„Der Präsident des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen hat sich als Verfassungsschützer disqualifiziert. Sein Rücktritt ist überfällig“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
Der aus Mönchengladbach stammende Maaßen hatte durch unbelegte Vermutungen in den Medien Nebelkerzen geworfen und sich damit zum Stichwortgeber auch für rechte Verschwörungstheoretiker gemacht. Er hat laut Yüksel die Gewalt von Neonazis verharmlost und steht zudem im Verdacht, geheime Informationen an die rechtspopulistische AfD weitergegeben zu haben.
„Alle, die Verantwortung für unsere Sicherheitsdienste übernehmen, müssen über jeden Zweifel erhaben sein. Die Zweifel an Maaßen sind mittlerweile auf ein unerträgliches Maß gewachsen“, sagt Yüksel. Mit Blick auf die innere Sicherheit von Deutschland empfindet Yüksel es als beunruhigend, dass die Bundeskanzlerin und der Verfassungsschutzpräsident nach den Ereignissen in Chemnitz öffentlich konträre Lageeinschätzungen vertreten haben.
Wer weiterhin an Maaßen als Verfassungsschützer festhält, nimmt nach Yüksels Einschätzung in Kauf, dass eine wichtige Institution unseres demokratischen Rechtsstaates weiter Schaden nimmt. „Ich hätte erwartet, dass Innenminister Seehofer als Dienstherr durchgreift und Maaßen entlässt. Dass er das nicht getan hat, lässt auch an Seehofers Verantwortungsbewusstsein zweifeln“, sagt Yüksel. Jetzt müsse Merkel als Kanzlerin der Forderung der SPD folgen, um weiteren Schaden von unserem Land abzuwenden.
Autor: Harald Wendler
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Gülistan Yüksel fordert Rücktritt des Mönchengladbacher Maaßen
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Jeder Mensch braucht ein Zuhause – In Mönchengladbach fehlen Sozialwohnungen
Eine Couch, ein Sessel, Teppiche, ein Esstisch, Stühle, ein Bücherregal: Unter den großen Bäumen am Adenauerplatz stand für drei Stunden das Wohn- und Esszimmer des Caritasverbandes. Passanten und Gäste ließen sich hier häuslich nieder und kamen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas über die Wohnungssituation in Mönchengladbach ins Gespräch. Die von Gemeindesozialarbeiterin Brigitte Oltmanns organisierte Aktion fand statt im Rahmen der Caritas-Jahreskampagne unter dem Titel „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“. Die Möbel stellte der Volksverein zur Verfügung.
Eine eigene Wohnung als Rückzugsort und privater Lebensmittelpunkt gehöre zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sagte Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa. Aber: „Wir erfahren in unseren Beratungen und Gesprächen immer wieder, dass vor allem Menschen mit geringem Einkommen, mit körperlichen, psychischen und geistigen Beeinträchtigungen sowie mit Migrationshintergrund zum Teil große Probleme haben, die steigenden Mieten zu zahlen oder eine bezahlbare Wohnung zu finden.“ Sicher sei Mönchengladbach nicht München, Hamburg oder Köln. „Aber auch bei uns verschlechtert sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt zunehmend.“ Deutschlandweit fehlen derzeit etwa eine Million Wohnungen, so die Caritas.
Ein wesentlicher Grund für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum sei der Verlust sozial gebundener Wohnungen. Die Zahl der Sozialwohnungen sei auch in Mönchengladbach rapide gesunken. Ende letzten Jahres habe es in der Stadt 7.122 öffentlich geförderte und somit preisgebundene Mietwohnungen gegeben – 1.700 und somit fast ein Fünftel weniger als noch fünf Jahre zuvor. Hinzu kamen 1.457 Sozialwohnungen als selbst genutztes Wohneigentum. Insgesamt mache der soziale Wohnungsbau nur noch etwas mehr als sechs Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Mönchengladbach aus. Fachleute gehen davon aus, dass mehr als 37.600 Haushalte einen Wohnberechtigungsschein bekommen könnten.
Zwar sei es erfreulich, dass der mietpreisgebundene Wohnungsbau in Mönchen-gladbach im vergangenen Jahr mit knapp 7,9 Millionen Euro gefördert wurde und somit neue 85 Sozialwohnungen für Menschen mit wenig Geld entstehen sollten, sagte Polixa. Die Zahl sei jedoch insgesamt viel zu gering. In den nächsten Jahren würden viele weitere Wohnungen aus der Mietpreisbindung fallen. Polixa: „Die sind zwar nicht weg, aber der Eigentümer könnte die Mieten erhöhen, wenn es der Markt hergibt.“
Derzeit bietet der Caritasverband in der Region Mönchengladbach (mit Korschenbroich) mehr als 90 Wohnungen an, die meist von älteren Menschen genutzt werden. Fast zwei Drittel davon sind Sozialwohnungen. Demnächst kommen in Holt 19 öffentlich geförderte Wohneinheiten in Form von zwei ambulant betreuten Wohngruppen hinzu. Weitere Projekte auf kirchlichen Grundstücken seien angedacht, so Polixa. Er kritisiert jedoch, dass sozialer Wohnungsbau zu bürokratisch sei und die Beantragung einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand erfordere. Zudem dauerten Genehmigungen zu lange. „Bezahlbares Wohnen gehört aus unserer Sicht neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den drängendsten politischen Themen“, betonte der Caritas-Geschäftsführer. Hier seien Kirche und Caritas gefordert.
„An vielen Stellen in der Stadt fördern wir ein gutes Zusammenleben in den Quartieren und unterstützen die Menschen darin, ihr Umfeld mitzugestalten und ihre Lebensbedingungen zu verbessern“, berichtete Hildegard van de Braak, Leiterin des Bereiches Soziales und Familie beim regionalen Caritasverband. Als Beispiele nannte sie die „Waldhausener Gespräche“ oder das gemeinsame Engagement von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa in Eicken oder im Bereich der Rheydter Pfarre St. Johannes.
An der Aktion „Zimmer auf der Straße“ beteiligte sich auch die Stadtbibliothek. Sie bot Mal- und Bastelaktionen für Kinder und Jugendliche an, die sich kreativ mit dem Thema auseinandersetzen und ihr „Traumzimmer“ gestalten konnten. „Wir sind als Bibliothek das Wohn- und Arbeitszimmer der Stadt und stellen sowohl klassische Medien als auch Internet-Arbeitsplätze für die Wohnungssuche zur Verfügung. Bezahlbarer Wohnraum ist ein wichtiges Thema – wir möchten dazu beitragen, es sichtbar zu machen“, sagte Stadtbibliothek-Leiterin Brigitte Behrendt.
