Autor: Silvia Erbrath

  • SOLAWI  – Was ist das?

    SOLAWI  – Was ist das?

    In ganz Deutschland gibt es mittlerweile Landwirtschaften nach dem Model einer Solidarischen Landwirtschaft, kurz SOLAWI.

    Der erst seit ca. 200 Jahren gepriesene Kapitalismus ist hier nicht das Wirtschaftsmodell. Umsatzsteigerungen und Wachstum sind die Ziele nicht.
    Nein, gemeinsam produzieren und teilen steht hier im Mittelpunkt. Seit Tausenden von Jahren kommt die Landwirtschaft ohne chemische Gifte und Dünger zurecht, so wird es auch hier praktiziert.
    Gesunde Lebensmittel in Bioqualität werden angebaut.

    In unserer direkten Nachbarschaft in Meerbusch, Wegberg oder Jüchen-Neuenhoven sind diese Gemeinschaften entstanden und teilen auch in Mönchengladbach ihre Ernte.
    Biogemüse gibt es vor der Eigenen Haustüre. In Rheydt, Viersen, am Volksgarten, Windberg und auch vor Ort in Jüchen-Neuenhoven kann man Anteile der guten Kost erwerben. Ohne lange Transportwege werden Obst und Gemüse an die Abholstationen gebracht und können dort einmal wöchentlich abgeholt werden.

    Gegen eine Art Kaution kann man Mitglied des Vereins werden und sich somit an dem Europaweiten Umbau der Landwirtschaft beteiligen.
    Von diesem Beitrag werden z. B. Maschinen angeschafft. So kommt manches erwachsene Spielkind doch noch zu einem Trecker. Auch wenn nur in einem geringen Anteil. 😊
    Wer möchte, kann sich auch gerne in der Gemeinschaft an der Arbeit beteiligen.
    Der Verein in Jüchen-Neuenhoven besteht zurzeit aus über 100 Mitgliedern, die gemeinsam sähen, pflanzen, hacken und auch ernten. Dies unter fachlicher Leitung. Ganz ohne Leistungsdruck trifft sich hier eine Interessengemeinschaft, um Freude an der Arbeit zu haben und das Gewachsene zu genießen. Die Obst- und Gemüseernte kann für jeden der Mitglied werden möchte, in Anteilen erworben werden. Diese sind wöchentlich an den Abholstationen zu erhalten. Die Ernte ist in ganzen oder halben Korbanteilen zu erwerben. Somit liegt der wöchentliche Einkauf bei noch nicht einmal 15 Euro.

    Für nähere Informationen können Sie z. B. auf der Seite der SOLAWI in Jüchen-Neuenhoven fündig werden.
    https://www.solawi-neuenhoven.de/  oder
    https://www.solawi-meerbusch.de/
    oder auch ab dem 01.05.2024  https://www.basislager-wegberg.de/

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  • Vorgarten gestalten: pflegeleicht & insektenfreundlich

    Vorgarten gestalten: pflegeleicht & insektenfreundlich

    Wenn man durch die Stadt in die Siedlungen der Einfamilienhäuser geht, ist das Bild geprägt von vermeintlich pflegeleichten Gärten. Gebietsfremde Pflanzen wie Palmen, Kirschlorbeer oder Thuja sollen ein Bild der Kiesel- oder Schiefersteine auflockern.  Die geraden Linien nach alter preußischer Art vermitteln Ordnung und Sauberkeit. Meist mit Sperrfolie gegen Unkräuter versehene Flächen sind modern und für manchen Geschmack schick anzusehen.

    Um den Moosen auf den Steinen nach dem Winter entgegenzuwirken, wird in den frühen Monaten des Jahres gerne mit Grünspanentferner entgegengewirkt. Wer sich einmal das öffentlich zugängliche Sicherheitsdatenblatt, eines überwiegend in jedem Baumarkt vertriebenen Mittels durchliest, wird gewahr, wie gefährlich diese Mittel für die Umwelt ist.

    Es wird gewarnt diese Mittel großflächig einzusetzen. In Anbetracht der fünf Liter Kanister auf Paletten zum Verkauf angeboten, wird es ein gut nachgefragter Artikel sein, der hier in die privaten Hände verkauft wird.
    Diese Chemiekeule ist nach eigenen Angaben des Herstellers „Trinkwassergefährdend bereits beim Auslaufen geringer Mengen in den Untergrund“.

    Doch wer es mit der Ordnung hat, sollte sich auch an die Bauordnung halten. Es ist eine Frage der Zeit, wann die aktuelle Verordnung des Landes NRW in Mönchengladbach umgesetzt wird.
    Aktuell sind Schottergärten alle Illegal.

    Wer es besser machen möchte, kann sich bei der Volkshochschule zu dem Online-Kurs am 3.April anmelden.
    In einer kostenlosen Stunde wird hier vermittelt, wie man Vorgärten pflegeleicht und insektenfreundlicher gestalten kann.

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  • Zum Wohle der Bürger

    Zum Wohle der Bürger

    An der Speicker Straße, gegenüber dem Geroweiher, sind ca. 20 teils sehr große Bäume den jüngsten Verkehrsplanungen der Stadt zum Opfer gefallen.

    Wieder einmal plante die Verwaltung nach alter schwarzer Handschrift zum Wohle des Gewerbes eine Straßenführung, die Lärm und Schmutz nach sich zieht.
    Nach wie vor sind Arbeitsplätze wichtig für diese Stadt. Eine vorrausschauende Verkehrsplanung sollte dies auch sein.
    Mit dem Anlieferer und Pendlerverkehr erwarten die Anwohner eine hohe Belastung.
    Ein Hoffnungsschimmer in diesem Desaster ist der Umbau der Turmstraße, wie er von unserer neuen Dezernentin vorgestellt wurde.

