Autor: Silvia Erbrath

  • Im Garten der Vielfalt

    Im Garten der Vielfalt

    Wenn der weiße Flieder wieder blüht ist Frühling in unserer Stadt.

    Die Gärten sind bunt geschmückt mit Blumen und die ersten Schmetterlinge tummeln sich auf den Blüten der Stauden und Obstbäume. Amsel, Meise und Zaunkönig singen um die Wette um ihrer Angebeteten und uns ein Lied zu zwitschern.
    In manch einem Garten steht ein Maibaum, um die Jungfrau im Haus zu umwerben.

    Aber aufgewacht. So war es einmal. Heute ist grau das neue grün.
    Zwischen grauem Stein finden wir höchstens ein paar Kirschlorbeer, Bambus, Thuja oder die Hortensien, um dem grau einen grünen Etikettenschwindel zu verleihen. Diese Pflanzen sind teils giftig und haben keinen Nutzen für unsere heimische Tier- und Insektenwelt. Man kann sich nur wundern, warum Mama und Papa Helikopter diese Hecken pflanzen, um ihre Kinder und sich vor den bösen Blicken der Nachbarn und Passanten zu schützen.
    In alter Zeit tat dies ein Holunderstrauch. Heute wird mit einem Plastikzaun nachgeholfen, um sich noch mehr abzuschotten.
    Über Ästhetik darf man streiten. Jedoch nicht über die Auswirkungen auf das Umfeld. Es ist eine Frage der Zeit, wann sich dieses Material zersetzt, und der gesamte Zaun entsorgt werden muss. Auf dem Kompost geht das nicht.
    Auch Vögel und Kleintiere werden hier um weiteren Lebensraum beraubt. Eine Möglichkeit diesen zu schaffen ist eine gemischte Hecke. Wer keinen Platz hat für eine Sinnvolle Gestaltung mit Weißdorn, Hartriegel oder bitte möglichst einheimischer Felsenbirne, kann dies mit Rankenpflanzen wie Efeu, wildem Wein oder bunter Clematis auf dem so sehr begehrten Doppelsteg Zaun tun. Hier finden Bienchen und Vögel Nahrung und erfreuen sich eines Brutplatzes.

    Meist wird hinter diesen Plastikwänden ein Zierrasen verborgen. Auf exakt fünf Zentimeter Höhe wird hier „grüne“ präsentiert. Vor dem Kauf werden selbst Grassamen mit chemischem Dünger getränkt, damit diesem ein schnelles und gutes Wachstum ermöglicht wird. Selbst einem Regenwurm lehrt man so das Flüchten, wenn er es noch lebendig schafft das chemiegetränkte Areal zu verlassen.
    Um Aufwand zu vermeiden, werden diese grünen Wüsten häufig mit Mährobotern ausgestattet. Kleine Tiere wie Igel, Küken und viele mehr werden hier oft zu Invaliden gemacht, da diese Tiere die Maschinen nicht als Feinde wahrnehmen. Die Maschinen schneiden ihnen die Füße ab. Oft werden sie von den Sensen gleich überrollt. Die meisten überleben diese Verstümmelung nicht. Diese Grünflächen sind erweiterte „Wohnzimmer“ des Menschen. Sie könnten jedoch bei seltenerem Rasenschnitt einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität werden. Kleine und große Kinder können hier erleben, wie bunt und vielfältig unsere Welt im Garten sein kann.
    Wenn eine Hummel einen Weißklee als Wippe nutzt, oder auch bunte Käfer hier eine Auszeit auf dem Löwenzahn genießen, ist das hübsch anzusehen. Einen Haarkranz aus Gänseblümchen schmückt jedes Haupt sehr königlich.

    Wenn man mutig genug ist und diese Vielfalt auf dem eigenen Grund und Boden zulässt, kann man hier einen wunderbaren Lebensraum entstehen lassen.

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  • Holzweiler macht mobil gegen RWE –  Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) hatte zur Bürgersprechstunde geladen

    Holzweiler macht mobil gegen RWE – Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) hatte zur Bürgersprechstunde geladen

    Zum Wohle der Nation, oder auch nur der Wirtschaft, hat das Rheinland mit seinem großen Kohleabbaugebieten einen großen Beitrag geleistet.

    Die Menschen vor Ort leiden seit Jahren unter dem Einfluss des Großkonzerns RWE.  
    Erst durch eine immense Luftverschmutzung, die jeder Bürger auch in weiter entfernten Dörfern täglich von den Fensterbänken putzen durfte, und schließlich die ganze Welt durch einen Co2 Ausstoß, der bei weiterem Abbauen in diesem Braunkohlegebiet, das 1,5 Grad Ziel verfehlen lässt.

    Vor Ort bildet sich weiter Widerstand. Trotz, oder gerade weil man sich durch den Konzern gegängelt fühlt. Die Bürger werden zur Aufgabe ihrer Heimat mit Geld gelockt. Viele die es annehmen, trauen sich nun nicht mehr gegen den Konzern zu reden und werden somit mundtot gemacht. Nachbarn und sogar Familien brechen entzwei.  Die, die bleiben, kommen nicht zur Ruhe.

    Es wird berichtet von Scheinwerfern, die nachts die Häuser beleuchten, so dass man die eigene Stromrechnung schonen kann, Lärm der Bagger, die nie still stehen, oder nächtliche Patrouillenfahrten des Sicherheitsdienstes, von denen sich der Bürger kontrolliert fühlt.

    Das alles ist nicht genug. Nun soll auch noch die Lebensader des Dorfes Holzweiler abgebaggert werden. Die Landstraße L12 soll das nächste Opfer sein, das die Bewohner vor Ort zum Wohle des Konzerns und seiner Aktionäre bringen müssen. Ein immenser Umweg über einen Wirtschaftsweg ist geplant. Hier sollen Radfahrer, Fußgänger, Pendler und auch der LKW-Verkehr auf Linie gebracht werden. Die Verlierer sind vorprogrammiert.
    Eine geplante Straße ist noch in weiter Ferne. „Schikanen“ nennen es die Bewohner vor Ort.
    Genau wie in dem Ort Immerath die Kirche entwidmet und zerstört wurde, sofort der Bauernhof in Lützerath, noch während der Besetzung zweier Aktivisten im Tunnel, eingerissen wurde, werden hier erst einmal Fakten geschaffen, damit der Konzern weitermachen kann wie bisher, heißt es.  Kohle gefördert wird in den Orten nach der Zerstörung bis heute nicht.

