Autor: Harald Wendler

  • Plötzlich ist alles anders – Zweckverband wird gegründet – Tagebaurandgemeinden wechseln  in die aktive Rolle – ab sofort wird die rosige Zukunft für Wanlo & Co. geplant

    Plötzlich ist alles anders – Zweckverband wird gegründet – Tagebaurandgemeinden wechseln in die aktive Rolle –
    ab sofort wird die rosige Zukunft für Wanlo & Co. geplant

    Gestern noch überwog innerhalb eines Großteils der Menschen in den Tagebaurandgemeinden der Widerstand gegen das „Loch“, verursacht durch den RWE-Tagebau.
    Seit heute ist das anders. Barbara Weinthal, Fachbereichsleiterin Umwelt der Stadt, stellte in einer eindrucksvollen Präsentation den Mitgliedern des Umweltausschusses die nun beginnende Planung für die zukünftige Entwicklung rund um den Tagebau Garzweiler vor.
    Gemeinsam mit den Planungsverbandgemeinden Jüchen, Titz, Erkelenz und Mönchengladbach wird eine neue Organisationsform angestrebt. Ab Frühjahr 2017 wird der Zweckverband zugleich Träger öffentlicher Belange und operative Ebene darstellen.
    Hintergrund:
    Anfang September führte der Informelle Planungsverband gemeinsam mit verschiedenen Planungsbüros und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen im Rittergut Wanlo eine Werkstattwoche durch. Dabei wurden Ideen zur Entwicklung der rund 430 Quadratkilometer großen Tagebauregion geschmiedet, wie sich die Region in der Zeit nach dem Tagebau aufstellen könnte. Im Ergebnis sollen in einem „Drehbuch“ die landwirtschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und städtebaulichen Entwicklungen der Tagebauregion zunächst mit einem Zeithorizont bis 2035 mit Projektideen und beispielhaften oder möglichen Maßnahmen umfassend betrachtet werden. Dass alles so kommt, wie in der Planungswerkstatt festgehalten, ist völlig offen.
    „Wir haben uns auf den Weg gemacht, um rechtzeitig Ideen zu schmieden, deren Umsetzungen von politischen Entscheidungen und finanziellen Möglichkeiten abhängen“, so Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. „Wichtig ist, dass wir die Chancen, die sich für die Tagebaurandgemeinden ergeben, erkennen und nutzen“, ergänzt er. „Das Drehbuch ist allerdings noch kein fertiger Film. Wichtig ist es, auch die Bürger mitzunehmen“.

    Der erste Teil des sogenannten „Drehbuches“ ist bereits geschrieben und wurde den Vertretern der kommunalen Fachausschüsse vorgelegt. So können sich die Planer vorstellen, ein grünes Band um das gesamte Gebiet von Garzweiler I und II zu legen, das mit 70 Kilometern der längste Park Europas wäre. Mit der Umsetzung könnte schon bald begonnen werden.

    Mit einem Radschnellweg und Wanderwegen durch diesen Grüngürtel könnten die Dörfer am Tagebau vernetzt werden. Gleichzeitig könnte der Park den späteren Restsee mit Niers, Erft und dem Naturpark Schwalm-Nette vernetzen.

    Auch die Restseen der Tagebaue Inden und Hambach könnten einbezogen und mit einem Kanalsystem verbunden werden. Ebenso sieht das „Drehbuch“ am Rande des grünen Gürtels neu anzulegende „Garzweiler Gärten“ vor, die sich in einer Art „Innovation-Valley“ mit Gemüse und Obst zur Genusslandschaft entwickeln, eine Produktions- und Energielandschaft, die Ansiedlung von Unternehmen und Forschungslaboren aus Wissenschaft und Technik sowie eine an der Abraumkante angelegte terrassenartige Landschaft mit Möglichkeiten für innovatives Wohnen vor.

    Bedenken gab es bei den Bündnis Grünen und den Linken, sie halten noch fest an der Abwehrstrategie und müssen überzeugt werden, dass nur der Blick in die Zukunft positives für die Bevölkerung bringen wird.

    Noch mehr Details finden sie hier.

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  • Trickdiebe bestehlen Seniorin in eigener Wohnung

    Trickdiebe bestehlen Seniorin in eigener Wohnung

    Auf der Straße Burgfreiheit in Odenkirchen bestahlen gestern zwischen 15:30 Uhr und 15:50 Uhr zwei unbekannte Männer eine Seniorin in ihrer Wohnung. Zuvor hatten sie sich unter dem Vorwand, als Mitarbeiter eines Stromanbieters Messungen durchführen zu müssen, Zugang verschafft.

    Die Männer gingen sehr professionell vor: sie führten vermeintliche Ausweise, elektronische Geräte und Unterlagen mit.

