Autor: Redaktion

  • Schützenfest in Giesenkirchen

    Schützenfest in Giesenkirchen

    Vom 01. Juni 2019 – 04. Juni 2019 feierte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Giesenkirchen 1421 e.V. bei super schönem Wetter ihr diesjähriges Schützen- und Heimatfest.

    Im Mittelpunkt des diesjährigen Schützen- und Heimatfestes, standen das Königspaar Manfred und Elis Könes, die beiden Ministerpaare Freddy und Ilse Nellen sowie Bernd und Birgitt Breymann, der Jungkönig Nico Mikulla mit seinen Ministern Manfred Esser und Timo Alexander sowie Schülerprinzessin Vanessa Kranz mit ihren Rittern Anna Heister und Annalena Eichler.

    Bereits vor dem Offiziellen Start des Schützen- und Heimatfest am Samstag, fand an Christi Himmelfahrt der traditionelle Besuch des Caritaszentrum in Giesenkirchen  statt. Hier Besuchte die Bruderschaft mit der Blaskapelle „Hueschter Boschte“ die Bewohner des Altenheimes und bescherten ihnen ein paar schöne Stunden. Des weiteren besuchten die Majestäten, Königsadjutant und Brudermeister am Freitag die Kindergärten auf der Lorenz-Görtz-Straße und der Kruchenstraße in Giesenkirchen.

    Mit dem Antreten am Festzelt und durch die Böllerschüsse des Artilleriezugs, der in diesem Jahr sein 50 jähriges Bestehen feiert, wurde am Samstag das Schützenfest dann so richtig eröffnet. Als erstes ging es danach zunächst zum 1. Brudermeister. Dort errichtete man zu seinen Ehren den ersten Maibaum des Tages. Anschließend ging es zur Serenade am Caritaszentrum bevor man den König, Jungkönig und die Schülerprinzessin an den Residenzen abholte. Im Anschluss daran wurde erstmals unser neuer Präses Achim Köhler am Pfarrhaus abgeholt, bevor es ins Festzelt ging. Am Abend spielte dann die Partyband „Sam Sound and Musik“ im Festzelt bis mitten in der Nacht zum Tanz.

    Am Sonntagmorgen ging es dann zum Totengedenken, Kranzniederlegung und Großen Zapfenstreich auf den Friedhof. Bei der anschließenden Festmesse durch unseren Präses Achim Köhler kam es zu einem Höhepunkt eines jedem Bruderschaftlers. Unsere neue Bruderschaftsfahne, die durch die Spendenbereitschaft der Schützen finanziert wurde, wurde geweiht und geht fortan der Bruderschaft voran. Im Anschluss der Festmesse, ging es zum traditionellen Frühschoppen ins Festzelt. Hier wurden dann noch einige Schützen für ihre langjährige Mitgliedschaft in unserer Bruderschaft geehrt, die bei der Ehrung am 11. Mai nicht Anwesend sein konnten.

    Geehrt wurden:

    Für 40 Jahre Mitgliedschaft Walter Götz und Heinz-Jürgen Meuser

    Für 25 Jahre Mitgliedschaft Jörg Maibaum, Alexander Ringel, Manfred Esser, Norbert Breuer, Jochen Breuer und Herbert Buchkremer

    Am Nachmittag stand dann der große Festumzug durch den Ort mit anschließender großen Parade auf dem Programm. Bevor es im Festzelt mit den Ehrungen verdienter Schützen durch den Bezirksbundesmeister Horst Thoren und dem Königsehrenabend weiterging.

    Geehrt wurden:

    Michael Deneer, Ralf Duks, Reinhard Held, David Wenzel und Pascal Wenzel mit dem St. Sebastianus Orden in Bronze; Uwe Hufschmidt, Roland Kempermann und Nico Mikulla mit dem St. Sebastianus Orden in Silber; Hans Goertz mit dem St. Sebastianus Orden in Gold sowie Peter Pohl und Manfred Könes mit dem silbernen Verdienstkreuz.

    Der Schützenfestmontag wurde traditionell mit dem Empfang des Bezirksvorstehers im Ratshausgarten begonnen. Hermann Josef Krichel Mäurer konnte viele Gäste aus Politik, Bruderschaften und anderer Vereine begrüßen. Traditionell auch, das er verdiente Schützen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Giesenkirchen mit dem Ehrenstock des Bezirks auszeichnet. In diesem Jahr ging der Ehrenstock an Heinz Hoeveler von den Sappeuren 71.

    Im Anschluss des Empfangs fand dann ein kleiner Klompenumzug mit anschließender Klompenparade am Konstantinplatz statt, bevor es im Festzelt mit dem Klompenball weiterging.

    Am Dienstagmorgen besuchten die Majestäten, Königsadjutant und Brudermeister noch den Kindergarten Maria Königin am Fliederweg und anschließend waren sie zum Frühstücken in der Erna Borgs Begegnungsstätte vom Heimatverein, bevor es am Nachmittag einen kleinen Festumzug mit anschließender Parade am Konstantinplatz gab. Im Anschluss daran fand zum Abschluss noch ein Tanzabend im Zelt statt.

    Der Brudermeister bedankte sich zum Abschluss des Schützen- und Heimatfest in Giesenkirchen für die große Unterstützung der diesjährigen Prunk.

    Alle Bilder: St. Sebastianus Schützenbruderschaft
    Text: St. Sebastianus Schützenbruderschaft

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  • Zwei verdächtige Frauen auf der Reyerstraße – Wer kann Angaben machen?

    Zwei verdächtige Frauen auf der Reyerstraße – Wer kann Angaben machen?

    Die Dreistigkeit, mit der zwei bislang unbekannte Frauen am Mittwoch um die Mittagszeit auf der Reyerstraße bei einem 87-Jährigen und seiner Frau auftraten, wird diesen wahrscheinlich noch einige Zeit unangenehm in Erinnerung bleiben.
    Zwar ist den Frauen bisher strafrechtlich nicht viel vorzuwerfen.

    Dennoch geht die Polizei davon aus, dass sie auf Diebestour und mit ihrer Masche darauf aus waren, das Rentnerpaar zu bestehlen.

       Um kurz nach 12:00 Uhr bemerkte der 87-Jährige auf seinem Grundstück zwei ihm unbekannte Frauen.
    Die ältere ist etwa 40 Jahre alt, 1,60 Meter groß, hat eine kräftige Figur und trug ein Kleid.
    Ihre jüngere Begleiterin wird auf 20 bis 25 Jahre geschätzt, ist schlank und wird als südländischer/italienischer Typus bezeichnet.
    Der 87-Jährige ging zu den Frauen und fragte sie, was sie denn wollten.
    Die Ältere entgegnete daraufhin, dass sie ein Glas Wasser bräuchte.

