Vom 23. bis 29. September startet die kfd – Katholische Frauengemeinschaft Deutschland – ihre alljährlicheAktionswoche. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Macht Euch stark für eine geschlechtergerechte Kirche“ und schließt an die vielfältigen Aktionen der Initiative Maria 2.0 an. Der Diözesanverband Aachen beteiligt sich mit Aktionen in Aachen und Mönchengladbach.
Mit einem einprägsamen Bild regt die kfd in Mönchengladbach zu einem Perspektivwechsel an: An der Citykirche Mönchengladbach bilden kfd-Frauen und ihre Unterstützerinnen am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr das Kirchensymbol, ein Kreis mit einem aufgesetzten Kreuz. Dreht man jedoch die Perspektive wird aus dem Kirchensymbol das Frauenzeichen. Interessierte und Unterstützerinnen der Forderung sind herzlich eingeladen, mitzumachen. „Wir sind überzeugt, dass Kirche Geschlechtergerechtigkeit vorleben muss, wenn sie zu wichtigen Themen gehört werden und glaubwürdig sein will“, betonte Marie-Theres Jung, Vorsitzende des Diözesanverbands Aachen der kfd. „Dazu gehört, dass alle Ämter und Führungspositionen – auch die, die mit der Weihe verbunden sind – Frauen, die sich dazu berufen fühlen, offen stehen müssen. Die Würde von Frau und Mann in gleicher Weise zu achten, gilt als Erweis der Achtung von Menschenrechten. Dahinter wollen wir doch in der Kirche nicht zurück!“
Um ihre Ansprüche zu betonen und ihre Unnachgiebigkeit zu bekräftigen, hat sich die kfd die Farbe Purpur – sie ist in der römisch-katholischen Kirche Kardinälen als Gewandfarbe vorbehalten – für ihre Kampagne zu eigen gemacht. Sie stellt sich damit zum einen in die Nachfolge der Purpurhändlerin Lydia, der ersten Person auf europäischem Boden, die den christlichen Glauben annahm. Zum anderen knüpft sie an die Würde von hohen kirchlichen Amtsträgern an und macht klar, dass diese nicht Männern allein vorbehalten ist. Purpurkreuze werden auch bei der Aktion in Mönchengladbach allgegenwärtig sein.
Die Mitsingabende mit Kerstin Brix haben sich bereits in den letzten beiden Spielzeiten zum Publikumsrenner und zu einer kleinen Tradition für alle Hobbysängerinnen und -sänger entwickelt. Die sympathische Allroundkünstlerin schafft es mit guter Laune und auf hohem künstlerischem Niveau zusammen mit ihren Pianisten Yorgos Ziavras und Christian Zatryp den singbegeisterten Publikumschor beim Schmettern allseits bekannter vokaler Leckerbissen zu unterhalten. Damit die Besucher in entspannter Atmosphäre bekannte Schlager, Pop- und Rocksongs, Volkslieder, Evergreens oder Hits aus Musicals und Operetten mitsingen können, werden die Gesangstexte auf eine Leinwand projiziert. In der Spielzeit 2019/2020 gibt es 10 weitere Termine des beliebten Mitsingcafés. Um an dem kurzweiligen ,,Karaoke-Singalong“ teilzunehmen, sind weder Notenkenntnisse noch eine ausgebildete Stimme erforderlich. Es darf gequatscht, geschunkelt, getrunken – und vor allem frei von der Leber weg gesungen werden. Die Gesangskriterien ,,richtig“ oder ,,schön“ werden an diesem Abend außen vor gelassen – denn, was hier zählt ist nur: Spaß am Singen! Ein Café Vokal dauert circa 2 Stunden mit zwei Blöcken à 45 Minuten und einer Pause.
