Autor: Harald Wendler

  • Stadt vergibt Auftrag zum Masterplan Nahmobilität  „Wichtige Grundlage für die Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt“

    Stadt vergibt Auftrag zum Masterplan Nahmobilität
    „Wichtige Grundlage für die Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt“

    Die Stadt bringt nach einem Beschluss des Rates den Masterplan Nahmobilität auf den Weg.

    Der Vergabeausschuss hat jetzt dem Auftrag zur Erstellung des Masterplans an eine Arbeitsgemeinschaft zweier Planungsbüros aus Aachen und Bonn zugestimmt.
    Der Masterplan Nahmobilität ist ein gesamtstädtisches Konzept zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs, das im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird.

    “Ich bin froh, dass wir für die Erarbeitung des Masterplans Nahmobilität bundesweit renommierte Experten gewinnen konnten. Der Masterplan Nahmobilität ist eine wichtige Grundlage für die Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt”, so Dr. Gregor Bonin, Technischer Beigeordneter der Stadt.

    Bürger, Politik und Verbände werden an der Erstellung des Konzeptes im kommenden Jahr beteiligt.

    Auch Norbert Krause, Initiator des Projektes 200 Tage Fahrradstadt, wird daran mitarbeiten.

    Der Masterplan Nahmobilität hat unter anderem zum Ziel, ein flächendeckendes Radverkehrsnetz zu erarbeiten und die Verkehrssicherheit durch Verbesserungen der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen.
    “Wenn mehr Menschen zu Fuß gehen und mit dem Rad fahren anstatt mit dem Auto, kann sich die Lebensqualität in der Stadt spürbar verbessern, die dadurch als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiver wird”, so der städtische Mobilitätsbeauftragte Carsten Knoch.

    Der Masterplan Nahmobilität soll Ende nächsten Jahres der Politik vorgestellt werden. Anschließend geht es darum, die im Plan definierten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen.

    Insgesamt 180.000 Euro stehen dafür zur Verfügung.
    Die Stadt erhält Fördermittel des Bundes in Höhe von 70 Prozent.
    (pmg)

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  • Lebkuchen für Flüchtlingskinder  Paul Moor-Schule erhielt vom Christkindlmarkt ein süßes Haus

    Lebkuchen für Flüchtlingskinder
    Paul Moor-Schule erhielt vom Christkindlmarkt ein süßes Haus

    Für Isidora, Menderes, Afge, Ison und die anderen Kinder aus dem Flüchtlingsheim Rheindahlen war es ein besonderer Moment: Sie durften ein großes Lebkuchenhaus plündern und nach Herzenslust naschen. Sieben Kinder zwischen vier und elf Jahren kamen in die Paul Moor-Schule, wo das süße Haus für einen Tag aufgebaut war.

    Entstanden war es zuvor auf dem Mönchengladbacher Christkindlmarkt:
    Dort konnten die erwachsenen Besucher die Lebkuchen für den guten Zweck erwerben – ihre Kinder klebten die süßen Gebäckstücke dann mit Zuckerguss auf das Haus. Das hat ein Tischler gefertigt und gespendet, wie Charlotte Lorenz von der Organisation des Christkindlmarktes berichtet.

    Die Paul Moor-Schule des Caritasverbandes gehört zu den acht Einrichtungen, die regelmäßig mit dem Erlös der jährlichen Veranstaltung bedacht werden.

    Seit 2014 engagiert sich die Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen für junge Flüchtlinge im Übergangsheim Rheindahlen.
    „Einmal im Monat können die Kinder nachmittags unser Spielgelände, die Streetsoccer-Anlage und die Turnhalle nutzen, um sich auszutoben“, erzählt Schulleiter Klaus Kohn. Ein Lehrer der Schule ist in seiner Freizeit immer dabei. Kohns Kollege Klaus Rübsteck hatte den Kontakt zu den in Rheindahlen untergebrachten Flüchtlingen hergestellt.

    Bei der „Aktion Lebkuchenhaus“ wurden die Kinder von den ehrenamtlich Engagierten Peter Richter, Ulrike Gerst und Imke Dyck begleitet.

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  • Zusätzlicher Standort der „Schülerhilfe“ in Mönchengladbach

    Zusätzlicher Standort der „Schülerhilfe“ in Mönchengladbach

    Zum 04. Januar 2016 eröffnet auf der Bismarckstraße 29 in Mönchengladbach die „Schülerhilfe“ einen zusätzlichen Standort zur Förderung von Schülerinnen und Schülern.

    Auf ca. 141 m² Dienstleistungsfläche fördert die „Schülerhilfe“, einer der führenden Anbieter von qualifizierten Bildungs- und Nachhilfeangeboten in Deutschland und Österreich, künftig mit qualifizierten und motivierten Nachhilfelehrern in kleinen Gruppen von drei bis fünf Schülern deren Leistungen, um diese dauerhaft zu verbessern.
    Ausgerichtet ist das Franchise-Unternehmen mit rund 1.100 Standorten und mehr als 100.000 Schülerinnen und Schülern pro Jahr auf alle gängigen Fächer für alle Klassen und Schulformen.

    „Die hellen Räumlichkeiten auf der Bismarckstraße bieten den Schülerinnen und Schülern eine positive Lernatmosphäre und sind durch die zentrale Lage sowie die sehr gute Verkehrsanbindung optimal erreichbar“, lässt das Unternehmen zur Standortwahl verlauten.
    Der Immobiliendienstleister Bienen & Partner hat das Unternehmen beraten und an den Standort vermittelt.

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  • Die Stadtbibliothek ist an Weihnachten und dem Jahreswechsel „digital“ geöffnet

    Die Stadtbibliothek ist an Weihnachten und dem Jahreswechsel „digital“ geöffnet

    Die Stadtbibliothek mit allen Zweigstellen ist von Heiligabend bis einschließlich Montag, den 28. Dezember sowie an Silvester, Neujahr und am ersten Januarwochenende geschlossen, “digital” bleibt sie aber geöffnet.

    Einfach unter www.stadtbibliothek-mg.de oder www.facebook.com/stadtbibliothek.mg vorbeisurfen.

    An der Außen-Rückgabe der Zentralbibliothek können Medien aber rund um die Uhr verlängert oder zurückgegeben werden, auch an den Feiertagen.
    Am 29. und 30. Dezember sind die Zentralbibliothek und die Stadtteilbibliothek Rheydt geöffnet.
    Die Schul- und Stadtteilbibliotheken in Rheindahlen und Giesenkirchen öffnen wieder ab Dienstag, den 5. Januar. Details zu Standorten und Öffnungszeiten unter www.stadtbibliothek-mg.de

    Um die Feiertage für (Ent)Spannung zu nutzen, kann man sich in der Bibliothek mit Büchern zum Lesen und Hören, Musik, Filmen, Computer- und Konsolenspielen eindecken. Wer das angesichts der Weihnachtsvorbereitungen nicht schafft, kann ein spannendes Buch oder fesselndes Hörbuch auch in der onLeihe der Stadtbibliothek schnell und einfach per Download ausleihen. Rund um die Uhr, sogar an Feiertagen und von unterwegs. Und dann heißt es nur noch genießen – auch auf eReadern, mp3-Playern, Tablets – wie dem iPad – und Smartphones.

    Und mit dem speziellen Weihnachts-Buttons sind Weihnachtsgeschichten, Basteltipps und Kochbücher für das festliche Menü nur einen Klick weit entfernt! Einfach den onLeihe-Button auf www.stadtbibliothek-mg.de klicken und in Themenbereichen stöbern oder gezielt suchen. Zum Ausleihen per Download braucht man dann nur noch eins: einen gültigen Bibliotheksausweis.

    Mit dem iPhone mal eben unterwegs ein Hörbuch in der Bibliothek ausleihen und genießen? Seit neuestem geht das dank der Streaming-Funktion noch schneller und einfacher.
    Details unter www.stadtbibliothek-mg.de, bei Facebook, im Blog oder beim Team der Stadtbibliothek.
    Für Fragen und Tipps ist die Bibliothek persönlich, telefonisch – 02161/25-6345 – oder per E-Mail –
    service-bibliothek@moenchengladbach.de erreichbar.