       Als der Rentner ihr eine Wasserflasche aus seiner Gartenlaube holte, war die plötzlich nicht mehr gut genug und die Frau lehnte ab.
    Vielmehr bat sie auf einmal um eine Schmerztablette, schob den 87-Jährigen leicht zur Seite und betrat mit ihrer Begleiterin das Haus.

       Ihr Aufenthalt im Haus währte aber nicht lange. Zwar sahen sie sich dort interessiert um, ständig beobachtet von den Senioren, wurden von diesen aber, als sie Anstalten machten, ins Oberschoss zu gehen, rigoros aus dem Haus verwiesen.

       In welche Richtung die Frauen anschließend gingen, ist nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sie unmittelbar danach erneut unter irgendeinem Vorwand versuchten, in eine Wohnung oder ein Haus zu gelangen.

       Die Polizei fragt daher, wer die beiden Frauen gesehen hat und bei wem sie möglicherweise ebenfalls versuchten, in die Wohnung zu gelangen.
    Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei unter Telefon 02161-290.
    (jl)

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  • Aktualisierung durch die Polizei Mönchengladbach: Demonstration am Sonntag, 02. Juni 2019

    Aktualisierung durch die Polizei Mönchengladbach: Demonstration am Sonntag, 02. Juni 2019

    Die Polizei Mönchengladbach hat die rechtlichen Beurteilungen in Bezug auf die am kommenden Sonntag angemeldete Versammlung des Bündnisses “Mönchengladbach steht auf” abgeschlossen und Auflagen erteilt, die den Charakter der Versammlung wesentlich verändern.
    Auch vor dem Hintergrund der im Raum stehenden Tat an der Moschee von vergangenem Dienstag wurde der Demonstrationsweg geändert.
    Dieser wird die hinter dem Hauptbahnhof Rheydt gelegene Moschee nicht mehr unmittelbar passieren. Kundgebungen dürfen im weiteren Umfeld dieser Moschee stattfinden.

    Darüber hinaus hat die Polizei Mönchengladbach das von dem Anmelder beantragte Verwenden von Pyrotechnik nicht gestattet.   

    Letztlich wurde dem Anmelder untersagt, auf dem Marktplatz in Rheydt ein Schwein bzw. Spanferkel zu grillen, da die Polizei Mönchengladbach dieses im gegebenen versammlungsrechtlichen Zusammenhang als gezielte und nicht durch die Versammlungsfreiheit geschützte Provokation wertet.
    Eine weitere, der Sondergenehmigung entsprechende Nutzung in Form eines Grillens und dem Ausschank von Getränken, ist von diesem Verbot unberührt.

    Das war bisher bekannt;

    In den vergangenen Tagen sind in der Öffentlichkeit und teilweise auch in den Medien Verunsicherungen in Bezug auf eine Demonstration verlautbart worden, die für den kommenden Sonntag in Rheydt angemeldet ist.
    Anlass war der Fund eines abgetrennten Schweinekopfes an einem Nebengebäude einer Moschee in Mönchengladbach-Rheydt.
    Die Ermittlungen nach Verantwortlichen laufen derzeit noch in Form einer Ermittlungskommission.

    Die Polizei Mönchengladbach hat vor diesem Hintergrund eine weitere intensive Bewertung vorgenommen und informiert wie folgt:
    “Wir haben es hier mit einer Versammlung zu tun, in deren zeitlichem Vorfeld eine geschmacklose Tat im Raum steht, die zu einer höheren Emotionalisierung geführt hat. Wir nehmen eine deutliche Verunsicherung in der Gesellschaft wahr und haben dafür Verständnis”, so Polizeipräsident Mathis Wiesselmann. “Gleichwohl ist die Tat bislang nicht beweissicher geklärt und wir müssen die Umstände als Polizei ebenfalls faktisch und fern von Spekulationen und Vermutungen betrachten und bewerten. Das Versammlungsrecht schützt die Meinungskundgebungen, so lange nicht gegen geltendes Recht verstoßen und die öffentliche Ordnung gewahrt wird. Unsere Aufgabe ist es nun, die geeigneten Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit und die öffentliche Ordnung zu schützen, gleichwohl aber auch das Recht Aller auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in dem möglichen Maße zu gewähren.”

    Vor diesem Hintergrund finden aktuell auf Hinwirken der Polizei Mönchengladbach erneute Kooperationsgespräche in Bezug auf diese Demonstration statt.

    Während der Demonstrationen am Sonntag wird die Polizei Mönchengladbach stringent darauf achten, dass die bis dahin abschließend kooperierten und angeordneten Auflagen eingehalten werden und konsequent gegen Verstöße vorgehen.   

    “Wir hoffen auf einen friedlichen und besonnenen Verlauf des Tages auf allen Seiten”, appelliert Mathis Wiesselmann.
    (cw)

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  • Zubringer Mönchengladbach zur NRW-Sternfahrt in Düsseldorf, Sonntag 02.06.2019

    Zubringer Mönchengladbach zur NRW-Sternfahrt in Düsseldorf, Sonntag 02.06.2019

    Am Sonntag treffen sich tausende Fahrradfahrer zur 7. landesweiten Sternfahrt in der Landeshauptstadt. Teilnehmer aus Mönchengladbach treffen sich um
    10:30 Marktplatz in MG-Rheydt
    11:00 Mönchengladbach, Sonnenhausplatz
    und fahren gemeinsam über Korschenbroich und Neuss nach Düsseldorf.

    Dort gibt es auch etwas Besonderes zu feiern, denn am morgigen Samstag wird während der Radkomm#5 der höchst erfolgreiche Abschluss der Volksinitiative AUFBRUCH FAHRRAD verkündet werden.

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  • „Benefizkonzert im Biergarten Haus Erholung“ – am 02. Juni

    „Benefizkonzert im Biergarten Haus Erholung“ – am 02. Juni

    Der Förderverein „Netzwerk Bunter Garten e.V.“ eröffnet mit einem Benefizkonzert zugunsten seines Projektes „Bolzplatz“ die Saison musikalischer Auftritte im neu eröffneten Biergarten.
    „Walter Maaßen and Friends“, „Düsseldorfer Banjoclub“ und das „Angelika Görs Quintett“ sind die Musikgruppen, die seit vielen Jahren den Bunten Garten mit ihren herbstlichen Auftritten in der Konzertmuschel unterstützen.
    Aber weil auch in diesem Jahr wegen der Renovierung der Kaiser-Friedrich-Halle keine Konzerte durchgeführt werden können, entschloss sich das Netzwerk Bunter Garten nach Rücksprache mit der MGMG und dem neuen Gastronom der Restauration Haus Erholung, in den soeben wieder eröffneten Biergarten auszuweichen.