Krefeld: 14.10.19, 09.12.19, 03.02.20, 20.04.20, 08.06.20 – jeweils um 19 Uhr im Glasfoyer Mönchengladbach: 07.10.19, 02.12.19, 10.02.20, 04.05.20, 15.06.20 – jeweils um 19 Uhr im Marmorfoyer Stehplatz-Tickets für 10 Euro und Sitzplatz-Tickets für 13 Euro sind erhältlich unter 02151/805-125, 02166/6151-100 und auf www.theater-kr-mg.de.
Rheydt stirbt aus. Überall Leerstand. Die Hauptstraße ist tot. Immer mehr Geschäfte geben auf.
Diesen Negativmeldungen in der Rheydter City wollen Ulrich Wateler und Christoph Schlee etwas entgegensetzen. Ihre Vision: Kleine Unternehmer, Freiberufler oder Kunstschaffende, die bisher oft von zuhause aus arbeiten, können sich nun mitten in der Stadt untereinander stärken und vernetzen. Doch nicht nur das: Sie können auch Impulse für die Weiterentwicklung von Rheydts Zentrum geben. „Die Rheydter Innenstadt bietet – auch nach einhelliger Meinung unserer Unterstützer – Potenziale, die nur durch neue, kreative Ideen und den Mut zum visionären Handeln Einzelner nachhaltig ausgeschöpft werden können. Wir sind entschlossen, hier mit gutem Beispiel voranzugehen“, so Ulrich Wateler.
Foto: Zwischenraum
Eröffnung 28.9.2019 11:00 Uhr, Livemusik, Podiumsdiskussion „Leerstand ade – die Zukunft in Rheydts City“
Büroarbeitsplätze in einer Passage anzubieten, ist eher ungewöhnlich. Aber in der Hauptpassage, die in der Blütezeit Rheydts errichtet und mehrfach modernisiert wurde, standen bis vor kurzem außer einem Schmuckgeschäft alle Läden leer. Schon vor zwei Jahren hat Christoph Schlee den Tipp bekommen, dass die Eigentümer an einer Bürolösung interessiert seien. So hat er damit begonnen, für seine Coworking-Idee faire Mietbedingungen auszuhandeln. Diese Hartnäckigkeit hat sich am Ende ausgezahlt. „Es fällt vielen Eigentümern nicht leicht, sich von früher erzielten Mietpreisen zu verabschieden. Am Ende ist aber wichtig, dass wieder etwas passiert und ihren Räumen Leben eingehaucht wird“, so Schlee. Nun haben die beiden Macher von ZWISCHENRAUM die linke Seite der Passage gründlich renoviert, befreundete Künstler wie der Bildhauer Werner Albrecht haben ihre Kreativität eingebracht. Die Räume konnten bereits vor einer Woche erstmalig von einer größeren Öffentlichkeit besichtigt werden, mit enormer Resonanz. „Endlich macht hier mal jemand etwas“ so das einhellige Feedback. Auch der ehemalige Hausbesitzer und Inhaber des Modegeschäfts, Herr Kellermann fand sich ein – und zeigte sich hocherfreut über die Neuerungen.
ZWISCHENRAUM ist eine Symbiose dieses aktiven Netzwerkens mit
dem Coworking von CO21 und ist mehr als Tisch und Raumvermietung. „Wir stellen
uns vor, mit unserem Angebot nicht nur Unternehmen zu vernetzen, sondern auch
einen Treffpunkt zu schaffen, um den sozialen Aufbruch in der Stadt
voranzubringen“, so Christoph Schlee. Es war nicht ganz einfach, die Baubehörde
mit ins Boot zu nehmen – die nämlich muss eine sogenannte Nutzungsänderung von
einem Textilgeschäft zu einem Büroanbieter erst einmal genehmigen. Auf
Amtsdeutsch heißt das Bauantrag, obwohl in den Räumen kein Mörtel angerührt
wird, sondern „nur“ die Böden erneuert, Wände dekoriert, die Inneneinrichtung
und das Business verändert werden.
