Viele der 156 Partner-Unternehmen der Familienkarte folgten jetzt der Einladung von Oberbürgermeisters Hans-Wilhelm Reiners ins Haus Erholung. Anlass war der erste “Geburtstag” der Familienkarte.
Die Karte bietet Familien spürbare finanzielle Vorteile und Vergünstigungen beim Einkauf und bei der Freizeitgestaltung. So schafft sie Anreize, in Mönchengladbach mehr gemeinsam zu unternehmen. Möglich wird dies durch lokale Betriebe, Unternehmen und Vereine, die sich mit Rabatten für Familien einbringen und dadurch das familienfreundliche Image der Stadt stärken.
Vor mehr als 100 Gästen bedankte sich Reiners bei allen
beteiligten Firmen, die mit ihrem Einsatz erst den Erfolg der Familienkarte
möglich gemacht haben. Er stellte heraus, dass nicht nur die Familien und die
Unternehmen von dem Projekt profitieren, sondern auch die Stadt
Mönchengladbach, die durch das Projekt einen großen Schritt nach vorn zur
familienfreundlichen Kommune machen konnte.
Klaus Röttgen, Fachbereichsleiter des Fachbereichs
Kinder, Jugend und Familie stellte in seinem Vortrag die wichtigsten Stationen
des Projektes vor und begrüßte das große Engagement der Unternehmen in
Mönchengladbach. “Im Ausblick für das kommende Jahr ist es Ziel, im
Frühjahr 2020 200 Partner-Unternehmen mit attraktiven Angeboten zu
verzeichnen”, verkündete Röttgen.
Ein Highlight des Abends war neben dem tollen Ambiente
die Präsentation eines Image-Films für die Stadt Mönchengladbach und die
Familienkarte. Der kam gut an: “Der Film hat mich emotional sehr
angesprochen und mich auch ein Stück stolz auf meine Stadt gemacht”, sagte
eine Unternehmensvertreterin.
Axel Tillmanns, der als Moderator durch den Abend führte,
konnte im Interview mit Anja Schurtzmann vom Team der Familienkarte erfahren,
wie die Resonanz der 9000 Familien ausfällt, welche die Karte aktuell nutzen können.
Beate Gothe als Vorsitzende des Kinderschutzbundes Mönchengladbach berichtete,
wie positiv sich das Angebot des Verbands auf die Anlaufstelle an der
Hindenburgstraße auswirkt. Und auch Eva Brachten, Mode-Designerin aus Eicken,
unterstützt das Projekt gerne weiter, wie sie erzählte.
Alle Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen aus
Mönchengladbach hatten nach dem offiziellen Teil ausreichend Zeit, sich bei
einem leckeren Imbiss und den jazzigen Tönen des Grand Art Ensemble miteinander
zu vernetzen und auch mit dem erweiterten Team der Familienkarte ins Gespräch
zu kommen. Handgemachte Pralinen der Ehrenschokoschurken – ebenfalls Partner
der Familienkarte – versüßten den Gästen später den Heimweg.
Mehr Informationen zur Familienkarte gibt es im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie bei Michaela Rüth und Anja Schurtzmann Aachener Straße 2, Zimmer 635, Telefon: 02161 253030, familienkarte@moenchengladbach.de jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr sowie auf der Webseite www.familienkarte-mg.de.
Die Koalition hat eine Senkung der Krankenkassenbeiträge
auf Betriebsrenten verabredet. „Ich bin froh, dass wir bei diesem Thema endlich
zu einem Ergebnis gekommen sind. Alle Betriebsrentner werden deutlich
entlastet“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel.
Aktuell zahlen Betriebsrentner ab einer Freigrenze von
155 Euro den vollen Krankenkassenbeitrag, d.h. den Arbeitnehmer- und den
Arbeitgeberanteil. „Das sorgt zu Recht für Ärger bei vielen Menschen, die für
das Alter vorgesorgt haben“, weiß Yüksel aus zahlreichen Gesprächen und
Zuschriften. Daher wird die geltende Freigrenze in einen dynamisierten
Freibetrag umgewandelt.
Dieser Freibetrag schafft für alle pflichtversicherten
Betriebsrentenempfänger Entlastung. “Mindestens 60 Prozent der
Betriebsrentner zahlen damit maximal den halben Beitragssatz, die weiteren 40
Prozent werden spürbar entlastet”, erläutert Yüksel. Die Mindereinnahmen
werden vollständig aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert.
„Betriebliche Altersversorgung lohnt sich vor
allem dann, wenn sich die Arbeitgeber beteiligen. Deswegen werden wir auch das
stärker fördern“, betont Yüksel. Gibt der Arbeitgeber bei Geringverdienern (bis
2.200 brutto/Monat) etwas zur Betriebsrente hinzu, so kann er künftig doppelt
so viel wie bisher steuerlich geltend machen (288 Euro statt bisher 144 Euro).
„Dies sind weitere wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut und hin zu
einem selbstbestimmten würdigen Leben im Alter“, so Yüksel abschließend.
Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit – das sind die Themen, die die Gesellschaft bewegen. Wir stehen vor großen Veränderungen, die vergleichbar mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert sind. Maschinen werden Aufgaben übernehmen und in vielen Bereichen menschliche Arbeitskraft ersetzen. Doch wer führt die Jobs aus, die für einen Computer schlicht zu kompliziert sind? Crowd- oder Clickworker werden diese Menschen genannt. Sie erledigen die monotonen „Restarbeiten“ – weltweit und rund um die Uhr. Laura Meschede hat sechs Wochen lang als Crowdworkerin bei Amazons digitaler Plattform „Mechanical Turk“ geschuftet, auf der rund 500.000 Menschen rund um den Erdball um Kleinstaufträge konkurrieren. Sie bewerten zum Beispiel, ob eine Person auf einem Foto eher zufrieden oder übellaunig schaut. Oder sie erkennen, welche der Dutzenden Zahlen auf einem Kassenzettel die Steuer ausweist.