    Doch warum ein Benefizkonzert? Der Grund ist rund und in unmittelbarer Nähe des hoch frequentierten Spielplatzes zu finden: Dort staubt der Belag des Bolzplatzes derart heftig, dass sowohl Kinder als auch Eltern und Besucher in kürzester Zeit die Lust verlieren, dort länger zu verweilen. Der Verein möchte die Aufenthaltsqualität möglichst schnell wieder steigern, erhält dafür aber leider keine städtischen Fördermittel.
    Somit „Eintritt frei“ für einen schönen Sommertag mit Stars der Jazz und Dixieland Szene im Biergarten der „Erholung“.
    Spenden sind herzlich willkommen und werden im Verlauf des Tages gesammelt.
    Zusätzliche Unterstützung von interessierten Unternehmen ist sehr willkommen und kann über die Website www.buntergarten.de/netzwerk oder am Veranstaltungstag besprochen werden.

    Das Programm:
    „Walter Maaßen and Friends“ werden die Veranstaltung um 11 Uhr mit einem Frühschoppen eröffnen.
    Jazzveteran Walter Maaßen – szenebekannt als der „Mann mit dem schwarzen Hut – spielt als Ehrenbürger von New Orleans schon seit 60 Jahren seinen geliebten traditionellen Jazz und Feinschmecker gefühlvoller New Orleans Musik dürfen sich auf ein melodisch-swingendes Musikereignis freuen.

    Das „Angelika Görs Quintett“ tritt nachfolgend ab ca. 14:30 Uhr auf mit Musik zum Nachmittag
    Die Kölner Jazzsängerin – Absolventin der Kölner Musikhochschule, Preisträgerin des Bundesgesangwettbewerbs Berlin und selbst Gesangspädagogin – und die Musiker des Quintetts, bei denen auch Rolf Marx mitwirkt, Gitarrist der Deutschen Oper am Rhein und des WDR Rundfunkorchester sowie Dozent für Konzert- und E-Gitarre, haben alle ein Musikstudium absolviert und sind Dozenten an Musikschulen mit der Erfahrung internationaler Auftritte.
    Auf einer musikalischen Reise mit den bekanntesten Film-, Musical- und Broadwaysongs wird Jazz und Swing von seiner elegantesten Seite im Stil der 30er, 40er und 50er Jahre geboten. Mal jazzig, mal verträumt, mal cool, mal expressiv – Musik, die begeistert.

    Der „Düsseldorfer Banjoclub“ wird ab ca 17 Uhr die Veranstaltung bis in die Abendstunden mit Traditionell Dixieland-Jazz, Gospel, Irish Folk und Schlagern der Roaring Twenties beenden.
    Als in dieser Art einzigartige und seit 25 Jahren bestehende Formation von 20 Banjospielern, einer Sängerin und ergänzenden Instrumentalisten ist er bekannt durch regelmäßige Auftritte in Deutschland und angrenzenden Ländern.
    Zu seinem Repertoire gehören Traditionell Dixieland-Jazz, Gospel, Irish Folk und Schlager der Roaring Twenties, kurzum mitreißende Musik, die gute Laune macht und in die Beine geht.
    Mit dem Benefizkonzert unterstützen die auftretenden Künstler das „Netzwerk Bunter Garten“ nicht nur zur Wiederherstellung eines gerne genutzten Sportplatzes, sondern auch in seinem Bemühen, den Bunten Garten auch als Bühne für die musikalischen Veranstaltungen im grünen Wohnzimmer unserer Stadt zu erhalten. Nur diesmal ausnahmsweise als Gast im neu eröffneten Biergarten Haus Erholung.

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  • Drei Schauspieler und ein Lada

    Drei Schauspieler und ein Lada

    Auf diesen Termin hatte sich Theaterfotograf Matthias Stutte ganz besonders gefreut: eine entspannte und fröhliche Fotosession im Grünen. Mit einem geliehenen Lada und den Schauspielern Carolin Schupa, Henning Kallweit und Philipp Sommer ging es raus in die Rheinauen
    bei Krefeld, um Fotos für Maja Delinićs Inszenierung „Tschick“ zu machen.

    Das Stück nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, in dem drei Jugendliche einen irren Roadtrip unternehmen und den besten Sommer ihres Lebens erleben, feiert am Freitag, den 14. Juni (ausverkaufte) Premiere im Studio des Theaters Mönchengladbach.

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  • “Volksbad läutet die Freibadsaison ein”

    “Volksbad läutet die Freibadsaison ein”

    Das Volksbad in Mönchengladbach öffnet am Sonntag, 02. Juni, erstmalig seine Pforten für die Besucher.
    117.862 Badegäste nutzten im vergangenen Jahr die Gelegenheit, bei sommerlichen Temperaturen das Volksbad zu besuchen.
    Die Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr.
    Der Außenbereich im Schlossbad Niederrhein hat von montags bis freitags von 10:00 bis 21:00 Uhr für Besucher geöffnet.

    Am Samstag und Sonntag ist das Bad von 09:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
    In beiden Bädern gilt aktuell der Sommertarif. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte 5 Euro, Jugendliche 2,80 Euro und die Familienkarte kostet 10,50 Euro.
    Kinder bis zum sechsten Lebensjahr haben freien Eintritt.
    Die Saisonkarte für Jugendliche ist für 49,50 Euro und die Erwachsenensaisonkarte für 88 Euro zu haben.
    Die Preise sind seit 2013 unverändert.

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  • Mutmaßliche Fanauseinandersetzungen im Borussiapark

    Mutmaßliche Fanauseinandersetzungen im Borussiapark

    Die Polizei Mönchengladbach ermittelt seit gestern Nachmittag (09.05.19) nach einem mutmaßlichen Übergriff von Problemfans des 1. FC Köln auf Fans von Borussia Mönchengladbach.

    Am Donnerstagnachmittag (ca. 15:30 Uhr) war ein 29-jähriger Borussia-Fan aus der Ultraszene im Borussia-Park, um Fanutensilien für das anstehende Auswärtsspiel abzuholen. Dazu war er im Stadionbereich mit seinem Fahrzeug unterwegs.
    Nach Beladen kamen in der Nähe der Stadionwache drei Personen auf sein Fahrzeug zu, die er der Kölner Ultraszene zuordnete. Diese hätten sein Fahrzeug mit Dreck oder Steinen beworfen.
    Der Mönchengladbacher flüchtete mit seinem Fahrzeug zurück auf das Borussiagelände und sprach dort aufhältige Personen an.
    Die drei Angreifer hatten sich zwischenzeitlich in unbekannte Richtung – möglicherweise mit einem roten Fahrzeug –  entfernt.