    Im vergangenen Jahr hat die Stadt eine Mobilitätswoche durchgeführt. Die Bürgerbeteiligung wurde als Erfolg verbucht. Bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Verkehr in den Großstädten wurden Konzepte vorgestellt, die längst autofreie Zonen sind. Diese Version wurde unabhängig ebenfalls in den Workshops von beteiligten Bürgern so erarbeitet. Eine Phobie nicht versorgt zu werden, machte sich nicht breit. Schließlich ist der Liefer- und Versorgungsverkehr gewährleistet.
    Im Gegenteil: Weniger Verkehr, viel mehr Grün für bessere Luft und sicherere Fuß- und Radwege im Einklang mit einem öffentlichen Nahverkehr waren die Wünsche aller Beteiligten. Eine Stadt der kurzen Wege wird favorisiert.

    Weiterhin sollten die PKW Möglichkeiten haben, am Rand der Innenstadt in Parkhäusern einen Platz zu finden. Auch für unsere Stadt würde das bedeuten, dass man vorhandene Parkplätze am Rande der Stadt für Pendler einrichtet und einen Shuttleservice zu den Betrieben. Platz wäre an den Autobahnausfahrten am Nordpark genug. Ob man diese Variante bedacht hat, ist nicht bekannt. In Anbetracht der Erkenntnisse einer Klimakrise, die auch unsere Stadt trifft, hätte diese Entscheidung zumindest in Revision gehen müssen. Doch hierzu fehlte offenbar der politische Wille und Interesse.

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  • Ein zweiter Nationalpark ist eine Chance für die Region

    Ein zweiter Nationalpark ist eine Chance für die Region

    Einst war Mönchengladbach umgeben von Eichenwäldern.

    Die Luft war klar und das Wasser war rein.  Die massive Abholzung der Wälder begann auch vor unseren Stadttoren mit der Industrialisierung und dem Bevölkerungswachstum. Die Textilbranche schaffte Arbeitsplätze. Das ist auch heute noch wichtig.

    Wir haben unser Wohlstandbild in die weite Welt getragen und beklagen nun die massiven Abholzungen auf dem ganzen Erdball. Dabei sollten wir vor unserer eigenen Haustüre anfangen.
    NRW braucht einen zweiten Nationalpark. Dies ist kein „Nice to have“ sondern die Notwendigkeit nach jahrelangem Missbrauch der Natur im eigenen Land. Unser Optimierungswahn hat Wälder und Wiesen verschwinden lassen. Gerade einmal 0,4% unserer Fläche sind bewaldet. Die EU hat festgelegt, dass es 10 Prozent sein müssen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

    Foto: Silvia Erbrath

    Menschen, die in Naturschutzthemen unterwegs sind, wünschen sich zum Erhalt und Wiederaufbau der Fauna und Flora unseres Landes einen grünen Streifen, ausgehend von den Niederlanden, ausgehend vom Nationalpark De Meinweg bis nach Köln. Machbar wäre das schon, wenn denn der politische Wille da wäre.
    Zurzeit hört man, dass Bürgermeister, Verwaltungen und auch politische Bestrebungen immer noch dem alten Narrativ hinterherhecheln, ein weiterer Gewerbepark mit großen Hallen und LKW Verkehr würde den Menschen Sicherheit und Wohlstand erhalten. Dies ist schlicht falsch. Daher wehren sich Bürger in Elmpt (Niederkrüchten) oder in Sasserath (Mönchengladbach) bisher erfolgreich.  

    Um die negative Debatte für einen Nationalpark zu stoppen, muss man klar zum Ausdruck bringen, dass lediglich bereits vorhandene Waldflächen unter Naturschutz gestellt werden können.
    Kein Waldbesitzer wird enteignet und auch kein Bauer hat mit Einschränkungen auf seinen Äckern zu rechnen, betont der NABU.
    Selbst der abstrusen These, dass ein Nationalpark schädliche Auswirkungen auf das Klima hat, wird wohl jeder Klardenkende widersprechen können. Ganz im Gegenteil wirkt sich der Waldboden positiv auf die Menge und die Reinheit unseres Grundwassers aus. Das Regenwasser wird durch den Boden gehalten und gefiltert. Den massiven Problemen aus der Landwirtschaft wird somit ein Gegenpol gesetzt.

    Die neuesten Zahlen des Nationalparks Eifel zeigen, dass in einem Nationalpark ein großes wirtschaftliches Potential liegt. Die direkten Einnahmen liegen bei 2-3 Millionen Euro. Hinzu kommen ca. 30 Millionen Euro Umsatz aus dem Tourismus in dieser Region.
    In unserer nächsten Umgebung wären Anwärter der Reichswald (Kreis Kleve) oder auch ein ganz neues Gebiet, wenn sich die Kommunen endlich trauen und darum bewerben würden. Die Bewerbung ist nur noch bis Ende März möglich.

    Bis dahin finden Sie hier den Link zur Seite des NABU um für Ihren Favoriten zu stimmen:
    https://mitmachen.nabu.de/de/nationalpark-nrw

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  • Kopfweidenschnitte in Giesenkirchen

    Kopfweidenschnitte in Giesenkirchen

    Die Mitarbeiter der Naturschutzstation Haus Wildenrath sind derzeit in Giesenkirchen im Einsatz.

    In der Nähe von  Haus Horst werden aktuell Kopfweiden geschnitten. Dies ist erforderlich, damit die Bäume nicht auseinander brechen.
    Alle paar Jahre ist diese Maßnahme notwendig, um die Bäume gesund zu halten.
    Die hier abgebildeten Bäume weisen Äste mit einer Länge bis zu 20 Metern und einem entsprechend immensen Umfang.

    Ungefährlich sind diese Arbeiten nicht. Daher dürfen nur gut ausgebildete Mitarbeiter diese Kappungen durchführen. Auch Fotograf Johannes Erbrath aus Mönchengladbach ist vor Ort und arbeitet im Team mit.
    Naturschutz  ist teils eine sehr schwere und schweißtreibende Arbeit.

    Das Schnittgut der Bäume wird vor Ort zum Bau einer Benjeshecke verwendet.
    Eine Benjeshecke besteht aus den Stämmen der Kopfweide, die gegenüberliegend in den Boden gerammt werden. In den Zwischenraum wird das restliche Astmaterial und die Zweige eingebracht. Diese Naturhecken bieten Kleintieren und Vögeln wiederrum einen wertvollen Lebensraum.
    Für den Laien mag diese radikal erscheinende Maßnahme der Baumschnitte befremdlich sein. Dies haben die Mitarbeiter auch schon durch unschöne Kommentare erfahren. Die Maßnahme dient allerdings zum Erhalt der Bäume.
    Im Frühjahr werden die Bäume wieder sprießen.  Somit bieten sie wieder einen Lebensraum für Vögel und viele weitere Tiere.

