Autor: Reinhard Bitter

  • Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums genossen französische Filmkultur in Düsseldorf

    Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums genossen französische Filmkultur in Düsseldorf

    Die Internetseite des französischen Außenministeriums bringt es auf den Punkt: Französisch ist die Sprache der Gastronomie, der Mode, des Theaters, der visuellen Künste und der Architektur. Auch wurde über sie das Konzept der Menschenrechte von den großen französischen Philosophen in die Welt getragen.

    Vor diesem Hintergrund ist es für Lehrerin Jana Sindern ein immerwährendes Herzensanliegen, ihren Schülern die Kultur unserer Nachbarn auf der anderen Seite des Rheins auf vielfältige Art und Weise nahezubringen. In Zusammenarbeit mit dem Institut français Deutschland feierte die engagierte Französisch-Lehrerin aus diesem Grund mit Schülern der Jahrgangsstufe 9 des Hugo-Junkers-Gymnasiums einen Vormittag der ‚Frankophonie‘ in Düsseldorf.

    Im Bambi, einem schönen Kino im Herzen der Landeshauptstadt, sahen sich die Hugoianer den französisch-marokkanischen Film Tazzeka aus dem Jahr 2018 an. Regisseur Jean-Philippe Gaud führt die Zuschauer an einen entlegenen Ort Nordafrikas. Der Hauptdarsteller Elias wächst in einem kleinen marokkanischen Dorf bei seiner Großmutter auf, die ihn in die traditionelle Kochkunst des Landes einführt. Das Treffen mit einem französischen Sternekoch, der von der Kochkunst des jungen Mannes beeindruckt ist, und das Auftauchen der schönen Salma bringen Elias dazu, sein Glück in Frankreich zu suchen. Sicher in Paris angekommen, lernt er zunächst die bittere Armut als illegaler Einwanderer, aber auch den Wert wahrer Freundschaft kennen, um dann die Straße des Erfolges zu beschreiten.

    Der anrührende Film, der im Original gesehen wurde, gefiel allen Schülern des Hugo-Junkers-Gymnasiums – und Lehrerin Jana Sindern, die als ehemalige Schülerin des traditionsreichen Gymnasiums den liberalen Geist des ‚Hugos‘ in besonderer Weise verkörpert, sah sich in ihrem Engagement bestätigt: „Da Französisch, im Vergleich zu Spanisch, ein wenig an Boden verloren hat, war und ist es mir ein Bedürfnis, das Fach wieder attraktiver zu machen und meinen Schülern nach den Schulschließungen der Corona-Zeit auch über Kulturerlebnisse an außerschulischen Lernorten die Sprache zu vermitteln.“

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  • Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums besuchten die SchulBrücke in Greifswald

    Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums besuchten die SchulBrücke in Greifswald

    Wie wollen wir in Zukunft Europa gestalten und leben?

    Was bedeutet der Begriff Nationalität für den Einzelnen? Was verbindet die Menschen unseres Kontinents – und was trennt sie? Gemeinsam mit Jugendlichen aus Polen, Ungarn, der Slowakei und Bulgarien widmeten sich acht engagierte Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Reinhard Bitter diesen Fragen in der alten Universitäts- und Hansestadt Greifswald an der Ostsee.

    Während der internationalen Jugendbegegnung, die von der Deutschen Nationalstiftung seit mehr als 20 Jahren ermöglicht wird, diskutierten die Hugoianer sieben Tage in vielen Veranstaltungen auf hohem Niveau grundsätzliche Fragen aus den Bereichen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

    Konkret wurden in Workshops – unter anderem mit dem Schriftsteller und Literaturübersetzer Dr. Moritz Hildt und der Geo-Photographin Dörthe Hagenguth – neue Perspektiven für ein erfolgreiches Zusammenleben in Europa entwickelt. Die Schüler führten in internationalen Teams selbstständig Recherchen und Analysen durch, bearbeiten literarische und philosophische Texte, übten sich in kreativem Schreiben oder drehten Videos. Ergänzt wurde das Programm unter anderem durch gemeinsame Exkursionen in die Altstadt von Greifswald, in das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und das Atomkraftwerk Lubmin.

    Marc Reese, Schulleiter des Hugo-Junkers-Gymnasiums, zeigt sich angesichts dieser Vielfalt von der internationalen SchulBrücke begeistert: „Wir sind sehr froh, an diesem Programm teilzunehmen, denn die Schülerinnen und Schüler verstehen Europa und seine Geschichte besser, diskutieren über dessen Zukunft, begegnen sich, entwickeln Verständnis füreinander, arbeiten zusammen an herausfordernden Aufgaben, schließen Freundschaften – und bleiben oft lange Zeit über die Tage der Brücke hinaus in intensivem Kontakt.“

    Die Deutsche Nationalstiftung bietet mehrere Male im Jahr jeweils knapp 50 jungen Menschen die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen und sich auszutauschen. Mehr als 3.800 junge Europäer sind inzwischen Teil eines die Grenzen überspannenden Netzwerkes, aus dem auch ein aktiver Alumni-Verein entstanden ist. Dieser Verein bringt junge Menschen aus ganz Europa zusammen, um sich mit Projekten in den Bereichen Austausch, Kultur und Bildung gesellschaftlich zu engagieren.  

    Die überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Nationalstiftung wurde 1993 vor dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung von Helmut Schmidt gemeinsam mit Richard von Weizsäcker gegründet. Der Name der Stiftung bringt die Absicht zum Ausdruck, den Nationalbegriff nicht den Nationalisten zu überlassen. Neben der Vergabe des Nationalpreises fördert die Stiftung unter anderem europäische Jugendprojekte und gibt jährlich die ‚Berichte zur Lage der Nation‘ heraus. Im Übrigen gilt für die traditionsreiche und international ausgerichtete Schule an der Brucknerallee: Nach der SchulBrücke ist vor der SchulBrücke, denn in diesem Jahr hat das Hugo-Junkers-Gymnasium das außerordentliche Privileg, ein zweites Mal teilzunehmen – augenblicklich befindet sich Lehrer Alexander Nagel mit weiteren acht Schülern auf der diesjährigen Veranstaltung in Naumburg. Die Schule wurde als langjähriger und besonders zuverlässiger Partner von den Organisatoren gebeten, in diesem Jahr gleich zwei Gruppen zu entsenden, da durch die Absage einer Schule kurzfristig ein Platz neu besetzt werden musste.