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  • Kinder in Deutschland ohne Weihnachtsbaum!?

    Wir reden von zwanzig Euro, wir reden von Kinderarmut in Deutschland, davon, dass ca. 20% der Kinder von Hartz IV leben.
    „Bis vor einigen Jahren war ein Satz für den Weihnachtsbaum noch im Regelsatz für Hartz IV noch enthalten, die Bundesregierung hat ihn inzwischen herausgestrichen, sodaß wir davon ausgehen können, dass auch viele Familien die von Armut betroffen sind, mit ihren Kindern halt in der guten Stube sitzen und in diesem Jahr keinen Weihnachtsbaum haben“.
    Als ich diese Worte heute Abend im WDR von Uwe Kam vom Deutschen Kinderhilfswerk hörte, krochen spontane Traurigkeit und Wut in mir hoch.
    Dieser gesellschaftliche Skandal zeigt einmal mehr, wie unehrlich die Diskussion um unsere Zukunft geführt wird.
    419.600 Kinder leben allein in NRW von Hartz IV, Tendenz seit Jahren steigend.

    Im gleichen Jahr 2015 hat Deutschland Milliarden zur Verfügung gestellt, um Banken zu retten, Griechenland und andere europäische Staaten zu stabilisieren usw..
    Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, ein Teil unserer religiösen Identität, ein großes Stück unserer Kultur. Unseren eigenen Kindern verwehren wir nicht nur umfassende Teilhabe an den Chancen zur Bildung, selbst einen Tannenbaum um Weihnachtsfest sind sie uns nicht mehr wert?
    Kinderarmut zu beseitigen kostet, möglicherweise sogar Milliarden. Wir haben sie. Wir sollten sie zur Verfügung stellen.

    Hier der Link zur Sendung: http://www1.wdr.de/mediathek

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  • Stadtverwaltung testet mobilen Bürgerservice

    Stadtverwaltung testet mobilen Bürgerservice

    Hierzu wurde ein sogenannter „Bürgerkoffer“ für einige Wochen angemietet.
    Ausgestattet mit Laptop, Scanner, Drucker, Änderungsterminal für den neuen Personalausweis und Signaturpad für die Unterschrift, ermöglicht der „Bürgerkoffer“ bürgernahe und ortsunabhängige Verwaltungsdienstleistungen, wie zum Beispiel An- und Abmeldungen, das Beantragen von Ausweisdokumenten und Führungszeugnissen oder das Ausstellen von Meldebescheinigungen.

    Ein erster Test des „Bürgerkoffers“ wurde jetzt im städtischen Altenheim in Eicken durchgeführt. Der Beigeordnete für Bürgerservice, Hans-Jürgen Schnaß, sowie Fachbereichsleiter Hardy Drews, begleiten den Test. Hier wurde es den Bewohnerinnen und Bewohnern unter anderem ermöglicht, vor Ort ihre abgelaufenen Ausweise neu zu beantragen.

    Scanner, Drucker, Laptop, Kamera, Signaturpad – so ausgestattet kann Michaela Helus vom Fachbereich Bürgerservice ihren Kunden auch im Altenheim Eicken zum neuen Personalausweis verhelfen.
    Scanner, Drucker, Laptop, Kamera, Signaturpad – so ausgestattet kann Michaela Helus vom Fachbereich Bürgerservice ihren Kunden auch im Altenheim Eicken zum neuen Personalausweis verhelfen.

    Sollte die Pilotphase erfolgreich verlaufen, bestehen Überlegungen, das Angebot auch in anderen Einrichtungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen anzubieten, wodurch diesen Wege und Wartezeiten erspart blieben. Weitere Einsatzmöglichkeiten könnten zum Beispiel zu Semesterbeginn die Hochschule Niederrhein oder Studentenwohnheime sein. So könnte die Verwaltung kundenfreundlich einem temporären erhöhten Bedarf im Meldewesen begegnen und gleichzeitig Wartezeiten in den Rathäusern reduzieren.

    Ebenso könnten zukünftig Bürgerserviceleistungen in Bereichen von Mönchengladbach punktuell angeboten werden, in denen zurzeit kein vor Ort Angebot besteht oder als Ersatz für Kleinstandorte.

    Schnaß: „Mit dem mobilen Bürgerservice würde wieder ein zusätzliches Angebot für die Bürgerinnen und Bürger präsentiert werden. Dies wäre auch ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die demografische Entwicklung. Wir sind auf das Ergebnis gespannt.“

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  • Caritas wählte Gremien neu  Christof Wellens bleibt Vorsitzender, Claus Altenkamp steht Caritasrat vor

    Caritas wählte Gremien neu
    Christof Wellens bleibt Vorsitzender, Claus Altenkamp steht Caritasrat vor

    Nach einer umfassenden Satzungsreform sind Vorstand und Caritasrat nunmehr personell voneinander getrennt. Der von der Vertreterversammlung gewählte Caritasrat wandelt sich nach der neuen Satzung zum Aufsichtsgremium mit eigenem Vorsitz – bislang hatte automatisch der Vorsitzende des Caritasverbandes dieses Amt inne. Gleichzeitig wurde der Caritasrat deutlich verkleinert. Er besteht nun aus sieben statt wie bisher aus 22 stimmberechtigten Mitgliedern. Die Vorstandsmitglieder haben in dem Gremium beratende Funktion.

    In der konstituierenden Sitzung des neuen Caritasrates wählten die Mitglieder Dr. Christof Wellens einstimmig zum 1. Vorsitzenden des Verbandes. Der Rechtsanwalt bekleidet dieses Amt seit 2011.
    Auch Christoph Habrich (2. Vorsitzender) und Volker Großheim wurden wiedergewählt.
    Außerdem gehören wie bisher Pastor Heinz-Josef Biste (vom Regionaldekan entsandt) und der hauptamtliche Geschäftsführer Frank Polixa dem Vorstand an.

    Claus Altenkamp, der neue Vorsitzende des Caritasrates, ist Geschäftsführer der Katharinenstift Mönchengladbach gGmbH. Sein Stellvertreter wurde Frank Seeger-Hupperten.
    Die weiteren Mitglieder des Aufsichtsgremiums sind Karl-Heinz Ewalds, Birgit Kaatz (SkF), Agnes Lohmann, Norbert Schoeller (SKM) und Ralf Zanders (vom Regionalpastoralrat entsandt).

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  • EWMG kauft den Hauptbahnhof Rheydt

    EWMG kauft den Hauptbahnhof Rheydt

    Mit Kommentaren von: DIE LINKE und Bündnis90/Grüne

    Der Aufsichtsrat der EWMG hat in seiner Sitzung am 17.12.2015 den Ankauf des Hauptbahnhofs Rheydt beschlossen. Damit ist der Weg frei für eine städtebauliche Neuausrichtung des in die Jahre gekommenen Bahnhofsgebäudes.

    Ende 2012 deutete sich an, dass die DB AG das Empfangsgebäude mit den entsprechenden Nebenanlagen nicht weiter betreiben wird. Im Rahmen des Erstzugriffsrechtes hatte die Stadt Mönchengladbach die EWMG damit beauftragt, das Gebäude inkl. der Nebenanlagen zu erwerben. Die Vertragsparteien einigten sich auf einen Kaufpreis von 150 TEuro vor dem Hintergrund der noch zukünftig fließenden Mieteinnahmen.

    Durch den Ankauf des Objektes besteht somit für die Stadt Mönchengladbach die Möglichkeit, sowohl das Nutzungskonzept für das erworbene Bahngelände als auch den Zeitpunkt der Umsetzung vorzugeben. „Wir sind sehr froh, dass der Ankauf noch in diesem Jahr erfolgt und die Stadt in die Lage versetzt“ so der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Peter Vennen, „diesen Baustein in das stadtentwicklerische Gesamtkonzept dieses Rheydter Bereiches einbinden zu können“.

