dessen Errichtung nicht nach Kirchenrecht erfolgte. Insofern war die Entscheidung für eine Vereinsdemokratie Ausdruck von Autonomie. Verbunden mit dem Bekenntnis zum Parlamentarismus war die Auseinandersetzung mit konkurrierenden Weltanschauungen. Aufgrund des engen Bezuges zur Arbeiterklasse stand vor allem die Abgrenzung zur Sozialdemokratie im Fokus: „Für das historische Verständnis ist es wichtig zu wissen, dass die SPD eine pointiert atheistische Position vertrat; August Bebel setzte diese Haltung mit gesellschaftlichem Fortschritt gleich. Dies musste zum Konflikt mit überzeugten Katholiken führen. Dennoch wandte sich der Volksverein gegen die Sozialistengesetze – durchaus mit dem Selbstverständnis, im freien Kampf der Meinungen bestehen zu können.“
    In diesem Spannungsfeld widmete sich der Volksverein der Bildung der Arbeiter und setzte seine in Mönchengladbach beheimateten wissenschaftlichen Kapazitäten für christliche Sozialreformen ein. Diese Konzepte entfalteten, so Dr. Löhr, in der Weimarer Zeit und der frühen Bundesrepublik prägende Wirkung für die Sozialstaatlichkeit in Deutschland. Der langjährige Leiter des Mönchengladbacher Stadtarchivs skizzierte abschließend die Gründe für den schwindenden Rückhalt des Volksvereins in der Endphase der Weimarer Republik: „Das gesellschaftliche Umfeld veränderte sich zusehends, der politische Katholizismus hatte seinen Höhepunkt überschritten. Ein nicht zu unterschätzender Faktor war aber auch, dass der Volksverein einen Großteil seiner sozialpolitischen Zielsetzungen verwirklichen konnte.“

    Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg thematisierte in seinem Referat die christliche Soziallehre und die christliche Demokratie in der Gegenwart.

    Ausgehend von der Lehre des griechischen Philosophen Platon arbeitete der Direktor der Katholischen Wissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach die Eckpfeiler der christlichen Soziallehre heraus.
    Über ausgesuchte Passagen der Bibel, das Staatsverständnis des Augustinus und die Entstehung der Glaubens- und Gewissenfreiheit bis hin zum II. Vatikanischen Konzil spannte Prof. Dr. Schallenberg den Bogen.
    In diesem Prozess verfestigte sich die Überzeugung von der Personalität des Menschen, welche im Grundgesetz als Garantie der Menschenwürde in Artikel 1 an exponierter Stelle Ausdruck gefunden hat.

    Das christliche Menschenbild war dann auch der Anknüpfungspunkt, um den Kern der christlichen Demokratie in den Blick zu nehmen.
    Prof. Dr. Schallenberg verwies in diesem Kontext auf ein Interview, welches die Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel unlängst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegeben hat: „Angela Merkel spricht von fünf Säulen, auf denen unser Staat nach ihrem Verständnis basiert: Das Grundgesetz, die Europäische Union, die NATO, die Soziale Marktwirtschaft und das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels. Eine derart präzise Beschreibung der essentiellen Elemente unseres Staates besitzt in diesen Tagen Seltenheitswert.“

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  • Weitere rechte Gruppierung hatte nichts zu melden – Demo am Kapuzinerplatz verlief ruhig

    Weitere rechte Gruppierung hatte nichts zu melden – Demo am Kapuzinerplatz verlief ruhig

    Sie wollen wiederkommen schreiben sie auf ihrer Facebookseite. Ca. 90 -100 Anhänger einer pegidaähnlichen Gruppe
    riefen gerstern Abend auf dem Kapuzinerplatz in Mönchengladbach “Merkel muß weg” und ernteten ein lautstarkes “Haut ab”.
    Zur Gegen-Demo hatte das Bündnis “Mönchengladbach stellt sich quer” recht kurzfristig aufgerufen, es kamen immerhin rund 350 Teilnehmer.
    15-10-29-moegida-4213Hans Willi Körfges, MdL, SPD, rief der rechten Gruppe zu:”  Wer Rechtsextreme zitiert muss sich den Vorwurf gefallen lassen rechtsextremistisches Gedankengut zu vertreten. Dem setzen wir heute hier ein eindeutiges Zeichen entgegen. Mönchengladbach läßt nicht zu, dass hier die braune Suppe nach oben kocht. Wir lehnen Rassismuss, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung ab und heißen alle Menschen die Schutz und Hilfe suchen in unserer Stadt willkommen”.
    Ob CDU-Mitglieder ebenfalls teilnahmen, kann nicht bestätigt werden. Grüne, Linke, Piraten und unorganisierte Bürger waren in großer Anzahl gekommen, und sie machten keinen Hehl aus ihrer Ablehnung gegenüber den Anhängern der pegidaähnlichen Gruppe.
    Die zahlreiche, gut organisierte Polizei hatte im Wesentlichen keine Probleme mit den Teilnehmern.

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  • Wieder fünf Wohnungseinbrüche: Sichern Sie ihre Häuser und Wohnungen gegen Einbrecher!

    Wieder fünf Wohnungseinbrüche: Sichern Sie ihre Häuser und Wohnungen gegen Einbrecher!