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  • Riva del Garda ehrt Hans Leifhelm, einen Brückenbauer zwischen Deutschland und Italien

    Riva del Garda ehrt Hans Leifhelm, einen Brückenbauer zwischen Deutschland und Italien

    Alpha und Omega oder Mönchengladbach-Hermges und Riva am Gardasee – so lauten die beiden Pole, die für den bedeutendsten Dichter Mönchengladbachs stehen. Leifhelm stammt aus Mönchengladbach. Er wurde dort am 2. Februar 1891 als Sohn eines Fassbinders ‚auf dem Hermges‘ geboren und starb am 1. März 1947 in Riva.

    Einsegnung des Dichtergrabes auf dem Gemeindefriedhof von Riva in Grez am 16. September 2022; v.l. Ralf Georg Czapla, Maria Luisa Crosina, Franco Gatti, P. Francesco Pavesi SVD, Hans Leifhelm jr., Don Dario Silvello; © Stefano Salvi, Riva

    Der 1. März 2023, Hans Leifhelms 76. Todestag, wird nun aufgrund einer außergewöhnlichen deutsch-italienischen Detektivarbeit auch ein 1. Todestag des fern der Heimat begrabenen Schriftstellers sein. Denn auf Initiative von Ralf Georg Czapla, Literatur-Professor an der Universität Heidelberg, und Maria Luisa Crosina, einer Historikerin aus Riva, wurde am 16. September 2022 auf dem neuen Friedhof von Riva del Garda im Stadtteil Grez wieder eine Grabstätte für Hans Leifhelm eingerichtet. In zwei Gedenkreden würdigten die Wissenschaftler den Mönchengladbacher als einen Literaten, der in der Zeit des Nationalsozialismus Brücken zwischen Italien und Deutschland gebaut habe, und so nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kirche an der bewegenden Zeremonie teil.

    Leifhelm war nach seinem Tod zunächst auf dem alten Friedhof im Ortskern beigesetzt worden. Im Jahre 2009 wurde sein Grab jedoch im Zuge der Auflösung der historischen Begräbnisstätte und ihrer Umwandlung in einen Parkplatz eingeebnet, seitdem ruhten seine Gebeine in einem anonymen Massengrab. Bei intensiven Nachforschungen vor Ort entdeckten Czapla und Crosina schließlich in einem Depot die bis dahin verloren geglaubte Grabplatte Leifhelms und traten an die Gemeinde Riva mit der Bitte heran, die Grabstätte wieder zu errichten. Diesem Wunsch wurde vom Rat der Stadt ohne Gegenstimme stattgegeben. Die Gemeinde Riva pflegt nun die letzte Ruhestätte Leifhelms, nach dem in Wien, Graz und Mönchengladbach auch Straßen benannt sind, als Ehrengrab, das auf dem Friedhof von Grez tagsüber besucht werden kann.

    Die Neuausgabe von Leifhelms Werken. Hans Leifhelm: An des Abgrunds schmalem Saume. Gedichte, Erzählungen und Essays. Hg. von Ralf Georg Czapla. Berlin: Quintus, 2022 Bibliotheca Fraengeriana, 7

    Hans Leifhelm, der 1911 am Stiftischen Humanistischen Gymnasium am Abteiberg als Jahrgangsbester sein Abitur absolvierte und danach in Straßburg, Innsbruck, Wien, Berlin und Bonn studierte, ehe er 1918 in Heidelberg von Eberhard Gothein zum Nationalökonom promoviert wurde, ging 1922 von Deutschland aus nach Graz, um in der Steiermark die Berufsberatung aufzubauen. Von dort entzog er sich dem Zugriff der Nationalsozialisten, indem er sich nach Italien wandte, wo er unter ständiger Beobachtung durch die Gestapo an den Universitäten von Palermo und Padua deutsche Sprache und Literatur lehrte. Seit 1942 lebte er in Riva am Gardasee und machte sich als Übersetzer italienischer Literatur einen Namen. So stammt von ihm unter anderem eine Nachdichtung des berühmten Sonnengesangs des Franz von Assisi. Schon 1947 starb er verarmt und viel zu früh an den Folgen einer Hirnhautentzündung.

    Anlässlich seines 75. Todestags hat Ralf Georg Czapla, der derzeit an einer umfassenden Biographie Leifhelms arbeitet, im Berliner Quintus Verlag eine feine Neuausgabe der Werke des großen Mönchengladbachers, die in keinem Bücherregal der Vitusstadt fehlen sollte, herausgegeben und so die Texte des Dichters – viele mit Bezug zu seiner Heimatstadt – nach Jahrzehnten wieder zugänglich gemacht.

    Reinhard Bitter

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  • Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums spendeten für die Erdbebenopfer in der Türkei

    Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums spendeten für die Erdbebenopfer in der Türkei

    Dass Teile der Türkei und Syriens von einem Erdbeben apokalyptischen Ausmaßes getroffen wurden, berührt Menschen rund um den Globus zutiefst.

    Und so waren die Schüler der 9a und 9b des Hugo-Junkers-Gymnasiums von den Bildern der zerstörten Städte und den dramatischen Geschichten um verschüttete Familien und an Wunder grenzende Rettungen unter schwierigsten Bedingungen so betroffen, dass sie das große Bedürfnis hatten, über die Katastrophe zu sprechen und dann ihren Ohnmachtsgefühlen etwas entgegenzusetzen.

