Ein einheitliches, ökologisch nachhaltiges und modernes Wohnquartier für alle Generationen.
Das sind die Pläne für die Parkplatzfläche des ehemaligen Freibads in Giesenkirchen. Im ersten Schritt vermarktet die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH (EWMG) 15 Wohnbaugrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser an private Bauherren.
Auf einer Nettobaulandfläche von ca. 9.300 m² entstehen insgesamt 15 Einfamilienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser, die in einem zweiten Schritt in einem separaten Verfahren für Investoren als Ensemble vergeben werden. Hier wird ein projektbezogener Anteil an gefördertem Wohnraum vorgegeben.
„Baugrundstücke fürs Eigenheim in Mönchengladbach sind nach wie vor gefragt – das hat die große Resonanz auf die letzten Baugebiete in Rheindahlen, Neuwerk und Bettrath deutlich gezeigt. In der Kombination mit den drei Mehrfamilienhäusern können wir in Giesenkirchen attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für alle anbieten“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung. Die Ausschreibung für die Mehrfamilienhäuser folgt voraussichtlich Ende 2022. Das Plangebiet an der Kruchenstraße schließt an den bestehenden Siedlungsbereich von Giesenkirchen an, ist aber aufgrund der umgebenden Grünstrukturen gleichzeitig ruhig gelegen. Dinge des täglichen Bedarfs sowie Kindergärten, Schulen und Spielplätze sind fußläufig zu erreichen oder gut über den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Das neue Wohngebiet punktet mit Vielfalt und einem gesunden sozialen Mix. Dazu werden die 15 Einfamilienhausgrundstücke zu gleichen Teilen per Gebots- bzw. Losverfahren und nach Sozialpunkten vergeben. Der Mindest- bzw. Festpreis liegt bei 350 €/m2. „Unser Fokus liegt auf Festpreisen, um mehr Menschen ein Eigenheim zu ermöglichen. Über die verschiedenen Vergabeverfahren schaffen wir die größtmögliche Chancengleichheit für alle Interessierten“, erläutert Janann Safi, (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der EWMG. Besonderer Wert wird zudem auf Qualität und Nachhaltigkeit gelegt. So sind beispielsweise komplette Steingärten als Vorgärten unzulässig. Die Vorgartenfläche muss zu mindestens 60 Prozent unversiegelt bleiben und mit Rasen, Bodendecker, Stauden oder ähnlichem bepflanzt werden. In puncto Energieeffizienz ist eine energetisch nachhaltige Bauweise gemäß den KfW-Standards umzusetzen. Bei der Gestaltung gelten die Vorgaben aus dem Bebauungsplan 787/O.
Die Wohnbaugrundstücke für die Einfamilienhäuser sind zwischen 400 m2 und 650 m2 groß. Verkauft wird direkt an private Bauherren zur Eigennutzung mit einer entsprechenden Verpflichtung für fünf Jahre. Zudem sollen nur diejenigen zum Zuge kommen, die in den vergangenen 25 Jahren noch kein Wohnbaugrundstück von der Stadt oder der EWMG erworben haben. Ausführliche Informationen zu den Vergabeverfahren finden Sie auf der EWMG-Website. Die Bewerbung für die Baugrundstücke erfolgt ausschließlich über das Bewerbungsformular unter www.ewmg.de/grundstuecke-immobilien auf der EWMG-Website. Bewerbungsschluss ist der 3. Oktober 2022.
Im Laufe der Zeit setzt sich in jedem Gewässer durch natürliche Prozesse wie etwa Laubeinträge, Fischausscheidungen oder Algen Schlamm auf dem Grund ab.
Wird der Schlammanteil zu groß, verkleinert sich der Wasserkörper zunehmend. Dies ist nun beim Graben im Bresgespark der Fall, weshalb dieser kurzfristig entschlammt werden muss. „Der Graben ist ein wichtiger Frischwasser-Lieferant im Bresgespark. Damit stellen wir auch für die umliegenden Gewässer die Wasserversorgung sicher“, sagt Jan Biehl, Leiter Grün, Baum und Forst bei mags.
Bis Ende September lässt mags in Abstimmung mit dem Fachbereich Umwelt der Stadt den Graben im Bresgespark durch eine Spezialfirma vom Schlamm befreien. Immer wieder wird der Schlamm in eine Anlage befördert, die mittels einer Zentrifuge den Schlamm vom Wasser trennt. Der separierte Schlamm wird in Etappen auf einen Sattelschlepper verladen und abtransportiert. Danach wird der Schlamm beprobt und je nach Art der Belastung fachgerecht entsorgt.
Die Maßnahme startet am Montag, 22. August. Davon ist auch der Parkplatz an der Zoppenbroicher Straße betroffen. Dieser muss für den Aufbau der Gerätschaften ebenfalls bis Ende September gesperrt werden.
Die Kosten für einen Schulranzen und das nötige Zubehör sind für finanziell benachteiligte Familien schwer tragbar.
Viele Familien können ihren Kindern die notwendigen Materialien nicht in vollem Umfang zur Verfügung stellen.
“Wir starten gleich – Kein Kind ohne Schulranzen!” ist ein Projekt des Tatort-Vereins “Straßen der Welt”. Erstklässler*innen aus finanziell besonders benachteiligten Familien können durch die gestifteten Schulranzen am ersten Schultag mit einem wertigen Schulranzen-Set ins Schulleben starten. Auch in diesem Jahr hat der Tatort-Verein 250 Schulranzen für Kinder aus Mönchengladbach gespendet.
Hintergrund
Die Kosten für einen Schulranzen und die übrige Ausstattung liegen mittlerweile zwischen 250 und 600 €.
Für einige Familien ist der Kostenpunkt für die Ausstattung neben allen weiteren Herausforderungen rund um den Schulstart eine zusätzliche Hürde. Es gibt zwar die Möglichkeit, einen Zuschuss für ein Schulranzen-Set über das Paket Bildung und Teilhabe zu erhalten, einige Familien fallen jedoch aus diesen Leistungen heraus und können ihren Kindern trotzdem keine hochwertige Ausstattung bieten. Um allen Kindern einen gleichen und unbeschwerten Schulstart in den neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen, wurde 2012 ein Projekt ins Leben gerufen, das der gemeinnützige Tatort-Verein organisiert.