    Weitere Borussia-Fans aus der Ultraszene kamen zum Stadion und suchten erfolglos nach den drei Personen.
    Als sich die Borussia-Fans in der Nähe des Fanshops/Eingang West aufhielten, sei ein weißer Transporter (Lieferwagen) vorgefahren, ca. 10-15 Personen seien aus dem Transporter gesprungen und in Richtung der Mönchengladbach-Fans gelaufen. Sie hätten teilweise rote Mützen/Sturmhauben getragen. Bei Aufeinandertreffen sei es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei sei auch eine am Boden liegenden  Person – mutmaßlich ein Borussia-Fan – getreten und geschlagen worden.

    Die Angreifer flüchteten mit dem weißen Lieferwagen. Während der sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndung ergaben sich Erkenntnisse, dass der weiße Lieferwagen im Bereich Erkelenz (B 57) von Autos mit MG-Kennzeichen verfolgt wurde.

    Im Zuge der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen – auch unter Einsatz eines Polizeihubschraubers – konnten weder der weiße Transporter noch die verfolgenden Fahrzeuge angehalten und kontrolliert werden.
    Die Ermittlungen der Polizei Mönchengladbach wegen Verdacht des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung dauern an.
    Die Polizei Mönchengladbach sucht Zeugen der Vorfälle.
    Wer kann sachdienliche Angaben machen?
    Hinweise bitte an: 02161-29-0.
    (wr)

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  • “Herr Minister, erhalten Sie das Arbeitslosenzentrum”

    “Herr Minister, erhalten Sie das Arbeitslosenzentrum”

    Die Botschaft ist klar und sehr gut lesbar. Bei der Mai-Kundgebung am 1. Mai auf dem Rheydter Marktplatz werden zahlreiche Vertreter des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ) für den Fortbestand der anerkannten Einrichtung protestieren. Und sie werden dabei unterstützt von Gewerkschaften und dem regionalen Bündnis für Menschenwürde und Arbeit.

    Schließlich geht es – wieder einmal – um die Existenz des Zentrums. Genau genommen sind alle über 150 Erwerbslosen- und Arbeitslosenzentren in NRW massiv in ihrer Existenz bedroht. Und zwar dann, wenn die schwarz-gelbe Landesregierung ab 2021 die zur Finanzierung der Einrichtungen dringend notwendigen Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ersatzlos streicht.

    Gladbachs ALZ-Leiter Karl Sasserath: “Wenn das so kommt, fehlen uns jährlich 65 000 Euro.” Geld, das das Stadtmitte-Zentrum nicht auffangen kann. Folglich müssten eigentlich selbstverständliche Leistungen gestrichen und engagierte Mitarbeiter entlassen werden. Der Fortbestand des ALZ wäre massiv gefährdet.

    Mit Spruchband und Plakaten wird die Aktion “Rettet das ALZ” ausdrucksstark unterstrichen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europa-Wahl steht auf einem der Plakate “Gut für Europa und NRW: ALZ erhalten, Landesförderung in NRW fortsetzen”.

    Die Aktion vor dem Rathaus ist zeitlich gut gewählt. Denn ausgerechnet der Minister, der die ESF-Mittel kappen will, spricht auf dem Rheydter Marktplatz: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Ihm dürfte der Protest nicht entgehen.

    Nicht nur Sasserath hofft, dass der Westfale Laumann auf dem Marktplatz mit den ALZ-Leuten spricht. Und vielleicht seine bislang starre Haltung in Sachen ESF erläutert. Bislang jedenfalls hat Laumann nicht offiziell zu seinem Streichkonzert Stellung genommen.

    Aus seinem Düsseldorfer Ministerium verlautet, dies wolle der “Herr Minister” zum Jahresende 2019 tun.

    Ironischerweise ist Laumann im Thema. Bereits 2008 strich er, da ebenfalls Arbeitsminister, mit ausdrücklicher Billigung des damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) die ESF-Gelder – und sorgte für Kahlschlag und große Betroffenheit. Erst der rot-grüne Regierungswechsel unter Hannelore Kraft setzte das Geld aus Brüssel wieder ein.

    Das fließt noch bis Ende 2020.

    Mönchengladbach gehört wie die meisten Städte im Ruhrgebiet zu den Kommunen, in denen überdurchschnittlich viele Menschen auf Hartz IV angewiesen sind. 2018 nahmen im Gladbacher Jobcenter jahresdurchschnittlich 38 575 Menschen in 18 515 Bedarfsgemeinschaften die Hilfen des Sozialgesetzbuches II (SGB II) in Anspruch. Von dieser Gesamtzahl waren jahresdurchschnittlich 26 160 erwerbsfähige Personen und 11 598 nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte (darunter 11 071 Kinder unter 15 Jahren).

    Der Wegfall der ESF-Gelder käme einem “Todesstoß” für das ALZ gleich – und es wäre eine schallende Ohrfeige für die vielen Menschen, die in der Einrichtung wertvolle Hilfe und Beratung erfahren. Das dürfe auch Laumann nicht gefährden, meint der Vorstand des Gladbacher ALZ.

    Termin: 1. Mai, Rheydter Marktplatz, Mai-Kundgebung, ab 12 bis gegen 16 Uhr.

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  • Demenzgesichter –  Berührende Begegnungen

    Demenzgesichter – Berührende Begegnungen

    Die Gebetsfahnen im zentralasiatischen Tibet knattern in den Wind-Böen. Es ist bitterkalt, aber die Kulisse  lässt das fast vergessen. Betörender Duftnebel der Räucherstäbchen in indischen Tempeln. Für die meisten von uns ein Abenteuer: Übernachtung in der Jurte, einem Nomadenzelt. Ein Kamel im ägyptischen Gizeh steht nicht willig auf, um einen Gast zu den Pyramiden zu tragen, sondern weigert sich einfach. Auch das gibt es, weiß mein Gesprächspartner.   Dass ein Staatsbesuch kommt, auch daran gewöhnt man sich.

     Ein beeindruckendes Leben. Er lässt mich daran teilhaben. Immer wieder. Bei jeder Gelegenheit erzählt er mit glänzenden  Augen. Nur hin und wieder sucht er nach dem passenden Wort. Beim Verabschieden sagt er: “Schön, dass Sie da waren; aber ich weiß, dass ich Sie in zehn Minuten vergessen habe.”