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Unfall mit Müllfahrzeug – GEM bittet um Geduld
„Wir sind alle sehr betroffen über das Schreckliche, das passiert ist. Wir werden sehr gründlich untersuchen, wie es dazu kommen konnte. Wir werden uns als Geschäftsführung persönlich darum kümmern, dass der Vorfall gründlich analysiert wird“, sagte die GEMGeschäftsführung.
„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und unseren Mitarbeitern.“Gegen 9.30 Uhr kam es am Freitagmorgen auf der Quadtstraße in Wickrath zu einem Unfall mit einem Müllfahrzeug der GEM. Dabei wurde eine 78-jährige Fußgängerin frontal erfasst und tödlich verletzt. Der genaue Unfallhergang ist bislang unklar.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in dieser Sache die Ermittlungen der Polizei abwarten.
Es wird etwas dauern, alles gründlich zu untersuchen. Wir werden aber zeitnah über jede neue Erkenntnis informieren. So lange bitten wir um Geduld.0 – 0 -

Tödlicher Verkehrsunfall in Mönchengladbach-Wickrath
Am Freitag, 14. September 2018 gegen 9:30 Uhr, ist eine 78-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall mit einem Müllfahrzeug tödlich verletzt worden.
Der Unfall ereignete sich in der Fußgängerzone in Mönchengladbach – Wickrath (Quadtstraße).
Ein 41-jähriger Mönchgladbacher befuhr mit dem Müllfahrzeug die Quadstraße (Einbahnstraße) von der Poststraße kommend und führte dort mit seinen Kollegen im Bereich der Fußgängerzone die Müllabfuhr durch.
Kurz vor dem Lindenplatz erfasste das Müllfahrzeug frontal die Seniorin aus Mönchengladbach. Sie geriet unter das Fahrzeug und wurde überrollt. Dabei zog sie sich tödliche Verletzungen zu.
Der unter Schock stehende Fahrer wurde medizinisch versorgt. Ein Notfallseelsorger betreute ihn und auch anwesende Passanten.Bislang haben sich keine unbeteiligten Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben, bei der Polizei gemeldet. Die polizeilichen Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Die Fußgängerzone war für die Zeit der Unfallaufnahme im Bereich des Unfallortes gesperrt.
Hinweise bitte an die Polizei Mönchengladbach 02161-29-0.
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KFH-Gastronomie: Investoren ziehen Bewerbung zurück-
das Team Anthony Sarpong, Dr. Behrus Salehin und Patrick Herrmann wirft hinAuf Basis eines europäischen Ausschreibungsverfahrens war in der Aufsichtsratssitzung vom 6. Februar 2018 das Team Anthony Sarpong, Dr. Behrus Salehin und Patrick Herrmann als zukünftige Gastronomen für die Kaiser-Friedrich-Halle ausgewählt worden.
Im Fokus hierbei stand die Konzeption für eine moderne Gastronomie in der KFH.
Die MGMG hat auftragsgemäß gemeinsam mit der Vorgründungsgesellschaft der Gewinner des Ausschreibungsverfahrens einen entsprechenden Vertrag ausgehandelt.Es hatten sich neun ernsthafte Bewerber auf die Ausschreibung beworben, von denen fünf in das engere Auswahlverfahren kamen. Alle Kandidaten erhielten Führungen durch die Halle und die Möglichkeit für Kennenlerngespräche. Nach intensiven Diskussionen im Aufsichtsrat wurden fünf der Teilnehmer zu einem Gesprächstermin zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, OB Hans Wilhelm Reiners, dem Geschäftsführer der MGMG und dem Gastgewerbe Beratungs Service der DEHOGA eingeladen.
Nach den Gesprächen und eingehenden Diskussionen um die Anforderungen sowie Prüfung im Aufsichtsrat hatten sich zwei hochkarätige Kandidaten gemeinsam mit ihren Investoren bei der Aufsichtsratssitzung am 24. Januar 2018 vorgestellt. Es ging darum, einen langfristigen Partner für die Kaiser-Friedrich-Halle zu finden, der Summen in das Restaurant investiert, um dieses als einen besonderen gastronomischen Ort unserer Stadt zu machen. Ergänzend dazu war es wichtig, dass auch die Hallengastronomie den breiten Anforderungen (von Pausengastronomie bis zur Gesamtversorgung der Halle) entspricht.
Die Investorengruppe konnte nun wider Erwarten abschließend intern keine Einigkeit über die Finanzierung und das gastronomische Konzept erzielen.
Daher hat die Gruppe die Bewerbung in dieser Woche zurückgezogen. Anthony Sarpong prüft, ob er die Finanzierung seines Konzeptes auf einem anderen Weg umsetzen kann.Die MGMG bedauert, dass es zu dieser Entscheidung kam. Sollte kurzfristig kein anderer Gastronom gefunden werden, würde die MGMG die Gastronomie erneut europaweit ausschreiben, damit die Wiedereröffnung des Restaurants in der KFH zeitgerecht erfolgen kann.
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Verkauf oder Erbpacht?
Mönchengladbach beabsichtigt “gute Stube” zu verkaufenEs war ein erster Aufschlag, kein festgezurrtes Ergebnis.
In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord stellte heute David Bongartz von der Stadttochter EWMG den Bericht der Verwaltung vor. Demzufolge sollen die Liegenschaften Haus Erholung und Haus Zoar verkauft werden.
Gesucht werden über ein Auswahlverfahren bestgeeignete Investoren, möglicherweise ein Finanz-Konsortium. Es soll das Hotel Nr.1 in Mönchengladbach werden, so Bongartz. Über Preisvorstellungen kann/will noch niemand öffentlich sprechen, so der EWMG-Mitarbeiter und Leiter des Projektes.
Es war nicht anders zu erwarten: aus allen Fraktionen gab es eine Menge Nachfragen, teils zum Verfahren, teils vehement zur Absicht des Verkaufs. SPD, FDP und vor allem Bündnis90/Grüne lehnen dies ab. So argumentiert SPD-Vertreter Michael Hildemann mit der gängigen Praxis in Amsterdam. Dort werden ausschließlich Erbpachtverträge abgeschlossen. In Mönchengladbach gibt es dazu ein durchaus erwähnenswertes positives Beispiel.