Immerhin erhielten die beiden Macher auch Unterstützung aus
der Stadt, über Parteigrenzen hinweg, „die komplizierte Antragstellung wurde
uns dadurch verständlich gemacht, das hat uns sehr geholfen“, so Schlee.
Mittlerweile erstrahlen die Räume in neuem Glanz. ZWISCHENRAUM hat die ersten
Untermieter gefunden, z. B. den Verein „Le Cri des Opprimes“ von Ngimbi
Makambu, der sich mit der Förderung von Bildung, Inklusion und Kultur von
afrikanischen Migranten der zweiten Generation beschäftigt und im ZWISCHENRAUM
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenbringt. Die erste Mieterin
der Kunst-Flächen im Atrium ist Jara Stehlikova mit ihrer beeindruckenden
Ausstellung „Im Rausch der Farbe.
Im ZWISCHENRAUM können Schreibtische, Räumlichkeiten und Ausstellungsflächen flexibel gebucht werden, WLAN, Teeküche, Drucker, Beamer sowie Präsentations- und Besprechungsraum sind vorhanden. Durch die künstlerische Gestaltung bieten sich die Räume auch für anspruchsvolle Veranstaltungen an. Nun sind die Macher gespannt darauf, wie sie in der Rheydter City ankommen. Mehr Infos im Web unter: www.zwischenraum-ry.de
Die (Weiter-) Entwicklung einer Stadt muß ein Ziel haben. Sie
muß für die Bürger etwas positives bedeuten und von ihnen gewollt sein. Um
diese Aufgabe zu bewerkstelligen gibt es in unserer Stadt die Verwaltung und
die Politik insgesamt.
Die Politik hat entschieden, dass die Aufgabe der Stadtentwicklung in
Mönchengladbach durch die Stadttochter EWMG erfolgen soll. Einer der beiden
Geschäftsführer ist gleichzeitig Planungsdezernent der Stadt.
Das Ganze wird beaufsichtigt durch (Aufsichtsrats-) Politiker aller Parteien,
unter ihnen so hochrangige wie unser Oberbürgermeister (CDU) oder auch Horst
Peter Vennen (SPD) und Dr. Schlegelmilch von der CDU. Selbst unser Kämmerer hat
im Aufsichtsrat einen Zweitjob.
Das alles muß man berücksichtigen, will man eine Wertung vornehmen, z.B. zur
beschlossenen Kündigung des Vertrages mit dem Trabrennverein.
Die Planung der EWMG und unseres Planungsdezernenten / Geschäftsführers und des Aufsichtsrates ist eindeutig. Der Flugplatz Mönchengladbach soll ausgebaut werden, das freiwerdende Gelände der Trabrennbahn soll teils dem Flughafen zugeschlagen werden und außerdem sollen Geschäftsbauten ermöglicht werden. Das Ziel ist klar: Mehr Flugverkehr, mehr Unternehmen, mehr Arbeitsplätze, mehr Steuereinnahmen. Wie lautet doch die Aufgabe von Politik: Umsetzung des Bürgerwillen. Der scheint auf Mönchengladbacher Art ausgehebelt. Oder haben irgendwann die Bürger diese Vertragskündigung mehrheitlich gefordert?
Nicht nur auf der Bismarkstraße in Mönchengladbach fehlt ein sicherer Radweg. Dies wollte der ADFC darstellen. Er wollte zeigen, wie die Radfahrer sich einen solchen vorstellen. Eindrucksvoll war die Vorstellung der Möglichkeit allemal. Die Mönchengladbacher Polizei unterstützte die einstündige Aktion im starken Freitagsverkehr in hervorragender Art und Weise. Herzlichen Dank.