    Die Menschen vor Ort hinterfragen die Demokratie. Nach Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Erkelenz wurden alle Einsprüche der Bürger gegen die Wegnahme der Straße hinweggefegt.
    „Die in Hinterzimmern ausgehandelten Verträge von Politik und Wirtschaft vergessen die Menschen vor Ort“, wird behauptet. Deshalb hat die Politikerin Frau Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) zu dieser Bürgersprechstunde geladen. Sie will versuchen, die Anliegen mit nach Berlin in die große Politik zu nehmen. Man kann ihr nur Glück wünschen. Die Menschen vor Ort müssen tapfer bleiben und sie hoffen auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung beim Kampf von David gegen Goliath.
    Dass dies möglich ist, hat die große Demo in Lützerath bewiesen.

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  • Wissenschaft trifft Wirtschaft

    Wissenschaft trifft Wirtschaft

    Vor unserer Haustüre, im Forschungszentrum Jülich, fand in dieser Woche bereits das vierte Treffen der Strukturwandelinitiative BioökonomieRevier statt.

    Ziel dieser Veranstaltung-Reihe ist es, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen zu bringen und somit das Wirtschaftssystem zu transformieren.
    Die Zeichen der Zeit  lassen klar erkennen, dass unsere Industrie klimaneutral werden muss. Hierzu ist ein Ressourcen schonender Umgang erforderlich, der schlussendlich zu einer Kreislaufwirtschaft werden muss. 
    Auf dieser herausragenden Veranstaltung wurden unter anderem die Ideen des „Green Deal“ anschaulich erklärt. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf der Transformation der Wirtschaft und den Fragen der Teilhabe und des Konsums, der sozialen Aspekte genauso, wie auch der zukünftigen Art jedes Einzelnen zu leben.
    Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, diese Transformation  zu gestalten. Dabei werden immense Fortschritte gemacht. Auf dieser Veranstaltung wurde veranschaulicht, wie neue Ideen mit Hilfe der Wirtschaft oder auch mit Förderungen marktfähig gemacht werden können. Neue Kontakte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wurden geknüpft und viele Informationen ausgetauscht.
    Dieses stetig wachsende Netzwerk wurde von einigen Start Up Unternehmen flankiert, deren grandiosen Ideen zum Beispiel aus den Bereichen Lebensmittel, Agrarwirtschaft oder  auch der Medizin auf größere Umsetzung warten. Ein großes Interesse war hier zu verzeichnen. Sehr anschaulich wurden die verschiedensten Ideen erklärt. Die vorgetragenen Fachgespräche über den Tag verteilt brachten unterschiedlichsten Erkenntnisse. Cleveres nachfragen der Moderatorin ließ Raum für detaillierte Informationen, die auch dem jeweils Fachfremden vieles verständlich machten.
    Großzügige Pausen ermöglichten persönliche Kontakte zu den verschiedenen Akteuren.

    Deutschland ist eines von zehn Ländern mit einem Bioökorat. Das Rheinische Revier hat hier die Chance zu einer Modellregion zu werden. Dieses Vorzeigeprojekt des Zusammenspiels der Wirtschaft, der Natur und des Menschen kann  eine Blaupause für Europa sein. Der Spirit von Aufbruch und Mut prägte die gesamte Veranstaltung, deren Fortsetzung  mit Spannung erwartet werden darf. 

    Die Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER

    Die Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER wurde 2018 am Forschungszentrum Jülich initiiert.
    Ihr Ziel ist es, die Transformation des Wirtschaftssystems im Rheinischen Revier hin zu einer zirkulären, nachhaltigen Bioökonomie aktiv zu gestalten. Gemeinsam mit Akteuren aus der Region wird eine Modellregion für nachhaltige Bioökonomie im Rheinischen Revier entwickelt.

    Durch gezieltes Transformationsmanagement werden klimaneutrale, ressourceneffiziente
    und biobasierte Geschäftsmodelle sowie zirkuläre Wertschöpfungsketten aufgebaut. Zudem werden weitere Maßnahmen in den Handlungsfeldern Qualifizierung und Regionalentwicklung umgesetzt. Dies soll zur Kompensation der Folgen des Braunkohleausstiegs beitragen.

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  • Woher kommt Dein Schokohase?

    Woher kommt Dein Schokohase?

    Es war Christoph Kolumbus, der die ersten Kakaobohnen nach Europa brachte.

    Doch bis diese den Einzug in die Gesellschaft hielten war es noch einen langer Weg. Nach weiteren Jahrhunderten hat das Pariser Café Angelina Kakao als dickflüssiges, heißes Getränk der gehobenen Klasse den Schönen und Reichen serviert.
    Coco Chanel und auch Audrey Hepburn sollen zu den Kunden gehört haben.
    In Deutschland ist neben der ältesten Schokoladenfabrik Halloren das Schokoladenmuseum in Köln eine bekannte Adresse, wenn es um die Historie der Schokolade geht. Der Museumsgründer Hans Imhof verwirklichte hier seinen Traum des berühmte Schokoladenbrunnen, der jährlich viele Besucher in das Museum lockt.
    Heute ist Kakao meist in Form von Schokolade in allen westlichen Mündern. Laut Statista verputzte man in Deutschland im Jahre 2019 pro Kopf 8,8 Kg. Nun in der Osterzeit ist der Umsatz am höchsten. Irrsinnige 800.000 Tonnen werden jährlich produziert. Die ursprünglich aus Mexico stammenden Bohnen werden heute überwiegend in den Ländern der Elfenbeinküste und in Ghana angebaut. Es sind überwiegend Kleinbauern, die hiermit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Für den konventionellen Anbauer  beträgt das Einkommen ca. 2 Euro pro Tag. Auch für diese Kakaobäume wird reichlich Urwald abgeholzt, damit die Kleinbauern aus Not auch mit Kindern diese Früchte anbauen können. Aber wer denkt schon daran, wenn die bunt golden, lila oder blau verpackten Schokohasen und Eier an Ostern die Kinderaugen leuchten lassen. Für mich hat dann „Kinder für Kinder“ eine ganz andere Bedeutung.  Armut prägt den Alltag der meisten Menschen in den Anbaugebieten. Biobauern geht es da schon besser. Hier wird auf die gesundheitsschädlichen Pestizide verzichtet und der Bauer erhält ca. 25 Euro pro Tag. Deren Kinder haben somit eine Möglichkeit die Schule zu besuchen.