    Während sich einer der Männer mit der Seniorin zusammen in ihr Wohnzimmer setzte, ging der zweite Täter alleine durch die einzelnen Zimmer und rief seinem “Kollegen” Zahlen zu. Die 83Jährige schöpfte auch noch keinen Verdacht, nachdem die seriös und höflich auftretenden Männer die Wohnung nach etwa 15 Minuten wieder verlassen hatten.

    Erst gegen 17.10 Uhr stellte die Seniorin fest, dass aus dem Schlafzimmer hochwertiger Schmuck entwendet worden war.

    Die 83Jährige beschrieb die Männer als jeweils 25-35 Jahre alt, dunkelhaarig, von gepflegtem Erscheinungsbild und breiter / muskulöser Statur. Beide hätten deutsch mit einem ihr unbekannten Akzent gesprochen.

    Der Mann, der mit ihr im Wohnzimmer gesessen hatte, sei etwa 1.85 m groß gewesen und mit einer schwarzen Anzughose und einem schwarzen Sakko bekleidet gewesen. Der zweite Täter sei etwa 1.90 m groß und mit einer dunklen Lederjacke und einer dunklen Jeans bekleidet gewesen. Er habe einen 3-Tage-Bart getragen.

    Die Polizei fragt: wer kann sachdienliche Hinweise geben? Bei wem haben die beiden Männer möglicherweise ebenfalls geklingelt?

    Hinweise bitte an 02161-290.

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  • Gülistan Yüksel liest in der KGS Waisenhausstraße

    Gülistan Yüksel liest in der KGS Waisenhausstraße

    Auch in diesem Jahr beteiligte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel und las Schülerinnen und Schülern der KGS Waisenhausstraße vor.

    „Ich habe mich gefreut auch zum dritten Mal als Vorleserin an der KSG Waisenhausstraße dabei sein zu können. Nach dem rheinischen Sprichwort ‚Einmal ist kein Mal, was zweimal geschieht ist Tradition; was dreimal geschieht ist Brauchtum‘, war mein Besuch in diesem Jahr ja schon ein Pflichttermin“, erklärt Yüksel.

    Durch ihren Besuch will Yüksel die Bedeutung des Lesens verdeutlichen: „Gerade im Hinblick auf Bildungs- und Berufschancen sind Lesekompetenzen unerlässlich. Dabei können wir nicht früh genug anfangen, die Grundlagen dafür zu schaffen, weshalb mein Besuch auch den Stellenwert des Lesens zeigen soll“.

    Neben den Büchern interessierten sich die Schülerinnen und Schüler auch für Yüksels Arbeit im Bundestag. Dabei scheuten sie kein Themengebiet. So wurde sowohl über logistische Fragen wie die Gestaltung der An-und Abreise nach Berlin und die dortige Unterkunft, als auch über eine mögliche Freundschaft mit der Bundeskanzlerin gesprochen wurde. „Außerdem erinnerten sich die Schülerinnen und Schüler gerne an das vergangene Jahr zurück, in dem sie auch mir etwas vorgelesen hatten. Die Kinder haben in diesem Jahr große Fortschritte gemacht“, freut sich Yüksel.

    Sie informierte sich auch über die persönliche Situation der Viertklässlerinnen und Viertklässler im Hinblick auf den bevorstehenden Wechsel an die weiterführenden Schulen. „Die Erwartungen der Kinder waren sehr konkret und klar – ich hoffe, dass sie erfüllt werden und wünsche allen weiterhin viel Erfolg. Gleichzeitig möchte ich mich an dieser Stelle bei den engagierten Lehrkräften bedanken, ohne die der Vorlesetag nicht hätte stattfinden können. Es war eine schöne Erfahrung und ich freue mich auf den 14. Vorlesetag im nächsten Jahr“, so Yüksel abschließend.

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  • Hilfe per Telefon durch die Feuerwehr

    Hilfe per Telefon durch die Feuerwehr

    Die Feuerwehr Mönchengladbach hat die strukturierte Notrufabfrage eingeführt.
    Die gut ausgebildeten Disponenten in der Einsatzleitstelle führen den Anrufer unter der Notrufnummer 112 strukturiert durch das Notrufgespräch und ermitteln in erster Priorität den Unglücksort.
    Im Anschluss werden nach wenigen Schlüsselfragen die benötigten Einsatzmittel disponiert und entsendet und den Anrufern bei Bedarf wichtige Hilfestellungen gegeben, die bis zum Eintreffen der Retter die Situation vor Ort stabilisieren können – von der Schnittverletzung bis zur Reanimation.

    In der Vergangenheit wurden die fünf sogenannten W-Fragen: „Was, Wo, Wer, wie viele, Warten“ als einheitliche Vorgehensweise geschult und verwendet. Dieses Schema ist mittlerweile überholt.
    Die Einsatzleitstelle der Feuerwehr Mönchengladbach hat ihre Telefonabfrage daher angepasst und – wie viele andere Leitstellen im Bundesgebiet – eine strukturierte Notrufabfrage eingeführt.