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  • Sicherheit in unseren Städten

    Sicherheit in unseren Städten

    Zu diesem Thema wurde die parteilose Düsseldorfer Ordnungsdezernentin, Frau Britta Zur, nach Mönchengladbach eingeladen.

    Als ehemalige Richterin, Staatsanwältin und später auch Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen ist sie aussagefähig zum Thema Ordnung.

    Sie gab eine Übersicht, über die Veränderungen im Bereich der Kommunalen Sicherheitsmaßnahmen. Eine gute Ausbildung und auch Ausrüstung sind ein unverzichtbarer Bestandteil für die Menschen, die in unseren Städten für unsere Sicherheit sorgen.
    Wertschätzung und Teamgeist wird von Britta Zur gefördert und auch gefordert.

    Sie selbst nimmt teil an Aktionen mit Ihren Kollegen. Somit bleibt sie mit der aktuellen Situation auf der Straße vertraut und kann sich aus diesen und ihrer umfangreichen Berufserfahrung ein Bild der diversen Lagen machen und entsprechend delegieren.

    Zu diversen Themen wie Obdachlose als auch der Drogenszene nahm sie Stellung und bekannte sich gleichzeitig dazu, dass dies eine politische und auch gesamtgesellschaftliche Frage ist, die man gemeinsam lösen müsse.

    Beim Thema Kommunikation zwischen den Ämtern und der Polizei stach heraus, dass unsere Stadt hier noch ausbaufähig ist. Frau Zur beschrieb ihren intensiven Austausch in unserer Landeshauptstadt zwischen Polizei und ihrer Behörde.
    Sicher ist das Zusammenspiel mehrerer Kompetenzen eine Herausforderung. Die Landeshauptstadt ist mit über 500 Mitarbeitern in der Kommunalen Sicherheit bedeutend besser aufgestellt als Mönchengladbach.
    Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll nun in Mönchengladbach auf 28 erhöht werden.  

    Mehr Wertschätzung wünscht die Dezernentin sich für die Menschen, die in den Büros und auf der Straße für uns Bürger da sind.
    In diesen Berufen wird nicht das große Geld verdient. Ausschlaggebend für diese Berufswahl ist das Bedürfnis, für Sicherheit, Ordnung und Hilfe einen Beruf zu wählen, der der Gemeinschaft nützt.
    Diese öffentliche Informationsveranstaltung wurde von der CDU organisiert.

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  • Totes Reh im Umfeld des Volksgartens

    Totes Reh im Umfeld des Volksgartens

    Entsetzen macht sich breit, wenn man solche Bilder sieht.

    Offensichtlich hat hier jemand seinen großen Hund nicht im Griff. Dieses Bild ist am heutigen Donnerstag im Umfeld des Volksgartens entstanden.
    Ob dieses Reh das einzige Opfer ist, bleibt fraglich.
    Somit rückt die mangelnde Führungsfähigkeit des Besitzers in den Fokus. Alle Hundebesitzer und Ausführer eine Hundes ab einer Größe von 40 cm oder einem Gewicht ab 20 kg unterliegen in NRW der Pflicht, einen Sachkundenachweis zu erbringen.

    Nicht nur große Hunde bereiten Schwierigkeiten. Besitzer von kleinen Hunden halten es meist für übertrieben, wenn sie aufgefordert werden, diese zu erziehen. Die süßen Kleinen benehmen sich oft wie Rowdis anderen Hunden und Menschen gegenüber und tyrannisieren ihr Umfeld.

    Ob das Reh oder die Ente gejagt wird oder sogar das Kind angekläfft wird, ist Erziehungssache.
    Kein Hund wird böse geboren. Es bleibt dem Erzieher überlassen, was er aus dem Charakter des Tieres macht.
    Ein Hundeführerschein sollte in einer dicht besiedelten Stadt eingeführt werden.
    Alle Hunde und deren führende Personen sollten eine Ausbildung haben. Die Prüfung, ob ein Hundehalter geeignet ist, scheint derzeit noch kompliziert. In Anbetracht von Datenverknüpfungen und KI aber nicht unmöglich.  Eine Hundemarke ist schließlich auch ein erforderliches Muss.

    Der Sachverhalt wurde durch Polizei, Jagaufsicht und UNB aufgenommen.

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  • Tier des Jahres 2024 ist der Igel

    Tier des Jahres 2024 ist der Igel

    Nein, das kleine Tierchen auf dem Bild schläft nicht.

    Es ist tot. Tot, wie zwei weitere Igel, die innerhalb von 20 Metern und innerhalb von drei Wochen auf der Carl-Diem-Straße nahe dem Wald gefunden wurden. Mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von bis zu 7 km/h können Igel sehr schnell laufen. Den Rasern um den Volksgarten entkommen sie dennoch nicht.  Gerade aufgrund ihrer Geschwindigkeit und der immer wieder auftretenden Vorfälle, ist der Unfallcharakter dabei  zunehmend unglaubwürdiger.

    Die kleinen stacheligen Gefährten sind keineswegs nur Bewohner des Waldes. Oft findet man sie in unseren Vorgärten. Hier finden die Igel ihre Nahrung. Naja oder würden sie finden, wenn sie nicht auf Steinwüsten und (illegales) Pflaster treffen würden. Durch diesen Mangel an natürlicher Fläche sind die kleinen Säuger unterernährt und kommen nicht durch den Winter.

    Ein Rasen ist auch nicht die bessere Alternative, da dieser ebenfalls eine Nahrungswüste ist. Wie perfide der Umgang mit den stacheligen Gesellen sein kann, zeigt auch die „Innovation“ der Mähroboter. Durch die Bequemlichkeit des Hausbesitzers wird so manches Tier zum Invaliden. Mit abgetrennten Beinchen haben sie Glück, wenn sie auf einer Igel-Hilfe-Station landen. Das ist nach Schätzungen nur selten der Fall. Wie viele Tiere durch die Roboter und im Straßenverkehr umkommen kann man nur schätzen. Grob eine halbe Millionen alleine in Deutschland, so wird es zumindest vermutet. Wenn die Erwachsenen Igel im Frühjahr nicht zum Nest zurückkommen, bleiben die Igelkinder als Weisen hilflos allein und verhungern nicht selten.