    Der Armut entgegenzuwirken, versprechen die Unternehmen seit Jahren. Bei den Treffen der großen Schokoladenunternehmer in Davos, mit ca. 100 Milliarden Dollar Umsatz, werden seit Jahrzenten Verbesserungen in den Anbaugebieten angestrebt. Man fragt sich nur, warum die reiche Industrie es nicht schafft, diese umzusetzen. Nun soll ein Lieferkettengesetz es schaffen diese Welt gerechter zu machen. Unser Bundeskanzler ist Ende Februar nach Ghana geflogen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Sicherlich hat man einen Vorzeigebetrieb gefunden, der alle Bestimmungen einhält. Die Unternehmen tüfteln an Lösungen für Zertifikate und Prüfungen, um das neue Lieferkettengesetz einzuhalten. Ob und wann die Wege des Kakao und vieler anderer Produkte tatsächlich überprüft werden können, bleibt abzuwarten. Bis dahin kann der Verbraucher selbst ein Teil der Lösung sein.

    Fragen Sie doch bei Ihrer Confiserie vor Ort, wo und wie die Schokolade in die Leckereien von Muffins und Schokotörtchen oder auch Pralinen kommt? Selbst der bekannte Schweizer Hersteller, bei dem man sich die Kugel geben kann, hat kein bekanntes Label auf seinen Produkten. Wie kann es sein, dass die so hochwertigen und meist teuren Produkte keinen Wert auf die Auszeichnung Fair Trade oder Bio Siegel legen?
    Hersteller von Bio Produkten haben durch Ihre Direktverträge meist mehr Nähe zum Erzeuger und können mit ihren besseren Konditionen punkten. Für einen guten Genuss mit gutem Gewissen zahle ich gerne etwas mehr. Kaufen, kann man dafür weniger. Das danken dann auch die Hüften.

    Quellen: Wikipedia, Your-Tube, ZDF Info.

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  • Naturschutzgebiet Volksgarten

    Naturschutzgebiet Volksgarten

    Seit Jahrhunderten wurde der Wald von uns Deutschen verehrt.

    Bäume wie die deutsche Eiche waren Sinnbild für die Standfestigkeit des germanischen Volkes. Viele Mythen und Sagen umranken die Bäume. Ein Baum ist Sinnbild für Leben und Wachstum. Er spendet uns den lebensnotwendigen Sauerstoff und bietet unzählig vielen Tieren ein zu Hause. Wenn man ihn nur wachsen lässt.

    Diese Wesen kommunizieren untereinander und versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen. Dies lehrt uns Peter Wohlleben. Unsere Lebensart hat unsere besten Freunde krank gemacht. Ob das Waldsterben in den 80er Jahren durch sauren Regen, oder die aktuelle Sterberate. Nichts hat uns gelehrt in unserer modernen Welt mit diesem für uns lebensnotwendigen Mitbewohner respektvoll umzugehen.

    In den Wintermonaten wird dem Patienten Wald von der MAGS und den beauftragten Firmen „geholfen“. Die großen Maschinen lassen die schlafenden Riesen fallen. Es schaudert einen, wenn man von weitem schon die Sägen und großen Schredder hört. Schwere Maschinen verdichten den Waldboden damit die Reste der Toten am Stück abtransportiert oder gleich geschreddert werden können.
    Längst versucht man in anderen Gebieten wieder auf Pferde zurückzugehen, damit der Boden geschont wird. Dies wird zum Teil sogar gefördert.  In Mönchengladbach ist das undenkbar.
    Unsere Nachbarkommune Grevenbroich hat nun den Kollegen Moritz im Einsatz. Eine kleine Raupe die zumindest bodenschonender arbeitet, wenn man schon glaubt eingreifen zu müssen.  Man gewinnt im Volksgarten den Eindruck, es geht nur um das Holz und somit um ein gutes Geschäft. Auch die Wege werden immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Dem Spaziergänger bietet sich ein Bild der Zerstörung in allen Bereichen.

    Vor wenigen Jahren noch konnte man im Volksgarten Runden im Schatten gehen. Nun bekommt man auch dort Angst vor Sonnenbrand. Wo sind die großen Bäume alle hin? Sind sie alle krank?
    Den ersten großen deutschen Nationalpark im bayerischen Wald hat man nach einer Borkenkäferkatastrophe sich selbst überlassen. Heute ist dies ein resistenter, bunt gemischter Wald.  Das zeigt, die Natur kann sich selbst helfen.

    Unser oberster Förster, Herr Stopps, kommt immer wieder in Erklärungsnot, dem Bürger die Abholzungen und den Schwund zu vermitteln. Neben Krankheiten wird immer wieder auch die Verkehrssicherung angeführt. Um diese zu gewährleisten, müsste man alle Bäume dann kappen, wenn ihre Krone einen Weg berühren würde, sollten sie umfallen. Was würde dann noch stehen bleiben?
    Jeder, der sich in den Wald begibt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ihm etwas auf den Kopf fallen könnte.  Für diejenigen, die das nicht wissen kann man Warnschilder aufstellen.