Der Verein rund um die Schauspieler Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt und Joe Bausch, die als Schauspieler der Kölner Tatort-Krimis des WDR bekannt sind, schafft mit örtlichen Spenden Schulranzen-Sets an, die gezielt an Kinder in schwierigen Lebenssituationen weitergegeben werden. In Kooperation des Tatort-Vereins mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie jeweiligen örtlichen Unterstützer*innen wurde auch in diesem Jahr dieses Konzept in Mönchengladbach umgesetzt. Finanziert wurde das Projekt durch die Elfriede-Kürble-Stiftung und die drei Rotary Clubs aus Mönchengladbach, RC Mönchengladbach, RC Mönchengladbach-Gero und RC Mönchengladbach-Niers vor Ort.
Erzieher*innen der Kitas und soziale Einrichtungen aus den beteiligten Partnerstädten können die Notlagen der Familien am besten beurteilen und geben die Anzahl der benötigten Ranzen vor der Einschulung an die Projektleitungen der beteiligten Städte weiter. “Der Spende vorausgegangen ist immer eine fundierte Einschätzung der Kindertageseinrichtung oder anderer, die die Familien betreuen. So wurden genau die Kinder und Familien erreicht, die diese besondere Unterstützung gebrauchen konnten”, erläutert Sozialdezernentin Dörte Schall.
Klaus Röttgen, Leiter des Fachbereichs Kinder; Jugend und Familie, betont: “Das Projekt machte es möglich 125 Jungen und 125 Mädchen einen guten Start als Erstklässler*innen zu bereiten. Jedes Kind ist ‚stolz‘, wenn es endlich den ersten Tornister in den Händen hält. Vor allem erhalten die Familien den Schulranzen im Vorfeld von den Erzieher*innen, sodass sie ihren Kindern den Ranzen selbst überreichen können. Dadurch bekommen die Kinder das Gefühl, dass ihre Eltern ihnen dieses tolle Geschenk gemacht haben”. Dass die Kinder nicht erfahren, dass ihre Schulranzen gespendet wurden, ist dem Verein besonders wichtig, um Stigmatisierung zu vermeiden. Seit dem Start des Projektes konnten über 12.000 Schulranzen-Sets in allen beteiligten Städten verteilt werden.
Weitere Informationen rund um die Projekte des Tatort-Vereins unter Tatort – Straßen der Welt e.V.: Home (http://tatort-verein.org).
Der Niederrhein ächzt unter einer Hitzewelle, als das KK11 der Krefelder Kripo ins Spargeldorf Walbeck an einen Tatort gerufen wird. Ein 85-jahriger Rollstuhlfahrer wurde in seinem Krankentransporter entführt, eine Lösegeldforderung fehlt jedoch. Wo liegt das Motiv, wenn es nicht um Geld geht? Doch je mehr die Kommissare Johanna Brenner und Axel Holtz über den Entführten herausfinden, desto mehr wächst eine schreckliche Ahnung …
Rätselhafte Entführung im Spargelland
Im zweiten Fall für Johanna Brenner und Axel Holtz werden die beiden Kommissare des KK11 der Krefelder Kripo zu einer Entführung gerufen. Die Zeit drängt, da das Opfer dringend auf medizinische Hilfe angewiesen ist. Doch die Ermittlungen werfen immer mehr Rätsel auf: Welche Rolle spielt der Zeuge, der abtaucht, anstatt seine Aussage zu machen? Warum torpediert der Schwiegersohn des Opfers die Ermittlungen? Und kann die Beobachtung des stummen Nachbarsjungen den entscheidenden Hinweis liefern? In der Gluthitze über den niederrheinischen Feldern entwickelt sich ein hochspannender Fall, bei dem allen ermittlungstechnischen Bemühungen zum Trotz ein Motiv lange Zeit nicht zu erkennen ist.
Anja Wedershoven, selbst in Rheydt geboren, bindet ihre offenkundige Sympathie für Land und Leute liebevoll in ihren so vielschichtigen wie packenden Plot ein. Gebannt verfolgt man als Leser:in, wie sich das eingespielte Ermittlerduo mit Fingerspitzengefühl, Akribie und dem nötigen Biss durch einen Fall wühlen muss, an dessen Ende komplexe Fragen um Schuld und Vergeltung stehen. Die geschickt eingesetzte multiperspektivische Erzählweise offenbart dabei nach und nach die Hintergründe der Entführung und führt zurück in ein unbewältigtes Kapitel deutscher Sozialgeschichte. Dabei blickt die Autorin tief in die Abgründe der menschlichen Psyche – auf Opfer- wie auf Täterseite. Ihre genau ausgeloteten Figuren machen den Roman zu einem intensiven Leseerlebnis, das ohne brutale Gewaltdarstellung auskommt und stattdessen durch psychologische Tiefe und einen dezent eingesetzten Humor überzeugt. Ein ernster und intensiver Roman, der unter die Haut geht und einen lange nicht loslässt.
Anja Wedershoven, 1968 in Rheydt geboren, wuchs mit Schnibbelskuchen, Hanns-Dieter Hüsch und dem Schimanski-Tatort auf. Sie studierte Kulturwissenschaften und Literatur und ist als Autorin dem Niederrhein treu geblieben. Am Kriminalroman faszinieren sie die Auseinandersetzung mit Menschen in Ausnahmesituationen und die Frage, welche Vorgeschichte Gewalttaten haben. www.anjawedershoven.de
Anja Wedershoven | Niederrheinische Glut |
Kriminalroman | Broschur | 272 Seiten |
ISBN 978-3-7408-1433-5 | 14,00 € [DE] 14,40 € [AT]
Die Hochschule Niederrhein ist vom 17. bis 21. August der Austragungsort der Europäischen Sommeruniversität (ESU) der sozialen Bewegungen.
Nachdem 2014 und 2017 die französischen Großstädte Paris und Toulouse der Austragungsort waren, werden nun hunderte junge Menschen aus ganz Europa in Mönchengladbach erwartet. In den Räumen der Hochschule Niederrhein werden dann Erfahrungen und Wissen geteilt sowie Diskussionen über brisante und zukunftsweisende Ideen geführt. Mehr als 100 Veranstaltungen werden im umfangreichen Programm ausgewiesen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und das Europa von morgen. Der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule Niederrhein ist in die Planungen und die Organisation involviert.