    Zielsetzung ist es, in 2016 die planerischen Rahmenbedingungen festzulegen, um das gesamte Gelände im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens zu veräußern und einer städtebaulich und konzeptionell gewollten Entwicklung zuzuführen.

    „Der Ankauf des Bahnhofsgeländes in Rheydt bildet einen weiteren Mosaikstein im Bemühen, den Standort Rheydt auch in Verbindung mit der Umsetzung des Masterplans weiter zu entwickeln“, so Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG.

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  • 3. Aktualisierung: Die Telekom und ihr Service: Hautnah erlebt

    3. Aktualisierung: Die Telekom und ihr Service: Hautnah erlebt

    Geschafft (14:15) , ein freundlicher Techniker hat uns besucht, alle Leitungen des Kabels (5 Leitungen) durchgemessen.
    Ergebnis: Ltg. 1/2/4 sind defekt, Ltg. 3+5 sind ok. Das heißt: an meinem Anschluß ist zur Zeit kein Fehler feststellbar.
    Wir müssen uns wieder mit Störung melden, sobald ein Fehler auftritt. So ist das wohl bei sporadischen Fehlern.
    Telekom wird das Kabel erst dann austauschen, wenn auch an den beiden noch funktionierenden Leitungen ein Defekt auftritt. So sieht es der Techniker. Vorsorglich geht es wohl nicht???
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    Gerade (12:04) hat mir ein freundlicher Telekommitarbeiter telefonisch mitgeteil, dass in den nächsten drei Stunden ein Techniker zu mir kommen wird. Bin gespannt auf das Ergebnis.

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    telekom-klärungSoeben (21.12. – 8:45) hat mir ein Telekommitarbeiter telefonisch einen neuen Termin für den 23.12. oder 24.12. oder 28.12. angeboten. Einen früheren könne er mir nicht anbieten, weil er das nicht “buchen” könnte.
    Kein Wort der Erklärung für den nicht eingehaltenen Termin der Telekom am Samstag, von Entschuldigung ganz zu schweigen.
    Nach meiner Ablehnung, weil er sehr wohl einen Techniker früher schicken könne wurde wiederum das Gespräch seitens der Telekom abrupt beendet. Ergo, es gibt keinen neuen Termin.

     

     

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    Mein Lieblingsanbieter ist die Telekom, bin nie fremdgegangen.

    Seit Tagen gibt es sporadische Internetausfälle, sporadische Telefonausfälle.
    Ohne sporadische Ausfälle werden die Gebühren von meinem Konto abgebucht.
    Alle Leitungsmessungen des Service haben Leitungsdefekte angezeigt.

    Telekom-StörungAm heutigen Tag hatte ich einen Termin mit einem Techniker der Telekom.
    Soeben wurde mir, nachdem ich bei der Telekom anrief weil der Terminendzeitpunkt erreicht war, mitgeteilt, dass heute niemand mehr kommen würde.

    Um das zu erfahren, habe ich also den ganzen Samstag zu Hause gesessen und auf sie gewartet.
    Für derartige Unverschämtheit habe ich mich telefonisch schon bedankt.
    Eine Information seitens der Telekom konnte ich wohl nicht erwarten dazu ist dieses Kommunikationsunternehmen nicht in der Lage.

    Zu allem Überfluß wollen nicht sie mich am Montag darüber informieren ob ein Techniker am Montag erscheint, nein, ich soll mich bitte am Montag selber melden.
    Dann würde man nachschauen, ob ein Techniker am Montag kommen könnte.
    Das nenne ich mal Großzügigkeit, oder besser die nächste Unverschämtheit.

    Als ich nach diesem Angebot um eine Kopie der Audiodatei des aufgenommenen Gespräches bat, wurde aufgelegt ohne weiteres Wort.
    Das ist die Krönung.

    Mal schauen wie es weitergeht.

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  • Versorgungslücken nach stationärer Behandlung geschlossen

    Versorgungslücken nach stationärer Behandlung geschlossen

    Information über die ab 01.01.2016 geltende neue Regelung zur Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt.

    Krankenhäuser können ihren Patientinnen und Patienten bei Entlassung zukünftig für einen Zeitraum von in der Regel bis zu sieben Tagen häusliche Krankenpflege, Heilmittel, Hilfsmittel und Soziotherapie verordnen. Es kann für diesen Zeitraum auch eine etwaige Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden. Zudem ist jetzt eine Verordnung von Arzneimitteln durch die Krankenhausärztin oder den Krankenhausarzt möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die entsprechenden Richtlinien fristgerecht in Umsetzung des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes um Regelungen zum Entlassmanagement von Krankenhäusern ergänzt.

    Die Verordnung von Arzneimitteln, Heilmitteln, Hilfsmitteln oder Soziotherapie und das Ausstellen von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen waren bisher niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten vorbehalten.

    Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist zudem nachstehender Ansicht:

    Allerdings wird es erforderlich sein, auch für die notwendigen Hilfestrukturen einzutreten.
    Bereits in der Vergangenheit hat es immer wieder Schwierigkeiten gegeben, einen Kurzzeitpflegeplatz zu bekommen. Das Problem wird sich möglicherweise verstärken. Daher ist es erforderlich, schnellstmöglich auf die Ausweitung solcher Pflegeplätze hinzuwirken. Ich habe daher die hiesige Heimaufsicht bereits gebeten, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und zu prüfen, ob eine zentrale Informationsstelle für Auskünfte bezüglich freier Kurzzeitpflegeplätze geschaffen werden kann. Das muss bundesweit angegangen werden.
    Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 17.12.2015 die Richtlinien zum Entlassmanagement der Krankenhäuser ergänzt und dies mittels Pressemitteilung bekannt gemacht.

    http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=21400&p=89972#p89972

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  • Raub, junger Frau wegen 10.- Euro in den Rücken getreten

    Raub, junger Frau wegen 10.- Euro in den Rücken getreten

    Am Samstagabend, gegen 20:45 Uhr, ereignete sich ein Raub auf der Bismarckstraße.

    Offensichtlich hatten zwei Täter eine 26-jährige Frau beobachtet, als diese am Geldautomaten, Geld abgehoben hatte. Dass die Frau nur einen Kleinbetrag von ihrem Konto abgehoben hatte, bemerkten die Tätter wohl nicht.
    Nachdem die Frau die Bank verlassen hatte, trat einer der Täter der Frau von Hinten in den Rücken.
    Diese kam zu Fall. Am Boden liegend wurde der Frau dann das Bargeld aus der Tasche geraubt.
    Im Anschluss flüchteten die beiden Täter über die Kaiserstraße. Sie können nicht beschrieben werden.

    Zeugen, die zu diesem Zeitpunkt etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten sich bei der
    Polizei MG, Tel. 290, zu melden.

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  • Öffentlichkeitsfahndung nach gesuchten Einbrechern

    Öffentlichkeitsfahndung nach gesuchten Einbrechern

    Am 30. September dieses Jahres drangen zwei bislang unbekannte Einbrecher in ein Hotel in Hockstein ein und stahlen aus einer Vitrine dort ausgestellten Schmuck eines Rheydter Juweliers.

    Hierzu noch einmal die Pressemeldung vom 01.10.2015:

    Einbruch in Hotel / Täter erbeuteten Schmuck aus einer Vitrine

    In der Nacht zu Mittwoch kurz vor 03:00 Uhr hebelten zwei bislang noch unbekannte Täter das Tor zur Tiefgarage eines Hotels in Hockstein auf. Von dort gelangten sie ins Foyer des Hotels. Mit einem Hammer schlugen sie eine dortige Vitrine ein, in dem Schmuck eines Rheydter Juweliers ausgestellt war.

    Anschließend entfernten sie sich in Richtung Am Hockstein.

    Bis jetzt liegt folgende Beschreibung der beiden Täter vor:

    Täter 1: – Bekleidet mit schwarzer Kapuzenjacke – Dunkle weiter
    Cargo-Hose – Schwarz-weiße Tasche – Dunkle Schuhe – Handschuhe

    2_taeterinzufahrtTäter 2: – Schwarze Base-Cap – Schwarz-weiße Umhängetasche – Helle
    Bomberjacke – Helle Hose – Weiße Schuhe

    Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die in der Nacht zum Mittwoch im Bereich Hockstein / Klusenstraße verdächtige Personen bemerkt haben.
    Sie fragt: Wer kann Angaben zum Verbleib der gestohlenen Schmuckstücke machen? Hinweise an Telefon 02161-290.