    Viele Spaziergänger schätzen die Wälder. Manche benutzen diesen aber zur Müllentsorgung. Ob Sofas, Ölkanister oder Kleidung. Selbst das beliebte Bon-Bon Papierchen fallen zu lassen ist eine Verschmutzung, die nur schwierig abgebaut wird. Taschentücher brauchen ca. fünf Jahre bis diese abgebaut werden.
    Wenn man schon meint, Pfiffi braucht einen sauberenn Po, kann man die Feuchttücher gleich mit in die Kottütchen packen, die allen Hundebesitzern bekannt sein sollten.

    Zigarettenkippen, die man auch schon in verhungerten Vögeln gefunden hat, oder auch Glasscherben sind eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte. Für eine bessere Aufklärung hat der NABU Mönchengengladbach ein Informationsplakat entworfen, das man für die Deppen an jedem Waldeingang platzieren sollte.

    Die Bezirksvertretung Ost hat beschlossen wenigstens den Eichhörnchen zu helfen und Seile über Straßen spannen zu lassen. So sollen diese geschickten Kletterer gefahrloser von einer Seite auf die andere kommen. Fragt sich nur, wann diese installiert werden sollen. Vom Beschluss bis zur Durchführung hat man oft Zeit in dieser Stadt. Wenn man sich nicht beeilt, sollte man vielleicht über Katapulte nachdenken. Bäume die hoch genug sind, um die Seile anzubringen werden langsam rar.

    Wenn wir unsere Wälder schützen möchten, müssen alle mehr dafür tun. Neue Bäume pflanzen reicht bei weitem nicht aus. Bis die Setzlinge eine mehrere hundert Jahre alten Baum ersetzen können vergeht zu viel Zeit. Die haben wir nicht mehr.

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  • Bitte um Unterstützung an Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD 

    Bitte um Unterstützung an Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD 

    Sehr geehrte Frau Esken,

    in der letzten Zeit wird die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben.
    Jüngere und gut gebildete gegen alte verkrustete Denkbilder werden durch mangelnde Erklärung der Politik zu Gegnern.
    Im Bereich Verkehr durch eine mangelnde Umwelt und Klimapolitik. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h in Innenstädten ist nur ein Wunsch vieler Ihrer Wähler. Ich würde mir wünschen, dass im Sektor Verkehr die Anstrengungen endlich in die öffentlichen Verkehrsmittel umgeleitet werden.

    Weiterhin Flächen zu Gunsten des Straßenverkehrs zu versiegeln ist nicht mehr zeitgemäß. 
    Bitte setzten Sie sich dafür ein, dass das vorhandene Straßennetz schlicht repariert und nicht weiter ausgebaut wird. Auch wenn die aktuellen Angriffe auf die Bahn in Teilen für Verunsicherung sorgen, sollte dennoch hier der Focus des Ausbaus und der Modernisierung liegen.

    Vielen Dank für die Wahrnehmung dieser Meinung.

    Mit freundlichem Gruß 
    Silvia Erbrath 

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  • Zeitenwende in unserem Revier

    Zeitenwende in unserem Revier

    Meinung von Silvia Erbrath |

    Es ist ein gigantisches Loch, was wir Menschen in die Erde gegraben haben.

    Selbst wenn man davor steht, kann man die Dimensionen nicht fassen. Arbeit, und somit Sicherheit und Wohlstand hat die Braunkohle in unsere Region gebracht. Aber auch viele Tränen und Leid durch Vertreibung und Heimatverlust.

    Nun ist auch hier die Zeitenwende eingeläutet. Doch der  Konzern will sein zugesprochenes Recht durchsetzten und bis zum Ende die Kohle hier vor Ort abbauen. Da fragt man sich warum?
    Der Konzern bekommt Gegenwind aus der Bevölkerung, den Kommunen, den Umweltschützern vor Ort und auch Wissenschaftler wie Frau Claudia Kempfert vom DIW stellen sich dagegen.
    Das alles nutzt bisher aber nichts. Selbst die Tatsache, dass der Konzern im letzten Jahr auf der Jahreshauptversammlung nur unter Protest entlastet wurde, lässt kein erkennbares Umschwenken im Management wahrnehmen. Dabei sind es doch die erneuerbaren Energien, die auch von diesem Konzern massiv ausgebaut werden. Diese versprechen in Zukunft noch höhere Gewinne. Eine Delle im Gewinn ist doch besser verkraftbar, als eine Delle in der Reputation.

    Kann ein solcher Konzern nicht wirklich VORWEG GEHEN, wie er es einst Public gemacht hat?
    Die Großen und Mächtigen der Chefetage können hier ein Zeichen setzen für alle führenden Industrien indem sie die Bagger sofort stoppen. Die Einberufung einer Außerordentlichen Aktionärsversammlung kann über die Zukunft des Tagebaus entscheiden.  Es ist allein deren Wille und Macht zuzuschreiben, wie dieser Planet sich weiter entwickelt.
    Vielleicht bedarf es aber nur eines kleinen aber wichtigen Wortes. BITTE!

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  • Frohe Neues Jahr

    Frohe Neues Jahr

    Zurückblickend auf das Jahr 2022 wird jeder von uns seine eigenen Höhen und Tiefen in seiner Biographie schreiben können.

    Gute Vorsätze werden manch einen das neue Jahr etwas anders angehen lassen. Vorher gibt es nach zwei Jahren der Entbehrung ein großes Feuerwerk.
    Ob man möchte oder nicht, werden an Silvester die Ohren beschallt und der Himmel geschmückt.
    Eine Vielzahl von Festlichkeitsritualen werden in dieser besonderen Nacht mehr oder weniger gut platziert.