    Wer Igeln helfen will, hat einen Garten mit Hecken und Ecken mit Totholz und Laubhaufen. In einem guten Versteck können Sie eine Überwinterungsmöglichkeit bieten. Im Gegenzug befreit der Igel als Nützling den Garten auf Grund seines Speiseplans von Schnecken, Insekten und anderem kleinen Getier.

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  • Haine und Raine – Dabei sein ist alles!

    Haine und Raine – Dabei sein ist alles!

    Runter vom Sofa und ab in die Buddelklamotten.

    Es ist Herbst und kalt und nass. Somit auch die beste Pflanzzeit des Jahres.
    Alle sind aufgerufen bei einer oder mehreren den unten aufgeführten Pflanzaktionen zu helfen.
    Ob Einzelpersonen, Vereine, Kinder in Begleitung von Aufsichtspersonen von klein bis groß sind alle herzlich willkommen. Viele haben sich schon beteiligt, aber es reicht noch nicht. Es sind noch reichlich Obstbäume und weitere Pflanzen da. Promis und die, die es werden wollen, sind auch schon gesichtet worden. Keiner sollte sich zu schade sein. Jeder ist eingeladen unsere Stadt zu begrünen.
    Wer seinen Garten schon für Igel, Marienkäfer und Co. bereitet und sein Dach schon begrünt hat kann sich weiter in der Stadt austoben.
    Auch ohne Erfahrung mit zwei linken Spaten ist man herzlich gerne gesehen.

    Unter Fachlicher Leitung wird bei guter Laune weiter gepflanzt. Wir Städter profitieren von besserer Luft, einem kühleren Umfeld im Sommer und einer besonderen Atmosphäre. Wer dabei sein möchte wird um Anmeldung gebeten um die Arbeiten besser koordinieren zu können.
    Eine kurze Mail an die Naturschutzstation Haus Wildenrath mit Anzahl der Teilnehmer und Terminwunsch erbitten wir an folgende Adresse: info@naturschutzstation-wildenrath.de. 
    Dies ist einer telefonischen Anmeldung unter der Rufnummer 02432-933400 vor zu ziehen. Wir sind meist schon draußen fleißig und freuen uns über weitere Helfer an den Vormittagen.

    Termine der Pflanzaktionen an verschiedenen Orten in Mönchengladbach sind wie folgt:
    14.11.2023; 17.11.2023; 25.11.2023; 30.11.2023; 07.12.2023; 20.12.2023

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  • Hat unser Wald Zukunft? Teil II

    Hat unser Wald Zukunft? Teil II

    Diese und viele weitere Fragen wurden an beiden Veranstaltungstagen von Lutz Fähser beantwortet.

    Waldbesitzer, Förster sowie weitere Entscheider aus Politik und Verwaltung, haben sich die sehr gut besuchten Veranstaltungen nicht entgehen lassen.
    Herr Fähser stellte das ausgesprochen ökonomisch sparsame sowie ökologisch interessante Konzept der Waldbewirtschaftung vor. Das Natura- und FSC- zertifizierte Modell wird in der BRD schon vielerorts übernommen. Der Kern dieser Art Umgang mit dem Wald ist nicht nur schonend, sondern auch finanziell reizvoll.
    Frei nach dem Motto: weniger bringt mehr.

    Das Konzept nach dem Vorbild des Stadtwaldes Lübeck setzt auf die Anpassung heimischer Arten.
    Dies funktioniert seit Tausenden von Jahren ohne den Einfluss des Menschen. Von Exoten aus anderen Gebieten wird abgeraten. Der Einfluss auf das gesamte Habitat ist nicht einschätzbar.

    Ein Waldspaziergang am Samstag den 21.10.23 im Buchholzer Wald vertiefte die Antworten zum praktischen Umgang. Die vielen Fragen aus der Reihe der Teilnehmer an beiden Tagen haben einen regen Informationsfluss und auch viele Diskussionen entstehen lassen. Gerne teilte Herr Fähser seinen langjährigen Erfahrungsschatz.

    Die Frage ob man von einem Pilz befallene Bäume fällen sollte, wurde mit der Gegenfrage beantwortet, „Welcher Baum ist krank?“.  Sicherlich haben alle alten Bäume abgestorbene Äste und Zweige. Dies zeigte auch der Spaziergang im Buchholzer Wald.
    Die in Teilen sehr alten Exemplare deshalb gleich komplett abzuholzen wurde an keiner Stelle empfohlen. Auf die Frage der Behandlung mancher Krankheiten oder auch Schädlingen  mit chemischen Mitteln zu begegnen kam ein  Klares: „NEIN. KEINE CHEMIE“.

    Auch die Verkehrssicherheitspflicht, die immer wieder zur Abholzung in unseren Wäldern führt, wurde deutlich erklärt. Es gibt keine in Waldgebieten!
    Lediglich Waldstraßen, seien davon ausgenommen. Jeder der in den Wald geht, sollte sich dessen Gefahren bewusst sein. Gerichtsurteile der Vergangenheit haben zu einer übervorsichtigen Reaktion der Verantwortlichen in unseren Wäldern geführt.

    Ein Ergebnis dieser herausragenden Veranstaltung ist, dass ein Waldbeirat in Mönchengladbach entstehen soll. Das gibt Hoffnung.

    In dem Wissen, dass nachfolgende Präsentation ohne erklärende Worte nicht einfach zu verstehen ist, halten wir den Informationsgehalt dennoch für wichtig.

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  • Aufruhr im Kuhstall

    Aufruhr im Kuhstall

    Im Land der Dichter und Denker wird der Umgang mit so genannten Nutztieren zunehmend zu einem ethischen Problem.