Los geht es mit der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 17. August um 19 Uhr im Audimax Mönchengladbach (Webschulstraße 41-43). Nach einer Begrüßung durch Hochschulpräsident Dr. Thomas Grünewald und Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs wird die Politikwissenschaftlerin Birgit Mahnkopf in ihrem Vortrag der Frage nachgehen: „Die Welt im Wandel – aber wohin? – Welche Ziele können sich daraus für die europäischen sozialen Bewegungen ableiten lassen?“ Von Donnerstag bis Samstag finden zahlreiche Workshops statt, die fünf unterschiedlichen Themensträngen zugeordnet sind (Kapitalismus, Gesundheit und soziale Krise; Ökologie und Klimagerechtigkeit; Feminismus und Geschlechterthemen; Rassismus und Migration; bürgerliche Freiheiten und Demokratie).
Begleitet wird die ESU vom Campus-Festival auf der Wiese vor dem Monforts-Quartier (Schwalmstraße 301) in unmittelbarer Nähe zum Campus der Hochschule Niederrhein. Auf der dort aufgebauten Bühne werden von Donnerstag bis Samstag zahlreiche Acts den Besuchern einheizen. Der 18. August (Donnerstag) steht dabei ganz im Zeichen von Punk. Als Headliner ist die deutsche Punklegende Slime dabei. Der Freitag steht ganz im Zeichen von Electronic und DJ Sets, ehe am Samstag Freunde des Hip-Hops auf ihre Kosten kommen. Das Berliner Duo Zugezogen Maskulin wird als Headliner auftreten. Tickets sind online erhältlich: https://www.campusfestival.hn/ Weitere Informationen sowie das komplette Programm finden Sie unter: www.esu22.eu
Pfarrkirche St. Helena, Mönchengladbach-Rheindahlen Samstag, 27. August 2022 um 19.30 Uhr: ORDO VIRTUTUM der Hildegard von Bingen mit Ars Choralis Coeln, Leitung: Maria Jonas 19.00 Uhr: Einführung mit Dr. Hildegard Gosebrink
Am 27. August 2022 erlebt Mönchengladbach die szenische Aufführung des Singspiels „ordo virtutum“, die „Ordnung der Kräfte“, gedichtet und komponiert durch Hildegard von Bingen (1098-1179).
Das Stück zeigt den Weg der menschlichen Seele. Gott stattet sie wunderbar aus mit inneren Kräften („virtutes“), mit denen sie zusammenwirken kann und soll. Die Seele entscheidet sich jedoch gegen die Ordnung und folgt dem Teufel. Hier erkennt sie, dass sie sich selber geschadet hat. Mit Hilfe der Kräfte gelingt es ihr, den Teufel zu überwinden.
Nach vielen Aufführungen des „Ordo“ in ganz Europa ist „Ars Choralis Coeln“ nun damit in St. Helena zu erleben. Die Mitglieder der Frauenschola (10 Sängerinnen) schlüpfen in die Rollen der Kräfte, der Seele und des Teufels. Sie singen und spielen Hildegards jahrhundertealtes Stück, begleitet auf mittelalterlichen Instrumenten. Die Leitung liegt bei Maria Jonas, Spezialistin für die Musik in Frauenklöstern des Mittelalters. Zu Beginn des Abends führt die Hildegard-Spezialistin, Dr. Hildegard Gosebrink (München) in das Stück und seine Bedeutung im Gesamtwerk Hildegards ein. www.ars-choralis-coeln.de
Der Eintritt ist frei – Kollekte am Ausgang zugunsten der Kirchenmusik von St. Helena. Weitere Informationen unter www.helenamusik-rheindahlen.de
Beim sechsten Digital Demo Day des digihub Düsseldorf/Rheinland am 18. August ist die WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH als Gesellschafterin einmal mehr mit einer eigenen Präsenz vertreten.
Insgesamt ermöglicht sie es fünf Startups, sich an ihrem Stand zu präsentieren. Mittelständler aus der Stadt sind eingeladen, die Startups und die Messe kennenzulernen. Auch OB Heinrichs hat sich angesagt.
Die Veranstaltung gilt als die größte deutsche Tech-Start-up-Messe und Konferenz zum Thema B2B-Industrial-Tech und -Services. Insgesamt werden über 200 Tech-Startups aus dem In- und Ausland als Aussteller sowie 4.000 Besucher auf dem Areal Böhler in Düsseldorf erwartet. Die Startups treffen auf Unternehmen und Investoren, um Technologieinnovationen zu präsentieren und zu netzwerken. Top-Speaker zu Themen wie Metaverse, Nachhaltigkeit und High-Tech-Land NRW sind unter anderem Marc Sommer (Meta), Martina Merz (CEO ThyssenKrupp) und Extremsportler Jonas Deichmann; neben Ministerpräsident Hendrik Wüst und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat sich auch Dr. Anna Christmann, Beauftragte des BMWK für die digitale Wirtschaft und Startups, angesagt.
„Auch für uns als einen der kleineren Digihub-Gesellschafter ist es faszinierend zu sehen, wie sich der Digital Demo Day im Laufe der Jahre entwickelt hat. Denn es sind für mich durchaus Parallelen zur Startup-Förderung in der Region, aber auch bei uns in Mönchengladbach zu erkennen“, sagt WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus. „Aus klein wird gewissermaßen groß: Was anfangs eine Art Spielwiese war, ein ,Learning by Doing‘ im besten Sinne, ist heute Deutschlands größte Tech-Startup-Veranstaltung mit Leuchtturm-Charakter. Beim Digihub selbst ist zur Funktion des Accelerators mit Scale-up.NRW jüngst ein Skalierungsprogramm dazugekommen, das Start-ups zu internationalem Wachstum verhilft. Und auch in Mönchengladbach wird die Startup-Förderung langsam erwachsen. Es macht also nicht nur Spaß, gemeinsam mit dem Digihub an Zukunftsthemen zu arbeiten; das gemeinsame Wachsen zeitigt mittlerweile auch Erfolge.“
Schließlich haben dieses Jahr die ersten der von der WFMG betreuten Gründungsteams große Finanzierungsrunden abgeschlossen. Darunter beispielsweise das stark wachsende Mietküchen-Startup Renovido, das beim Digital Demo Day am WFMG-Stand Flagge zeigen wird. Des Weiteren vertreten sein werden das derzeit in Mönchengladbach expandierende Startup Masasana (Künstliche Intelligenz), Laminar Solutions (Softwareplattform), SwarmTech Industries (Drohnenschwärme) sowie Björn Ullmann, ein Master-Student der Hochschule Niederrhein, der ein selbst konstruiertes und entwickeltes Leuchtsystem auf den Markt bringen möchte. Neben Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat unter anderem auch die Digitalisierungs- und Gründungsinitiative nextMG e.V. ihre Teilnahme angekündigt.