    Der Polizei liegt Bildmaterial aus Überwachungskameras vor, welches die Einbrecher bei der Tatbegehung zeigt. Da die Einbrecher bisher allerdings noch nicht identifiziert werden konnten, geht die Polizei mit zwei Fotos in die Öffentlichkeitsfahndung und fragt, wer die abgebildeten Männer kennt oder Hinweise zu ihnen geben kann.

    Hinweise bitte an die Polizei unter Telefon 02161-290.

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  • Gebühren für Abfall, Abwasser und Straßenreinigung bleiben stabil

    Gebühren für Abfall, Abwasser und Straßenreinigung bleiben stabil

    Familie Mustermann zahlt 2016 rund neun Euro weniger

    Sie zahlt – nach den Berechnungsgrundlagen des Bundes der Steuerzahler – im kommenden Jahr 1.212,86 Euro,
    rund 9 Euro weniger als 2015.
    Die entsprechenden Gebührensätze hat der Rat der Stadt Mönchengladbach am Mittwoch beschlossen.

    Darauf muss sich eine vierköpfige Familie nach der Modellrechnung im kommenden Jahr einstellen:

    Für die Abfallgebühr zahlt sie mit einem 35-Liter-Restmülleimer künftig 212,41 Euro im Jahr (2015 = 212,89 Euro).
    Bei den Abwassergebühren wird sie für Schmutzwasser (Verbrauch 200 Kubikmeter) mit 652 Euro belastet (2015 = 654 Euro),
    beim Regenwasser (130 Quadratmeter bebaute und befestigte Fläche) sinkt die Belastung auf 226,20 Euro (2015 = 235,30 Euro).
    Die Straßenreinigung (einmal wöchentlich) kostet für ein Grundstück mit 15 Metern Straßenfront im kommenden Jahr 111,30 Euro (2015 = 109,05).
    Für die Winterwartung (Winterdienstklasse I) zahlt Familie Mustermann 10,95 (2015 = 10,35 Euro).

    Die jährliche Gebühr für die verschieden Systemabfallbehälter beträgt im kommenden Jahr für den 25-Liter-Behälter 151,73 Euro, den 35-Liter-Behälter 212,41 Euro und für die 50-Liter-Tonne 303,46 Euro.

    Mit dem Beschluss der Abfallsatzung 2016 eröffnet der Rat erstmals die Möglichkeit, mehr als eine Biotonne pro Haushalt zu nutzen, sofern für dieses Grundstück auch eine Restmülltonne angemeldet ist.
    Damit kommt der Rat dem Wunsch zahlreicher Bürgerinnen und Bürger nach, die sich im Herbst bei GEM und Stadtverwaltung gemeldet hatten.
    Für jede zusätzlich bereitgestellte 120 oder 240 Liter Biotonne liegt die Jahresgebühr bei 65 Euro. Diese Gebühr deckt in etwa die Logistikkosten der GEM für diesen Zusatzservice.
    Es bleibt aber dabei, dass je angemeldetem Restmüllgefäß auch eine kostenfreie Biotonne genutzt werden kann.

    Eigenkompostierer zahlen weniger als der Musterhaushalt.
    Wer ganz auf die Biotonne verzichtet und die Eigenkompostierung auf seinem Grundstück nachweisen kann, kommt bei den jährlichen Abfallgebühren günstiger weg als der „Musterhaushalt“.
    In diesem Fall sinken die Gebühren für ein 25-Liter-Gefäß auf 102,87 Euro,
    für eine 35-Liter-Tonne auf 144,01 Euro und
    für ein 50-Liter-Gefäß auf 205,73 Euro.

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  • HN: Hans-Hennig von Grünberg als Präsident wiedergewählt

    HN: Hans-Hennig von Grünberg als Präsident wiedergewählt

    Der bisherige Amtsinhaber wurde heute mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Die am Donnerstagnachmittag einberufene Wahlversammlung bestätigte von Grünberg damit in seinem Amt.
    Der 50-jährige Physiker ist seit März 2010 Präsident der Hochschule Niederrhein.
    Seine erste Amtszeit endet im März 2016.

    Somit wird von Grünberg mindestens bis ins Jahr 2020 der Hochschule Niederrhein vorstehen.
    Inhaltlich geht es in seiner zweiten Amtszeit nach fünf Jahren starken Wachstums der Hochschule vor allem um Konsolidierung. Aspekte wie demografischer Wandel, Umgang mit Flüchtlingen, Profilbildung und Profilierung in Forschung und Lehre sowie Internationalisierung werden dabei eine wichtige Rolle spielen.

    „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren wirklich etwas bewegt. Transfer von Wissen in die Region und gute Lehre sind unsere Kernleistungen. Damit müssen wir uns weiter profilieren“, sagte Hans-Hennig von Grünberg unmittelbar vor seiner Wiederwahl.
    Das Prozedere für die Wahl des Hochschulpräsidenten ist im Hochschulgesetz des Landes NRW geregelt. Demnach besteht die Wahlversammlung aus den 23 stimmberechtigten Mitgliedern des Senats und den fünf externen Mitgliedern des Hochschulrats. Der Senat besteht aus Professoren der Hochschule Niederrhein, wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern sowie Studierenden. Erstmals in der Geschichte der Hochschule Niederrhein wurde die Wahlversammlung in dieser Form einberufen. Von Grünberg erhielt im Hochschulrat 100 Prozent, im Senat 85 Prozent der Stimmen.
    Einer der ersten Gratulanten des wiedergewählten Präsidenten war Hochschulratsvorsitzender Dr. Dieter Porschen. „Der alte und neue Präsident kombiniert Tatkraft und Erfolg“, sagte Porschen nach der Wahl. Porschen führte zusammen mit Prof. Dr. Dagmar Ackermann, Vorsitzendes des Senats, und Prof. Dr. Sebastian Schmidt, Vorsitzender der Findungskommission, die Wahlversammlung. Schmidt, der ebenfalls Mitglied des Hochschulrates ist, beglückwünschte die Wahlversammlung dazu, „dass Sie so einen tollen Kandidaten haben“.
    Die externen Mitglieder des Hochschulrats kommen aus der regionalen Wirtschaft, anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die zweite Amtszeit von Hans-Hennig von Grünberg beginnt zum 1. März 2016.

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  • Stadt testet Gesundheitskarte für Flüchtlinge – erst ab 1.7.2016

    Stadt testet Gesundheitskarte für Flüchtlinge – erst ab 1.7.2016

    Rat beschließt zunächst einjährige Pilotphase ab Sommer 2016, obwohl nur eine zweimonatige Vorbereitungszeit notwendig sein soll.

    Ab dem 1. Juli 2016 soll in Mönchengladbach die Gesundheitskarte für Flüchtlinge eingeführt werden.
    Der Rat hat in seiner gestrigen Sitzung den Beitritt der Stadt zur Rahmenvereinbarung der NRW-Landesregierung mit den Krankenkassen für die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen beschlossen.

    Mit der Gesundheitskarte können Flüchtlinge direkt zum Arzt gehen.
    Der bisherige Verwaltungsaufwand durch die Herausgabe von Behandlungsscheinen entfällt. Nach einer einjährigen Pilotphase findet eine Evaluation statt, in der die aufgewendeten Kosten und die Einsparpotenziale durch Verwaltungsvereinfachung dargestellt werden. Über die weitere Fortsetzung entscheidet die Politik auf Basis der Erkenntnisse aus der Pilotphase.
    CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Günter Krings lehnt die Gesundheitskarte bisher kategorisch ab.
    Die Pilotierung stellt den bestmöglichen Kompromiss innerhalb der GroKo dar.

    Die elektronische Gesundheitskarte soll an alle Flüchtlinge ausgegeben werden, die einer Kommune zugewiesen sind.