    Vorwiegend jüngere Menschen schauen gerne Clips in den neuen Medien mit Kühen und Kälbern. Hier wird mit den Tieren geschmust, diese als Kosmetikmodell verwöhnt oder auch Fußball gespielt. In einer Fußball-verrückten Stadt eine ganz neue Alternative für Kicker.

    Die Realität der Haltung sieht meist anders aus. Weder der Gewinn gesteuerte Handel noch der angeblich so tierliebende und gut gebildete Mensch greift überwiegend zu Produkten mit einem höheren Standard für mehr Tierwohl. Wobei diese Bezeichnung schon ein Verdrängen der Realität im Stall darstellt. In der massenhaften Stallhaltung mit der Kennzahl „1“ kommen diese Tiere nicht mal in den Genuss frischer Luft. Selbst Discountermärkte wie Aldi und Lidl wollen dieses System durch ihr Angebot hin zu mehr Bioprodukten ändern.

    Viele Bauern machen sich auf den Weg, ihren Tieren eine bessere Haltung zu bieten. Wald und Wiesen waren  und sind der natürliche Lebensraum von Rindern.  Bei gehaltvollerer Weide-Milch stehen diese Tiere garantiert an mindestens 120 Tagen auf der Weide. Doch das kostet Geld. Mit einem Preis unter einem Euro für einen Liter Milch kann dies nicht geleistet werden. Das sollten wir bedenken, bei unserem Griff zur Tüte Milch.

    Die braunen oder meist schwarz-weißen sanften Riesen sind fühlende Lebewesen, die selbst, oder deren Muttermilchprodukte im Supermarkt hygienisch verpackt und portioniert in der Auslage liegen. Ob das Kälbchen, das in der Leberwurst landet, seiner Mama direkt nach der Geburt oder erst nach einigen Monaten entrissen wurde, sieht man dem meist gut in Plastik verpackten Produkt nicht an. Was macht das für einen Unterschied für Mutter und Kind? Die Mütter schreien und rufen ihren Kälbern nach, wenn diese getrennt werden. Kälbchen, die in einem biologisch geführten Stall aufwachsen, dürfen länger bei der Mama bleiben.

    Der Kühe Muttermilch, so glaubt man, soll auch für uns gesund sein. Da fragt man sich, warum reagieren so viele Menschen auf Laktose intolerant? Sind es nur einzelne Personen, die Milchprodukte meiden sollen? Oder sind diese Menschen schlicht sensibler? Ist der massenweise Verzehr (84 KG pro Kopf im Jahr*) von z. B. Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Käse oder Butter wirklich nötig? Es gibt genügend Alternativen. Ob die gute alte Margarine, Hafer- oder Sojamilch, an einer Auswahl von verschiedenen Herstellern und Produkten mangelt es nicht.

    Der Siegeszug von Vegi Hack und auf pflanzenbasierenden Lebensmitteln boomt. Bei Milchprodukten ist noch reichlich Luft nach oben. Ob im Kaffee oder auf dem Brot kann man Neues testen. Meist ist es zudem Kalorienärmer. Warum also nicht mal etwas Anderes probieren?

    *Quelle Statista.

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  • Der Landesverband NRW des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hielt am Wochenende seine Vollversammlung in der KFH ab.

    Der Landesverband NRW des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hielt am Wochenende seine Vollversammlung in der KFH ab.

    Das Grußwort unseres Oberbürgermeisters Felix Heinrichs richtete sich an die Teilnehmer mit dem Bekenntnis zu den großen Herausforderungen dieser Zeit.

    Er stellte klar, dass es Veränderungen braucht, denen sich die Stadt stellt. Gleich zum Einstand des Tages machte er deutlich, wie schwierig Natur-, und somit Menschenschutz ist. Die unterschiedlichen Interessen des Einzelnen zu beschneiden um zum Wohle Aller zu handeln ist eine immense Aufgabe. Gleichzeitig sprach er die Einladung aus, mit Aufklärung und Überzeugung zu einer guten Zusammenarbeit zu kommen, die sicherlich aus den bisherigen Erkenntnissen noch ausbaufähig ist.

    Der Vorsitzende des Stadtverbandes Mönchengladbacher NABU Kurt Sasserath. Gab einen Überblick über den Stadtverband und seine Tätigkeiten. Er thematisierte die Landschaftliche Zerstörung und die Wasserproblematik der Stadt. Mit Witz und Scharm nahm er das Publikum mit auf eine kleine Geschichtsreise. Er sprach eine erste Einladung zu einem baldigen Vortrag des Waldexperten Lutz Fähser aus.

    Frau Heide Naderer, als Vorsitzende des NABU NRW, nahm die Fäden auf. Nach den Rückschritten der vergangenen Zeit lagen die Hoffnungen in einer neuen schwarz grünen Landesregierung. Diese enttäuschte bisher. Sie legte allen das Handlungsprogramm https://nrw.nabu.de/imperia/md/content/nrw/stellungnahmen/221128-nrw-handlungsprogramm-2022.pdf  ans Herz, das immer noch im Internet öffentlich zur Verfügung steht. Es wurde vor der Wahl erstellt. Dies wurde entwickelt um fundierten Natur-, Arten- und Klimaschutz im Land zu betreiben.

    Sie machte deutlich, dass fachliche Grundlagen beiseitegeschoben werden, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Der Flächenkampf ist ein großes Thema. Trotz aller Bedenken machte Sie Mut und hofft mit der Landwirtschaft und der Gruppe Wald und Holz neue Verbündete zu finden. Auch im Garten und Landschaftsbau soll es weiter voran gehen. Die Fachtagung Fließgewässer wurde ebenso thematisiert wie der naturverträgliche Bau von erneuerbaren Energien.
    Unzählige Themen beschäftigen die Organisation, die vom Ehrenamt lebt.
    Bei seiner Verabschiedung  wurde dem langjährigen Geschäftsführer des NABU NRW, Herrn Bernd Kamp ein besonderer Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen.