    Ab diesem Tag reden wir offen über die Veränderungen. die er bei sich beobachtet. Er spricht über seine Ängste und Sorgen, über seine Hilflosigkeit. Er will ehrliche Antworten auf viele Fragen. Er bekommt sie. Er ist zufrieden und vertrauensvoll. Die Schwierigkeiten, sich zu artikulieren, nehmen zu. Dann vor wenigen Wochen: “Meine Vergangenheit geht weg. Ich weiß, dass ich schöne Erinnerungen habe; aber mir fällt keine mehr ein. Jetzt verschwindet alles, was war?“ Tränen in den Augen, auch Panik.

    Ich mache einen Versuch. Wie wird er reagieren?  Begebenheiten aus seinem Leben nehmen den Weg zurück zu ihm, mit meinen Worten, aus meinem Mund. Ein Lächeln, den Kopf wiegen. Beim nächsten Besuch dasselbe. Am Ende ein klarer Moment.  Seine Hände auf meinen Schultern: “Meine Vergangenheit scheint bei ihnen zu sein. Schön, dass Sie mir davon abgeben.” 

    An einem Fenster im Flur fällt mir eine Bewohnerin in ihrem Rollstuhl auf. Sonst lebhaft, heute matt. Ich gehe zu ihr. Wir schauen uns an. Normalerweise umarmen wir uns zur Begrüßung. Heute reicht ihre Kraft in den Armen nicht. Von oben herab auf den Rollstuhl gefällt mir nicht. Besser: In die Hocke gehen oder in die Knie, damit wir auf Augenhöhe sind. Die Bewohnerin legt ihren Kopf in meine Halsbeuge. So verbleiben wir wortlos, bis sie sich löst und mit ihrem Stuhl langsam wegrollt.

    Auf dem Sofa im Eingangsbereich ein vertrautes  Gesicht. Nach der Begrüßung will der Bewohner nur eine Hand festhalten und streicheln.  Seine Augen sind geschlossen. Nach ein paar Minuten  geht sein  Atem ruhig und gleichmäßig. Meine Hand ziehe ich langsam aus der Seinen zurück und gehe leise weg. Ruhige, berührende Begegnungen. Bei aller Professionalität: Jetzt braucht auch die Betreuungskraft, die Pflegende etwas, das ihr inneres Gleichgewicht wieder stabilisiert.

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  • Nachtrag zum Hauptausschuss am 19. März 2019

    Nachtrag zum Hauptausschuss am 19. März 2019

    LITANEI
     
    Hiaar, mer danke desch !
    Bes oss widder so jnädesch, Hiaar !
    Jott em Himmel, halt dinn Hank öffer se
    Beschötz de Dolle op Iaad
    Die net dofür könne, dat mer so send
    Die förr oss de Kuale ut em Füür holle
    Die förr oss de Hank en et Füür läje
    Die förr oss dur et Füür jonnt,
    Die förr oss de schwere Ärbeet donnt
    Die förr oss der Kopp hinhalde
    Die förr oss der Dress on Dreck fäje
    Die förr oss danze un sprenge
    Die förr oss Strank hannt
    Die förr oss der Hot trecke
    Die förr oss schuldig wiade
    Die förr oss dree Fenger hochhiave
    Die förr oss hungere un freere
    Die förr oss liafe un sterve
    Die förr oss der Himmel op Iaad bedüje
    Die förr oss drann jlöve mösse
    Leeve Hiaar, Du weeß
    Wie mer op die Dolle angewiese send
    Erbarm Dech
    Un lott se emm Joddes Welle net Utsterve

    AMEN

    Übersetzt von Helmut Winzen nach dem Original von Soumagne
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  • Demenz-Kranke – „Na, Jung”

    Demenz-Kranke – „Na, Jung”

    Aha, diesmal bin ich „der Jung“. Schon lange kenne ich die Bewohnerin. Bei jedem Besuch schlüpfe ich in eine andere Rolle. Gut, dass sie mich immer entsprechend begrüßt; dann habe ich eine Minute Zeit für die Verwandlung. Also heute „der Jung.” Einen Sohn gibt es nicht. Keine Ahnung, wer gerade das Zimmer betreten hat. Allerdings ist das auch nicht wichtig. Welche Hinweise bekomme ich? Das allein zählt. Zeit zum Überlegen lässt sie mir nicht. Gebündelte gute Laune und quirliges Temperament finde ich bei ihr immer. “Weißte noch, bei der Hochzeit damals, vor dem Essen?” Sie hält sich den Bauch vor Lachen. Jetzt mitlachen: „Du liebe Zeit, wer könnte das vergessen.” “Wie das ganze Zeug da lag.” Dabei werde ich lachend an der Schulter angestupst. “Ich seh’s noch, als wäre es gestern gewesen.”

    Keine Idee, wessen Hochzeit, wann, wo, was passiert ist. Zurückhaltend antworten, wohldosiert. Ich war dabei; dieser Eindruck soll entstehen und bleiben. Würde ich jetzt sagen, dass ich nicht weiß, wovon die Rede ist, wäre das Lachen schlagartig vorbei. Stattdessen Unsicherheit.  Schluss mit dem Spaß.

    Wir reden und lachen noch ein Viertelstündchen. Als ich mich verabschiede, lasse ich eine Bewohnerin zurück, die nur auf den “Jung” gewartet und Tränen mit ihm gelacht  hat. Ich werde nie erfahren, was wirklich war.

    Auf dem Flur hakt sich eine andere Bewohnerin bei mir ein. So sei sie immer mit ihrem Mann spazieren gegangen. Unsere Schritte lenke ich in Richtung Speisesaal, weil ich dorthin wollte. Kurz bevor wir plaudernd mein Ziel erreichen, kommt uns die Tochter meiner Begleiterin entgegen. Ehe sie uns begrüßen kann, tritt die Bewohnerin einen Schritt vor, dreht sich zu mir um, mit einer entsprechenden Handbewegung: „Darf ich ihnen meine Mutter vorstellen?” Ungläubigkeit auf dem Gesicht der Tochter. Das kannte sie noch nicht. Ich auch nicht. Den Augenblick der Sprachlosigkeit kann ich nutzen, der Tochter mit den Augen zu signalisieren,  dass sie mitmachen soll. Sie ergreift meine  Hand, schüttelt sie wortlos. Der Bewohnerin einen Arm um die Schultern legen, der “Mutter” versichern, dass sie ein ganz liebes Mädchen hat, auf das sie stolz sein kann, beendet die Begegnung. Ein ausführliches Gespräch haben Tochter und ich später unter vier Augen. Angehörige von Dementen brauchen Begleitung. In manchen Situationen sogar mehr als die Erkrankten. Wenn Demenz eine Familie trifft, gibt es nur Betroffene.

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  • Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen – Teil 2

    Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen – Teil 2

    Kaum ein Wort kommt bei dementiell veränderten Menschen so oft vor wie “Mutter” und der Ruf nach “Mama!”