Unter dem Motto: „Mehr Platz fürs Rad“ findet am Sonntag dem 22. September 2019 zum sechsten Mal die Mönchengladbacher Fahrradsternfahrt statt. Standpunkt des ADFC: Fahrradfahren ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Auf kurzen Strecken ist das Velo bei alltäglichen Erledigungen in der Innenstadt oft sogar dem Auto überlegen; es sei denn man möchte eine Waschmaschine kaufen. Aber da dies nicht zu häufig vorkommt erkennen immer mehr Menschen, auch in Mönchengladbach, die Vorteile des Fahrrads. Mit Hilfe der Sternfahrt wollen all die RadfahrerInnen sichtbar machen, wie groß und vielschichtig diese so wichtige Gruppe von VerkehrsteilnehmerInnen ist. RadfahrerInnen verdienen, es sich unter komfortablen und sicheren Bedingungen durch die Stadt zu bewegen!
Dirk Rheydt erklärte mir im Gespräch das Ziel der Fahrradsternfahrt.
Geschätzte 3.500 Bürger allen Alters haben sich heute am Fischerturm in Rheydt zu einer der größten Demonstrationen in Mönchengladbach versammelt. Auch einige örtliche Politiker beteiligten sich, so z.B. Gülistan Yüksel, MdB (SPD). Mit einer kleinen Abordnung der örtlichen Polizei wanderte der Demonstrationszug zum Rheydter Hauptbahnhof, dort wurde eine kurze Schlusskundgebung abgehalten. Leider war die Lautsprecheranlage für diese Größe der Demonstration zu klein geraten, niemand verstand etwas. Eine große Abordnung des Zuges radelte anschließend nach Erkelenz um dort an einer weitaus größeren Kundgebung teilzunehmen.
MG-HEUTE bedankt sich ausdrücklich bei Herrn Prof. Michael Braungart für die Erlaubnis, seine Rede anlässlich der Verleihung des Umweltpreises der Stadt Mönchengladbach veröffentlichen zu dürfen.
Es geht um die Berichtsvorlage: 4105/IX: Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich Sachstand und zukünftiges Vorgehen bei Planungen
Die Verwaltung möchte das leidige indirekte Linksabbiegen von Radfahrern zur Standardlösung machen, glaubt der ADFC-Mönchengladbach und hat einen offenen Brief an die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses geschrieben.
Es sollen handwerkliche Fehler in der Planung vorliegen, zu denen das Verkehrsministerium NRW eine Stellungnahme der Verwaltung angefordert hat. Und dies obwohl das Thema in der angekündigten Arbeitsgruppe Nahmobilität im Oktober auf der Tagesordnung steht. Hier ist wohl keine ergebnissoffene Diskussion mehr zu erwarten.
Der ADFC hat die Mitglieder des Auschusses mit Schreiben vom 13.09.2019 gebeten, die Vorlage 4105/IX im Sinne ihrer Stellungnahme (anbei) zu hinterfragen. Den Ausschussvorsitzenden, Herrn Vennen, haben sie gebeten, dass interessierte Bürger – wie jüngst beim Klimanotstandsentscheid – die Sitzung auf Augenhöhe verfolgen können.
Eine turbulente Woche im Zeichen der Umwelt liegt hinter uns. Es wurde diskutiert darüber, wie unser “Klima” zu retten ist, es wurden Maßnahmen vorgeschlagen und gefordert, Symbole meist. Einiges davon glaubte ich verstanden zu haben, manches war mir zu theoretisch, auch unsinniges war darunter. Ein Bürgerantrag zum Klimanotstand wurde abgelehnt, andere vermeintliche Schlüsselfiguren im Rathaus konnten oder wollten darstellen wie viele Jahre sie bereits im Umweltschutz tätig und erfolgreich tätig sind. Sie kämpften eigenen Angaben zu Folge gegen die Braunkohle, kauften trotzdem oder deswegen Aktien der Braunkohle-Lobby, Beliebigkeit lässt grüßen.