    Bernhard Kamp hat mit seinem beständigen Einsatz und seiner menschlichen Art bedeutend zu den Erfolgen des NABU in den vergangenen fast vier Jahrzehnten beigetragen.
    Als er 1987 als erster hauptamtlicher Geschäftsführer in der provisorischen Geschäftsstelle in Wesel eingestellt wurde, hieß der NABU noch „Deutscher Bund für Vogelschutz“ und zählte in NRW gerade 22.000 Mitglieder. Kontinuierlich und beharrlich arbeitete Bernhard Kamp zusammen mit den Landesvorsitzenden und Vorständen und zunächst einer handvoll Mitarbeiter*innen daran, den Verband zu professionalisieren und wachsen zu lassen. „Heute arbeiten allein in der Landesgeschäftsstelle 30 Hauptamtliche.
    Die Mitgliederzahl ist auf über 125.000 angewachsen. Eine unglaubliche Entwicklung!“, dankte der langjährige Weggefährte, ehemalige NABU-Präsident und jetzige Vorsitzende der NABU International Naturschutzstiftung Olaf Tschimpke Bernhard Kamp für seinen all die Jahre engagierten Einsatz.

    Seit 1. September führt nun Jonas Krause-Heiber die Geschäfte des NABU NRW. 1985 am Niederrhein geboren stand das Berufsfeld „Naturschutz“ früh fest. Einem entsprechenden Auslandsstudium, dem Bundesfreiwilligendienst beim NABU Niedersachsen und seiner Tätigkeit als Koordinator für Vogelschutzprojekte beim Sächsischen Landesumweltamt folgte die Leitung der Regionalstelle Rhein-Westerwald beim NABU Rheinland-Pfalz. Nach Abschluss des Masterstudiums „Nonprofit-Management and Governance“ kam er vor gut drei Jahren als Teamleiter zunächst im Bereich Projekte später in der Verbandsentwicklung nach Düsseldorf zum NABU NRW.
    Seit August 2022 war er hier als stellvertretender Geschäftsführer tätig.

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  • Fridays for Future: Eindrücke von der Demo in Mönchengladbach

    Fridays for Future: Eindrücke von der Demo in Mönchengladbach

    Die heutige Demo der FFF ist, wie gewohnt, friedlich verlaufen.

    Begleitet von der Polizei zogen die Demonstranten vom Platz der Republik über den Sonnenhausplatz zum „Alter Markt“.
    Schlachtrufe gegen den Kapitalismus und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen waren trotz fehlendem Equipment deutlich vernehmbar. Einige beeindruckende Ansprachen wurden vom umstehenden Publikum und den Demonstranten mit großem Beifall unterstützt.
    Die berechtigten Zukunftsängste wurden ebenso thematisiert, wie die Ungerechtigkeiten der aktuellen Zeit. Zum Nachdenken regten die verschiedenen Beiträge auf jeden Fall an.
    Die junge Generation wurde von vielen aus den älteren Generationen unterstützt.
    Einige Eindrücke der Demonstration finden Sie im folgenden Video.

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  • Freitag ist Streiktag

    Freitag ist Streiktag

    Am Freitag, den 15.09.2023 um 14:00 Uhr werden Fridays For Future wieder eine Demonstration in Mönchengladbach auf dem Platz der Republik starten.

    Aushänge dazu finden Sie in den Häusern der evangelischen Friedenskirchen.

    Für eine Großstadt wie Mönchengladbach war die Beteiligung bisher überschaubar.
    Es kann einen nur verwundern, da gerade vor den Toren Mönchengladbachs weiter ein riesiges Loch in die Erde gegraben wird, das unserer Region Wohlstand gebracht hat, nun aber nachhaltig an der Klimakrise mitwirkt, die nicht so leicht umkehrbar ist. Gerade die jungen Menschen werden lange mit den verschiedensten Ereignissen zu kämpfen haben, die wir heute noch größtenteils bestaunen und anschließend ignorieren.
    Gladbach selbst ist bisher noch nicht stark betroffen.
    Bis auf ein paar vollgelaufenen Keller, die unsere Heizungssysteme bedrohen und eventuell ein paar Hitzewellen sowie Dürren, sind größere Schäden ausgeblieben. So nach und nach sickert die Erkenntnis durch, dass jeder Einzelne von uns an dem Rädchen des Klimas drehen kann.
    Es verwundert, dass gerade viele der älteren Generation sich sträuben dies anzuerkennen und weiter machen wie bisher. Ja, es gibt auch viele junge Menschen, die nicht in Askese leben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

    Alle Menschen wollen das Leben genießen. Dass dies zu Lasten aller geht, merkt man in dem Moment nicht.  Doch die Hauptschuld liegt auf dem Konto der älteren Generation. Das ist Fakt. Das ist nicht nur historisch bedingt. Man darf sich fragen, welche Erholung der gut gestellte Rentner braucht und somit weiterhin fröhlich in den Wintermonaten in den Süden fliegt, oder auf Dampfern durch die Weltmeere tuckert.
    Gut, dass das Enkelkind für den Urlaub noch schnell einen Zehner in die Hand gedrückt bekommt, damit es sich noch ein Eis kaufen kann bei der Hitze, die uns alle in manchen Jahren quält.

    Oft wird die bewährte Gasheizung als Neuanschaffung auch gerne dem Urlaub vorgezogen. Herzlichen Dank an die, die demnächst durch die von der vorherigen Regierung beschlossene CO²-Steuer einen saftigen Ausgleich für diese Art zu heizen zahlen müssen.

    Natürlich sind nicht alle gleich. Dass sich viele bemühen, kann man an den wachsenden Anteilen der Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sehen. Auch ein paar der umstrittenen Elektroautos sind in der Stadt unterwegs. Beim Einkauf soll es viele geben, die auf nachhaltigere Ware Wert legen.

    Im Großen und Ganzen darf man sich bei manchen Medien bedanken, die, um Auflagen zu steigern, sehr gerne hetzten.
    Doch sollte es nicht anders sein? Die Kinder sollen es doch mal besser haben!
    Wenn Vater Staat schon, gerichtlich angemahnt, seinen Aufgaben nicht nachkommt, die Lasten der Klimakrise gerecht zu verteilen, sollte man dann nicht zusammenhalten?
    Menschen, die das Arbeitsleben verlassen haben, brauchen nicht mehr um einen Arbeitsplatz zu bangen, wenn sie sich den Protesten anschließen. Es ist Zeit in einer Demokratie die Möglichkeiten auszuschöpfen und die eigene Stimme zu erheben, um sich für eine bessere Zukunft für uns alle einzusetzen.
    Ärzte und Wissenschaftler sind schon lange dabei.  Wir können eine sozial gerechtere Welt auf einem gesunden Planeten einfordern und auch erschaffen. Hand in Hand können Menschen allen Alters dafür kämpfen, diesen Planeten und seine Natur wieder gesund zu pflegen.
    Warum tun wir es nicht alle gemeinsam? Last die Kinder nicht allein!