    Beide Klassen sammelten 260 Euro und gingen mit ihrem Lehrer Reinhard Bitter zu DM in die Galerie am Marienplatz in Rheydt, um für das in kurzer Zeit zusammengetragene Spendengeld dringend benötigte Dinge wie Kindernahrung und Windeln einzukaufen.
    Das Team der Drogeriemarkt-Filiale war von dem Engagement der jungen Mitbürger so begeistert, dass es die Schüler unterstützend begleitete und die benötigten Kartons und das Klebeband zur Verfügung stellte.
    Als dann alles verpackt war, trugen die tatkräftigen ‚Hugoianer‘ die Kisten zu einem der Schule gegenüberliegenden Sammelpunkt im ehemaligen ‚Cafe Kiwi‘ auf der Brucknerallee. Den Raum hatten Monika Mahrenbach und ihr Ehemann Raci Arslan, die Initiatoren eines Spendenaufrufes, zur Verfügung gestellt – und von dort aus sind die von den Neuntklässlern sorgfältig beschrifteten Kisten inzwischen via LKW auf dem Weg in die Türkei, um einen kleinen Beitrag zu leisten, Not und Leid der Überlebenden zu lindern.

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  • ‚Demokratiekino‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    ‚Demokratiekino‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Im Rahmen der intensiven Arbeit zum Thema ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ fanden am Hugo-Junkers-Gymnasium zwei Film-Workshops zu den Themen ‚Migration‘ und ‚Flucht‘ statt.

    In zwei jeweils dreistündigen Veranstaltungen an zwei Tagen in der Aula der Schule hatten die rund 80 Schüler der Jahrgangsstufe 9 die Gelegenheit, zwei zutiefst beeindruckende Dokumentarfilme anzuschauen. Im Anschluss daran wurde lebhaft diskutiert und reflektiert – und das alles einfühlsam und wertschätzend moderiert von Referent Raphael Jeismann, der als Lehrer für jede Schule ein Gewinn wäre.

    Jeismann arbeitet für den Verein ‚Teller ohne Rand‘ des Mönchengladbacher Regisseurs Çağdaş Eren Yüksel, der in seinen Filmen ‚Gleis 11‘ und ‚Asyland‘ sowohl der ersten Generation der sogenannten ‚Gastarbeiter‘ als auch geflüchteten Menschen eine Stimme gibt.

    Der Film ‚Gleis 11‘, auf dem am Hauptbahnhof München ab den 50er-Jahren viele Gastarbeiter aus Südosteuropa ankamen, erzählt von der Teilhabe am Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg und den guten und weniger guten Erfahrungen, die Türken und Italiener in Deutschland machten, dessen Entwicklung sie mitgeprägt haben. Ganz nach dem Motto des Schweizer Schriftstellers Max Frisch aus dem Jahre 1965 „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“ berichten Mitbürger der sogenannten ersten Generation vom warmen Empfang, guter Nachbarschaft, Hilfe bei vielen Gelegenheiten, aber auch – höflich zurückhaltend – von Diskriminierung.

    Die Darsteller schildern ihre Erinnerungen auf so rührende Weise, dass im Publikum Tränen flossen – und auch die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, die den Film ihres Neffen schon oft gesehen hat, zeigte sich tief berührt, denn so wie der Film die Geschichte der Großeltern vieler anwesender Schüler zeigt, erzählt er auch die Geschichte ihrer Eltern.

    In ‚Asyland‘, einem Film über geflüchtete Menschen, beschreiben die Protagonisten eindringlich bis erschütternd ihre Wege über Grenzen und Meere, ihr Ankommen und Leben in Deutschland. Vor dem Hintergrund des grauenhaften Krieges in der Ukraine wurde die Zeitlosigkeit des Werkes deutlich und die Schilderungen einer Frau, die in einem syrischen Foltergefängnis über Wochen an einen Stuhl gefesselt überlebte, obwohl sie sich jeden Tag den Tod wünschte, ließ das Blut in den Adern gefrieren.

    Gülistan Yüksel bat die Schüler in ihrer Ansprache vor dem Hintergrund der in den Filmen gezeigten Lebenserfahrungen, sich aktiv für Frieden und Demokratie einzusetzen – und die Chancen einer freien Gesellschaft zu nutzen, ganz so, wie ihre Eltern das einst taten und ihr, der Tochter, so ermöglichten, Repräsentantin Mönchengladbachs im Deutschen Bundestag zu sein.

    Weitere Infos: http://www.demokratiekino.de/

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  • Merhaba, Hugo-Junkers-Gymnasium!

    Merhaba, Hugo-Junkers-Gymnasium!

    Das traditionsreiche Hugo-Junkers-Gymnasium ist eine internationale Schule, in der Kinder mit Wurzeln in 55 Nationen gemeinsam leben und lernen.

    Ausdruck dieser weltläufigen Haltung sind das intensiv gelebte Programm ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ oder auch der Besuch des Internationalen Volleyballturniers der Deutschen Schule zu Porto, bei dem das ‚Hugo‘ in den Jahren vor der Corona-Pandemie schon einen zweiten und einen ersten Platz belegen konnte.

    Vom 11. bis zum 17. September ist nun eine Delegation aus der Türkei zu Besuch in der Schule an der Brucknerallee in Rheydt. Die Schülerinnen Ercin Nuray Helvacı und Nur Tanem Altundaş sowie die Lehrer Özgecan İlban und Niyazi Alkan besuchen den Unterricht und tauschen sich mit ihren Gastgebern aus, um umfangreiche Erfahrungen an ihre Schule ‚Ayvalık Anadolu Lisesi‘ in Ayvalık, einer Stadt am Meer, die eine halbe Stunde mit dem Auto von der Metropole Izmir entfernt liegt, mitzunehmen.

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    Die Reise der Gruppe wurde zur großen Freude aller Beteiligten von dem Erasmus +-Programm und der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke ermöglicht und großzügig gefördert.
    Jenseits der Stunden im Hugo-Junkers-Gymnasium sind die Besichtigung der Vitusstadt und Reisen nach Köln, Aachen und Düsseldorf vorgesehen.

    Beide Schulen hoffen sehr, den Kontakt in Zukunft ausbauen und eine weitere Brücke zwischen der Türkei und Deutschland bauen zu können.