    Auch heute wieder eine Begegnung, wie sie in der Form besonders häufig ist.

    Die Bewohnerin um die es geht, sitzt im Gemeinschaftsraum und kommt nach der Begrüßung mit in ihr Zimmer. Dort lässt sich ohne andere Ohren und Augen, entspannter miteinander umgehen.

    “Ich warte auf meine Mutter. Die kümmert sich einfach nicht.” Tränen in Augen und Stimme. Welche Optionen gibt es? Die Wahrheit! Die Wahrheit ist, die Dame ist in den Neunzigern, die Frage nach Vater und Mutter ist somit für niemanden aus Pflege und Betreuung eine Überlegung. Die Bewohnerin sagt uns wo sie steht, wer sie ist. Vielleicht ein Kind, vielleicht eine junge Erwachsene. In jedem Fall in einem Alter, in dem es normal ist, daß die Mutter kommt. Was, wenn sie jetzt hört: “Wie alt sind sie denn selber? Und dann überlegen sie mal, wie alt ihre Mutter sein müsste. Ihre Mutter ist schon lange tot.” Genau das habe ich einmal beobachten müssen.

    Erstens weiß die alte Dame nicht wie alt sie ist. Außerdem kann sie der aufgezeigten Logik nicht mehr folgen. Und schließlich: KRISE!! Da erfährt sie, die gerade auf ihre Mutter wartet, daß die jetzt tot ist. Die Fassungslosigkeit der Bewohnerin kann man sich vorstellen. Ein Schock, wenn die Nachricht über den plötzlichen Tod eines Elternteils kommt. Und das sollten wir dieser alten Bewohnerin ohne Not antun?

    So dement die Bewohnerin ist, so braucht sie doch bei vielen Dingen eine für sie plausible Antwort auf ihre Fragen, wenn sie die auch wenig später wieder vollkommen vergessen hat.

    Es ist kurz nach dem Mittagessen. ” Schauen sie mal, es ist jetzt kurz nach 13:00h. Da hat Mutter einiges zu erledigen. Erst kochen, essen, abräumen, spülen, Küche aufräumen. Sie kennen das. Mutter konnte das bis jetzt nicht schaffen. Es ist ja noch früh.” “Ja, jetzt wo sie’s sagen.” 10 Minuten später dieselbe Frage, eine ähnliche Antwort. Und so vergeht der Tag mit einer ruhigen, zufriedenen Bewohnerin, denn das ist sie nach der Antwort jedesmal. Eine Mutter hat immer zutun. Notfalls kocht sie gerade Marmelade, wenn die Jahreszeit dafür passt. Unserer Phantasie sind nur insofern Grenzen gesetzt, als unsere Antworten nachvollziehbar und nicht übertrieben sein dürfen.

    Das Wichtigste, der Kernpunkt des Ganzen: Es geht nicht darum einen Menschen in seiner besonderen Lebenssituation möglichst clever zu belügen. Es geht darum ihn einfühlsam und respektvoll vor Ängsten, körperlichen und seelischen Schmerzen, Bedrohungen und Stress zu bewahren. Gerät ein dementer Mensch in eine Krise, wird er zu einer Gefahr für sich und Andere. Verletzungen kann er sich zuziehen oder anderen zufügen. Dieser außer sich geratene Mensch, der nicht mehr ansprechbar ist, kann in diesem Zustand sogar versterben, weil der Organismus dieses hohe Stresslevel nicht mehr kompensiert. Wird ihm sein “Krisenmedikament” verabreicht, schläft er nach einer Weile in der Regel bis weit in den nächsten Tag hinein. Nach dem Erwachen ist er immer noch für einige Stunden schläfrig und verlangsamt, gerät schnell in ein Flüssigkeitsdefizit, weil Hunger und Durst nicht empfunden werden. Der Tag-Nacht Rhythmus ist meist gestört, das Sturzrisiko in dieser Phase liegt eklatant hoch, und es ist nicht möglich, eine Pflege- oder Betreuungskraft zur Begleitung abzustellen, bis der Bewohner seine gewohnte Befindlichkeit wiedererlangt hat.

    Gibt es eine Alternative in einer solchen Situation? Wahrheit um jeden Preis? Nein. Behüten und bewahren, immer die Würde und das Wohl des Betroffenen im Fokus, das ist ein gangbarer Weg.

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  • Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen

    Demenz-Kranke : Eine Krisensituation bewältigen helfen

    In den frühen Morgenstunden kommt eine Bewohnerin verschlafen und mit nackten Füssen aus ihrem Zimmer. Sie hinterlässt eine nasse Spur.  Das Malheur ist offensichtlich. “Gucken sie mal wie das regnet.” Das ist ihre Aussage. Diese Art Unglück ist bisher nicht passiert.  Die Bewohnerin hat manchmal noch klare Augenblicke. Versucht sie auf diese Weise ihr Defizit zu verbergen, oder regnet es in ihrer Welt tatsächlich? Ich werde es nie erfahren. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Der Bewohnerin sagen, dass sie sich gerade einnässt? Ihr damit vielleicht den letzten Rest ihrer Würde nehmen und sie der vollen Peinlichkeit der Situation aussetzen? Weil es sich immer wieder als gut erweist, das anzunehmen was aus der “anderen Welt” kommt, gehe ich dorthin. Die alte Dame an die Hand nehmen: “Das ist aber auch ein richtiges Sauwetter. Kommen sie. Schnell trockene Sachen anziehen, sonst gibt es noch einen Schnupfen.”

    Kleidungswechsel, Bett neu herrichten, ein Glas Wasser eingießen, den Kontakt mit einer Umarmung und einem freundlichen Wort beenden, das Licht löschen. Es folgten noch zwei ruhige Stunden bis zum Wecken.

    Eine andere Bewohnerin hatte in der gleichen Situation eine Nachbarin, die ihr Wasser in ihr Bett schüttete (Die Dame lebt in einem Einzelzimmer).

    ” Du liebe Zeit, solche Nachbarn braucht niemand. Die lassen wir einfach links liegen.”

    Krise oder Ruhe, das ist so häufig das Ergebnis einer Entscheidung aus unserer Welt, resultierend aus unseren Gedanken.

    Genau hinhören und hinsehen, fast immer sagt oder zeigt der Betroffene uns, wo und was er ist. Diesen Faden  aufzunehmen ist erlernbar, und das Lernen und erfahren geschieht jeden Tag im Umgang miteinander von Neuem. Wissen festigt sich.