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  • Samstag ist BatNight an Schloss Rheydt

    Samstag ist BatNight an Schloss Rheydt

    Wenn die Dunkelheit naht, sind am  Samstag, den 26.08.2023 um 20:00 Uhr Fledermausexperten und alle die es werden möchten, zur kostenlosen Infoveranstaltung an Schloß  Rheydt eingeladen.

    Die Experten Michael und Michael vom NABU Mönchengladbach geben interessante Einblicke in die Welt der kleinen Nachtjäger.
    Bei gutem Wetter kann man mit auf Entdeckungsreise gehen und die Flugkünste der Insektenjäger bestaunen. Die Teilnehmer selbst können nach anschaulichen Informationen einige Arten selbst bestimmen. 
    Große und kleine Gäste sind geladen zum „Kenner“ zu werden nachdem die Experten einen geringen Teil Ihres Wissens vermittelt haben.
    Die Hauptdarsteller dieser Veranstaltung werden mit ihren Flugkünsten überraschen und ihre außergewöhnliche Akrobatik zum Besten geben. Teils fangen sie Ihre Beute direkt über den Köpfen der Menschen und bewahren diese vor lästigen Mückenstichen.

    Foto: Silvia Erbrath

    Falls nach der Veranstaltung Bedarf besteht diesen niedlichen Säugetieren ein zu Hause zu bieten, hat der NABU Anleitungen zum selber bauen der Behausungen auf der Webseite, oder auch die Naturschutzstation Haus Wildenrath bietet fertige Modelle schon ab 25,00 Euro in verschiedenen Größen und Formen an.

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  • Die “mags” macht das schon!?

    Die “mags” macht das schon!?

    Radikal werden die Aktivitäten der mags im Sommer vom Wald auf die Wiesen verlegt.

    Nachdem Bäume gefällt und das Gebüsch im Park kurz und klein gehäckselt sind, werden nun die städtischen Grünstreifen in Angriff genommen. Im Frühjahr ließ man diese mancherorts noch wachsen. Ob aus Zeitmangel oder Absicht ist nicht bekannt. Gerade hier entstanden und entstehen in der gesamten Vegetationszeit wichtige Wildkräuterwiesen, die sich selbst erschaffen. Diese werden nun kurz und klein geschnitten.  Der Insektentisch wird wieder abgeräumt.

    Es wird immer mehr dazu aufgerufen, den Rasen so wenig wie möglich zu schneiden.
    Zweimal im Jahr ist ausreichend.
    Gerade zwischen Bäumen dürfte das eine Erleichterung sein. Der englische Rasenstyle ist out!
    Dieser grüne Teppich im Golfplatz Style sollte der Vergangenheit angehören. Sicher sind Liege- und Spielwiesen ausgenommen. Alles andere ständig zu mähen, schädigt nur und ist Blödsinn. Der kurz geschnittene Rasen verbrennt in den Sommermonaten und wird braun. Das sieht hässlich aus. In vielen Privatgärten wird teures Wasser genutzt, um dies zu vermeiden.  

    Eine Wiese ist gegen Trockenheit resistenter und auch länger grün. Während die meisten Menschen Spitzwegerich und viele andere Kräuter nur noch als Bestandteil der Arznei in der Apotheke kennen, haben Bienchen und Co. hier ihr zu Hause und einen reich gedeckten Tisch. Also warum mähen?
    In vielen Bereichen in unserer Stadt hat die mags wunderschöne Bepflanzungen angelegt. Sie sollen Insekten einen Lebensraum schaffen und unser Auge erfreuen. Das dies auch ohne viel Aufwand von Zeit und Geld möglich ist, sollte bei den Profis bekannt sein.
    Im Volksgarten haben sich Teppiche der kleinen Braunelle ausgebreitet. Dies ist die Pflanze des Jahres 2023. Sie wächst nur, wenn man ihr Zeit lässt um Samen zu bilden.

    Ebenso am Volksgarten wurden für die Eichhörnchen tolle Querungsbrücken angelegt.
    Doch was ist mit den anderen Tieren?
    Frösche, Molche und andere Amphibien lassen hier ihr Leben. Auch deren Bestände sind weiter Rückläufig. Tunnel oder Amphibienzäune sind teuer. Zusätzlich braucht man Freiwillige die zweimal täglich helfen um Tiere über die Straße zu bringen.
    Rehe, Fuchs, Igel und viele andere Tiere haben ebenso das Nachsehen. Die gut genutzte Rennstrecke um den Volksgarten wird also weiterhin zur Todesfalle für viele andere Tiere. In Teilen gibt es Alternativen zur Waldumfahrung über die Korschenbroich Straße. Man muss diese nur den Autofahrern zumuten.

    Willst Du was Gutes tun, dann tue nichts und las die Natur mal machen!

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  • Hochseilartisten haben freie Bahn

    Hochseilartisten haben freie Bahn

    Nun ist es endlich so weit.
    Für eines der beliebtesten Waldtiere sind nun im Volksgarten Hilfen installiert worden.
    Hoch über der Fahrbahn können flinke Eichhörnchen nun die Fahrbahn der Peter Krall Straße am Volksgarten passieren.

    Foto: MG-Heute

    Zwischen den Bäumen sind Seile angebracht um den Tieren die Überquerung der Straße zu erleichtern. Für den Schutz der kleinen Nager ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung.  Wollen wir hoffen, dass sie diese Möglichkeit entsprechend nutzen.

    Foto: MG-Heute

    Die possierlichen Tierchen mit dem puscheliegem Schwänzchen werden oft Opfer der Autofahrer.
    Nun haben sie eine Möglichkeit, die gut befahrene Straße gefahrloser zu überqueren.