    „Wir fragen, Sie antworten“ – so lautet der neue Leitspruch in der Notrufabfrage und so werden die Anrufer zielgerichtet durch die Disponenten abgefragt, um schnell und effizient alle für den Einsatz notwendigen Daten in Erfahrung zu bringen. Die erste Frage, die der Disponent bei der Gesprächseröffnung stellen wird, lautet: „Wo genau ist der Notfallort?“
    Neben dieser entscheidenden ersten Frage werden zum Gesprächsbeginn auch der Name des Anrufers und die Rückrufnummer abgefragt. So stehen dem Disponenten schon nach wenigen Sekunden die wichtigsten Daten zur Verfügung, so dass selbst im Falle eines nicht wiederherzustellenden Gesprächsabbruchs eine Hilfe durch die Feuerwehr oder den Rettungsdienst möglich bleibt.
    Im Anschluss werden über gezielte, kurze Fragen die Unglücksart und das Ausmaß ermittelt, woraufhin der Disponent die im Einsatzleitrechner hinterlegten Einsatzmittel mit wenigen Mausklicks disponieren und parallel zum noch laufenden Notrufgespräch alarmieren kann.
    Während die Hilfskräfte bereits auf dem Weg zur Einsatzstelle sind, wird der Disponent versuchen, Hilfestellungen zu geben, durch die der Anrufer die Situation vor Ort bis zum Eintreffen der Rettungskräfte stabilisieren kann. Die Beamten in der Einsatzleitstelle sind erfahrene Führungskräfte der Berufsfeuerwehr sowie ausgebildete Rettungsassistenten und können auf ein umfangreiches Fachwissen und einen soliden Erfahrungsschatz zurückgreifen. Hierdurch können sie den Anrufern in der Notrufleitung trotz der mitunter schlimmen oder teils dramatischen Notsituationen ruhig und souverän die Hilfe zukommen lassen, die diese individuell benötigen. Durch die gezielte Fragestellung in der strukturierten Notrufabfrage erkennen die Disponenten Reanimationssituationen und geben eindeutige Hilfestellungen, durch die auch ungeübte Anrufer helfen können. So besteht eine reelle Chance, Menschenleben zu retten oder schwerste, durch Sauerstoffmangel hervorgerufene Schäden abzuwenden.

    Zurzeit werden rund ein- bis zweimal pro Woche in Mönchengladbach Menschen am Telefon durch die Mitarbeiter der Leitstelle bei Reanimationen angeleitet.
    Der Notruf 112 gilt europaweit und nicht zuletzt aufgrund der Anbindung an vier große Autobahnen, der asylsuchenden Menschen in den Übergangswohnheimen oder der internationalen Gäste im Borussia-Park kommt es auch in der Leitstelle Mönchengladbach vor, dass Menschen, die nicht der deutschen Sprache mächtig sind, einen Notruf tätigen müssen.
    Hier hilft den Beamten ein softwaregestützter Algorithmus, um zumindest in einigen Fremdsprachen den Notfallort und die Art des Hilfeersuchens zu ermitteln und Hilfe entsenden zu können. Wichtig ist: Der Anrufer sollte den Anweisungen der Leitstellenbeamten unbedingt Folge leisten und auch das Telefonat erst dann beenden, wenn dies durch den Mitarbeiter der Leitstelle signalisiert wird. Auch sollten keine weiteren Telefonate nach dem Notruf geführt werden, um für Rückfragen seitens der Rettungskräfte erreichbar zu bleiben. Sollte sich nach Beendigung des Notrufgespräches eine Unsicherheit beim Anrufer entwickeln oder sich die Situation verändern oder verschlechtern, darf und soll unbedingt erneut der Notruf gewählt werden. Wenn es die Situation zulässt, sollte der Anrufer oder eine weitere anwesende Person sich um die Einweisung der Rettungskräfte kümmern, damit diese schneller den genauen Einsatzort finden.

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  • Musikschule gestaltet Musik zur Marktzeit

    Musikschule gestaltet Musik zur Marktzeit

    Macht hoch die Tür, die Tor macht weit” ist der Titel eines vorweihnachtlichen Konzertes am Samstag, 26. November, um 12.00 Uhr in der Citykirche Alter Markt.

    Zum ersten 1. Advent gestalten das Streichorchester “Intermezzo” und die  Ballettschule der Musikschule der Stadt Mönchengladbach, unterstützt vom Münsterchor St. Vitus dieses ungewöhnliche Konzert. Zur Aufführung kommen u.a. das Konzert für zwei Violinen von J.S. Bach, Chöre aus dem Messias von G.F. Händel sowie Albinonis Adagio.

    Die Leitung haben Klaus Paulsen, Krzysztof Szymanski und Harald Stöpfgeshoff.

    Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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  • Führung durch das St. Kamillus Kolumbarium

    Führung durch das St. Kamillus Kolumbarium

    Zeitpunkt: Dienstag, 29. November, 15 Uhr

    Zu einer Führung durch die ehemalige Krankenhauskirche lädt das St. Kamillus Kolumbarium an der Kamillianerstraße 40 in Mönchengladbach-Dahl ein. Am Dienstag, 29. November, um 15 Uhr, ist Treffpunkt am Eingang.

    Heinz-Josef Claßen wird die interessierten Besucher durch das denkmalgeschützte, ehemalige Kirchengebäude führen und alle Fragen rund um das Kolumbarium beantworten. Die ehemalige Kirche wurde von dem Orden der Kamillianer in den Jahren 1929 bis 1931 nach den Plänen des bedeutenden Kirchenbaumeisters Dominikus Böhm errichtet. Nach ihrem Umbau wird sie seit Herbst 2015 als Urnengrabstätte genutzt. Die Führung ist kostenfrei.

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Ursprünglich war das St. Kamillus Kolumbarium an der Kamillianerstraße 40 eine Krankenhauskirche. Die Kirche wurde von dem Orden der Kamillianer in den Jahren 1929 bis 1931 nach den Plänen des bedeutenden Kirchenbaumeisters Dominikus Böhm errichtet. Nach der Profanierung im Sommer 2014 wurde die Kirche in Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden saniert und zu einem Kolumbarium umgebaut und erweitert. Ein Kolumbarium ist eine Art Grabeskirche, die der Aufbewahrung von Urnen dient.

    www.st-kamillus-kolumbarium.de

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  • Mönchengladbach gibt Rechtsextremen keinen Raum

    Den eigentlich stillen Feiertag der Evangelischen Kirche (Totensonntag) wollten sie nicht beachten oder gar achten.
    Ein Sammelsurium von etwa 40 Rechten hatte für Sonntag eine Demonstration vor der Ar Rahman Moschee auf der Mittelstraße angemeldet.

    16-11-20-demo-2174 16-11-20-demo-2178Deshalb hatte die Bündnisversammlung am 17. November beschlossen, die Demonstration des Bündnisses „Mönchengladbach stellt sich quer“ (MSSQ) zu unterstützen und daran teilzunehmen.
    Rund 300 Teilnehmer versammelten sich deshalb auf dem Parkplatz neben der Rheydter Post und zogen in einem Demontrationszug zum Rharhaus Rheydt.

    Neben etlichen Politikern von SPD/Grünen/Linken waren IG-Metall und weitere Organisationen vertreten, die CDU leider zum wiederholten Male nicht.
    16-11-20-demo-2262Dank eines riesigen Polizeiaufgebotes gab es nach unseren Informationen keine Zwischenfälle.

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  • Mehr Worte braucht es nicht…

    Mehr Worte braucht es nicht…

    Lesen Sie bitte…

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/wir-ueben-das-schweigen-aid-1.6405662

    Alle Sprachlosigkeit ist dort treffend beschrieben.
    Hier der Antrag der CDU/SPD.

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  • In Mönchengladbach werden die Chancen unserer Kinder für die „wachsende Stadt“ geopfert

    In Mönchengladbach werden die Chancen unserer Kinder für die „wachsende Stadt“ geopfert

    Sie setzen tolle, für alle sichtbare Zeichen, sie gehen in die Schulen und lesen den Kindern vor.
    „Lesen und Vorlesen machen nicht nur Freude, sondern schulen ganz nebenbei das individuelle Lese- und Sprachverständnis.“ sagt Günter Krings.
    Gülistan Yüksel steht nicht im Geringsten zurück und war zum Vorlesen Gast in der KGS Waisenhausstraße.
    Ob beiden Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten klar ist, was in Mönchengladbach mit den Geldern des Bundes  gemacht wird, das für „gute Schule 2020“ aus Berlin nach MG fließt?
    Dies gilt sinngemäß auch für unsere Landtagsabgeordneten Post, Körfges und Tillmann.

    Unter dem Beifall der SPD/CDU-Mehrheit in der Bezirksvertretung Ost werden ca.3 Millionen Euro nicht in die Sanierung der Schulen gesteckt, sondern in die Sportplatzsanierungen in Puffkohlen und Schelsen. CDU/SPD-Antrag
    Hatte die SPD noch vor Jahren die Gegner des CDU-Projektes “Giesenkirchen-2015“ unterstützt, so machen die selben Menschen nun gemeinsame Sache mit dem damaligen Politgegner bei der Umwidmung von Geldern, die für die Schulen der Stadt bestimmt sind.