Hildemann:” Unsere Großväter haben die Liegenschaft Maria Hilf seinerzeit in Erbpacht vergeben. Heute können wir Dank dieser Weitsicht das Gebiet neu überplanen und tun dies auch.”
Boris Wolkowski von den Grünen machte auf die Unabänderbarkeit eines Verkaufes aufmerksam. Er lehnt ebenfalls die Verkaufsabsicht ab. In einer separaten Meldung werben die Grünen für ein Werkstattverfahren mit Beteiligung der Bürger. Weitere Anfragen will Wolkowski im Bauausschuss stellen.
Interessante neue Aspekte ergeben sich bezüglich der möglichen Zufahrt zu einem Hotel der 4-Sterne-Kategorie, der evtl. neuen Tiefgaragensituation. Wie könnte der Lieferantenverkehr für das Hotel aussehen? Soll dieser täglich über den Kreisverkehr des Sonnenhausplatzes geführt werden oder wird eine komplett neue Zufahrt geplant? Wird es eine neue oder erweiterte Tiefgarage geben? Wird die angrenzende Sporthalle an anderer Stelle neu gebaut werden und das Grundstück der Liegenschaft Haus Zoar zugerechnet?
Sicherlich werden sich noch viele weitere Fragen ergeben und zu beantworten sein.
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Haus Erholung: Grüne wollen Werkstattverfahren
Plänen, wonach das „Haus Erholung“ verkauft und zu einem „hochwertigen Hotel- und Tagungsstandort“ umgebaut werden soll, erteilen Mönchengladbachs Grüne eine Absage. „Diejenigen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hauses Erholung und dem Rahmenplan Abteiberg von einem „kulturellen Herzstück“ sprechen, sollten bei der Präsentation ihrer Verkaufspläne ehrlicher sein. Denn wenn es sich hier um ein Herzstück handelt, dann darf man doch nicht die alte Planung von Prof. Hans Hollein einfach so ausblenden“, sagt der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Boris Wolkowski. Der Star-Architekt Hollein hatte die Idee verfolgt, den Abteiberg über eine Gesamtidee städtebaulich zu entwickeln und dabei das historische Stadtbild mit der Abtei sowie die extreme Hangsituation des Abteigartens berücksichtigt. Holleins Planung für das Museum wurde 1985 mit dem internationalen Architekturpreis, dem „Pritzker Award”, ausgezeichnet. Für die Grünen folgt aus der Idee Holleins zunächst die Frage, welchen vielfältigen Bedürfnissen und Funktionen dieser wichtige Stadtraum Rechnung tragen muss. „Letztlich geht es um die Idee von Stadt“, sagt Dr. Boris Wolkowski. „Bevor man jetzt daran geht, Haus Erholung mit dem angrenzenden Grundstück des ehemaligen Hauses Zoar zu verkaufen, sollte für den Abteiberg doch erst einmal ein Werkstattverfahren mit allen angrenzenden Akteuren durchgeführt werden“, sagt der Grünen-Ratsherr.
Er möchte Vertreter des Stiftisch Humanistischen Gymnasiums, des Münster Bauvereins, des Museumsvereins, des Arbeitslosenzentrums, der Kirchengemeinde der Pfarre Sankt Vitus sowie die Anwohner in das Planungsverfahren mit einbeziehen. Ziel des Werkstattverfahrens sollte es sein, die konzeptionellen Grundlagen für die weiteren Entwicklungen des Abteibergs zu legen. Das städtebauliche und freiraumplanerische Gesamtkonzept müsse unter Berücksichtigung des teils historischen Gebäudebestandes erarbeitet werden, sagt Wolkowski.
„Die Entscheidung, wie der Abteiberg in den nächsten Jahren geprägt wird, sollte transparent, mit Bedacht und vor allem unter Mitwirkung der genannten Akteure aus dem Umfeld des Abteibergs erfolgen“, meint auch Monika Halverscheid, Sprecherin der Grünen in der BV Nord. „Das darf nicht einigen übereifrigen Protagonisten überlassen werden, die meinen, an dieser Stelle der Stadt auf die Schnelle ein Projekt zu realisieren, von dem nur wenige profitieren.“Immerhin würden mit dem Verkauf von Haus Erholung und Haus Zoar auf dem Abteiberg neue private Grundstücksflächen geschaffen. Bisher verfügt die Stadt dort durchgängig über Grundstückseigentum, von der Stepgesstraße bis zum Münster.
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Keine 10 Cent mehr im Portemonnaie:
Küchenhilfen in Mönchengladbach zwangsweise auf „Lohn-Diät“Schuften auf Hochtouren, verdienen auf Sparflamme: In der Gastronomie in Mönchengladbach gibt es rund 3.580 Mini-Jobs. Allerdings lassen Hotels, Restaurants und Gaststätten einen Großteil der Mini-Jobber für Niedriglöhne arbeiten, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele Spülkräfte, Küchenhilfen, Zimmerfrauen und Aushilfskellner werden zwangsweise auf ‚Lohn-Diät‘ gesetzt – Hilfskräfte verdienen in der Gastronomie in Mönchengladbach oft nur ‘nen Appel und ‘n Ei“, sagt Manja Wiesner von der NGG Krefeld-Neuss. Mit 9,25 Euro pro Stunde liege eine angelernte Kraft „schon jetzt im Lohnkeller“.
Sie kritisiert, dass „die Gastro-Chefs keine Anstalten machen, an diesem Zustand etwas zu ändern“. Bei den laufenden Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe in NRW hätten die Arbeitgeber „auf stur geschaltet“ und für ungelernte Kräfte lediglich ein Prozent mehr Lohn im ersten Jahr angeboten und ein weiteres Prozent im Folgejahr. Manja Wiesner reagiert darauf wütend: „Das wären fürs erste Jahr nicht einmal 10 Cent pro Stunde mehr. Der Stundenlohn würde dann bei 9,35 Euro liegen – und damit nur 16 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro, der ab kommenden Januar ohnehin gilt. Das ist einfach nur unverschämt. Denen, die die Küchen und Restaurantbetriebe in Mönchengladbach am Laufen halten, wird hier – ums in der Küchensprache zu sagen – ein ‚Mager-Lohn‘ serviert.“
Das Lohnangebot der Arbeitgeber bezeichnet NGG-Geschäftsführerin Wiesner als „schlechten Küchenwitz“. Damit werde nicht einmal die Inflation aufgefangen. Dies bedeute einen Reallohn- und damit auch Kaufkraftverlust. Wenig besser sehe es bei Köchen, Kellnerinnen und Rezeptionistinnen aus: Für Fachkräfte hätten die Arbeitgeber lediglich 2,5 Prozent Lohnerhöhung im ersten und 2,3 Prozent im zweiten Jahr angeboten. „Das ist mit der NGG nicht zu machen“, sagt Wiesner. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Nordrhein-Westfalen gehen Mitte Oktober in die nächste Runde.