Dann ein weiterer Meilenstein, die goldene Blume wurde dem Umwelt-Wissenschaftler Prof. Michael Braungart am Samstag verliehen. Kann Politik dessen Argumenten folgen? Unsere stark differierenden Parteien waren zugegen, als Braungart das Beispiel von D´dorf und Köln vortrug. Beide Städte wollen als erster Klimaneutral sein und werden es doch nicht schaffen können. Mir reichten diese Beispiele: Es wird nicht weniger zerstörerisch, solltest du dein Kind „nur 5 mal statt 10 mal schlagen“. Außerdem: Unser Papier ist Sondermüll und kann nicht recyclet werden, da noch immer 50 giftige Stoffe in vielen Katalogpapieren enthalten ist.
Es ist ein noch sehr weiter Weg bis zur Nachhaltigkeit. Nachdenken und darüber sprechen kann helfen.
Einer breiten Öffentlichkeit ist der Rechtsanwalt Dr.
Christof Wellens nach dem Absturz der Concorde in Paris im Jahre 2000 bekannt
geworden. 97 Deutsche verloren dabei ihr Leben. Mönchengladbach war besonders
betroffen, weil 13 Todesopfer unserer Stadt kamen. Wellens vertrat 25
Opferfamilien der Concorde Katastrophe. Am Dienstag, 17. September 2019, um 19
Uhr, ist der Rechtsanwalt Gast bei der Talkreihe „Mönchengladbacher Gesichter“.
Im St. Kamillus Kolumbarium, Kamillianerstraße 40, spricht der 56-Jährige mit
dem Journalisten Kaspar Müller-Bringmann über seine Tätigkeit als Anwalt, den
gemeinnützigen Opferrechte-Verein „Crash“, seine Rolle als Vorsitzender des
Caritasverbandes Mönchengladbach und seine Verbundenheit zu Mönchengladbach.
Der Eintritt ist frei.
Helfen ist die Lebensmaxime von Christof Wellens, sei
es beruflich als Anwalt, oder ehrenamtlich als Vorsitzender des Vereins Crash
oder bei der Mönchengladbacher Caritas. Vom Absturz der Concorde waren damals
viele Kinder betroffen, die ihre Eltern verloren hatten. Zudem waren Firmen
plötzlich führungslos. Wellens setzte sich für schnelle finanzielle Hilfe ein
und erreichte Entschädigungszahlungen, die weit über dem lagen, was bislang in
Deutschland üblich war.
Die Talkreihe „Mönchengladbacher Gesichter“ im
Kolumbarium widmet sich interessanten Persönlichkeiten der Stadt, die
ungewöhnliche, spannende und außergewöhnliche Geschichten zu erzählen haben.
Es sind noch einige Karten zu haben. Also: Schnell handeln.
Zu erwerben sind diese Karten für 7,-€ bei freier Platzwahl bei: Rolf Gaden roga1967@arcor.de oder 02161 631307 bzw. nach Vorbestellung an der Abendkasse.
“Unverschämtheit”, so lautete ein oftmals geäußerter Kommentar im gestrigen Umweltausschuss. Gemeint war die Weigerung des Sitzungsleiters, den Bürgerantrag zur Ausrufung des Klimanotstandes in Mönchengladbach an den Sitzungsbeginn vorzuziehen.
Martin Heinen, CDU (Sitzungsleiter, vorne rechts), diskutiert mit einer Demonstrantin
Dies ist in vergleichbaren Fällen immer gängige Praxis gewesen. So wurde aus dem Angebot des Sitzungsleiters an die Demonstranten, sie mögen möglichst alle an der Sitzung teilnehmen, eine offensichtlich geplante Zumutung. Es dauerte ca. drei Stunden, bis es zur Abstimmung kam. Mehr als 50% der Zuschauer hatten zu diesem Zeitpunkt den Ratssaal bereits verlassen. Werbung für einen Besuch politischer Sitzungen war diese Vorgehensweise nicht. Der Rest ist schnell erzählt: Mit 10 Stimmen von CDU und FDP (1 Stimme) wurde der Antrag eines Bürgers abgelehnt. 9 Stimmen von SPD, Linken und Grünen reichten nicht zu einer anderen Entscheidung.