    So freute sich Volker Küppers, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mönchengladbach Ost in seiner Rede zum Haushalt 2017 im Beisein des Kämmerers der Stadt:
    „ …das von der rot-grünen Landesregierung aufgelegte Programm “Gute Schule” spült in den nächsten vier Jahren mehr als 36 Millionen Euro in die Kasse der Stadt MG. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Haushalt 2017 – fließen doch 7 der 36 Millionen schon im nächsten Jahr nach MG. Hiervon profitiert der Osten der Stadt. Durch Umverteilung der Mittel für bereits ohne Zuschüsse beschlossene lnvestitions- Maßnahmen für Schulen fließen u. a. ca. 3 Millionen Euro direkt oder auch indirekt in den Bereich Sport.
    Somit dürfte auch der letzte und zwar monetäre Zweifel an der Ertüchtigung der Sportplätze Puffkohlen und Schelsen von Rasen- in Kunstrasensportplätze aus dem Weg geräumt sein.“

    Geradezu zynisch wirkt in diesem Kontext, wenn der CDU-Sprecher in der BV-Ost in seiner Haushaltsrede ausführt: „An die Damen und Herren der “Opposition” kann ich namens der CDU-Bezirksfraktion nur appellieren, stimmen sie dem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD zu, denn diese Schwerpunkte in unserem Antrag sind auch unserer Sicht der richtige und zugleich seriöse Weg unsere Stadt und unseren Stadtbezirk Mönchengladbach-Ost weiterhin nach vorne zu bringen. Eine Entwicklung die die Handschrift der großen Koalition trägt.”

    So werden Haushaltsmittel zweckentfremdet, die Schulen bleiben weiter in einem teilweise unzumutbaren Zustand und das trotz der schönen Sonntagsreden über den Wert unserer Kinder und der Wichtigkeit von Bildung.
    Spätestens im nächsten (Wahl-) Jahr 2017 werden wir diese Sonntagsreden dann wieder hören und den Versprechen auf Besserung Glauben schenken dürfen.
    Wir werden von den Kandidaten hören, wie stark sie für Erneuerung der Sportplätze gekämpft haben, von den verpassten Möglichkeiten für die Schulen unserer Kinder werden sie nicht sprechen wollen.

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  • Bürgerinformation: Pläne für die Roermonder Straße werden vorgestellt

    Bürgerinformation: Pläne für die Roermonder Straße werden vorgestellt

    Der erste Abschnitt der Kanalbaumaßnahme Roermonder Straße war Gegenstand einer Bürgerversammlung im April, bei der die Gestaltung des Hensenplatzes im Mittelpunkt stand.

    „Im Vorfeld des zweiten Bauabschnitts ist uns als Bezirksvertretung die Einbeziehung der Bürgerschaft ebenfalls ein zentrales Anliegen“, betont Bezirksvorsteher Herbert Pauls.
    Deshalb lädt er Anwohner, Betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger in Kooperation mit den Waldhausener Gesprächen zu einer Bürgerinformation ein.

    Sie ist am Dienstag, 22. November 2016, um 19:30 Uhr im Pfarrheim St. Peter Waldhausen, Am Mevissenhof 41.
    Vorgestellt und diskutiert werden die Planungen für den Bauabschnitt der Roermonder Straße zwischen Metzenweg und Einmündung Untere Straße.
    Neben dem Baustellenmanagement, der Verkehrsplanung und der Erneuerung des Kanals wird auch die Gestaltung des Straßenzuges nach Abschluss der Maßnahme thematisiert.

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  • Dosen-, Gläser- und Flaschenverbot beim Bundesligaspiel Borussia Mönchengladbach gegen 1. FC Köln

    Das Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach weist noch einmal darauf hin, dass am Samstag, den 19. November, beim Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen den 1.FC Köln aus Sicherheitsgründen ein räumlich und zeitlich befristetes Glas-, Flaschen- und Getränkedosenverbot verfügt ist.

    Es gilt von 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr im Umfeld des Stadions.
    Dort sind das Mitführen, die Abgabe und der Verkauf von Gläsern, Glasflaschen und Getränkedosen verboten.

    Davon ausgenommen sind Anlieger, die sich als solche ausweisen können und die sich auf dem Weg zu ihrer Wohnung oder ihrem Grundstück befinden.
    Auch die Bundespolizei und die involvierten Polizeipräsidien in Mönchengladbach und Köln treffen alle Vorkehrungen, um einen friedlichen Ablauf zu gewährleisten.
    Für die anstehende Begegnung spricht die Bundespolizei ein Glasflaschen- und Pyrotechnikverbot für die betreffenden Bahnanlagen und die zum Spielort führenden Züge aus. Die Verfügung gilt im Zeitraum von 09:00 bis 19:00 Uhr.

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  • Erklärung des Mönchengladbacher Bündnisses: “Aufstehen!”

    Erklärung des Mönchengladbacher Bündnisses: “Aufstehen!”

    In den letzten Monaten mussten wir leider den Brexit, Herrn Erdogan und den amerikanischen Wahlkampf erleben.