Interessant sind die Messe und die dort zu knüpfenden Kontakte zu den regionalen, nationalen und internationalen Startups nicht zuletzt für kooperationsbereite Mittelständler – aber auch all jene Unternehmen, die sich einfach nur von digitalen Innovationen inspirieren lassen oder sich innerhalb der Tech- bzw. Startup-Szene vernetzen wollen. Über die WFMG können Unternehmen rabattierte Eintrittskarten für den „DDD“ beziehen. Und wer es noch etwas konkreter möchte: Seitens der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf wird ein gezieltes Matchmaking zwischen Unternehmen und Startups auf der Messe organisiert, das explizit auch Mönchengladbacher Mittelständlern offensteht. Auch hierfür steht die WFMG gerne als Ansprechpartner zur Verfügung und vermittelt den entsprechenden Kontakt. Für Schüler und Studierende gibt es über den digihub vergünstigte Eintrittstickets. Weitere Informationen finden sich unter www.digitaldemoday.de
Die größte Arbeitsgemeinschaft in der SPD, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit, kritisiert das Verhalten der Unternehmensleitung von Aldi Süd in der Regionalgesellschaft Dormagen vor dem Hintergrund der Einschränkung von Mitbestimmungsrechten im Zuge einer Betriebsratsgründung.
Der Aldi Süd Konzern ist atomisiert in zahlreiche Regionalgesellschaften, die fast ausschließlich als europäische Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragen sind. Diese Regionalgesellschaften sind aufgeteilt in fünf operative Betriebe wie die Logistik, Verkauf oder Einkauf. Jede Regionalgesellschaft umfasst in der Regel knapp 70 Filialen. Es ist ein unübersichtliches Unternehmenskonstrukt, so konstruiert, um die Mitbestimmung der Beschäftigten zu erschweren. Leider ist diese Praxis bisher erfolgreich: Im gesamten Aldi Süd Konzern gibt es bislang nur im Verkauf der Regionalgesellschaft Langenfeld einen Betriebsrat.
Screenshot: Arbeitsgemeinschaft für Arbeit
Im Verkauf der Regionalgesellschaft Dormagen der Aldi Süd SE leitete nun zu Beginn des Jahres 2022 eine Gruppe von Beschäftigten eine Betriebsratswahl ein – offensichtlich gegen den Willen der Unternehmensleitung. Auf der Wahl des Wahlvorstands am 14.04.2022 kam es zu einem orchestrierten Tumult. Ein internes Dokument schlägt derzeit unter den Aldi-Beschäftigten hohe Wellen und wurde auch der AfA anonym zugespielt. Die AfA kann die Echtheit des Dokuments nicht verifizieren, allerdings deutet das Dokument darauf hin, dass die Tumulte bei der ersten Wahlversammlung vom Management koordiniert wurden. Mehrere Beschäftigte aus dem mittleren Management verhinderten geheime Wahlen, störten den Wahlablauf und sorgten für eine aufgeheizte Stimmung, sodass die Polizei eingeschaltet und die Wahlversammlung abgebrochen werden musste.
Hierzu erklärt Cansel Kiziltepe, Bundesvorsitzende der AfA: „Wir wollen die Unternehmensführung der Aldi Süd SE dazu anhalten, die Betriebsratsgründung und die anschließende Arbeit des Betriebsrats kooperativ und unparteiisch zu begleiten. Die Initiatoren in der Regionalgesellschaft Dormagen fordern lediglich ihr Recht auf Mitbestimmung im Betrieb ein. Dieses Recht gilt für alle Arbeitnehmerinnen in Deutschland. Wer es verhindert, der macht sich strafbar. Leider ist die Behinderung von Betriebsratsgründungen kein Einzelfall. Die Methode hat System. Das gilt auch für die Verzögerung des Wahlprozesses. Das führt zu enormen Belastungen für die Initiatorinnen. Doch wir als AfA werden die Unterdrückung von betrieblicher Mitbestimmung in Deutschland nicht akzeptieren und stehen immer an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“ Nach dem erzwungenen Abbruch der Wahl des Wahlvorstands am 14. April haben die Initiatoren der Betriebsratswahl eine gerichtliche Einsetzung des Wahlvorstands angestrebt. Im weiteren Prozess zeigte sich die Unternehmensführung zu keinem Zeitpunkt kooperativ gegenüber der Gründung eines Betriebsrats. Dies ist auch deshalb verwunderlich, da es gerade in Zeiten akuten Personalmangels besonders wichtig ist, mit den Kolleginnen auf Augenhöhe zu kooperieren.
Das signalisiert auch die Schwestergesellschaft Aldi Nord, deren Management im Zuge der aktuellen Kampagne an die AfA herangetreten ist, um klarzustellen, dass in all ihrer Regionalgesellschaften sehr wohl Betriebsräte existieren.
Trotz der Verzögerungstaktik der Aldi Süd SE wäre es wohl am 19.08.2022 zu einer gerichtlichen Einsetzung des Wahlvorstands gekommen. Gut zwei Wochen vor dem Gerichtstermin entschied sich jedoch eine siebenköpfige Gruppe von überwiegend Filialleiterinnen eine neue Betriebsversammlung zur Wahl eines Wahlvorstands für den 16.08.2022 einzuberufen. Diese Wahl hat Vorrang vor dem Gerichtstermin. Unter den neuen Initiatoren befinden sich auch jene Namen, die in dem internen Dokument als die vom Management präferierten Kandidaten hervorgehen.