Für jeden richtig abgetippten Kassenzettel gibt es 0,03 Dollar. Es sind miserabel entlohnte Jobs. Denn je mehr Crowdworker bereit sind, die Aufgabe zu erledigen, desto günstiger wird es für die Auftraggeber. Unabhängig davon, wie lange die Crowdworker dafür tatsächlich gebraucht haben. Laura Meschede hat eine lesenswerte Reportage geschrieben, die vor den negativen Seiten der zukünftigen Arbeitswelt warnt. Dabei ist die Journalistin nicht per se gegen Digitalisierung oder künstliche Intelligenz. „Das Problem ist nicht die Arbeit an sich. Es ist die Ausbeutung“, schreibt sie. Die Online-Plattform fühlt sich nicht für die Arbeitsbedingungen des Crowdworkers verantwortlich. Weder für seinen Arbeitsaufwand noch für seine Arbeitszeit. Wird er krank, ist es sein Problem. Urlaubsanspruch existiert nicht. Gibt es ein technisches Problem und nach einer Stunde Arbeit bricht alles zusammen, hat er schlicht Pech gehabt.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schwärmt vom hohen Wachstumspotential der Crowdworking-Plattformen. Politiker und Unternehmer fordern stets Flexibilität ein, wenn sie über die Zukunft der Arbeit sprechen. Laura Meschede aber stellt die eigentlich wichtige Frage: Was können wir tun, dass das Leben vieler Arbeitnehmer nicht noch schlechter wird?
Vortrag und Diskussion: Donnerstag, den 28.11.2019 um 19.00 Uhr im Köntges Waldhausenerstraße 16, 41061 Mönchengladbach
Mönchengladbach entwickelt sich seit einiger Zeit positiv und macht sich selbstbewusst auf den Weg in die Zukunft. Diese Ansicht transportieren viele unserer Verantwortungsträger in der Stadt. Sie stellen sich damit selbst ein großes Lob aus. Dazu gehört vor allem die vom Dezernat Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt entwickelte und von Verwaltung und Beteiligungsgesellschaften getragene sowie vom Rat beschlossene Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt bei.
Beispiele hierfür sind unter anderem der Masterplan Stadtbezirke, die Planungsvorhaben Seestadt mg+, Maria-Hilf-Terrassen, das Rathaus der Zukunft mg+, die geplante Markthalle auf dem Kapuzinerplatz und die erfolgreiche Familienkarte. Weitere mg+ Projekte sind in Vorbereitung. “Im Kern geht es um die Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Der Konzern Stadt hat ein klares Unternehmensziel im Sinne einer Selbstverpflichtung definiert: Wachstum in Qualität”, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Ob seine Ansicht so aufgehen wird, muss die Zukunft zeigen. Von obigen Planungen wurde bisher nichts umgesetzt. Deshalb sollten solche “Beweihräucherungen” im Vorfeld in der Schublade bleiben. Der Volksmund sagt dazu: Eigenlob stinkt.
Begleitet wird die Stadtentwicklungsstrategie nun durch eine Marketingkampagne der Marketing Gesellschaft der Stadt (MGMG). Ab morgen (12. November) werden zukünftig unter anderem großformatige Citylight-Plakate an rund hundert Stellen im Stadtbild zu sehen sein. Den Auftakt macht dabei ein Motiv vor dem NEW-Blauhaus in der Richard-Wagner-Straße mit dem Slogan “Ein Plus für Deine Zukunft – Ein Plus für Deine Stadt” mit dem auf die weichen Standortfaktoren Wissenschaft und Bildung aufmerksam gemacht wird.
Weitere Plakate der Kampagne beziehen sich auf die Leitmotive Wirtschaft, Umwelt und Mobilität.
“We, the six million” ist eine Wanderausstellung, die vom Institut für Katholische Theologie als Teil der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen konzipiert wurde und die Ausgrenzung, Stigmatisierung, Vertreibung und Ermordung der sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkrieges thematisiert.
Anhand einzelner Biografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem westlichen Rheinland zeigt sie eindrucksvoll, wie Menschen Opfer eines totalitären Regimes wurden.
Erinnert wird an diejenigen, die in den Todeslagern der Nazis ihr Leben ließen oder an Menschen, denen es gelang, Deutschland zu verlassen und in England, Palästina, Nord- und Südamerika ein neues Leben zu beginnen. Die interaktive Ausstellung zeigt die Lebenswege von Opfern der Shoah aus dem westlichen Rheinland.
Die Ausstellung, die insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen soll, wird seit ihrer Premiere am 9. November 2018 in Aachen im Rheinland gezeigt. Insgesamt 30 Schulen aus der Region haben bereits an dem vom Landschaftsverband Rheinland und der Sparkassenkulturstiftung finanzierten Projekt teilgenommen; für 2020 sind bereits jetzt schon 20 weitere Schulen angemeldet. Die Anschubfinanzierung für die Wanderausstellung kam aus der Staatskanzlei durch Ministerpräsident Armin Laschet.
Jetzt machte die Wanderausstellung auch in Mönchengladbach Station. Insgesamt zehn Schulen aus der Region von der Förderschule bis zum Gymnasium präsentierten in der Ausstellung ergänzend zur Wanderausstellung ihre eigenen Beiträge, die in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema entstanden sind. Sechs Teilnehmer wurden für ihre besonderen Beiträge durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Sabine Verheyen (Mitglied des Europaparlaments) und Prof. Dr. Reinhold Breil von der RWTH-Aachen ausgezeichnet.
Aus Mönchengladbach freute sich die Gesamtschule Rheydt-Mülfort über den Preis. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten das didaktische Konzept der Ausstellung gemeinsam mit der RWTH-Aachen. Ebenfalls im Rahmen der Ausstellung ausgezeichnet wurde Karl Heinz Nieren aus Geilenkirchen. Er erhielt den Preis für herausragende Gedenk- und Erinnerungsarbeit. Karl Heinz Nieren hat intensiv über die Geschichte jüdischer Familien in seiner Heimatstadt geforscht. Laudator war Steven Cole, der für diese Veranstaltung mit seinen beiden Söhnen aus Amerika angereist kam. Cole ist der Sohn von Ilse Dahl, die im Jahr 1938 aus Geilenkirchen vor dem nationalsozialistischen Terror in die USA geflohen war.
“Die Wanderausstellung in Mönchengladbach wurde sehr gut angenommen und hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, gerade auch in den jüngeren Generationen ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen”, freut sich Reinhold Breil. “Nach den furchtbaren Geschehnissen in Halle hat die Wanderausstellung noch einmal einen deutlichen Schub bekommen”, ergänzt er.
Am 16.11.2019 um 19.11 Uhr geht es los, nachdem unser Hoppediz erwacht ist, küren wir unser 66. Kinderprinzenpaar.