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  • Haushaltsrede der PiPA-Gruppe vom 16.12.2015 gehalten im Rat der Stadt Mönchengladbach von Reiner Gutowski

    Haushaltsrede der PiPA-Gruppe vom 16.12.2015 gehalten im Rat der Stadt Mönchengladbach von Reiner Gutowski

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
    liebe Kolleginnen und Kollegen,
    liebe Zuschauer,

    ich möchte auch die Leute begrüßen, die meiner Rede unter dem Hashtag #ReinersHaushaltsrede folgen.
    Auch sie, liebe Zuschauer im Saal, haben die Möglichkeit während meines gesamten Vortrages unter diesem Hashtag ihre Meinung zu posten, denn wir wollen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an der Debatte beteiligen.
    Politik kann nur dann funktionieren, wenn sie die Nähe zu den Menschen in unserer Stadt sucht. Hier sehen wir, die PiPA–Gruppe, noch viele Möglichkeiten, wie das Zusammenwirken von Politik und Internet die Menschen für Politik begeistern kann.
    Darum ist es uns in der vergangenen Amtszeit ein wichtiges Anliegen gewesen, genau auf diesen Punkt im politischen Geschehen Einfluss zu nehmen.
    Wir wollen konstruktiv mit anderen Parteien zusammenarbeiten.
    Eine konstruktive Zusammenarbeit erfordert eine solide Basis und Erfahrung, auf der wir unsere Politik aufbauen wollen.
    Darum mag es die ein oder andere Person im Gremium verwundert haben, dass wir uns im letzten Jahr mit keinem Redebeitrag beteiligt haben.

    Wir wollten uns zuerst einen genauen Überblick verschaffen, wo wir mit unseren Kompetenzen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mönchengladbach unterstützen können.
    Heute, zwei Jahre nach unserem Amtsantritt sind wir der Meinung, dass wir als Gruppe bewiesen haben, dass wir es ernst meinen, wenn wir sagen, dass wir eine Politik machen, die sich an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger orientiert.
    Wir mögen nicht immer einer Meinung sein – das muss auch gar nicht so sein – doch wichtig ist, dass wir hinterfragen, welchen Nutzen ziehen wir aus einem gestellten Antrag.
    Wir wollen Partei – Ideologisches Denken überwinden, denn dies ist nicht zielführend, da es meist nur auf dem Rücken der Menschen getragen wird, denen es eigentlich nützen soll.
    Das wir bei diesem Vorgehen nicht mitziehen und eine Gruppe sind, die fernab von Partei – Ideologischen Grundsätzen agiert, haben wir bewiesen indem wir beispielsweise den Antrag der GroKo unterstützt haben, die IT in die ITK Rheinland nach Neuss auszugliedern.
    Einige Zuschauer hier im Saal mögen dies für eine umstrittene Entscheidung halten, aber ich sage ihnen heute, dass dieses Vorgehen richtig ist.
    Wir müssen erkennen, dass die städtischen Aufgaben der IT auf Dauer ein enormer Kostenfaktor gewesen wären.
    Besonders, wenn wir uns dieser Aufgabe als Stadt alleine stellen wollen.
    Mit der ITK Rheinland haben wir einen Partner, mit dem die Landeshauptstadt Düsseldorf bereits gute Erfahrungen gemacht hat.
    Warum sollen wir als Stadt Mönchengladbach nicht von der ITK in doppelter Weise profitieren?
    Es soll doch gespart werden, damit wir Gelder für andere Investitionen nutzen können.
    Die Ausgliederung ist eine Chance Gelder einzusparen, die die PiPA–Gruppe erkannt und genutzt hat.
    Ein noch offenes Potenzial, welches wir erkannt haben, ist das Sparen von Druckkosten.
    Wir haben der Verwaltung eine Anfrage vorgelegt, in der wir deutlich auflisten, wieviel Geld wir nach unserer Einschätzung einsparen können, wenn wir andere Schriftarten verwenden.
    Sieht der Rat der Stadt Mönchengladbach das genau so?
    Das ist die Frage, die uns bewegt.
    Wir wollen, dass die Stadt bis zu 123.000 Euro pro Jahr sparen kann.
    Diese Ersparnisse könnten sie an anderer Stelle ausgeben.
    Von der Summe wäre es beispielsweise problemlos machbar eine Person einzustellen.
    Welche Aufgaben diese Person übernimmt, wäre noch zu diskutieren, aber es gibt genug Aufgaben, denen sich unsere Stadt stellen muss.
    Flüchtlingsarbeit, Obdachlosenangebote, Drogenpolitik, Internetausbau – um nur einige Beispiele zu nennen – wären sicherlich investigative Bereiche, in denen eine Fachkraft mit der genannten Summe beschäftigt werden könnte.
    Doch in dieser Anfrage steckt auch eine klare Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt: Sie sollen sehen, dass sie sich mit innovativen Ideen in die Arbeit der Politik einbringen können.
    Wir zeigen damit, dass wir als kompetenter Ansprechpartner im Bereich der IT unsere Ressourcen nutzen, um unsere Stadt zukunftsorientiert zu gestalten.
    Das ist auch ein Grund, warum wir uns am W – LAN – Antrag der GroKo beteiligt haben.
    Die große Kooperation hat erkannt, dass der freie Zugang zum Internet heutzutage für die Menschen immer wichtiger wird. Auch hier wird wieder erkennbar, dass wir uns nicht von Partei – Ideologie haben leiten lassen.
    Wir sind sehr erfreut darüber, dass die GroKo in dieser Art vorgeht und sich mit uns einen kompetenten Ansprechpartner gesucht hat, der sich seit Jahren mit dem Ausbau des freien W – LANs beschäftigt.
    Sie sehen also, dass die PiPA – Gruppe sowohl an Kostenersparnisse denkt, wenn sie denn sinnvoll sind, als auch an die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, diese vertritt und sich mit ihren Kompetenzen in das politische Geschehen einbringt.
    Darum scheuen wir auch nicht davor, unpopuläre Entscheidungen mitzutragen, wenn wir einen Sinn darin sehen. So mag die Steuererhöhung der Grundsteuer B höchst umstritten sein, doch wir sehen darin Vorteile.
    Durch die zehn Millionen Euro Mehreinnahmen können viele Projekte in dieser Stadt unterstützt werden: Kulturvereine, Soziales Engagement, die Instandsetzung von Gebäuden und den Ausbau der Innenstadt Rheydt.
    Doch eines ist uns bei den Ausgaben leider unklar:
    Warum wird die AöR in dieser Aufstellung mit zwei Millionen Euro berücksichtigt? Dafür gibt es keine sachliche Grundlage.
    Der Sinn der AöR ist uns klar: Sie wollen den Müll vermeiden und Mönchengladbach zu einer saubereren Stadt machen. Das ist eine lobenswerte Bemühung.
    Doch sind die Ausgaben der AöR mit insgesamt zehn Millionen Euro viel zu hoch angesetzt.
    Das ist ein Fass ohne Boden.
    Die AöR kann dem Bürger einfach so in die Tasche greifen und sich wie in einem Süsswarenladen bedienen, um ihrer Aufgabe nachzukommen.
    Zwar sehen wir ihre Bemühungen, dass sie mit einer Obergrenze von fünfhunderttausend Euro Mehrausgaben dieser berechtigten Sorge zuvorkommen wollen, doch halten sie das für transparent genug, um dem Bürger zu zeigen, was der Nutzen dieser immensen Mehrausgaben ist?
    Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger bei solchen Entscheidungen mitnehmen und zeigen, warum die Entscheidungen so getroffen wurden.
    Die GroKo hat den Beschluss der AöR im Galopp durchgepeitscht.
    Doch der vom Rat gesuchte Flüchtlingsbeauftragte ist seit Mitte des Jahres beschlossen und immer noch nicht besetzt.
    In Mönchengladbach müssen wir noch Wohnungen finden für die Menschen, die in unsere Stadt kommen.
    Dafür wäre es wichtig die ausgeschriebene Stelle zu besetzen.
    Doch die Prioritäten der GroKo scheinen Andere zu sein.
    Darum ist es notwendig, dass die Angelegenheiten der AöR transparent sind.
    Wir haben verlangt, dass die Sitzungen der AöR öffentlich und somit für die Bürgerinnen und Bürger zugängig sind.
    Außerdem haben wir gefordert, dass die Dokumente, die die AöR betreffen nach dem Open – Data – Prinzip veröffentlicht werden.