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  • ‚Erlebnistage‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    ‚Erlebnistage‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Der Herbst naht und so bietet das Hugo-Junkers-Gymnasium allen Mönchengladbacher Grundschülern und ihren Eltern in den kommenden drei Monaten vier Veranstaltungen an, die den Übergang auf die weiterführende Schule im kommenden Jahr erleichtern sollen.

    Da wären zunächst ‚Hugos Erlebnistage‘, die am Montag, den 12. September und Dienstag, den 13. September 2022, nachmittags stattfinden werden. Für die zukünftigen Gymnasiasten besteht dann die Möglichkeit, an einer Vielzahl spannender Workshops teilzunehmen und so die Schule kennenzulernen. Über www.hugo-junkers-gymnasium.de ist die reichhaltige Liste der Angebote zu finden. Die Anmeldung für die Veranstaltungen erfolgt über die Homepage.

    So wird zum Beispiel im Workshop ‚I got rhythm‘ mit Alltagsgegenständen wie Besenstielen und Baustelleneimern Musik gemacht. Im Bereich Kunst gestalten die Besucher phantastische Tierwesen, die manam Ende des Tages mit nach Hause nehmen kann. Und die sogenannte KULT-Schnupperstunde bietet Spiele und Theaterübungen an, bei denen junge Schauspieler sofort mitmachen können.

    Am Dienstag, den 27. September 2022, um 19:00 Uhr, lädt die Schulleitung dann zu einem Informationsabend mit dem Thema ‚Wie gestalte ich den Übergang meines Kindes von der Grundschule zum Gymnasium?‘ in den ‚Alten Musiksaal‘ des Hugo-Junkers-Gymnasiums ein. Im Laufe des Abends werden unter anderem die wichtigsten Termine im Zusammenhang mit der Schüler-Anmeldung an einer weiterführenden Schule vorgestellt. Darüber hinaus behandeln die vortragenden Experten die Arbeitsweisean einem Gymnasium und die Frage nach der gymnasialen Eignung eines Kindes.

    Am Tag der offenen Tür, der am Samstag, den 19. November 2022, von 9:00 bis 13:00 Uhr stattfinden wird, sind alle Grundschüler der Stadt erneut eingeladen, um die herzliche Atmosphäre der Schule im Rahmen eines bunten Programmes zu erleben. Fragen zu den Veranstaltungen beantwortet das Sekretariat über die Telefonnummer 02166-628700.

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  • Theaterabend ‚Szenen vorm Balkon‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Theaterabend ‚Szenen vorm Balkon‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Nach drei Jahren Corona-Zwangspause lädt der Literaturkurs des Hugo-Junkers-Gymnasiums das geneigte Publikum zu einem vergnüglichen Theaterabend ein.

    Die 27 Kursteilnehmer schrieben eigene Szenen zum Thema ‚Balkon‘, trugen unter der Regie ihres Lehrers Stephan Merschieve aber auch literarische Vorlagen zusammen, um sie zu überarbeiten. Insgesamt vierzehn Spielszenen erarbeiteten die jungen Schauspieler, die nun darauf warten, vom Publikum bestaunt zu werden. ‚Szenen vorm Balkon‘
    Vorstellungen am 3. und 4. Juni 2022
    Beginn jeweils um 19:00 Uhr in der Aula des Hugo-Junkers-Gymnasiums (Einlass: 18:30 Uhr)
    Tickets können an der Abendkasse für 5 Euro (ermäßigt) und 7 Euro (Erwachsene) erworben werden.

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  • Wiedereröffnung des Steinzeitmuseums Rheindahlen

    Wiedereröffnung des Steinzeitmuseums Rheindahlen

    Nach einer langen Corona-Pause öffnet das Steinzeitmuseum im Erdgeschoss des Wasserturms zwischen Mennrath und Rheindahlen wieder seine Pforten für interessierte Besucher.

    Der ungewöhnliche und charmante Ausstellungsraum für die Werkzeuge der frühen Mönchengladbacher wird den Betreibern des Museums seit vielen Jahren von der NEW zur Verfügung gestellt.

    In den Vitrinen sind steinzeitliche Funde der lokalen Sammler Anton Mennen, Roman Zimprich, Bernd Hussner und Hans-Jürgen Bitter ausgestellt und ermöglichen einen Überblick über die Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit des Mönchengladbacher Raumes.

    Das Museum wurde im Jahre 1996 von dem Rheindahlener Amateurarchäologen Anton ‚Toni‘ Mennen eingerichtet. Nach dem Tod des Heimatforschers im Jahre 2007 übernahm Bernd Hussner, der Mennen bereits seit 1997 bei der Führung des Museums unterstützt hatte, die Leitung. Ihm steht eine Gruppe von engagierten Steinzeitsammlern zur Seite.

    Weiterführende Informationen bietet die Internetseite www.steinzeit-in-rheindahlen.de.

    Öffnungszeiten:
    An jedem ersten Samstag des Monats von Anfang März bis Ende November, 14-17 Uhr.
    Der Eintritt ist frei.

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  • Hilfe für ukrainische Kinder in Not

    Hilfe für ukrainische Kinder in Not

    Hermann Gmeiner sagte einst, dass alles Gute auf der Welt nur geschehe, wenn einer mehr tue, als er tun müsse.

    Dieses Motto des Gründers der SOS-Kinderdörfer inspirierte im Angesicht des brutalen Angriffskrieges auf die Ukraine auch Martin Meyer und seine Kollegen, eine Idee zu entwickeln, um Kindern in Not zu helfen.

    Der Inhaber der Praxis Physiotherapie an der Niers und sein Team spendeten ihre Freizeit, um Geld für die jüngsten Opfer eines vor dem 24. Februar auf europäischem Boden undenkbar gewordenen Waffenganges zu sammeln.

    Um einen möglichst hohen Betrag zu erzielen, boten die engagierten Physiotherapeuten mit Freude an, was viele Menschen brauchen – und so massierten sie einen Tag lang Patienten und Interessenten gegen einen Betrag von mindestens 30 Euro für die SOS-Kinderdörfer.