Wiesner kündigt jetzt an, bis dahin eine „Gastro-Offensive“ zu starten. Die NGG will dabei Flugblätter mit Tarif-Infos auch in Hotels, Restaurants und Gaststätten in Mönchengladbach verteilen und gezielt Aktionen machen. „Bei erweiterten Frühstückspausen und über Betriebsräte werden wir die Belegschaften informieren und den Gastro-Protest formieren“, so Wiesner.
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Bürgerbegehren für Stolpersteine erfolgreich
In Viersen haben Hausbesitzer in Zukunft kein Vetorecht mehr, wenn vor ihren Häusern Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Opfer der Nazi-Diktatur verlegt werden sollen. Der Rat der Stadt hat sich gestern einem Bürgerbegehren angeschlossen, das die Aufhebung dieses Vetorechts forderte. Noch im April hatte sich der Rat mehrheitlich dafür ausgesprochen, Hausbesitzern ein Vetorecht zu geben.
Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.
In den Viersener Stadtteilten Alt-Viersen und Dülken weisen 28 Stolpersteine auf Wohnorte der unter der Nazi-Diktatur vom nationalsozialistischen Regime verfolgten, vertriebenen und ermordeten Bürger hin. 26 Stolpersteine sollten zwar im Dezember 2017 hinzukommen, doch bei nur knapp der Hälfte war die Verlegung bisher sicher. Bei den 13 anderen hatten Hausbesitzer sich dagegen ausgesprochen, die Steine auf der Straße zu verlegen.
In Viersen fielen insgesamt 214 Menschen jüdischen Glaubens dem nationalsozialistischen Regime zum Opfer. Weitere von Deportationen und Repressionen Betroffene anderer Glaubensrichtungen oder ethnischer Gruppen kommen hinzu.
Die Bürgerinitiative „Stolpersteine für Viersen“ argumentiert, dass die Verlegung von Stolpersteinen von allgemeinem Interesse sei. Sinn und Zweck der europaweiten Stolpersteinverlegung sei das Gedenken an die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Regimes. Das Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürger sei wichtiger als die Befindlichkeiten von Eigentümern. Zudem erfolge die Verlegung im öffentlichen Raum, welcher der Stadt und damit allen Bürgern gehöre.
Mit dem Bürgerbegehren in Viersen hat sich laut Zahlen der Initiative „Mehr Demokratie“ zum 120. Mal ein Rat einer direkt-demokratischen Initiative angeschlossen. Auf diesem Weg sind Bürgerbegehren damit erfolgreicher als durch Bürgerentscheide. Bei 228 Abstimmungen in Städten, Gemeinden und Kreisen waren 87 Bürgerbegehren erfolgreich. 100 weitere Begehren erhielten zwar ebenfalls eine Mehrheit, wurden jedoch durch die Abstimmungshürde zu Fall gebracht. Für die Verbindlichkeit eines Bürgerentscheids ist in NRW eine Mehrheit von je nach Gemeindegröße zehn, 15 oder 20 Prozent aller Stimmberechtigten für oder gegen ein Bürgerbegehren erforderlich. Diese Hürde ist für viele Bürgerbegehren zu hoch.
Mehr Informationen: Bürgerbegehren für Stolpersteine in Viersen www.nrw.mehr-demokratie.de/themen/buergerentscheid/aktuell/viersen
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Wo waren Sie Herr Spahn?
Kolumne
Ort des Geschehens:
a) Käthe-Stroetges-Haus am Sonntag,
b) die Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach am Sonntag.Das Käthe-Stroetges-Haus, ein kleineres Alten- und Pflegeheim wurde gerade durch die Heimaufsicht der Stadt geschlossen, 47 Männer und Frauen verlieren ihre Bleibe von Heute auf Morgen.
Grund: fehlendes Pflege-Fachpersonal, Mängel in der Pflege etc.. Berechtigte Gründe.
Ein Praxisbeispiel für unseren ambitionierten Gesundheitsminister Jens Spahn. Er will Pflege verbessern.
Dachte ich. Ich dachte falsch.Gesundheitsminister Spahn freute sich zur gleichen Zeit wenige Kilometer weiter in Mönchengladbach bei seinen Freunden von der CDU auf deren Jahresempfang über eine gelungene und mit großem Applaus belohnten Rede vor den geladenen Gästen.
Dort, im Krankenhaus wird sicher das ein und andere Gespräch über Themen eines Krankenhausbetriebes geführt worden sein.
Über die Probleme der Menschen des Käthe-Stroetges-Hauses wurde wohl nicht gesprochen. Hat man Jens Spahn überhaupt darüber informiert? Warum nicht? Spahn ist belastbar, das zeigt er beredt in jeder Talk-Show.
Es gab Zeiten, in denen sich hochrangige Politiker und Altenforscher die Klinke im Pflegeheim in die Hand gaben. Käthe Stroetges wurde oft für ihre Verdienste ausgezeichnet und 1976 bekam sie das Bundesverdienstkreuz. 1997 erhielt sie den Landesorden NRW, überreicht vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau.
Und Heute? Alles vergessen.Positives: Ohne Mitwirkung unseres Gesundheitsministers werden alle Menschen der Alteneinrichtung eine neue Bleibe in Mönchengladbach finden. Dies versicherte Sozialdezernentin Dörthe Schall (SPD) gegenüber dem WDR-Fernsehen.
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Neonazis in Robe?
SPD-Fraktion verlangt von der Landesregierung AufklärungAnfang des Jahres haben nach Medienberichten AfD, NPD und Pegida ihre Anhänger dazu aufgerufen, sich in ihren Kommunen als ehrenamtliche Richterinnen und Richter zur Wahl zu stellen und so die Justiz zu infiltrieren.