Bezirksbundesmeister Horst Thoren wird unser Prinzenpaar in ihr Amt einführen. Wo: Pfarrheim Hardterbroich, Hardterbroicher Strasse Mit dabei: Unter anderem tanzen unsere Kleinen, Mittleren und die Große Garde, Surprise & Fantasy, mit dem Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach, Ernennung des neuen Senatoren und vieles mehr.
Um noch besser für die Öffentlichkeit sichtbar und erreichbar zu sein, planen die Mitglieder der Initiative, eine eigene Homepage ins Internet zu stellen. Die Kosten hierfür sollen durch Spenden gedeckt werden. Deshalb hier der Spendenaufruf:
Wer möchte darf sich gerne an den Kosten durch eine Spende auf das Konto: DE22 3106 0181 5081 3734 28 – Hans-Josef Siemes beteiligen.
Wir haben ausgehend von dem Ursprungsgedanken und dem Zustandekommen der Bürgerinitiative „Gegen-Fluglärm-MG-Ost“ nochmals die folgenden wichtigsten Ziele benannt:
1)
Wir wollen weiterhin die Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf
verhindern.
2)
Wir wollen ein Nachtflugverbot von 22 Uhr-6Uhr morgens erreichen, welches auch
konsequent umgesetzt wird.
3) Speziell für Mönchengladbach, wollen wir erreichen, dass des „besonders ruhige Gebiet Hoppbruch“ vor weiterem Fluglärm geschützt wird.
4) Wir sehen uns in einer Gemeinschaft mit allen Bürgerinitiativen, rund um den Flughafen Düsseldorf (vor allem aber mit Korschenbroich und Kaarst). Werden an gemeinsamen Treffen teilnehmen und somit auch weitere gemeinsame Ziele mit verfolgen, die den Fluglärm und das Flugaufkommen einschränken können. Dazu gehören z.B. Die Unterschriftenaktion für eine europaweite Einführung der Kerosinsteuer oder eine gemeinsame Erklärung zum Luftverkehrskonzept NRW.
Eine ganze Woche lang sind wir bereit, an den Mauerfall in Deutschland zu denken, zu gedenken und freudig zu feiern. Zumindest in Berlin geht es hoch her. Richtig so. Der Alltag ist trübe genug.
Wirtschaft funktioniert nicht in geschlossenen Gesschäften, also öffnen wir Mönchengladbacher sie, auch grundlos. Doch, doch, sagen uns die Marketingfachleute und Brauchtumsfreunde. Es gibt immer einen Grund um fröhlich zu sein. Wozu gibt es denn den Hoppeditz. Gesagt, getan, dieses Argument überzeugt mehrheitlich selbst unsere ehrenamtlichen, dem Winterbrauchtum zugewandten Ratspolitiker, sie heben zustimmend die Hand. Progrom? Daran denken wir nebenbei, es nehmen nur ausgesucht wenige Menschen teil an den entsprechenden Gedenkfeiern. Scheinbar wollen wir lieber die Greueltaten vergessen machen. Das wird nicht wirklich gelingen, auch nicht mit einer Verlegung des Karnevalstarts vom 11.11. auf einen verkaufsoffenen Sonntag am 10.11.. Besser kann man den allseits verteufelten Raubtierkapitalismus nicht dokumentieren. Da hilft auch nicht der Hinweis darauf, dass im nächsten Jahr alles wieder “NORMAL” sei.
Was treibt ihn an, warum will er sein funktionierendes Amt
als Landtagsabgeordneter verlassen, welche Ziele hat er?
Wir haben uns in seinem Bürgerbüro in Rheydt getroffen. Ein zentralgelegenes Ladenlokal in der Fußgängerzone als Anlaufstelle für die Bürger. Ich will mir Klarheit verschaffen über die Beweggründe, die zu dieser Kandidatur führten. Frank Boss ist bereit, mir diese Klarheit zu verschaffen.
Nach meiner Eingangsfrage: „Wann sind Sie auf die Idee gekommen, sich als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters zu bewerben,“ erfahre ich umfassend seine Geschichte.
Frank Boss: „Vor circa einem halben Jahr erklärte Oberbürgermeister Reiners, dass er nicht mehr für dieses Amt kandidieren werde. Gemeinsam haben wir uns im CDU-Parteivorstand des Kreisverbandes zusammengesetzt und uns mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr beraten und die Lage sondiert. Hinzukamen die zahlreichen Fragen aus der Öffentlichkeit, wie: Was macht ihr denn jetzt? Welche Ideen habt ihr? Es galt zunächst, viele offene Fragen zu beantworten. Haben wir geeignete Persönlichkeiten, die in der Lage sind das Amt des Oberbürgermeisters ausführen zu können? Auch die eigene Person wurde beleuchtet.
Und so musste ich erst
einmal mich selbst hinterfragen: Kann ich das überhaupt, was da auf mich
zukommen würde? Kann ich einen Mehrwert für diese Stadt und diese Bürger
mitschaffen und mitgestalten, damit diese davon profitieren? Schließlich ist
das in meinen Augen ja der Auftrag.
Als OB ist man Politiker, man ist auch Verwaltungschef und Chef von 3.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Ist man zudem auch
bereit die repräsentativen Pflichten, die ebenso zum Amt gehören, zu erfüllen? Oder
will man nicht lieber da bleiben wo man ist?
Und zum Schluss stellt sich auch noch die Frage nach der monetären Betrachtung,
das will ich nicht verhehlen.
Und so sind wir in der Partei und ich für mich selbst mit vielen Fragen umgegangen.
Aus meiner Sicht ist
jedoch die wichtigste Frage: Hat diejenige oder derjenige, der antritt, das
Potential Verwaltungschef und Chef des Stadtrates zu sein?
Bringt diese Persönlichkeit die Leidenschaft, den Willen und das Herz für diese
Stadt mit, um Dinge zu bewegen und „brennt“ sie für diese Stadt, damit unsere Stadt
weiter vorankommt? Und wenn ja, wie könnte das denn aussehen?
Wenn man das in einer
Runde von Parteifreunden diskutiert, dann fängt man an zu sondieren, dann
schaut man schon genau hin, wen haben wir denn. Und wenn dann die Medien auch
noch Namen transportieren und immer wiederholen, dann sind diese Namen, ob sie
wollen oder nicht, zunächst einmal in der Öffentlichkeit.
Dann gibt es zwei
Möglichkeiten: Entweder ich erkläre bereits am ersten Tag, ich mache es nicht.
Oder man lässt es erst einmal sacken.
Für mich als politisch handelnder Mensch, der so lange dabei und in Funktion
ist, war es der zweite Weg, der aus meiner Sicht seriös und richtig ist.