    Ich erspare Ihnen die Hinweise auf das Leiden der Tiere und Asthmatiker. Auch die vielen Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die mit den Detonationsgeräuschen der Böller noch ganz andere Dinge verbinden, erwähne ich nicht. Ebenfalls werde ich nicht über die Milliarden Euro (13), die in die Luft gejagt werden und doch so viel besser verwendet werden könnten, schreiben. Nein, auch nicht über die Feinstaub Bilanz mit der wir das kommende Jahr schon belasten. Und ich sende auch keine Ermahnungen, dass die Böller bitte nur aus zertifizierter Herstellung genutzt werden dürfen (und somit eine zertifizierte Umweltverschmutzung entsteht).
    Ich werde auch dem lieben Papa gönnen, dass er seinen Kleinen mal zeigt, wie wundervoll er mit Hilfe von giftigem Schwarzpulver und Chemiekügelchen Sterne und Wasserfälle in den Himmel malen kann.
    Alles das werde ich nicht schreiben.

    Ich schreibe Ihnen allen nur, dass ich Ihnen allen von Herzen ein gesundes neues und nachdenkliches Jahr 2023 wünsche.

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  • Bürgergeld

    Bürgergeld

    Der in Aachen lehrende Diplom Volkswirt Ralf Welter war am 28.11.2022 zu Gast beim Bündnis für Menschenwürde.

    Sein äußerst aufschlussreicher Beitrag zum Bürgergeld begann mit der Historie der Agenda 2010.
    Bei dieser Reform wurden die Sozialhilfe und das Arbeitslosengeld II zusammengelegt.
    Die damals von der SPD hauptsächlich getragene Reform sollte die Arbeitslosigkeit im Lande verringern. Der Ökonom Ralf Welter hingegen führt den Rückgang der Arbeitslosigkeit auf die wirtschaftlichen Entwicklungen zurück und nicht auf diese Reform. Die bis heute umstrittene Reform soll nun durch ein so genanntes Bürgergeld zum 01.01.2023 ersetzt werden.
    Der nun jedoch um 50 Euro angehobene Satz wird als viel zu gering bemängelt. Ein Leben in Würde, wie es im Grundgesetz verankert ist, ist somit nicht möglich. Herr Welter verweist auf den Vorsitzenden des paritätischen Vereins, Herrn Ulrich Schneider, dessen Forderung ein Satz von 750 Euro ist, und schließt sich dem an.

    Er führte weiterhin aus, dass die aktuelle Inflation vor allem die Ärmsten unter uns trifft.
    Deren hauptsächliche Ausgaben für den Lebensmittelbereich hat eine Preissteigerung von ca. 20%. Daraus resultiert, dass die Tafeln im Land einen hohen Anstieg der Bedürftigen verzeichnen, den sie nicht mehr versorgen können.  Ohnehin könne es nicht die Aufgabe von NGOs sein, die Not in einem Sozialstatt zu lindern.
    Einige Anwesende von verschiedenen Vereinen bestätigten die Zunahme der Bedürftigen. Dieser Anstieg ist auch auf die Kriegsflüchtlinge zurückzuführen. Für diese Menschen forderte Herr Welter den sofortigen Zugang zu Sprachkursen.

    ER begrüßte die Initiative des „Housing First“ hier in Mönchengladbach. Hier wird Obdachlosen eine Wohnung angeboten, um somit wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Bis auf einen sehr geringen Anteil der Obdachlosen lebt niemand gerne auf der Straße. Vor allem die Zunahme des Frauenanteils wurde betont.

    Die zunehmende Angst der sogenannten Mittelschicht vor dem Abstieg wurde bekräftigt. Diese sei berechtigt, wenn man bedenkt, dass durch den Einspruch der Opposition das Schonvermögen auf 40.000 Euro herunter gesetzt wurde. Die Lebensleistung einer Eigentumswohnung würde somit nach einem Jahr zu Nichte gemacht.
    Er stellte sich die Frage, ob vermögende Politiker gerade der CDU, die niemals in die Verlegenheit des Nutzens dieser Hilfeleistungen kämmen, wirklich geeignet sind hierüber zu urteilen.
    Herr Welter ermutigte die Anwesenden der verschiedenen NGOs, sich zusammen zu schließen und sich sichtbar Gehör zu verschaffen.
    Trotz der gesamten Drohkulisse der Inflation, sozialer Abstieg und Verarmung stellte er fest, dass sich in Lützerath Familien für den Erhalt des Dorfes und für eine Energiewende einsetzen.

    Man kann sagen, dass Herr Welter hart ins Gericht ging mit einer Politik, die am wahren Leben vorbeigehe. Ob dieses Bürgergeld seinen Namen verdient, wird die Zeit zeigen.
    Leider scheint aus einer Reform ein Reförmchen geworden zu sein.

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  • Armut in der Stadt

    Armut in der Stadt

    Es ist schon sehr traurig, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht und die Armut der Menschen sieht.

    Noch nie habe ich so viele Menschen in den Mülleimern wühlen sehen wie in dieser Zeit. Wie viele werden es noch werden? Warum sind so viele Menschen davon betroffen in so einem reichen Land? 

    Viele Frauen versuchen zu verbergen, dass sie arm sind und scheinen auf ewiger Einkauftour zu sein. Mit ihren Taschen ziehen sie immer wieder umher und versuchen möglichst nicht aufzufallen, wenn sie nach Flaschen oder Pfanddosen suchen. Heute ging in einer Nebenstraße ein großer Mann mit gesenktem Haupt vor mir her. Er hatte nur einen Schlappen und zwei zerfetzte Socken an den Füßen.  Dieser Anblick ist schon sehr befremdlich, wenn man im Hintergrund die Kinder Sankt Martinslieder singen hört.

    Schon im Sommer kamen Mittbürger spät an private Haustüren, um im Schutz der Dunkelheit Lebensmittel bei der Organisation „Save The Food“ zu erbitten. Viele schämen sich für diesen Gang.

    Ob Rentner oder  Familien in Not werden hier auch ohne Nachweise nicht abgewiesen. Solange man etwas geben kann. Denn die Spenden der Supermärte gehen zurück. Die evangelische Kirche in unserer Stadt erweitert Ihr Angebot.  Die Gemeinde der Friedenskirche ist für ihr weitreichendes Netzwerk und die vielseitigen Angebote vor Ort bekannt.