    Ich frage die FDP, wo waren sie bei dieser Entscheidung?
    Sie haben sich das ganze Spektakel wie im Kino angeschaut und saßen Popcorn essend daneben, während die Transparenz von der GroKo über Bord geworfen wurde und schneller sank, als die Titanic auf der Leinwand.
    Hier hätten sie zeigen können, dass sie ein echtes Interesse an den Bürgerinnen und Bürgern haben, anstatt blind ihren Partei – Idealen zu folgen.
    So sitzen sie vermutlich auch gerade hier und lauschen teilnahmslos meiner Rede, doch vielleicht konnte ich ihnen den ein oder anderen Denkanstoß für die Zukunft geben.
    Zum Beispiel in Bezug auf den Antrag der Grünen zum Ratsbürgerentscheid.

    Auch wenn wir in den Angelegenheiten der AöR nicht immer der gleichen Meinung waren, so sehen wir doch die positiven Bemühungen der Grünen, die Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidung über öffentliche Gelder mitzunehmen.
    Wir haben erkannt, dass es sich hier nicht um Parteihörige, sondern um ernsthafte Politiker handelt, die konstruktiv zusammenarbeiten wollen.
    Das ist genau das, wofür wir auch einstehen.
    Dafür werden wir im Verwaltungsrat auch werben. Hare-Niemeyer sei Dank.
    Wir wollen die Politik in dieser Stadt konstruktiv mitgestalten, orientiert an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Mönchengladbach, transparent für alle Leute, fernab jeglicher parteipolitschen Denkweise.
    Darum möchte ich abschließend noch auf einen Punkt eingehen. Derzeit wird diskutiert, ob die zweieinhalb Prozent Klausel eingeführt wird.
    Kleine Parteien, wie wir, die innovative Ideen in das politische Geschehen einbringen, würden dann wegfallen.
    Als Begründung wird genannt, dass eine Sitzung in Duisburg wegen kleiner Parteien bis halb fünf morgens gedauert hat.
    Doch Schuld war eine Partei, die mehr als zweieinhalb Prozent erhalten hat.
    Sie sehen also, dass sie mit solch einer Klausel nicht alle kleinen Parteien fern halten können.
    Auch wenn sie der Meinung sind, dass kleine Parteien ihnen ihre Zeit rauben, hoffe ich, dass ich sie davon überzeugen konnte, dass es auch viele Möglichkeiten und Chancen gibt, mit kleinen Parteien konstruktiv zusammen zu arbeiten.
    Weil wir als kleine innovative Partei ständig online sind, möchte ich auch nochmals auf den Hashtag #ReinersHaushaltsrede aufmerksam machen.
    Unter diesem Hashtag finden sie sofort nach der Rede meinen Beitrag online zum Nachlesen und Mitdiskutieren.
    Ich hoffe, sie haben meine Rede nicht als vergeudete Zeit angesehen.
    Immerhin hatten sie ja genug Popcorn.
    Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf die Diskussion Off- und Online.
    Sperrklausel bis zum 16.12.2015 bis zum Ende der Rede im Rathaus.
    Es gilt das gesprochene Wort.

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  • Torben Schultz – DIE LINKE: Etatrede zum Haushalt 2016

    Torben Schultz – DIE LINKE: Etatrede zum Haushalt 2016

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    es ist Weihnachtszeit.
    Die Zeit für Märchen, Wunder und Wunschlisten.

    Und wie Eltern die Wünsche ihrer Kinder kennen, so kennt auch die Verwaltung die Wünsche der GroKo. So ist es kein Wunder, dass Herr Kuckels einen Haushalt einbrachte, der auf die Mehrheitsfraktionen von CDU und SPD zugeschnitten war.

    Trotzdem war Schwarz-Rot noch nicht vollends zufrieden und hat sich selber noch ein paar Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt.

    Deswegen stimmen wir heute über ein Werk ab, dass nicht ihre Handschrift – Herr Kuckels – trägt. Es ist auch kein Haushalt, in dem der Oberbürgermeister Richtungsentscheidungen untergebracht hat.
    Deswegen liebe Verwaltung, verzeihen sie, wenn ich mich zwar für ihre intensive Arbeit bedanke, jedoch nicht von ihrem Werk reden werde.

    Was uns – und der Bürgerschaft – heute von der GroKo aufgetischt wird hat etwas von der Geschichte vom „Steuerkasper“, sehr frei nach Heinrich Hoffmann:

    Der Haushalt war nie kerngesund,
    kein dicker Bub, nicht kugelrund.
    Er hatte Löcher rot und groß;
    wurd´ er auch mit Stärkungspakt nicht los.
    Dennoch fing Peter an zu schrein:
    “Steuererhöhung, das lass sein!
    Ich erhöhe diese Steuer nicht!
    Nein Steuer erhöhen mach ich nicht!”

    Im nächsten Jahr – ja sieh nur her!
    Da wollt der Peter plötzlich mehr.
    Da fing er diesmal an zu schrein:
    “Steuererhöhung – dass muss sein!
    Ich erhöhe alle Steuern schlicht!
    Für AöR, der Bürger merkts schon nicht!”

    Und somit sind die zwei alles Dominierenden Bestandteile dieses Haushalts benannt:

    Eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR), die das Märchen der saubersten Stadt in NRW bis 2020 erzählt und eine nie dagewesene Grundsteuererhöhung, die den Hoffnungsschimmer vom Haushaltsausgleich 2018 aufrechterhalten soll.

    Die CDU hat vor einem Jahr nur widerwillig und im letzten Moment die fabelhafte Wortschöpfung der „Konditionierten Eventualsteuererhöhung“ als Platzhalter – als Ultima Ratio wenn der Bund nicht anderweitig zahlt – mitgetragen.
    Es verwundert schon, dass genau diese CDU nun aber aus dem vollen schöpft. Und das auch noch ausgerechnet bei der Grundsteuer B.

    Es mag zwar auf den ersten Blick gerecht erscheinen, dass so Inhaber großer, wertvoller Immobilien mehr beitragen. Doch entspricht das wirklich dem Leitsatz: „Starke Schultern sollen mehr tragen“?

    Nein!

    Denn die starke Schulter misst sich nicht am Brustumfang, sondern an der Kraft die sie Umsetzen kann.

    Da sind die Unternehmen, die viel Fläche benötigen oder aus besseren Zeiten noch eine entsprechende Immobilie besitzen, die aber derzeit nur so gerade über die Runden kommen. Genau diesen Unternehmen ziehen sie nun langsam den Boden unter den Füßen weg.

    Deswegen sagen wir Hände weg von der Grundsteuer!

    Die Gewerbesteuer hingegen ist eine Steuer auf die Gewinne. Investitionen werden vor der Gewinnermittlung abgezogen. Wer gute Geschäfte macht, und diese letztlich auch durch die von der Stadt bereitgestellte Infrastruktur, soll sich auch entsprechend am Gemeinwesen beteiligen.

    Ohne Grund holt die GroKo den „Knüppel-aus-dem-Sack“, statt den „Goldesel“ mäßig zu melken.

    Muss nun ausgerechnet DIE LINKE sich mit der IHK verbünden und ihnen aufzeigen welch schlechte Standortpolitik sie da machen?

    Und – liebe GroKo – schauen sie auch auf die BürgerInnen.
    Durch den Prozess der Rekommunalisierung der GEM sanken die Müllgebühren … leicht.
    Was also auf der einen Seite in die Taschen gesteckt wurde, holen sie sich nun auf der anderen Seite um ein vielfaches zurück.

    Und wofür?