Schließlich haben wir im Familien- und Freundeskreis viel diskutiert.
Obwohl ich zuvor noch
nie etwas zu meiner Entscheidung gesagt hatte, wurde bereits in der Öffentlichkeit
transportiert: das ist einer derjenigen, der es machen könnte und sollte.
Auch aus der Wirtschaft kamen Äußerungen, dass wenn man sich das Portfolio an namentlichen Nennungen anschaue, ich die Person sei, die es machen sollte. Da kommen Meinungen aus der Partei. Da kommen Meinungen von außen, aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen; das kann man nicht einfach beiseiteschieben und sagen, das interessiert mich alles nicht.
Immer wieder habe ich mit
Freunden gesprochen: Kann ich das? Das ist die entscheidende Frage für mich.
Wie sehe ich das selbst? Heute ist meine Antwort: Ja, das kann ich. Ich möchte
auch erklären, warum ich das kann:
Unter anderem weil ich 25 Jahre für den Landschaftsverband Rheinland (LVR) an
der Spitze des Verbandes gearbeitet habe. Der LVR ist eine
öffentlich-rechtliche Einrichtung mit 19.000 Mitarbeitern; rheinlandweit
verteilt. Mit einem Etat von ca. fünf Milliarden. Der LVR leistet eine tolle
Arbeit für die Menschen in unserer Region.
Ich habe dort an der
politischen Spitze und als Geschäftsführer meiner Fraktion mit Verwaltung gearbeitet
und sie gesteuert und kontrolliert.
Aufgrund dieser Erfahrung sehe ich mich in der Lage, die Verwaltung in
Mönchengladbach von ca. 3.000 Beschäftigten, die ihre tägliche Arbeit zum Wohle
der Menschen in unserer Stadt leisten, führen zu können.
Ja, davon bin ich überzeugt, dass ich das kann. An dieser Stelle bin ich der
Richtige.
Hinsichtlich der Fragestellung, ob ich Politik kann, muss ich nicht lange
überlegen: ja kann ich, da ich bereits seit über 25 Jahren dem Stadtrat als
Mitglied des Rates angehöre. In meiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter mache
ich eine Arbeit, die unendlich viel Spaß macht. Ich glaube auch sagen zu
können, dass Jochen Klenner und ich hier an dieser Stelle eine sehr gute Zusammenarbeit
insbesondere zum Wohle unserer Stadt leisten.
Aus zahlreichen Gesprächen höre ich heraus, dass das anscheinend auch in der Bevölkerung
so ankommt.
Wir laden viele Minister in unsere Stadt ein, um auf Mönchengladbach und die
Besonderheiten unserer Stadt aufmerksam zu machen. Wir setzen uns für Fördergelder
ein, für die unterschiedlichsten Anliegen, und bauen für unsere Stadt die
Brücken, die sie braucht, um auf landespolitischer Ebene gehört und beachtet zu
werden. All das haben wir als unseren Auftrag verstanden.
Wichtig ist mir dabei die Begrifflichkeit des Brückenbauens. Das war auch einer der entscheidenden Gründe, bei denen ich gesagt habe, ja das kann ich.
Die Entscheidung für
den Landtag zu kandidieren habe ich 2016 getroffen. 2017 war die Wahl. Da
wusste noch keiner, dass unser OB Hans-Wilhelm Reiners nicht mehr kandidieren
wird.
Aber mit der Entscheidung des OB kam für uns als CDU eine neue Situation hinzu,
mit der wir umgehen mussten.
Jetzt stellte sich die Frage: Wir haben derzeit zwei Leute für die CDU im
Landtag, plus einen Abgeordneten der FDP und einer der SPD. Damit sind insgesamt
vier Abgeordnete aus Mönchengladbach. Das ist gut für unsere Stadt.
Wenn ich jetzt
kandidiere und OB werde sollte, dann glaube ich, können an dieser Stelle noch
mehr als bisher Brücken gebaut werden, weil bislang gute Voraussetzungen dafür
geschaffen wurden. Mit den Möglichkeiten, die ich habe, den Kontakten und der
Vernetzung kann es bei allem was zu tun ist hilfreich, sein diese für unsere
Stadt zu nutzen. Das heißt: anklopfen, hingehen und erfolgreich agieren. Das
kann ich. Ich kenne alle Nachbarstädte und ihre Hauptamtlichen; meine
möglicherweise zukünftigen Kollegen. Viele Dinge sprechen dafür, dass eine
Vernetzung unserer Stadt sehr guttut.
Das ist nur einer der Beweggründe.
Ja, ich liebe meine Stadt. Ich bin hier geboren, und OB dieser Stadt zu sein bedeutet
mir sehr viel. Die Zusammenarbeit mit den Menschen in der Verwaltung und in der
Bevölkerung ist mir sehr wichtig. Ich muss unsere Verwaltung nicht neu
erfinden. Sie macht gute Arbeit. Aber es gibt ja nichts, was man nicht noch
verbessern kann. Das mit anzustoßen, mit anzutreiben, diese Stadt zu gestalten
im Sinne der Bürgerschaft, das wäre eine tolle Aufgabe.“
MG-heute: Welche Funktionen müssten aufgegeben werden?
Frank Boss: „Alle meine Aufgaben und Funktionen, die ich bisher ausgeführt habe. Es würden Lücken zurückbleiben, die erst einmal geschlossen werden müssen. Dies würde insbesondere bei meiner Funktion als Fraktionsgeschäftsführer beim LVR der Fall sein. Aber natürlich auch im Landtag. Ich bin mir allerdings sicher, dass meine eventuellen Nachfolger eine ebenso gute Arbeit leisten werden.
MG-heute: Wie sieht Ihr Umgang mit Angriffen in den Sozialen Medien auf Politiker aus?
Frank Boss: „In den Funktionen, in denen ich bisher arbeitete, konnte ich bislang relativ ruhig arbeiten. Die Frage hat sich bislang nicht gestellt.
Mönchengladbach ist eine
besondere Stadt. Wir sind zwar nicht Düsseldorf oder Köln, aber immerhin das Oberzentrum
am linken Niederrhein. OB einer solchen Stadt zu sein, ist eine besondere
Herausforderung. Ich glaube, wenn man redlich, fleißig und vernünftig arbeitet,
dann kann man gegenüber der Öffentlichkeit – selbst wenn sie meine Arbeit als
OB kritisch begleiten würden – Rede und Antwort stehen. Mit Kritik muss man
auch umgehen könne, das ist klar.