    Als am Ende eines intensiven Tages gezählt wurde, was die gebefreudigen Besucher des Massagemarathons gestiftet hatten, war die Begeisterung bei allen Beteiligten groß, denn die ‚Engel an der Niers‘ erzielten den stolzen Betrag von 3250 Euro für durch das Kriegsgeschehen betroffene ukrainische Kinder.

    Martin Meyer zitierte zum Abschluss mit sichtlichem Stolz auf das Engagement seiner Mitarbeiter einige Worte Hermann Gmeiners, die auch seine Motivation für die Organisation der Spendenaktion ausdrückten: „All unser Bemühen um das im Stich gelassene Kind muss letzten Endes auch als Beitrag zum Frieden verstanden werden.”

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  • Hans Leifhelm oder die Wiederentdeckung eines Mönchengladbacher Dichters

    Hans Leifhelm oder die Wiederentdeckung eines Mönchengladbacher Dichters

    Hans Leifhelm – das ist ein Name, der wahrscheinlich nur wenigen Mönchengladbachern geläufig sein wird. Es gibt zwar eine Leifhelmstraße, aber sonst? Wer war dieser begabte Dichter, Übersetzer und Schriftsteller, der 1891 in Mönchengladbach „auf dem Hermges“, einem seinerzeit ärmlichen Viertel der aufstrebenden Industriestadt am linken Niederrhein, geboren wurde?

    Dieser Frage geht am 6. März 2022 Professor Ralf Georg Czapla im TextilTechnikum des Montforts Quartiers nach. Der Literaturwissenschaftler der Universität Heidelberg, der auch als Vortragsreisender viel in Deutschland und Italien unterwegs ist, macht zur großen Freude der Otto von Bylandt-Gesellschaft und ihres engagierten Vorsitzenden Dr. Rolf Keuchen Station in Mönchengladbach.

    Die Vitus-Stadt liegt dem Germanisten Czapla, der aus Erkelenz stammt, besonders am Herzen, da er Anfang der 90er-Jahre hier sein Referendariat absolvierte. Auch verbindet ihn mit seinem damaligen Mentor Ulrich Elsen, dem früheren Bürgermeister und heutigen Bezirksvorsteher von Rheydt und Odenkirchen, eine bis in die Gegenwart gelebte Freundschaft.

    Für die Stadt Mönchengladbach ist es ein Geschenk, dass Professor Czapla, der auch schon Vorträge über den Jahrhundertverbrecher Joseph Goebbels in Schloss Rheydt und am Hugo-Junkers-Gymnasium hielt, sich des völlig zu Unrecht vergessenen Dichters Hans Leifhelm angenommen hat.

    Ralf Georg Czapla – Foto: Boris Schafgans, Bonn

    Ob im Stadtarchiv Mönchengladbach oder am Gardasee – Ralf Georg Czapla ist für Hans Leifhelm und damit auch für dessen Heimatstadt weite Wege gegangen, um ein bemerkenswertes Dichterleben wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

    Der Dichter, so viel sei im Vorfeld der Veranstaltung verraten, absolvierte, unterstützt vom Volksverein für das katholische Deutschland, 1911 am Stiftischen Humanistischen Gymnasium am Abteiberg als Jahrgangsbester sein Abitur und studierte danach in Straßburg, Innsbruck, Wien, Berlin und Bonn, ehe er 1918 in Heidelberg von Eberhard Gothein zum Nationalökonom promoviert wurde.

    1923 ging er nach Graz, um in der Steiermark die Berufsberatung aufzubauen. Leifhelm entzog sich von dort dem Zugriff der Nationalsozialisten, indem er sich nach Italien wandte, wo er unter ständiger Beobachtung durch die Gestapo an den Universitäten von Palermo und Padua deutsche Sprache und Literatur lehrte. Schon 1947 starb er viel zu früh in Riva am Gardasee an den Folgen einer Hirnhautentzündung.

    Der Anlass für Ralf Georg Czaplas Vortrag zu Leben und Werk Hans Leifhelms ist ein besonders schöner, denn der Literaturspezialist veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft und dem Quintus Verlag sowie zahlreichen Bibliotheken und Archiven in Deutschland, Österreich und Italien eine Neuausgabe von Leifhelms Texten, die zum 75. Todestag des Mönchengladbacher Dichters am 1. März 2022 vorliegen und im TextilTechnikum erstmals vorgestellt wird.


    Hans Leifhelms Text zur „25 Jahr-Feier“ der Kaiser-Friedrich-Halle – Stadtarchiv Mönchengladbach

    Erstmals seit 30 Jahren werden die Texte des Schriftstellers damit wieder im Buchhandel erhältlich sein. Neben Leifhelms lyrischem Gesamtwerk wird der Band eine Auswahl seiner erzählerischen Texte sowie seiner bislang unbekannten Essays zur Nationalökonomie und zum Arbeitsmarkt enthalten.

    Viele Texte, die das Mönchengladbach des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts vorstellen, finden sich hier zum ersten Mal: ein Gedicht zum Jubiläum der Kaiser-Friedrich-Halle, ein Stadtlied auf die neugegründete Stadt Gladbach-Rheydt oder eine Erzählung, die vor dem Hintergrund des Odenkirchener Fußballs spielt.

    Der Vortrag bildet den Auftakt zu einer Reihe von Präsentationen und Vorträgen, die 2022 in verschiedenen deutschen, österreichischen und italienischen Städten stattfinden werden, um der Wiederentdeckung eines großen Mönchengladbachers nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland den Weg zu bereiten.

    Reinhard Bitter

    Termin:
    Matinee der Otto von Bylandt-Gesellschaft mit Vortrag und Buchvorstellung, TextilTechnikum im Montforts Quartier, Mönchengladbach, Sonntag, 6. März 2022, 11:30 Uhr.