    Seit langem schon ist in Pesch, im Paul Schneider Haus eine Hausaufgabenhilfe mit Mittagessen eingerichtet.  Hier im PSH oder auch liebevoll Paule genannt, werden genau wie in Bettrath,  im Karl Immer Haus sowie in der Friedenskirche auf der Margaretenstraße in Eicken nun Wärmestuben eingerichtet. Ein warmes Mittagessen wird bei Bedarf auch gerne gereicht.

    Wegen der besseren Planbarkeit wird um Anmeldung gebeten. Weitere Gäste sind herzlich willkommen. Informationen finden Sie unter EKIMG.de

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  • Adventsbasar des Gnadenhofes

    Adventsbasar des Gnadenhofes

    Am 19.11.2022 findet der jährliche Adventsbasar des Gnadenhofes Notfelle Kunterbunt, von 11-16 Uhr in Driesch 62, Heinsberg-Randerath statt.

    Es ist ein gemütlicher Basar mit Ständen für neuwertiges oder neues Katzen- und Hundezubehör. Viele schöne Dinge überwiegend für unsere geliebten Vierbeiner sind hier zu entdecken. Ganz besonders möchte ich Ihnen den Weihnachtsbaum mit Herzen anstelle von Kugeln nahe legen. Auf diesen stehen die Wünsche der Tiere,  welche man in der Adventszeit erfüllen kann. Aber auch für die bisher unerfüllten Wünsche  der Zweibeiner ist gesorgt. Ob Marmelade oder warme Socken. Viele mit Liebe gemachte Dinge kann man hier erwerben. Schauen Sie doch mal vorbei.

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  • Adventssause

    Adventssause

    Die erwartet Sie am 19.11.2022 von 12:00-19:00 in Wegberg Schwaam  Nr. 6. bei „Erika und Friends“ . Dort erwarten Sie selbstgefertigte Kränze und viele handwerkliche Produkte. Ein Plausch bei einem Glühwein und Reibekuchen wird ebenso  geboten,  wie Aktionen für Kinder. Wer mag, kann auch Patenschaften für eine Kuh übernehmen.  Freuen Sie Sich auf einen gemütlichen Tag.

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  • Adventsausstellung

    Adventsausstellung

    Ab dem 14.November 2022 ist im Hephata Gartenshop, Dahler Kirchweg 48, 41069 Mönchengladbach die Adventsausstellung eröffnet. Engagierte Mitarbeiter haben viele neue Ideen umgesetzt. Mit flinken Händen wurden hübsche weihnachtliche Kränze und Gestecke gefertigt.  Gerne fertigt man diese auch nach Ihren Wünschen. Tolle Dekorationsideen können Sie hier ebenfalls erwerben. Freuen Sie sich auf die weihnachtliche Stimmung in entspannter Atmosphäre zum stöbern, staunen und natürlich auch zum kaufen.  

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  • Ach du armes Schwein

    Ach du armes Schwein

    Wer kennt sie nicht, die lustigen Sprüche, die man einem Veganer oder Vegetarier gerne mit auf den Weg gibt: „Das kannst Du ruhig essen, ist doch nur Hühnchen“, oder: „Hast Du keine Angst, dass Dein Hirn wieder schrumpft? Schließlich sind wir in der Evolution nur durch den Verzehr von Fleisch so weit gekommen.“

    Natürlich könnte man diesen netten Mitmenschen entgegnen, “man ist, was man isst“.  Nun möge aber die Frage erlaubt sein, wie weit man sich als nicht Fleisch Esser an den Kosten derer, die gerne sehr viel Fleisch essen beteiligen muss? Unser Land gehört zu den fünf Ländern mit dem höchsten Fleischverbrauch pro Kopf weltweit. Die Folgen dieses Massenverbrauches spüren wir in vielen Bereichen. Viele Wohlstandkrankheiten sind auf den Verzehr von zu viel Fleisch zurückzuführen.
    Die WHO stuft rotes Fleisch als krebserregend ein. Rheumapatienten*innen wird empfohlen auf Fleisch zu verzichten. Man kann diese Liste mit vielen Krankheiten weiterführen. Fakt ist, dass die Kosten der meisten Erkrankungen über die Krankenversicherung von der Allgemeinheit getragen werden.

    Foto: NABU

    Das ist noch lange nicht alles. Wir sind entsetzt über die Abholzung des Regenwaldes, unter anderem in Brasilien. Dabei werden die dort gewonnenen Ackerflächen überwiegend zum Anbau von Soja genutzt, das mit nahezu 80% in die Tiermastfütterung der Nutztiere geht. So weit brauchen wir aber nicht schauen.

    Wer Angst hat vor Versorgungsengpässen sollte wissen, dass Deutschland als viertgrößter landwirtschaftlicher Erzeuger in der EU mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen zur Futtererzeugung nutzt. Ein Schwein frisst pro Tag 2,5 – 3 Kg Futter plus 10-30 Liter Wasser. Ein Rind benötigt ca 16-20 Kg Trockenmasse. Versuchen Sie das mal an Gemüse und Obst zu essen.

    In unserem Land sind in den vergangenen trockenen Sommern Anbauflächen für Futter-Mais genutzt worden, der zu ca. 60% für Futterzwecke, 40% für Biogasanlagen verwendet wird. Dieser Mais ist auch noch reichlich bewässert worden. Und dies in einem Land mit dem größten Wasserverlust der Erde! 

    Die aktuell stark diskutierte Bilanz des CO2 Ausstoßes ist laut einer Schätzung des Umweltbundesamtes mit 54,8 Millionen Tonnen der Landwirtschaft zuzuordnen. Weitere Details möchte ich hier nicht ausführen. Diese Zahl spricht für sich. 
    Vielleicht sollte man aber auch bedenken, dass das Stück Fleisch in der Supermarktauslage ein Tier mit einer Seele war, deren viel zu kurzes Leben in den seltensten Fällen einer auch nur annähernden artgerechten Haltung entspricht, wie man sich es vorstellt.
    Ich wünsche Ihnen eine ausgewogene gesunde Ernährung, die laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung auch ohne Fleisch problemlos möglich ist. Guten Appetit.