    Zusätzlich rüsten die Rechtsextremisten und andere Extremisten immer stärker auf und begehen zunehmend Straftaten. Dabei muss man feststellen, dass sich sowohl Rechtsextremisten als auch Islamisten, aber auch AfD und Pegida gegenseitig hochschaukeln. Und deren Botschaften vor allem in den sozialen Medien sind absolut menschenverachtend.

    Diese Entwicklung beschädigt unsere Demokratie.

    Ein Sammelsurium von Rechten hat für Sonntag, 20. November 2016 eine Demonstration vor der Ar Rahman Moschee auf der Mittelstraße angemeldet. Wir wollen in unserer Stadt weder Islamisten noch rechtsextreme Hetzer die zur Islamophobie aufrufen. Wir wollen sowohl eine demokratische als auch menschenachtende und bunte Stadt.

    Deshalb hat die Bündnisversammlung am 17. November beschlossen die Demonstration am Sonntag, 20. November, des Bündnisses “Mönchengladbach stellt sich quer” (MSSQ) zu unterstützen und daran teilzunehmen.

    (Bündnissprecher Ferdinand Hoeren)

    Mönchengladbacher Bündnis: “Aufstehen!”

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  • Brille liegen geblieben bei Eröffnungsfeier der Kontaktstelle SKY am 12.11.

    Bei den Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Kontaktstelle SKY am Samstag, 12.11.2016 ist eine Brille liegen geblieben.
    Es handelt sich, soweit wir das beurteilen können, um eine Lesebrille mit der Stärke 1,5.
    Bitte melden Sie sich unter 02161-205227.
    www.oeje-mg.de

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  • Museum Abteiberg ist Museum des Jahres 2016

    Museum Abteiberg ist Museum des Jahres 2016

    Die deutsche Sektion des internationalen Kunstkritikerverbandes AICA hat das Städtische Museum Abteiberg zum “Museum des Jahres 2016” ernannt.

    Foto: Stefanie Genenger
    Foto: Stefanie Genenger

    2013 erhielt das Museum bereits mit der Ausstellung „Lonelyfingers – Konversationsstücke“ einen Preis für die „besondere“ Ausstellung. Zur Begründung heißt es: „Hervorragende Sammlungsbestände internationaler Kunst vor allem seit den 1960er Jahren, eine inhaltlich fundierte Zusammenarbeit mit bedeutenden Privatsammlungen und eine Kontinuität hochkarätiger Einzel- und Gruppenausstellungen machen das seit 2004 von Susanne Titz geleitete Haus zu einer der führenden Adressen für Gegenwartskunst in Deutschland.

    Das von Hans Hollein entworfene, 1982 eröffnete Museumsgebäude ist ein weltweit anerkannter Meilenstein postmoderner Museumsarchitektur. „Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung, die eine Bestätigung unserer Arbeit ist. Damit wird der besondere Stellenwert unseres städtischen Museums unterstrichen, das mit vielen Projekten im Sinne von Hans Hollein in die Stadt und städtisches Leben hinein wirkt“, so Museumsdirektorin Susanne Titz mit Blick auf die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Erster Sonntag“ und die Projekte „Ein ahnungsloser Traum von Park“ sowie „Von den Strömen der Stadt“.

    Mit dem Titel „Museum des Jahres“ wurden zuletzt das Kunstmuseum Ravensburg (2015), das Marta in Herford, Museum für zeitgenössische Möbelkunst und Design (014) und das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, KOLUMBA, ausgezeichnet. (pmg)

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  • Mit der SPD in den Landtag

    Mit der SPD in den Landtag

    Die Landtagsabgeordnete Angela Tillmann lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 30.11.2016, in den Landtag ein. Die Abfahrt ist um 13:30 Uhr am Mönchengladbacher Überlandbahnhof.
    Auf dem Programm steht neben einer Diskussion mit der Abgeordneten auch ein Besuch auf der Zuschauertribüne des Plenums.

    Am Ende des Landtagsprogramms besuchen Sie noch den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt. Die Rückfahrt ist für ca. 20 Uhr geplant. Für die Busfahrt wird ein Kostenbeitrag von 4,50 Euro erhoben.

    Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet Angela Tillmann um eine Anmeldung. Dazu kann man anrufen unter 02166 924900. Auch per Mail ist eine Anmeldung möglich: moenchengladbach.nrw@spd.de.

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  • Wappen, Esel, Attentate – Leser des neusten Bandes der Rheydter Jahrbuchs erwartet eine vielfältige Mischung

    Wappen, Esel, Attentate – Leser des neusten Bandes der Rheydter Jahrbuchs erwartet eine vielfältige Mischung

    Nr.31 der Rheydter Jahrbücher ist jetzt erschienen.
    Der neue Band bietet zahlreiche Beiträge zur Geschichte Mönchengladbachs, zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt und Berichte aus Kulturinstitutionen.