    Es bleibt noch viel zu tun in Sachen Naturschutz. Der Anfang ist gemacht.  So freut man sich über die Seile und hofft, dass diese von den Eichhörnchen gut angenommen werden und man die kleinen Artisten bei den Querungen beobachten kann.  Danke an alle Beteiligte.

    Video: MG-Heute

    Die Seile sind unterschiedlich lang – 12,60 Meter, 16,60 Meter und 19,50 Meter – und an drei besonders kritischen Stellen der Peter-Krall-Straße mithilfe eines Steigers angebracht worden: die Eichhörnchenbrücken. Der tiefste Punkt der Seile beträgt sechs Meter über der Straße. An den Bäumen selbst sind die Seile in 7,5 Meter Höhe angebracht worden.
    Befestigt hat Forst-Mitarbeiter Jan Klassen die 40 Millimeter starken Kunsthanfseile mithilfe flexibler Rundschlingen, die mit dem Baumstamm wachsen. Ein Schild macht demnächst auf die Eichhörnchenbrücken aufmerksam und sensibilisiert für das Thema.

    In den kommenden Wochen will Werner Stops eine Wildtierkamera an einem der drei Bäume anbringen, um zu sehen, ob und wann die neuen Seile von den Nagern angenommen werden. Er ist optimistisch, dass die kleinen Kobolde diese „Luftbrücken“ schnell nutzen.

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  • Europas Green Deal und was wir damit zu tun haben

    Europas Green Deal und was wir damit zu tun haben

    Ein Aufschrei hallt von Brüssel über Berlin hin zu unserem schönen Mönchengladbach.

    Keine geringere als die EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat im Jahr 2019 den Green Deal ausgerufen. Dieses neue Klimaschutzgesetz wurde über mehrere Jahre und Instanzen beraten und verhandelt, um Europa bis 2050 Klimaneutral zu machen.
    Nun steht diese Gesetzgebung vor dem Abschluss und ausgerechnet die EVP mit ihrem Vorsitzenden Manfred Weber (CDU/CSU) torpediert nun diese Gesetzgebung. Manfred Weber hat kürzlich noch ein Interview beim Sender Phönix gegeben, indem er das Verbrenner-aus 2035 in Frage stellt.
    Dabei hat sich die deutsche Autoindustrie im Handelsblatt selbst dazu gestellt, dass der Green Deal nun vorangetrieben werden muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Herr Weber sich für die Europawahlen im nächsten Jahr in Stellung bringen will. Man sieht hier Parallelen zu einer 11,5% Partei ( FDP ) des deutschen Bundestages, die auch durch Blockaden mehr Schlagzeilen macht als durch konstruktive Politik.

    Die Zeichen der Zeit sind nun aber nicht weg zu diskutieren. Überschwemmungen nach Starkregen wie in Münster, Solingen und auch bei uns in Mönchengladbach Rheydt kommen nicht von ungefähr. Vollgelaufenen Keller lassen uns früher eine neue und moderne Heizung benötigen, als die Politik beschließen möchte.
    Die größte Katastrophe bisher hatten wir im vergangenen Jahr im Ahrtal mit 134 Toten. Keiner kann nachempfinden, was ein Vater mit seinem Kind auf dem Arm empfindet, wenn seine Frau mit seinem anderen Kind von den Fluten im Ahrtal weggerissen wird. Haben wir das alles schon vergessen?

    Wen die menschlichen Schicksale nicht rühren, sollte auf die zerstörten Werte der Wirtschaft schauen. Nicht nur Infrastruktur, wie Straßen und Gas- und Stromleitungen, sondern auch viele Unternehmen hat es die Existenz gekostet oder große finanzielle Anstrengungen diese wieder aufzubauen. Wie viele Arbeitsplätze kostet das? Versicherungen sind nicht mehr bereit alle Risiken zu tragen. Die Münchner Rückversicherung malt ein dunkles Bild der Zukunft, was die Schäden des Klimawandels uns alle kosten werden.

    Es setzt sich immer mehr der Gedanke durch, dass Versorgungssicherheit mit der aktuellen Methode in der Landwirtschaft, die durch das Ausbringen chemischen Zusätzen sowie Pestiziden und Fungiziden unsere Biodiversität und somit unsere Lebensgrundlage vernichten. Bauern haben vor Jahren gegen eine Industrie rebelliert. Gegen eine Abhängigkeit von der Chemie Industrie, die verändertes Saatgut nur in Verbindung mit vom gleichen Herstellern angebotenen chemischen Düngern und Pflanzenschutzmittel gedeihen lässt. Auf deutschen Äckern landet immer noch zu viel Gülle, z. B. aus den Niederlanden und verseuchen unser Trinkwasser. Was die Aufbereitung kostet, sehen wir auf unserer Wasserrechnung.

    Doch was kann man tun? Bleibt uns nur alle vier Jahre ein Kreuzchen?
    Nein. Wir alle sind aufgerufen uns an politischen Prozessen zu beteiligen. Die Vertreter vor Ort sind für die kommunale sowie die bundespolitische Arbeit auf unsere Stimmen und Meinungen angewiesen. An diese sollte und kann man sich wenden, wenn man sich nicht vertreten fühlt.
    Die Meinungsbildung dieser Menschen sollte man nicht alleine einer starken, meist klimaschädlichen Wirtschaftslobby überlassen, die im Verhältnis von 80:1 gegenüber Umweltverbänden (Quelle: Lobbycontroll) Einfluss auf die Politik nimmt. Eine weitere Möglichkeit das Vorhaben dieses Gesetzes zu unterstützen, geben wir mit folgendem Link zu einer Petition:
    https://act.greens-efa.eu/de/ohne-natur-keine-nahrung?source=jp email biodiversity 20230524 

    Diese Onlinezeitung ist entstanden aus dem Gedanken, den Bürgern eine Möglichkeit zur Beteiligung zu geben. Ob schriftlich oder über unseren neuen Podcast.  
    Eine faire Information ist genauso Bestandteil, wie die Möglichkeit der Teilhabe an öffentlichen Diskussionen.

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