Klimastreik: Auch ÖPNV soll Zeichen setzen, meinen Grüne Mit einem weltweiten Klimastreik am Freitag, 20. September will „Fridays for Future“ auf die Bewältigung der Klimakrise aufmerksam machen.
Der
Streikaufruf der Klimaaktivisten wird von zahlreichen Verbänden, Vereinen,
Gewerkschaften, Parteien usw. in der Form unterstützt, dass sie ausdrücklich
zur Teilnahme an Veranstaltungen aufrufen. Auch in Mönchengladbach sowie im
Umland sollen Aktionen von „Fridays for Future“ an diesem Tag
stattfinden.
Mönchengladbachs
Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath findet es vor diesem Hintergrund wichtig,
dass auch die Verkehrsverbünde an diesem Tag ein Zeichen setzen und den
öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an diesem Tag für den symbolischen Preis
von einem Euro zur Verfügung stellen. Sasserath hat deshalb einen Brief an
NEW-Vorstandsvorsitzender Kindervatter und den Aufsichtsratsvorsitzenden der NEW mobil & aktiv Felix Heinrichs geschrieben
und sie dazu aufgefordert.
„Ich finde es wichtig, dass mit einer
großen Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller
Altersgruppen – nicht nur Schülerinnen und Schüler – am 20. September ein
starkes Signal für konsequenten Klimaschutz gesetzt wird“, schreibt Sasserath.
Der ÖPNV sei im Verkehrssektor das entscheidende
Instrument zur Erreichung der Klimaziele. Dazu, so der Grünen-Politiker
weiter, müssten die Regierungen massiv Finanzmittel für den ÖPNV zur
Verfügung stellen, damit ausgebaut und in ein noch attraktiveres und
leistungsfähigeres Angebot investiert werden könne. Sasserath fände es „ein
sehr starkes Signal, wenn auch die NEW mobil & aktiv am 20. September zum
Klimastreik ihr ÖPNV-Angebot in der Stadt Mönchengladbach sowie in den Kreisen
Viersen und Heinsberg für einen Tag öffnete, zum Beispiel für einen
symbolischen Betrag von 1 Euro für ein Tagesticket.“
Der mobil &
aktiv-Aufsichtsratsvorsitzende Felix Heinrichs hatte den Grünen gegenüber
zugesichert, klären zu lassen, ob der Vorschlag innerhalb des Verkehrsverbunds
Rhein-Ruhr (VRR) umsetzbar sei.
Antwort an die Bündnis/Grünen Hallo Herr Sasserath, hallo Herr Hoek,
ich habe mich bei der NEW erkundigt, wie so eine Idee umgesetzt werden könnte. Für den konkreten Anlass 20. September 2019 ergeben sich leider folgende Hindernisse:
Da wir im VRR-Tarifsystem gebunden sind, würde eine Begünstigung von Tagestickets zu Einnahmeausfällen führen, die die Stadt Mönchengladbach übernehmen müsste. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen aus Tagestickets betragen rund 20.000 €. Der Rat der Stadt müsste also diesen Einnahmeausfall beschließen. Darüber hinaus würde eine Abstimmung mit dem VRR erforderlich, die in so kurzer Zeit nicht machbar ist. Darüber hinaus wäre es dann sinnvoller, komplett auf die Einnahmen zu verzichten, um sich die Umrüstung von Automaten zu sparen, die sonst ja auf 1 € umgestellt werden müssten. Die Erfahrungen anderer Städte zeigen, dass so eine einmalige Aktion sogar Protest von regulären Monatskarteninhabern hervorruft, da diese ja den vollen Preis gezahlt haben und wenig Verständnis für die Ungleichbehandlung aufbringen könnten. Eine auf ein Verkehrsunternehmen begrenzte Preisreduzierung wäre natürlich nicht auf die Nutzung von Verkehrsmitteln anderer Verkehrsträger inkl. Bahn anwendbar. Auch ist für die NEW nur schwer kalkulierbar, wie viele Menschen das Angebot nutzen würden und wie viel zusätzliche Kapazität vorgehalten werden müsste, wodurch ggfs. zusätzliche Kosten entstünden.