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  • Demenz hat ihre eigene Ordnung

    Demenz hat ihre eigene Ordnung

    Lautes schimpfen und schrille Schreie sind schon vor der Etagentüre zu hören. Krise!
    Jeder der mit dementiell veränderten Menschen arbeitet, weiß was das bedeutet. Irgendetwas hat den Betroffenen aus dem Takt gebracht, seine Welt auf den Kopf gestellt. Er kann nur noch ausrasten. Was ist geschehen? Lässt sich die Situation retten?  

    Das Bewohnerzimmer sieht aus wie nach einem Bombenangriff. Kleider, Wäsche , Schuhe, Zeitschriften, Fotos, alles überall im Raum verteilt. Mittendrin ein Rollstuhl der auf der Seite liegt und eine  Bewohnerin die, schreiend auf dem Boden sitzend, einzelne Teile aus dem Chaos um sich herum zusammenklaubt. In der offenen Tür, mit hängenden Armen, Tränen in den Augen, die Praktikantin, die in der letzten Woche hier angefangen hat. Die alte Dame ist ausser sich, die Praktikantin irgendwie auch. Was hat zu dieser Situation geführt?

    Der Vormittag verlief ruhig. Alles war gut, bis die Bewohnerin ihre Schränke ausräumte, scheinbar einfach so. Danach lief sie eine Runde über den Flur, traf bei ihrer Rückkehr die hilfsbereite Praktikantin beim Aufräumen an. Die junge Frau wird fest am Arm gepackt und mit Kraft aus dem Zimmer gezogen. Mittagessen, Siesta, die ersten Bewohner werden zum Kaffeetrinken aus ihren Zimmern geholt. In einem bestimmten Raum ist wieder das Unterste zu Oberst gekehrt. Unsere junge Mitarbeiterin beginnt geduldig erneut damit, Ordnung zu schaffen. Und genau jetzt bricht der Orkan los. Treten, schlagen, schreien. Eine alte Dame im Ausnahmezustand.

    Eine Begebenheit, wie sie in jedem Heim jeden Tag passiert, oft mehrmals.

    Mehrmals geschieht das, weil Pflegende/Betreuende es gut meinen. Hält doch jeder eine gewisse Grundordnung mit seinen Dingen, also im Dienst auch in der Einrichtung.

    Ein dementer Mensch macht kein “dummes Zeug!” In seinem Kopf findet seine Welt statt, nicht unsere. Er hat seine Vorstellungen und Ideen, unsere sind anders. Kompatibel ist das oft nicht.

    Ein dementer Mensch kann sich nicht mehr anpassen, er kann vielleicht nicht einmal mehr sagen, dass ich ihn in Ruhe lassen soll. Er lebt in seiner Welt und kann das nicht ändern. Wir müssen uns bewegen. Wir müssen uns in seine Welt hineindenken und fühlen.

    Warum räume ich meine Schränke aus? Vielleicht will ich aussortieren? Vielleicht will ich aufräumen?

    Das ist bei einem dementen Menschen nicht anders, sieht aber anders aus. Um im o.g. Beispiel zu bleiben: In diesem Fall werden wir immer wieder Krisen auslösen, wenn wir uns verhalten, wie wir das in unserer Welt tun. Wo steht geschrieben, dass im Zimmer eines Heimbewohners immer alle Schränke eingeräumt sein müssen? In unseren Köpfen steht das. Es ist unsere Vorstellung.
    Lassen wir den Raum doch einmal wie er ist. Wenn ich merke, dass der Bewohner seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge gelenkt hat, kann ich mich an das Einräumen machen, vielleicht auch erst wenn er schläft, wenn das Schrankthema vergessen ist.

    Hier sorgte diesmal eine große Tasse vom geliebten Kakao mit einem Sahneberg für Ablenkung und Ruhe. Manchmal muß es ein vom Arzt für Krisenfälle verordnetes Beruhigungsmittel sein.

    Nicht jede Krise lässt sich ohne Medikament lösen, aber wir bräuchten weniger Chemie, wenn wir in unserem Denken “umsteigen.”
    Und doch hatte diese Situation etwas Gutes. Unsere Praktikantin hat gelernt, was man nur durch erfahren lernen kann. Sie wird es nicht mehr vergessen und weitergeben. Keiner von uns kann von Anfang an alles, aber wir müssen bereit sein uns einzulassen, zuzulassen, auszulassen, stehenzulassen, auch wenn es einmal ein Zimmer auf dem Kopf ist. Es gibt mehr als unsere eigene Sicht der Dinge. Nicht wir geben unseren Ton an.

    Wir passen uns den Gegebenheiten an, auch wenn sie sich innerhalb einer Schicht mehrmals ändern. Mit Druck gelingt uns nichts. Natürlich müssen wir in Gefahrensituationen eingreifen. Ansonsten gilt, dass es wirklich nichts gibt, was es nicht gibt

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  • Jeder Demenz-Kranke ist anders

    Jeder Demenz-Kranke ist anders

    Es ist still. Die Sonne scheint in den Raum. In einem Ohrensessel ist eine Bewohnerin eingenickt, schläfrig nach dem Mittagessen. Am Nachbartisch wird eine Obstschale  mit Konzentration aus- und wieder eingeräumt. Diese Konzentration störe ich nicht.

    Der Tisch am Gang wird gründlich und ausdauernd gewischt, mit bloßer Hand. Ein sauberes, angefeuchtetes Wischtuch in die fleißige Hand gedrückt, macht das einen Unterschied? Allerdings! Wenn das Wischen auch ohne Tuch unaufhörlich weitergeführt wird, so wirkt der Bewohner mit dem Tuch in der Hand wesentlich entspannter. Sein Gesichtsausdruck ist weicher, seine Bewegungen und seine Atmung langsamer. Meistens mag er nicht sprechen, auch meinen Gruß erwidert er nicht, aber ich denke, er nimmt ihn wahr; denn er schaut auf, und wir haben kurzen Augenkontakt und damit Gelegenheit, einen freundlichen Blick zu wechseln.

    Aus einer anderen Richtung des Flures höre ich ein immer wiederkehrendes Geräusch, das ich  kenne. Ein Herr hat sich mit seinem Rollator in der Ecke neben der Etagentüre festgefahren.  Ein Schritt zurück, Rollator aus der Ecke lenken, fertig. Eigentlich keine Überlegung wert. Aber der Kopf des Bewohners kann ihm diese simple Lösung nicht mehr anbieten. Einfache Dinge des Alltags hat eine dementielle Veränderung vergessen gemacht. Worte, die er spricht, verstehe ich nicht, aber ich kann ihren Ton deuten und die Mimik lesen. Hilflos schaut er jetzt drein. Manchmal kann ich meine Hand auf den Rollator legen, eine kleine Kurve fahrend die Ecke verlassen. Der Mann folgt mir, während er meinen ruhigen, deutlichen Worten zuhört.