Diese Ankündigung haben die NRW-Fraktionen von SPD und Grünen zum Anlass genommen, um das Thema im Rechtsausschuss zu diskutieren. Die Landesregierung NRW wiegelte damals ab. In dem hierzu vom Ministerium der Justiz vorgelegten Bericht (Vorlage 17/798) führte das Ministerium noch aus, dass ihm keine Erkenntnisse vorliegen, „wonach es zu einem tatsächlichen Anstieg entsprechender Bewerbungen gekommen wäre.“
Heute wird in einer großen deutschen Tageszeitung unter der Überschrift „Rechte jetzt auf Schöffen-Liste“ darüber berichtet, dass Personen auf der Schöffenwahlliste stehen, die Organisationen angehören, die der Verfassungsschutz wegen Rechtsextremismus beobachtet. Weiter heißt es in dem Bericht, unter Berufung auf eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums: „Die Problematik ist dem Verfassungsschutz bekannt, der in jedem Einzelfall die zuständigen Behörden informiert.“
Die Landesregierung hat also doch entgegen dem Bericht im Rechtsausschuss Kenntnis von Versuchen rechtsextremistischer Kreise, die Gerichte zu infiltrieren.
Sonja Bongers, rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Wir verlangen, dass das Parlament und die Öffentlichkeit sofort umfassend darüber informiert werden, welche Erkenntnisse die Landesregierung hier bislang verschwiegen hat. Neonazis in Robe sind eine große Gefahr für unseren Rechtsstaat. Warum schweigt die Landesregierung? Wenn die Medien diesen Skandal nicht enthüllt hätten, wüssten wir bis jetzt nichts davon. Deswegen haben wir beantragt, das Thema mit besonderer Eilbedürftigkeit schon an diesem Mittwoch im Rechtsausschuss zu behandeln.“0 – 0 -

„SINGET DEM HERRN“ – Konzert mit den musikalischen Gruppen von St. Helena
Der Kirchenchor St. Helena (Ltg.: Reinhold Richter), das Blockflötenensemble und der Frauenschola St. Helena (Ltg.: Andrea Richter), sowie der Gospelchor “Inspiration” (Ltg.: Petra Maaßen) laden zu einem Konzert am Sonntag, 16. September 2018 um 17.00 Uhr sehr herzlich in die Pfarrkirche St. Helena in Rheindahlen ein.
Unter dem Titel „Singet dem Herrn“ musizieren die verschiedenen Gruppen unter ihren Leitern Chor- und Instrumentalwerke querbeet aus ihrem Repertoire.
Eine Fülle unterschiedlichster musikalischer Weisen erwarten die Zuhörer und Zuhörerinnen an diesem Nachmittag und geben so auch einen Einblick in die musikalische Vielfalt der Musikgruppen.
So erklingt Musik vom Barock, über Mozart bis in unsere Zeit hinein, wie z. B. Gosepelgesänge oder Teile aus der Jazz-Messe von Johannes M. Michel.Weitere Informationen unter www.helenamusik-rheindahlen.de
Die Ausführenden freuen sich, Sie zu diesem Konzert begrüßen zu dürfen.
Der Eintritt ist frei.
Spenden am Ende des Konzerts werden gerne entgegengenommen.0 – 0 -

Five O’Clock Acoustic: BRÖSELMASCHINE im Volksgarten
Fans der Konzertreihe “Five O’Clock Acoustic” im Mönchengladbacher Volksgarten können sich auf musikalischen Besuch aus Duisburg freuen.
Am Sonntag, 16. September (17 bis 19 Uhr) ist die Kultband BRÖSELMASCHINE in der Konzertmuschel hinter dem DRK-Haus an der Carl-Diem-Straße zu hören.
Der Eintritt ist frei.
Mit BRÖSELMASCHINE steht nicht nur ein Stück deutscher Rockgeschichte auf der Bühne.
Die Gruppe, bei der Helge Schneider einst die Orgel spielte, beweist auch gegenwärtig, wie energiegeladen und dynamisch Rockmusik mit Folk- und psychedelischen Einflüssen klingen kann.Ende der sechziger Jahre gehörte BRÖSELMASCHINE, zu den ersten deutschen Rockbands. Heute zählt die Formation um Peter Bursch zu den ältesten aktiven Rockbands Deutschlands. Im Gepäck haben die Musiker um Peter Bursch ihre brandneue Studio-CD “Indian Camel”. Der Titelsong des Albums schillert in vielen Klangfarben: Es ertönen Sitar und Tablas, die Gitarre zitiert kurz Ravels “Bolero” und stellenweise erklingen Clubsounds wie in einer Disco auf Ibiza. “Indian Camel” ist “das wichtigste Stück der Platte”, sagt Bursch, “wir haben es im Studio nur einmal gespielt. Ich hatte diese Sitar-Melodie und den Rhythmus im Kopf und habe sie den anderen Mitgliedern vorgespielt. Sie stiegen ein, die Bandmaschine lief und nach zwölf Minuten war das Stück zu Ende. Das war der Hammer. Wir hatten alle Gänsehaut!”
Die Zuhörer im Volksgarten erwartet also ein spannendes Konzert.
Die BRÖSELMASCHINE in folgender Besetzung auftreten: Peter Bursch – Gitarre, Sitar, Gesang | Detlef Wiederhöft – Bass | Michael Dommers – Gitarre | Manni von Bohr – Drums | Stella Tonon – Gesang | Tom Plötzer – Keyboards.0 – 0 -

Kunststoffrasenspielfeld der Sportanlage Schelsen eingeweiht
Das neue Kunststoffrasenspielfeld der Sportanlage in Schelsen hat seine erste Bewährungsprobe hinter sich: Zur Eröffnung gab es ein Meisterschaftsspiel der Bambinis. Weitere Spiele der Vereinsmannschaften folgten.
Vorher hatte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zusammen mit dem 1. Vorsitzenden des SV Schelsen, Michael Scherrers, das Spielfeld offiziell eröffnet.
Im Frühjahr dieses Jahres hatten die Arbeiten auf der Sportanlage Schelsen begonnen.
Dort ist an Stelle des Naturrasenspielfeldes für insgesamt rund 600.000 Euro ein moderner Kunststoffrasenplatz mit Flutlichtanlage entstanden. Der Verein hat sich mit 100.000 Euro an der Modernisierung beteiligt.