Die gute Idee ist also laut Aussage der NEW so kurzfristig nicht umsetzbar.
Unabhängig davon bin ich mit Frank Kindervatter und Wolfgang Opdenbusch im Gespräch, wie wir insgesamt die Idee eines preisgünstigeren bis kostenfreien Nahverkehrs in Mönchengladbach anpacken können, um mehr Menschen den Umstieg auf den Bus zu erleichtern. Ich sehe darin auch eine soziale Dimension, günstig und umweltschonend unterwegs zu sein. Ich freue mich auf den weiteren Austausch und gemeinsame Vorschläge!
Da Sie Ihr Schreiben an mich auch öffentlich verbreitet haben, gehe ich davon aus, dass ich meine Antwort auch veröffentlichen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Felix Heinrichs Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Mönchengladbach
Am ersten Tag der „Europäischen Mobilitätswoche“ (EMW), dem 16. September trifft sich das FORUM STADTVERKEHR im Mönchengladbacher Theater Gründungshaus (TiG). Die kürzlich von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geäußerten umfangreichen Verbesserungen für den Radverkehr, insbesondere seine „Vision Zero“, also die Reduzierung der Verkehrstoten auf Null, sind ein hoher Anspruch und werden vom ADFC ausdrücklich unterstützt. Aber wer soll das bezahlen?
Dazu äußern sich diese geladenen Experten und Politiker auf dem Podium: Die niederländische „Fahrrad-Professorin“ Ineke Spapé, International Breda University, Radkomm-Vorsitzende Dr. Ute Symanski, Ulrich Malburg aus dem Ministerium für Verkehr NRW und gleich vier NRW-Landtagsabgeordnete: Frank Boss CDU, Hans-Willi Körfges SPD, Andreas Terhaag FDP, Johannes Remmel GRÜNE. Außerdem Anja Vorspel aus dem Landesvorstand des ADFC NRW.
Zwischendurch, beim TABLE DANCE der Ideen, haben alle Besucher die Gelegenheit den Experten oder Politiker ihrer Wahl anzusprechen und zu befragen.
FORUM STADTVERKEHR
#3 Montag, 16.09.2019, 19:00 Uhr
TiG, Eickener Straße 88, 41061 Mönchengladbach
Der Eintritt ist frei, Einlass ab 18:30 Uhr.
Unbezahlte Überstunden, Lernen ohne Ausbilder, Gassi gehen mit dem Hund vom Chef: Bei längst nicht jedem der rund 5.500 Auszubildenden in Mönchengladbach geht es in der Lehre mit rechten Dingen zu.
Wichtige Infos dazu, was erlaubt ist und was nicht, gibt das Portal „Dr. Azubi“: Unter www.dr-azubi.de bekommen Berufsstarter Tipps, was sie bei Scherereien im Job tun können. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nach dem Start des neuen Ausbildungsjahres hingewiesen. Nach Einschätzung der NGG Krefeld-Neuss trauen sich viele Azubis nicht, Missstände im Betrieb anzusprechen. „Genau hier setzt die Online-Sprechstunde an. Bei ,Dr. Azubi‘ kommen die Fragen in die Hände von Experten für die jeweilige Branche. Sie melden sich flott – in der Regel bis zum nächsten Tag – mit Tipps zurück“, sagt NGG-Geschäftsführer Karim Peters. Besonders viele Probleme gebe es etwa in Gaststätten, Fleischereien und Bäckereien. So gaben im aktuellen Ausbildungsreport des DGB in Nordrhein-Westfalen 84 Prozent aller angehenden Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk an, Schichtarbeit zu leisten. Fast die Hälfte der künftigen Hotelfachleute klagt darüber, auch außerhalb der Ausbildung für den Chef erreichbar sein zu müssen. Mehr als ein Drittel aller Azubis in Nordrhein-Westfalen macht laut Bericht regelmäßig Überstunden.