Die AfA steht an der Seite der Beschäftigten und wird weiterhin mit ihnen für ihr Recht auf betriebliche Mitbestimmung kämpfen. Die AfA setzt sich dafür ein, dass die Bundesregierung noch in diesem Jahr die Behinderung von Betriebsratsarbeit als Offizialdelikt einstufen wird. Zudem wird die AfA sich für Gesetzesänderungen stark machen, die für einen besseren Schutz von Betriebsratsinitiatorinnen und eine höhere Verbindlichkeit im Wahlprozess von Betriebsräten sorgen werden. Hierzu erklärt Erik von Malottki, stellvertretender Bundesvorsitzender der AfA: „Sollte sich bewahrheiten, dass das Management von Aldi Süd erst die Initiierung eines Betriebsrates schikaniert hat, um dann kurz vor der gerichtlichen Einsetzung eines Wahlvorstandes genehmere Arbeitnehmer zu positionieren, wäre dies ein ungeheuerlicher Vorgang. Hierzu muss sich das Aldi Süd Management in der Öffentlichkeit erklären. Der gesamte Vorgang zeigt, dass es in Deutschland Unternehmensleitungen noch immer zu leicht gemacht wird, Mitbestimmung im eigenen Betrieb zu unterdrücken. Wir werden deshalb in der Bundesregierung darauf drängen, dass die Rechte von Arbeitnehmern sowie der Schutz von Betriebsräten und Initiatorinnen von Betriebsratsgründungen weiter gestärkt werden. Das Management von Aldi Süd liefert für die Dringlichkeit dieser Vorhaben genügend Beweise.“
Die AfA wird die Betriebsratsgründung in der Regionalgesellschaft Dormagen der Aldi Süd SE weiterhin genau beobachten. Dies gilt auch für alle Unternehmen, in denen es zur Einschränkung und Unterdrückung der Gründung und Arbeit von Betriebsräten kommt. Die AfA wünscht den ursprünglichen Initiatoren in der Regionalgesellschaft Dormagen viel Erfolg für die anstehenden Wahlen und unterstützt sie im weiteren Prozess. Hierzu erklärt Mathias Papendieck, Mitglied des Bundesvorstandes der AfA abschließend: „Es ist wichtig, dass ein Wahlvorstand zügig arbeitet. In der benachbarten Aldi Süd Regionalgesellschaft Langenfeld im Betrieb Logistik hat bereits ein ähnlicher Ablauf stattgefunden. Hier arbeitet der Wahlvorstand schon seit September 2021, inzwischen unter Überschreitung des gesetzlich vorgesehenen Regelzeitrahmens, ergebnislos an der Durchführung einer Betriebsratswahl. Dadurch wird deutlich, dass es wohl am Willen fehlt, eine solche Wahl tatsächlich durchzuführen. Gerade in Konfliktsituationen sollte ein Wahlvorstand aus allen Lagern besetzt sein. So wäre es auch in Dormagen sinnvoll. Auch hier könnte der Wahlvorstand sowohl mit Mitgliedern der ursprünglichen Initiatoren als auch mit den, in der Regel der Geschäftsführung nahestehenden, Filialleitern gebildet werden. Auf diese Weise wären beide Lager in die Organisation der Betriebsratswahl eingebunden.“
Die Bundesvorsitzende der AfA, Cansel Kiziltepe führt abschließend dazu aus: „Die ursprünglichen Betriebsratsinitiatoren aus der Regionalgesellschaft Dormagen pochen auf ihr Recht auf Mitbestimmung und das ist gut so. Für uns und für zahlreiche weitere Arbeiter*innen von Aldi Süd in ganz Deutschland sind sie ein Vorbild. Bei Aldi Süd sind sie Pioniere und sie sind echte Kämpfer für Wirtschaftsdemokratie!“
Dringende Nachbesserungen bei Infrastruktur, Barrierefreiheit und im ländlichen Raum notwendig!
Mit Blick auf das auslaufende 9-Euro-Ticket zieht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen eine durchwachsene Bilanz: „Einerseits zeigt der Zuspruch von bundesweit rund 48 Millionen Menschen, dass wir angesichts des Klimawandels und der Preisexplosionen in vielen Lebensbereichen dringend eine bezahlbare Alternative für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs brauchen“, erklärt der Landesvorsitzende Horst Vöge. „Andererseits hat der riesige Ansturm in den vergangenen drei Monaten aber auch deutlich gemacht, dass die derzeitige Infrastruktur einer echten Mobilitätswende noch lange nicht Stand hält…“
In den hoffnungslos überfüllten Zügen hatten zuletzt insbesondere Menschen mit Behinderung, Ältere mit Rollator und Eltern mit Kinderwagen das Nachsehen. „Hier müssen zukünftig mehr Sitz- und Stellplätze zur Verfügung stehen“, fordert Horst Vöge. „Darüber hinaus fehlt es an Rampen, Aufzügen und zusätzlichem Personal, damit die Betroffenen nicht auf dem Abstellgleis landen.“ Enormen Verbesserungsbedarf gebe es ferner bei der Taktung im ländlichen Raum, wo der Bus teilweise nur zwei Mal am Tag hält. „Eine große Erleichterung wäre es auch, wenn das große Durcheinander der verschiedenen Verkehrsverbünde und Tarifzonen in NRW dauerhaft entfällt.“ Als Anreiz für einen sozial- und umweltverträglichen Umstieg auf Bahn & Co. hatte sich der VdK-Landesverband schon im Mai 2019 beim heutigen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst für eine Jahreskarte für Senior*innen zum Preis von 365 Euro eingesetzt. „Natürlich wäre ein günstiges Bürgerticket für alle die gerechteste und ökologisch beste Lösung“, betonte der Vorsitzende Horst Vöge seinerzeit in einem Schreiben an den damaligen Verkehrsminister
Was erwartet mein Kind eigentlich auf dem Gymnasium?
Wo ist der Unterschied zwischen dem Lernen in der Grundschule und dem Gymnasium? Das Gymnasium Rheindahlen gibt Antworten auf diese und natürlich alle anderen Fragen auch zum Sportprofil, zur Streicherklasse, zum Informatikunterricht und anderen Schwerpunkten des Gymnasiums. Möglich ist das bei einem Informationsabend am Dienstag, 13.September 2022 um 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Schule.
Die Veranstaltung findet auf Grundlage der geltenden Bestimmungen der Coronaschutzverordnung statt, das Tragen einer Maske wird empfohlen. Um den Raumbedarf besser kalkulieren zu können, wird um eine Anmeldung bis zum 12.9.22 im Sekretariat der Schule telefonisch (02161/588560), schriftlich (sekretariat@gymnasium-rheindahlen.de) oder über das Kontaktformular auf der Homepage gebeten. Außerdem werden ab dem 26.9. individuelle Beratungstermine bei der Erprobungsstufenkoordinatorin Frau Bielert, dem Sportkoordinator Herrn Schroers oder Schulleiterin Frau Piepers angeboten.
Nähere Informationen werden in Kürze auf der Homepage des Gymnasiums Rheindahlen veröffentlichen. Der Tag der offenen Tür ist für Samstag, 5.11.2022 geplant.
Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach rechnet in den nächsten Tagen mit vereinzelten Ausfällen im Linienbusverkehr.
Hintergrund ist der hohe Krankenstand des Fahrpersonals. Das verbleibende Fahrpersonal wird vorrangig für besonders hochfrequentierte Fahrten eingesetzt. Darunter fallen beispielsweise Fahrten im Schülerverkehr sowie besonders ausgelastete Busfahrten unter anderem zu Randzeiten.