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  • Das Schweigen der Bezirksvertreter

    Das Schweigen der Bezirksvertreter

    Seit über 30 Jahren kämpfen einige Anwohner der Reyerhütter Straße für eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h auf 30 km/h.

    Ebenso haben sich Bürger der Neusser Straße vor einiger Zeit an die Bezirksvertretung Ost gewandt. Rückfragen auch aus der Politik an die Verwaltung zu  Geschwindigkeitsbeschränkungen sind offensichtlich noch nicht beantwortet oder direkt abgelehnt worden.
    Viele andere Bürger dieser Stadt werden den gleichen Wunsch haben.

    Nun wird aktuell die Pescher- und auch die Prinzenstraße neben einigen anderen Straßen im Bereich Ost zu den bereits vorhandenen 30er Zonen hinzu gefügt. Das ist erfreulich für die meisten Anwohner da es den Lärmpegel senkt.
    Es gibt aber auch immer kritische Stimmen. Freie Fahrt hat man zum Beispiel auch noch auf der Straße durch den Ortsteil Bungt. Mit Tempo 50 km/h kann man auf dieser Zubringerstraße durch das Viertel sausen. Hier liegt die Priorität eindeutig auf dem motorisierten Verkehr. Im anschließenden Waldgebiet ist bereits ein Radweg und Tempo 30 km/h eingerichtet. Für die Anwohner scheint das nicht notwendig zu sein. Im besiedelten Teil gibt es keinen Radweg. Parkplätze sind vor den überwiegenden Einfamilienhäusern mit Einfahrten und Garagen oder Mietwohnungen mit separat plattierten Innenhöfen vorhanden. Zusätzliche Parkflächen werden auf der Straße bereit gestellt. Fußgänger, die diese Straße überqueren möchten, werden hier gänzlich nicht berücksichtigt.
    Ältere Menschen verpassen den Bus auf der gegenüberliegenden Straßenseite, da noch nicht einmal eine Ampel oder ein Zebrastreifen zur Überquerung der Straße vorhanden ist. Bis zu 15 Minuten kann es dauern, bis man einiger Maßen gefahrlos die Straße überqueren kann. Für viele ist das eine Zumutung. Rücksichtnahme auf Senioren und Kinder scheint hier fehl am Platz.

    Gerade in der nun kommenden dunklen Jahreszeit ist das ein unhaltbarer Zustand. Sicherlich hat die Verwaltung schon kluge Ideen in den Schubladen zum Wohle des Bürgers. Nun stellt sich die Frage, wann diese umgesetzt werden. Mehr als 30 Jahre will und kann nicht jeder warten.

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  • Dritte Earth Night

    Dritte Earth Night

    Zum dritten Mal wird am Freitag, den 23.09.2022 darum gebeten, Mensch und Tier ab 22:00 Uhr vor künstlichem Licht zu schützen.

    Die Organisation der „Paten der Nacht“ hat 2020 zum ersten Mal zur Eindämmung des Lichts aufgerufen und eine überwältigende Resonanz erfahren. Viele Namhafte Unterstützer haben sie seit Beginn national und international gewinnen können. Unter anderem setzte sich Sven Plöger und auch Ranga Yogeshwar ein.
    Auch die Stadt Mönchengladbach nimmt an dieser Aktion teil. Zurzeit sind auf Grund der Sparmaßnahen viele Gebäude in der Stadt grundsätzlich nicht beleuchtet. Umso enttäuschender ist es, wenn nach dem Aufruf unserer Bundesregierung viele Private Gewerbetreibende sich nicht darum scheren, und durchgehend die ganze Nacht das Licht für Ihre Werbezwecke verschleudern.

    Da prangert dann auf der Fliethstraße eine riesiges „T“ über der Stadt und das benachbarte Bettengeschäft beleuchtet ironischer Weise ausgerechnet die Schlafstätten.
    Dass Nachtabschaltungen im öffentlichen Bereich in der Stadt für Diskussionen sorgt, war abzusehen. Die Abwägung dieser Maßnahme nun auch in die Hände des Ordnungsamtes und der Polizei zu geben kann nicht der richtige Weg sein. Die Polizei hat schon in den siebziger Jahren vor Kriminalität bei Nachtabschaltung gewarnt.
    Auch wenn dies sich in den Städten, die diese Maßnahmen vor einigen Jahren eingeführt haben, nicht belegen lassen, ist eine Änderung dieser Meinung nicht in Sicht. Die Balance zwischen einer modernen Beleuchtung ohne Angsträume, und einer Ökonomisch und Ökologisch sinnvollen Lösung, die sich in Lux und Lumen misst, ist eine schwierige Aufgabe. Um eine moderne Lösung zu erhalten, sollte man Experten hinzuziehen, die diese Maßnahmen auch in anderen Städten schon begleitet haben.

    Die ehrenamtlich tätigen Experten findet man bei der gemeinnützigen Organisation auf der Homepage der „Paten der Nacht“. Neben vielen Informationen und Tipps zum Thema Beleuchtung haben sich hier Menschen zusammengefunden, die aktiv helfen möchten. Ein Blick auf diese Seite lohnt sich für Jedermann. Ich wünsche eine gute und erholsame Nacht. Natürlich im Dunkeln.

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  • Haus Wildenrath lädt ein

    Haus Wildenrath lädt ein

    Am Sonntag, den 11.09.2022 lädt die Naturschutzstation Haus Wildenrath, Naturparkweg 2, 41844 Wegberg zum Tag des offenen Denkmals ein.