    Wussten sie eigentlich, dass sich Krefelder und Mönchengladbacher einst mal sehr gestritten haben, weil Mönchengladbach auch gerne ein eigenes Handelsgericht haben wollte?
    Dass sich im Wormser Dom ein ‚Rheydter Wappen‘ finden lässt oder dass ein deutscher Offizier wohl einem Zufall geschuldet zum Opfer eines Attentats der IRA im JHQ wurde?
    All diese Geschichten bzw. Mönchengladbacher und Rheydter Geschichte sowie Kultur finden sich in der neusten Ausgabe des Rheydter Jahrbuchs, das jetzt die Otto von Bylandt-Gesellschaft herausgegeben hat.

    „Auch ich erfahre immer wieder Neues aus den Rheydter Jahrbüchern“, freut sich Dr. Rolf Keuchen, Vorsitzender der Otto von Bylandt-Gesellschaft. Und Werner Goertz, ehemals Vorsitzender, ist sehr zufrieden mit der Zusammenstellung Beiträge: „Sie stehen für die Vielfalt in dieser Stadt. Und diese haben wir unter drei Hauptkapitel ,Geschichte‘, ,Kunst- und Kulturgeschichte‘ sowie ,Aus den Kulturschaffenden Institutionen‘ zusammen gestellt.“
    Darunter versammeln sich Autoren von jung bis alt, aus Mönchengladbach und von außerhalb, welche die zum ersten Mal einen Beitrag für das Jahrbuch verfasst haben und sozusagen alte Hasen. So gibt Rüdiger Pongs einen Überblick über den frühen Festungsbau im Mönchengladbacher Stadtgebiet, Michael Schmitz schreibt über die Schriefersmühle, Dr. Karlheinz Wiegmann berichtet vom TextilTechnikum und Irina Weischedel über das Kunstwerk Donkeys Way, das auf dem Sonnenhausplatz zu finden ist. Unterstützt haben die Redaktion auch Christoph Nohn, Guido Weyer und Dr. Karlheinz Wiegmann.

    Neben der Möglichkeit Mönchengladbacher Geschichte und Kultur zu bewahren, hofft auch der stellvertretende Vorsitzende der Otto von Bylandt-Gesellschaft, Ulrich Elsen, darauf, dass die Nr. 31 der Rheydter Jahrbuch auch Aufmerksamkeit für die Gesellschaft selbst schafft.
    „Jedes Mitglied erhält ein kostenloses Exemplar“, berichtet Goertz und ergänzt, dass man sich über jeden freue, der darüber hinaus auch Interesse an der Gesellschaft fände. Die ist, laut Elsen, auch äußerst aktiv und beschränkt sich bei Weitem nicht auf das Herausgeben von Jahrbüchern: „Vorträge, Exkursionen und vieles mehr werden von unseren Mitgliedern gerne wahrgenommen und es macht wirklich Spaß Teil einer solch lebendigen Gesellschaft zu sein.“

    Das 396 Seiten umfassende Rheydter Jahrbuch ist an der Museumskasse im Schloss Rheydt und im lokalen Buchhandel ab Anfang nächster Woche für 23 Euro erhältlich.

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  • Gebrauchtes Spielzeug für Christkindlmarkt gesucht

    Ihr Dachboden oder Ihr Keller stehen voller gebrauchtem Spielzeug und Sie wissen nicht wohin damit?

    Der Christkindlmarkt ist genau das Richtige, um nicht einfach alles wegzuschmeißen sondern damit sogar zu helfen.
    Gerne können Sie gebrauchtes Spielzeug, ob es die nicht mehr genutzte Puppe, der Tretroller, Bälle, Spiele oder die in viel zu großen Mengen vorhandenen Kuscheltieren sind, spenden.
    Damit helfen Sie, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung in Mönchengladbach zu verbessern.

    Ihre Spende können Sie im Hephata Haus, Friedensstraße 67, 41238 Mönchengladbach-Rheydt, abgeben.

    Wenn Ihnen kein Transport möglich ist oder Sie eine große Menge abzugeben haben, rufen Sie uns doch unter der Nummer 02166/18986710, Ansprechpartner Stephan Mertens, an. Wir kommen dann auch gerne zu Ihnen und holen Ihre Spende ab.

    Alle Spenden werden zu Gunsten von Menschen mit Behinderung auf dem Christkindlmarkt am Samstag, den 26.11.2016 von 9.00 bis 17.00 Uhr auf dem Kapuzinerplatz in Mönchengladbach verkauft.

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  • Wissenschaftlerteam der Hochschule Niederrhein hat der Kita-Finanzierung ein verheerendes Zeugnis ausgestellt

    Wissenschaftlerteam der Hochschule Niederrhein hat der Kita-Finanzierung ein verheerendes Zeugnis ausgestellt

    Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam der Hochschule Niederrhein hat der Finanzierung von Kindertages-Einrichtungen in NRW ein verheerendes Zeugnis ausgestellt. „In dem bestehenden System (…) kann die aus fachwissenschaftlicher Sicht notwendige Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder nicht erreicht werden“, heißt es in einem Gutachten, das die Professoren Dr. Christina Jasmund und Dr. Werner Heister vom Fachbereich Sozialwesen für die Arbeiterwohlfahrt NRW (AWO) erstellt haben.