    Um die Rekommunalisierung der GEM – ehe sie vollendet ist – im Konstrukt der AöR vollends zurück zu drehen und etwa 12% der städtischen MitarbeiterInnen auszugliedern.

    Nun ist hier nicht der Platz um unsere AöR Kritik noch mal auszubreiten. Doch sei schon festgehalten, wie unausgegoren ihr Plan ist:

    15 Kalendertage ehe die AöR startet hat sie noch keine eigenen Räume und muss sich mit ihrem Verwaltungsrat bei der Stadt einmieten – so denn die Raumnutzung in Rechnung gestellt wird.

    8 Arbeitstage ehe die AöR loslegen soll, gibt es gerade mal eine „qualifizierte Schätzung“ für den Stellenplan.

    Da gehen jetzt MitarbeiterInnen in den Weihnachtsurlaub und wissen nicht wo sie im neuen Jahr arbeiten werden!
    Ähnlich geht es seit Jahren den MitarbeiterInnen der IT, auch die wissen nicht ab wann sie vielleicht nach Neuss müssen.

    Sie wollen die Zukunft der Stadt gestalten, geben aber nicht mal dem Personal eine Planungssicherheit für die nächsten Wochen.

    Das heißt, wo wir uns Inhaltlich streiten können, ob eine Saubere Stadt das wichtigste ist und somit so viel Geld wert, oder ob es nicht eher ein „nice to have“ ist, da müssen wir Bilanzieren:

    Überhastet und Handwerklich schlecht gemacht! Und vor allem teuer!

    Was wir als Opposition aber akzeptieren müssen ist, dass sie mit dem Thema Sauberkeit der Stadt ihren Stempel aufdrücken wollen. Es ist ihr Weg, den sie als etwas eigenes, etwas besonderes hinstellen.

    Gleichzeitig messen sie sich aber am Mittelmaß, in dem sie die Verträglichkeit ihrer Steuererhöhungen mit Werten finanziell vergleichbar schlecht dastehender Kommunen begründen.

    Das ist nicht unser Weg!
    Und wir glauben nicht, dass dieser Weg der jetzigen Zeit angemessen ist.

    Wie Herr Kuckels richtig im Haushalt nachjustierte, wird die Stadt nicht schrumpfen, sie wird wachsen. Mönchengladbach hat trotz widrigster Startbedingungen bisher die Aufnahme der Flüchtlinge gut bewältigt. Wie in der Einbringungsrede steht: Ganz ohne Steuererhöhungen!

    Und an dieser Stelle möchte ich nicht über die verfehlte Konzeption der Sammelunterkünfte an sich meckern, das haben wir Linke seit 2009 regelmäßig getan.
    Hier sei lieber Herrn Fischer ein Dank ausgesprochen, dass er und die ganze Verwaltung seit 2014 nur im äußersten Notfall auf Zelte und Sporthallen zurück griff.

    Genauso sei hier den vielen Ehrenamtlichen gedankt, die die Flüchtlinge herzlich aufnehmen und ihnen mit Rat und Tat … und einem Offenen Ohr zur Seite stehen.

    Wir erleben Menschen, die mit den Zugezogenen zusammen die Zukunft gestalten wollen.
    Und wir erleben gleichzeitig Menschen, die sich fragen wo ihre Bedürfnisse bleiben.

    Sich diesen Herausforderungen der Zukunft zu stellen müsste der Anspruch an den Haushalt sein.
    Dafür wäre es wichtig die Schwerpunkte auf Bildung, Soziales und günstigen Wohnraum zu legen.

    Leider haben sie es verpasst diesen Schwerpunkt zu setzen.

    Und so bleibt für die Bürgerschaft nur, dass sie neben ihrem Hauptprojekt AöR auch ein wenig mit der Gießkanne für Kita, Radverkehr, Schultoiletten, Kultur und anderes ausschütten.

    In unseren 16 Anträgen hätten sie mit der 7ten Gesamtschule, dem Abenteuerspielplatz und zusätzlicher Straßensozialarbeit einige passende Punkte gefunden es besser zu machen.

    Und auch bei der Finanzierung mit Bettensteuer, SSK-Ausschüttung, Konsolidierungspotential WFMG/MGMG und den Außenprüfungen des Finanzamtes haben wir Angebote gemacht.

    Es nützt doch niemanden etwas, wenn wir 2020 auf einer sauberen grünen Wiese sitzen, umzingelt von hochwertigem Wohnraum, aber selber uns kein Dach über dem Kopf leisten können.

    Deshalb sagen wir:
    Abschied von der „Arroganz der Macht“!

    Das Ziel muss es sein für Mönchengladbach einen „eigenen Weg“ zu finden, abseits von Einzel-Interessen-Geprägten-Rankings. Wir müssen für alle Bevölkerungsgruppen die vorhandenen Herausforderungen, Wünsche und Verpflichtungen erfüllen. Wir wollen für alle eine lebens- und liebenswerte – und auch eine wachsende Stadt!

    Das kann dieser Haushalt nicht bieten, deswegen lehnen wir ab.

    Vielen Dank.

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  • Nicole Finger – FDP: Etatrede zum Haushalt 2016

    Nicole Finger – FDP: Etatrede zum Haushalt 2016

    Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren!
    Im letzten Jahr war es für mich die erste Haushaltsrede, die ich vor diesem Haus halten durfte – ich hatte mich dabei sehr um Sachlichkeit bemüht und war umso erstaunter, dass ich mich samstags drauf in der Kommentierung der
    Presse als eine von zwei Julias wiederfand, die um den Romeo der Christdemokraten buhlte.

    Dem Gebot der Sachlichkeit will ich auch bei meiner heutigen Rede gerne wieder gerecht werden, doch sei es mir nach der Erfahrung des Vorjahres erlaubt, mir meinen Romeo diesmal selbst auszuwählen:
    Bernd Kuckels!

    Meine Damen und Herren, Bernd Kuckels und mich verbindet seit Jahren eine Freundschaft, die weit über eine sogenannte Parteifreundschaft hinausgeht.
    Doch keine Sorge: Haben Sie unser Verhältnis auch meist als liebevoll wahrgenommen, so war es doch nie leidenschaftlich und wird auch nicht tragisch enden. Es lebt vielmehr von einem annähernd gleichen Wertesystem
    und einem recht ähnlichen Humor. Und von etwas, was uns beiden die Zusammenarbeit immer wieder versüßt:
    einer politischen und intellektuellen Auseinandersetzung auf Augenhöhe.
    Doch egal wie gut Bernd Kuckels und ich auch miteinander können, jedes Mal wenn ich in den vergangenen Jahren versucht habe, eins meiner politischen Anliegen auf dem sogenannten kleinen Dienstweg mit einer Haushaltsposition
    zu versehen, gab mir der Kämmerer die gleiche Antwort:
    „Hol Dir erst mal einen Ratsbeschluss“.
    Und zwar selbst dann, wenn es für mein Anliegen schon eine erkennbare Mehrheit gab – sei es der Neubau für die Montessori-Grundschule, die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume in unseren Gymnasien oder die
    Erhöhung des Budgets für die Träger der Ogatas – letzteres war sogar einstimmig – ohne öffentliche Diskussion und formale Mehrheit nahm Bernd Kuckels keine Wünsche der Politik entgegen.

    Umso erstaunter war ich, als ich im Haushaltsentwurf 2016 satte 8 Millionen Euro Ausgaben für die AÖR fand, über die bis dahin niemand öffentlich diskutiert oder gar abgestimmt hatte.
    Vielmehr war der Tenor der GroKo bei den ersten Anträgen Richtung AÖR stets gewesen, dass mit dem gleichen Geld durch das Heben von Synergieeffekten in der neuen Struktur eine deutliche Mehrleistung erreicht werden könnte. Diese Hoffnungen teilte auch die FDP-Fraktion.