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  • ,Juniorwahl’ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    ,Juniorwahl’ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler haben sich in allen Teilen Deutschlands in den Tagen vor der Bundestagswahl am 26. September an der sogenannten ‚Juniorwahl‘ beteiligt und mit ihren Erst- und Zweitstimmen Politiker und Parteien gewählt. Dies entsprach einer beeindruckenden Beteiligung von 81 Prozent aller Wahlberechtigten an Deutschlands größtem Schulprojekt zur politischen Bildung.

    Statistiken:
    Ergebnis Hugo-Junkers-Gymnasium – Quelle: Hugo-Junkers-Gymnasium
    Ergebnisse Mönchengladbach und Bund – Quelle: www.juniorwahl.de

    Auch am traditionsreichen Hugo-Junkers-Gymnasium organisierten die Politiklehrer Luzie Rosenblatt und Bastian Kaysers mit großem Engagement ‚Juniorwahlen zum Deutschen Bundestag‘ und ermöglichten so rund 400 Schülern, sich aktiv an der simulierten Willensbildung zu beteiligen.

    Ganz klassisch gab es in einem Klassenraum ein Wahllokal, Wahlhelfer, Wählerverzeichnisse, Wahlkabinen und Wahlurnen – und vor allem auch viel Freude, sich einem zunächst trocken wirkenden Thema auf praktische Weise zu nähern.

    Das seit 1991 durchgeführte Projekt, in dessen Rahmen bereits mehr als 60 Landtags-, Bundestags- und Europawahlen veranstaltet wurden, spricht die Emotionen junger Menschen an, kann als Instrument der politischen Bildung bestehende Einstellungen verändern und vermittelt Lust auf gesellschaftliche Teilhabe. Erklärtes Ziel der Juniorwahlen ist ein Anstieg der Kommunikation unter Schülern und eine Steigerung des Interesses an der Politik ihres Landes.

    In den Nachbesprechungen der Junior- und Bundestagswahl im Politikunterricht zeigte sich dann auch, dass die Schüler, die durch die Juniorwahl motiviert wurden, ihre Eltern in die Wahllokale zu begleiteten, keine Unterschiede in den Abläufen feststellen konnten. Das bedeutet, dass einerseits Ängste, bei realen Wahlen etwas falsch zu machen und aus diesem Grund die Stimmabgabe zu unterlassen, erfolgreich abgebaut werden konnten. Andererseits formulierten viele junge Demokraten ihre Absicht, sobald wie möglich von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, um die Zukunft des Landes zu gestalten.

    Die Schulgemeinde des Hugo-Junkers-Gymnasiums freut sich in diesem Zusammenhang ganz besonders mit den Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Gülistan Yüksel und Dr. Günther Krings, die beide erneut dem Deutschen Bundestag angehören und sich in Berlin und in ihrer Heimatstadt für die Interessen ihrer Wähler einsetzen.

    Beide Mitglieder des Parlamentes haben eine Verbindung zu dem Rheydter Gymnasium, denn Gülistan Yüksels Kinder besuchten einst die Schule – und Dr. Günther Krings legte mit seinem Abitur am ‚Hugo‘ eine Grundlage für seine politischen Erfolge, die ihn als Staatsekretär und Mitglied der Bundesregierung in das Bundesinnenministerium führten.

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  • Oberbürgermeister Felix Heinrichs besuchte das Hugo-Junkers-Gymnasium

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs besuchte das Hugo-Junkers-Gymnasium

    Im Zuge der Corona-Pandemie mussten im vergangenen Jahr die lange geplanten Feierlichkeiten zur zehnjährigen Siegelvergabe ‚Schule ohne Rassismus‘ abgesagt werden.

    Der Schülervertretung des Hugo-Junkers-Gymnasiums war es allerdings ein Herzensanliegen, trotzdem und gemeinsam mit den Vertrauenslehrern Viola Schmitt und Dominik Zuk ein Zeichen zu setzen. So entstand in einem von allen Schülern und dem Kollegium genutzten Treppenhaus eine farbenfrohe ‚Courage-Puzzlewand‘ als deutlich sichtbare Erinnerung an den Jubiläumstag – und als bleibende Aufforderung, sich aktiv gegen Ausgrenzung und für Solidarität einzusetzen.

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs, über dessen Besuch sich die gesamte Schulgemeinde sehr freute, würdigte während einer Feierstunde mit Mitgliedern der Schülervertretung das Kunstwerk, auf dem Schüler und Lehrer aus Anlass des Jubiläums erneut und diesmal für jeden Besucher sichtbar auf bunten Puzzleteilen die Grundsatzverpflichtungen des Courage-Netzwerkes, sich aktiv gegen Rassismus einzusetzen, unterzeichneten.

    Schülersprecherin Sophia Okonkwo sagte mit Blick auf das emotional berührende Werk in ihrer Rede, dass „die farbenfrohen Puzzleteile für die Vielfalt des Hugo-Junkers-Gymnasiums und den aktiven Einsatz aller Schüler, Eltern und Lehrer gegen Ausgrenzung und Rassismus stehen.“

    In seiner Dankesrede an die Vertreter der Schule betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Wichtigkeit dieses Anliegens: „Nicht nur bei Großveranstaltungen müssen wir uns gegen Rassismus wenden, sondern es ist sehr wichtig, dass dies schon in der Schulzeit unser Verständnis des gesellschaftlichen Miteinanders prägt.“ Darüber hinaus zeigte er sich besonders von Sophia Okonkwos Engagement beeindruckt: „Ich war an meiner Schule auch Schülersprecher – und somit ist klar, dass Du, liebe Sophia, eines Tages Oberbürgermeisterin unserer Heimatstadt Mönchengladbach werden kannst.“

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  • ‚Erlebnistage‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    ‚Erlebnistage‘ am Hugo-Junkers-Gymnasium

    Der Herbst naht und damit stellt sich den Grundschülern der vierten Klassen und ihren Eltern die Frage, wie es im Sommer nächsten Jahres weitergehen soll? Das Hugo-Junkers-Gymnasium bietet aus diesem Grund in den kommenden drei Monaten Veranstaltungen an, die den Übergang auf die weiterführende Schule erleichtern sollen.