Der auf der Sportanlage ansässige Verein ist der SV Schelsen 1983, der für die Saison 2018/2019 acht Jugend- und drei Seniorenmannschaften gemeldet hat.
Zudem kooperiert der SV Schelsen mit den Partnerschulen GS Giesenkirchen und GGS Mülfort-Dohr.0 – 0 -

Schallplatten erhalten ein zweites Leben
Zu schade zum Wegschmeißen? Findet die mags/GEM auch.
Deshalb steht ab sofort auf dem Wertstoffhof Heidgesberg eine Sammelbox für Schallplatten.
Die GEM und die Vinyl Garage starten damit ein sozial-kulturelles Projekt zur Wiederverwertung.
Wer auf dem Wertstoffhof Heidgesberg auch alte Schallplatten entsorgen will, kann sie ganz einfach in die neue Spendenbox legen. Regelmäßig werden die Schallplatten von MitarbeiterInnen der Vinyl Garage abgeholt und für ein zweites Leben vorbereitet. Entweder für den Verkauf als Secondhand-Schallplatte oder für ein ganz neues Produkt.Aus beschädigten Schallplatten entstehen durch Upcycling zum Beispiel Hocker, Schalen oder Untersetzer. Intakte Schallplatten werden sortiert, gesäubert, erhalten eine neue Schutzhülle und ein Etikett für den Verkauf in der Vinyl Garage.
Diese Aufbereitung ist eine arbeitstherapeutische Beschäftigung für KlientInnen der Intres gGmbH.
Wer seine alten Schallplatten also nicht wegwirft und stattdessen in die Sammelbox spendet, schützt damit nicht nur die Umwelt, sondern unterstützt auch einen Schallplattenladen, der sich für die Integration und Rehabilitation von Suchtkranken in Mönchengladbach einsetzt.Öffnungszeiten Wertstoffhof Heidgesberg:
Montags, Dienstags, Donnerstags und Samstags von 8 bis 14.30 Uhr
Freitags, 7 bis 18 Uhr
Mittwochs geschlossenÖffnungszeiten Vinyl Garage:
Freitags von 14 – 19 Uhr und Samstags von 10 – 15 Uhr
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„inklusive“ Bürgersprechstunde im Treffpunkt mg+
Im Treffpunkt mg+, in den Räumen der ehemaligen Apotheke im Verwaltungsgebäudes Oberstadt, Aachener Straße 2, startet ein neuer Informationsaustausch. An jedem zweiten Donnerstag des Monats, beginnend mit dem 13. September, nehmen die Inklusionsbeauftragte der Stadt, Ingrid Icking oder ihre Mitarbeiterin, die Architektin Nicole Dierkes-Bludau zwischen 9 und 12 Uhr Fragen und Anregungen rund um das Thema inklusive Stadtentwicklung entgegen. Grundsätzliche Ideen hinsichtlich der sozialen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Leben in Mönchengladbach können so Eingang finden in die Stadtentwicklungsstrategie mg+.
In diesem offenen Kreis findet keine Einzelfall-Beratung zu persönlichen Sorgen statt. Es können lediglich weitergehende Unterstützungsangebote benannt werden.
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Mönchengladbach Süd – Jahresempfang in ernster Zeit
Bildergalerie“Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: es sind Intelligenz, Anstand und Nationalsozialismus“, mit diesem Zitat begann Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann den diesjährigen Jahresempfang des Stadtbezirks Süd im Rathaus Rheydt.
Die Gäste aus allen Gesellschafts-Teilen waren zahlreich erschienen, unter ihnen beispielhaft erwähnt die Landtagsabgeordneten Frank Boss (er blieb etwa 30 Minuten), Hans Willi Körfges und der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings.Für hervorragende musikalische Einlagen sorgten „Die Rockstreicher“ der Musikschule Mönchengladbach unter der Leitung von Christian Malescov.
Barbara Gersmann bittet die Bürger, auch im privaten Umfeld, bei Menschen die man mag, dort ist es sicher sehr schwer, zu sagen: „das sind Nazis, das ist blöd, das ist falsch“, die Dinge beim Namen zu nennen. Auch in den sozialen Medien.
Gersmann wünscht sich sehr, dass die Zuhörer auch im Kleinen dagegenhalten wenn sie hören das es gegen Ausländer geht, das es gegen Menschen mit Migrationshintergrund geht, das es um rechte Hetze, Sexismus etc. geht.Berzirksvorsteherin Gersmann ehrte und dankte einigen Bürgern des Bezirkes in besonderer Weise, sie erhielten das Rheydter Stadtlicht als Zeichen der Anerkennung.
Von links:Petra Kraus, Kulik Bras (Vertretung), Verena und Guido Gauld, Annika Schmitz und Yannik Schulz (verhindert).
„Ich bin furchtbar stolz Bezirksvorsteherin dieses Stadtteils zu sein mit so vielen Menschen die sich engagieren, denen der Bezirk am Herzen liegt ,“ bedankt sich Gersmann.Für die nächsten beiden Jahre hat Gersmann natürlich ein Programm (hier die textliche Grundlage):
2020 ist Kommunalwahl. Die Parteien und damit auch ihre kommunalen Mandatsträger legen für solche Wahlen Programme auf, aus denen hervorgeht, was sie in der Zeit, für die sie gewählt werden sollen, umsetzen möchten. Ich bin noch zwei Jahre Bezirksvorsteherin Süd. Die Kooperation zwischen CDU und SPD im Rat wird dieses Jahr einen Doppelhaushalt beschließen, was bedeutet, dass der Haushalt nicht nur für das Jahr 2019, sondern auch für das Jahr 2020 beschlossen wird. Wir befinden uns also im Endspurt dieser Wahlperiode. Genau aus diesem Grund liegt es mir am Herzen, noch ein paar Projekte in Süd auf die Schiene zu setzen, die für die Entwicklung dieses Stadtbezirkes in den nächsten Jahren wichtig sein werden. Es geht nicht darum, schon ein neues Kommunalwahlprogramm für den Süden zu entwerfen, sondern eher darum, den Endspurt zu skizzieren, der dann Eingang in den Doppelhaushalt und Umsetzung in den nächsten zwei Jahren erfahren soll.
In Rheydt und Odenkirchen hat sich in den letzten Jahren ganz viel getan. Trotzdem gibt es weitere Projekte, die längerfristig geplant sind und die umsichtig vorbereitet werden müssen. Und es gibt Projekte, die sich jetzt schon in der Entwicklung befinden, auch wenn man noch keine Kräne für diese Projekte oder aktuelle Bauarbeiten sieht. Aber genau darum geht es: Fortschritt und Entwicklung sichtbar zu machen.