    In der Zeit von 10.00 Uhr bis 17:00 Uhr können Sie bei Kaffee und Kuchen vieles über das alte Gehöft und seine Bewohner erfahren.
    Das ein blauer Sperber kein Raubvogel ist, und warum Tiere zum Naturschutz beitragen und hier ein zu Hause gefunden haben wird hier mitgeteilt.  
    Klein aber fein ist die Veranstaltung mit einigen Handwerkskünsten untermalt. So kann man eine Spinnerin bei der Arbeit beobachten und Töpferware erstehen.
    Die Waldschule sowie die Imker sind ebenfalls vor Ort.
    Natürlich kann man auch nützliche und leckere Sachen erwerben. Das Team von überwiegend Ehrenamtlichen Helfern und sachkundigen Biologen*innen der Station freuen sich auf Ihren Besuch. Hier können Sie auch erfahren, welche Pläne man mit der Station noch verwirklichen möchte.

    Gerne können Sie sich vor Ort auch über Ihren Einsatz im Naturschutz informieren. Von kleinen bis großen erfahrenen Händen sind alle gerne gesehen. Wir freuen uns auf Sie und einen schönen entspannten Sonntag.

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  • Läuft doch

    Läuft doch

    Wir sind es gewohnt, von morgens bis abends frisches kaltes oder warmes Wasser aus unseren Hähnen zu zapfen.

    Ob zum Duschen oder für den Kaffee ist es selbstverständlich einen Wasserhahn zu öffnen.
    Trinkwasser begleitet uns den ganzen Tag.
    Selbst zur Toilettenspülung wird dieses Lebensmittel verwendet.
    Dabei gibt und gab es schon lange andere Lösungen. Wer nun auch noch darüber nachsinnt, dass statistisch gesehen, alles Wasser dieser Erde schon einmal durch einen Körper geflossen ist, der sollte auch überlegen, wie unser Umgang mit der bisher anscheinend endlosen Ressource ist.
    Zugegeben, bei Starkregenereignissen haben wir etwas zu viel. Aber das wird gleich in die Kanalisation geleitet. Das Wasserwerk wird sich schon kümmern. Dass dies ein Teil des Problems ist, sollte allen Beteiligten klar sein.
    Beteiligte sind natürlich auch wir Bürger. Wir können aber auch zur Lösung beitragen. Der Einbau einer Wasserzisterne zum Sammeln des Regenwassers ist eine alte Forderung aus Teilen der Mönchengladbacher Politik. Leider wurde dies vom damaligen Rat abgelehnt. Dabei machen die Kosten einer Zisterne bei einem Neubau gerade 2% aus. 
    Es wäre eine gute Prävention um bei Starkregen die Kanäle nicht zu überlasten und somit nicht nur vollgelaufenen Keller zu vermeiden.  In trockenen Phasen kann dieses Wasser sinnvoll zum Beispiel zur Bewässerung des Gartens genutzt werden. Oder vielleicht sogar für die Toilettenspülung und zum Wäsche waschen. Bei absehbar steigenden Preisen wird sich diese Investition sicherlich bald kompensieren.

    Dass Wasser ein rares Gut wird, lässt uns die Mahnung unserer Bundesumweltministerin Frau Lemke, die zum Wassersparen aufrief, nun erfahren. Wasser, das immer umsonst vom Himmel fiel soll plötzlich kostbar werden?
    Nun, Länder in direkter Nachbarschaft erfahren das ebenso wie auch viele unserer Bundesländer. Wasser wird nicht nur zum Löschen der Waldbrände benötigt, sondern auch zum Füllen der Swimmingpools. Können wir uns diesen Luxus noch leisten?

    Auch zur Erzeugung unserer Lebensmittel wird es dringend gebraucht.
    Das der Kampf ums Wasser ebenfalls schon längst begonnen hat, stellt unsere bisher gut versorgte Bürgerschaft in Mönchengladbach kaum fest. Dabei liegt es auf der Hand, dass es nach Gas als nächstes um die Wasserversorgung gehen wird. Unser allgemeiner Umgang damit ist in Frage zu stellen. Der städtische Wasserversorger hat alle Hände voll damit zu tun, um dieses Nitrat belastete Lebensmittel mit tiefer gelegenem Wasser zu mischen, um uns Bürgern eine gute Qualität zu gewährleisten. Die Überdüngung der Felder durch den Gülle-Tourismus ist schon lange ein Thema.  Gegenlenken der Niederländischen Politik zu weniger Massentierhaltung treiben die betroffenen Bauern nun auf die Straße.

    Wer als Bürger nun sparen will, und sich einen eigenen Brunnen auf dem Grundstück bohrt, sollte Obacht geben, wo er das Wasser anzapft. Brunnenwasser wird meist zur Bewässerung des eigenen Gartens und vielleicht zur wieder entdeckten Gemüseanpflanzung genutzt.
    In Teilen von Giesenkirchen ist das nicht so eine gute Idee. Hier saugt man Schadstoffe mit nach oben, deren Verursacher noch nicht ausgemacht ist. Diese Wasserstellen bergen erhebliche Probleme und können zur Vergiftung der Gärten führen. Die in Kenntnis gesetzten Betroffenen sollten dieses Wasser nicht nutzen!

    Gut, dass wir alle fließendes Trinkwasser zur Verfügung haben. Doch haben wir das alle? Wer in den heißen Tagen unterwegs ist, braucht etwas zu trinken. Nicht jeder schleppt ständig eine volle Flasche Wasser mit sich. Unsere Kids auf den Spielplätzen genauso wenig, wie die Älteren, die unbedingt noch unterwegs sein müssen oder wollen. Herz- Kreislaufprobleme bei über 30° sind vorprogrammiert.
    Was in unserer Stadt helfen kann, sind öffentliche Trinkbrunnen. Diese sind in vielen anderen Städten schon längst installiert und auch von der EU gefordert. Die NEW ist hier natürlich die erste Adresse. Diese hat sich wieder angeboten, die Installationskosten für die geplanten drei Trinkbrunnen zu übernehmen. Bei der Stadt will man noch abwarten wie genau die Forderungen der EU aussehen. Bei den aktuellen und kommenden Temperaturen sind Trinkbrunnen eventuell lebensnotwendig in manch einer Situation. Handeln ist gefragt.  Geplant ist schon lange genug.

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