    QR-Code zu den Veranstaltungen

    Da wären zunächst die auf möglichst viel Spaß zielenden ‚Erlebnistage am Hugo‘, die am Dienstag, den 14. September und Donnerstag, den 16. September 2021, jeweils nachmittags stattfinden werden. Für die zukünftigen Gymnasiasten besteht dann die Möglichkeit, an einer Vielzahl spannender Workshops teilzunehmen und so die Schule und ihre fröhlich-liberale Haltung kennenzulernen. Über www.hugo-junkers-gymnasium.de ist die reichhaltige Liste der Angebote zu finden und die Möglichkeit gegeben, sich für die Veranstaltungen anzumelden, die am meisten Freude versprechen.

    So wird zum Beispiel im Workshop ‚I got rhythm‘ mit Alltagsgegenständen wie Besenstielen und Baustelleneimern Musik gemacht. Im Bereich Kunst werden
    phantastische Tierwesen aus Ton geformt, die manam Ende des Tages mit nach Hause nehmen kann. Computer- und Technik-Fans werden lernen, einen Mikrocomputer zu programmieren und eine eigene Lichterkette für das kommende Weihnachtsfest zu bauen. In der KULT-Schnupperstunde wird es Spiele und Theaterübungen geben, bei denen junge Schauspieler sofort mitmachen können. Der Workshop ‚Schüler als Archäologen‘ wird die Schüler mit Werkzeugen aus der Steinzeit in Berührung bringen – und Teams junger Forscher werden gemeinsam die Werkzeuge der frühen Mönchengladbacher untersuchen, um herauszufinden, welche Funktion sie im Alltag der steinzeitlichen Menschen hatten.

    Am Dienstag, den 5. Oktober 2021, um 19:00 Uhr, lädt die Schulleitung dann zu einem Informationsabend mit dem Thema ‚Wie gestalte ich den Übergang meines Kindes von der Grundschule zum Gymnasium?‘ in den ‚Alten Musiksaal‘ des Hugo-Junkers-Gymnasiums ein. Im Laufe des Abends werden unter anderem die wichtigsten Termine im Zusammenhang mit der Schüler-Anmeldung an einer weiterführenden Schule vorgestellt – und darüber hinaus auch die Arbeitsweisean einem Gymnasium und die Frage nach der gymnasialen Eignung eines Kindes von den vortragenden Experten behandelt.

    Am Tag der offenen Tür, der am Samstag, den 20. November 2021, von 9:00 bis 13:00 Uhr stattfinden wird, sind alle Grundschüler der Stadt erneut eingeladen, um die Schule, das Kollegium und die herzliche Atmosphäre der Schule im Rahmen eines bunten Programmes zu erleben.

    Die Schulgemeinde des Hugo-Junkers-Gymnasiums bittet schon jetzt um Verständnis dafür, dass zu den Veranstaltungen grundsätzlich immer nur ein Elternteil zugelassen werden kann und ein Nachweis über die Impfung, Testung oder Genesung mitgebracht werden muss. Kinder brauchen keinen Nachweis. Es wird darum gebeten, im Vorfeld jeder Veranstaltung die Homepage der Schule zu besuchen, um die aktuellen Informationen zu den geltenden Vorschriften zu erhalten.

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  • Hans-Jürgen Bitter: Leidenschaft Steinzeit

    Hans-Jürgen Bitter: Leidenschaft Steinzeit

    Der Mönchengladbacher Historiker und Germanist Hans-Jürgen Bitter, der am 2. August 91 Jahre geworden wäre, hat sich Jahrzehnte mit der Suche nach den Hinterlassenschaften unserer frühen Vorfahren beschäftigt und in Odenkirchen eine der größten Privatsammlungen jungsteinzeitlicher Fundstücke Deutschlands zusammengetragen.

    In rund 40 Jahren sicherte er etwa 30.000 Werkzeuge, die die ersten Mönchengladbacher vor Jahrtausenden hergestellt haben. Viele Funde sind von musealer Qualität und zeigen die ganze Bandbreite hochentwickelter Werkzeuge aus dem Alltag des steinzeitlichen Menschen.

    Hans-Jürgen Bitter wurde am 2. August 1930 im Wallfahrtsort Neviges geboren und das katholisch-liberale Klima seines Elternhauses prägte seine Aktivitäten. So war er Messdiener und sofort nach dem 2. Weltkrieg mit Freunden einer der Wiederbegründer der katholischen Pfadfinderschaft in seinem Heimatort.

    Nach dem Besuch der Grundschule von 1936 bis 1940 in Neviges bestand er am 8. März 1950 – seine Schulzeit am Städtischen Gymnasium Langenberg wurde durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen – sein Abitur mit Bestnoten und studierte an der Universität zu Köln Geschichte und Germanistik.

    Am 18. Februar 1957 legte er dann die ‚Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen in Deutsch und Geschichte‘ ab. Nach seiner Lehrerausbildung an einem Mädchengymnasium in Düsseldorf kam er im November 1959 im Alter von 29 Jahren als Studienassessor an das Gymnasium Odenkirchen, an dem er bis zu seiner Pensionierung am 1. Februar 1991 wirkte.

    Inspiriert durch den Odenkirchener Pfarrer und Heimatforscher Franz Rixen, der in Mönchengladbachs ältestem Kegelclub ‚Erholung‘ sein Kegelbruder war, und Anton Mennen, den Nestor der Mönchengladbacher Archäologie, dessen Sammlung – neben Funden von Bernd Hussner und einer Auswahl aus Bitters eigener Sammlung – heute im Rheindahlener Wasserturm an der Mennrather Straße zu besichtigen ist, begann sich Hans-Jürgen Bitter in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts für die Ur- und Frühgeschichte des Mönchengladbacher Raumes zu interessieren.

    Voller Begeisterung für die Lebensformen unserer Vorfahren lief er über Jahrzehnte forschend über die Äcker des Umlandes, um die Hinterlassenschaften der Steinzeitmenschen zu bergen. Viele ältere Spaziergänger und ehemalige Schüler erinnern sich an den Mann, der im Frühjahr und Herbst leicht vorgebeugt und im Einverständnis mit den Bauern die Felder Furche für Furche nach alten Siedlungsplätzen absuchte.