    Heute ist das anders. Ich darf sein Gefährt nicht anfassen. Eine abwehrende Handbewegung zeigt mir das deutlich. Das Stehen in der Ecke muss aber auch bald vorbei sein. Die Beine können es nicht mehr lange aushalten. Weil wir uns kennen, weiß ich, was immer gelingt.

    Unsere Bewohner werden natürlich mit “Sie” angesprochen, bis auf einige Ausnahmen. Eine davon ist diese Situation. Etwa einen Meter vom Bewohner entfernt, Arm und Hand ausstrecken, mit leichter Kopfbewegung zur Seite hin und lockender Stimme :” Komm, na komm, gehen wir zusammen. Komm.” Der alte Herr lässt vorsichtig den Rollator los und streckt mir langsam eine Hand  entgegen. Gemächlich  lässt er sich zu seinem Platz führen. Ich spreche dabei mit ihm, verstehe seine Antworten nicht. Das ist jetzt nicht wichtig. Wir gehen eingehakt gemeinsam den Flur entlang. Das gefällt ihm. Er kann das mimisch verständlich machen.  Den Rollator hole ich später nach. Dieser alte Mensch ist einem Impuls gefolgt. Das Locken hat er als Kind bei Vater und Mutter kennen gelernt. Dieser Impuls ist in seinem Urvertrauen zu Hause.

    Über Erlebnisse, Wahrnehmungen und Empfindungen, die ein Mensch sogar schon vor seiner Geburt im Mutterleib gemacht hat, bleibt er auch bei weit fortgeschrittener Demenz bis zum Ende erreichbar. Techniken, die uns in den Stand setzen, diese Mechanismen zu kennen und zu nutzen, sind hilfreich für Betreuende und segensreich für Betroffene.

    Der Schlüssel für alles, was wir mit und für diese schützenswerten Menschen tun, ist die Fähigkeit, uns in das Wesen des Anderen, mit all seinen Eigenheiten hineinversetzen zu können.

    Mehr über Alltäglichkeiten mit ihren “Normalitäten” und heiklen Momenten in einer Mönchengladbacher Pflegeeinrichtung demnächst wieder an dieser Stelle.  

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  • Kennen Sie’s schon?

    Kennen Sie’s schon?

    Ich meine das Museum „KampsPitter“ im  Willicher Stadtteil Schiefbahn. Nein?

    Na, dann nichts wie hin – es ist ein Heimatmuseum zum Anfassen und zum Genießen!

    Jeden 2. Sonntag im Monat öffnen die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich e. V. ihre Pforte von 14 bis 18 Uhr.
    Auch gibt es an diesen Nachmittagen immer etwas Besonderes, zum Beispiel eine Lesung, ein Film, eine besondere Ausstellung zum Handwerk oder zur Geschichte.
    Eine Herzensangelegenheit ist den Heimatfreunden die Brauchtumspflege. So gibt es mehrere Mundartnachmittage im Jahr, ein Kartoffelfest, einen Kappes-Sonntag zum Schaben und Einlegen des Weißkohls und natürlich einen Sonntag zum Probieren des rheinischen Gerichtes.
    Traditionell wird am 1. Mai gefeiert. Beginnend mit einem Gottesdienst in Mundart um 10 Uhr im Forum (ehem. Klosterkirche) der Schule an der Albert-Oetker-Straße in Schiefbahn findet rund um „KampsPitter“ im Oetkerpark (hinter dem St.-Bernhard-Gymnasium) ein Fest der Begegnung mit Musik und Handwerk statt.

    In diesem Jahr zeigt Marianne Vormann aus Hagen eine eher seltene Freizeitbeschäftigung, das Klöppeln. Eine gewisse Fingerfertigkeit erfordert diese handwerkliche Kunst – Sie dürfen es auch selbst ausprobieren!
    Außerdem fallen zahlreiche Patchwork und Quilt-Arbeiten aus bunten farbigen Stoffen und ausgefallenen Mustern ins Auge, die Ihnen Christiane Gabler zeigt.

    „Ein gelungener Auftritt für Hals und Arm“ – Glasperlen kunstvoll verarbeitet Frau T. Thömmes aus Krefeld. Schauen Sie den Hobbyhandwerkerinnen über die Schulter bzw. auf die Hände. Ihre Kinder dürfen sich in der aufgestellten Hüpfburg austoben oder machen eine Planwagenfahrt mit unseren Heimatfreunden.
    Bei einer Stärkung – süß oder deftig – darf „geklönt“ werden. Die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich heißen Sie herzlich willkommen!

    Sie wollen mehr erfahren, bitte schauen Sie nach unter  www.heimatverein-willich.de
    e-Mail: info@heimatverein-willich.de

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  • Deutsche Burgenvereinigung traf sich zum Neujahrsempfang

    Deutsche Burgenvereinigung traf sich zum Neujahrsempfang

    Im Januar fand wieder der Neujahrsempfang der Landesgruppe Rheinland der Deutschen Burgenvereinigung statt, diesmal in Bonn.
    Im Akademischen Kunstmuseum, mit seiner berühmten Sammlung antiker Gipsabdrücke (ein Eldorado für Studenten), traf man sich zunächst bei Kaffee, Kuchen und Sektempfang um anschließend in zwei Gruppen zunächst die Sammlung zu betrachten und später zum Rheinufer hinabzusteigen, um sich das Geburtshaus und seine Büste anzuschauen: Peter Joseph Lenne´.
    Dann folgte  im “100 Jahre alten Klassenzimmer” ein  Vortrag des früheren Landeskonservators der Berliner Schlösser und Gärten Dr. Klaus von Krosigk zum früheren Generaldirektor der Königlich Preußischen Gärten in Berlin und Potsdam – Peter Joseph Lenne´, der leider im Rheinland nur sehr wenige Gärten/Parks konzipiert hat – u.a. die Parkanlagen rund um die Schlösser in Brühl.

    Etwa 60 Mitglieder der Landesgruppe lauschten aufmerksam dem Vortrag, der mit Lichtbildern aus Berlin und Potsdam untermalt wurde und auch zeigte, wie schnell sich die Gartenanlagen unter den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten wandeln können.
    Dann folgten noch kurze Hinweise zu Tagesexkursionen im ersten Halbjahr und der Abend endete mit einer zünftigen Gulaschsuppe und intensiven Gesprächen zwischen den Mitgliedern.

    Text und Fotos:
    Klaus Cörstges, Mitglied der DBV (Deutsche Burgenvereinigung e.V. , mit Sitz auf der Marksburg)

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