Verantwortung übernehmen, zu Entscheidungen stehen und dann auch Rückgrat haben, wenn Dinge mal nicht gut laufen, gehört ebenso zur Arbeit eines Oberbürgermeisters. So gehört es auch dazu, dass man sich z.B. vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen muss, wenn man politische Entscheidungsprozesse anders sieht als andere. Dazu bin ich bereit. Ich bin jemand der sich immer noch mit Idealismus in der Politik bewegt, weil ich an das glaube was Politik tun sollte: sich für Menschen einsetzen. Das ist die höchste Antriebsfeder überhaupt. Allerdings auch insbesondere für Menschen, die sich eben nicht so gut helfen können. Der sogenannte „kleine Mann“ auf der Straße hat es verdient, die gleiche Wertschätzung zu bekommen wie der Industrielle. Punkt.
Und die
Öffentlichkeitsarbeit, davor habe ich keine Scheu, die gehört zur Arbeit. Wenn
es dann etwas unruhiger wird, ja, dann wird es auch spannender.“
MG-heute: Wie
lange wollen Sie OB sein?
Frank Boss: „Man sollte
da auf dem Boden bleiben. Stellen sie mir diese Frage doch noch einmal, sollte
ich tatsächlich Oberbürgermeister werden. Ich möchte mich jetzt als Kandidat für
die CDU aufstellen lassen.
Nach einer Zeit X
können wir gerne das Thema neu besprechen.“
Am 16. November wird auf einem Nominierungsparteitag der CDU-Mönchengladbach über die Kandidatur entschieden.
Vom 7. November 2019 bis 20. Januar 2020 werden in einer Ausstellung in der Filiale der Stadtsparkasse Marktstraße, Marktstraße 30, die Siegerentwürfe des Planungswettbewerbs für das Rathaus der Zukunft mg+ präsentiert.
1. Preis | SOP Architekten aus Düsseldorf Grafik: Stadt Mönchengladbach
Neben den Siegerentwürfen sind alle 16 in der ersten Phase des Wettbewerbs abgegebenen Entwürfe zu sehen. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners eröffnete gestern gemeinsam mit Dr. Gregor Bonin, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter, die Ausstellung, die während der Öffnungszeiten der Filiale (montags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr sowie dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr) zu sehen ist.
Anfang Januar 2019 startete der europaweit ausgeschriebene
Planungswettbewerb für das Rathaus der Zukunft mg+ mit der
Wettbewerbsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union. Über 100
Architekturbüros aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum haben eine
Interessensbekundung mit Benennung von Referenzprojekten eingereicht.
Mit der
Durchführung des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens wurde das Berliner Büro für
Wettbewerbsmanagement, Architektur und Städtebau [phase eins] betraut.
Vorsitzender des Preisgerichts ist der Architekt Prof. Karl-Heinz Petzinka,
Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie.
Das Siegerteam von SOP mit OB Reiners, Dr. Bonin und SSK-Chef Hartmut Wnuck
Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat 2017 beschlossen, unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit die Verwaltung am Standort Rheydt zu zentralisieren und dafür dringend sanierungsbedürftige und in der Unterhaltung kostenintensive Verwaltungsstandorte aufzugeben. Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ verfolgt die Stadt die Ziele, die Modernisierung der Verwaltung mit mehr Digitalisierung, einem ausgebauten Bürgerservice und attraktiven Arbeitsmodellen voranzutreiben und den Standort Rheydt zu stärken. Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf für das “Rathaus der Zukunft mg+”.
Das Gymnasium Am Geroweiher lädt alle interessierten Eltern und
Schülerinnen und Schüler ein, bei uns im Gymnasium hinter die Kulissen zu
schauen. Gewinnen Sie einen Einblick in unser buntes und vielseitiges
Schulleben. Es gibt viele Aktionen zum Mitmachen und Entdecken. Lassen Sie sich
von unseren Schülerinnen und Schülern die Schule zeigen und wenn ihr, die
Schüler der 4. Klassen, Lust habt, könnt ihr Unterricht live erleben, so wie er
am Gymnasium bei uns stattfindet, in Informatik und anderen Fächern.
Wir freuen uns auf Sie! Wir freuen uns auf euch! Am 16.11.19 von 9.00 – 13.00 Uhr
Die Stadtverwaltung hat jetzt den aktualisierten Wegweiser für Menschen mit Behinderungen mit zahlreichen Unterstützungsangeboten vorgelegt. Die Broschüre, die von der Stabsstelle Inklusion erstellt wurde, liegt – wie der aktuelle Inklusionsbericht 2019 – in den Bezirksverwaltungsstellen aus. Als Dateien können die beiden Veröffentlichungen auch hier abgerufen werden oder unter inklusions-beauftragte@moenchengladbach.de.
Die Stadtverwaltung hat die Aufgabe, den Abbau unnötiger
Barrieren voranzutreiben. 2013 richtete sie dafür die Stabstelle Inklusion ein.
Inklusionsbeauftragte Ingrid Icking und Architektin Nicole Dierkes-Bludau sind
mit vielen Fachbereichen in Verbindung – gemeinsam machen sie unsere Stadt fit
für ein inklusives Leben.
Seit 2009 gilt die UN-Behindertenrechtskonvention auch in
Deutschland. Sie verlangt, dass Menschen mit und ohne Behinderung,
gleichberechtigt und selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilhaben
können. Dabei ist es egal welchen Alters, welchen Geschlechtes oder welcher
Nationalität sie sind. Das Motto lautet kurz und knackig: “Hinkommen –
Reinkommen – Klarkommen”.
Um HIN zu kommen, werden angepasste Verkehrsmittel
benötigt, denn nicht alles ist fußläufig oder mit dem Rollstuhl erreichbar. Bus
und Bahn müssen Rollstuhlfahrer*innen zuverlässig mitnehmen. Wegebeläge müssen
erschütterungsarm befahrbar sein, Blindenleitlinien die Wegeführung vorgeben.
Außerdem müssen die Ziele gut ausgeschildert und gut ausgeleuchtet sein.
Um REIN zu kommen, müssen Stufen durch Rampen oder
Aufzüge ergänzt werden. Ein-gänge sollten einladend sein, Türen sich
automatisch oder leichtgängig öffnen.