“Mit der Initiative „Gemeinsam klappt’s“ wird jungen Flüchtlingen – insbesondere Geduldeten und Gestatteten – zwischen dem 18. und 27. Lebensjahr der Zugang zu Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit ermöglicht. Sie werden künftig von Teilhabemanagern unterstützt. Mönchengladbach erhält hierfür bis 2022 jährlich 108.800 Euro”, sagt der FDP-Landtagsabgeordnete für Mönchengladbach, Andreas Terhaag.
Die Initiative „Gemeinsam klappt’s“ unterstützt Flüchtlinge, die keinen Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch haben, nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, nicht an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen oder eine Ausbildung machen können.
Die Teilhabemanager werden den betroffenen Flüchtlingen konkrete Angebote zur Qualifizierung und Ausbildung unterbreiten sowie deren Bildungsverläufe dokumentieren. „Der Erwerb einer beruflichen Qualifikation ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von staatlichen Leistungen. Mit Hilfe der Teilhabemanager schaffen wir Perspektiven und Chancen für junge Menschen“, erklärt Terhaag. Landesweit beteiligen sich 21 der 22 kreisfreien Städte und 24 der 31 Kreise an „Gemeinsam klappt’s“, darunter auch Mönchengladbach. Das Land Nordrhein-Westfalen möchte den teilnehmenden Kommunen bis 2022 mehr als 13,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit diese Stellen geschaffen werden können.
Ab Montag, 9. September starten Bauarbeiten auf dem Niersradweg zwischen Abtshof und Schloss Rheydt. In beide Richtungen wird der Weg für Radfahrer und Spaziergänger überarbeitet. Die vorhandene wassergebundene Wegedecke wird in Teilbereichen immer wieder ausgebessert und erhält eine neue Deckschicht. Insgesamt saniert mags innerhalb von drei Wochen rund 15.000 Quadratmeter des Niersradweges. Während der Arbeiten sind keine Sperrungen vorgesehen – für Radfahrer und Spaziergänger kann es aber zwischenzeitlich zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Im Rahmen des Jubiläumsjahres „35 Jahre Seifert-Orgel in St. Helena“ findet unter dem Motto „Cantate Domino“ das nächste Konzert mit dem MÄDCHENCHOR AM AACHENER DOM statt.
Der 2011 gegründete Chor widmet sich der Erarbeitung von Chormusik unterschiedlichster Stilistik, speziell abgestimmt auf die musikalische Gestaltung der Liturgie im Hohen Dom zu Aachen. Darüber hinaus absolvieren die etwa 80 Mädchen, die momentan im Mädchenchor singen, ein stetig wachsendes Konzertprogramm in Aachen und Umgebung und pflegen Kontakte und Partnerschaften u.a. nach Reims, Kiew und Sydney.
Die bisher weiteste Reise führte den Mädchenchor im Februar 2015 nach London. Hier waren sie die ersten Mädchen seit über 500 Jahren, die in der renommierten Templechurch den Sonntagsgottesdienst musikalisch mitgestalteten. Die Leitung des Chores hat Domkantor Marco Fühner.
An
der Seifert-Orgel interpretiert Kantor Reinhold Richter die 8. Sonate für Orgel
von Josef G. Rheinberger.
Der Eintritt ist frei – Kollekte am Ausgang zugunsten der Kirchenmusik von St. Helena. Weitere Informationen unter www.helenamusik-rheindahlen.de