    Aber ob dem tatsächlich so ist, meine Damen und Herren, werden wir nach dem heutigen Haushaltsbeschluss wohl nie erfahren, denn mit am Ende 103 Millionen mehr Budget wäre es natürlich auch der Stadtverwaltung möglich
    gewesen, ein Mehr an Sauberkeit zu leisten. Eine Vergleichbarkeit der Struktureffizienz von Verwaltung und AÖR wird die Groko somit heute beerdigen.
    Doch zurück zum Haushaltsentwurf und den darin veranschlagten 8-Millionen AÖR. Sie können sich wohl vorstellen, meine Damen und Herren, dass die FDP-Fraktion den Kämmerer nicht nur einmal gefragt hat, was ihn dazu verleitet hat, diese signifikanten Mehrausgaben einfach so in den Haushaltsentwurf zu schreiben.
    Bernd Kuckels hat lange an der Antwort festgehalten, dass dies eben der erkennbare Wille der politischen Mehrheit
    gewesen sei, was uns mit den Erfahrungen der Vergangenheit aber natürlich wenig überzeugte.

    Erst als die Groko dann in ihrem Haushaltsantrag weitere 2 Millionen Euro für die AÖR einforderte, wurde deutlich, dass die 8 Millionen schon das Ergebnis längerer Verhandlungen waren, da die Groko eigentlich einen noch höheren
    Ansatz angestrebt hatte. Und dass der Haushalt am Ende nicht nur der des Kämmerers, sondern auch der des Oberbürgermeisters ist.
    Wie die weiteren 2 Millionen für die AÖR letztlich finanziert werden, ist auch ganz spannend. Aber eigentlich ganz einfach zu beantworten: Durch eine von der Groko beantragte Erhöhung der von der Verwaltung vorgeschlagenen
    Steuererhöhung. Zwar wollte die Groko mit ihrem Haushaltsantrag zunächst den Eindruck erwecken, es gäbe eine einfache Reduzierung der Grundsteuererhöhung zu Lasten der Gewerbesteuer. Aber wer genau
    hinschaut, sieht schnell, dass mit den vorgeschlagenen Hebesätzen einfach noch mal deutlich mehr Geld beim Bürger eingesammelt wird.
    „Alles eine Investition in die Stadt!“ begründet Hans-Peter Schlegelmilch immer wieder die hohe Mittelbereitstellung für die AÖR, und dass dieser Invest „unternehmerisches Handeln“ sei.

    Lieber Hans-Peter Schlegelmilch, wir als Unternehmer wissen doch am besten, dass der Unternehmer in der Regel sein
    eigenes Geld investiert. Oder mit guten Argumenten und harten Fakten einen Investor für sich gewinnen muss. Bei der Steuererhöhung für die AÖR hingegen herrscht für den Bürger nichts anderes als ein Kaufzwang.
    Solch simpler Instrumente kann sich der Unternehmer in Deutschland aber Gott sei Dank nicht bedienen. Und deshalb hat das Handeln der Groko mit unternehmerischem Handeln auch herzlich wenig zu tun.
    Da wundert es nicht, dass auch die Unterneidenten Heinz Schmidt zu einer „maßvollen finanziellen Ausgestaltung“ der AÖR aufrufen und folgendes Statement abgeben:
    „Wir unterstützen Maßnahmen zur Sauberkeit der Stadt, aber wir sprechen hier von ureigenen städtischen Aufgaben, für die nun die höchste Grundsteuererhöhung in der Geschichte der Vitusstadt beschlossen werden soll“.

    Die IHK bezweifelt, dass sich die Stadt die Erhöhung der Standards angesichts der Risiken im Haushalt leisten kann, und befürchtet, dass die Steuermehreinnahmen langfristig im allgemeinen Haushalt versickern.
    Und was für die IHK ein bedrohliches Szenario ist, ist vermutlich für die Bezirksregierung der einzige Grund, warum sie einer solch überzogenen Finanzausstattung der AÖR zustimmen könnte:

    Denn die heute beschlossenen Steuererhöhungen wird Politik nicht zurück drehen können – die Ausgaben für die AÖR schon.
    Brauchen wir denn überhaupt eine Steuererhöhung, wenn wir das Thema AÖR einfach mal rausrechnen? Diese Frage hat sich die FDP-Fraktion dann im Laufe der Haushaltsberatungen mehr als einmal gestellt.
    Und wäre ich der Meinung, in der Opposition trügen wir nur Verantwortung für das nächste FDP-Wahlergebnis, aber nicht für unsere Stadt, wäre eine schlichte Ablehnung jeglicher Steuererhöhungen vermutlich eine richtig gute
    PR-Strategie gewesen.
    Aber nach wie vor tue ich mich persönlich einfach schwer mit Ignoranz von Fakten und einer damit einhergehenden schlichten Fundamentalopposition und so verhält es sich auch mit der FDP-Fraktion in ihrer Gesamtheit.
    Wir sehen deutlich, dass unsere Verwaltung einen weiteren Personalabbau wie er in den Maßnahmen 006 und 007 vorgesehen ist, nicht mehr verkraftet.
    Das ist überdeutlich, wenn man sich einzelne Maßnahmen anschaut, die im Haushalt lange finanziert sind, aber aufgrund von Personalproblemen einfach nicht abgearbeitet werden können. Die Sanierung der naturwissenschaftlichen
    Räume des Math. Nat. Gymnasiums, mit dem Haushalt 2014 finanziert, wird von Verwaltung auf Nachfrage erst für 2018 avisiert – um nur ein Beispiel zu nennen.
    Und auch ohne dass Verwaltung dem Rat die Liste aller bestehenden Ermächtigungsübertragungen vorgelegt hätte, so wie die FDP-Fraktion es in einer Debatte über Beschlusskontrolle des Rates vor einigen Monaten erbeten
    hat, wissen wir doch, dass sich in der Verwaltung Berge von Ermächtigungsübertragungen stapeln. Denn ein Blick in die Jahresrechnung 2014 zeigt:

    65,3 Millionen investiver Mittel hat die Verwaltung in 2014 nicht ausgeben können, sondern nach 2015 übertragen. Und das ist kein plötzlicher Effekt in 2014 gewesen, diese Summe ist im Laufe der vergangenen Jahre
    kontinuierlich angewachsen.
    Jetzt sehenden Auges in einen weiteren Personalabbau einzutreten, wäre deshalb grob fahrlässig.
    Kompensation für die zu streichenden Maßnahmen der Personalreduzierung hatte die FDP sich im Sozialetat erhofft und dies auch in der letzten Haushaltsberatung deutlich gemacht.

    Und unserer Forderung, einmal den Sozialetat aufgabenkritisch gerade hinsichtlich der dort gesetzten Standards zu betrachten, um hier zu sparen, statt Steuern erhöhen zu müssen, ist Verwaltung nachgekommen. Gleich zu Anfang des Jahres wurde eine Organisationsuntersuchung zu dieser Thematik beauftragt, deren Finanzierung die GPA übernommen hat. Doch leider sieht dieser Prozess erst im Oktober 2016 Beschlussvorschläge an den Rat vor und
    damit kann ein Sparpotential frühestens in 2017 gehoben werden.
    Meine Damen und Herren, damit hat auch die FDP keinen Deckungsvorschlag mehr, um die notwendige Streichung der Personalreduzierungen aufzufangen.
    Und deshalb wäre die FDP-Fraktion auch willens gewesen, die entsprechende Deckung durch eine Steuererhöhung zu erzeugen und den Haushalt 2016 – allerdings dann ohne die unverhältnismäßige Finanzausstattung der AÖR –
    mitzutragen. Dann wäre auch nicht einmal die Hälfte der Grundsteuererhöhung nötig gewesen, die Verwaltung zu Beginn der Beratungen vorgeschlagen hat – von der jetzt angeführten Gewerbesteuererhöhung der Groko ganz zu schweigen.
    Dem Haushalt, wie er hier nun gleich zur Abstimmung gestellt wird, kann die FDP-Fraktion beim besten Willen nicht mehr zustimmen.
    Dennoch gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung unser Dank für die geleistete Mehrarbeit, die der Haushalt Ihnen ein weiteres Mal kurz vor Weihnachten abverlangt hat.

    Ich wünsche Ihnen ebenso wie allen Ratskollegen erholsame Feiertage, einen guten Start und danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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