Um KLAR zu kommen, sind gute Akustik, Ausschilderung und
Ausleuchtung nötig. Ganz wichtig sind barrierefreie Toilettenanlagen. Diese
sollten auch von anderen Besucher*innen wie Familien mit kleinen Kindern und
Senioren genutzt werden – sauber hinterlassen und “eingebaute
Vorfahrt” für Rollinutzer muss dabei selbstverständlich sein!
Auch die angepasste Kommunikation durch genügend Zeit zum
Erklären und Zuhören hilft weiter. Die Verwendung einfacher oder sogar leichter
Sprache (in Wort und Schrift) muss selbstverständlich werden. Menschen, die
kaum hören können, benötigen manchmal Gebärdendolmetscher. Eigentlich
selbstverständlich: Nicht nur die Kunden haben Anspruch auf freundliche und
respektvolle Behandlung – die hat auch das Personal.
Die Mönchengladbacher Bündnisgrünen haben sich auf einen Kandidaten für
die Wahl des Oberbürgermeisters verständigt: Wie die beiden KV-Sprecher Anita
Parker und Thomas Diehl sowie Grünen-Wahlkampfleiter Gerd Schaeben mitteilten,
will der Vorstand des Kreisverbandes der Mitgliederversammlung am Samstag, 30.
November eine klare Wahlempfehlung für Dr. Boris Wolkowski geben.
In einem Pressegespräch äußerte sich der designierte Kandidat zu Fragen
um das Amt des Oberbürgermeisters als Verwaltungschef und Repräsentant sowie zu
entscheidenden Aufgaben, die ein künftiger Oberbürgermeister als Spitze der
Verwaltung dieser Stadt zu bewältigen hat. „Erste Aufgabe ist es zunächst
einmal, die Vorgaben des Stadtrates ordentlich umzusetzen, den die
Mönchengladbacher*innen gewählt haben“, stellte Wolkowski fest.
Selbstverständlich könne ein Verwaltungschef aber auch in wichtigen Bereichen Zeichen
setzen. Dazu zählt der voraussichtliche (weil von der bündnisgrünen Basis noch
zu wählende) OB-Kandidat insbesondere den Umgang mit dem Klimanotstand, ein
Schlüsselprojekt, das er neben der sozialen Frage als Führungsaufgabe
betrachtet.
Zu den Aufgaben eines Oberbürgermeisters als Verwaltungsvorstand und
Repräsentant hat der gelernte Jurist klare Vorstellungen:
– Motivation der Verwaltungsmitarbeiter*innen: eigenen Ideen mehr Freiraum geben – Motivation der Stadtgesellschaft: Bürgerschaftliches Engagement auf breitere Füße stellen – Verwaltungsabläufe: Mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit – Stellenbesetzung: schnellere Verfahren und flexiblere Regelungen zum Quereinstieg finden – Potenzial eines „digitalen Rathauses“ intensiver nutzen: Beschleunigung von Abläufen für Bürger*innen – Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft und Hochschule in der Digitalisierung/Förderung der IT-Kompetenz – Stärkung der IT-Kompetenz in der Verwaltung/ deutlich mehr Personal für die Stabsstelle Digitale Transformation – Repräsentation der Stadt: Mehr Engagement gegen Ausgrenzung – Bessere Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinweg: Stärkung der Städtepartnerschaften und bessere Kooperation mit der Region – Neuordnung städtischer Wohnungsbaugesellschaften (u.a. Vergütung, gemeinwohlorientiertere Ausrichtung)
Im Wahlkampf will der designierte OB-Spitzenkandidat dafür werben, dass
auch die Stadt Mönchengladbach das Zeug hat, ein Vorreiter für aktiven
Klimaschutz zu werden. „Ziel meines Handelns ist es daher die Weichen zu
stellen, dass Mönchengladbach zu einer klimaneutralen Stadt wird, die ein
ressourcenschonendes und nachhaltiges Verhalten der Bürger*innen belohnt und
nicht bestraft“, sagte Wolkowski.
Entscheidend wird aus seiner Sicht die künftige Verkehrspolitik der
Stadt sein. Der 44jährige gebürtige Gladbacher kündigte an, als
Oberbürgermeister dafür zu sorgen, „dass die Menschen in der Stadt wieder
Vorrang haben und nicht die Autos.“ Erklärtes Ziel sei eine kommunale
Verkehrswende. Die funktioniere nur, wenn es bequemer und günstiger sei, zu
Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn in der Stadt zu gelangen, als mit dem
eigenen Auto. Mönchengladbach benötige dringend gut ausgebaute und sichere Fuß-
und Radwege, gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und
Senior*innen. „Es muss ein dichtes Netz von Fahrradstraßen entstehen, wir
dürfen es nicht bei einem Prestigeprojekt belassen“, betonte Wolkowski. Ein
ganz entscheidender Meilenstein werden aus seiner Sicht autofreie Stadtzentren
in Gladbach und Rheydt sein, die er im Dialog mit Anwohner*innen und
Gewerbetreibenden bis 2030 in Mönchengladbach umsetzen will. Hier denkt der
Grüne an ein millionenschweres Klima-Paket, mit dem die Vorschläge
mittelfristig umsetzbar wären.
Der designierte OB-Spitzenkandidat hat als sein zweites großes
Schlüsselprojekt die soziale Frage im Fokus. „Wir müssen eine Stadt für alle
werden und viel mehr sozialer bauen, das ist ja auch eine langjährige grüne
Forderung“, sagte Boris Wolkowski. „Konkret heißt das, wir brauchen viel mehr
kostengünstige Wohnungen für untere und mittlere Einkommen.“ Der Jurist und
passionierte Schachspieler plant daher, die Vernichtung preiswerten Wohnraums
durch Zweckentfremdung und spekulativen Leerstand zu beenden. Über
Erhaltungssatzungen ließen sich beispielsweise Luxussanierungen an den Stellen
verhindern, wo kleine Mieten zu stark steigen, sagte er.
Im sozialen Bereich, in dem die Stadtverwaltung
mit vielen freien Trägern und Vereinen zusammenarbeitet, müssten aus Wolkowskis
Sicht die Planungssicherheit erhöht und langfristige Verträge geschlossen
werden. Auch die Vergütung dieser unverzichtbaren Leistungen müsse regelmäßig
angepasst werden. Boris Wolkowski: „Der Zusammenhalt einer Gesellschaft
entscheidet sich gerade dort, wo Probleme sind und gelöst werden.“
Zitat Nick Ebert: …Nach dem jecken Statement “Gladbach blüht auf”, an dem alle einen Narren gefressen haben, kommt nun ein weiteres Frühlingserlebnis: “Gladbach – jeckes Narrennest!” Das Nest als Symbol für eine Stadt im Aufbruch. Mit jeder Menge Überraschungseiern! Und voller Ideen, die hier ausgebrütet werden. Spannend zu sehen, was da herauskommt! Denn wir alle sitzen schließlich im selben Nest. Mit all unseren Macken und Narreteien...