    In ein Haus auf dem Reststrauch wurde gestern zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr eingebrochen. Hier wurde die rückwärtige Terrassentüre aufgehebelt und bei der Durchsuchung gefundener Schmuck gestohlen.

    Unbekannte drangen gestern zwischen 16:20 Uhr und 18:45 Uhr auf der Ueddinger Straße gleich in zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses ein. Sie gingen das Haus vom rückwärtigen Balkon aus an, hebelten mehrmals vergeblich, bis sie ein Fenster öffnen konnten. Die beiden Wohnungen wurden durchsucht, über gemachte Beute ist derzeit nichts bekannt.

    In ein Haus auf der Straße Am Kauert in Wickrath drangen Unbekannte gestern zwischen 15:30 Uhr und 18:15 Uhr ein. Nachdem sie zunächst vergebens an der Haustüre hebelten, gelang es ihnen schließlich, ein Fenster zu öffnen. Anschließend wurde das Haus durchsucht und Schmuck gestohlen.

    Bei einem Einbruchsversuch blieb es gestern zwischen 14:30 Uhr und 15:30 Uhr in einem Mehrfamilienhaus auf der Oststraße. Unbekannte hebelten hier vergebens an einer Wohnungstüre und gelangten letztlich nicht in die Wohnung.

    Bargeld und ein iPad stahlen Unbekannte, die gestern zwischen 10:00 Uhr und 11.00 Uhr in eine Wohnung auf der Reyerhütter Straße einbrachen. Sie stiegen durch ein Fenster ein, durchsuchten die Wohnung und entkamen anschließend unerkannt mit ihrer Beute.

    Sachdienliche Hinweise zu den Einbrüchen, auch über mögliche gemachte verdächtige Beobachtungen, bitte an die Polizei unter Telefon 02161-290.

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  • Aufruf des Mönchengladbacher Bündnisses: “Aufstehen!” Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus:  Demonstration am Freitag, 30. Oktober 2015, 18:30 Uhr am Altenmarkt

    Aufruf des Mönchengladbacher Bündnisses: “Aufstehen!” Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus:
    Demonstration am Freitag, 30. Oktober 2015, 18:30 Uhr am Altenmarkt

    Ferdinand Hoeren gab gestern Nachmittag im Auftrag des Bündnisses nachstehende Pressemitteilung heraus:

    Leider hat uns die Nachricht, dass für Freitag ab 19:00 Uhr ein „Abendspaziergang“ von und zum Kapuzinerplatz beim Polizeipräsidenten angemeldet und genehmigt worden ist, sehr spät erreicht.
    Das Thema des „Abendspazierganges“ lautet: „Merkel muss weg – Für unsere Kinder, unsere Familien und unsere Heimat“.
    Wer dahinter steckt ist klar, wenn man sich die entsprechenden Interneteinträge ansieht. Es sind eindeutig rechtsextreme Kreise und Mönchengladbacher NPD-Sympathisanten; Anlass ist die momentane Flüchtlingssituation.
    Sicherlich wird es viele Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger geben, die aus den verschiedensten Gründen mit der Politik der Bundeskanzlerin nicht einverstanden sind. Aber in unserem Rechtsstaat pöbelt man eine Bundeskanzlerin nicht weg.
    Dafür sind bis 2017 unsere gewählten Bundestagsabgeordneten zuständig und bei der Bundestagswahl 2017 wir, die Bürgerinnen und Bürger durch unsere persönliche Wahlteilnahme.
    Wer jedoch Stimmung macht auf dem Rücken von Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden, handelt gegen die allgemeine Menschenwürde und verbreitet Hass: Das ist abgrundtief verwerflich.
    Wir wollen weder Hass noch einen Pegida-Ableger in unserer Stadt.

    Zur Information haben wir den Aufruf von Mönchengladbach stellt sich quer „Eure Gründe sind Abgründe“ beigefügt.
    Die „Abendspaziergänger“ haben 25 – 100 Teilnehmer angemeldet.
    Sagt Ihnen unsere Meinung.
    Klärt Bürgerinnen und Bürger, die eventuell mitgehen wollen, sachlich und ruhig auf.
    Handelt als besonnene Demokratinnen und Demokraten.
    Denn die einzige politische Partei, die momentan aus Pegida-Auftritten Nutzen zieht,
    ist die AFD: Und die wollen wir in Mönchengladbach auch nicht.

    Im Auftrag des Bündnis
    Ferdinand Hoeren

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  • Übergangswohnheim  an der Mülforter Straße geplant

    Übergangswohnheim an der Mülforter Straße geplant

    Bereits in der vergangenen Woche wurde in der Bezirksvertretung Ost die Planung detailliert vorgestellt und seitens der Politiker zur Kenntnis genommen.
    In der nächsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am 3.11.215 soll ein entsprechender Beschluß erfolgen.
    Vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen, sollen die Neubauten von Flüchtlingsunterkünften für 200 Flüchtlinge, an der Mülforter Straße nach den Plänen des Fachbereichs Gebäudemanagement in Massivbauweise ausgeführt werden. Der Zeitraum für das Bauen des Projektes ist noch nicht bekannt. Realistisch erscheint eine Fertigstellung in 2017.

    Planung Mülforterstraße
    Mülforterstraße

    erdgeschoss_Seite_2 erdgeschoss_Seite_3 erdgeschoss_Seite_4 Beschlussentwurf Planung Mülforter Str.

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