    Das Gutachten mit dem Titel „Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen in NRW“ überreichte Werner Heister heute Vormittag auf der Landespressekonferenz im Landtag NRW an Jürgen Otto, Geschäftsführer der AWO NRW. „Die Ergebnisse werden uns, sicherlich aber auch die gesamte nordrheinwestfälische Politik, in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen. Denn es werden die Befürchtungen untermauert, die uns ebenso wie die anderen Kita-Träger seit Jahren umtreiben“, sagte Jürgen Otto.

    Prof. Dr. Werner Heister, der Betriebswirtschaft im Sozialen Sektor lehrt, brachte diese Befürchtungen auf den Punkt: „Die KiTas benötigen dringend mehr Geld von der öffentlichen Hand und die besten Erzieherinnen in optimaler Relation zu betreuenden Kindern. Das Land ist aufgefordert, dies zu ermöglichen.“ Die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes seien prägend für das ganze Leben. „Es hat nachhaltige Folgen, wenn Kinder in dieser Zeit nicht die notwendige Bildung und Erziehung erhalten“, mahnte Heister.

    Der Landesregierung empfahl er, die im Gutachten erläuterten Empfehlungen in Zusammenarbeit mit den Leistungserbringern konsequent auf den Weg zu bringen. „Kleinere Veränderungen der nahen Vergangenheit gehen in die richtige Richtung, aber sie sind nicht konsequent genug. Wir sehen die Notwendigkeit des radikalen Schnitts.“

    Die Ergebnisse des Gutachtens sind für die Hochschule Niederrhein auch in der Lehre von großer Relevanz. Am Fachbereich Sozialwesen gibt es seit 2012 den Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik. Dort werden die pädagogischen Fachkräfte ausgebildet, deren steigenden Bedarf das Gutachten unterstreicht. Darin ist die Rede von einer praxisnahen, qualitativ hochwertigen hochschulischen Ausbildung in den Wissensgebieten ‘Kindheitspädagogik‘, ‘Qualitätsmanagement’ und ‘Wirtschaftlichkeitsrechnung’. Dieser Bedarf gelte insbesondere in der besonderen Qualifizierung von angehenden Fachberatern und Leitungskräften. Die Landesregierung müsse die Akademisierung im Handlungsfeld weiter vorantreiben.

    Die Hochschule Niederrhein hat unter der Federführung von Prof. Dr. Christina Jasmund (Kompetenzzentrum Kindheitspädagogik in Bewegung) und Prof. Dr. Werner Heister (SO.CON-Institut) die notwendige personelle, finanzielle und räumliche Ausstattung der NRW-Kindertagesstätten unter pädagogischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachtet.

     

    Die wichtigsten Empfehlungen:

    –           Es müssen unbedingt mehr Mittel bereitgestellt werden, um die für Kinder in den ersten sechs Entwicklungsjahren dringend erforderliche, qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung anbieten zu können

    –           Dabei sind Zeitkontingente für die direkte pädagogische Arbeit und die mittelbare pädagogische Arbeit vorzusehen sowie eine dem Alter und der Lebenssituation des Kindes entsprechende Fachkraft-Kind-Relation.

    –           Abrücken von dem bisherigen Finanzierungssystem – Betätigungen der Leistungserbringer sollen als Dienstleistungen gelten. Die Leistungen sind in eine Grundfinanzierung (z.B. Leitung, pädagogische Voraussetzungen, Betrieb, Küche, Immobilie) und weitere zu unterscheiden.

    –           Aspekte der Instandhaltung oder gar Erweiterung sollten vom Betrieb getrennt werden. Die derzeitige Vermischung ist unpassend

    –           Neben der dazu notwendigen höheren Zahl an Personalkräften sind weitere Aspekte im Personalbereich kostenrelevant und durch die Leistungszahler

    zu entgelten: Kosten der Fort- und Weiterbildung, Ausfallzeiten, Höhergruppierungen, Stufenaufstiege, Personalnebenkosten

    –           Anfallende Mietkosten sind in angemessener Höhe zu berücksichtigen

    –           Alle durch die Kindertageseinrichtung und deren Betrieb verursachten angemessenen sonstigen Sachkosten sind in voller Höhe zu entgelten

    –           Alle durch die Kindertageseinrichtung und deren Betrieb verursachten angemessenen Verwaltungskosten sind verursachungsgerecht anzuerkennen

    –           Alle anfallenden Selbstkosten, soweit sie angemessen, marktkonform etc. sind, sind zu entgelten

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