Wie in jedem Jahr, so wurden auch diesmal die Medien in den Räumen der Stadtsparkasse durch den MKV-Vorsitzenden Gert Kartheuser und seine Kollegen des MKV über die Karnevals-Aktivitäten der Session informiert.
Der Karnevalsauftakt am 10.11.2019 auf dem Sonnenhausplatz.
Der frühere Box-Weltmeister und Olympiasieger ist am 1. November 2019 Gast der Reihe „Pioniere der Welt“. Der Vorverkauf hat begonnen.
Weltmeister und Olympiasieger, erster gesamtdeutscher Held nach der Wiedervereinigung, stilsicher und gradlinig auf und außerhalb des Box- Rings, erfolgreich auch nach seiner Sport-Karriere – mit Henry Maske kommt einer der faszinierendsten deutschen Sportlerpersönlichkeiten nach Mönchengladbach. Karten ab 15 Euro gibt es ab sofort im Vorverkauf. Sein Box-Stil galt als überlegt, defensiv, unspektakulär. Als er schon zweimal Weltmeister geworden war, lebte er – ganz selbstverständlich und allürenfrei – auf 68 Quadratmetern im 15. Stock eines Plattenbaus in Frankfurt an der Oder. Bis zu 20 Millionen Menschen verfolgten im Fernsehen die Boxkämpfe dieses vermeintlich so unspektakulären Henry Maske. Was ihn zum Helden des frisch wiedervereinigten Deutschlands werden ließ, war die Mühelosigkeit, mit der er Gegensätze vereinte. Er blieb in einer lauten, grellen Sportart stets höflich und bescheiden, was ihm den Spitznamen „Gentleman“ einbrachte. Und doch passte zu ihm die Inszenierung mit Einlaufmusik, die sich wegen ihm millionenfach verkaufte, und von Künstlern gestaltete Boxmäntel. Er passte in den Boxring, aber auch zur Documenta nach Kassel. Über sich selbst sagt er: „Ich bin eigentlich ein ängstlicher Mensch.“ Und stürzte sich meistens siegreich in die Schlachten mit den größten Boxern seiner Generation. Er gewann alle Profi-Kämpfe bis auf den eigentlich letzten gegen Virgil Hill. Und der verleitete ihn zu etwas, was man dem besonnenen Maske nie zugetraut hätte: Mit 42 Jahren, zehn Jahre nach seinem Karriereende, stieg er ein letztes Mal in den Boxring. Er gewann.
Karten für die Veranstaltung am 20. November, 20 Uhr, gibt es unter adticket.de, Tel.: 0180 6050400. Die Karten kosten 15, 25 und 35 Euro plus Servicegebühr.
Vor dem Hintergrund des Koalitionsstreits um die Zukunft der Rentenpolitik unterstützt der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. die Einführung einer Grundrente. Es böte sich die Gelegenheit zur Definition eines teilhabegerechten Mindeststandards. Wir sollten uns im Kampf gegen die Altersarmut jetzt positionieren, fordert die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller:
„Im Kampf gegen die wachsende Altersarmut müssen jetzt tragfähige Lösungen gefunden werden. Uns droht in naher Zukunft eine anschwellende Welle niedriger Renten, die das Problem erheblich verschärfen werden. Es ist die verzögerte Wirkung, die aus dem prekären Sektor des Arbeitsmarkts in die Rentenversicherung wandert. Wir sollten nun rechtzeitig eine teilhabegerechte Mindestrente definieren und dies über die Einführung einer Grundrente organisieren. Sie wäre das Fundament, eine demokratisch legitimierte Lösung in einer wichtigen Teilhabefrage im parlamentarischen Verfahren zu finden, wie es auch im Falle des Mindestlohns gelungen ist. Wichtig ist, dass sich die Koalitionsparteien nicht in der Frage um eine Bedürftigkeitsprüfung verhaken und das für viele Menschen wichtige Zukunftsthema aus parteipolitischem Zank unerledigt bleibt.“
Es wird vielen Schlössern nachgesagt oder auch Häusern,
dass sie ihr Eigenleben haben. Dass irgendetwas den Ort ausmacht, was sich
nicht greifen und auch nicht so richtig fassen lässt. Aber ein Stadion? Für
Karlheinz Wiegmann, dem Leiter des Museums Schloss Rheydt, ist das beim
Bökelberg definitiv der Fall und es ist ihm ein Leichtes zu erklären, warum es
sich nicht um eine einfache Sportstätte, sondern um einen Mythos handelt, den
Mythos Bökelberg: “Beim Bökelberg ist nichts, wie es zu sein scheint und
alles anders als man denkt. Was schon damit anfängt, dass es keinen Berg
gibt.” Und so beschreibt Wiegmann, wie eigentlich schon im Jahr 1914 die
Borussia aus einer Kiesgrube ein Fußballfeld machen wollte. Doch der Erste
Weltkrieg kam dazwischen. Und so kam es, dass die offizielle Eröffnung in den
Herbst 1919 fiel.
Das wiederum sorgt dafür, dass in diesem Jahr ein
Jubiläum gefeiert werden kann: 100 Jahre Bökelberg! Und ganz speziell dazu
zeigt das Museum Schloss Rheydt seit Sonntag (3. November) eine Ausstellung
rund um das ehemalige Stadion, um den “Mythos Bökelberg”.
Doch zurück zur Sache mit dem Berg, den es gar nicht
gibt: Der “Bökel”, eine leichte Anhöhe, findet sich erst ein paar
hundert Meter weiter in Richtung Innenstadt. Dort, wo bis heute die
Kaiser-Friedrich-Halle zu finden ist. Weil es sich bei dem Ort, an dem der
Fußballplatz entstand, eigentlich um eine Kiesgrube gehandelt hat, wurde der
Platz auch von den Gladbachern “De Kull” genannt. Dabei trug er
eigentlich den offiziellen Namen “Westdeutsches Stadion”. Doch wie
kam es nun zu dem Namen “Bölkelberg”? “Ende der sechziger Jahre
als Borussia fußballerischen Aufwind bekam, hat sich ein Journalist gedacht,
dass De Kull doch ein etwas schnöder Name für ein Stadion für einen solchen
Verein sei und er ist dann, wahrscheinlich bei dem Gedanken auch an andere
Stadien, wie dem Betzenberg, auf den Namen Bökelberg gekommen”, erklärt
Wiegmann.