Als Bezirksvorsteherin Süd möchte ich die folgenden fünf Schwerpunkte in die Haushaltsberatung für den Doppelhaushalt einbringen:
1.) Beste Bildung für Kinder
Der Süden hat gute Schulen mit unglaublich engagiertem Lehrpersonal, die ihr Möglichstes tun, den Ihnen anvertrauten Kindern eine gute Entwicklungsmöglichkeit zu offerieren. Dies kann aber nur gelingen, wenn auch die baulichen Voraussetzungen vorhanden sind. Es kann nicht sein, dass wie z. B. an der Grundschule Nordstraße ein Gebäude vollkommen marode ist und es eigentlich weder Kinder noch Lehrpersonal zumutbar ist, in diesem Gebäude zu arbeiten und zu lernen. In dieser Schule, wie in der Grundschule Pahlkestrasse steht jeweils der Neubau eines Pavillions an. Dieser wird aus dem Programm „Gute Schule 2020“ finanziert. Die geplanten Maßnahmen müssen also jetzt zeitnah umgesetzt und dafür nötige Planungsleistungen kurzfristig von der Verwaltung erbracht werden. Ebenso ist die Schaffung der notwendigen Betreuungsplätze kurzfristig umzusetzen.
Wir brauchen mehr Plätze für die offene Ganztagsschule. Auch hiermit eröffnet man Kindern gerade aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeit zu lernen und sich damit eine eigene Grundlage für ihr späteres Leben zu schaffen. Zudem ist Ganztagsbetreuung natürlich auch notwendig, um Eltern die Gelegenheit zu geben, ins Berufsleben zurückzukehren. Die SPD hat in dieser Wahlperiode einen Schwerpunkt auf den Ausbau der offenen Ganztagsschulen gelegt. Aber mehr ist nicht ausreichend. Jedes Kind, das in die offene Ganztagsschule gehen möchte, muss dies auch können. Hier müssen auch gerade im Süden kurzfristig die räumlichen Möglichkeiten geschaffen werden, neue Gruppen für die offene Ganztagsschule an den Grundschulen anzubieten.
2.) Bewegung in der Stadt
Lebensqualität hat viel damit zu tun, wie ich mich in einer Stadt bewegen kann und auch wie laut es dort ist. Auf der anderen Seite hat Lebensqualität auch viel damit zu tun, wie erreichbar ich bin oder wie gut ich andere Stellen erreiche. Wir befinden uns in der Beratung des Straßenvorrangnetzes, einer Überprüfung und Umstrukturierung, durch welche Trassen in Mönchengladbach der Verkehr fließt oder fließen soll.
Die Mittelstraße hinter dem Bahnhof muss ausgebaut und verstärkt werden.
Mir ist es für den Süden besonders wichtig, nach Abbindung der Autobahn 61 durch den Braunkohletagebau die Belastung für die angrenzenden Gebiete meines Stadtbezirkes so gering wie möglich zu halten. Die schon bisher geplanten Maßnahmen im Bereich Odenkirchen müssen immer wieder evaluiert werden, so dass hier ein Nachsteuern auch kurzfristig möglich ist, wenn festgestellt wird, dass die Verkehrsströme eine zu große Belastung für den innerstädtischen Kern von Odenkirchen darstellen. Ich schließe hier ausdrücklich auch eine eventuelle Umgehungsstraße nicht aus.
Die Limitenstraße befindet sich endlich auf der Baustelle. Es wird hier sowohl eine Platzkante für den Rheydter Marktplatz geschaffen, als auch die Verkehrssituation für Fußgänger und Fahrradfahrer durch verbreiterte Bürgersteige deutlich verbessert. Darüber hinaus erhält die Limitenstraße LOA, so dass hier auch eine geringere akustische Belastung der Anwohner nach Aufbringung erzielt wird.
Verkehr bedeutet aber nicht nur der fließende, sondern auch der ruhende Verkehr. Ich möchte Anwohnerparken rund um die Vierhausstraße erneut überprüfen lassen, um die Parksituation dort zu entspannen.
3.) Innenstädte stärken
Süd hat zwei lebendige Zentren in Rheydt und Odenkirchen. Der Rheydter Marktplatz ist ein Platz mit sehr hoher Aufenthaltsqualität geworden, der von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wird. In den letzten zwei Jahre muss aber an zwei anderen Ecken der Innenstadt von Rheydt angepackt werden, nämlich am Bahnhof und an der Entwicklung des Lankes-Geländes. Der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz sind zu entwickeln und auch ich unterstütze den Einzug der Polizei als Ankermieter in ein neu zu bauendes Bahnhofsgebäude.
Über die Zukunft des Lankes-Geländes ist schon viel diskutiert worden, trotzdem muss man diesen Bereich jetzt endlich anpacken, eine frequenzbringende Nutzung des ehemaligen KiK-Gebäudes planen und ebenfalls eine Nutzung des City-Hochhauses. Für die Übergangszeit, also die nächsten Jahre, fände ich eine Nutzung durch junge Selbständige wie in Alt-Gladbach im V16 eine für Rheydt gute Lösung. Auf der Friedrich-Ebert-Straße entstehen Wohnungen für Studenten. Die Studierenden der Hochschule sollen näher an das Zentrum von Rheydt angebunden werden, indem sie dort wohnen können. Ich würde sie gerne auch näher an das Zentrum von Rheydt heranführen, indem sie sich selbständig machen und dort arbeiten können. Ein Büro auf Zeit, das man für kleines Geld mieten kann und trotzdem die Infrastruktur eines kompletten Büros nutzen, ist ein Modell, das gerade für junge Menschen, die mit der Hochschule fertig sind, eines das Perspektive eröffnet und man sich zeitgleich leisten kann. Wenn es denn gut läuft, bietet die Rheydter City sicherlich auch die Möglichkeit, aus einer solchen kleineren Bürosituation in ein Ladenlokal umzuziehen. Das City-Hochhaus würde die Gelegenheit bieten, ein solches Projekt unterzubringen. Wir werden kurzfristig mit einem Prüfauftrag die Kosten evaluieren, die aufgewendet werden müssen, um das Gebäude für eine solche Nutzung fit zu machen.