    Hans-Jürgen Bitter

    Hans-Jürgen Bitter reichte seine Sammelleidenschaft nicht nur an seine eigenen Kinder, sondern auch an viele seiner Schützlinge am Gymnasium Odenkirchen oder während seiner Vorträge an anderen Schulen weiter. So bekam Dr. Jürgen Thissen, der Wiederentdecker der Fundstelle des Neandertalers, durch ihn im Unterricht erstmals steinzeitliche Artefakte in die Hände, begann daraufhin selbst über die Felder seiner Heimat zu laufen und wurde Archäologe.

    Obwohl Hans-Jürgen Bitter als Lehrer und Vortragender viele Mitbürger über das gesprochene Wort mit den Artefakten der frühen Mönchengladbacher zusammengebracht hat, kümmerte er sich persönlich nicht um die Präsentation seiner Sammlung in der Öffentlichkeit und publizierte kaum – ein Beispiel ist allerdings der Beitrag für die Festschrift des Gymnasiums Odenkirchen zum 125. Gründungstag 1986 (‚Steinzeitliche Funde als Quelle im Geschichtsunterricht‘).

    Als Dr. Ellen Schwinzer, die damalige Kustodin der Museums Schloss Rheydt, vom 30. August bis 1. November 1981 die Ausstellung ‚Aus der Erde geborgen II: Unbekannte Funde der Steinzeit aus dem Raum Mönchengladbach‘ organisierte, lieh der Heimatforscher den Ausstellungsmachern zwar viele seiner Fundstücke – einige sind auch im Katalog zu sehen -, bestand jedoch darauf, dass sein Name im Verborgenen bliebe.

    Am 30. Oktober 2002 hielt Hans-Jürgen Bitter auf Einladung des Heimatvereins im Rahmen der Studiovorträge im Burgturm den Vortrag ‚Die Jungsteinzeit in Odenkirchen und Umgebung‘. Der Sammler zeigte dort in Form eines Diavortrages ausschließlich Funde, die er im Odenkirchener Raum geborgen hatte und dessen beeindruckende Bilder Bernd Hussner, ein anderer Mönchengladbacher Steinzeitsammler, von seinen Fundstücken gemacht hatte.

    Erst einige Jahre später, nach Bitters Tod am 18. September 2004, waren seine Fundstücke in den Jahren 2009 und 2011 in drei mit großem Engagement gestalteten Ausstellungen in Mönchengladbach wieder im öffentlichen Raum zu sehen – jetzt auch verbunden mit seinem Namen. Im Januar 2009 organisierte die Geschichts-AG des Hugo-Junkers-Gymnasiums in der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse am Rheydter Markt die Ausstellung ‚5000 Jahre Geschichte – Mönchengladbacher Sammler zeigen ihre Schätze‘. Die Schüler hatten zuvor Ursula Bitter, die Witwe des Heimatforschers kennengelernt. Sie überzeugten die Verwalterin der Fundstücke mit ihrem Konzept und entliehen einige Prunkstücke für die mit großem Erfolg vor 150 Gästen von Oberbürgermeister Norbert Bude – der Bitters Schüler war – eröffnete Ausstellung. Ein beeindruckendes Presseecho begleitete die Präsentation, unter anderem produzierte der lokale Fernsehsender ‚CityVision‘ einen Beitrag.

    Von Januar bis Februar und von September bis Oktober 2011 fanden im Anschluss an Hans-Jürgen Bitters 80. Geburtstag gleich zwei Ausstellungen statt, die nun ausschließlich Artefakte der ‚Sammlung Bitter‘ zeigten. Zunächst organisierte wieder die Geschichts-AG des Hugo-Junkers-Gymnasiums in den Räumen der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse am Rheydter Markt eine Ausstellung mit 150 ausgewählten Funden unter dem Titel: ‚Hans-Jürgen Bitter – Leidenschaft Steinzeit‘. Wiederum gestaltete Oberbürgermeister Norbert Bude mit ausnehmend persönlichen Worten die Veranstaltung zu Ehren seines ehemaligen Klassenlehrers und wiederum produzierte ‚CityVision‘ einen Fernsehbeitrag zu der von vielen Weggefährten Bitters besuchten Ausstellung.

    Da im Jahr 2011 auch die Jubiläumsfeier zum 150. Gründungstag des Gymnasiums Odenkirchen stattfand, bat die Schule die Familie des Sammlers, das Ausstellungskonzept in das Festprogramm aufnehmen zu dürfen – und so eröffnete am 23. September 2011 die Ausstellung ‚Hans-Jürgen Bitter: Leidenschaft Steinzeit‘ erneut, diesmal allerdings in den Räumen der Stadtsparkasse zu Odenkirchen.

    Hans-Jürgen Bitter, der am 18. September 2004 starb, ist – obwohl katholisch – auf dem evangelischen Friedhof im Familiengrab seiner Frau in Odenkirchen begraben, weil ihm dieser Ort ausnehmend gut gefiel. Seine Grabstätte ist leicht zu finden, wenn man den Friedhof durch den Haupteingang betritt, gleich rechts auf den Hauptweg abbiegt und nach 120 Schritten den Blick nach rechts wendet. Das ihm zu Ehren dort errichtete ‚Monument‘ passt in wunderbarer Weise zu seiner die Jahrzehnte überspannenden Leidenschaft, denn auf seinem Grab ruht ein zwei Tonnen schwerer Mühlstein, auf dem zu lesen ist:

    ‚Hans-Jürgen Bitter, 2.8.1930 – 18.9.2004‘.

    Reinhard Bitter

    Eine ausführliche Biographie Hans-Jürgen Bitters findet sich in Heft 32 der Schriftreihe ‚Odenkirchen gestern und heute‘ des Heimatvereins Odenkirchen. Bestellungen sind über den Heimatverein für 2 Euro pro Heft möglich.

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