Die Liste der Geschichten in Bezug auf den Bökelberg, die
einen zum erstaunten Kopfschütteln und zu dem Wunsch, immer mehr hören zu
wollen, führen, könnte vermutlich ganze Bücher füllen. Und sie führt dazu, dass
die Ausstellung keine Konkurrenz zum Museum der Borussia darstellt, sondern
viel mehr eine tolle Ergänzung, wie sie der Beigeordnete Dr. Gert Fischer
beschreibt: “Hier in der Ausstellung im Museum Schloss Rheydt geht es
nicht um die Chronologie des Vereins, nicht um die reinen Siege und
Niederlagen. Von den Anfängen bis zu dem Tag, als er abgerissen werden sollte,
hat sich der Bökelberg gewehrt, einfach nur ein beliebiges Fußballstadion zu
sein. Genau das kann man hier erfahren.”
Dafür nutzt das Museum Schloss Rheydt nicht nur
Ausstellungsobjekte vom Originalstein bis hin zur Originalsitzbank. Auch eine
extra für die Ausstellung entwickelte kostenlose App sorgt dafür, dass diese
Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes lebendig werden. Richtet man sein
Smartphone mit der Kamera an bestimmten Punkten auf ein Bild, so erscheint ein
Sportreporter, der genau diese Geschichten erzählt.
Die Ausstellung, die in Kooperation mit Borussia VfL 1900
Mönchengladbach e. V. entstanden ist, wird bis zum 19. April im Museum Schloss
Rheydt zu sehen sein. Sie ist außerdem Teil des Themenjahres
“Neuland” des Museumnetzwerkes Rhein Maas, gefördert vom Ministerium
für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Und sie wird
gefördert durch die Otto von Bylandt-Gesellschaft.
Etwa 30 Journalisten waren auf Einladung des Niederrheinischen Pressevereins zum 26. Mönchengladbacher Medien Montag gekommen. Es war ein höchst interessanter Montag, führte er doch ins Logistikzentrum des Versand-Handelsriesen Amazon in Rheindahlen.
Betriebsleiter Scheffler und PR-Manager Thorsten
Schwindhammer wollten Fragen zur Unternehmens- und Mitarbeiterkommunikation des
weltgrößten Versenders beantworten. Ihr oberstes erklärtes Ziel dieser
Veranstaltung: Verbesserung der Aussendarstellung von Amazon insgesamt. Sie
wollten aufräumen mit in der Öffentlichkeit kursierenden Märchen und Mythen.
In einer theoretischen Einführung, thematisiert wurde auch der nicht vorhandene Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft, wurde bereits deutlich: Eine wirkliche Integration in den deutschen Markt will Amazon nicht durchführen. Für ein amerikanisches Unternehmen ist deutsches Tarifrecht wohl nicht denkbar. Das gipfelt in der PR-Aussage des Managers: „unter keinen Umständen werden wir mit Verdi einen Tarifvertrag abschließen.“ Ein örtlicher Streik stellt für Amazon kein logistisches Problem dar. Es gibt Alternativen so die Antwort. Interessant die Ankündigung, Journalisten sollten sich nicht wundern, dass sie demnächst von Amazon angerufen werden, sollten sie aus Sicht von Amazon falsch berichten. Es klingt wie eine Drohung. Ich entscheide mich für diesen Bericht. Erhalte ich nun einen Anruf? Wir werden sehen.
Wir verlassen die Verwaltungsetage und werden durch die “Produktionshallen“
im Erdgeschoss und im Obergeschoss geführt.
Erster ungewohnter Eindruck: Die riesige Größe.
Der Betrieb an diesem Abend ist ruhig, die Mitarbeiter strahlen Ruhe aus, es
gibt keinen Stress. Die einzelnen Arbeitsschritte werden uns umfassend erklärt,
persönlich verstehe ich nicht alles. Das liegt auch am hohen Geräuschpegel in
der gesamten Halle und an den ungewohnten Bezeichnungen.
Den Höhepunkt erreichen wir in der Versandetage. Großer Lärm macht mir die Freude an den bisherigen Eindrücken zunichte, dass ich einen “ordentlichen” Beruf erlernen konnte und durfte macht mich wieder einmal dankbar. Amazon stellt sich, von der Politik unterstützt, als Jobmaschine dar. Dem will ich widersprechen. Diese Arbeitsplätze werden nur kurzfristig Erleichterung für den Mönchengladbacher Arbeitsmarkt bringen. Stupide, eintönige, angelernte Tätigkeiten können keine zukunftsbejahenden Mitarbeiter für Amazon hervorbringen. Es ist für die meisten Mitarbeiter verlorene Lebenszeit. Dieselbe Zeit in eine qualifizierende Ausbildung investiert, das sollte das Ergebnis dieser Erkenntnisse sein.
Unter unzumutbaren Lärmbedingungen müssen etliche Arbeiter und Arbeiterinnen Tätigkeiten verüben, die gerade mal 4 (vier) Handgriffe umfassen: Taste drücken, Teil aus dem Korb nehmen, Teil in ein Fach legen (nach einer halben Köperdrehung), Taste zur Bestätigung drücken, das war die Tätigkeit. Diese wird während der gesamten Tagesarbeitszeit wiederholt. Auffallend ist das jugendliche Alter vieler Amazon Mitarbeiter, aus vielen Nationalitäten zusammen gesetzt. Nein, es scheint keine Probleme unter ihnen zu geben. Sie müssen entweder Englisch oder Deutsch sprechen hatte man uns beigebracht. Das funktioniert.
In der Schlussrunde hatten alle Journalisten Gelegenheit, offene Fragen anzusprechen. Meine Frage, was Amazon für die Gesundheit der Mitarbeiter und damit gegen den Lärm unternimmt wurde beantwortet mit: Alles passiert innerhalb der arbeitsrechtlichen Gesetzgebung. Abgestellte Mitarbeiter kümmern sich um den Gesundheitsschutz. So wird Oropax-Gehörschutz angeboten, alle Mitarbeiter dürfen ihn nutzen. Zur Situation der anliefernden LKW wurde nichts gesagt, wohl auch deshalb, weil niemand eine diesbezügliche Frage stellte. Diese Betriebsbesichtigung ließ zu viele Fragen offen.