Ebenso muss das Odenkirchener Zentrum gestärkt werden. Die Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes und die Verbesserung der Burgfreiheit befinden sich in der Umsetzung und werden die Aufenthaltsqualität dort deutlich verbessern.
Flankiert werden muss die Erneuerung durch bauliche Maßnahmen auch mit der Durchführung von sozialen Projekten. Hier ist zum Beispiel der Einsatz von Streetworkern gerade in Odenkirchen ein erfolgreiches Modell. Es muss geprüft werden, ob ein solches Vorgehen nicht auch für den Innenstadtbereich von Rheydt umgesetzt werden kann. Ebenso muss es weiterhin in Odenkirchen verankert bleiben.
4.) Freizeit gestalten
Wir haben im Bezirk Süd schöne Spielplätze. Sowohl der Spielplatz in Odenkirchen vor dem Tierpark, als auch der Spielplatz im Stadtwald sind auf dem Weg sehr attraktive Spielgelegenheiten für Kinder und Jugendliche zu werden. Ich möchte mich dafür einsetzen, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, zu spielen und dies auf gut ausgestatteten und gepflegten Spielplätzen zu tun wie eben z. B. vor dem Tiergarten oder im Stadtwald. Tiergarten ist darüber hinaus ein gutes Stichwort. Der Tiergarten in Odenkirchen, der weit über den Stadtbezirk Süd hinausstrahlt, ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie und für jeden Geldbeutel.
Hier immer wieder als Kommune zu helfen und zu unterstützen, halte ich für angemessen, um eine Einrichtung aufrecht zu erhalten, die es vielen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, ein paar Stunden eventuelle Sorgen zu vergessen und sich mit ihren Kindern einen schönen Tag zu machen. Der Tierpark ist nicht nur ein Anlaufpunkt für Schulen und Kindergärten, die den Kindern das Erleben von Natur und Tierwelt näher bringen soll. Ebenso profitieren auch Besucher aus dem nah Altenheim von den sozialen Kontakten, die auch im Tierpark möglich sind.
5.) Wohnen / Die Mischung macht`s
Wohnen ist ein zentrales Thema in Mönchengladbach. Im Rahmen von MG-Plus werden hochwertige Baugebiete in Mönchengladbach entwickelt. Das ist richtig. Mir ist aber wichtig, dass in Mönchengladbach nicht nur hochwertige und damit hochpreisige Baugebiete gibt, sondern dass auch Baugebiete entwickelt werden, die man sich mit einem kleineren Geldbeutel leisten kann und die auch für junge Familien attraktiv sind.
Unter dem Strich kommt es immer auf die Mischung an. Schaut man sich die Karte der hochwertig zu entwickelnden Baugebiete in Mönchengladbach an, kommt der Süden quasi nicht vor. Das kann und werde ich nicht hinnehmen. Baugebiete sind in ihrer qualitativen preislichen Mischung über die ganze Stadt zu entwickeln; es kann nicht sein, dass hochwertiges Bauen im Norden der Stadt stattfindet und der Süden entweder gar nicht oder nur mit niedrigschwelligeren Bauvorhaben bedacht wird.
Ich möchte hochwertiges Bauen mitten in der City. Der Bereich an der Friedrich-Ebert-Straße (ehemaliger Kik-Markt), der nunmehr einer städtischen Tochter gehört, muss bis zum City-Hochhaus neu entwickelt werden. Hier kann zentral in der Innenstadt hochwertiges Bauen ab dem 1.Obergeschoss umgesetzt werden. Wir brauchen hochwertiges Bauen nicht nur am Rande der Stadt, sondern zentral mitten in der Stadt, im Herzen von Rheydt. Eine zügige Entwicklung dieser Projekte ist mir daher besonders wichtig.
Das gilt auch für eine Bebauung der Sportanlage Preyerstraße. Es ist auch mein politischer Wille, dass für den dort ausgeübten Sport eine neue und moderne, aber auch bedarfsgerechte Anlage geschaffen wird. Durch die Verlagerung kann die jetzige Fläche der Sportanlage zu einem attraktiven Wohngebiet entwickelt werden.
Diese Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie beschreibt die in meinen Augen wichtigsten Punkte der nächsten zwei Jahre im Bezirk Süd. Ich bin für Anregungen immer dankbar. Machen Sie mit, denken Sie mit, entwickeln Sie mit. Vorschläge, Bemerkungen und Anregungen gern unter Endspurtsued@web.de an mich schicken. Danke
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Andreas Terhaag MdL besucht Stadtteilbibliothek Mönchengladbach-Rheydt
im Rahmen des Tags der Medienkompetenz besucht der FDP-Landtagsabgeordnete Andreas Terhaag die Stadtteilbibliothek Rheydt. Bei dieser „Aktion vor Ort“ erfahren Abgeordnete aus erster Hand, wie Medienkompetenz gefördert wird und diskutieren mit den Verantwortlichen vor Ort über Mediennutzung, Zielgruppen und zukünftige Strategien. Diese lokalen Aktionen dienen dazu, die Bedeutung der Medienbildung im Dialog zwischen der Politik und einzelnen Bildungseinrichtungen beispielhaft herauszustellen.
Zeit: Donnerstag, 13. September 2018, 09.00 Uhr
Ort:Stadtteilbibliothek Mönchengladbach-Rheydt, Am Neumarkt 8, 41236 MönchengladbachVor Ort wird er mit der Leiterin der Stadtbibliothek, Brigitte Behrendt, über die Themen digitale Bildung, Medienbildung und Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz ins Gespräch kommen. Sie wird aufzeigen, was Bibliotheken in diesem Bereich leisten, auf die bestehenden Angebote in Mönchengladbach aber auch auf Rahmenbedingungen und Herausforderungen eingehen.
Dabei wird der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete praktische Beispiele der Medienvermittlung kennenlernen: z.B. mit der VR (Virtual reality)-Brille abtauchen und zwischen Haien schwimmen, eine Multimedia-Rally auf Basis des Lernwerkzeugs Biparcours-App absolvieren sowie Apps zur digitalen Leseförderung, das Online-Zeitungsportal und eLearning ausprobieren.Der Tag der Medienkompetenz ist eine von der Landesregierung und dem Landtag Nordrhein-Westfalen gemeinsam ausgerichtete und geförderte Veranstaltung. Organisiert und durchgeführt wird sie vom Grimme-Institut.
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