Fahrgästen im Linienverkehr wird empfohlen, nach Möglichkeit auf andere Linien umzusteigen, beziehungsweise auf den nächsten Anschluss zu warten. Genaue Informationen dazu, welche Buslinien im Detail ausfallen, gibt es unter www.new-mobil.de.
47 neue Kitas wurden in den vergangenen fünf Jahren errichtet.
Im laufenden Kindergartenjahr sollen 15 weitere in Betrieb gehen.
Die Ausbauplanung schlägt 28 zusätzliche Neubauten vor.
Insgesamt stehen dann 11.288 Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege zur Verfügung. 2.582 Plätze sind freigeworden, weil Kinder in die Grundschule wechseln, weitere 863 Plätze sollen durch 15 Neubauten geschaffen werden
Die neuen Einrichtungen entstehen an den folgenden Standorten: Schwogenstraße, Sittardstraße/Steinmetzstraße, Spielkaulenweg, In der Duis/Rönneter, Gathersweg, Carl-Diem-Straße, Schwalmstraße, Kochschulstraße, Ritterstraße, Botzkuhlenweg, Pongersstraße, Hallenbad Burgbongert, Poststraße, An der Holter Heide und Hermann-Ehlers-Straße.
Durch die zusätzlich geschaffenen Plätze werden 50 % der Kinder unter drei Jahren sowie rechnerisch 100,2 % der Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren einen Betreuungsplatz haben.
Auch wenn nicht alle aufgeführten Neubauten pünktlich zum 1. August 2023 fertig sind, kann dieses Ziel durch zusätzliche Plätze in anderen Einrichtungen, die gerade in der Planungsphase sind, erreicht werden.
Sozialdezernentin Dörte Schall: “Wir haben durch das Engagement des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie im Schulterschluss mit den städtischen Betrieben und Gesellschaften, mit Investoren und den freien Trägern in den letzten Jahren viele neue Betreuungsplätze geschaffen und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Es sind viele weitere Projekte geplant, die auch künftig die erhöhte Nachfrage der Eltern nach Betreuungsplätzen sichern sollen”.
Eine Elternbefragung über den Kita-Navigator ergab für das Kindergartenjahr 2025/2026 eine zu erreichende Versorgungsquote von 55 % der Kinder unter drei Jahren sowie 105 % der Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Um diese Versorgungsquote zu erzielen, ist der Bau von weiteren 28 Kindertageseinrichtungen geplant. Ein Teil wird voraussichtlich bereits im kommenden Jahr fertiggestellt. Über die weitere Ausbauplanung wird in den Fachausschüssen und im Stadtrat in den kommenden Wochen beraten.
Mit dem Ausbau von Kindertageseinrichtungen geht ein erhöhter Fachkräftebedarf einher. Um diesen zu minimieren, besteht seit 2019 eine Kooperation zwischen dem Jugendamt, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter, den Berufsfachschulen und Trägervertretern. Zu deren Projekten gehören die Gewinnung von Umschüler*innen, eine intensive stadtweite Werbekampagne, die Weiterqualifizierung von Ergänzungskräften zu Fachkräften, die Organisation von Businesstagen für Schulabgänger*innen, die Umstellung auf eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA) sowie die Anwerbung von ausländischen Fachkräften. Zudem ist die Zahl der Ausbildungsstellen bei allen Trägern gestiegen. In den städtischen Einrichtungen sind zu Beginn des Kindergartenjahres alle Stellen besetzt.
Die Sommerpause des Gemeinschaftstheaters ist vorbei – und die Theaterkassen haben wieder geöffnet.
Ab sofort startet der Vorverkauf für alle Freiverkaufsvorstellungen der neuen Spielzeit 2022/23; die Mitarbeiterinnen der Theaterkassen informieren außerdem gerne über die große Auswahl an erhältlichen Abonnements.
In Krefeld wird die neue Saison am 3. September mit dem Schauspiel „Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino“ des britischen Dramatikers Martin Crimp eröffnet, inszeniert von Christoph Roos, dem neuen Schauspieldirektor des Theaters. Das Stück basiert auf Euripides‘ Drama „Die Phönizierinnen“, der berühmten griechischen Tragödie um Ödipus und seine Söhne Eteokles und Polyneikes und deren erbarmungslosem Krieg um Theben.
Das Musiktheater eröffnet die Spielzeit am 4. September im Theater Mönchengladbach mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners Meisterwerk „Der fliegende Holländer“ in der Regie von Roman Hovenbitzer, unter der musikalischen Leitung von GMD Mihkel Kütson.
Nach „Lohengrin“ und „Die Walküre – 1. Akt“ in den vergangenen Jahren dürften sich nicht nur Wagnerianer auf dieses Spielplan-Highlight freuen. In der Titelrolle ist Johannes Schwärsky zu erleben. Karten und Infos gibt es unter 02151/805-125, 02166/6151-100 oder auf www.theater-kr-mg.de.
Gegenwärtig beanspruchen Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg vorrangig die Aufmerksamkeit der Bürger.
Doch die verheerenden Starkregenereignisse und Hitzewellen in den letzten Jahren erinnern uns immer wieder daran, die Klimakrise als dauerhafte Bedrohung unseres Lebens nicht auszublenden. Deswegen haben sich die BUND-Mitglieder Heinz Rütten (67) und Harald Görner (78) entschlossen, eine stark erweiterte Neuauflage der Broschüre „Stadtökologisches Konzept: Grüne Zukunft für eine lebenswerte Stadt – Mönchengladbach 2030“ herauszugeben.
Darin geben sie einen umfangreichen Überblick über akute Umweltprobleme der Stadt und zeigen zugleich mit zahlreichen Anregungen Lösungswege auf, wie sich die Folgen des Klimawandels abmildern lassen, wie man vorbeugenden Klimaschutz betreiben und damit die Lebensbedingungen in Mönchengladbach verbessern kann.
Ein Schwerpunkt der 72 Seiten starken Broschüre ist die herausragende Bedeutung des Stadtgrüns für die Lebensqualität der Menschen, z.B. die positiven Effekte von Straßenbäumen als Schatten-spender, Staubfilter und CO 2-Speicher.Deshalb wird vorgeschlagen, bis zum Jahr 2030 5.000 neue Straßenbäume zu pflanzen sowie Schulhöfe und Plätze mit Bäumen zu begrünen. Angesichts der Hitzerekorde in den Sommermonaten ist auf baumlosen, asphaltierten Schulhöfen der Aufenthalt unzumutbar geworden.
Das städtische Kleinklima würde auch von dem Vorschlag profitieren, bei Neubauten eine Begrünungspflicht für Flachdächer sowie Begrünungsauflagen für Vorgärten einzuführen.
Einen weiteren Schwerpunkt in dem „Konzept“ bilden Anregungen, wie in unserer Stadt die Verkehrswende gelingen kann, um den privaten Autoverkehr und seine CO 2-Emissionen zu reduzieren, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, den Raum für sicheres Radfahren und für Fußgänger zu vergrößern und damit in den Innenstädten eine verbesserte Aufenthalts- und Lebens-qualität zu schaffen. Dieses Ziel verfolgen auch Empfehlungen, mit klimafreundlichen Zustell-systemen das wachsende Verkehrsaufkommen der Paket-Dienstleister zu begrenzen.
Beim Thema Flächenverbrauch für neue Wohn- und vor allem Gewerbegebiete beschreiben die Autoren Alternativen, wie sich der immense jährliche Verlust von wertvollem Ackerboden vermeiden ließe, denn allein im Zeitraum von 1994 bis 2018 sind im Durchschnitt jedes Jahr 50 ha (= 70 Fußballfelder) verloren gegangen. Die Versiegelung des Bodens durch die Bebauung zerstört seine Aufgabe als CO 2-Speicher und damit seine Klimaschutzfunktion.
Insgesamt werden in der Schrift 55 Themen behandelt und entsprechend eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen aufgeführt, die nach Ansicht der Autoren realitätskonform und größtenteils praxiserprobt sind. Umfangreiche Hinweise auf Förderprogramme von Bund, Land und EU zeigen, dass die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen finanziell möglich ist, insbesondere bei hohen Förderquoten.-
Die Broschüre kann heruntergeladen werden unter: bund-mg.de/neuauflage-stadtoekologisches-konzept-mg-2030 und ist in Papierform für 6 Euro erhältlich in den Buchläden Degenhardt (Friedrichstr. 14), Prolibri (An der Burgmühle 20), Von den Driesch (Kleiner Driesch 10) und Wackes (Korschenbroicher Str. 18) sowie im „Zwischenraum“ (Hauptstr. 59), Ökumenischen Gemeindeladen (Quadtstr. 18) und Atelier Delissen (Vorster Str. 514).
Am Samstag, 06.08.2022 wird ab 12 Uhr der Fanmarsch “Gemeinsam für Borussia” vom Alten Markt zum Borussiapark durchgeführt.
Der Marsch geht vom Alten Markt über die Waldhausener Straße, Aachener Straße, Lilienthalstraße, Belgrader Straße, Am Nordpark, Helmut-Grashoff-Straße zur Hennes-Weisweiler-Allee.
Vor allem von 12 bis 14 Uhr ist aufgrund des Umzugs mit Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich der Aachener Straße und der BAB 61 AS Holt zu rechnen. Innerstädtisch ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Aachener Straße in Fahrtrichtung BAB 61 AS Holt oder zum Borussiapark über die Waldnieler Straße zu umfahren. Auswärtigen Besuchern des Borussiaparks wird empfohlen, aus Richtung Koblenz kommend, bereits an der BAB 61 AS Rheydt abzufahren und dann über die L 370 (Stadtwaldstraße), Voosen und B 57 (Gladbacher Straße) anzureisen. Aus Richtung Venlo kommend sollte die BAB 61 AS Nordpark genutzt werden, um die Parkplätze zu erreichen.
Die Schule fängt wieder an und damit auch das allmorgendliche Verkehrschaos, verursacht durch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto vorm Schultor absetzen.
Der ökologische Verkehrsclub VCD, das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rufen dazu auf, die Schüler*innen möglichst selbstständig zur Schule und in den Kindergarten kommen zu lassen: zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller.
Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der ökologische Verkehrsclub VCD ermuntern zusammen mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) zum Schulbeginn in Nordrhein-Westfalen alle Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Ein aktiver Start in den Tag fördert ihre körperliche und geistige Entwicklung und sorgt dafür, dass sie im Unterricht entspannter sind und sich besser konzentrieren können. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Andere Verkehrsteilnehmende fordern die Verbände zum Schulstart auf, besonders aufmerksam zu sein.
Empfehlung an die Kinder:
Am schönsten ist der Weg zur Schule oder in den Kindergarten, wenn man ihn gemeinsam mit Freund*innen zurücklegt. Größere Gruppen können sich zu einem sogenannten Laufbus zusammenschließen und Treffpunkte vereinbaren, um von dort gemeinsam und sicher zur Schule oder in den Kindergarten zu kommen.
Empfehlung an die Eltern und Lehrkräfte:
Gerade die Jüngsten sollten bei der Gestaltung ihres Schulwegs begleitet und aktiv unterstützt werden. Es gibt viele Möglichkeiten, Kindern eigenständige Mobilität und die Verkehrsregeln spielerisch näher zu bringen. Idealerweise passiert das in enger Kooperation zwischen Lehrer*innen, Erzieher*innen und Eltern.
Empfehlung an Auto- und LKW-Fahrer*innen:
Viele Kinder sind noch unerfahren im Straßenverkehr und oftmals müssen die Regeln nach den langen Ferien erstmals oder wieder eingeübt werden. Daher ist es umso wichtiger, dass die anderen Verkehrsteilnehmenden ganz besonders aufmerksam und vorsichtig fahren. Gerade im Umfeld von Schulen oder Kindergärten müssen sich alle an Tempo 30 halten und den Kindern zuliebe so vorausschauend wie möglich fahren.
Die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann, erklärt: “Eltern wollen das Beste für ihre Kinder und meinen es in der Regel nur gut, wenn sie sie mit dem Auto direkt bis ans Schultor fahren. Allerdings sorgen diese Elterntaxis für ein unübersichtliches Verkehrschaos, das für alle Beteiligten schnell gefährlich werden kann. Weniger Autos auf den Straßen bedeuten mehr Sicherheit und bessere Luft vor den Schulen.”
Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, betont: “Wir appellieren dringend an alle Eltern, gleich zu Beginn des neuen Schuljahres das Auto stehen zu lassen und die Kinder entweder zu Fuß oder mit dem Rad zu begleiten oder sie in Lauf- oder Radelgemeinschaften selbstständig losziehen zu lassen. Kinder, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller zur Schule kommen, nehmen ihre Umgebung aktiv wahr. Sie lernen so, sich gut zu orientieren und auf sich selbst aufzupassen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein – auch für andere Lebenssituationen.” Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, verdeutlicht: “Viele Eltern haben den Wunsch, ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen, sie sind aber stark verunsichert ob der Gefahren, die dadurch entstehen, dass viele Erziehungsberichtige ihre Kinder mit dem Auto bis vor das Schultor bringen. Wir appellieren daher an alle Eltern, zumindest kurze Fußwege in Kauf zu nehmen und das Auto an Elternhaltestellen zu parken. Denn der beste Schulweg ist der selbst zurückgelegte!”
Die Flächen in einer Kommune sind endlich und somit kostbar, so ist es auch in Mönchengladbach.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen lautstark auf den exorbitanten Flächenverbrauch aufmerksam machen und sich beispielsweise gegen eine Umwidmung von wertvollen Ackerflächen in ein Industriegebiet aussprechen. So geschehen gerade in Sasserath.
„Was im Umkehrschluss jedoch nicht passieren darf ist, dass durch übereiltes und undurchdachtes Handeln einiger Akteure auf die Schnelle nach neuen Flächen gesucht wird, nur um kurzfristig eine Alternative präsentieren zu können“, sagt Martin Wirtz, Sprecher der Grünen in Mönchengladbach. „Bevor wir den Diskurs jetzt einseitig verschieben und möglicherweise das ehemalige JHQ als Alternative zu Sasserath ins Auge fassen, sollten wir dazu umfassende und ergebnisoffene Beratungen aufnehmen“ so Wirtz.
Das ehemalige JHQ im Mönchengladbacher Westen liegt seit dem Abzug der britischen Streitkräfte verlassen und fast vergessen zwischen Hardt und Rheindahlen. In den vergangenen Jahren wurden diverse, teils fragwürdige Projekte für die riesige Fläche diskutiert, um dann doch allesamt wieder verworfen zu werden. Zugute gekommen ist die lange Zeit des Wartens und des Stillstands hingegen der Natur. Ganz nebenbei haben sich viele unterschiedliche Arten dort ansiedeln können und sich, ganz ungestört von Lärm und anderweitigem Nutzungsdruck, ihren Lebensraum zurückerobert. Dies ist vor Ort in einem so umfangreichen Ausmaß nachzuweisen, dass mehrere Flächen innerhalb des ehemaligen Militärgeländes als sogenannte FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) ausgewiesen werden konnten. Für diese Flächen gilt unter anderem ein absolutes „Verschlechterungsverbot“. „Ein ökologisch absolut elementarer Wert für unsere Stadt und die hier lebenden Menschen“ befindet Wirtz.
„Wir können es uns als Politik angesichts der bedrohlichen Ausmaße der Klimakrise und des Artensterbens schlicht nicht mehr leisten, unüberlegt und vorschnell zu handeln. Das gilt nicht nur für den Flächenverbrauch, sondern für alle kleineren und größeren politischen Entscheidungen. Deswegen sprechen wir uns als Bündnis 90/Die Grünen für eine ehrliche und unvoreingenommene Diskussion zu dem Thema einer Gewerbeansiedlung im gesamten Stadtgebiet aus. Auch wenn das bedeutet, dass wir in absehbarer Zeit noch keine neuen Flächen ausweisen können.“
Nach monatelangen Ermittlungen haben die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die Polizei Mönchengladbach am Dienstag, 2. August, in Dülken einen geplanten Zugriff durchgeführt.
Hintergrund ist der schwunghafte Drogenhandel einer mehrköpfigen Bande aus dem Bereich Mönchengladbach und Viersen. Drei der fünf vorläufig festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich nun in Untersuchungshaft. Betäubungsmittel, Bargeld und Waffen stellten die Ermittler sicher.
Die tatverdächtigen Männer, alle im Alter zwischen 17 und 37 Jahren, hatten ein schwunghaftes Geschäft mit dem Internethandel von Betäubungsmitteln über Social Media-Plattformen aufgebaut. Über einen Zeitraum von mindestens sieben Monaten verschickten sie so Betäubungsmittel im Kilogrammbereich auf dem Postweg in das gesamte Bundesgebiet sowie benachbarte Ausland. Weitere Angaben zu der Menge der Betäubungsmittel können derzeit aufgrund des laufenden Verfahrens nicht gemacht werden.
Unmittelbar nach dem polizeilichen Zugriff auf einen Paketkurier am Dienstagnachmittag versuchte einer der Tatverdächtigen mit dem Auto zu flüchten.
Dabei fuhr er unter anderem auf einen Polizeibeamten zu. Dieser gab einen Schuss auf den Reifen des Wagens ab. Nachdem der Täter daraufhin weiter zu Fuß flüchtete, konnte er schließlich nach Verfolgung durch die Beamten gefasst, überwältigt und vorläufig festgenommen werden. Zu der Schussabgabe erging bereits eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Aachen, das die Ermittlungen hierzu aus Neutralitätsgründen übernommen hat.
Die Ermittler durchsuchten im Anschluss mit Unterstützung weiterer Dienststellen des PP Mönchengladbach insgesamt sechs Wohnungen im Raum Viersen. Sie stellten hierbei mehrere Kilogramm Marihuana, Haschisch, Amphetamin, MDMA, mehrere tausend Pillen Ecstasy, sowie Kokain und zahlreiche opiathaltige Arzneimittel und auch Ketamin sicher. Zudem konnten sie mehrere Hieb- und Stichwaffen sowie Schusswaffen (Gasdruckwaffen) und einen fünfstelligen Bargeldbetrag beschlagnahmen.
Insgesamt nahm die Polizei im Zuge des Einsatzes fünf Männer vorläufig fest.
Drei der Haupttatverdächtigen im Alter von 24, 31 und 37 Jahren führten die Ermittler heute einem Haftrichter vor. Dieser ordnete gemäß Antrags der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach für alle drei Tatverdächtigen Untersuchungshaft an, die die Männer auch sogleich antraten. Die beiden ebenfalls vorläufig festgenommenen Männer im Alter von 17 und 19 Jahren wurden gemäß Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen wieder entlassen. Das Strafverfahren richtet sich gegen alle fünf genannten Beteiligten. Gegen die teilweise bekanntgewordenen Abnehmer werden ebenfalls Ermittlungsverfahren eingeleitet. Weitere Angaben können derzeit nicht gemacht werden, die Ermittlungen dauern an. (cw)